4Denn meine Seele ist übervoll an Leiden,

und mein Leben ist nahe dem Tode.

5Ich bin denen gleich geachtet, die in die Grube fahren,

ich bin wie ein Mann, der keine Kraft mehr hat.

6Ich liege unter den Toten verlassen,

wie die Erschlagenen, die im Grabe liegen,

derer du nicht mehr gedenkst

und die von deiner Hand geschieden sind.

7Du hast mich hinunter in die Grube gelegt,

in die Finsternis und in die Tiefe.

8Dein Grimm drückt mich nieder,

du bedrängst mich mit allen deinen Fluten. SELA.

9Meine Freunde hast du mir entfremdet,

du hast mich ihnen zum Abscheu gemacht.

Ich liege gefangen und kann nicht heraus,

10mein Auge sehnt sich aus dem Elend.

HERR, ich rufe zu dir täglich;

ich breite meine Hände aus zu dir.