Die böse Frau

17Es ist kein Leiden so groß wie Herzeleid.

18Es ist keine Bosheit so schlimm wie Frauenbosheit.

19Es ist keine Heimsuchung so schwer wie die Heimsuchung durch Menschen, die hassen.

20Es ist keine Rachgier so maßlos wie Rachgier von Feinden.

21Es ist kein Gift so stark wie Schlangengift und ist kein Zorn so bitter wie Feindeszorn.

22Ich wollte lieber bei Löwen und Drachen wohnen als bei einer bösen Frau.

23Wenn sie böse wird, so verzerren sich ihre Züge, und sie verfinstert ihr Gesicht wie ein Bär.

24Ihr Mann muss unwillkürlich vor Bitterkeit aufseufzen, wenn er mitten unter seinen Freunden sitzt.

25Alle Schlechtigkeit ist gering gegen die Schlechtigkeit einer Frau; es geschehe ihr das, was den Gottlosen geschieht!

26Eine schwatzhafte Frau ist für einen stillen Mann wie ein sandiger Weg bergauf für einen alten Mann.

27Fall nicht auf die Schönheit einer Frau herein, und begehre sie nicht deswegen.

28Wenn die Frau ihren Mann ernährt,

29so gibt es lauter Streit, Beschimpfung und große Schande.

30Eine böse Frau schafft ein betrübtes Herz, ein trauriges Angesicht und Herzeleid.

31Eine Frau, die ihren Mann nicht glücklich macht, lässt seine Hände schlaff werden und lähmt seine Knie.

32Die Sünde nahm ihren Anfang bei einer Frau, und um ihretwillen müssen wir alle sterben.

33Wie man Wasser nicht durchbrechen lassen soll, so soll man einer bösen Frau ihren Willen nicht lassen.

34Will sie dir nicht folgen, so scheide dich von ihr.

Gute Frauen – böse Frauen

261Wohl dem, der eine gute Frau hat! Der lebt noch einmal so lange.

2Eine tüchtige Frau ist für ihren Mann eine Freude, und er verbringt seine Jahre in Frieden.

3Eine gute Frau ist eine köstliche Gabe und wird dem gegeben, der Gott fürchtet.

4Ob er reich oder arm ist, sein Herz ist guter Dinge, und er ist allezeit fröhlich.

5Vor drei Dingen scheut sich mein Herz und vor dem vierten graut mir:

6böse Gerüchte in der Stadt, Volksauflauf, Verleumdung

7– alles ärger als der Tod –;

8das aber ist Herzeleid und Kummer, wenn eine Frau gegen die andre eifert; doch die Geißel der Zunge ist allen gemeinsam.

9Eine böse Frau gleicht einem schlecht sitzenden Joch;

10wer sie nimmt, der fasst einen Skorpion an.

11Eine betrunkene Frau erregt Ärgernis, sie wird auch ihre Scham nicht verdeckt lassen.

12Eine lüsterne Frau erkennt man an ihrem Blick und an ihren frechen Augen.

13Wenn deine Tochter nicht auf sich hält, so bewache sie scharf, damit sie Nachgiebigkeit nicht ausnutzt.

14Wenn du merkst, dass sie frech um sich sieht, so pass gut auf; sonst wundere dich nicht, wenn sie dir Schande macht.

15Wie ein Wanderer, der durstig ist, lechzt und vom nächstbesten Wasser trinkt, das er bekommen kann, so setzt sie sich vor jedem Zelt nieder und bietet sich an.

16Eine anmutige Frau erfreut ihren Mann, und wenn sie verständig mit ihm umgeht, mehrt sie sein Wohlergehen.

17Eine Frau, die schweigen kann, ist eine Gabe Gottes,

18und eine wohlerzogene Frau ist nicht zu bezahlen.

19Es gibt nichts Liebenswerteres auf Erden als eine Frau, die auf sich hält,

20und nichts kommt einer solchen Frau gleich.

21Wie die Sonne, wenn sie aufgeht, an dem hohen Himmel des Herrn eine Zierde ist, so ist die Schönheit einer guten Frau eine Zierde in ihrem Hause.

22Ein schönes Antlitz auf hoher Gestalt ist wie die helle Lampe auf dem heiligen Leuchter.

23Schöne Beine auf schlanken Fesseln