Morgenlied in böser Zeit

31Ein Psalm Davids, als er vor seinem Sohn Absalom floh.

2Ach HERR, wie sind meiner Feinde so viel

und erheben sich so viele gegen mich!

3Viele sagen von mir:

Er hat keine Hilfe bei Gott. SELA.

4Aber du, HERR, bist der Schild für mich,

du bist meine Ehre und hebst mein Haupt empor.

5Ich rufe mit meiner Stimme zum HERRN,

so erhört er mich von seinem heiligen Berge. SELA.

6Ich liege und schlafe und erwache;

denn der HERR hält mich.

7Ich fürchte mich nicht vor vielen Tausenden,

die sich ringsum wider mich legen.

8Auf, HERR, und hilf mir, mein Gott! /

Denn du schlägst alle meine Feinde auf die Backe

und zerschmetterst der Gottlosen Zähne.

9Bei dem HERRN findet man Hilfe.

Dein Segen komme über dein Volk! SELA.

Ein Abendgebet

41Ein Psalm Davids, vorzusingen, beim Saitenspiel.

2Erhöre mich, wenn ich rufe,

Gott meiner Gerechtigkeit,

der du mich tröstest in Angst;

sei mir gnädig und erhöre mein Gebet!

3Ihr Herren, wie lange soll meine Ehre geschändet werden?

Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lüge so gern! SELA.

4Erkennet doch, dass der HERR seine Heiligen wunderbar führt;

der HERR hört, wenn ich ihn anrufe.

5Zürnet ihr, so sündiget nicht;

redet in eurem Herzen auf eurem Lager und seid stille. SELA.

6Opfert, was recht ist,

und hoffet auf den HERRN.

7Viele sagen: »Wer wird uns Gutes sehen lassen?«

HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!

8Du erfreust mein Herz,

ob jene auch viel Wein und Korn haben.

9Ich liege und schlafe ganz mit Frieden;

denn allein du, HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne.

Gebet um Leitung und Bewahrung

51Ein Psalm Davids, vorzusingen, zum Flötenspiel.

2HERR, höre meine Worte,

merke auf mein Reden!

3Vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott;

denn ich will zu dir beten.

4HERR, frühe wollest du meine Stimme hören,

frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.

5Denn du bist nicht ein Gott, dem gottloses Wesen gefällt;

wer böse ist, bleibt nicht vor dir.

6Die Ruhmredigen bestehen nicht vor deinen Augen;

du bist Feind allen Übeltätern.

7Du bringst die Lügner um;

dem HERRN sind ein Gräuel die Blutgierigen und Falschen.

8Ich aber darf in dein Haus gehen durch deine große Güte

und anbeten vor deinem heiligen Tempel in deiner Furcht.

9HERR, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen;

ebne vor mir deinen Weg!

10Denn in ihrem Munde ist nichts Verlässliches;

ihr Inneres ist Bosheit.

Ihr Rachen ist ein offenes Grab;

mit ihren Zungen heucheln sie.

11Sprich sie schuldig, Gott,

dass sie zu Fall kommen durch ihre Ränke.

Stoße sie aus um ihrer vielen Übertretungen willen;

denn sie sind widerspenstig gegen dich.

12Lass sich freuen alle, die auf dich trauen;

ewiglich lass sie rühmen, denn du beschirmest sie.

Fröhlich lass sein in dir,

die deinen Namen lieben!

13Denn du, HERR, segnest die Gerechten,

du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.

Bußgebet in Anfechtung (Der erste Bußpsalm)

61Ein Psalm Davids, vorzusingen, beim Saitenspiel auf acht Saiten.

2Ach HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn

und züchtige mich nicht in deinem Grimm!

3HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach;

heile mich, HERR, denn meine Gebeine sind erschrocken

4und meine Seele ist sehr erschrocken.

Ach du, HERR, wie lange!

5Wende dich, HERR, und errette mich,

hilf mir um deiner Güte willen!

6Denn im Tode gedenkt man deiner nicht;

wer wird dir bei den Toten danken?

7Ich bin so müde vom Seufzen; /

ich schwemme mein Bett die ganze Nacht

und netze mit meinen Tränen mein Lager.

8Mein Auge ist trübe geworden vor Gram

und matt, weil meiner Bedränger so viele sind.

9Weichet von mir, alle Übeltäter;

denn der HERR hört mein Weinen.

10Der HERR hört mein Flehen;

mein Gebet nimmt der HERR an.

11Es sollen alle meine Feinde zuschanden werden und sehr erschrecken;

sie sollen umkehren und zuschanden werden plötzlich.

Gebet eines unschuldig Verfolgten

71Ein Klagelied Davids, das er dem HERRN sang wegen der Worte des Kusch, des Benjaminiters.

2Auf dich, HERR, mein Gott, traue ich!

Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich,

3dass sie nicht wie Löwen mich packen

und zerreißen, weil kein Retter da ist.

4HERR, mein Gott, hab ich solches getan

und ist Unrecht an meinen Händen,

5hab ich Böses vergolten denen, die friedlich mit mir lebten,

oder geschädigt, die mir ohne Ursache Feind waren,

6so verfolge mich der Feind und ergreife mich /

und trete mein Leben zu Boden

und lege meine Ehre in den Staub. SELA.

7Steh auf, HERR, in deinem Zorn,

erhebe dich wider den Grimm meiner Feinde!

Wache auf, mir zu helfen,

der du Gericht verordnet hast,

8so werden die Völker sich um dich sammeln;

du aber throne über ihnen in der Höhe!

9Der HERR ist Richter über die Völker.

Schaffe mir Recht, HERR, nach meiner Gerechtigkeit und Unschuld!

10Lass der Gottlosen Bosheit ein Ende nehmen,

aber die Gerechten lass bestehen;

denn du, gerechter Gott,

prüfest Herzen und Nieren.

11Gott ist der Schild über mir,

er, der den frommen Herzen hilft.

12Gott ist ein gerechter Richter

und ein Gott, der täglich strafen kann.

13Wahrlich, wieder hat einer sein Schwert gewetzt

und seinen Bogen gespannt und zielt.

14Doch sich selber hat er tödliche Waffen gerüstet

und feurige Pfeile bereitet.

15Siehe, er hat Böses im Sinn,

mit Unrecht ist er schwanger und wird Lüge gebären.

16Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt –

und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat.

17Sein Unrecht wird auf seinen Kopf kommen

und sein Frevel auf seinen Scheitel fallen.

18Ich danke dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen

und will loben den Namen des HERRN, des Allerhöchsten.

Offenbarung der Herrlichkeit Gottes am Menschen

81Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf der Gittit.

2HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen,

der du zeigst deine Hoheit am Himmel!

3Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge /

hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen,

dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen.

4Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk,

den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:

5was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,

und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

6Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott,

mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.

7Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk,

alles hast du unter seine Füße getan:

8Schafe und Rinder allzumal,

dazu auch die wilden Tiere,

9die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer

und alles, was die Meere durchzieht.

10HERR, unser Herrscher,

wie herrlich ist dein Name in allen Landen!

Danklied für Rettung aus Bedrängnis

91Ein Psalm Davids, vorzusingen, nach der Weise »schöne Jugend«.

2Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen

und erzähle alle deine Wunder.

3Ich freue mich und bin fröhlich in dir

und lobe deinen Namen, du Allerhöchster,

4dass meine Feinde zurückweichen mussten;

sie sind gestürzt und umgekommen vor dir.

5Denn du führst mein Recht und meine Sache,

du sitzest auf dem Thron, ein rechter Richter.

6Du schiltst die Heiden und bringst die Gottlosen um;

ihren Namen vertilgst du auf immer und ewig.

7Der Feind ist vernichtet, zertrümmert für immer,

die Städte hast du zerstört; jedes Gedenken an sie ist vergangen.

8Der HERR aber bleibt ewiglich;

er hat seinen Thron bereitet zum Gericht,

9er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit

und die Völker regieren, wie es recht ist.

10Der HERR ist des Armen Schutz,

ein Schutz in Zeiten der Not.

11Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen;

denn du verlässest nicht, die dich, HERR, suchen.

12Lobet den HERRN, der zu Zion wohnt;

verkündigt unter den Völkern sein Tun!

13Denn der nach Blutschuld fragt, gedenkt der Elenden

und vergisst nicht ihr Schreien.

14HERR, sei mir gnädig; /

sieh an mein Elend unter meinen Feinden,

der du mich erhebst aus den Toren des Todes,

15dass ich erzähle all deinen Ruhm,

in den Toren der Tochter Zion fröhlich sei über deine Hilfe.

16Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie gegraben,

ihr Fuß ist gefangen im Netz, das sie gestellt hatten.

17Der HERR hat sich kundgetan und Gericht gehalten.

Der Gottlose ist verstrickt in dem Werk seiner Hände.

ZWISCHENSPIEL. SELA.

18Die Gottlosen sollen zu den Toten fahren,

alle Heiden, die Gott vergessen!

19Denn er wird den Armen nicht für immer vergessen;

die Hoffnung der Elenden wird nicht ewig verloren sein.

20HERR, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen;

lass alle Heiden vor dir gerichtet werden!

21Lege, HERR, einen Schrecken auf sie,

dass die Heiden erkennen, dass sie Menschen sind. SELA.

Klage und Zuversicht beim Übermut der Gottlosen

101HERR, warum stehst du so ferne,

verbirgst dich zur Zeit der Not?

2Weil der Gottlose Übermut treibt, müssen die Elenden leiden;

sie werden gefangen in den Ränken, die er ersann.

3Denn der Gottlose rühmt sich seines Mutwillens,

und der Habgierige sagt dem HERRN ab und lästert ihn.

4Der Gottlose meint in seinem Stolz, Gott frage nicht danach.

»Es ist kein Gott«, sind alle seine Gedanken.

5Er fährt fort in seinem Tun immerdar. /

Deine Gerichte sind ferne von ihm,

er handelt gewaltsam an allen seinen Feinden.

6Er spricht in seinem Herzen: »Ich werde nimmermehr wanken,

es wird für und für keine Not haben.«

7Sein Mund ist voll Fluchens, voll Lug und Trug;

seine Zunge richtet Mühsal und Unheil an.

8Er sitzt und lauert in den Höfen, /

er mordet die Unschuldigen heimlich,

seine Augen spähen nach den Armen.

9Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe im Dickicht, /

er lauert, dass er den Elenden fange;

er fängt ihn und zieht ihn in sein Netz.

10Er duckt sich, kauert nieder,

und durch seine Gewalt fallen die Unglücklichen.

11Er spricht in seinem Herzen: »Gott hat's vergessen,

er hat sein Antlitz verborgen, er wird's nimmermehr sehen.«

12Steh auf, HERR! Gott, erhebe deine Hand!

Vergiss die Elenden nicht!

13Warum soll der Gottlose Gott lästern

und in seinem Herzen sprechen: »Du fragst doch nicht danach«?

14Du siehst es doch, /

denn du schaust das Elend und den Jammer;

es steht in deinen Händen.

Die Armen befehlen es dir;

du bist der Waisen Helfer.

15Zerbrich den Arm des Gottlosen und Bösen /

und suche seine Bosheit heim,

dass man nichts mehr davon finde.

16Der HERR ist König immer und ewig;

die Heiden sollen aus seinem Lande verschwinden.

17Das Verlangen der Elenden hörst du, HERR;

du machst ihr Herz gewiss,

dein Ohr merkt darauf,

18dass du Recht schaffest den Waisen und Armen,

dass der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.

Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit

111Von David, vorzusingen.

Ich traue auf den HERRN. Wie sagt ihr denn zu mir:

»Flieh wie ein Vogel auf die Berge!

2Denn siehe, die Gottlosen spannen den Bogen /

und legen ihre Pfeile auf die Sehnen,

damit heimlich zu schießen auf die Frommen.

3Ja, sie reißen die Grundfesten um;

was kann da der Gerechte ausrichten?«

4Der HERR ist in seinem heiligen Tempel,

des HERRN Thron ist im Himmel.

Seine Augen sehen herab,

seine Blicke prüfen die Menschenkinder.

5Der HERR prüft den Gerechten und den Gottlosen;

wer Unrecht liebt, den hasst seine Seele.

6Er wird regnen lassen über die Gottlosen Feuer und Schwefel

und Glutwind ihnen zum Lohne geben.

7Denn der HERR ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb.

Die Frommen werden schauen sein Angesicht.

Klage über die Macht der Bösen

121Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf acht Saiten.

2Hilf, HERR! Die Heiligen haben abgenommen,

und gläubig sind wenige unter den Menschenkindern.

3Einer redet mit dem andern Lug und Trug,

sie heucheln und reden aus zwiespältigem Herzen.

4Der HERR wolle ausrotten alle Heuchelei

und die Zunge, die hoffärtig redet,

5die da sagen: »Durch unsere Zunge sind wir mächtig,

uns gebührt zu reden! Wer ist unser Herr?«

6»Weil die Elenden Gewalt leiden

und die Armen seufzen,

will ich jetzt aufstehen«, spricht der HERR,

»ich will Hilfe schaffen dem, der sich danach sehnt.«

7Die Worte des HERRN sind lauter wie Silber,

im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal.

8Du, HERR, wollest sie bewahren

und uns behüten vor diesem Geschlecht ewiglich!

9Denn Gottlose gehen allenthalben einher,

weil Gemeinheit herrscht unter den Menschenkindern.

Hilferuf eines Angefochtenen

131Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2HERR, wie lange willst du mich so ganz vergessen?

Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?

3Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele /

und mich ängsten in meinem Herzen täglich?

Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?

4Schaue doch und erhöre mich, HERR, mein Gott!

Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe,

5dass nicht mein Feind sich rühme, er sei meiner mächtig geworden,

und meine Widersacher sich freuen, dass ich wanke.

6Ich aber traue darauf, dass du so gnädig bist; /

mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst.

Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut.

Die Torheit der Gottlosen

141Von David, vorzusingen.

Die Toren sprechen in ihrem Herzen:

»Es ist kein Gott.«

Sie taugen nichts; ihr Treiben ist ein Gräuel;

da ist keiner, der Gutes tut.

2Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder,

dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.

3Aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben;

da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.

4Will denn das keiner der Übeltäter begreifen, /

die mein Volk fressen, dass sie sich nähren,

aber den HERRN rufen sie nicht an?

5Da erschrecken sie sehr;

denn Gott ist bei dem Geschlecht der Gerechten.

6Euer Anschlag wider den Armen wird zuschanden werden;

denn der HERR ist seine Zuversicht.

7Ach dass die Hilfe aus Zion über Israel käme /

und der HERR sein gefangenes Volk erlöste!

So würde Jakob fröhlich sein und Israel sich freuen.

Wen nimmt Gott an?

151Ein Psalm Davids.

HERR, wer darf weilen in deinem Zelt?

Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berge?

2Wer untadelig lebt und tut, was recht ist,

und die Wahrheit redet von Herzen,

3wer mit seiner Zunge nicht verleumdet, /

wer seinem Nächsten nichts Arges tut

und seinen Nachbarn nicht schmäht;

4wer die Verworfenen für nichts achtet, /

aber ehrt die Gottesfürchtigen;

wer seinen Eid hält, auch wenn es ihm schadet;

5wer sein Geld nicht auf Zinsen gibt /

und nimmt nicht Geschenke wider den Unschuldigen.

Wer das tut, wird nimmermehr wanken.

Das schöne Erbteil

161Ein güldenes Kleinod Davids.

Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich. /

2Ich habe gesagt zu dem HERRN: Du bist ja der Herr!

Ich weiß von keinem Gut außer dir.

3An den Heiligen, die auf Erden sind,

an den Herrlichen hab ich all mein Gefallen.

4Aber jene, die einem andern nachlaufen,

werden viel Herzeleid haben.

Ich will das Blut ihrer Trankopfer nicht opfern

noch ihren Namen in meinem Munde führen.

5Der HERR ist mein Gut und mein Teil;

du erhältst mir mein Erbteil.

6Das Los ist mir gefallen auf liebliches Land;

mir ist ein schönes Erbteil geworden.

7Ich lobe den HERRN, der mich beraten hat;

auch mahnt mich mein Herz des Nachts.

8Ich habe den HERRN allezeit vor Augen;

steht er mir zur Rechten, so werde ich festbleiben.

9Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich;

auch mein Leib wird sicher liegen.

10Denn du wirst mich nicht dem Tode überlassen

und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Grube sehe.A

11Du tust mir kund den Weg zum Leben:

Vor dir ist Freude die Fülle

und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.

Hilferuf eines Unschuldigen

171Ein Gebet Davids.

HERR, höre die gerechte Sache,

merk auf mein Schreien,

vernimm mein Gebet

von Lippen, die nicht trügen.

2Sprich du in meiner Sache;

deine Augen sehen, was recht ist.

3Du prüfst mein Herz und suchst es heim bei Nacht;

du läuterst mich und findest nichts.

Ich habe mir vorgenommen,

dass mein Mund sich nicht vergehe.

4Im Treiben der Menschen bewahre ich mich /

vor gewaltsamen Wegen

durch das Wort deiner Lippen.

5Erhalte meinen Gang auf deinen Wegen,

dass meine Tritte nicht gleiten.

6Ich rufe zu dir, denn du, Gott, wirst mich erhören;

neige deine Ohren zu mir, höre meine Rede!

7Beweise deine wunderbare Güte, du Heiland derer,

die dir vertrauen gegenüber denen,

die sich gegen deine rechte Hand erheben.

8Behüte mich wie einen Augapfel im Auge,

beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel

9vor den Gottlosen, die mir Gewalt antun,

vor meinen Feinden, die mir von allen Seiten nach dem Leben trachten.

10Ihr Herz haben sie verschlossen,

mit ihrem Munde reden sie stolz.

11Wo wir auch gehen, da umgeben sie uns;

ihre Augen richten sie darauf, dass sie uns zu Boden stürzen,

12gleichwie ein Löwe, der nach Raub lechzt,

wie ein junger Löwe, der im Versteck sitzt.

13HERR, mache dich auf, tritt ihm entgegen und demütige ihn!

Errette mich vor dem Gottlosen mit deinem Schwert,

14vor den Leuten, HERR, mit deiner Hand,

vor den Leuten dieser Welt,

die ihr Teil haben schon im Leben,

denen du den Bauch füllst mit deinen Gütern,

deren Söhne auch noch satt werden

und ihren Kindern ein Übriges hinterlassen.

15Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit,

ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde.

Dank des Königs für Rettung und Sieg

181Von David, dem Knecht des HERRN, der zum HERRN die Worte dieses Liedes redete, als ihn der HERR errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand Sauls; vorzusingen.

2und er sprach:

Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke!

3HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter;

mein Gott, mein Hort, auf den ich traue,

mein Schild und Berg meines Heiles und mein Schutz!

4Ich rufe an den HERRN, den Hochgelobten,

so werde ich vor meinen Feinden errettet.

5Es umfingen mich des Todes Bande,

und die Fluten des Verderbens erschreckten mich.

6Des Totenreichs Bande umfingen mich,

und des Todes Stricke überwältigten mich.

7Als mir angst war, rief ich den HERRN an

und schrie zu meinem Gott.

Da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel,

und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.

8Die Erde bebte und wankte,

und die Grundfesten der Berge bewegten sich und bebten, da er zornig war.

9Rauch stieg auf von seiner Nase /

und verzehrend Feuer aus seinem Munde;

Flammen sprühten von ihm aus.

10Er neigte den Himmel und fuhr herab,

und Dunkel war unter seinen Füßen.

11Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher,

er schwebte auf den Fittichen des Windes.

12Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt;

in schwarzen, dicken Wolken war er verborgen.

13Aus dem Glanz vor ihm zogen seine Wolken dahin

mit Hagel und Blitzen.

14Der HERR donnerte im Himmel,

und der Höchste ließ seine Stimme erschallen mit Hagel und Blitzen.

15Er schoss seine Pfeile und streute sie aus,

sandte Blitze in Menge und jagte sie dahin.

16Da sah man die Tiefen der Wasser,

und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt

vor deinem Schelten, HERR,

vor dem Odem und Schnauben deines Zornes.

17Er streckte seine Hand aus von der Höhe und fasste mich

und zog mich aus großen Wassern.

18Er errettete mich von meinen starken Feinden,

von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren;

19sie überwältigten mich zur Zeit meines Unglücks;

aber der HERR ward meine Zuversicht.

20Er führte mich hinaus ins Weite,

er riss mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.

21Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit,

er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände.

22Denn ich halte die Wege des HERRN

und bin nicht gottlos wider meinen Gott.

23Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen,

und seine Gebote werfe ich nicht von mir,

24sondern ich bin ohne Tadel vor ihm

und hüte mich vor Schuld.

25Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit,

nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.

26Gegen die Heiligen bist du heilig,

und gegen die Treuen bist du treu,

27gegen die Reinen bist du rein,

und gegen die Verkehrten bist du verkehrt.

28Denn du hilfst dem elenden Volk,

aber stolze Augen erniedrigst du.

29Ja, du machst hell meine Leuchte,

der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.

30Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen

und mit meinem Gott über Mauern springen.

31Gottes Wege sind vollkommen, /

die Worte des HERRN sind durchläutert.

Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.

32Denn wer ist Gott, wenn nicht der HERR,

oder ein Fels, wenn nicht unser Gott?

33Gott rüstet mich mit Kraft

und macht meine Wege ohne Tadel.

34Er macht meine Füße gleich den Hirschen

und stellt mich auf meine Höhen.

35Er lehrt meine Hände streiten

und meinen Arm den ehernen Bogen spannen.

36Du gibst mir den Schild deines Heils, /

und deine Rechte stärkt mich,

und deine Huld macht mich groß.A

37Du gibst meinen Schritten weiten Raum,

dass meine Knöchel nicht wanken.

38Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen

und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe.

39Ich will sie zerschmettern, dass sie nicht mehr aufstehen können;

sie müssen unter meine Füße fallen.

40Du rüstest mich mit Stärke zum Streit;

du wirfst unter mich, die sich

gegen mich erheben.

41Du treibst meine Feinde in die Flucht,

dass ich vernichte, die mich hassen.

42Sie rufen – aber da ist kein Helfer –

zum HERRN, aber er antwortet ihnen nicht.

43Ich will sie zerstoßen zu Staub vor dem Winde,

ich werfe sie weg wie Unrat auf die Gassen.

44Du hilfst mir aus dem Streit des Volkes /

und machst mich zum Haupt über Heiden;

ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.

45Es gehorcht mir mit gehorsamen Ohren;

Söhne der Fremde müssen mir huldigen.

46Die Söhne der Fremde verschmachten

und kommen mit Zittern aus ihren Burgen.

47Der HERR lebt! Gelobt sei mein Fels!

Der Gott meines Heils sei hoch erhoben,

48der Gott, der mir Vergeltung schafft

und zwingt die Völker unter mich,

49der mich errettet von meinen Feinden. /

Du erhöhst mich über die, die sich gegen mich erheben;

du hilfst mir von den Frevlern.

50Darum will ich dir danken, HERR, unter den Heiden

und deinem Namen lobsingen,

51der seinem Könige großes Heil gibt /

und Gnade erweist seinem Gesalbten,

David, und seinem Hause ewiglich.

Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung und in seinem Gesetz

191Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2Die Himmel erzählen die Ehre Gottes,

und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.

3Ein Tag sagt's dem andern,

und eine Nacht tut's kund der andern,

4ohne Sprache und ohne Worte;

unhörbar ist ihre Stimme.

5Ihr Schall geht aus in alle Lande

und ihr Reden bis an die Enden der Welt.

Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht; /

6sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer

und freut sich wie ein Held, zu laufen ihre Bahn.

7Sie geht auf an einem Ende des Himmels /

und läuft um bis wieder an sein Ende,

und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen.

8Das Gesetz des HERRN ist vollkommen

und erquickt die Seele.

Das Zeugnis des HERRN ist gewiss

und macht die Unverständigen weise.

9Die Befehle des HERRN sind richtig

und erfreuen das Herz.

Die Gebote des HERRN sind lauter

und erleuchten die Augen.

10Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich.

Die Rechte des HERRN sind Wahrheit, allesamt gerecht.

11Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold,

sie sind süßer als Honig und Honigseim.

12Auch lässt dein Knecht sich durch sie warnen;

und wer sie hält, der hat großen Lohn.

13Wer kann merken, wie oft er fehlet?

Verzeihe mir die verborgenen Sünden!

14Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen,

dass sie nicht über mich herrschen;

so werde ich ohne Tadel sein

und rein bleiben von großer Missetat.

15Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes /

und das Gespräch meines Herzens vor dir,

HERR, mein Fels und mein Erlöser.

Gebet des Volkes für seinen König in Kriegsnot

201Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2Der HERR erhöre dich in der Not,

der Name des Gottes Jakobs schütze dich!

3Er sende dir Hilfe vom Heiligtum

und stärke dich aus Zion!

4Er gedenke all deiner Speisopfer,

und dein Brandopfer sei ihm angenehm! SELA.

5Er gebe dir, was dein Herz begehrt,

und erfülle alles, was du vorhast!

6Dann wollen wir jubeln, weil er dir hilft; /

im Namen unsres Gottes erheben wir das Banner.

Der HERR gewähre dir alle deine Bitten!

7Nun weiß ich, dass der HERR seinem Gesalbten hilft /

und ihn erhört von seinem heiligen Himmel,

seine rechte Hand hilft mit Macht.

8Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse;

wir aber denken an den Namen des HERRN, unsres Gottes.

9Sie sind niedergestürzt und gefallen,

wir aber stehen und halten stand.

10Hilf, HERR, du König!

Er wird uns erhören, wenn wir rufen.

Gottes Hilfe für den König

211Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2HERR, der König freut sich in deiner Kraft,

und wie sehr fröhlich ist er über deine Hilfe!

3Du erfüllst ihm seines Herzens Wunsch

und verweigerst nicht, was sein Mund bittet. SELA.

4Denn du überschüttest ihn mit gutem Segen,

du setzest eine goldene Krone auf sein Haupt.

5Er bittet dich um Leben; du gibst es ihm,

langes Leben für immer und ewig.

6Er hat große Herrlichkeit durch deine Hilfe;

Pracht und Hoheit legst du auf ihn.

7Denn du setzest ihn zum Segen ewiglich,

du erfreust ihn mit Freude vor deinem Antlitz.

8Denn der König hofft auf den HERRN

und wird durch die Güte des Höchsten festbleiben.

9Deine Hand wird finden alle deine Feinde,

deine Rechte wird finden, die dich hassen.

10Du wirst es mit ihnen machen wie im Feuerofen,

wenn du erscheinen wirst.

Der HERR wird sie verschlingen in seinem Zorn;

Feuer wird sie fressen.

11Ihre Nachkommen wirst du tilgen vom Erdboden

und ihre Kinder aus der Zahl der Menschen.

12Denn sie gedachten dir Übles zu tun,

und machten Anschläge, die sie nicht ausführen konnten.

13Denn du wirst machen, dass sie den Rücken kehren;

mit deinem Bogen wirst du auf ihr Antlitz zielen.

14HERR, erhebe dich in deiner Kraft,

so wollen wir singen und loben deine Macht.

Leiden und Herrlichkeit des Gerechten

221Ein Psalm Davids, vorzusingen, nach der Weise »die Hirschkuh, die früh gejagt wird«.

2Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.

3Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht,

und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.

4Du aber bist heilig,

der du thronst über den Lobgesängen Israels.

5Unsere Väter hofften auf dich;

und da sie hofften, halfst du ihnen heraus.

6Zu dir schrien sie und wurden errettet,

sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden.

7Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch,

ein Spott der Leute und verachtet vom Volke.

8Alle, die mich sehen, verspotten mich,

sperren das Maul auf und schütteln den Kopf:

9»Er klage es dem HERRN, der helfe ihm heraus

und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.«

10Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen;

du ließest mich geborgen sein an der Brust meiner Mutter.

11Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an,

du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.

12Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe;

denn es ist hier kein Helfer.

13Gewaltige Stiere haben mich umgeben,

mächtige Büffel haben mich umringt.

14Ihren Rachen sperren sie gegen mich auf

wie ein brüllender und reißender Löwe.

15Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, /

alle meine Knochen haben sich voneinander gelöst;

mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs.

16Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, /

und meine Zunge klebt mir am Gaumen,

und du legst mich in des Todes Staub.

17Denn Hunde haben mich umgeben, /

und der Bösen Rotte hat mich umringt;

sie haben meine Hände und Füße durchgraben.

18Ich kann alle meine Knochen zählen;

sie aber schauen zu und sehen auf mich herab.

19Sie teilen meine Kleider unter sich

und werfen das Los um mein Gewand.

20Aber du, HERR, sei nicht ferne;

meine Stärke, eile, mir zu helfen!

21Errette meine Seele vom Schwert,

mein Leben von den Hunden!

22Hilf mir aus dem Rachen des Löwen /

und vor den Hörnern wilder Stiere –

du hast mich erhört!A

23Ich will deinen Namen kundtun meinen Brüdern,

ich will dich in der Gemeinde rühmen:

24Rühmet den HERRN, die ihr ihn fürchtet;

ehret ihn, ihr alle vom Hause Jakob,

und vor ihm scheuet euch,

ihr alle vom Hause Israel!

25Denn er hat nicht verachtet noch verschmäht

das Elend des Armen

und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen;

und als er zu ihm schrie, hörte er's.

26Dich will ich preisen in der großen Gemeinde,

ich will mein Gelübde erfüllen vor denen, die ihn fürchten.

27Die Elenden sollen essen, dass sie satt werden; /

und die nach dem HERRN fragen, werden ihn preisen;

euer Herz soll ewiglich leben.

28Es werden gedenken und sich zum HERRN bekehren aller Welt Enden

und vor ihm anbeten alle Geschlechter der Heiden.

29Denn des HERRN ist das Reich,

und er herrscht unter den Heiden.

30Ihn allein werden anbeten alle,

die in der Erde schlafen;

vor ihm werden die Knie beugen alle, /

die zum Staube hinabfuhren

und ihr Leben nicht konnten erhalten.

31Er wird Nachkommen haben, die ihm dienen;

vom Herrn wird man verkündigen Kind und Kindeskind.

32Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen

dem Volk, das geboren wird. Denn er hat's getan.

Der gute Hirte

231Ein Psalm Davids.

Der HERR ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

2Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

3Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

4Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

5Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

6Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Einzug in das Heiligtum

241Ein Psalm Davids.

Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist,

der Erdkreis und die darauf wohnen.

2Denn er hat ihn über den Meeren gegründet

und über den Wassern bereitet.

3Wer darf auf des HERRN Berg gehen,

und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?

4Wer unschuldige Hände hat

und reinen Herzens ist,

wer nicht bedacht ist auf Lug und Trug

und nicht falsche Eide schwört:

5der wird den Segen vom HERRN empfangen

und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heiles.

6Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt,

das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs. SELA.

7Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,

dass der König der Ehre einziehe!

8Wer ist der König der Ehre?

Es ist der HERR, stark und mächtig,

der HERR, mächtig im Streit.

9Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,

dass der König der Ehre einziehe!

10Wer ist der König der Ehre?

Es ist der HERR Zebaoth; er ist der König der Ehre. SELA.

Gebet um Gottes Vergebung und Leitung

251Von David.

Nach dir, HERR, verlanget mich.

2Mein Gott, ich hoffe auf dich;

lass mich nicht zuschanden werden,

dass meine Feinde nicht frohlocken über mich.

3Denn keiner wird zuschanden, der auf dich harret;

aber zuschanden werden die leichtfertigen Verächter.

4HERR, zeige mir deine Wege

und lehre mich deine Steige!

5Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich!

Denn du bist der Gott, der mir hilft;

täglich harre ich auf dich.

6Gedenke, HERR, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte,

die von Ewigkeit her gewesen sind.

7Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend

und meiner Übertretungen,

gedenke aber meiner nach deiner Barmherzigkeit,

HERR, um deiner Güte willen!

8Der HERR ist gut und gerecht;

darum weist er Sündern den Weg.

9Er leitet die Elenden recht

und lehrt die Elenden seinen Weg.

10Die Wege des HERRN sind lauter Güte und Treue

für alle, die seinen Bund und seine Gebote halten.

11Um deines Namens willen, HERR,

vergib mir meine Schuld, die so groß ist!

12Wer ist der Mann, der den HERRN fürchtet?

Er wird ihm den Weg weisen, den er wählen soll.

13Er wird im Guten wohnen,

und sein Geschlecht wird das Land besitzen.

14Der HERR ist denen Freund, die ihn fürchten;

und seinen Bund lässt er sie wissen.

15Meine Augen sehen stets auf den HERRN;

denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen.

16Wende dich zu mir und sei mir gnädig;

denn ich bin einsam und elend.

17Die Angst meines Herzens ist groß;

führe mich aus meinen Nöten!

18Sieh an meinen Jammer und mein Elend

und vergib mir alle meine Sünden!

19Sieh, wie meiner Feinde so viel sind

und zu Unrecht mich hassen.

20Bewahre meine Seele und errette mich;

lass mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich!

21Unschuld und Redlichkeit mögen mich behüten;

denn ich harre auf dich.

22Gott, erlöse Israel

aus aller seiner Not!

Bekenntnis und Bitte eines Unschuldigen

261Von David.

HERR, schaffe mir Recht, denn ich bin unschuldig!

Ich hoffe auf den HERRN, darum werde ich nicht fallen.

2Prüfe mich, HERR, und erprobe mich,

erforsche meine Nieren und mein Herz!

3Denn deine Güte ist mir vor Augen,

und ich wandle in deiner Wahrheit.

4Ich sitze nicht bei heillosen Leuten

und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen.

5Ich hasse die Versammlung der Boshaften

und sitze nicht bei den Gottlosen.

6Ich wasche meine Hände in Unschuld

und halte mich, HERR, zu deinem Altar,

7dir zu danken mit lauter Stimme

und zu verkündigen alle deine Wunder.

8HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses

und den Ort, da deine Ehre wohnt.

9Raffe meine Seele nicht hin mit den Sündern

noch mein Leben mit den Blutdürstigen,

10an deren Händen Schandtat klebt

und die gern Geschenke nehmen.

11Ich aber gehe meinen Weg in Unschuld.

Erlöse mich und sei mir gnädig!

12Mein Fuß steht fest auf rechtem Grund.

Ich will den HERRN loben in den Versammlungen.

Gemeinschaft mit Gott

271Von David.

Der HERR ist mein Licht und mein Heil;

vor wem sollte ich mich fürchten?

Der HERR ist meines Lebens Kraft;

vor wem sollte mir grauen?

2Wenn die Übeltäter an mich wollen,

um mich zu verschlingen,

meine Widersacher und Feinde,

sollen sie selber straucheln und fallen.

3Wenn sich auch ein Heer wider mich lagert,

so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht;

wenn sich Krieg wider mich erhebt,

so verlasse ich mich auf ihn.

4Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne:

dass ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang,

zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN

und seinen Tempel zu betrachten.

5Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, /

er birgt mich im Schutz seines Zeltes

und erhöht mich auf einen Felsen.

6Und nun erhebt sich mein Haupt

über meine Feinde, die um mich her sind;

darum will ich Lob opfern in seinem Zelt,

ich will singen und Lob sagen dem HERRN.

7HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe;

sei mir gnädig und erhöre mich!

8Mein Herz hält dir vor dein Wort: /

»Ihr sollt mein Antlitz suchen.«

Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.

9Verbirg dein Antlitz nicht vor mir,

verstoße nicht im Zorn deinen Knecht!

Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht

und tu die Hand nicht von mir ab, Gott, mein Heil!

10Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich,

aber der HERR nimmt mich auf.

11HERR, weise mir deinen Weg

und leite mich auf ebener Bahn um meiner Feinde willen.

12Gib mich nicht preis dem Willen meiner Feinde!

Denn es stehen falsche Zeugen wider mich auf und tun mir Unrecht ohne Scheu.

13Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde

die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.

14Harre des HERRN!

Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

Bitte um Verschonung – Dank für Errettung

281Von David.

Wenn ich rufe zu dir, HERR, mein Fels,

so schweige doch nicht,

dass ich nicht, wenn du schweigst,

gleich werde denen, die in die Grube fahren.

2Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie,

wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Tempel.

3Raffe mich nicht hin mit den Gottlosen

und mit den Übeltätern,

die freundlich reden mit ihrem Nächsten

und haben Böses im Herzen.

4Gib ihnen nach ihrem Tun

und nach ihren bösen Taten;

gib ihnen nach den Werken ihrer Hände;

vergilt ihnen, wie sie es verdienen.

5Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des HERRN

noch auf die Werke seiner Hände;

darum wird er sie niederreißen

und nicht wieder aufbauen.

6Gelobt sei der HERR; denn er hat erhört

die Stimme meines Flehens.

7Der HERR ist meine Stärke und mein Schild;

auf ihn hofft mein Herz und mir ist geholfen.

Nun ist mein Herz fröhlich,

und ich will ihm danken mit meinem Lied.

8Der HERR ist seines Volkes Stärke,

Hilfe und Stärke für seinen Gesalbten.

9Hilf deinem Volk und segne dein Erbe

und weide und trage sie ewiglich!

Der große Lobpreis der Herrlichkeit Gottes

291Ein Psalm Davids.

Bringet dar dem HERRN, ihr Himmlischen,

bringet dar dem HERRN Ehre und Stärke!

2Bringet dar dem HERRN die Ehre seines Namens,

betet an den HERRN in heiligem Schmuck!

3Die Stimme des HERRN erschallt über den Wassern,

der Gott der Ehre donnert, der HERR, über großen Wassern.

4Die Stimme des HERRN ergeht mit Macht,

die Stimme des HERRN ergeht herrlich.

5Die Stimme des HERRN zerbricht die Zedern,

der HERR zerbricht die Zedern des Libanon.

6Er lässt hüpfen wie ein Kalb den Libanon,

den Sirjon wie einen jungen Wildstier.

7Die Stimme des HERRN sprüht Feuerflammen; /

8die Stimme des HERRN lässt die Wüste erbeben;

der HERR lässt erbeben die Wüste Kadesch.

9Die Stimme des HERRN lässt Eichen wirbeln /

und reißt Wälder kahl.

In seinem Tempel ruft alles: »Ehre!«

10Der HERR hat seinen Thron über der Flut;

der HERR bleibt ein König in Ewigkeit.

11Der HERR wird seinem Volk Kraft geben;

der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden.

Dank für Rettung aus Todesnot

301Ein Psalm Davids, ein Lied zur Einweihung des Tempels.

2Ich preise dich, HERR; denn du hast mich aus der Tiefe gezogen

und lässest meine Feinde sich nicht über mich freuen.

3HERR, mein Gott, als ich schrie zu dir,

da machtest du mich gesund.

4HERR, du hast mich von den Toten heraufgeholt;

du hast mich am Leben erhalten,

aber sie mussten in die Grube fahren.

5Lobsinget dem HERRN, ihr seine Heiligen,

und preiset seinen heiligen Namen!

6Denn sein Zorn währet einen Augenblick

und lebenslang seine Gnade.

Den Abend lang währet das Weinen,

aber des Morgens ist Freude.

7Ich aber sprach, als es mir gut ging:

Ich werde nimmermehr wanken.

8Denn, HERR, durch dein Wohlgefallen /

hattest du mich auf einen hohen Fels gestellt.

Aber als du dein Antlitz verbargest, erschrak ich.

9Zu dir, HERR, rief ich,

und zum Herrn flehte ich:

10Was nützt dir mein Blut, wenn ich zur Grube fahre?

Wird dir auch der Staub danken und deine Treue verkündigen?

11HERR, höre und sei mir gnädig!

HERR, sei mein Helfer!

12Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen,

du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet,

13dass ich dir lobsinge und nicht stille werde.

HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

In Gottes Händen geborgen

311Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2HERR, auf dich traue ich, /

lass mich nimmermehr zuschanden werden,

errette mich durch deine Gerechtigkeit!

3Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends!

Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest!

4Denn du bist mein Fels und meine Burg,

und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.

5Du wollest mich aus dem Netze ziehen, /

das sie mir heimlich stellten;

denn du bist meine Stärke.

6In deine Hände befehle ich meinen Geist;

du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott.

7Ich hasse, die sich halten an nichtige Götzen;

ich aber hoffe auf den HERRN.

8Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte,

dass du mein Elend ansiehst und nimmst dich meiner an in Not

9und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes;

du stellst meine Füße auf weiten Raum.

10HERR, sei mir gnädig, denn mir ist angst!

Mein Auge ist trübe geworden vor Gram, matt meine Seele und mein Leib.

11Denn mein Leben ist hingeschwunden in Kummer

und meine Jahre in Seufzen.

Meine Kraft ist verfallen durch meine Missetat,

und meine Gebeine sind verschmachtet.

12Vor all meinen Bedrängern bin ich ein Spott geworden,

eine Last meinen Nachbarn

und ein Schrecken meinen Bekannten.

Die mich sehen auf der Gasse,

fliehen vor mir.

13Ich bin vergessen in ihrem Herzen wie ein Toter;

ich bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß.

14Denn ich höre, wie viele über mich lästern:

Schrecken ist um und um!

Sie halten Rat miteinander über mich

und trachten danach, mir das Leben zu nehmen.

15Ich aber, HERR, hoffe auf dich

und spreche: Du bist mein Gott!

16Meine Zeit steht in deinen Händen.

Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen.

17Lass leuchten dein Antlitz über deinem Knecht;

hilf mir durch deine Güte!

18HERR, lass mich nicht zuschanden werden;

denn ich rufe dich an.

Die Gottlosen sollen zuschanden werden

und hinabfahren zu den Toten und schweigen.

19Verstummen sollen die Lügenmäuler,

die da reden wider den Gerechten frech, stolz und höhnisch.

20Wie groß ist deine Güte, HERR,

die du bewahrt hast denen, die dich fürchten,

und erweisest vor den Leuten

denen, die auf dich trauen!

21Du birgst sie in deinem Schutz vor den Rotten der Leute,

du deckst sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen.

22Gelobt sei der HERR; denn er hat seine wunderbare Güte

mir erwiesen in einer festen Stadt.

23Ich sprach wohl in meinem Zagen:

Ich bin von deinen Augen verstoßen.

Doch du hörtest die Stimme meines Flehens,

als ich zu dir schrie.

24Liebet den HERRN, alle seine Heiligen!

Die Gläubigen behütet der HERR

und vergilt reichlich dem, der Hochmut übt.

25Seid getrost und unverzagt alle,

die ihr des HERRN harret!

Vom Segen der Sündenvergebung (Der zweite Bußpsalm)

321Eine Unterweisung Davids.

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind,

dem die Sünde bedeckt ist!

2Wohl dem Menschen, dem der HERR die Schuld nicht zurechnet,

in dessen Geist kein Trug ist!

3Denn als ich es wollte verschweigen,

verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen.

4Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir,

dass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird. SELA.

5Darum bekannte ich dir meine Sünde,

und meine Schuld verhehlte ich nicht.

Ich sprach: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen.

Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde. SELA.

6Deshalb werden alle Heiligen zu dir beten

zur Zeit der Angst.

Darum, wenn große Wasserfluten kommen,

werden sie nicht an sie gelangen.

7Du bist mein Schirm, du wirst mich vor Angst behüten,

dass ich errettet gar fröhlich rühmen kann. SELA.

8»Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, /

den du gehen sollst;

ich will dich mit meinen Augen leiten.«

9Seid nicht wie Rosse und Maultiere,

die ohne Verstand sind,

denen man Zaum und Gebiss anlegen muss;

sie werden sonst nicht zu dir kommen.

10Der Gottlose hat viel Plage;

wer aber auf den HERRN hofft, den wird die Güte umfangen.

11Freuet euch des HERRN und seid fröhlich, ihr Gerechten,

und jauchzet, alle ihr Frommen.

Ein Loblied auf Gottes Allmacht und Hilfe

331Freuet euch des HERRN, ihr Gerechten;

die Frommen sollen ihn recht preisen.

2Danket dem HERRN mit Harfen;

lobsinget ihm zum Psalter von zehn Saiten!

3Singet ihm ein neues Lied;

spielt schön auf den Saiten mit fröhlichem Schall!

4Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig,

und was er zusagt, das hält er gewiss.

5Er liebt Gerechtigkeit und Recht;

die Erde ist voll der Güte des HERRN.

6Der Himmel ist durch das Wort des HERRN gemacht

und all sein Heer durch den Hauch seines Mundes.

7Er hält die Wasser des Meeres zusammen wie in einem Schlauch

und sammelt in Kammern die Fluten.

8Alle Welt fürchte den HERRN,

und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnet.

9Denn wenn er spricht, so geschieht's;

wenn er gebietet, so steht's da.

10Der HERR macht zunichte der Heiden Rat

und wehrt den Gedanken der Völker.

11Aber der Ratschluss des HERRN bleibt ewiglich,

seines Herzens Gedanken für und für.

12Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist,

dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!

13Der HERR schaut vom Himmel

und sieht alle Menschenkinder.

14Von seinem festen Thron sieht er auf alle,

die auf Erden wohnen.

15Er lenkt ihnen allen das Herz,

er gibt Acht auf alle ihre Werke.

16Einem König hilft nicht seine große Macht;

ein Held kann sich nicht retten durch seine große Kraft.

17Rosse helfen auch nicht; da wäre man betrogen;

und ihre große Stärke errettet nicht.

18Siehe, des HERRN Auge achtet auf alle, die ihn fürchten,

die auf seine Güte hoffen,

19dass er sie errette vom Tode

und sie am Leben erhalte in Hungersnot.

20Unsre Seele harrt auf den HERRN;

er ist uns Hilfe und Schild.

21Denn unser Herz freut sich seiner,

und wir trauen auf seinen heiligen Namen.

22Deine Güte, HERR, sei über uns,

wie wir auf dich hoffen.

Unter Gottes Schutz

341Von David, als er sich wahnsinnig stellte vor Abimelech und dieser ihn von sich trieb und er wegging.

2Ich will den HERRN loben allezeit;

sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.

3Meine Seele soll sich rühmen des HERRN,

dass es die Elenden hören und sich freuen.

4Preiset mit mir den HERRN

und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

5Als ich den HERRN suchte, antwortete er mir

und errettete mich aus aller meiner Furcht.

6Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude,

und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

7Als einer im Elend rief, hörte der HERR

und half ihm aus allen seinen Nöten.

8Der Engel des HERRN lagert sich um die her,

die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.

9Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist.

Wohl dem, der auf ihn trauet!

10Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen!

Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel.

11Reiche müssen darben und hungern;

aber die den HERRN suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.

12Kommt her, ihr Kinder, höret mir zu!

Ich will euch die Furcht des HERRN lehren.

13Wer möchte gern gut leben

und schöne Tage sehen?

14Behüte deine Zunge vor Bösem

und deine Lippen, dass sie nicht Trug reden.

15Lass ab vom Bösen und tu Gutes;

suche Frieden und jage ihm nach!

16Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten

und seine Ohren auf ihr Schreien.

17Das Angesicht des HERRN steht wider alle, die Böses tun,

dass er ihren Namen ausrotte von der Erde.

18Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR

und errettet sie aus all ihrer Not.

19Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind,

und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.

20Der Gerechte muss viel erleiden,

aber aus alledem hilft ihm der HERR.

21Er bewahrt ihm alle seine Gebeine,

dass nicht eines zerbrochen wird.

22Den Gottlosen wird das Unglück töten,

und die den Gerechten hassen, fallen in Schuld.

23Der HERR erlöst das Leben seiner Knechte,

und alle, die auf ihn trauen, werden frei von Schuld.

Gebet um Errettung von boshaften Feinden

351Von David.

HERR, führe meine Sache wider meine Widersacher,

bekämpfe, die mich bekämpfen!

2Ergreife Schild und Waffen

und mache dich auf, mir zu helfen!

3Zücke Speer und Streitaxt wider meine Verfolger!

Sprich zu mir: Ich bin deine Hilfe!

4Es sollen sich schämen und zum Spott werden,

die mir nach dem Leben trachten;

es sollen zurückweichen und zuschanden werden,

die mein Unglück wollen.

5Sie sollen werden wie Spreu vor dem Winde,

und der Engel des HERRN stoße sie weg.

6Ihr Weg soll finster und schlüpfrig werden,

und der Engel des HERRN verfolge sie.

7Denn ohne Grund haben sie mir ihr Netz gestellt,

ohne Grund mir eine Grube gegraben.

8Unversehens soll ihn Unheil überfallen; /

sein Netz, das er gestellt hat, fange ihn selber,

zum eigenen Unheil stürze er hinein.

9Aber meine Seele soll sich freuen des HERRN

und fröhlich sein über seine Hilfe.

10Alle meine Gebeine sollen sagen:

HERR, wer ist dir gleich?

Der du den Elenden rettest /

vor dem, der ihm zu stark ist,

und den Elenden und Armen vor seinen Räubern.

11Es treten falsche Zeugen auf;

sie fordern von mir, wovon ich nichts weiß.

12Sie vergelten mir Gutes mit Bösem,

um mich in Herzeleid zu bringen.

13Ich aber zog einen Sack an, wenn sie krank waren, /

tat mir wehe mit Fasten

und betete immer wieder von Herzen.

14Als wäre es mein Freund und Bruder,

so ging ich einher;

wie einer Leid trägt über seine Mutter,

so beugte ich mich in Trauer.

15Sie aber freuen sich, wenn ich wanke,

und rotten sich zusammen;

sie rotten sich heimlich zum Schlag wider mich,

sie lästern und hören nicht auf.

16Sie lästern und spotten immerfort

und knirschen wider mich mit ihren Zähnen.

17Herr, wie lange willst du zusehen?

Errette doch meine Seele vor ihrem Unheil, mein Leben vor den jungen Löwen!

18Ich will dir danken in großer Gemeinde;

unter vielem Volk will ich dich rühmen.

19Lass sich nicht über mich freuen, die mir zu Unrecht Feind sind;

lass nicht mit den Augen spotten, die mich ohne Grund hassen!

20Denn sie reden nicht, was zum Frieden dient,

und ersinnen falsche Anklagen wider die Stillen im Lande.

21Sie sperren das Maul weit auf wider mich

und sprechen: »Da, da, wir haben es gesehen!«

22HERR, du hast es gesehen, schweige nicht;

HERR, sei nicht ferne von mir!

23Wache auf, werde wach, mir Recht zu schaffen

und meine Sache zu führen, mein Gott und Herr!

24HERR, mein Gott, verhilf mir zum Recht nach deiner Gerechtigkeit,

dass sie sich nicht über mich freuen.

25Lass sie nicht sagen in ihrem Herzen: »Da, da! Das wollten wir.«

Lass sie nicht sagen: »Wir haben ihn verschlungen.«

26Sie sollen sich schämen und zuschanden werden,

alle, die sich meines Unglücks freuen;

sie sollen in Schmach und Schande sich kleiden,

die sich wider mich rühmen.

27Jubeln und freuen sollen sich,

die mir gönnen, dass ich Recht behalte,

und immer sagen: Der HERR sei hoch gelobt,

der seinem Knecht so wohl will!

28Und meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit

und dich täglich preisen.

Der Reichtum der Güte Gottes

361Von David, dem Knecht des HERRN, vorzusingen.

2Es sinnen die Übertreter auf gottloses Treiben /

im Grund ihres Herzens.

Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen.

3Und doch hat Gott den Weg vor ihnen geebnet,

um ihre Schuld aufzufinden und zu hassen.

4Alle ihre Worte sind falsch und erlogen,

verständig und gut handeln sie nicht mehr.

5Sie trachten auf ihrem Lager nach Schaden

und stehen fest auf dem bösen Weg und scheuen kein Arges.

6HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,

und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

7Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes /

und dein Recht wie die große Tiefe.

HERR, du hilfst Menschen und Tieren.

8Wie köstlich ist deine Güte, Gott,

dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!

9Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses,

und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.

10Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,

und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

11Breite deine Güte über die, die dich kennen,

und deine Gerechtigkeit über die Frommen.

12Lass mich nicht kommen unter den Fuß der Stolzen,

und die Hand der Gottlosen vertreibe mich nicht!

13Sieh da, sie sind gefallen, die Übeltäter,

sind gestürzt und können nicht wieder aufstehen.

Das scheinbare Glück der Gottlosen

371Von David.

Entrüste dich nicht über die Bösen,

sei nicht neidisch auf die Übeltäter.

2Denn wie das Gras werden sie bald verdorren,

und wie das grüne Kraut werden sie verwelken.

3Hoffe auf den HERRN und tu Gutes,

bleibe im Lande und nähre dich redlich.

4Habe deine Lust am HERRN;

der wird dir geben, was dein Herz wünscht.

5Befiehl dem HERRN deine Wege

und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen

6und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht

und dein Recht wie den Mittag.

7Sei stille dem HERRN und warte auf ihn.

Entrüste dich nicht über den, dem es gut geht,

der seinen Mutwillen treibt.

8Steh ab vom Zorn und lass den Grimm,

entrüste dich nicht, damit du nicht Unrecht tust.

9Denn die Bösen werden ausgerottet;

die aber des HERRN harren, werden das Land erben.

10Noch eine kleine Zeit, so ist der Gottlose nicht mehr da;

und wenn du nach seiner Stätte siehst, ist er weg.

11Aber die Elenden werden das Land erben

und ihre Freude haben an großem Frieden.

12Der Gottlose droht dem Gerechten

und knirscht mit seinen Zähnen wider ihn.

13Aber der Herr lacht seiner;

denn er sieht, dass sein Tag kommt.

14Die Gottlosen ziehen das Schwert

und spannen ihren Bogen,

dass sie fällen den Elenden und Armen

und morden die Frommen.

15Aber ihr Schwert wird in ihr eigenes Herz dringen,

und ihr Bogen wird zerbrechen.

16Das Wenige, das ein Gerechter hat,

ist besser als der Überfluss vieler Gottloser.

17Denn der Gottlosen Arm wird zerbrechen,

aber der HERR erhält die Gerechten.

18Der HERR kennt die Tage der Frommen,

und ihr Gut wird ewiglich bleiben.

19Sie werden nicht zuschanden in böser Zeit,

und in der Hungersnot werden sie genug haben.

20Denn die Gottlosen werden umkommen;

und die Feinde des HERRN,

wenn sie auch sind wie prächtige Auen,

werden sie doch vergehen, wie der Rauch vergeht.

21Der Gottlose muss borgen und bezahlt nicht,

aber der Gerechte ist barmherzig und kann geben.

22Denn die Gesegneten des HERRN erben das Land;

aber die er verflucht, werden ausgerottet.

23Von dem HERRN kommt es, wenn eines Mannes Schritte fest werden,

und er hat Gefallen an seinem Wege.

24Fällt er, so stürzt er doch nicht;

denn der HERR hält ihn fest an der Hand.

25Ich bin jung gewesen und alt geworden

und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen

und seine Kinder um Brot betteln.

26Er ist allezeit barmherzig und leiht gerne,

und sein Geschlecht wird zum Segen sein.

27Lass ab vom Bösen und tu Gutes,

so bleibst du wohnen immerdar.

28Denn der HERR hat das Recht lieb

und verlässt seine Heiligen nicht.

Ewiglich werden sie bewahrt,

aber das Geschlecht der Gottlosen wird ausgerottet.

29Die Gerechten werden das Land ererben

und darin wohnen allezeit.

30Der Mund des Gerechten redet Weisheit,

und seine Zunge lehrt das Recht.

31Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen;

seine Tritte gleiten nicht.

32Der Gottlose lauert dem Gerechten auf

und gedenkt, ihn zu töten.

33Aber der HERR lässt ihn nicht in seinen Händen

und lässt ihn vor Gericht nicht zum Schuldigen werden.

34Harre auf den HERRN und halte dich auf seinem Weg, /

so wird er dich erhöhen,

dass du das Land erbest;

du wirst es sehen, dass die Gottlosen ausgerottet werden.

35Ich sah einen Gottlosen, der pochte auf Gewalt

und machte sich breit und grünte wie eine Zeder.

36Dann kam ich wieder vorbei; siehe, da war er dahin.

Ich fragte nach ihm; doch ward er nirgends gefunden.

37Bleibe fromm und halte dich recht;

denn einem solchen wird es zuletzt gut gehen.

38Die Übertreter aber werden miteinander vertilgt,

und die Gottlosen werden zuletzt ausgerottet.

39Aber der HERR hilft den Gerechten,

er ist ihre Stärke in der Not.

40Und der HERR wird ihnen beistehen und sie erretten;

er wird sie von den Gottlosen erretten und ihnen helfen; denn sie trauen auf ihn.

In schwerer Heimsuchung (Der dritte Bußpsalm)

381Ein Psalm Davids, zum Gedenkopfer.

2HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn

und züchtige mich nicht in deinem Grimm!

3Denn deine Pfeile stecken in mir,

und deine Hand drückt mich.

4Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe wegen deines Drohens

und ist nichts Heiles an meinen Gebeinen wegen meiner Sünde.

5Denn meine Sünden gehen über mein Haupt;

wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden.

6Meine Wunden stinken und eitern

um meiner Torheit willen.

7Ich gehe krumm und sehr gebückt;

den ganzen Tag gehe ich traurig einher.

8Denn meine Lenden sind ganz verdorrt;

es ist nichts Gesundes an meinem Leibe.

9Ich bin matt geworden und ganz zerschlagen;

ich schreie vor Unruhe meines Herzens.

10Herr, du kennst all mein Begehren,

und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.

11Mein Herz erbebt, meine Kraft hat mich verlassen,

und das Licht meiner Augen ist auch dahin.

12Meine Lieben und Freunde scheuen zurück vor meiner Plage,

und meine Nächsten halten sich ferne.

13Die mir nach dem Leben trachten, stellen mir nach; /

und die mein Unglück suchen, bereden, wie sie mir schaden;

sie sinnen auf Trug den ganzen Tag.

14Ich bin wie taub und höre nicht,

und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut.

15Ich muss sein wie einer, der nicht hört

und keine Widerrede in seinem Munde hat.

16Aber ich harre, HERR, auf dich;

du, Herr, mein Gott, wirst erhören.

17Denn ich denke: Dass sie sich ja nicht über mich freuen!

Wenn mein Fuß wankte, würden sie sich hoch rühmen wider mich.

18Denn ich bin dem Fallen nahe,

und mein Schmerz ist immer vor mir

19So bekenne ich denn meine Missetat

und sorge mich wegen meiner Sünde.

20Aber meine Feinde leben und sind mächtig;

die mich zu Unrecht hassen, derer sind viele.

21Die mir Gutes mit Bösem vergelten, feinden mich an,

weil ich mich an das Gute halte.

22Verlass mich nicht, HERR,

mein Gott, sei nicht ferne von mir!

23Eile, mir beizustehen,

Herr, du meine Hilfe!

Bittruf angesichts der menschlichen Vergänglichkeit

391Ein Psalm Davids, vorzusingen, für Jedutun.

2Ich habe mir vorgenommen: Ich will mich hüten,

dass ich nicht sündige mit meiner Zunge;

ich will meinem Mund einen Zaum anlegen,

solange ich den Gottlosen vor mir sehen muss.

3Ich bin verstummt und still und schweige fern der Freude

und muss mein Leid in mich fressen.

4Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe; /

wenn ich daran denke, brennt es wie Feuer.

So rede ich denn mit meiner Zunge:

5»HERR, lehre mich doch, /

dass es ein Ende mit mir haben muss

und mein Leben ein Ziel hat und ich davonmuss.

6Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei dir,

und mein Leben ist wie nichts vor dir.

Wie gar nichts sind alle Menschen,

die doch so sicher leben! SELA.

7Sie gehen daher wie ein Schatten /

und machen sich viel vergebliche Unruhe;

sie sammeln und wissen nicht, wer es einbringen wird.«

8Nun, Herr, wessen soll ich mich trösten?

Ich hoffe auf dich.

9Errette mich aus aller meiner Sünde

und lass mich nicht den Narren zum Spott werden.

10Ich will schweigen und meinen Mund nicht auftun;

denn du hast es getan.

11Wende deine Plage von mir;

ich vergehe, weil deine Hand nach mir greift.

12Wenn du den Menschen züchtigst um der Sünde willen, /

so verzehrst du seine Schönheit wie Motten ein Kleid.

Wie gar nichts sind doch alle Menschen. SELA.

13Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien,

schweige nicht zu meinen Tränen;

denn ich bin ein Gast bei dir,

ein Fremdling wie alle meine Väter.

14Lass ab von mir, dass ich mich erquicke,

ehe ich dahinfahre und nicht mehr bin.

Dank und Bitte

401Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2Ich harrte des HERRN,

und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien.

3Er zog mich aus der grausigen Grube,

aus lauter Schmutz und Schlamm,

und stellte meine Füße auf einen Fels,

dass ich sicher treten kann;

4er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben,

zu loben unsern Gott.

Das werden viele sehen und sich fürchten

und auf den HERRN hoffen.

5Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN

und sich nicht wendet zu den Hoffärtigen und denen, die mit Lügen umgehen!

6HERR, mein Gott, groß sind deine Wunder /

und deine Gedanken, die du an uns beweisest;

dir ist nichts gleich!

Ich will sie verkündigen und davon sagen,

wiewohl sie nicht zu zählen sind.

7Schlachtopfer und Speisopfer gefallen dir nicht, /

aber die Ohren hast du mir aufgetan.

Du willst weder Brandopfer noch Sündopfer.

8Da sprach ich: Siehe, ich komme;

im Buch ist von mir geschrieben:

9Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern,

und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.

10Ich verkündige Gerechtigkeit in der großen Gemeinde.

Siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen;

HERR, das weißt du.

11Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen;

von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich.

Ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde.

12Du aber, HERR, wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden;

lass deine Güte und Treue allewege mich behüten.

13Denn es haben mich umgeben Leiden ohne Zahl.

Meine Sünden haben mich ereilt;

ich kann sie nicht überblicken.

Ihrer sind mehr als Haare auf meinem Haupt,

und mein Herz ist verzagt.

14Lass dir's gefallen, HERR, mich zu erretten;

eile, HERR, mir zu helfen!

15Schämen sollen sich und zuschanden werden,

die mir nach dem Leben trachten, mich umzubringen.

Es sollen zurückweichen und zuschanden werden,

die mir mein Unglück gönnen.

16Sie sollen in ihrer Schande erschrecken,

die über mich schreien: Da, da!

17Lass deiner sich freuen und fröhlich sein

alle, die nach dir fragen;

und die dein Heil lieben, lass allewege sagen:

Der HERR sei hoch gelobt!

18Denn ich bin arm und elend;

der Herr aber sorgt für mich.

Du bist mein Helfer und Erretter;

mein Gott, säume doch nicht!

Gebet in Krankheit

411Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt!

Den wird der HERR erretten zur bösen Zeit.

3Der HERR wird ihn bewahren und beim Leben erhalten /

und es ihm lassen wohlgehen auf Erden

und ihn nicht preisgeben dem Willen seiner Feinde.

4Der HERR wird ihn erquicken auf seinem Lager;

du hilfst ihm auf von aller seiner Krankheit.

5Ich sprach: HERR, sei mir gnädig! Heile mich;

denn ich habe an dir gesündigt.

6Meine Feinde reden Arges wider mich:

»Wann wird er sterben und sein Name vergehen?«

7Sie kommen, nach mir zu schauen,

und meinen's doch nicht von Herzen;

sondern sie suchen etwas, dass sie lästern können,

gehen hin und tragen's hinaus auf die Gasse.

8Alle, die mich hassen, flüstern miteinander über mich

und denken Böses über mich:

9»Unheil ist über ihn ausgegossen;

wer so daliegt, wird nicht wieder aufstehen.«

10Auch mein Freund, dem ich vertraute,

der mein Brot aß, tritt mich mit Füßen.

11Du aber, HERR, sei mir gnädig und hilf mir auf,

so will ich ihnen vergelten.

12Daran merke ich, dass du Gefallen an mir hast,

dass mein Feind über mich nicht frohlocken wird.

13Mich aber hältst du um meiner Frömmigkeit willen

und stellst mich vor dein Angesicht für ewig.

14Gelobt sei der HERR, der Gott Israels,

von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Amen!