Von den Arbeitern im Weinberg

Michael Heitmann

Kurzbeschreibung:
Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg verwendet ein Bild aus der palästinischen Arbeitswelt des ersten Jahrhunderts und veranschaulicht auf provokante Weise die Güte und Gerechtigkeit Gottes. Die unklare Identifizierung der verschiedenen Gruppen der Arbeiter führt zu divergierenden Deutungen: die Jünger Jesu werden ermahnt, sich nicht gegenüber später berufenen Jüngern bevorzugt zu wähnen; die Gegner Jesu (Pharisäer) werden zurechtgewiesen, ihre Kritik am Umgang Jesu mit den Sündern und Armen in die Schranken gewiesen.
Zusätzliche Autoreninformation: Michael Heitmann
Student, Universität Dresden
Kategorie:
Bibeltheologische Komm.
Schulform:
Hauptschule Realschule Gymnasium
Bibelstellenbezug:
Mt 20,1-16
Zusätzliche Skripturen:
Gen 15,1 Ex 34,6 Lev 19,13 Dtn 24,14f Spr 28,22 Sir 14,8ff Ps 80,15 Ps 86,15 Ps 103,8 Ps 127,3 Jer 31,16 Jes 5,1-7 Jes 49,4 Mk 6,21 Mt 10,31 Mt 19,23-30 Lk 13,30 Lk 19,47 Apg 28,17
Weitere Schlagworte:
Arbeit (AT); Armut / Arme (AT); Basileia; Bild, Bildworte / Bildreden; Evangelium; Gleichnis; Kritik; Sozialkritik (AT); Metapher; Recht; Wein

1. Erster Leseindruck

Beim ersten Lesen stellt sich das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg als herausfordernd dar. Zwar verweist die Einleitung des Gleichnisses auf das Reich Gottes, die Entlohnung der Arbeiter provoziert den Leser dennoch, da sie menschlichem Gerechtigkeitsempfinden zunächst einmal zuwider läuft. Doch gerade diese Provokation scheint gewollt, indem durch sie die Güte Gottes charakterisiert wird.

2. Synchrone Zugangsweise: Gottes Gerechtigkeit ist Güte

2.1. Gliederung des Textes

Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg gliedert sich im Wesentlichen in zwei Szenen. Die erste Szene besteht aus der Anwerbung und Einstellung der Arbeiter (v1-7), die zweite Szene aus der Bezahlung der Arbeiter und der Begründung ihrer Entlohnung (v8-15). Anzeichen für diese Zweiteilung sind zum einen die unterschiedlichen Zeitangaben – früh am Morgen (v1) und Abend (v8) – die erzähltechnisch auch für die Pointe des Gleichnisses von Bedeutung sind, und zum anderen die Verschiebung des Handlungsortes vom Markt auf den Gutshof. Letzterer wird zwar nicht erwähnt, ist jedoch anzunehmen, da der Hausherr die Arbeiter aus dem Weinberg zu sich rufen lässt. Gerahmt ist die Erzählung durch einen einleitenden Satz (v1) und ein Schlussplädoyer (v16).

2.2. Kontextanalyse und sprachlich-narrative Analyse

Das Gleichnis beginnt mit einer basileia-Einführungsformel (v1), die es inhaltlich an die vorangehende Belehrung Jesu über das Himmelreich anzuschließen sucht (Mt 19,23-30). Durch die Variation des Logion aus Mt 19,30 wird mit dem Abschluss des Gleichnisses (v16) der Bezug zum Vorhergehenden wieder hergestellt (vgl. Avemarie, 2007, 468) und auch das einleitende gar (v1) legt nahe, dass Mt 20,1-16 im Kontext des vorher gesagten, gelesen werden soll. Mt stellt das Gleichnis also deutlich in den Kontext der Jüngerbelehrung über das Himmelreich. So ist – zumindest in der matthäischen Rezeption – also nicht die damalige Arbeitswelt Gegenstand des Gleichnisses, sondern eben das Himmelreich (v1).

Als Akteur wird zum einen der Hausherr vorgestellt (v1), der Hauptakteur der Geschichte ist. Mit ihm beginnt das Gleichnis, er setzt die entscheidenden Impulse in der Entwicklung der Geschichte und ihm obliegt abgesehen vom Schlussplädoyer (v16) auch das Schlusswort. In v8 tritt außerdem ein Verwalter auf, der jedoch keine wesentliche Funktion in der Geschichte übernimmt. Wichtig sind hingegen die Arbeiter im Weinberg, die in fünf Gruppen in die Geschichte eingeführt werden (v1-7). Unterschieden werden diese Gruppen durch den unterschiedlichen Zeitpunkt ihrer Anwerbung durch den Hausherrn, angefangen bei den Ersten zu Sonnenaufgang bis zu den Letzten zur elften Stunde kurz vor Arbeitsschluss. Von Bedeutung für die Geschichte werden vor allem die erste und die letzte Gruppe. Die anderen drei Gruppen dienen hauptsächlich der Erzählspannung, indem sie einen Kontrast zwischen der ersten und der letzten Gruppe schaffen.

Das Gleichnis greift eine Situation aus der damaligen Arbeitswelt in Palästina auf. Ein Hausherr braucht Arbeiter für seinen Weinberg und heuert auf dem Marktplatz Tagelöhner an. Dies war den Zuhörern Jesu ein vertrautes Szenario, denn zu seinen Lebzeiten gab es in Palästina viele Weinberge (vgl. Gnilka, 1992, 177). Auch das Anwerben von Tagelöhnern entspricht den damaligen Verhältnissen (vgl. Schottroff, 1979, 74f). Dies trifft insbesondere auf den arbeitsintensiven Rebschnitt im Winter und die Weinlese im Spätsommer zu. Letztere scheint durch ton kaysona (v12) für die vorliegenden Situation jedoch am wahrscheinlichsten (vgl. Avemarie, 2007, 464f). Mit der ersten Gruppe von Arbeitern kommt der Hausherr über eine Vergütung von einem Denar überein, was wohl in etwa dem üblichen Durchschnittslohn eines Tagelöhners entsprach (vgl. Schweizer, 1986, 256). Der zweiten Gruppe wird lediglich ein gerechter Lohn versprochen, ohne diesen weiter zu präzisieren und beim Anwerben der letzten Gruppe bleibt die Lohnfrage gänzlich unerwähnt. Im ersten Abschnitt des Gleichnisses ist somit eine Alltagssituation beschrieben, die dem Zuhörer vertraut gewesen ist und wenig Verwunderung hervorgerufen haben wird. Ungewöhnlich mag vielleicht die Tatsache gewesen sein, dass der Hausherr selber auf den Markt geht, um Arbeiter anzustellen (vgl. Avemarie, 2007, 462). Diese Hervorhebung des Hausherrn wird jedoch erst deutlich, als der Verwalter auftritt (v8), der diese Aufgabe vermutlich übernommen hätte. Selbst die sehr späte Anstellung von Arbeitern kann vor dem Hintergrund dringender Ernte und einer damit verbundenen mehrfachen Anwerbung von Arbeitskräften an einem Tag nachvollziehbar gewesen sein (vgl. Hezser, 1990, 58).

Die eigentliche Spannung baut sich erst in der zweiten Szene auf (v8-15). Der Hausherr lässt am Abend die Arbeiter rufen, um ihnen ihren Lohn zu zahlen. Damit bewegt sich das Gleichnis zunächst weiter in palästinischem Brauch, denn es war üblich – den Juden sogar Gesetz (vgl. Lev 19,13; Dtn 24,14f) – die Lohnauszahlung noch vor Sonnenuntergang vorzunehmen (vgl. Hezser, 1990, 76). Ungewöhnlich ist jedoch die folgende Auszahlung von einem Denar an die Arbeiter der letzten Gruppe, die lediglich eine Stunde im Weinberg gearbeitet haben, denn dieser Lohn war ausschließlich den Ersten zugesagt. So erweckt das Gleichnis an dieser Stelle die Aufmerksamkeit des Zuhörers bzw. Lesers. Die Erzählung baut mit dieser großzügigen Auszahlung eine Erwartungshaltung für die Entlohnung der Arbeiter der ersten Stunde auf. Erwähnt werden lediglich noch die Ersten und auch sie erhalten, wie vereinbart, einen Denar. Als sich diese nun wegen der Gleichbehandlung beschweren, verweist der Hausherr darauf, niemandem Unrecht zu tun, sondern nur gütig mit den Anderen zu sein. Durch die Rückfragen des Hausherrn werden hier nun die Rollen von „Ankläger“ und „Angeklagtem“ vertauscht. Ho ophthalmos poneros (v15), nach dem das Gleichnis fragt, galt in der jüdischen Tradition als Sinnbild für Neid und Habgier (vgl. Spr 28,22; Sir 14,8ff) (vgl. Jülicher II, 1963, 100f) und hinterfragt an dieser Stelle die Motivation des anklagenden Arbeiters, der durch seine Worte selbst angeklagt wird.

Auffällig ist an dieser Stelle auch, dass die Erzählung in einen Monolog mündet, in dem der Hausherr in der zweiten Person Singular redet. Dieser Monolog lässt sich in zwei Teile gliedern, deren Struktur sich lediglich im letzten Satz unterscheidet. Der ersten Aussage (v13a) folgt eine rhetorische Frage (v13b) und ein Imperativ (v14a). Der zweiten Aussage (v14b) folgt wieder eine rhetorische Frage (v15a). Anstatt eines Imperativs schließt sich nun jedoch eine weitere rhetorische Frage an (v15b). So muss diese letzte Frage nicht nur an die Arbeiter gerichtet gelesen werden, sondern greift als Herausforderung für den Zuhörer bzw. Leser über die Geschichte hinaus (vgl. Gnilka, 1992, 176). Zum Schluss wird nochmals die Umkehrung der Reihenfolge von Ersten und Letzten betont (v16), was jedoch eher eine Nebensächlichkeit des Gleichnisses aufgreift. Die Kernaussage liegt vielmehr in der Darstellung der Güte und Gerechtigkeit des Hausherrn (vgl. Avemarie, 2007, 463).

2.3. Deutungshorizonte

Durch die einleitende Einordnung des Gleichnisses in die Belehrung über das Himmelreich (v1) ist dem Text ein gewisser Deutungshorizont inhärent vorgegeben. Das Erzählte soll die Eigenart des Himmelreichs vermitteln. Die verwandten Metaphern waren dem damaligen Zuhörer wohlbekannt, denn in der biblischen Tradition steht der Weinberg sinnbildlich meist für Israel, der Hausherr bzw. Weinbauer für Gott (vgl. Jes 5,1-7; Ps 80,15) (vgl. Gnilka, 1992, 181). Einen Hinweis, dass diese Übertragung auch hier naheliegend ist, findet sich im Übergang von der ersten zur zweiten Szene, als aus dem oikodespotes (v1) plötzlich ho kyrios tou ampelonos (v8) wird und dem Zuhörer dadurch die Übertragung des Hausherrn auf Gott erleichtert wird (vgl. Luz, 1997, 148).

Die Breite der Auslegungsmöglichkeiten gründet in der Frage, wer die ersten und die letzten Weinbergarbeiter sind. Unter Rückbezug auf Mt 19,27-30 liegt es nahe, die Jünger mit den zurechtgewiesenen Arbeitern zu identifizieren. Zu ihnen ist das Gleichnis gesprochen, das mit einer offenen Frage eben an jene erste Gruppe Arbeiter endet. Der Sitz im Leben des Gleichnisses könnte eine Warnung Jesu an seine Jünger sein, sich nicht über später berufene Jünger in der Nachfolge zu erheben, sondern diese als gleichgestellt anzuerkennen (vgl. Avemarie, 2007, 468, der hier sogar von späteren Generationen von Jüngern spricht, die Jesus vermutlich aber nicht im Blick hatte).

Ein anderer, sehr verbreiteter Deutungsansatz sieht in dem Gleichnis wiederum eine Anspielung auf Jesu Auseinandersetzungen mit den Pharisäern. Dieser Ansatz sieht in den ersten Arbeitern eine Anspielung auf die Pharisäer, die an Jesu Zuwendung zu den Zöllnern und Sündern, im Gleichnis vertreten durch die letzten Arbeiter, Anstoß nehmen (vgl. Jülicher II, 1963, 466f; vgl. Gnilka, 1992, 179). Für eine solche Auslegung spricht, dass im Neuen Testament die Führer des Volkes bzw. die Oberschicht mehrfach als protoi betitelt werden (vgl. Mk 6,21; Lk 19,47; Apg 28,17). Zudem findet sich im rabbinischen Judentum die metaphorische Übertragung von Arbeit auf die Beschäftigung mit der Thora, sodass dieses Bild auch im hellenistischen Judentum eventuell schon diesen Bezug haben könnte. So gelesen könnte das Gleichnis als Ermahnung und Erinnerung an die Güte Gottes für die Pharisäer verstanden werden. Gemeinsam ist diesen Ansätzen der intendierte Solidaritätsgedanke, die Vermittlung zwischen verschiedenen Gruppen (vgl. Hezser, 1990, 240f).

3. Diachrone Beobachtungen: Ein echtes Jesusgleichnis?

3.1. Literar- und redaktionskritische Beobachtungen

Der synoptische Vergleich zeigt, dass Mt im Kontext des Gleichnisses (Mt 19-20) im Wesentlichen Mk 10 folgt, jedoch das Gleichnis Mt 20,1-16 hinzufügt. Da das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg auch bei Lk nicht zu finden ist, ist auch ein Rückschluss auf die Spruchquelle Q auszuschließen, sodass der Einschub Mt 20,1-16 als matthäisches Sondergut zu bezeichnen ist (vgl. Schnelle, 2007, 195). Die meisten Exegeten gehen davon aus, dass es sich bei Mt 20,1-16 um ein echtes Jesusgleichnis handelt, da es gut in die Lehre Jesu passt und in seiner einfachen Bildsprache für den Kontext Jesu denkbar ist (vgl. Jülicher II, 1963, 467; vgl. Hezser, 1990, 246). Dennoch wird Mt einen wichtigen Anteil an der Verschriftlichung des Gleichnisses gehabt haben, wie die matthäischen Eigentümlichkeiten des Textes anzeigen (vgl. Luz, 1997, 140f). So kommt beispielsweise die Anrede hetaire (v13) im Neuen Testament ausschließlich bei Mt vor (vgl. Gnilka, 1992, 177). Auch die basileia-Einführungsformel (v1), die mit Mt 13,31; Mt 13,33; Mt 13,44, Mt 13,45 und Mt 13,47 übereinstimmt, wird von einigen Exegeten als matthäisch eingestuft. Am deutlichsten lässt sich wohl v16 vom eigentlichen Gleichnis ablösen. Hier variiert Matthäus das auch in Mk 10,31 überlieferte Logion von den Ersten und Letzten und stellt so die Verknüpfung zu Mt 19,30 her. Da dieser Schlussvers jedoch nur einen Nebenaspekt aufgreift und das Gleichnis eigentlich unzulänglich wiedergibt, darf angenommen werden, dass dieser Vers matthäischer Redaktion entspringt. Dies verdeutlicht außerdem, dass Mt wohl nicht als Autor für Mt 20,1-16 in Frage kommt (vgl. Luz, 1997, 141).

In v16 weist der Text eine weitere Besonderheit auf. Im textus receptus findet sich folgender Zusatz zu v16: „Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt“ (Mt 20,16b). Dieser Zusatz fehlt in den alten Handschriften gänzlich und ist somit auch als ein Stück Wirkungsgeschichte des Textes zu betrachten (vgl. Avemarie, 2007, 470). Darüber hinaus ist der Text aber kohärent und es sind keine weiteren Spannungen zu erkennen.

3.2. Traditionskritische Beobachtungen

Wie in den Deutungshorizonten schon erwähnt, bedient sich das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg einiger Bilder, für die in der jüdischen Tradition schon eine Vorprägung zu konstatieren ist. So greift es das Bild des Weinbergs auf, das zum einen durch seine Präsenz in der Erfahrungswelt der damaligen Gesellschaft klar verständlich war. Zum anderen war es durch seine alttestamentliche Rezeption theologisch vorgeprägt. Hier taucht der Weinberg mehrfach als Metapher für das Volk Israel und der Weinbauer als Metapher für Gott auf (vgl. Jes 5,1-7; Ps 80,15).

Auch für den Lohngedanken, der sich zentral durch das Gleichnis zieht, finden sich im Alten Testament theologische Bezüge. Meist wird Lohn hier von Gott erteilt oder versprochen (vgl. Gen 15,1; Ps 127,3; Jer 31,16; Jes 49,4) und nimmt somit eher einen Heils- als einen Arbeitsaspekt auf (vgl. Hezser, 1990, 108f). Auch der Gedanke der Güte Gottes bzw. des Hausherrn, der im Gleichnis provokant zugespitzt wird, ist alttestamentliches Gedankengut (vgl. Ex 34,6; Ps 86,15; Ps 103,8). Es darf angenommen werden, dass Jesus und seinen Zuhörern die Tragweite dieser Bilder durch ihre Vorprägungen bekannt war und somit daraus Rückschlüsse für die Aussageintention gezogen werden können.

 

4. Stimmen aus der Forschung

4.1. Der Forschungskontext – Eine prominente klassische These: Evangelium in nuce

Adolf Jülicher fasst das Gleichnis in Mt 20,1-16 als „evangelium in nuce, das blos [sic!] von der Geberfreundlichkeit Gottes handelt“, auf (Jülicher II, 1963, 471). Dieser theologischen Wertschätzung schließt sich Joachim Jeremias an, wenn er konstatiert: „Das ist die Rechtfertigung des Evangeliums schlechthin: So ist Gott, so gütig.“ (Jeremias, 1962, 139).

 

4.2. Die gegenwärtig dominierende Auffassung – Ein sozialgeschichtlicher Ansatz: Verdienst vs. Gnade

Joachim Jeremias versteht die Aussage von Mt 20,1-16 außerdem als Antithese zur damaligen jüdischen Lohnauffassung, die er in den ersten Arbeitern erkennt. Er schreibt: „So scheiden sich an diesem scheinbar geringfügigen Unterschied zwei Welten: dort Verdienst, hier Gnade; dort Gesetz, hier Evangelium.“ (Jeremias, 1962, 138).

 

4.3. Neue Entwicklungen – eine sich abzeichnende Tendenz: Gott ist gütig und gerecht

Diesem harten Gegensatz stellt Catherine Hezser jedoch gegenüber, dass nicht nur die letzten, sondern auch die ersten Arbeiter belohnt werden, denn „für Jesus ist Gott sowohl gütig, als auch gerecht“ (Hezser, 1990, 241). Diesen Ausgleich liest auch Ulrich Luz aus dem Gleichnis, denn es erzähle von „Gottes Gnade, ohne das Axiom von Gottes Gerechtigkeit zu verändern“ (Luz, 1997, 153).

 

Literaturverzeichnis

Avemarie, Friedrich, 2007, Jedem das Seine? Allen das Volle! (Von den Arbeitern im Weinberg), in: Zimmermann, Ruben (Hg.), Kompendium der Gleichnisse Jesu, Gütersloh, 461-472

Gnilka, Jochen, 1992, Das Matthäusevangelium. Bd. 2 (HThK 1/2), Freiburg/ Basel/ Wien

Hezser, Catherine, 1990, Lohnmetaphorik und Arbeitswelt in Mt 20,1-16. Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg im Rahmen rabbinischer Lohngleichnisse (NTOA 15), Göttingen

Jeremias, Joachim, 61962, Die Gleichnisse Jesu, Göttingen

Jülicher, Adolf, 1963, Die Gleichnisreden Jesu, zwei Teile in einem Band, Darmstadt

Luz, Ulrich, 1997, Das Evangelium nach Matthäus, Bd. 3 (EKK), Zürich/ Düsseldorf/ Neukirchen-Vluyn

Schnelle, Udo, 62007, Einleitung in das Neue Testament, Göttingen

Schottroff, Luise, 1979, Die Güte Gottes und die Solidarität von Menschen. Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, in: Schottroff, Willy/ Stegemann, Wolfgang (Hgg.), Der Gott der kleinen Leute. Sozialgeschichtliche Auslegung, Neues Testament 2, Gelnhausen, 71-93

Schweizer, Eduard, 161986, Das Evangelium nach Matthäus, Göttingen/ Zürich

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