Salomos Lehren von Weisheit und Frömmigkeit

101Dies sind die Sprüche Salomos.

Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein törichter Sohn ist seiner Mutter Grämen.

2Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode.

3Der HERR lässt den Gerechten nicht Hunger leiden; aber die Gier der Gottlosen stößt er zurück.

4Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich.

5Wer im Sommer sammelt, ist ein kluger Sohn; wer aber in der Ernte schläft, macht seinen Eltern Schande.

6Segen ruht auf dem Haupt des Gerechten; aber auf die Gottlosen wird ihr Frevel fallen.

7Das Andenken des Gerechten bleibt im Segen; aber der Name der Gottlosen wird verwesen.

8Wer weisen Herzens ist, nimmt Gebote an; wer aber ein Narrenmaul hat, kommt zu Fall.

9Wer in Unschuld lebt, der lebt sicher; wer aber verkehrte Wege geht, wird ertappt werden.

10Wer mit den Augen winkt, schafft Verdruss, und wer ein Narrenmaul hat, kommt zu Fall.

11Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens; aber auf die Gottlosen wird ihr Frevel fallen.

12Hass erregt Hader; aber Liebe deckt alle Übertretungen zu.

13Auf den Lippen des Verständigen findet man Weisheit; aber auf den Rücken des Unverständigen gehört eine Rute.

14Die Weisen halten mit ihrem Wissen zurück; aber der Toren Mund führt schnell zum Verderben.

15Die Habe des Reichen ist seine feste Stadt; aber das Verderben der Geringen ist ihre Armut.

16Dem Gerechten gereicht sein Erwerb zum Leben, aber dem Gottlosen sein Einkommen zur Sünde.

17Zucht bewahren ist der Weg zum Leben; wer aber Zurechtweisung nicht achtet, geht in die Irre.

18Falsche Lippen bergen Hass und wer verleumdet, ist ein Tor.

19Wo viel Worte sind, da geht's ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaum hält, ist klug.

20Des Gerechten Zunge ist kostbares Silber; aber der Gottlosen Verstand ist wie nichts.

21Des Gerechten Lippen erquicken viele; aber die Toren werden an ihrer Torheit sterben.

22Der Segen des HERRN allein macht reich, und nichts tut eigene Mühe hinzu.

23Ein Tor hat Lust an Schandtat, aber der einsichtige Mann an Weisheit.

24Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen; und was die Gerechten begehren, wird ihnen gegeben.

25Wenn das Wetter daherfährt, ist der Gottlose nicht mehr; der Gerechte aber besteht ewiglich.

26Wie Essig den Zähnen und Rauch den Augen tut, so tut der Faule denen, die ihn senden.

27Die Furcht des HERRN mehrt die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt.

28Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein.

29Das Walten des HERRN ist des Frommen Zuflucht; aber für den Übeltäter ist es Verderben.

30Der Gerechte wird nimmermehr wanken; aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben.

31Aus dem Munde des Gerechten sprießt Weisheit; aber die falsche Zunge wird ausgerottet.

32Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge; aber der Gottlosen Mund ist Falschheit.

111Falsche Waage ist dem HERRN ein Gräuel; aber ein volles Gewicht ist sein Wohlgefallen.

2Wo Hochmut ist, da ist auch Schande; aber Weisheit ist bei den Demütigen.

3Ihre Unschuld wird die Frommen leiten; aber ihre Falschheit wird die Verächter verderben.

4Reichtum hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode.

5Die Gerechtigkeit des Frommen macht seinen Weg eben; aber der Gottlose wird fallen durch seine Gottlosigkeit.

6Die Gerechtigkeit der Frommen wird sie erretten; aber die Verächter werden gefangen durch ihre Gier.

7Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist seine Hoffnung verloren, und das Harren der Ungerechten wird zunichte.

8Der Gerechte wird aus der Not erlöst, und der Gottlose kommt an seine statt.

9Durch den Mund des Gottesverächters wird sein Nächster verderbt; aber die Gerechten werden durch Erkenntnis errettet.

10Eine Stadt freut sich, wenn's den Gerechten wohlgeht, und wenn die Gottlosen umkommen, wird man froh.

11Durch den Segen der Frommen kommt eine Stadt hoch; aber durch den Mund der Gottlosen wird sie niedergerissen.

12Wer seinen Nächsten schmäht, ist ein Tor; aber ein verständiger Mann schweigt stille.

13Ein Verleumder verrät, was er heimlich weiß; aber wer getreuen Herzens ist, verbirgt es.

14Wo nicht weiser Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viele Ratgeber sind, findet sich Hilfe.

15Wer für einen andern bürgt, der wird Schaden haben; wer aber sich hütet, Bürge zu sein, geht sicher.

16Eine holdselige Frau erlangt Ehre; aber eine Schande ist eine Frau, die Redlichkeit hasst.

Den Faulen wird es mangeln an Hab und Gut, die Fleißigen aber erlangen Reichtum.

17Ein barmherziger Mann nützt auch sich selber; aber ein herzloser schneidet sich ins eigene Fleisch.

18Der Gottlosen Arbeit bringt trügerischen Gewinn; aber wer Gerechtigkeit sät, hat sicheren Lohn.

19Gerechtigkeit führt zum Leben; aber dem Bösen nachjagen führt zum Tode.

20Falsche Herzen sind dem HERRN ein Gräuel; aber Wohlgefallen hat er an den Frommen.

21Die Hand darauf: Der Böse bleibt nicht ungestraft; aber der Gerechten Geschlecht wird errettet werden.

22Eine schöne Frau ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Ring durch die Nase.

23Der Gerechten Wunsch führt zu lauter Gutem; aber der Gottlosen Hoffen führt zum Tage des Zorns.

24Einer teilt reichlich aus und hat immer mehr; ein andrer kargt, wo er nicht soll, und wird doch ärmer.

25Wer reichlich gibt, wird gelabt, und wer reichlich tränkt, der wird auch getränkt werden.

26Wer Korn zurückhält, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt über den, der es verkauft.

27Wer nach Gutem strebt, trachtet nach Gottes Wohlgefallen; wer aber das Böse sucht, dem wird es begegnen.

28Wer sich auf seinen Reichtum verlässt, der wird untergehen; aber die Gerechten werden grünen wie das Laub.

29Wer sein eigenes Haus in Verruf bringt, wird Wind erben, und ein Tor muss des Weisen Knecht werden.

30Die Frucht der Gerechtigkeit ist ein Baum des Lebens; aber Gewalttat nimmt das Leben weg.

31Siehe, dem Gerechten wird vergolten auf Erden, wie viel mehr dem Gottlosen und Sünder!

121Wer Zucht liebt, der wird klug; aber wer Zurechtweisung hasst, der bleibt dumm.

2Wer fromm ist, der erlangt Wohlgefallen vom HERRN; aber den Heimtückischen verdammt er.

3Durch Gottlosigkeit kann der Mensch nicht bestehen; aber die Wurzel der Gerechten wird bleiben.

4Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; aber eine schandbare ist wie Eiter in seinem Gebein.

5Die Gedanken der Gerechten sind redlich; aber was die Gottlosen planen, ist lauter Trug.

6Der Gottlosen Reden richten Blutvergießen an; aber die Frommen errettet ihr Mund.

7Die Gottlosen werden gestürzt und nicht mehr sein; aber das Haus der Gerechten bleibt stehen.

8Ein Mann wird gelobt nach seiner Klugheit; aber wer verschrobenen Sinnes ist, wird verachtet.

9Wer gering ist und geht seiner Arbeit nach, ist besser als einer, der groß sein will und an Brot Mangel hat.

10Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig.

11Wer seinen Acker bebaut, wird Brot die Fülle haben; wer aber nichtigen Dingen nachgeht, ist ein Tor.

12Des Gottlosen Lust ist, Schaden zu tun; aber die Wurzel der Gerechten wird Frucht bringen.

13Der Böse wird gefangen in seinen eigenen falschen Worten; aber der Gerechte entgeht der Not.

14Viel Gutes bekommt ein Mann durch die Frucht seines Mundes; und dem Menschen wird vergolten nach den Taten seiner Hände.

15Den Toren dünkt sein Weg recht; aber wer auf Rat hört, der ist weise.

16Ein Tor zeigt seinen Zorn alsbald; aber wer Schmähung überhört, der ist klug.

17Wer wahrhaftig ist, der sagt offen, was recht ist; aber ein falscher Zeuge betrügt.

18Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen bringt Heilung.

19Wahrhaftiger Mund besteht immerdar; aber die falsche Zunge besteht nicht lange.

20Die Böses planen, haben Trug im Herzen; aber die zum Frieden raten, haben Freude.

21Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen; aber die Gottlosen werden voll Unglücks sein.

22Lügenmäuler sind dem HERRN ein Gräuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm.

23Ein verständiger Mann trägt seine Klugheit nicht zur Schau; aber das Herz des Toren schreit seine Torheit hinaus.

24Die fleißige Hand wird herrschen; die aber lässig ist, muss Frondienst leisten.

25Sorge im Herzen bedrückt den Menschen; aber ein freundliches Wort erfreut ihn.

26Der Gerechte findet seine Weide; aber die Gottlosen führt ihr Weg in die Irre.

27Einem Lässigen gerät sein Handel nicht; aber ein fleißiger Mensch wird reich.

28Auf dem Wege der Gerechtigkeit ist Leben; aber böser Weg führt zum Tode.

131Ein weiser Sohn liebt Zucht; aber ein Spötter hört selbst auf Drohen nicht.

2Die Frucht seiner Worte genießt der Fromme; aber die Verächter sind gierig nach Frevel.

3Wer seine Zunge hütet, bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfährt, über den kommt Verderben.

4Der Faule begehrt und kriegt's doch nicht; aber die Fleißigen kriegen genug.

5Der Gerechte ist der Lüge Feind; aber der Gottlose handelt schimpflich und schändlich.

6Die Gerechtigkeit behütet den Unschuldigen; aber die Gottlosigkeit bringt den Sünder zu Fall.

7Mancher stellt sich reich und hat nichts, und mancher stellt sich arm und hat großes Gut.

8Mit Reichtum muss mancher sein Leben erkaufen; aber ein Armer bekommt keine Drohung zu hören.

9Das Licht der Gerechten brennt fröhlich; aber die Leuchte der Gottlosen wird verlöschen.

10Unter den Übermütigen ist immer Streit; aber Weisheit ist bei denen, die sich raten lassen.

11Hastig errafftes Gut zerrinnt; wer aber ruhig sammelt, bekommt immer mehr.

12Hoffnung, die sich verzögert, ängstet das Herz; wenn aber kommt, was man begehrt, das ist ein Baum des Lebens.

13Wer das Wort verachtet, muss dafür büßen; wer aber das Gebot fürchtet, dem wird es gelohnt.

14Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, zu meiden die Stricke des Todes.

15Rechte Einsicht schafft Gunst; aber der Verächter Weg bringt Verderben.

16Ein Kluger tut alles mit Vernunft; ein Tor aber stellt Narrheit zur Schau.

17Ein gottloser Bote bringt ins Unglück; aber ein getreuer Bote bringt Hilfe.

18Wer Zucht missachtet, hat Armut und Schande; wer sich gern zurechtweisen lässt, wird zu Ehren kommen.

19Wenn kommt, was man begehrt, tut es dem Herzen wohl; aber das Böse meiden ist den Toren ein Gräuel.

20Wer mit den Weisen umgeht, der wird weise; wer aber der Toren Geselle ist, der wird Unglück haben.

21Unheil verfolgt die Sünder; aber den Gerechten wird mit Gutem vergolten.

22Der Gute wird vererben auf Kindeskind; aber des Sünders Habe wird gespart für den Gerechten.

23Es ist viel Speise in den Furchen der Armen; aber wo kein Recht ist, da ist Verderben.

24Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten.

25Der Gerechte kann essen, bis er satt ist; der Gottlosen Bauch aber leidet Mangel.

141Die Weisheit der Frauen baut ihr Haus; aber ihre Torheit reißt's nieder mit eigenen Händen.

2Wer den HERRN fürchtet, der wandelt auf rechter Bahn; wer ihn aber verachtet, der geht auf Abwegen.

3In des Toren Mund ist die Rute für seinen Hochmut; aber die Weisen bewahrt ihr Mund.

4Wo keine Rinder sind, da ist die Krippe leer; aber die Kraft des Ochsen bringt reichen Ertrag.

5Ein treuer Zeuge lügt nicht; aber ein falscher Zeuge redet frech Lügen.

6Der Spötter sucht Weisheit und findet sie nicht; aber dem Verständigen ist die Erkenntnis leicht.

7Geh weg von dem Toren, denn du lernst nichts von ihm.

8Das ist des Klugen Weisheit, dass er Acht gibt auf seinen Weg; aber der Toren Torheit ist lauter Trug.

9Auf dem Zelt der Spötter ruht Schuld; aber auf dem Hause des Frommen ruht Wohlgefallen.

10Das Herz allein kennt sein Leid, und auch in seine Freude kann sich kein Fremder mengen.

11Das Haus der Gottlosen wird vertilgt; aber die Hütte der Frommen wird grünen.

12Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.

13Auch beim Lachen kann das Herz trauern, und nach der Freude kommt Leid.

14Einem gottlosen Menschen wird's gehen, wie er wandelt, und auch einem guten nach seinen Taten.

15Ein Unverständiger glaubt noch alles; aber ein Kluger gibt Acht auf seinen Gang.

16Ein Weiser scheut sich und meidet das Böse; ein Tor aber fährt trotzig hindurch.

17Ein Jähzorniger handelt töricht; aber ein Ränkeschmied wird gehasst.

18Die Unverständigen erben Torheit; aber Erkenntnis ist der Klugen Krone.

19Die Bösen müssen sich bücken vor den Guten und die Gottlosen an den Toren der Gerechten.

20Der Arme ist verhasst auch seinem Nächsten; aber die Reichen haben viele Freunde.

21Wer seinen Nächsten verachtet, versündigt sich; aber wohl dem, der sich der Elenden erbarmt!

22Die nach Bösem trachten, werden in die Irre gehen; die aber auf Gutes bedacht sind, werden Güte und Treue erfahren.

23Wo man arbeitet, da ist Gewinn; wo man aber nur mit Worten umgeht, da ist Mangel.

24Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Narrheit der Toren bleibt Narrheit.

25Ein wahrhaftiger Zeuge rettet manchem das Leben; aber wer Lügen ausspricht, übt Verrat.

26Wer den HERRN fürchtet, hat eine sichere Festung, und auch seine Kinder werden beschirmt.

27Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, dass man meide die Stricke des Todes.

28Wenn ein König viel Volk hat, das ist seine Herrlichkeit; wenn aber wenig Volk da ist, das bringt einen Fürsten ins Verderben.

29Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, offenbart seine Torheit.

30Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben; aber Eifersucht ist Eiter in den Gebeinen.

31Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.

32Der Gottlose besteht nicht in seinem Unglück; aber der Gerechte ist auch in seinem Tode getrost.

33Im Herzen des Verständigen ruht Weisheit, und inmitten der Toren wird sie offenbar.

34Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.

35Ein kluger Knecht gefällt dem König, aber einen schändlichen trifft sein Zorn.

151Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort erregt Grimm.

2Der Weisen Zunge bringt gute Erkenntnis; aber der Toren Mund speit nur Torheit.

3Die Augen des HERRN sind an allen Orten, sie schauen auf Böse und Gute.

4Eine linde Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügenhafte bringt Herzeleid.

5Der Tor verschmäht die Zucht seines Vaters; wer aber Zurechtweisung annimmt, ist klug.

6In des Gerechten Haus ist großes Gut; aber in des Gottlosen Gewinn steckt Verderben.

7Der Weisen Mund breitet Einsicht aus; aber der Toren Herz ist nicht recht.

8Der Gottlosen Opfer ist dem HERRN ein Gräuel; aber das Gebet der Frommen ist ihm wohlgefällig.

9Des Gottlosen Weg ist dem HERRN ein Gräuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er.

10Den Weg verlassen bringt böse Züchtigung, und wer Zurechtweisung hasst, der muss sterben.

11Unterwelt und Abgrund liegen offen vor dem HERRN, wie viel mehr die Herzen der Menschen!

12Der Spötter liebt den nicht, der ihn zurechtweist, und geht nicht hin zu den Weisen.

13Ein fröhliches Herz macht ein fröhliches Angesicht; aber wenn das Herz bekümmert ist, entfällt auch der Mut.

14Des Klugen Herz sucht Erkenntnis; aber der Toren Mund geht mit Torheit um.

15Ein Betrübter hat nie einen guten Tag; aber ein guter Mut ist ein tägliches Fest.

16Besser wenig mit der Furcht des HERRN als ein großer Schatz, bei dem Unruhe ist.

17Besser ein Gericht Kraut mit Liebe als ein gemästeter Ochse mit Hass.

18Ein zorniger Mann richtet Zank an; ein Geduldiger aber stillt den Streit.

19Der Weg des Faulen ist wie eine Dornenhecke; aber der Weg der Rechtschaffenen ist wohlgebahnt.

20Ein weiser Sohn erfreut den Vater; aber ein törichter Mensch verachtet seine Mutter.

21Dem Toren ist die Torheit eine Freude; aber ein verständiger Mann bleibt auf dem rechten Wege.

22Die Pläne werden zunichte, wo man nicht miteinander berät; wo aber viele Ratgeber sind, gelingen sie.

23Es ist einem Mann eine Freude, wenn er richtig antwortet, und wie wohl tut ein Wort zur rechten Zeit!

24Der Weg des Lebens führt den Klugen aufwärts, dass er meide die Tiefen des Todes.

25Der HERR wird das Haus der Hoffärtigen einreißen; aber den Grenzstein der Witwe wird er schützen.

26Die Anschläge des Argen sind dem HERRN ein Gräuel; aber rein sind vor ihm freundliche Reden.

27Wer unrechtem Gewinn nachgeht, zerstört sein Haus; wer aber Bestechung hasst, der wird leben.

28Das Herz des Gerechten bedenkt, was zu antworten ist; aber der Mund der Gottlosen schäumt Böses.

29Der HERR ist ferne von den Gottlosen; aber der Gerechten Gebet erhört er.

30Ein freundliches Antlitz erfreut das Herz; eine gute Botschaft labt das Gebein.

31Das Ohr, das da hört auf heilsame Weisung, wird unter den Weisen wohnen.

32Wer Zucht verwirft, der macht sich selbst zunichte; wer sich aber etwas sagen lässt, der wird klug.

33Die Furcht des HERRN ist Zucht, die zur Weisheit führt, und ehe man zu Ehren kommt, muss man Demut lernen.

161Der Mensch setzt sich's wohl vor im Herzen; aber vom HERRN kommt, was die Zunge reden wird.

2Einen jeglichen dünken seine Wege rein; aber der HERR prüft die Geister.

3Befiehl dem HERRN deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen.

4Der HERR macht alles zu seinem Zweck, auch den Gottlosen für den bösen Tag.

5Ein stolzes Herz ist dem HERRN ein Gräuel und wird gewiss nicht ungestraft bleiben.

6Durch Güte und Treue wird Missetat gesühnt, und durch die Furcht des HERRN meidet man das Böse.

7Wenn eines Menschen Wege dem HERRN wohlgefallen, so lässt er auch seine Feinde mit ihm Frieden machen.

8Besser wenig mit Gerechtigkeit als viel Einkommen mit Unrecht.

9Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt.

10Gottes Spruch ist in dem Munde des Königs; sein Mund spricht nicht fehl im Gericht.

11Waage und rechte Waagschalen sind vom HERRN; und alle Gewichte im Beutel sind sein Werk.

12Den Königen ist Unrecht tun ein Gräuel; denn durch Gerechtigkeit wird der Thron befestigt.

13Rechte Worte gefallen den Königen; und wer aufrichtig redet, wird geliebt.

14Des Königs Grimm ist ein Bote des Todes; aber ein weiser Mann wird ihn versöhnen.

15Wenn des Königs Angesicht freundlich ist, das ist Leben, und seine Gnade ist wie ein Spätregen.

16Weisheit erwerben ist besser als Gold und Einsicht erwerben edler als Silber.

17Der Frommen Weg meidet das Arge; und wer auf seinen Weg achtet, bewahrt sein Leben.

18Wer zugrunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall.

19Besser niedrig sein mit den Demütigen als Beute austeilen mit den Hoffärtigen.

20Wer auf das Wort merkt, der findet Glück; und wohl dem, der sich auf den HERRN verlässt!

21Ein Verständiger wird gerühmt als ein weiser Mann, und liebliche Rede mehrt die Erkenntnis.

22Klugheit ist ein Brunnen des Lebens dem, der sie hat; aber die Strafe der Toren ist ihre Torheit.

23Des Weisen Herz redet klug und mehrt auf seinen Lippen die Lehre.

24Freundliche Reden sind Honigseim, trösten die Seele und erfrischen die Gebeine.

25Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.

26Der Hunger des Arbeiters arbeitet für ihn; denn sein Mund treibt ihn an.

27Ein heilloser Mensch gräbt nach Unheil, und in seinem Munde ist's wie brennendes Feuer.

28Ein falscher Mensch richtet Zank an, und ein Verleumder macht Freunde uneins.

29Ein Frevler verlockt seinen Nächsten und führt ihn auf keinen guten Weg.

30Wer mit den Augen winkt, denkt nichts Gutes; und wer mit den Lippen andeutet, vollbringt Böses.

31Graue Haare sind eine Krone der Ehre; auf dem Weg der Gerechtigkeit wird sie gefunden.

32Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt.

33Der Mensch wirft das Los; aber es fällt, wie der HERR will.

171Besser ein trockner Bissen mit Frieden als ein Haus voll Geschlachtetem mit Streit.

2Ein kluger Knecht wird herrschen über einen schandbaren Sohn und wird mit den Brüdern das Erbe teilen.

3Wie der Tiegel das Silber und der Ofen das Gold, so prüft der HERR die Herzen.

4Ein Böser achtet auf böse Mäuler, und ein Falscher hört gern auf schändliche Zungen.

5Wer den Armen verspottet, verhöhnt dessen Schöpfer; und wer sich über eines andern Unglück freut, wird nicht ungestraft bleiben.

6Der Alten Krone sind Kindeskinder, und der Kinder Ehre sind ihre Väter.

7Es steht einem Toren nicht wohl an, von hohen Dingen zu reden, viel weniger einem Edlen, dass er mit Lügen umgeht.

8Bestechung ist wie ein Zauberstein dem, der sie gibt; wohin er sich kehrt, hat er Glück.

9Wer Verfehlung zudeckt, stiftet Freundschaft; wer aber eine Sache aufrührt, der macht Freunde uneins.

10Ein Scheltwort dringt tiefer bei dem Verständigen als hundert Schläge bei dem Toren.

11Ein böser Mensch trachtet stets zu widersprechen; aber ein grausamer Bote wird über ihn kommen.

12Besser einer Bärin begegnen, der die Jungen geraubt sind, als einem Toren in seiner Torheit.

13Wer Gutes mit Bösem vergilt, von dessen Haus wird das Böse nicht weichen.

14Wer Streit anfängt, gleicht dem, der dem Wasser den Damm aufreißt. Lass ab vom Streit, ehe er losbricht!

15Wer den Schuldigen gerecht spricht und den Gerechten schuldig, die sind beide dem HERRN ein Gräuel.

16Was soll dem Toren Geld in der Hand, Weisheit zu kaufen, wo er doch ohne Verstand ist?

17Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird für die Not geboren.

18Ein Tor ist, wer in die Hand gelobt und Bürge wird für seinen Nächsten.

19Wer Zank liebt, der liebt die Sünde; und wer seine Tür zu hoch macht, strebt nach Einsturz.

20Ein verkehrtes Herz findet nichts Gutes; und wer falscher Zunge ist, wird in Unglück fallen.

21Wer einen Toren zeugt, muss sich grämen, und eines Toren Vater hat keine Freude.

22Ein fröhliches Herz tut dem Leibe wohl; aber ein betrübtes Gemüt lässt das Gebein verdorren.

23Der Gottlose nimmt gern heimlich Geschenke, zu beugen den Weg des Rechts.

24Ein Verständiger hat die Weisheit vor Augen; aber ein Tor wirft die Augen hin und her.

25Ein törichter Sohn ist seines Vaters Verdruss und ein Gram für die Mutter, die ihn geboren hat.

26Es ist schon nicht gut, dass man Unschuldige Strafe zahlen lässt; aber den Edlen zu schlagen geht über alles Maß.

27Ein Vernünftiger mäßigt seine Rede, und ein verständiger Mann wird nicht hitzig.

28Auch ein Tor, wenn er schwiege, würde für weise gehalten und für verständig, wenn er den Mund hielte.

181Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelüstet, und gegen alles, was gut ist, geht er an.

2Ein Tor hat nicht Gefallen an Einsicht, sondern will kundtun, was in seinem Herzen steckt.

3Wohin ein Frevler kommt, kommt auch Verachtung; und wo Schande ist, da ist Hohn.

4Die Worte in eines Mannes Munde sind wie tiefe Wasser, und die Quelle der Weisheit ist ein sprudelnder Bach.

5Es ist nicht gut, den Schuldigen vorzuziehen, dass man des Gerechten Sache beuge im Gericht.

6Die Lippen des Toren bringen Zank, und sein Mund ruft nach Schlägen.

7Der Mund des Toren bringt ihn ins Verderben, und seine Lippen bringen ihn zu Fall.

8Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen und gehen einem glatt ein.

9Wer lässig ist in seiner Arbeit, der ist ein Bruder des Verderbers.

10Der Name des HERRN ist eine feste Burg; der Gerechte läuft dorthin und wird beschirmt.

11Des Reichen Habe ist ihm wie eine feste Stadt und dünkt ihn eine hohe Mauer.

12Wenn einer zugrunde gehen soll, wird sein Herz zuvor stolz; und ehe man zu Ehren kommt, muss man demütig sein.

13Wer antwortet, ehe er hört, dem ist's Torheit und Schande.

14Wer ein mutiges Herz hat, weiß sich auch im Leiden zu halten; wenn aber der Mut daniederliegt, wer kann's tragen?

15Ein verständiges Herz erwirbt Einsicht, und das Ohr der Weisen sucht Erkenntnis.

16Das Geschenk des Menschen schafft ihm Raum und bringt ihn zu den großen Herren.

17Ein jeder hat zuerst in seiner Sache Recht; kommt aber der andere zu Wort, so findet sich's.

18Das Los schlichtet den Streit und lässt Mächtige nicht aneinander geraten.

19Ein gekränkter Bruder ist abweisender als eine feste Stadt, und Streitigkeiten sind hart wie der Riegel einer Burg.

20Einem Mann wird vergolten, was sein Mund geredet hat, und er wird gesättigt mit dem, was seine Lippen ihm einbringen.

21Tod und Leben stehen in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, wird ihre Frucht essen.

22Wer eine Ehefrau gefunden hat, der hat etwas Gutes gefunden und Wohlgefallen erlangt vom HERRN.

23Ein Armer redet mit Flehen, aber ein Reicher antwortet hart.

24Es gibt Allernächste, die bringen ins Verderben, und es gibt Freunde, die hangen fester an als ein Bruder.

191Ein Armer, der in Unschuld wandelt, ist besser als einer, der Verkehrtes spricht und dabei reich ist.

2Wo man nicht mit Vernunft handelt, da ist auch Eifer nichts nütze; und wer hastig läuft, der tritt fehl.

3Des Menschen Torheit führt ihn in die Irre, und doch tobt sein Herz wider den HERRN.

4Reichtum macht viel Freunde; aber der Arme wird von seinem Freunde verlassen.

5Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer frech Lügen redet, wird nicht entrinnen.

6Viele schmeicheln dem Vornehmen; und wer Geschenke gibt, hat alle zu Freunden.

7Den Armen hassen alle seine Brüder; wie viel mehr halten sich seine Freunde von ihm fern!

Wer viel spricht, der tut Frevel; und wer Worten nachjagt, der wird nicht entrinnen.

8Wer Klugheit erwirbt, liebt sein Leben; und der Verständige findet Gutes.

9Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer frech Lügen redet, wird umkommen.

10Dem Toren steht nicht an, gute Tage zu haben, viel weniger einem Knecht, zu herrschen über Fürsten.

11Klugheit macht den Mann langsam zum Zorn, und es ist seine Ehre, dass er Verfehlung übersehen kann.

12Die Ungnade des Königs ist wie das Brüllen eines Löwen; aber seine Gnade ist wie Tau auf dem Grase.

13Ein törichter Sohn ist seines Vaters Herzeleid, und eine zänkische Frau wie ein ständig triefendes Dach.

14Haus und Habe vererben die Eltern; aber eine verständige Ehefrau kommt vom HERRN.

15Faulheit macht schläfrig, und ein Lässiger wird Hunger leiden.

16Wer das Gebot bewahrt, der bewahrt sein Leben; wer aber auf seinen Weg nicht achtet, wird sterben.

17Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem HERRN, und der wird ihm vergelten, was er Gutes getan hat.

18Züchtige deinen Sohn, solange Hoffnung da ist, aber lass dich nicht hinreißen, ihn zu töten.

19Großer Grimm muss Strafe leiden; denn willst du ihm steuern, so wird er noch größer.

20Höre auf Rat und nimm Zucht an, dass du hernach weise seist.

21In eines Mannes Herzen sind viele Pläne; aber zustande kommt der Ratschluss des HERRN.

22Ein gütiger Mensch ist der Liebe wert, und ein Armer ist besser als ein Lügner.

23Die Furcht des HERRN führt zum Leben; man wird satt werden und sicher schlafen, von keinem Übel heimgesucht.

24Der Faule steckt seine Hand in die Schüssel und bringt sie nicht wieder zum Munde.

25Schlägt man den Spötter, so werden Unverständige vernünftig; weist man den Verständigen zurecht, so gewinnt er an Einsicht.

26Wer den Vater misshandelt und die Mutter verjagt, der ist ein schandbarer und verfluchter Sohn.

27Lässt du ab, mein Sohn, auf Ermahnung zu hören, so irrst du ab von vernünftiger Lehre.

28Ein nichtswürdiger Zeuge spottet des Rechts, und den Gottlosen mundet das Unrecht.

29Den Spöttern sind Strafen bereitet und Schläge für den Rücken der Toren.

201Der Wein macht Spötter, und starkes Getränk macht wild; wer davon taumelt, wird niemals weise.

2Das Drohen des Königs ist wie das Brüllen eines Löwen; wer ihn erzürnt, der sündigt wider das eigene Leben.

3Eine Ehre ist es dem Mann, dem Streit fernzubleiben; aber die gerne streiten, sind allzumal Toren.

4Im Herbst will der Faule nicht pflügen; so muss er in der Ernte betteln und kriegt nichts.

5Das Vorhaben im Herzen eines Mannes ist wie ein tiefes Wasser; aber ein kluger Mann kann es schöpfen.

6Viele Menschen rühmen ihre Güte; aber wer findet einen, der zuverlässig ist?

7Ein Gerechter, der unsträflich wandelt, dessen Kindern wird's wohlgehen.

8Ein König, der auf dem Thron sitzt, um zu richten, sondert aus mit seinem Blick alles Böse.

9Wer kann sagen: »Ich habe mein Herz geläutert und bin rein von meiner Sünde«?

10Zweierlei Gewicht und zweierlei Maß ist beides dem HERRN ein Gräuel.

11Schon einen Knaben erkennt man an seinem Tun, ob er lauter und redlich werden will.

12Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der HERR.

13Liebe den Schlaf nicht, dass du nicht arm wirst; lass deine Augen offen sein, so wirst du Brot genug haben.

14»Schlecht, schlecht!«, spricht man, wenn man kauft; aber wenn man weggeht, so rühmt man sich.

15Es gibt Gold und viel Perlen; aber ein Mund, der Vernünftiges redet, ist ein edles Kleinod.

16Nimm dem sein Kleid, der für einen andern Bürge wurde, und pfände ihn anstelle des Fremden!

17Das gestohlene Brot schmeckt dem Manne gut; aber am Ende hat er den Mund voller Kieselsteine.

18Pläne kommen zum Ziel, wenn man sich recht berät; und Krieg soll man mit Vernunft führen.

19Wer Geheimnisse verrät, ist ein Verleumder, und mit dem, der den Mund nicht halten kann, lass dich nicht ein.

20Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, dessen Leuchte wird verlöschen in der Finsternis.

21Das Erbe, nach dem man zuerst sehr eilt, wird zuletzt nicht gesegnet sein.

22Sprich nicht: »Ich will Böses vergelten!« Harre des HERRN, der wird dir helfen.

23Zweierlei Gewicht ist dem HERRN ein Gräuel, und eine falsche Waage ist nicht gut.

24Jedermanns Schritte bestimmt der HERR. Welcher Mensch versteht seinen Weg?

25Es ist dem Menschen ein Fallstrick, unbedacht Gelübde zu tun und erst nach dem Geloben zu überlegen.

26Ein weiser König sondert die Gottlosen aus und lässt das Rad über sie gehen.

27Eine Leuchte des HERRN ist des Menschen Geist; er durchforscht alle Kammern des Innern.

28Gütig und treu sein behütet den König, und sein Thron besteht durch Güte.

29Der Jünglinge Ehre ist ihre Stärke, und graues Haar ist der Alten Schmuck.

30Man muss dem Bösen wehren mit harter Strafe und mit ernsten Schlägen, die man fühlt.

211Des Königs Herz ist in der Hand des HERRN wie Wasserbäche; er lenkt es, wohin er will.

2Einen jeglichen dünkt sein Weg recht; aber der HERR prüft die Herzen.

3Recht und Gerechtigkeit tun ist dem HERRN lieber als Opfer.

4Hoffärtige Augen und stolzer Sinn, die Leuchte der Gottlosen, ist Sünde.

5Das Planen eines Emsigen bringt Überfluss; wer aber allzu rasch handelt, dem wird's mangeln.

6Wer Schätze sammelt mit Lügen, der wird fehlgehen und ist unter denen, die den Tod suchen.

7Der Gottlosen Gewalt rafft sie selber weg; denn sie wollen nicht tun, was recht ist.

8Wer mit Schuld beladen ist, geht krumme Wege; wer aber rein ist, dessen Tun ist gerade.

9Besser im Winkel auf dem Dach wohnen als mit einer zänkischen Frau zusammen in einem Hause.

10Die Seele des Gottlosen gelüstet nach Bösem und erbarmt sich nicht seines Nächsten.

11Wenn der Spötter gestraft wird, so werden die Unverständigen weise, und wenn man einen Weisen belehrt, so nimmt er Erkenntnis an.

12Der Gerechte achtet auf des Gottlosen Haus, und er stürzt die Gottlosen ins Verderben.

13Wer seine Ohren verstopft vor dem Schreien des Armen, der wird einst auch rufen und nicht erhört werden.

14Eine heimliche Gabe stillt den Zorn und ein Geschenk im Verborgenen den heftigen Grimm.

15Dem Gerechten ist es eine Freude, wenn Recht geschieht, aber den Übeltätern ist es ein Schrecken.

16Ein Mensch, der vom Wege der Klugheit abirrt, wird weilen in der Schar der Toten.

17Wer gern in Freuden lebt, wird Mangel haben; und wer Wein und Salböl liebt, wird nicht reich.

18Der Gottlose wird als Lösegeld gegeben für den Gerechten und der Verächter für die Frommen.

19Besser in der Wüste wohnen als bei einer zänkischen und zornigen Frau.

20Im Hause des Weisen ist ein kostbarer Schatz an Öl; aber ein Tor vergeudet ihn.

21Wer der Gerechtigkeit und Güte nachjagt, der findet Leben und Ehre.

22Ein Weiser ersteigt die Stadt der Starken und stürzt ihre Macht, auf die sie sich verlässt.

23Wer Mund und Zunge bewahrt, der bewahrt sein Leben vor Not.

24Wer stolz und vermessen ist, heißt ein Spötter; er treibt frechen Übermut.

25Der Faule stirbt über seinem Wünschen; denn seine Hände wollen nichts tun.

26Den ganzen Tag begehrt die Gier; aber der Gerechte gibt und versagt nichts.

27Der Gottlosen Opfer ist ein Gräuel, wie viel mehr, wenn man's darbringt für eine Schandtat.

28Ein lügenhafter Zeuge wird umkommen; aber wer recht gehört hat, dessen Wort bleibt.

29Der Gottlose macht ein freches Gesicht; aber wer fromm ist, macht seine Wege fest.

30Keine Weisheit, kein Verstand, kein Rat besteht vor dem HERRN.

31Rosse werden gerüstet zum Tage der Schlacht; aber der Sieg kommt vom HERRN.

221Ein guter Ruf ist köstlicher als großer Reichtum und anziehendes Wesen besser als Silber und Gold.

2Reiche und Arme begegnen einander; der HERR hat sie alle gemacht.

3Der Kluge sieht das Unglück kommen und verbirgt sich; die Unverständigen laufen weiter und leiden Schaden.

4Der Lohn der Demut und der Furcht des HERRN ist Reichtum, Ehre und Leben.

5Stacheln und Stricke sind auf dem Wege des Verkehrten; wer sich aber davon fernhält, bewahrt sein Leben.

6Gewöhne einen Knaben an seinen Weg, so lässt er auch nicht davon, wenn er alt wird.

7Der Reiche herrscht über die Armen; und wer borgt, ist des Gläubigers Knecht.

8Wer Unrecht sät, der wird Unglück ernten, und die Rute seines Übermuts wird ein Ende haben.

9Wer ein gütiges Auge hat, wird gesegnet; denn er gibt von seinem Brot den Armen.

10Treibe den Spötter hinaus, so geht der Zank weg, und Hader und Schmähung hören auf.

11Wer ein reines Herz und liebliche Rede hat, dessen Freund ist der König.

12Die Augen des HERRN behüten die Erkenntnis; aber die Worte des Verächters bringt er zu Fall.

13Der Faule spricht: »Es ist ein Löwe draußen; ich könnte getötet werden auf der Gasse.«

14Der Mund unzüchtiger Frauen ist eine tiefe Grube; wem der HERR zürnt, der fällt hinein.

15Torheit steckt dem Knaben im Herzen; aber die Rute der Zucht treibt sie ihm aus.

16Wer dem Armen Unrecht tut, mehrt ihm seine Habe; wer einem Reichen gibt, schafft ihm nur Mangel.