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Josef und seine Brüder

Tim Häcker

Kurzbeschreibung:
Gen 37,1-11 bildet den Anfang der Josefsgeschichte und erzählt von den Ursachen für den zentralen Konflikt, der sich zwischen Josef und seinen Brüdern, die nur als geschlossene Gruppe auftreten, aufbaut. Die Brüder neiden Josef seine Vorrangstellung beim Vater, müssen sich Josefs Träume von seiner Herrschaft über sie und die gemeinsamen Eltern anhören und schüren so ihren Hass auf ihn, der die Fortsetzung der Geschichte in Gen 37,12-36 verständlich werden lässt: die Brüder werden Josef zwar nicht erschlagen, aber immerhin nach Ägypten verkaufen, weil sie ihn zu hassen gelernt haben.
Zusätzliche Autoreninformation: Tim Häcker
Student, Universität Dresden
Kategorie:
Bibeltheologische Komm.
Schulform:
Hauptschule Realschule Gymnasium
Bibelstellenbezug:
1.Mose 37,1-11
Zusätzliche Skripturen:
Gen 32,23-33 Gen 35,22b-29 Gen 36 Gen 37,12-36 Gen 40,8ff Gen 42,1-9 Gen 42,5-9 Gen 47,27-31
Weitere Schlagworte:
Altes Testament/Erstes Testament; Bruder/Brüder; Erinnerung/Gedächtnis; Familie; Fehler/Fehlverhalten; Gestalten der Bibel; Hass; Jakob; Josef; Kleid/Kleidung; Konflikt; Neid; literarische Quelle; Rivalität; Sterne; Symbol; Traum

Inhaltsverzeichnis

1. Erster Leseeindruck

2. Synchrone Zugangsweise

     2.1. Abgrenzung und Einordnung des Textes in den Kontext
     2.2. Gliederung des Textes
     2.3. Narrative Analyse 

3. Diachrone Beobachtungen

4. Stimmen aus der Forschung 

5. Literaturverzeichnis 

6. Worterklärungen

 

1. Erster Leseeindruck

Der Anfang von Gen 37,1-11 weckt ganz deutlich den Eindruck, dass hier eine neue Geschichte beginnt. Als nächstes fällt der petzende und wohl auch eitle Josef auf, der zudem noch bevorzugt behandelt wird. In diesem Kontext wird die Wut der Brüder nachvollziehbar, die sich mehr und mehr gegen ihn aufbaut.

 

2. Synchrone Zugangsweise

2.1. Abgrenzung und Einordnung des Textes in den Kontext

Gen 37,1-11 stellt den Anfang der Josefsgeschichte dar, die sich bis Gen 50 erstreckt. Vor der Geschichte um Josef endet der Jakobszyklus (Gen 25,19-35,29). Die Josefsgeschichte ist so auch Teil der Patriarchen- bzw. Erzelternerzählung (Gen 11,25-50,26) (vgl. Ruppert, 1995, 453). Gen 37,1-11 ist eingerahmt durch das Geschlechts- und Stammesregister von Jakobs Bruder Esau (Gen 36) und die Fortsetzung der Erzählung mit dem Verkauf Josefs durch seine Brüder nach Ägypten (Gen 37,12-36).

Der Beginn der Josefserzählung in Gen 37,1-11 lässt sich unter literarischen Gesichtspunkten von Gen 36 abgrenzen: I) In Gen 37,1f werden neue Personen eingeführt, ferner findet ein Ortswechsel in der Erzählung statt. Diese Personen sind Jakob, Josef, Josefs nicht näher benannte Brüder sowie zwei Frauen Jakobs, Bilhas und Silpas. Kurz: Jakobs Sippe, die sich im Land Kanaan niedergelassen hat. In Gen 36 geht es hingegen um die Sippe Esaus sowie die Stammesfürsten und Könige der Edomiter im Lande Edom. II) Einen ganz klaren Hinweis auf den Beginn eines neuen Textabschnittes gibt die einleitende Formel in Gen 37,2: „Und dies ist die Geschichte von Jakobs Geschlecht (...)“. III) Schließlich macht eine Textsegmentierung bei Gen 37,1 Sinn, weil an dieser Stelle das Thema wechselt. Ging es in Gen 36 noch um den Stammbaum Esaus sowie die Könige und Stammesfürsten der Edomiter, nimmt der Text nun wieder die Geschichte der Familie Jakobs in den Blick. In v2-11 geht es dabei im Besonderen um Jakobs Sohn Josef und seine Stellung in der Familie, v.a. sein Verhältnis zu seinen Brüdern.

Zu Gen 37,1 muss jedoch gesagt werden, dass dieser Vers nicht zwangsläufig am Anfang der Josefsgeschichte stehen muss. Er könnte auch das Ende des Berichtes von Kapitel 36 darstellen. Durch die Formulierung „Jakob aber wohnte im Lande, in dem sein Vater ein Fremdling gewesen war, im Lande Kanaan.“ (Gen 37,1) wird m.E. deutlich, dass Jakob im Gegensatz zu Esau gerade nicht in Edom lebt, sondern in Kanaan, was als Hinweis auf einen neu beginnenden Erzählabschnitt gewertet werden kann. Andererseits stellt die Konjunktion „aber“ auch eine Verbindung zu den vorangegangenen Versen her. Die Konjunktion „und“, mit der die Einleitungsformel in Gen 37,2 beginnt, stellt wiederum eine Verbindung zu v1 her. M.E. kann Gen 37,1 sowohl dem Ende des Berichtes über Esau zugeordnet werden als auch dem Anfang der Josefsgeschichte. V1 ist ein Übergangsvers, der die beiden Texte verbindet.

Zwischen Gen 37,1-11 und Gen 37,12-36 gibt es keine ähnlich klare literarische Abgrenzung. Eher ist ein Einschnitt innerhalb einer Gesamterzählung zu konstatieren. Gen 37,1-11 lässt sich in der Handlung unter folgenden Gesichtspunkten zu Gen 37,12-36 abgrenzen: I) In v12 wird ein neuer Ort genannt und indirekt auch eine Zeitangabe gemacht. Josefs Brüder sind mit dem Vieh der Großfamilie bei Sichem unterwegs. Zu dieser Zeit gibt Jakob Josef den Auftrag, ihnen zu folgen und nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. In jedem Fall wird deutlich, dass das in v12-36 Erzählte zeitlich nach den in v1-11 berichteten Geschehnissen anzusetzen ist. II) Gen 37,1-11 scheint einen Überblick über die Beziehungen in Jakobs Familie in Bezug auf Josef zu geben. Gen 37,12-36 setzt dieses Wissen voraus. Der Text erzählt ab v12, was sich in Folge der Ausgangssituation konkret ereignet: Josef wird von seinen Brüdern verkauft. Damit wechselt das Thema also nicht grundlegend, aber es beginnt eine neue Szene der Geschichte, was eine szenische Abgrenzung der beiden Textteile  ermöglicht.

 

2.2. Gliederung des Textes

Der Text lässt sich anhand der verschiedenen Gründe für die Wut der Brüder auf Josef unterteilen. Dabei finden sich in Gen 37,1-11 insgesamt vier konkrete Konfliktpunkte. Die Perikope kann dementsprechend in folgende vier Abschnitte gegliedert werden. I) V1f: In diesem ersten Abschnitt erfolgt eine Einleitung in die Geschichte durch eine kurze Vorstellung ihres Hauptakteurs Josef. Außerdem wird bereits der erste Konfliktgrund genannt: Josef verpetzt seine Brüder beim Vater. II) V3f: Hier wird vom zweiten Konfliktpunkt berichtet. Josef wird von Jakob bevorzugt behandelt und erhält als einziger der Brüder einen bunten Rock. III) V5-8: Im dritten Abschnitt des Textes geht es um den ersten Traum des Josef und die Reaktion seiner Brüder. Der Inhalt des Traumes ist dabei der dritte Grund für den wachsenden Hass der Brüder auf ihren jüngeren Bruder. IV) V9ff: Das letzte Segment des Textes erzählt vom zweiten Traum Josefs sowie dessen Wirkung auf seinen Vater und seine Brüder. Traum zwei wird somit zu einem weiteren Konfliktpunkt, der scheinbar auch Jakobs Missfallen erregt.

 

2.3. Narrative Analyse

Im Folgenden soll Gen 37,1-11 unter narrativen Gesichtspunkten analysiert werden. Dabei wird auf Ort und Zeit, die Beziehungen der Akteure untereinander und die Perspektiven auf die Handlung einzugehen sein.

V1f: V1 etabliert Kanaan als Ort der folgenden Verse und stellt bereits wie in 2.1. erwähnt die Brücke zwischen Kapitel 36 und den folgenden Versen dar.

Die eigentliche Josefserzählung beginnt erst in v2 mit der Einleitungsformel. Der auktoriale Erzähler wechselt hier auf eine Metaebene und richtet sich über die Formel an den Leser, um ihm mitzuteilen, dass jetzt eine neue Geschichte beginnt. Es folgt eine kurze Vorstellung des Hauptakteurs Josef: er ist wie seine Brüder Hirte. Zudem wird bereits eine Charaktereigenschaft des Josef genannt: er ist eine „Petze“ und erzählt dem gemeinsamen Vater die Verfehlungen der älteren Brüder. Damit ist der erste Konfliktpunkt zwischen Josef und seinen Brüdern genannt, auch wenn noch nicht von einer Reaktion der Brüder berichtet wird.

V4f: Der dritte Vers nennt daran anschließend den zweiten Grund für den entstehenden Hass der Brüder auf ihren jüngeren Bruder. Er wird von Jakob, der hier Israel genannt wird, als Jüngster und Erstgeborener von Jakobs Lieblingsfrau Rahel bevorzugt behandelt und erhält im Gegensatz zu seinen Brüdern ein mehrfarbiges, langes Gewand. Dadurch sehen die Brüder die Vorliebe des Vaters für Josef (vgl. Westermann, 1992, 27).

V4 berichtet dann von der Reaktion der Brüder auf diese Ungerechtigkeit: Hassgefühle gegen den Bruder entstehen. Außerdem sind sie nicht mehr in der Lage, freundschaftlich mit ihm zu sprechen. Ungewöhnlich scheint dabei, dass ihre Wut sich nicht gegen den Vater richtet. Warum? Westermann bezeichnet es als eine typisch menschliche Erfahrung, dass sich die Feindseligkeit oftmals auf den Bevorzugten richtet und nicht auf den ungerecht Bevorzugenden (vgl. Westermann, 1992, 28). Seebass geht hingegen davon aus, dass der Vater die Freiheit hatte, seine besondere Zuwendung unter seinen Söhnen beliebig zu vergeben. Der Hass der Brüder richtet sich infolgedessen auf Josef – den vorgezogenen Konkurrenten (vgl. Seebass, 2000, 21).

V5-8: In diesem Textabschnitt wird von der dritten Ursache für die wachsende Feindschaft der Brüder erzählt. Auffallend ist v5, in dem berichtet wird, dass allein durch die Ankündigung eines Traums durch Josef der Hass der Brüder auf ihn wächst. Warum, bleibt offen.

Die Bedeutung des Traumes aus v6f ist offensichtlich: Josefs Brüder verneigen sich vor ihm, d.h. er herrscht über sie, steht wie ein König über ihnen und hat mehr Macht als sie. So verstehen Josefs Brüder den symbolischen Traum wohl auch, wie ihre Frage in v8 zeigt. Hilfreich ist in diesem Zusammenhang der Hinweis auf die Bedeutung von Träumen in Altertum und Antike: Sie galten als Mittel göttlicher Offenbarung der Zukunft und verborgener Dinge. Sie bedurften im Falle eines symbolischen, bildhaften Traumes aber der Deutung (vgl. Steckel, 1989, 1357; vgl. Ernst, 2008, 756). Vor diesem Hintergrund wird die Reaktion der Brüder noch interessanter. Sie begegnen Josef mit noch mehr Feindseligkeit. D.h. sie scheinen den Traum ihres jüngeren Bruders nicht als göttliche Offenbarung zu interpretieren oder anzuerkennen. Welche möglichen Ursachen kann diese Einstellung haben? I) Josefs Brüder sehen den Traum als Träumerei und damit als Eitelkeit Josefs (vgl. Seebass, 2000, 21). II) Der Gedanke, dass Menschen im Sinne eines Königtums übereinander herrschen (abseits elterlicher Autorität), ist ihnen zwar von anderen Völkern bekannt, aber sie lehnen ihn für sich ab (vgl. Seebass, 2000, 21; Westermann, 1992, 29). Diese Ursache dürfte den Hintergrund von v9ff bilden, wo er wohl auch von Jakob aufgegriffen wird, schließt aber auch die beiden anderen Erklärungsversuche nicht aus. III) Sie akzeptieren den Offenbarungsinhalt schlicht nicht und sind von ihrem Hass geblendet. M.E. lässt der Text keine sichere Klärung dieser Frage zu.

V9ff: Der zweite Traum des Josef enthält aus zweierlei Gründen eine Steigerung der Aussage des ersten Traumes: I) Der Inhalt des eigentlich symbolischen Traums wird noch klarer, da Josef in ihm nicht mehr bildhaft, sondern eben als Person Josef dargestellt wird. II) Jetzt verneigen sich nicht mehr nur die elf Brüder vor ihm, sondern auch Mutter und Vater, symbolisiert durch Sonne und Mond.

Von der Bedeutung des Traums ist nun auch Jakob empört. Wie für seine Söhne ist auch für ihn die Vorstellung absurd, sich vor Josef wie vor einem König niederzuwerfen und damit anzuerkennen, dass dieser Macht im Sinne eines Herrschers über sie hat. Allerdings ergreift er wohl keine weiteren Sanktionen gegen Josef. Zugleich aber wird berichtet, dass Jakob  die Sache nicht vergaß (v11). Mit diesem zweiten Traum und der Reaktion Jakobs ist schließlich auch vom letzten Konfliktpunkt zwischen Josef und seinen Brüdern berichtet.

Über die Funktion der Textstelle kann zusammenfassend Folgendes gesagt werden: I) Der Text stellt die Gründe und Ursachen für die Entstehung und das Anwachsen der Feindschaft der Brüder gegenüber ihrem jüngeren Bruder Josef dar. Dadurch bereitet die Perikope auf die unmittelbar folgenden Geschehnisse (Verkauf Josefs durch die Brüder nach Ägypten) vor und begründet sie. II) Der Textabschnitt gibt so einen Ein- und Überblick über Teile der Familienverhältnisse in Jakobs Sippe. Er informiert auf diese Weise über die Ausgangssituation der Josefsgeschichte. III) Schließlich sind die Träume Josefs von der Herrschaft über seine Familie ein Vorverweis auf den sich später in der Erzählung erfüllenden Inhalt der Träume (vgl. Gen 42,1-9; evtl. auch Gen 47,31) und das Auftreten Josefs als Traumdeuter in Ägypten (Gen 40,8ff).

 

3. Diachrone Beobachtungen

Der Schwerpunkt der Analyse liegt hier auf der Untersuchung der inneren Einheitlichkeit des Textes.

Auf der Ebene der Textoberfläche fällt zuerst die hohe Zahl der Konjunktionen im Text auf, die als Konnektive (Bindewörter) dienen und so die einzelnen Sätze und Satzglieder verbinden, z.B. in v5f: „Dazu hatte Josef (…); da wurden sie ihm (…). Denn er sprach (…)“. Zwei Worte bzw. Wortfelder durchziehen den Text: „Feindschaft“ (ab v4) und „Brüder“. Zudem finden sich zahlreiche textinterne Verweise, z.B. wird Josef ab v5b nur noch durch Pronomen bezeichnet, die sich alle aufeinander beziehen. Diese Beobachtungen sprechen für die Einheitlichkeit des Textes unter literarischen Gesichtspunkten. Bzgl. der thematischen Einheitlichkeit kann gesagt werden, dass der Text sich auf ein dominantes  Thema zurückführen lässt: die Gründe für den Hass der Brüder auf Josef.

Dennoch lassen sich auch literarkritische und inhaltliche Spannungspunkte finden: Die v1.2a heben sich sprachlich etwas von den anderen Versen ab, in v3 wird Jakob einmalig in Gen 37,1-11 mit dem Namen Israel bezeichnet,  v1 und auch die Einleitungsformel in v2a passen nicht direkt zum Thema. Lässt man den Spannungspunkt in v3 mit der Bezeichnung Jakobs als Israel außer Acht und betont v.a. die thematische Einheitlichkeit sowie das Vorhandensein von Bindewörtern, kann m.E. Gen 37,2b-11 als zusammenhängende Texteinheit betrachtet werden. Zwischen v2a und 2b findet sich dann eine Bruchstelle (vgl. Seebass, 2000,19.27), so dass die v1.2a von v2b-11 abgelöst betrachtet werden sollten. Die v1.2a könnten redaktionelle Anfügungen an die v2b-11 sein, die bereits geschlossen schriftlich vorlagen. V1 sollte dabei die Verbindung zu Kapitel 36 herstellen und v2a als Einleitungsformel zur Josefserzählung dienen.

 

4. Stimmen aus der Forschung

Vorweg sei angemerkt, dass v1.2a (vgl. Ebach, 2007, 115.684f; Seebass, 2000, 19.27) sowie z.T. auch v2b (vgl. Westermann, 1992, 24; v. Rad, 1987, 285f; Ruppert, 1984, 194f) generell als Stück aus der priesterschriftlichen Quelle (P) angesehen werden.

4.1. Eine prominente klassische These – Die Urkundenhypothese am Bsp. Lothar Rupperts

Ruppert geht von der Annahme aus, dass neben P die Quellenschriften Jahwist (J) und Elohist (E) sowie das Werk des jehowistischen Redaktors (Je) in Gen 37 kombiniert worden sind (vgl. Ebach, 2007, 114; vgl. Ruppert, 1984, 194). In Gen 37,1-11 sind nach Ruppert also vier Überlieferungen wie folgt zusammengearbeitet: V1f – P; v3f – J bzw. Je z.B. auf Grund der Bezeichnung Jakobs als „Israel“ (Je); v5-11 – E (vgl. Ruppert, 1984, 194f).

4.2. Das Modell des einheitlichen Erzählfadens am Bsp. Jürgen Ebachs

Dieses Modell geht für Gen 37 „von einem einheitlichen Erzählfaden aus, in dem jene ’Widersprüche’ konstitutive Bestandteile der Erzählung sind (dabei sind redaktionelle Überleitungen und kleinere Zusätze nicht ausgeschlossen)“ (Ebach, 2007, 114). Dieses Modell kommt also abgesehen von v1.2a ohne die Annahme mehrerer literarischer Schichten in Gen 37,1-11 aus (vgl. Ebach, 2007, 115).

 

Literaturverzeichnis

Ebach, Jürgen, 2007, Genesis 37-50 (HthKAT), Freiburg/Basel/Wien

Ernst, Michael, 2008, Art. Träume, in: Herders Neues Bibellexikon, Freiburg/Basel/Wien, 756

Ruppert, Lothar, 1984, Das Buch Genesis (GSL.AT 6), Düsseldorf

Ruppert, Lothar, 1995, Art. Genesis, in: LThK 4, Freiburg/Basel/Wien, 453f

Seebass, Horst, 2000, Genesis 3. Josephsgeschichte (37,1-50,26), Neukirchen-Vluyn

Steckel, Karl, 61989, Art. Traum, in: Calwer Bibellexikon, Stuttgart, 1357f

von Rad, Gerhard, 1987, Das erste Buch Mose. Genesis (ATD 2/4) Göttingen/Zürich

Westermann, Claus, 1992, Genesis 3. Genesis 37-50 (BKAT I), Neukirchen-Vluyn

Zenger, Erich u.a., 72008, Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart

 

Worterklärungen

Die Quellenschriften J, E, D (Deuteronomium), P, sowie verschiedene Redaktionen z.B. Je:

Diese Quellenschriften und verschiedenen Redaktionen sind eng mit dem Vier-Quellen-Modell zur Entstehung des Pentateuch verbunden. Für den Pentateuch werden dabei vier selbstständige, unterschiedlich alte Schriftquellen angenommen, die hier mit der ältesten beginnend angeordnet sind: I) Jahwist – J; II) Elohist – E; III) Deuteronomium – D; IV) Priesterschrift – P. Diese vier Überlieferungen wurden im Laufe der Zeit durch verschiedene Redaktoren bis zur heutigen Gestalt des Pentateuch zusammengearbeitet. Demnach soll der jehowistische Redaktor Je oder auch RJE die beiden Quellen J und E verbunden haben. Dieses redaktionell entstandene Werk wird JE genannt und wurde durch die beiden weiteren Quellen D und P ergänzt sowie weiter bis zur heutigen Fassung des Pentateuch redaktionell überarbeitet (Fertigstellung wohl um 400 v.Chr.). Das Vier-Quellen-Modell wird heute sehr in Frage gestellt. So gelten die beiden ältesten Quellen J und E als äußerst fragwürdig.

Zenger, Erich u.a., 72008, Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart, 90-95

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