Dank für Gottes Hilfe

1381Von David.

Ich danke dir von ganzem Herzen,

vor den Göttern will ich dir lobsingen.

2Ich will anbeten vor deinem heiligen Tempel

und deinen Namen preisen für deine Güte und Treue;

denn du hast deinen Namen und dein Wort

herrlich gemacht über alles.

3Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich

und gibst meiner Seele große Kraft.

4Es danken dir, HERR, alle Könige auf Erden,

dass sie hören das Wort deines Mundes;

5sie singen von den Wegen des HERRN,

dass die Herrlichkeit des HERRN so groß ist.

6Denn der HERR ist hoch und sieht auf den Niedrigen

und kennt den Stolzen von ferne.

7Wenn ich mitten in der Angst wandle,

so erquickest du mich

und reckst deine Hand gegen den Zorn meiner Feinde

und hilfst mir mit deiner Rechten.

8Der HERR wird meine Sache hinausführen. /

HERR, deine Güte ist ewig.

Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen.

Gott der Allwissende und Allgegenwärtige

1391Ein Psalm Davids, vorzusingen.

HERR, du erforschest mich

und kennest mich.

2Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;

du verstehst meine Gedanken von ferne.

3Ich gehe oder liege, so bist du um mich

und siehst alle meine Wege.

4Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,

das du, HERR, nicht schon wüsstest.

5Von allen Seiten umgibst du mich

und hältst deine Hand über mir.

6Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch,

ich kann sie nicht begreifen.

7Wohin soll ich gehen vor deinem Geist,

und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?

8Führe ich gen Himmel, so bist du da;

bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.

9Nähme ich Flügel der Morgenröte

und bliebe am äußersten Meer,

10so würde auch dort deine Hand mich führen

und deine Rechte mich halten.

11Spräche ich: Finsternis möge mich decken

und Nacht statt Licht um mich sein –,

12so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir,

und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.

13Denn du hast meine Nieren bereitet

und hast mich gebildet im Mutterleibe.

14Ich danke dir dafür,

dass ich wunderbar gemacht bin;

wunderbar sind deine Werke;

das erkennt meine Seele.

15Es war dir mein Gebein nicht verborgen, /

als ich im Verborgenen gemacht wurde,

als ich gebildet wurde unten in der Erde.

16Deine Augen sahen mich,

als ich noch nicht bereitet war,

und alle Tage waren in dein Buch geschrieben,

die noch werden sollten und von denen keiner da war.

17Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!

Wie ist ihre Summe so groß!

18Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand:

Am Ende bin ich noch immer bei dir.

19Ach Gott, wolltest du doch die Gottlosen töten!

Dass doch die Blutgierigen von mir wichen!

20Denn sie reden von dir lästerlich,

und deine Feinde erheben sich mit frechem Mut.

21Sollte ich nicht hassen, HERR, die dich hassen,

und verabscheuen, die sich gegen dich erheben?

22Ich hasse sie mit ganzem Ernst;

sie sind mir zu Feinden geworden.

23Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz;

prüfe mich und erkenne, wie ich's meine.

24Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin,

und leite mich auf ewigem Wege.

Bitte um Rettung vor boshaften Feinden

1401Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2Errette mich, HERR, von den bösen Menschen;

behüte mich vor den Gewalttätigen,

3die Böses planen in ihrem Herzen

und täglich Streit erregen.

4Sie haben scharfe Zungen wie Schlangen,

Otterngift ist unter ihren Lippen. SELA.

5Bewahre mich, HERR, vor der Hand der Gottlosen;

behüte mich vor den Gewalttätigen,

die mich zu Fall bringen wollen.

6Die Hoffärtigen legen mir Schlingen /

und breiten Stricke aus zum Netz

und stellen mir Fallen auf den Weg. SELA.

7Ich aber sage zum HERRN: Du bist mein Gott;

HERR, vernimm die Stimme meines Flehens!

8HERR, meine starke Hilfe,

du beschirmst mein Haupt zur Zeit des Streits.

9HERR, gib dem Gottlosen nicht, was er begehrt!

Was er sinnt, lass nicht gelingen, sie könnten sich sonst überheben. SELA.

10Das Unglück, über das meine Feinde beraten,

komme über sie selber.

11Er möge feurige Kohlen über sie schütten;

er möge sie stürzen in Gruben, dass sie nicht mehr aufstehen.

12Ein böses Maul wird kein Glück haben auf Erden;

ein frecher, böser Mensch wird verjagt und gestürzt werden.

13Denn ich weiß, dass der HERR des Elenden Sache führen

und den Armen Recht schaffen wird.

14Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen,

und die Frommen werden vor deinem Angesicht bleiben.

Bitte um Bewahrung

1411Ein Psalm Davids.

HERR, ich rufe zu dir, eile zu mir;

vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe.

2Mein Gebet möge vor dir gelten als ein Räucheropfer,

das Aufheben meiner Hände als ein Abendopfer.

3HERR, behüte meinen Mund

und bewahre meine Lippen!

4Neige mein Herz nicht zum Bösen, /

gottlos zu leben mit den Übeltätern;

ich mag nicht essen von ihren leckeren Speisen.

5Der Gerechte schlage mich freundlich und weise mich zurecht;

das wird mir wohltun wie Balsam auf dem Haupte.

Mein Haupt wird sich dagegen nicht wehren.

Doch ich bete stets, dass jene mir nicht Schaden tun.

6Ihre Anführer sollen hinabgestürzt werden vom Felsen;

dann wird man merken, wie richtig meine Worte gewesen sind.

7Ihre Gebeine werden zerstreut bis zur Pforte des Todes,

wie wenn einer das Land pflügt und zerwühlt.

8Ja, auf dich, HERR, sehen meine Augen;

ich traue auf dich, gib mich nicht in den Tod dahin.

9Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben,

und vor der Falle der Übeltäter.

10Die Gottlosen sollen miteinander in ihr eigenes Netz fallen;

mich aber lass entrinnen.

Hilferuf in schwerer Bedrängnis

1421Eine Unterweisung Davids, als er in der Höhle war, ein Gebet.

2Ich schreie zum HERRN mit meiner Stimme,

ich flehe zum HERRN mit meiner Stimme.

3Ich schütte meine Klage vor ihm aus

und zeige an vor ihm meine Not.

4Wenn mein Geist in Ängsten ist,

so nimmst du dich meiner an.

Sie legen mir Schlingen

auf dem Wege, den ich gehe.

5Schau zur Rechten und sieh:

da will niemand mich kennen.

Ich kann nicht entfliehen,

niemand nimmt sich meiner an.

6HERR, zu dir schreie ich und sage: /

Du bist meine Zuversicht,

mein Teil im Lande der Lebendigen.

7Höre auf meine Klage,

denn ich werde sehr geplagt.

Errette mich von meinen Verfolgern,

denn sie sind mir zu mächtig.

8Führe mich aus dem Kerker,

dass ich preise deinen Namen.

Die Gerechten werden sich zu mir sammeln,

wenn du mir wohltust.

Bitte um Verschonung und Leitung (Der siebente Bußpsalm)

1431Ein Psalm Davids.

HERR, erhöre mein Gebet, /

vernimm mein Flehen um deiner Treue willen,

erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen,

2und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht;

denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.

3Denn der Feind verfolgt meine Seele

und schlägt mein Leben zu Boden,

er legt mich ins Finstere

wie die, die lange schon tot sind.

4Und mein Geist ist in Ängsten,

mein Herz ist erstarrt in meinem Leibe.

5Ich denke an die früheren Zeiten; /

ich sinne nach über all deine Taten

und spreche von den Werken deiner Hände.

6Ich breite meine Hände aus zu dir,

meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land. SELA.

7HERR, erhöre mich bald, mein Geist vergeht;

verbirg dein Antlitz nicht vor mir,

dass ich nicht gleich werde denen,

die in die Grube fahren.

8Lass mich am Morgen hören deine Gnade;

denn ich hoffe auf dich.

Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll;

denn mich verlangt nach dir.

9Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden;

zu dir nehme ich meine Zuflucht.

10Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, /

denn du bist mein Gott;

dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn.

11HERR, erquicke mich um deines Namens willen;

führe mich aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen,

12und vernichte meine Feinde um deiner Güte willen

und bringe alle um, die mich bedrängen; denn ich bin dein Knecht.

Gebet um Rettung und Wohlstand

1441Von David.

Gelobt sei der HERR, mein Fels,

der meine Hände kämpfen lehrt

und meine Fäuste, Krieg zu führen,

2meine Hilfe und meine Burg,

mein Schutz und mein Erretter,

mein Schild, auf den ich traue,

der Völker unter mich zwingt.

3HERR, was ist der Mensch, dass du dich seiner annimmst,

und des Menschen Kind, dass du ihn so beachtest?

4Ist doch der Mensch gleich wie nichts;

seine Zeit fährt dahin wie ein Schatten.

5HERR, neige deinen Himmel und fahre herab;

rühre die Berge an, dass sie rauchen.

6Sende Blitze und streue sie aus, /

schick deine Pfeile und jage sie dahin,

7streck aus deine Hand von der Höhe.

Erlöse mich und errette mich aus grossen Wassern,

aus der Hand der Fremden,

8deren Mund unnütz redet

und deren rechte Hand trügt.

9Gott, ich will dir ein neues Lied singen,

ich will dir spielen auf dem Psalter von zehn Saiten,

10der du den Königen Sieg gibst

und erlösest deinen Knecht David vom mörderischen Schwert.

11Erlöse mich und errette mich

aus der Hand der Fremden,

deren Mund Falsches redet

und deren rechte Hand trügt.

12Unsere Söhne seien wie Pflanzen, /

die aufschießen in ihrer Jugendkraft –

unsere Töchter wie Säulen, geschnitzt für Paläste –

13unsere Kammern gefüllt,

dass sie Vorrat geben, einen nach dem andern –

unsere Schafe, dass sie Tausende werfen

und Zehntausende auf unsern Triften –

14unsere Rinder, dass sie tragen ohne Schaden und Verlust –

und kein Klagegeschrei sei auf unsern Gassen. –

15Wohl dem Volk, dem es so ergeht!

Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist!

Gottes ewige Güte

1451Ein Loblied Davids.

Ich will dich erheben, mein Gott, du König,

und deinen Namen loben immer und ewiglich.

2Ich will dich täglich loben

und deinen Namen rühmen immer und ewiglich.

3Der HERR ist groß und sehr zu loben,

und seine Größe ist unausforschlich.

4Kindeskinder werden deine Werke preisen

und deine gewaltigen Taten verkündigen.

5Sie sollen reden von deiner hohen, herrlichen Pracht

und deinen Wundern nachsinnen;

6sie sollen reden von deinen mächtigen Taten

und erzählen von deiner Herrlichkeit;

7sie sollen preisen deine große Güte

und deine Gerechtigkeit rühmen.

8Gnädig und barmherzig ist der HERR,

geduldig und von großer Güte.

9Der HERR ist allen gütig

und erbarmt sich aller seiner Werke.

10Es sollen dir danken, HERR, alle deine Werke

und deine Heiligen dich loben

11und die Ehre deines Königtums rühmen

und von deiner Macht reden,

12dass den Menschen deine gewaltigen Taten kundwerden

und die herrliche Pracht deines Königtums.

13Dein Reich ist ein ewiges Reich,

und deine Herrschaft währet für und für.

Der HERR ist getreu in all seinen Worten

und gnädig in allen seinen Werken.A

14Der HERR hält alle, die da fallen,

und richtet alle auf, die niedergeschlagen sind.

15Aller Augen warten auf dich,

und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.

16Du tust deine Hand auf

und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.

17Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen

und gnädig in allen seinen Werken.

18Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen,

allen, die ihn ernstlich anrufen.

19Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren,

und hört ihr Schreien und hilft ihnen.

20Der HERR behütet alle, die ihn lieben,

und wird vertilgen alle Gottlosen.

21Mein Mund soll des HERRN Lob verkündigen,

und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich.