Davids Danklied

221Und David redete vor dem HERRN die Worte dieses Liedes zur Zeit, als ihn der HERR errettet hatte aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls, und sprach:

2Der HERR ist mein Fels und meine Burg

und mein Erretter.

3Gott ist mein Hort, auf den ich traue,

mein Schild und Berg meines Heils,

mein Schutz und meine Zuflucht,

mein Heiland, der du mir hilfst vor Gewalt.

4Ich rufe an den HERRN, den Hochgelobten,

so werde ich vor meinen Feinden errettet.

5Es hatten mich umfangen die Wogen des Todes,

und die Fluten des Unheils erschreckten mich.

6Des Totenreichs Bande umfingen mich,

und des Todes Stricke überwältigten mich.

7Als mir angst war, rief ich den HERRN an

und schrie zu meinem Gott.

Da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel,

und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.

8Die Erde bebte und wankte,

die Grundfesten des Himmels bewegten sich und bebten, da er zornig war.

9Rauch stieg auf von seiner Nase

und verzehrend Feuer aus seinem Munde, Flammen sprühten von ihm aus.

10Er neigte den Himmel und fuhr herab,

und Dunkel war unter seinen Füßen.

11Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher,

und er schwebte auf den Fittichen des Windes.

12Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt

und schwarze, dicke Wolken.

13Aus dem Glanz vor ihm brach hervor

flammendes Feuer.

14Der HERR donnerte vom Himmel,

und der Höchste ließ seine Stimme erschallen.

15Er schoss seine Pfeile und streute sie aus,

er sandte Blitze und jagte sie dahin.

16Da sah man das Bett des Meeres,

und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt

bei dem Schelten des HERRN,

vor dem Odem und Schnauben seines Zornes.

17Er streckte seine Hand aus von der Höhe und fasste mich

und zog mich aus großen Wassern.

18Er errettete mich von meinen starken Feinden,

von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren;

19sie überwältigten mich zur Zeit meines Unglücks,

aber der HERR ward mein Halt.

20Er führte mich hinaus ins Weite,

er riss mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.

21Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit;

er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände.

22Denn ich halte die Wege des HERRN

und bin nicht gottlos wider meinen Gott.

23Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen,

und seine Gebote werfe ich nicht von mir,

24sondern ich bin ohne Tadel vor ihm

und hüte mich vor Schuld.

25Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit,

nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.

26Gegen die Heiligen bist du heilig,

gegen die Treuen bist du treu,

27gegen die Reinen bist du rein,

und gegen die Verkehrten bist du verkehrt.

28Denn du hilfst dem elenden Volk,

und die Augen aller Stolzen erniedrigest du.

29Ja, du, HERR, bist meine Leuchte;

der HERR macht meine Finsternis licht.

30Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen

und mit meinem Gott über Mauern springen.

31Gottes Wege sind vollkommen,

des HERRN Worte sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.

32Denn wer ist Gott, wenn nicht der HERR?

Und wer ist ein Fels, wenn nicht unser Gott?

33Gott stärkt mich mit Kraft

und weist mir den rechten Weg.

34Er macht meine Füße gleich den Hirschen

und stellt mich auf meine Höhen.

35Er lehrt meine Hände streiten

und meinen Arm den ehernen Bogen spannen.

36Du gibst mir den Schild deines Heils,

und deine Huld macht mich groß.

37Du gibst meinen Schritten weiten Raum,

dass meine Knöchel nicht wanken.

38Meinen Feinden jagte ich nach und vertilgte sie,

und ich kehre nicht um, bis ich sie umgebracht habe.

39Ich brachte sie um und hab sie zerschmettert,

dass sie nicht mehr aufstehen können; sie sind unter meine Füße gefallen.

40Du hast mich gerüstet mit Stärke zum Streit;

du kannst mir unterwerfen, die sich gegen mich erheben.

41Du hast meine Feinde zur Flucht gewandt,

dass ich vernichte, die mich hassen.

42Sie sehen sich um – aber da ist kein Helfer –

nach dem HERRN, aber er antwortet ihnen nicht.

43Ich will sie zerstoßen zu Staub der Erde,

wie Dreck auf der Gasse will ich sie zerstäuben und zertreten.

44Du hast mir aus dem Aufruhr meines Volkes geholfen

und machst mich zum Haupt über Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.

45Die Söhne der Fremde huldigen mir

und gehorchen mir mit gehorsamen Ohren.

46Die Söhne der Fremde verschmachten

und kommen mit Zittern aus ihren Burgen.

47Der HERR lebt, und gelobt sei mein Fels,

und Gott, der Fels meines Heils, sei hoch erhoben,

48der Gott, der mir Vergeltung schafft

und mir die Völker unterwirft.

49Er hilft mir aus von meinen Feinden.

Du erhöhst mich über die, die sich gegen mich erheben, vor dem Mann der Gewalttat rettest du mich.

50Darum will ich dir danken, HERR, unter den Heiden

und deinem Namen lobsingen,

51der seinem Könige großes Heil gibt

und Gnade erweist seinem Gesalbten, David und seinem Hause ewiglich.

Davids letzte Worte

231Dies sind die letzten Worte Davids.

Es spricht David, der Sohn Isais,

es spricht der Mann, der hoch erhoben ist,

der Gesalbte des Gottes Jakobs,

der Liebling der Lieder Israels:

2Der Geist des HERRN hat durch mich geredet,

und sein Wort ist auf meiner Zunge.

3Es hat der Gott Israels zu mir gesprochen,

der Fels Israels hat geredet:

Wer gerecht herrscht unter den Menschen,

wer herrscht in der Furcht Gottes,

4der ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht,

am Morgen ohne Wolken.

Und wie das Gras nach dem Regen

aus der Erde bricht,

5so ist mein Haus fest bei Gott;

denn er hat mir einen ewigen Bund gesetzt, in allem wohl geordnet und gesichert.

All mein Heil und all mein Begehren

wird er gedeihen lassen.

6Aber die nichtswürdigen Leute sind allesamt wie verwehte Disteln,

die man nicht mit der Hand fassen kann;

7sondern wer sie angreifen will, muss Eisen und Spieß in der Hand haben;

sie werden mit Feuer verbrannt an ihrer Stätte.

Die Helden Davids

8Dies sind die Namen der Helden Davids: Jischbaal, der Hachmoniter, der Erste unter den Dreien; der schwang seinen Spieß über achthundert, die auf einmal erschlagen waren.

9Nach ihm war unter den drei Helden Eleasar, der Sohn Dodos, der Ahoachiter. Er war mit David in Pas-Dammim, als die Philister dort versammelt waren zum Kampf und die Männer Israels sich zurückzogen;

10er aber hielt stand und schlug die Philister, bis seine Hand müde war und am Schwert erstarrte. Und der HERR gab großes Heil an jenem Tage, sodass das Volk sich wieder umwandte hinter ihm her, um zu plündern.

11Nach ihm war Schamma, der Sohn Ages aus Harar. Als die Philister sich sammelten in Lehi – es war dort ein Stück Acker mit Linsen – und das Volk vor den Philistern floh,

12da trat er mitten auf das Stück und entriss es den Philistern und schlug sie, und Gott gab großes Heil.

13Und drei von den dreißig Helden kamen zu Beginn der Ernte hinab zu David, zu der Höhle Adullam, und das Lager der Philister lag in der Ebene Refaïm.

14David aber war damals in der Bergfeste und die Wache der Philister lag in Bethlehem.

15Und David gelüstete es und er sprach: Wer will mir Wasser zu trinken holen aus dem Brunnen am Tor in Bethlehem?

16Da brachen die drei Helden in das Lager der Philister ein und schöpften Wasser aus dem Brunnen am Tor in Bethlehem und trugen's und brachten's zu David. Aber er wollte es nicht trinken, sondern goss es aus für den HERRN

17und sprach: Das lasse der HERR fern von mir sein, dass ich das tue! Ist's nicht das Blut der Männer, die ihr Leben gewagt haben und hingegangen sind? Und er wollte es nicht trinken. Das taten die drei Helden.

18Abischai, Joabs Bruder, der Sohn der Zeruja, war der Erste der Dreißig. Er schwang seinen Spieß über dreihundert Erschlagenen und war berühmt unter den Dreißig.

19Er war hoch geehrt unter den Dreißig und war ihr Oberster, aber er kam nicht an jene Drei heran.

20Und Benaja, der Sohn Jojadas, ein streitbarer Mann von großen Taten, war aus Kabzeel; der erschlug die beiden »Gotteslöwen« der Moabiter. Er stieg hinab und erschlug einen Löwen in einem Brunnen, als Schnee gefallen war.

21Er erschlug auch einen ägyptischen Mann, einen Riesen, der hatte einen Spieß in seiner Hand. Er aber ging zu ihm hinab mit einem Stecken und riss dem Ägypter den Spieß aus der Hand und durchbohrte ihn mit dessen eigenem Spieß.

22Das tat Benaja, der Sohn Jojadas. Er war berühmt unter den Dreißig Helden

23und war hoch geehrt unter den Dreißig, aber er kam nicht an jene Drei heran. Und David setzte ihn über seine Leibwache.

24Asaël, der Bruder Joabs, war unter den Dreißig; auch Elhanan, der Sohn Dodos aus Bethlehem;

25Schamma, der Haroditer; Elika, der Haroditer;

26Helez, der Peletiter; Ira, der Sohn des Ikkesch, aus Tekoa;

27Abiëser, der Anatotiter; Sibbechai, der Huschatiter;

28Zalmon, der Ahoachiter; Mahrai, der Netofatiter;

29Heled, der Sohn Baanas, der Netofatiter; Ittai, der Sohn Ribais, aus Gibea in Benjamin;

30Benaja, der Piratoniter; Hiddai, aus Nahale-Gaasch;

31Abialbon, der Arbatiter; Asmawet, der Bahurimiter;

32Eljachba, der Schaalboniter; Jaschen, der Guniter, und Jonatan,

33der Sohn des Schamma, der Harariter; Ahiam, der Sohn Scharars, der Harariter;

34Elifelet, der Sohn Ahasbais, der Maachatiter; Eliam, der Sohn Ahitofels, der Giloniter;

35Hezro, der Karmeliter; Paarai, der Arabiter;

36Jigal, der Sohn Nathans, aus Zoba; Bani, der Gaditer;

37Zelek, der Ammoniter; Nachrai, der Beerotiter, ein Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja;

38Ira, der Jattiriter; Gareb, der Jattiriter;

39Uria, der Hetiter. Das sind zusammen siebenunddreißig.