Judas Makkabäus kämpft gegen die abtrünnigen Juden

31Judas Makkabäus trat nun an die Stelle seines Vaters.

2Und seine Brüder und alle, die sich zu seinem Vater gehalten hatten, halfen ihm und kämpften für Israel mit Freuden.

3Judas gewann seinem Volk großes Ansehen. Er legte den Harnisch an wie ein Held und gürtete sich mit seinen Waffen und schützte sein Heerlager mit seinem Schwert.

4Er war mutig wie ein Löwe, kühn wie ein junger brüllender Löwe, wenn er etwas jagt.

5Er spürte die Abtrünnigen auf und verfolgte sie, und die, die das Volk verführten, bestrafte er mit Feuer,

6sodass überall die Feinde vor ihm erschraken und alle Abtrünnigen niedergeworfen wurden; und er hatte Glück und Sieg.

7Das verdross viele Könige; aber Jakob war es eine Freude und ewiger Ruhm und Ehre.

8Er zog durch die Städte Judas und erschlug die Gottlosen, um den Zorn von Israel abzuwenden.

9So wurde sein Name berühmt bis an die Enden der Erde, sodass alle Unterdrückten ihm zuliefen.

Judas Makkabäus besiegt Apollonius und Seron

10Da brachte Apollonius ein großes Heer zusammen von Heiden und Leuten aus Samarien, um gegen Israel zu kämpfen.

11Als Judas das hörte, zog er ihm entgegen, kämpfte mit ihm und erschlug ihn, und viele Feinde wurden verwundet und getötet; die Übrigen aber flohen.

12Judas machte große Beute und nahm sich das Schwert des Apollonius; das führte er fortan sein Leben lang.

13Als dann Seron, der Befehlshaber des syrischen Heeres, hörte, dass die Partei und Gemeinde der Frommen sich zu Judas hielt, sagte er:

14Ich will mir einen Namen machen, damit ich im ganzen Königreich gepriesen werde, und will Judas und seinen Haufen, der den Befehl des Königs verachtet, schlagen.

15Darum rüstete er sich und mit ihm zog ein großes Heer der Gottlosen, um ihm zu helfen und sich an Israel zu rächen. Und sie kamen bis nach Bet-Horon.

16Da zog Judas ihm mit einer kleinen Schar entgegen.

17Als sie aber das Heer sahen, das ihnen entgegenkam, sagten sie zu Judas: Wir sind nur wenige; auch sind wir heute matt vom Fasten; wie sollen wir gegen ein so großes und starkes Heer kämpfen?

18Aber Judas sagte: Es kann leicht geschehen, dass wenige ein großes Heer überwinden; denn Gott kann ebenso gut durch wenige den Sieg verleihen wie durch viele.

19Denn der Sieg kommt vom Himmel und wird nicht durch eine große Zahl errungen.

20Sie ziehen gegen uns voller Frevel und Bosheit und wollen uns, unsre Frauen und Kinder ermorden und berauben.

21Wir aber müssen uns wehren und für unser Leben und Gesetz kämpfen.

22Darum wird sie Gott vor unsern Augen vernichten; ihr sollt sie nicht fürchten.

23Als er das gesagt hatte, griff er die Feinde an, ehe sie sich's versahen, und schlug den Seron und sein Heer in die Flucht

24und jagte sie von Bet-Horon hinunter in die Ebene und erschlug achthundert Mann; die Übrigen flohen ins Philisterland.

25So legte sich Furcht und Schrecken vor Judas und seinen Brüdern auf alle Völker ringsum.

26Und in allen Ländern sprach man von Judas und seinen Taten und es kam auch vor den König.

Lysias führt den Krieg gegen die Juden fort

27Als nun König Antiochus das alles hörte, wurde er sehr zornig und ließ aus seinem ganzen Königreich ein großes Heer zusammenbringen,

28öffnete seine Schatzkammer, gab dem Heer den Sold für ein Jahr und befahl, dass man auf alles gerüstet sein sollte.

29Als er aber sah, dass er nicht mehr genug Geld in der Schatzkammer hatte und dass aus dem Land wegen des Aufruhrs und des Kriegs, den er gegen die althergebrachten Gesetze führte, nicht viel Tribut einging,

30wurde er besorgt, dass er, wie bisher schon öfter, nichts mehr übrig behalten könnte für die Kosten seines Hofes und für die Geschenke, die er früher mit freigebiger Hand mehr als alle Könige vor ihm ausgegeben hatte.

31Darüber war er sehr bestürzt und beschloss, nach Persien zu ziehen, von den Provinzen Tribut zu erheben und dadurch viel Geld zusammenzubringen.

32Und er ließ im Lande einen Fürsten aus königlichem Stamm zurück mit Namen Lysias; den machte er zum Statthalter über das ganze Königreich vom Euphrat bis an die Grenze Ägyptens

33und vertraute ihm seinen Sohn, den jungen Antiochus, zur Erziehung an, solange er außer Landes sein würde.

34Er überließ ihm die Hälfte des Kriegsvolks und die Elefanten und gab ihm den Befehl, alles auszuführen, was er gegen die Bewohner von Judäa und Jerusalem vorhatte:

35Er sollte ein Heer gegen sie schicken, um das Heer Israels und die Überlebenden in Jerusalem auszurotten und die Erinnerung an diesen Ort auszutilgen;

36auch sollte er in ihrem ganzen Gebiet Leute aus fremdem Stamm ansiedeln und das Land durchs Los an sie verteilen.

Lysias rückt in Judäa ein

37Im 147. Jahr nahm der König selbst das übrige Kriegsvolk und zog von seiner Stadt Antiochia aus über den Euphrat hinauf in die oberen Länder.

38Aber Lysias bestimmte einige mächtige Männer von den Freunden des Königs zu Hauptleuten, nämlich Ptolemäus, den Sohn des Dorymenes, Nikanor und Gorgias,

39und gab ihnen vierzigtausend Mann zu Fuß und siebentausend Reiter, damit sie das Land Juda überfallen und es verheeren sollten, wie der König befohlen hatte.

40Nachdem sie nun mit diesem Heer ausgezogen waren, lagerten sie sich bei Emmaus in der Ebene.

41Als die Kaufleute in der Umgegend davon hörten, kamen sie in das Lager und brachten sehr viel Silber und Gold und Fesseln mit sich, um die Israeliten als Sklaven zu kaufen. Auch aus Syrien und andern fremden Ländern stieß viel Kriegsvolk zu ihnen.

Judas Makkabäus rüstet sein Heer zur Abwehr

42Als nun Judas und seine Brüder sahen, dass die Verfolgung immer schlimmer wurde und dass die Feinde an der Grenze lagen, und erfuhren, dass der König befohlen hatte, ganz Juda zu vertilgen,

43sagten sie zueinander: Wir wollen der Erniedrigung unsres Volks ein Ende machen und für unser Volk und für das Heiligtum kämpfen.

44Und die Gemeinde kam zusammen, um zum Kampf bereit zu sein und um miteinander zu beten und Gnade und Hilfe von Gott zu erflehen.

45Aber zu dieser Zeit wohnte niemand mehr in Jerusalem, sondern es war wie eine Wüste, und keiner von ihren Bürgern ging mehr aus und ein; das Heiligtum war zertreten, Fremde hatten die Burg inne, und dort war ein Versammlungsort der Heiden; die Freude war von Jakob weggenommen, und man hörte dort weder Flöte noch Harfe.

46Darum kam das Volk zusammen in Mizpa, gegenüber von Jerusalem; denn Israel hatte vorzeiten in Mizpa angebetet.

47An diesem Tag fasteten sie und zogen Trauergewänder an, streuten Asche auf ihr Haupt und zerrissen ihre Kleider

48und entrollten die Schriftrolle des Gesetzes, der die Heiden nachgespürt hatten, um ihre Götzen darauf zu malen.

49Sie brachten auch dorthin die priesterlichen Kleider, die Erstlinge und Zehnten und ließen die Gottgeweihten herbeikommen, bei denen die Zeit ihres Gelübdes vorüber war,

50und schrien laut zum Himmel: Was sollen wir mit diesen machen, und wo sollen wir sie hinführen?

51Denn dein Heiligtum ist zertreten und entweiht, deine Priester leben in Trauer und Niedrigkeit.

52Und siehe, die Heiden haben sich gegen uns versammelt, um uns ganz zu vertilgen. Du weißt, was sie gegen uns im Sinn haben.

53Wie können wir ihnen standhalten, wenn nicht du uns hilfst?

54Und sie bliesen die Trompeten und schrien mit lauter Stimme.

55Danach setzte Judas Anführer für das Kriegsvolk ein, Oberste über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn.

56Auch ließ er ausrufen, dass alle, die Häuser gebaut oder geheiratet oder Weinberge gepflanzt hatten oder alle, die voll Furcht waren, wieder heimziehen möchten, wie das Gesetz es ihnen erlaubt.

57Danach zogen sie fort und schlugen ihr Lager im Süden von Emmaus auf.

58Und Judas sagte: Rüstet euch und seid unerschrocken, damit ihr morgen früh bereit seid, gegen diese Heiden zu kämpfen, die zusammengekommen sind, um uns und unser Heiligtum zu vernichten!

59Denn für uns ist es besser, im Krieg zu fallen, als das Unglück unsres Volks und unsres Heiligtums zu sehen.

60Aber was Gott im Himmel will, das geschehe!

Judas Makkabäus besiegt Gorgias

41Und Gorgias nahm fünftausend Mann zu Fuß und tausend auserlesene Reiter und rückte bei Nacht gegen das Lager der Juden vor,

2um sie unversehens zu vernichten; als Führer dienten ihnen einige Leute von der Burg.

3Als Judas davon hörte, zog auch er mit den besten Leuten aus, um das Heer des Königs, das bei Emmaus lag, zu schlagen,

4solange es noch außerhalb des Lagers zerstreut war.

5Als nun Gorgias bei Nacht an das Lager des Judas kam und dort niemand fand, suchte er sie im Gebirge und meinte, sie wären vor ihm geflohen.

6Aber Judas kam morgens früh in die Ebene mit dreitausend Mann; doch hatten sie keine Harnische und Schwerter.

7Als sie nun sahen, dass das Heer der Feinde gut gerüstet und von starker Reiterei umgeben war und dass sie erfahrene Kriegsleute waren,

8sagte Judas zu seinem Volk: Fürchtet euch nicht vor ihrer großen Menge, und vor ihrem Ansturm erschreckt nicht!

9Denkt daran, wie unsre Väter im Roten Meer errettet worden sind, als ihnen der Pharao mit einem großen Heer nacheilte.

10Lasst uns zum Himmel rufen, so wird uns der Herr auch gnädig sein und an den Bund denken, den er mit unsern Vätern geschlossen hat, und wird unsre Feinde heute vor unsern Augen vernichten.

11Und alle Heiden sollen erkennen, dass einer ist, der sich Israels annimmt, hilft und errettet.

12Als nun die Fremden aufblickten und sahen, dass Judas gegen sie heranrückte,

13zogen auch sie aus dem Lager, um Judas anzugreifen. Und die Leute des Judas bliesen die Trompeten

14und griffen die Feinde an; und die Heiden wurden geschlagen, sodass sie alle in die Ebene hinausflohen und die letzten erstochen wurden.

15Denn Judas jagte ihnen nach bis nach Geser und bis ins Gebiet von Idumäa, bis Aschdod und Jamnia, und es fielen von ihnen an die dreitausend Mann.

16Als aber Judas und sein Heer von der Verfolgung zurückgekehrt waren, gebot er seinem Volk:

17Ihr sollt nicht plündern; denn es steht uns noch eine Schlacht bevor.

18Gorgias und sein Heer sind nahe vor uns im Gebirge; darum tretet nun unsern Feinden entgegen und schlagt sie. Danach könnt ihr plündern.

19Während Judas noch redete, erschien eine Schar, die vom Gebirge herabspähte.

20Und sie sahen, dass ihre Leute geschlagen und das Lager angezündet war; denn sie sahen den Rauch; daraus konnten sie entnehmen, was geschehen war.

21Dazu sahen sie Judas und sein Kriegsvolk in der Ebene, gerüstet zur Schlacht; darüber erschraken sie sehr

22und flohen alle ins Gebiet der Fremden.

23Dann kehrte Judas wieder zurück, um das Lager zu plündern, und sie eroberten viel Gold, Silber, blauen und roten Purpur und viele andere Schätze.

24Danach zogen sie heim, dankten und lobten Gott mit Gesang und sprachen: Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

25An diesem Tag ist Israel großes Heil widerfahren.

Judas Makkabäus besiegt Lysias

26Die Heiden aber, die entronnen waren, kamen zu Lysias und sagten ihm, wie es ihnen ergangen war.

27Als Lysias das hörte, war er bestürzt und niedergeschlagen, weil nicht gelungen war, was er Israel hatte antun wollen und was der König befohlen hatte.

28Darum brachte Lysias im folgenden Jahr wiederum viel auserlesenes Kriegsvolk zusammen, sechzigtausend Mann zu Fuß und fünftausend Reiter, um die Juden zu vernichten.

29Dies Heer zog nach Idumäa und lagerte sich bei Bet-Zur.

Doch Judas trat ihnen entgegen mit zehntausend Mann.

30Als er aber sah, dass die Feinde ein so großes Heer hatten, betete er und sprach: Lob sei dir, du Heiland Israels, der du durch die Hand deines Knechts David den Angriff des Starken zunichte gemacht und das ganze Heer der Heiden in die Hände Jonatans, des Sohnes Sauls, und seines Waffenträgers gegeben hast.

31Ich bitte dich, du wollest diese unsre Feinde auch in die Hände deines Volks Israel geben, dass sie mit ihrer Macht und ihren Reitern zuschanden werden.

32Gib ihnen ein erschrockenes und verzagtes Herz, dass sie wanken und geschlagen werden;

33schlage sie nieder mit dem Schwert derer, die dich lieben, dass dich alle loben und preisen, die deinen Namen kennen!

34Als sie nun zusammenstießen, fielen vom Heer des Lysias fünftausend Mann.

35Als aber Lysias sah, dass die Seinen flohen, die Juden dagegen unerschrocken und bereit waren, in Ehren zu leben oder in Ehren zu sterben, zog er ab nach Antiochia, um Kriegsvolk anzuwerben und mit noch stärkerer Heeresmacht wieder nach Judäa zu ziehen.

Judas Makkabäus weiht den Tempel neu

36Judas aber und seine Brüder sagten: Weil unsre Feinde verjagt sind, lasst uns hinaufziehen und das Heiligtum wieder reinigen und weihen!

37Darum kam das ganze Kriegsvolk zusammen, und sie zogen miteinander auf den Berg Zion.

38Und als sie sahen, wie das Heiligtum verwüstet, der Altar entheiligt, die Tore verbrannt waren und dass der Platz umher mit Unkraut bewachsen war wie ein Wald oder Gebirge und die Priesterzellen zerfallen waren:

39da zerrissen sie ihre Kleider und hielten eine große Klage, streuten Asche auf ihr Haupt,

40fielen nieder auf ihr Angesicht und bliesen die Trompeten und schrien zum Himmel.

41Und Judas stellte Männer auf, die die Leute in der Burg abwehren sollten, bis man das Heiligtum gereinigt hatte.

42Und er nahm dazu Priester, die nicht unrein geworden und beständig im Gesetz geblieben waren.

43Die reinigten das Heiligtum und trugen die unreinen Steine weg an einen unheiligen Ort.

44Weil nun der Brandopferaltar entheiligt war, überlegten sie, was sie mit ihm machen sollten.

45Und sie hatten einen guten Einfall, nämlich, dass man ihn ganz einreißen sollte, damit kein Ärgernis von ihm käme, weil ihn die Heiden entheiligt hatten. Darum wurde er ganz eingerissen.

46Und sie verwahrten die Steine auf dem Berge bei dem Tempel an einem geeigneten Ort, bis ein Prophet kommen und verkünden würde, was man damit tun sollte.

47Sie nahmen aber unbehauene Steine, wie das Gesetz lehrt, und bauten einen neuen Altar ganz so, wie der frühere gewesen war.

48Und sie bauten das Heiligtum wieder auf und das Innere des Hauses und weihten den Bau und die Vorhöfe.

49Und sie ließen neue heilige Gefäße machen und brachten den goldenen Leuchter, den Räucheraltar und den Tisch in den Tempel.

50Und sie legten Weihrauch auf den Altar und zündeten die Lampen auf dem Leuchter an, damit sie im Tempel leuchteten.

51Auf den Tisch legten sie die Brote und hängten die Vorhänge auf und richteten den Tempel vollständig wieder her.

52Und am fünfundzwanzigsten Tage des neunten Monats, der Kislew heißt, im 148. Jahr,

53standen sie früh auf und opferten nach dem Gesetz auf dem neuen Brandopferaltar, den sie aufgerichtet hatten.

54Zur gleichen Zeit und am gleichen Tage, an dem die Heiden das Heiligtum entweiht hatten, wurde es wieder geweiht mit Gesang und mit Zithern, Harfen und Zimbeln.

55Und alles Volk fiel nieder auf das Angesicht, betete an und lobte den Herrn im Himmel, der ihnen Glück und Sieg gegeben hatte.

56Und sie hielten das Fest der Weihe des neuen Altars acht Tage lang und opferten mit Freuden Brandopfer, Dankopfer und Lobopfer;

57und sie schmückten die Vorderseite des Tempels mit goldenen Kränzen und Schilden und machten neue Tore und Zellen und setzten die Türen ein.

58Und es herrschte sehr große Freude im Volk, dass die Schande von ihnen genommen war, die ihnen die Heiden angetan hatten.

59Und Judas und seine Brüder und die ganze Gemeinde Israel beschlossen, dass man jährlich vom fünfundzwanzigsten Tage des Monats Kislew an acht Tage lang das Fest der Weihe des neuen Altars mit Freude und Fröhlichkeit halten sollte.

60Zu derselben Zeit bauten sie hohe Mauern und feste Türme um das Heiligtum auf dem Berge Zion, damit die Heiden das Heiligtum nicht einnehmen und zertreten könnten, wie sie es kurz zuvor getan hatten.

61Und Judas legte Kriegsvolk hinein, um das Heiligtum zu schützen. Er befestigte auch Bet-Zur, damit das Volk eine Festung gegen Idumäa hätte, in der sie sich aufhalten und verteidigen konnten.

Judas Makkabäus besiegt die Idumäer und andere Völker

51Als aber die Heiden ringsum hörten, dass der Altar wieder aufgerichtet und das Heiligtum erneuert war, so wie es früher gewesen war, wurden sie sehr zornig

2und nahmen sich vor, das Geschlecht Jakobs, das unter ihnen wohnte, auszurotten, und fingen an, die Juden zu töten und zu vernichten.

3Aber Judas zog gegen das Geschlecht Esaus in Idumäa und in Akrabattene, wo sie die Israeliten belagerten, schlug viele Idumäer tot und demütigte sie und plünderte sie aus.

4Weil auch die Beoniter auf den Straßen zu einer ständigen Gefahr und zu einem Ärgernis für das Volk durch ihre Nachstellungen geworden waren,

5dachte Judas an ihre Niedertracht, schloss sie in ihren Burgen ein, belagerte sie und vollstreckte den Bann an ihnen und verbrannte ihre Burgen mit allen, die darin waren.

6Danach zog er gegen die Ammoniter; die waren gut gerüstet und hatten viel Kriegsvolk und einen Hauptmann Timotheus.

7Darum hatte Judas viele Kämpfe mit ihnen zu bestehen und sie wurden von ihm besiegt und geschlagen.

8Und er eroberte die Stadt Jaser mit ihren umliegenden Ortschaften. Danach zog er wieder heim nach Judäa.

Die Juden aus dem Ostjordanland und aus Galiläa bitten um Hilfe

9Es versammelten sich aber die Heiden auch in Gilead gegen die Israeliten, die unter ihnen wohnten, um sie auszurotten; aber das Volk floh auf die Burg Datema.

10Und sie schrieben an Judas und seine Brüder:

11Die Heiden ringsum haben sich gegen uns versammelt, um uns alle umzubringen. Sie wollen kommen und unsre Burg stürmen, in die wir geflohen sind; und ihr Hauptmann ist Timotheus.

12Darum bitten wir dich, uns zu Hilfe zu kommen und uns aus ihrer Hand zu retten; denn wir sind wenige, weil die Feinde viele umgebracht haben;

13und im Lande Tob sind alle unsre Brüder, gegen tausend Mann, getötet und ihre Frauen, Kinder und ihr Hab und Gut weggeführt worden.

14Als man diesen Brief las, kamen andere Boten aus Galiläa; die hatten ihre Kleider zerrissen und meldeten Ähnliches

15und sagten, die Heiden aus Ptolemais, Tyrus und Sidon und ganz Galiläa seien zusammengekommen, um die Israeliten auszurotten.

16Als Judas und das Volk das hörten, hielten sie eine große Versammlung ab, um zu überlegen, wie sie ihren Brüdern helfen könnten, die in solcher Not waren und vom Feinde bedrängt wurden.

17Und Judas befahl seinem Bruder Simon: Wähle dir Männer aus, zieh hin und rette deine Brüder in Galiläa; ich aber und mein Bruder Jonatan wollen nach Gilead ziehen.

18Und er machte Josef, den Sohn Secharjas, und Asarja zu Hauptleuten über das übrige Kriegsvolk daheim, um Judäa zu beschützen,

19und befahl ihnen, sie sollten das Volk regieren und sich nicht in einen Krieg mit den Heiden einlassen, bis er zurückkäme.

20Und Simon zog nach Galiläa mit dreitausend Mann, Judas nach Gilead mit achttausend.

Simon rettet die Juden aus Galiläa

21Als nun Simon nach Galiläa kam, bestand er viele Kämpfe mit den Heiden, siegte und verfolgte sie bis zum Tor von Ptolemais.

22So kamen gegen dreitausend Heiden um und Simon machte große Beute.

23Danach nahm er die Juden aus Galiläa und Arbatta mit Weib und Kind und all ihr Hab und Gut mit und führte sie mit großer Freude nach Judäa.

Judas Makkabäus und Jonatan siegen im Ostjordanland

24Aber Judas Makkabäus und sein Bruder Jonatan zogen über den Jordan in die Wüste drei Tagereisen weit.

25Da trafen sie auf die Nabatäer. Die empfingen sie freundlich und erzählten ihnen, wie es ihren Brüdern in Gilead ging

26und dass viele eingeschlossen waren in Bosora, Bosor, Alema, Kaspin, Maked und Karnajim, alles große und befestigte Städte;

27dass auch viele in andern Städten in Gilead eingeschlossen waren und die Feinde beschlossen hatten, am andern Tage die Befestigungen zu überfallen, zu stürmen und alle Juden an einem Tage umzubringen.

28Da kehrte Judas mit seinem Heer sogleich um in die Wüste von Bosora, eroberte die Stadt und erschlug alles, was männlich war, mit der Schärfe des Schwerts und plünderte und verbrannte die Stadt.

29Danach zogen sie bei Nacht fort zu der Burg, wo seine Brüder belagert wurden.

30Und als sie am Morgen aufblickten, sahen sie eine große Menge Kriegsvolk, die nicht zu zählen war, Leitern und Sturmböcke tragen, um die Festung im Sturm zu nehmen.

31Und als Judas sah, dass der Kampf anfing und in der Stadt Trompeten und lautes Geschrei zum Himmel schallten,

32da ermahnte Judas sein Heer, für ihre Brüder zu kämpfen, um sie zu retten.

33Und er teilte es in drei Heerhaufen ein und griff von hinten an und ließ die Trompeten blasen; und das Volk schrie laut im Gebet zu Gott.

34Als aber das Heer des Timotheus sah, dass der Makkabäer hinter ihnen war, flohen sie vor ihm und wurden vernichtend geschlagen, sodass von ihnen an diesem Tag gegen achttausend fielen.

35Danach zog Judas nach Alema, stürmte und eroberte es und ließ alles, was männlich war, töten und plünderte und verbrannte die Stadt.

36Von dort zog er weiter und eroberte Kaspin, Maked, Bosor und die andern Städte in Gilead.

37Aber Timotheus brachte ein neues Heer zusammen und lagerte sich gegenüber von Rafon jenseits des Bachs.

38Da schickte Judas Leute aus, die das Lager erkunden sollten. Die meldeten ihm, dass es eine sehr große Menge aus allen Heiden ringsum wäre,

39dass sie auch Kriegsleute aus Arabien bei sich hätten, denen sie Sold geben müssten, und dass sich das Heer jenseits des Bachs gelagert hätte und zur Schlacht gerüstet wäre. Darum zog Judas ihnen entgegen.

40Und Timotheus sagte zu seinen Hauptleuten: Wenn Judas mit seinem Heer an den Bach kommt und so mutig ist, dass er zuerst zu uns herüberzieht, so können wir ihm nicht widerstehen, sondern er wird uns schlagen.

41Wenn er sich aber fürchtet und nicht über den Bach wagt, so wollen wir über das Wasser und ihn angreifen und schlagen.

42Als nun Judas an den Bach kam, stellte er die Amtleute an das Wasser und befahl ihnen, dafür zu sorgen, dass keiner zurückblieb, sondern dass alle in den Kampf zogen.

43Als nun Judas und sein Heer als Erste über das Wasser kamen, wurden die Feinde alle von ihnen geschlagen und warfen ihre Waffen weg und flohen in einen Tempel in der Stadt Karnajim.

44Aber Judas eroberte die Stadt und verbrannte den Tempel und alle, die darin waren; so wurde Karnajim unterworfen und konnte Judas nicht widerstehen.

Judas Makkabäus holt die Juden aus Gilead nach Judäa

45Danach ließ Judas alle Israeliten, die in Gilead waren, Klein und Groß, Frauen und Kinder, eine sehr große Zahl, zusammenkommen, damit sie nach Judäa zogen.

46Und auf dem Wege kamen sie zu einer großen, gut befestigten Stadt, Efron, die an der Straße lag, durch die man hindurch musste und nicht rechts oder links vorbeiziehen konnte.

47Nun wollten die Leute von Efron Judas nicht durchlassen,

48sondern zogen sich in die Stadt zurück, verschlossen die Tore und wälzten Steine davor.

49Aber Judas sandte zu ihnen, sagte ihnen Frieden zu und bat freundlich,

50dass man sie durchließe, damit sie in ihr Land kommen könnten; denn keiner von seinen Leuten würde ihnen Schaden antun; er begehre nichts anderes, als durch die Stadt zu ziehen. Aber die Leute von Efron wollten sie nicht einlassen.

51Da ließ Judas im ganzen Heer ausrufen, dass das Kriegsvolk sich in Schlachtordnung aufstellen sollte. So stellten sie sich in Schlachtordnung auf, stürmten den ganzen Tag und die ganze Nacht gegen die Stadt an und eroberten sie.

52Und Judas ließ alles, was männlich war, erstechen und plünderte und zerstörte die Stadt und zog über die toten Körper hinweg. Und sie kamen über den Jordan in die Ebene gegenüber von Bet-Schean.

53Und Judas sammelte die Zurückbleibenden und sprach dem Volk auf dem ganzen Wege Mut zu, bis sie ins Land Juda kamen.

54Da zogen sie mit großer Freude auf den Berg Zion und opferten Brandopfer, weil keiner von ihnen gefallen und sie mit Frieden wieder heimgekommen waren.

Josef und Asarja unterliegen bei Jamnia

55Während aber Judas und Jonatan in Gilead waren und ihr Bruder Simon in Galiläa vor Ptolemais,

56hörten die beiden Hauptleute Josef, der Sohn Secharjas, und Asarja von ihren Siegen und großen Taten und sagten:

57Auch wir wollen Ehre einlegen und die Heiden um uns her angreifen.

58Und sie befahlen ihrem Kriegsvolk, nach Jamnia zu ziehen.

59Da zog Gorgias mit seinem Heer aus der Stadt, um gegen sie zu kämpfen,

60und schlug Josef und Asarja in die Flucht und jagte sie bis ins Land Juda. Und Israel verlor an diesem Tag gegen zweitausend Mann.

61So erlitt das Volk eine schwere Niederlage, weil sie Judas und seinem Bruder nicht gehorcht und gemeint hatten, sie könnten sich Ruhm erringen,

62obwohl sie doch nicht aus dem Geschlecht der Männer waren, denen Gott verliehen hatte, Israel die Rettung zu bringen.

63Aber Judas und seine Brüder wurden sehr hoch geachtet in ganz Israel und bei allen Heiden,

64wo man sie auch nannte. Und viele kamen und huldigten ihnen.

Judas Makkabäus kämpft erfolgreich gegen Edomiter und Philister

65Und Judas zog aus mit seinen Brüdern gegen das Geschlecht Esaus im Südland und eroberte Hebron und die Orte ringsum und riss ihre Mauern nieder und verbrannte ihre Türme

66und kehrte um ins Philisterland und zog durch Marescha.

67Damals sind viele Priester gefallen, die allzu kühn gewesen waren und die Feinde ohne Rat und Befehl angegriffen hatten.

68Darauf zog Judas nach Aschdod ins Philisterland und riss ihre Götzenaltäre ein und verbrannte ihre Götzen und plünderte die Städte und kam wieder heim ins Land Juda.

Antiochus IV. Epiphanes unterliegt in Elymaïs und stirbt

61Als aber König Antiochus durch die oberen Länder zog, hörte er von einer berühmten Stadt Elymaïs in Persien, dass dort viel Gold und Silber und großer Reichtum war

2und dass im Tempel reiche Schätze und die goldenen Kleider, Harnische und Schilde aufbewahrt wurden, die Alexander, der Sohn Philipps, der König von Mazedonien, der zuerst über Griechenland herrschte, dorthin geschenkt hatte.

3Darum zog Antiochus vor die Stadt, um sie zu erobern und zu plündern; aber es gelang ihm nicht, weil die Einwohner der Stadt gewarnt worden waren

4und sich ihm zum Kampf entgegenstellten. Und Antiochus musste fliehen und zog mit großem Unmut wieder ab und kehrte nach Babylon um.

5Da kam ein Bote zu ihm nach Persien und meldete, dass sein Heer, das er in das Land Juda gesandt hatte, geschlagen worden wäre

6und dass Lysias an der Spitze eines starken Heeres ausgezogen wäre, aber vor den Juden hätte fliehen müssen, und dass die Juden in seinem Lager viele Waffen und große Beute erobert hätten, mit der sie sich dann besser gerüstet hätten und mächtiger geworden wären;

7und sie hätten das Gräuelbild der Verwüstung, das er auf den Altar in Jerusalem gesetzt hatte, zerstört und das Heiligtum wieder mit hohen Mauern umgeben wie früher, dazu auch seine Stadt Bet-Zur befestigt.

8Als Antiochus das hörte, erschrak er heftig und wurde sehr bestürzt, legte sich nieder und wurde krank vor Kummer, weil sein Vorhaben nicht gelungen war.

9Und er blieb lange dort; denn der Kummer wurde je länger umso größer und machte ihn so schwach, dass er meinte, er müsste sterben.

10Darum rief er alle seine Freunde zu sich und sagte zu ihnen: Ich kann keinen Schlaf mehr finden vor lauter Kummer und Herzeleid.

11Ich dachte bei mir selbst: In welche Trübsal und in was für Fluten von Trauer bin ich jetzt geraten, während ich doch gütig und beliebt war, solange ich regiert habe!

12Aber nun denke ich an das Böse, das ich in Jerusalem getan habe, als ich alle goldenen und silbernen Geräte aus dem Tempel wegführte und die Bewohner Judäas ohne Grund ausrotten wollte.

13Jetzt weiß ich, woher dies Unglück über mich kommt; und darum muss ich in einem fremden Land in großer Traurigkeit sterben.

14Und er rief einen seiner Freunde, Philippus, zu sich; den setzte er zum Statthalter über das ganze Königreich ein,

15übergab ihm Krone, Mantel und Ring und befahl ihm, seinen Sohn, den jungen Antiochus, zu erziehen und zum Herrscher heranzubilden.

16Danach starb König Antiochus dort im 149. Jahr.

Judas Makkabäus belagert die Burg von Jerusalem

17Als nun Lysias hörte, dass der König tot war, machte er den Sohn des Antiochus Epiphanes, den jungen Antiochus, den er erzogen hatte, zum König und nannte ihn Eupator.

18Nun verwehrten die Feinde, die die Burg besetzt hielten, dem Volk Israel den Zugang zum Heiligtum von allen Seiten; sie trachteten danach, ihm überall Schaden zu tun, und waren den Heiden eine starke Stütze.

19Darum nahm Judas sich vor, sie zu vernichten, und rief das ganze Kriegsvolk zusammen, um sie zu belagern.

20Und sie kamen zusammen und belagerten die Burg im 150. Jahr und stellten Geschütze und Sturmböcke auf.

21Aber einige von den Belagerten entkamen. Zu ihnen stießen Abtrünnige aus Israel; die zogen mit ihnen zum König und sagten:

22Wie lange willst du sie ohne Strafe lassen und unsre Brüder nicht rächen?

23Wir nämlich haben beschlossen, deinem Vater untertan zu sein und seinen Befehlen zu folgen und seinen Geboten gehorsam zu sein.

24Darum wurden unsere Landsleute uns Feind, und wenn sie einen von uns fanden, töteten sie ihn und verteilten unser Erbe unter sich;

25und sie streckten nicht allein gegen uns ihre Hand aus, sondern auch gegen alle Nachbarländer.

26Und jetzt belagern sie die Burg von Jerusalem, um sie zu erobern, und haben das Heiligtum und Bet-Zur befestigt.

27Wenn du dich nicht beeilst, sie abzuwehren, werden sie stärker werden und noch mehr Schaden tun, und du wirst sie nicht mehr bezwingen können.

Antiochus V. Eupator kämpft gegen die Juden

28Als der König das hörte, wurde er sehr zornig und ließ alle seine Fürsten zusammenrufen und die Hauptleute über das Fußvolk und über die Reiter

29und nahm fremde Söldner an aus andern Königreichen und von den Inseln

30und brachte zusammen hunderttausend Mann zu Fuß, zwanzigtausend Reiter und zweiunddreißig kriegsgewohnte Elefanten.

31Dies Heer zog durch Idumäa und belagerte Bet-Zur und kämpfte viele Tage lang und stellte Sturmböcke auf; aber die Juden machten einen Ausfall und verbrannten die Sturmböcke und kämpften tapfer.

32Und Judas zog von der Burg ab und lagerte mit dem Heer bei Bet-Sacharja gegenüber dem Lager des Königs.

33Da brach der König morgens früh vor Tag auf und führte das Heer zum Angriff an die Straße nach Bet-Sacharja, stellte es in Schlachtordnung auf und ließ die Trompeten blasen

34und den Elefanten roten Wein und Maulbeersaft vorhalten, um sie zum Kampf anzureizen und wild zu machen;

35und sie verteilten die Elefanten auf die Abteilungen, sodass jedem Elefanten tausend Mann zu Fuß in Harnischen und eisernen Helmen und fünfhundert Reiter zugeordnet wurden.

36Diese standen schon vorher an der Stelle, wohin der Elefant geführt wurde; und wohin er ging, da gingen sie auch hin und wichen nicht von ihm.

37Und jeder Elefant trug einen starken hölzernen Turm, der ihm kunstvoll angegürtet war; darin standen je vier Krieger, die auf ihm kämpften, und der Inder, der das Tier leitete.

38Die übrige Reiterei ordnete er auf beiden Seiten des Heeres an, um das feindliche Heer ins Wanken zu bringen und geschlossen in ihre Reihen einzudringen.

39Und als die Sonne aufging und auf die goldenen und ehernen Schilde schien, glänzte das ganze Gebirge davon und leuchtete, als wäre es lauter Feuer.

40Und ein Teil des königlichen Heeres verbreitete sich über die hohen Berge, ein anderer unten in der Ebene, und sie zogen vorsichtig und in guter Ordnung heran.

41Und wer sie hörte, der geriet in Angst vor dem Lärm der großen Menge, dem Aufmarsch der Truppen und dem Klirren der Waffen; denn es war ein sehr großes und gut gerüstetes Heer.

42Und auch Judas zog gegen sie in seiner Ordnung, und es fielen sechshundert Mann vom königlichen Heer.

43Und Eleasar Awaran bemerkte einen Elefanten; der war größer als die andern und mit königlichem Panzer angetan; und er dachte, der König wäre darauf,

44und wollte sich opfern, um das Volk Israel zu erretten und einen ewigen Namen zu erlangen.

45Er lief mit großer Kühnheit herbei, drang durch die Feinde hindurch und tötete viele von ihnen auf beiden Seiten, sodass sie vor ihm auseinander wichen,

46kroch unter den Elefanten und erstach ihn, sodass der Elefant auf ihn fiel und auch ihn totschlug.

47Weil aber die Juden sahen, dass das Heer des Königs mit so großer Macht angriff, wichen sie vor ihnen zurück.

48Darum zog das Heer des Königs gegen sie nach Jerusalem und schlug in Judäa am Berg Zion das Lager auf.

49Aber die Leute von Bet-Zur konnten vor Hunger nicht länger in ihrer Festung bleiben; denn es war das siebente Jahr, in dem man die Felder im ganzen Lande brachliegen lassen musste; und sie erlangten Geleit vom König, damit sie sicher herauskommen konnten.

50Da nahm der König Bet-Zur ein und legte eine Besatzung hinein, um die Festung zu bewachen.

51Er belagerte das Heiligtum lange Zeit und stellte die verschiedensten Geschütze dagegen auf.

52Aber das Volk Israel im Heiligtum wehrte sich viele Tage und stellte auch Geschütze gegen die Feinde auf.

53Aber auch sie hatten nichts mehr zu essen, weil es das siebente Jahr war; denn die auswärtigen Juden, die vor den Heiden nach Judäa geflüchtet waren, hatten den gesamten Vorrat aufgezehrt.

54Und es blieben sehr wenige im Heiligtum, denn der Hunger nahm überhand. Darum hatten sich die meisten zerstreuen und auf andere Städte verteilen müssen.

Antiochus V. Eupator gewährt den Juden Religionsfreiheit

55Mittlerweile hörte Lysias, dass Philippus, dem König Antiochus noch zu seinen Lebzeiten seinen Sohn Antiochus zur Erziehung anvertraut hatte, damit er König würde,

56aus Persien und Medien zurückgekommen war mit dem Kriegsvolk, das der König dorthin geführt hatte, und dass er nach der Herrschaft trachtete.

57Darum beeilte er sich, zum König und zu den Hauptleuten zu sagen: Wir verlieren täglich viele Leute und haben kaum zu essen, und der Ort, den wir belagern, ist stark befestigt; wir haben aber daheim Nötigeres zu tun, nämlich den Frieden im Königreich zu erhalten.

58Lasst uns Frieden mit den Leuten hier und mit ihrem ganzen Volk schließen

59und gestatten, dass sie ihr Gesetz halten wie früher; denn sie grollen und kämpfen allein deswegen, weil wir ihnen ihr Gesetz nehmen wollen.

60Diese Meinung gefiel dem König und den Fürsten gut. Und der König schickte zu den Juden, um mit ihnen Frieden zu schließen; und sie nahmen ihn an.

61Und als der König und die Fürsten ihnen einen Eid geleistet hatten, kamen sie aus ihrer Festung heraus und der König zog hinein auf den Berg Zion.

62Als er aber sah, dass der Ort so stark befestigt war, hielt er seinen Eid nicht, den er geschworen hatte, sondern befahl, die Mauer ringsum niederzureißen.

63Danach zog er eilends weg nach Antiochia. Da erfuhr er, dass sich Philippus zum Herrn der Stadt gemacht hatte. Mit dem kämpfte er und eroberte die Stadt.

Demetrius I. Soter bestimmt Bakchides zum Statthalter und Alkimus zum Hohenpriester

71Im 151. Jahr floh Demetrius, der Sohn des Seleukus, aus Rom und kam mit einem kleinen Gefolge in eine Stadt am Meer und regierte dort als König.

2Und als er in den Palast seiner Vorfahren kam, nahm das Kriegsvolk Antiochus und Lysias gefangen, um sie Demetrius zu übergeben.

3Als das aber Demetrius gemeldet wurde, befahl er, sie nicht vor seine Augen kommen zu lassen.

4Darum tötete sie das Kriegsvolk.

Als nun Demetrius auf den Thron gelangt war,

5kamen zu ihm gottlose und abtrünnige Leute aus Israel; ihr Anführer war Alkimus; der wäre gern Hoherpriester geworden.

6Diese verklagten Judas und ihr eigenes Volk beim König und sagten: Judas und seine Brüder haben alle, die dir gehorsam sein wollten, umgebracht und uns aus unserm Lande verjagt.

7Darum sende jemand, dem du vertraust, dorthin; er soll sich ansehen, welche Zerstörung Judas über uns und das Land des Königs gebracht hat, und soll ihn und seinen ganzen Anhang bestrafen.

8Darum wählte der König aus seinen Freunden Bakchides aus, der Statthalter über das Land jenseits des Euphrat war und ein Mächtiger im Reich und dem König treu.

9Und er schickte mit ihm den abtrünnigen Alkimus, den er zum Hohenpriester gemacht hatte, und befahl ihm, das Volk Israel zu bestrafen.

10Und sie zogen ins Land Juda mit einem großen Heer und schickten Boten zu Judas und seinen Brüdern, um über den Frieden zu verhandeln, und taten so, als wollten sie Frieden mit ihnen halten.

11Aber es war nichts als Betrug. Darum glaubte ihnen Judas nicht; denn er sah, dass sie gut gerüstet waren und ein großes Heer mit sich führten.

12Aber viele Schriftgelehrte kamen zu Alkimus und Bakchides, um zu fragen, was nun Recht sein sollte. Und die Hasidäer waren die Ersten in Israel,

13die Frieden begehrten.

14Und sie sagten: Ein Priester aus dem Geschlecht Aaron ist mit dem Heer gekommen; er wird uns nicht hintergehen.

15Und Alkimus sagte ihnen Frieden zu und schwor einen Eid: Wir wollen euch und euren Freunden kein Leid antun.

16Und sie glaubten ihm. Er aber ließ sechzig Mann von ihnen gefangen nehmen und tötete sie alle an einem einzigen Tag, wie die Schrift sagt:

17»Das Fleisch deiner Heiligen haben sie den Tieren gegeben; sie haben Blut vergossen um Jerusalem her wie Wasser; und da war niemand, der sie begrub.«

18Darum kam Furcht und Schrecken über das ganze Volk und es klagte, dass Alkimus nicht nach Treu und Glauben gehandelt hätte; denn er hielt den Vertrag und seinen Eid nicht.

19Und Bakchides zog weg von Jerusalem und belagerte Bet-Sajit und ließ viele gefangen nehmen, die ihn vorher anerkannt, aber wegen seiner Untreue sich wieder von ihm abgewendet hatten; einige vom Volk ließ er töten und in eine große Grube werfen.

20Danach übergab Bakchides das Land dem Alkimus und ließ Kriegsvolk bei ihm, um ihm zu helfen; er aber zog wieder zum König.

Judas Makkabäus bekämpft Alkimus

21Und Alkimus nahm sich vor, mit aller Gewalt Hoherpriester zu werden.

22Und zu ihm stießen alle, die ihr Volk verwirrten; und sie unterwarfen sich das Land Juda mit Gewalt und unterdrückten das Volk Israel schwer.

23Als nun Judas sah, dass Alkimus und die Abtrünnigen aus Israel viel größeren Schaden im Lande anrichteten als die Heiden,

24durchzog er abermals das ganze Land Juda, bestrafte die Abtrünnigen und hinderte sie, aufs Land hinauszugehen.

25Als aber Alkimus sah, dass Judas und sein Volk wieder stark waren, und erkannte, dass er ihnen nicht widerstehen konnte, zog er wieder zum König und klagte sie vieler Verbrechen an.

Judas Makkabäus besiegt Nikanor

26Darum sandte der König einen hohen Fürsten, Nikanor, der dem Volk Israel feindlich gesonnen war, und befahl ihm, das Volk Israel auszurotten.

27Und Nikanor zog mit einem großen Heer nach Jerusalem und schickte Boten zu Judas und seinen Brüdern, die so tun sollten, als ob er Frieden mit ihnen schließen wollte, und sie sollten sagen:

28Wir wollen Frieden miteinander halten, ich und ihr, und ich will mit wenigen Leuten kommen, um friedlich mit euch zu reden.

29So kam Nikanor zu Judas und sie begrüßten sich friedlich; aber die Feinde wollten Judas gefangen nehmen.

30Es wurde aber Judas berichtet, dass Nikanor zu ihm gekommen war, um ihn durch diesen Betrug gefangen zu nehmen; darum hütete er sich vor ihm und wollte nicht mehr zu ihm kommen.

31Und als Nikanor merkte, dass sein Vorhaben bekannt geworden war, zog er gegen Judas und kämpfte mit ihm bei Kafar-Salama.

32Da verlor Nikanor an die fünfhundert Mann und sein Heer musste auf die Davidsburg fliehen.

33Danach kam Nikanor auch zum Heiligtum auf den Berg Zion. Und einige von den Priestern und den Ältesten des Volks kamen heraus, um ihn friedlich zu empfangen und ihm das Brandopfer zu zeigen, das sie für den König darbrachten.

34Aber Nikanor verspottete sie mit ihrem Gottesdienst und lästerte und entweihte ihre Opfer

35und schwor voller Zorn einen Eid: Werdet ihr mir Judas und sein Heer nicht in meine Hand übergeben, so will ich dieses Haus verbrennen, sobald ich glücklich wieder herkomme. Und er zog weg in heftigem Zorn.

36Aber die Priester gingen hinein und traten vor den Altar und den Tempel und weinten und sprachen:

37Ach Herr, weil du dieses Haus erwählt hast, damit man dich dort anrufen und zu dir beten soll,

38so bitten wir, du wollest diesen Nikanor und sein Heer bestrafen und sie durchs Schwert umkommen lassen; denke daran, dass sie dein Heiligtum und dich gelästert haben, und verjage sie aus dem Lande.

39Und Nikanor zog von Jerusalem weg und schlug sein Lager bei Bet-Horon auf. Da kam noch ein Heer aus Syrien zu ihm, um ihm zu helfen.

40Aber Judas lagerte bei Adasa mit dreitausend Mann und betete zu Gott und sprach:

41Herr, Gott, als dich die Boten des Königs Sanherib lästerten, schicktest du einen Engel; der tötete von ihnen hundertfünfundachtzigtausend Mann.

42So schlage diese unsre Feinde heute vor unsern Augen und richte diesen Nikanor wegen seiner schweren Untat, damit die andern erkennen, dass du ihn bestraft hast, weil er dein Heiligtum gelästert hat.

43Und am dreizehnten Tag des Monats Adar kämpften sie miteinander. Da wurde das Heer Nikanors geschlagen und Nikanor kam als Allererster in der Schlacht um.

44Und als sein Heer das sah, warfen sie die Waffen weg und flohen.

45Aber Judas jagte ihnen eine Tagereise nach von Adasa bis Geser und ließ hinter ihnen die Kriegstrompeten blasen,

46damit das Volk aus allen Ortschaften ringsum herbeikommen und die Fliehenden von allen Seiten angreifen sollte; und sie stürzten sich auf die Feinde, sodass alle durchs Schwert fielen und niemand davonkam.

47Und Judas plünderte sie aus und nahm die Beute mit sich weg. Dem Nikanor aber ließ er den Kopf abhauen und die rechte Hand, die er zum Eid ausgestreckt hatte, als er lästerte und dem Heiligtum drohte; und er ließ Kopf und Hand mitnehmen und in Jerusalem aufhängen.

48Da wurde das Volk sehr fröhlich, und sie feierten diesen Tag mit großer Freude

49und ordneten an, dass man jährlich diesen Tag, nämlich den dreizehnten Tag des Monats Adar, feiern sollte.

50So wurde wieder Friede im Lande Juda für kurze Zeit.

Judas Makkabäus schließt ein Bündnis mit den Römern

81Es hörte aber Judas von den Römern, dass sie sehr mächtig waren und fremde Völker gern in Schutz nahmen, die Hilfe bei ihnen suchten, und dass sie Treu und Glauben hielten.

2Und er hatte auch gehört, welch tapfere Taten sie bei den Galatern getan, die sie bezwungen und tributpflichtig gemacht hatten;

3auch, welche schweren Kriege sie in Spanien geführt und wie sie die Bergwerke erobert hatten, in denen man nach Gold und Silber gräbt, und dass sie viele Länder fern von Rom durch ihre Klugheit und Beharrlichkeit gewonnen hatten;

4dass sie auch viele Könige, die von weit her in ihr Land gezogen waren, besiegt und schwer geschlagen hatten, während die andern ihnen jährlich Tribut zahlen mussten;

5und dass sie den König von Kittim, Philippus, und seinen Sohn Perseus samt denen, die sich sonst noch gegen sie aufgelehnt, im Krieg überwunden und unterjocht hatten.

6Auch hatte Judas von dem großen Antiochus gehört, dem König in Vorderasien, der gegen die Römer gezogen war mit hundertzwanzig Elefanten, mit Reitern und Wagen und sehr viel Kriegsvolk; aber die Römer hatten sein Heer geschlagen

7und ihn gefangen; und sie hatten ihm und seinen Erben einen großen Tribut auferlegt, den sie jährlich den Römern zahlen mussten; dazu musste er den Römern Geiseln schicken.

8Sie nahmen ihm auch Indien, Medien und Lydien, seine besten Länder, und gaben sie dem König Eumenes.

9Auch beschlossen die Griechen, in ihr Land einzufallen und sie zu vernichten.

10Als die Römer davon hörten, schickten sie einen Feldhauptmann gegen die Griechen; der schlug sie, sodass viele von ihnen fielen, führte ihre Frauen und Kinder gefangen fort, plünderte sie aus und nahm das Land ein, ließ in den Städten die Mauern niederreißen und unterwarf sie bis auf den heutigen Tag.

11Auch die andern Königreiche und die Inseln, die sich ihnen jemals widersetzt hatten, verheerten und unterwarfen sie.

12Aber mit den Freunden und Bundesgenossen hielten sie Frieden. Sie herrschten über die Könige nah und fern, und von allen, die nur ihren Namen hörten, waren sie gefürchtet.

13Wem sie nämlich helfen wollen, der wird geschützt und erhalten in seinem Königreich; wenn sie aber wollen, wird er von Land und Leuten verjagt. Auf diese Weise wurden sie sehr mächtig.

14Aber bei alldem hat sich niemand von ihnen eine Krone aufgesetzt und sich in Purpur gekleidet, um damit zu prangen,

15sondern einen Rat hatten sie eingesetzt; der bestand aus dreihundertzwanzig Männern; die berieten sich täglich, um das Volk immer gut zu regieren.

16Und jährlich wählte man einen Mann, der in allen ihren Ländern zu gebieten hatte; dem mussten sie alle gehorsam sein. Und es herrschte weder Neid noch Zwietracht bei ihnen.

17Und Judas wählte Eupolemus, den Sohn des Johannes, des Sohnes Jakobs, und Jason, den Sohn Eleasars, und sandte sie nach Rom, um mit den Römern Freundschaft und ein Bündnis zu schließen,

18damit die Römer ihnen helfen sollten, dass Israel nicht von dem Königreich der Griechen unterdrückt würde.

19Die Abgesandten machten den weiten Weg nach Rom, traten vor den Rat und sagten:

20Judas Makkabäus und seine Brüder und das jüdische Volk haben uns zu euch gesandt, um Frieden und ein Bündnis mit euch zu schließen, dass wir als eure Freunde und Bundesgenossen eingeschrieben werden.

21Das hießen die Römer gut

22und sie ließen den Vertrag auf eherne Tafeln schreiben und schickten die Abschrift nach Jerusalem zur Erinnerung an den Frieden und das Bündnis, das sie geschlossen hatten.

Und sie lautete so:

23Gott gebe den Römern und den Juden Glück und Frieden zu Wasser und zu Lande und behüte sie vor Krieg und Feinden auf ewig!

24Wenn aber die Römer zuerst in Krieg verwickelt würden oder irgendeiner ihrer Bundesgenossen in ihrem ganzen Gebiet,

25so sollen die Juden den Römern treue Hilfe leisten, wie es die Not erfordert;

26doch brauchen die Juden den Kämpfenden nicht Nahrung, Waffen, Geld oder Schiffe zu liefern oder zu verschaffen; dies heißen die Römer gut und werden diese Abmachungen halten, ohne Ersatz zu verlangen.

27Dagegen auch, wenn die Juden zuerst in Krieg verwickelt würden, sollen ihnen die Römer treue Hilfe leisten, wie es die Not erfordert;

28doch brauchen ihren Hilfstruppen von den Juden nicht Nahrung, Waffen, Geld oder Schiffe geliefert zu werden; dies heißen die Römer gut und wollen diese Abmachungen ohne Betrug halten.

29Mit diesen Worten ist das Bündnis zwischen den Römern und den Juden festgelegt.

30Wenn aber später einer von beiden Teilen etwas hinzufügen oder streichen will, so sollen beide sich darüber einigen. Und was sie hinzufügen oder streichen, soll eingehalten werden.

31Weil nun König Demetrius an den Juden Gewalttaten verübt, haben wir ihm geschrieben: Warum unterdrückst du unsre Freunde und Bundesgenossen, die Juden?

32Wenn sie weiter über dich klagen, so müssen wir sie schützen und wollen dich zu Wasser und zu Lande angreifen.

Judas Makkabäus fällt im Kampf gegen Bakchides

91Als Demetrius mittlerweile hörte, dass Nikanor mit seinem Heer geschlagen und umgekommen war, sandte er Bakchides und Alkimus wieder nach Judäa und mit ihnen die besten Truppen, die auf dem rechten Flügel zu kämpfen pflegten.

2Sie zogen nach Gilgal und sperrten und eroberten die Zuwege in der Arbela und töteten viele.

3Darauf zogen sie nach Jerusalem im 152. Jahr, im ersten Monat,

4und von dort nach Berea mit zwanzigtausend Mann zu Fuß und zweitausend Reitern.

5Und Judas hatte sein Lager bei Elasa aufgeschlagen mit dreitausend auserlesenen Männern.

6Als aber sein Kriegsvolk sah, dass die Feinde so zahlreich waren, erschraken sie sehr und viele liefen vom Heer weg, sodass nicht mehr als achthundert Mann bei Judas blieben.

7Als Judas sah, dass sein Heer nicht beieinander blieb und es doch zum Kampf kommen musste, wurde ihm angst und bange; denn er hatte keine Zeit, sein Kriegsvolk wieder zusammenzubringen.

8In dieser Angst sagte er zu den Übriggebliebenen: Auf, lasst uns versuchen, ob wir die Feinde angreifen und schlagen können!

9Aber sie wollten nicht, wehrten ab und sagten: Es ist nicht möglich, dass wir etwas erreichen; lasst uns diesmal unser Leben retten; dann wollen wir später zurückkehren und mit unsern Brüdern gegen die Feinde ziehen und sie angreifen; jetzt sind wir viel zu wenige.

10Aber Judas sagte: Das sei ferne, dass wir vor ihnen fliehen! Ist unsre Zeit gekommen, so wollen wir ritterlich sterben für unsre Brüder und unsrer Ehre keine Schande machen.

11Und die Feinde zogen aus dem Lager und stellten sich in Schlachtordnung auf. In der ersten Reihe waren die Schleuderer und Bogenschützen, und die besten Krieger standen alle vorn an der Spitze; die Reiterei war in zwei Abteilungen geteilt, auf jedem Flügel eine.

12Der Feldhauptmann Bakchides war beim rechten Flügel. Und die Schlachtreihe rückte von beiden Seiten mit Kriegsgeschrei und Trompeten vor.

13Da ließ auch Judas die Trompeten blasen und zog gegen sie, und die Schlacht dauerte vom Morgen bis zum Abend und die Erde erbebte von dem großen Getümmel.

14Als nun Judas sah, dass auf dem rechten Flügel Bakchides selbst samt der größten Heeresmacht war, da griff er dort an, er und die andern alle, die ihr Leben wagten,

15und sie schlugen das Heer auf der rechten Seite in die Flucht und jagten ihnen nach bis an den Berg bei Aschdod.

16Als aber die auf dem linken Flügel sahen, dass der rechte Flügel geschlagen war, eilten sie ihrerseits Judas und seinen Leuten nach.

17Da musste sich Judas gegen sie wenden und es kam zu einer blutigen Schlacht, sodass viele von beiden Heeren verwundet wurden und umkamen,

18bis auch Judas zuletzt umkam. Da flohen die Übrigen.

19Und Jonatan und Simon nahmen den Leichnam ihres Bruders Judas und begruben ihn im Grab seiner Väter in Modeïn.

20Und das ganze Volk Israel weinte und klagte um Judas sehr und trauerte um ihn lange Zeit und sprach:

21Ach, dass der Held umgekommen ist, der Israel geschützt und errettet hat!

22Dies ist die Geschichte von Judas. Er hat aber sonst noch viele große Taten getan, die nicht alle beschrieben werden können, weil es zu viele sind.