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Ruts und Noomis Freundschaft

Yvonne Thöne

Kurzbeschreibung:
Ein Unterrichtsentwurf für die 3./4. Klasse Grundschule. Die Freundschaft zwischen Rut und Noomi ist das zentrale Thema dieser Unterrichtsstunde.
Zusätzliche Autoreninformation: Yvonne Thöne
Mitarbeiterin, Universität Kassel
Kategorie:
Unterrichtsentwurf
Schulform:
Grundschule
Bibelstellenbezug:
Rut 1,14-19
Weitere Schlagworte:
Altes Testament; Beziehungen; Freundschft; Frau; Frauen; Levirat; Liebe; Noomi; Rut; Moab; Schwagerehe; Löser; Richter; Richterzeit

1. Einbettung in die Unterrichtseinheit

1. Stunde – Noomis neue Heimat:

Die erste Stunde dient als Einführung in das Thema. Noomis Familie und die Situation im Land Israel (Richterzeit, Hungersnot) werden vorgestellt (Rut 1,1-5). Mit den Kindern wird das Thema Flucht diskutiert, ein aktueller Bezug zur Gegenwart hergestellt. Anschließend stellen die SchülerInnen das Gehörte im szenischen Spiel mittels der „Double Speech“-Methode dar.

2. Stunde – Zurück nach Israel, Ruts Entscheidung:

Die zweite Stunde behandelt den Aufbruch der drei Frauen Noomi, Rut und Orpa nach Israel (Rut 1,6-14a). Im Mittelpunkt steht der Konflikt Ruths, sich zwischen dem Verbleiben in der bekannten Heimat Moab und dem Begleiten der liebgewonnenen Schwiegermutter und Freundin Noomi nach Israel entscheiden zu müssen. Die SchülerInnen sollen Überlegungen anstellen, wie sich die junge Frau entscheiden könnte und entwickeln dazu in Kleingruppen ein Rollenspiel.

3. Stunde – Ruts und Noomis Freundschaft I:

Die Freundschaft zwischen Rut und Noomi ist das zentrale Thema in der dritten Unterrichtsstunde. Die Lehrkraft erzählt von Ruts Entscheidung, bei Noomi zu bleiben (Rut 1,14b-19a). Schilder mit verschiedenen Statements zum Thema „Freundschaft“ dienen den SchülerInnen als Impuls, im Unterrichtsgespräch ihre eigenen Freundschaften zu reflektieren und von ihren zu erzählen. In Kleingruppenarbeit verarbeiten die Kinder gemeinsam ihre Erfahrungen und erstellen Freundschafts-Plakate, welche anschließend vor der Klasse präsentiert werden.

4. Stunde – Ruts und Noomis Freundschaft II:

Ausgangspunkt der vierten Stunde ist „Die Geschichte vom grünen Fahrrad“. Nach der Diskussion der kurzen Erzählung (Solidarität vs. blinde Gefolgschaft) gestalten die Kinder ein Bild für ihre beste Freundin bzw. für ihren besten Freund. Nach der Präsentation der Kunstwerke können die SchülerInnen sie verschenken.

5. Stunde – Happy End mit Rut und Boas:

Die abschließende fünfte Stunde behandelt das glückliche Ende durch die Hochzeit Ruts mit dem Löser Boas (Rut 1,22-4,22). Das Unterrichtsgespräch wird auf die Frage zugespitzt, welche Rolle Gott in der Geschichte gespielt hat. Die SchülerInnen berichten von ihren eigenen Erfahrungen zu Gottes (verborgener) Führung und gestalten ein Dankgebet.


2. Zentrale Aspekte des Themas

Das Buch Rut bildet im Alten Testament den Übergang von der anarchischen Epoche der Richterzeit zu der neuen eigenstaatlichen Epoche des beginnenden Königtums und steht daher im christlichen Kanon programmatisch zwischen dem Richterbuch und den Samuelbüchern. Im Kanon der Hebräischen Bibel hingegen befindet sich das Buch Rut bei den ketuvim/Schriften und ist eine der fünf Festrollen.

Das Buch wurde nach einer der Hauptfiguren benannt und ist eine kunstvoll aufgebaute, novellenartige, weisheitliche Lehrerzählung. Es besteht aus vier Akten (vgl. Zenger, 2004, 253), korrespondierend mit der traditionellen Kapiteleinteilung. 1,1-5 dient dabei als Erzähleröffnung, welche die Not der drei Frauen schildert (Hungersnot, Tod der Männer, Kinderlosigkeit). 1,6-22 behandelt die Rückkehr Noomis und Ruts nach Bethlehem. Kapitel 2 schildert die Szenen, in denen Ruth auf dem Feld des Boas Ähren sammelt. Mit Kapitel 3 tritt ein erneuter Ortswechsel ein; in der Tenne besucht Rut nachts den angetrunkenen Boas. Im abschließenden Kapitel 4 schließlich kommt es, nach der offiziellen Rechtssprechung am Stadttor, zur Leviratsehe zwischen Rut und Boas. Der Schluss 4,13-22 erzählt dabei die Aufhebung der in 1,1-5 geschilderten Not durch die Geburt des Sohnes.

Ausgangspunkt der Erzählung ist eine Hungersnot in Juda, welche auch die Familie um Noomi (Die Liebliche), Elimelech (Mein Gott ist König) und die Söhne Machlon und Kiljon (sinngemäß: Schwächlich und Gebrechlich) erfasst, was sie zur Auswanderung in das Land Moab veranlasst. Im fremden Land heiraten die Söhne die Moabiterinnen Rut und Orpa, kurz darauf sterben jedoch sowohl Elimelech als auch Machlon und Kiljon. Die nun mittellose Noomi beschließt, zurück nach Bethlehem zu gehen und drängt gleichzeitig ihre Schwiegertöchter, in ihre Elternhäuser zurückzukehren. Orpa befolgt den Rat, Rut jedoch besteht darauf, bei Noomi zu bleiben („Wo du hingehst, will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. JHWH tue mir dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden“. Rut 1,16b-17). „Die Loyalität und Unterstützung, die sie Noomi bot, sollte sich auch als Wendepunkt für ihr eigenes Leben erweisen“ (Richards, 2003, 126), nicht zuletzt wegen dem damit verbundenen Bekenntnis zum Gott Israels. Entsprechend dem geltenden Armengesetz sammelt die mittellose Rut in Bethlehem auf dem Feld des Boas liegengebliebene Ähren ein. Von ihrer Schwiegermutter erfährt sie, dass es sich dabei um einen entfernten Verwandten handelt, der die Leviratsehe mit ihr eingehen kann (vgl. Dtn 25,5-10), so dass das erste daraus hervorgehende Kind den Namen ihres verstorbenen Mannes erhalten wird. Auf Noomis Ratschlag hin legt sich Rut in ihren schönsten Kleidern nachts zu dem angetrunkenen Boas „und sie schlief bis zum Morgen zu seinen Füßen“ (Rut 3,14). Nachdem ein weiterer, in Frage kommender Verwandter verzichtet hat, heiratet Boas Rut. Gemeinsam (mit JHWH; 4,13) zeugen sie einen Sohn, Obed (Diener, Knecht), den Großvater des späteren Königs David. Der (sekundäre) Stammbaum eröffnet hierbei eine messianische Perspektive, welche im Stammbaum Jesu (Mt 1,1-17) aufgenommen wird.

Das nachexilische Buch hat die „Erlösung von Menschen aus der Not durch gegenseitige Solidarität, die in der Gottesfurcht gründet“ (Staubli, 1999, 326) zum Thema. Es zeigt exemplarisch an Rut und Noomi wie Freundschaft, Liebe und Loyalität aus der Not in die Lebensfülle und das Glück hineinführen und ist somit das „Frauenbuch des Alten Testaments schlechthin“ (Zenger, 2004, 452).

Neben etwa der Mischehenproblematik (Rut ist eine Reaktion auf das Mischehenverbot von Esra 9-10; Neh 13,23ff.) und der Aufforderung zur Fremdenfreundlichkeit ist Freundschaft eines der zentralen Themen des Buches, welches im Rahmen dieser Unterrichtseinheit besonders hervorgehoben werden soll. Aus diesem Grund kommt es zu einer Konzentration auf das erste Kapitel der Erzählung und die Liebesgeschichte zwischen Ruth und Boas kann stärker in den Hintergrund treten.

 

3. Zentrale Aspekte in der persönlichen Begegnung der/des Lehrenden mit dem Thema

Frauen als aktive Handlungsträgerinnen sind am Alten Testament nicht sehr breit gestreut. Für gewöhnlich werden sie als „Frau von…“ oder „Tochter des…“ vorgestellt und sind eher passive Nebenfiguren. Das Buch Rut hingegen präsentiert mit Rut und Noomi zwei starke, handlungsmächtige Frauenfiguren, die durch ihre Intelligenz, Freundschaft und Loyalität als Vorbild dienen können. Zwei Frauen, die mich faszinieren.

Im Gegensatz zu vielen anderen Figuren des Alten Testaments erfahren Rut und Noomi keine direkte Gottesoffenbarung, sondern werden von Gott im Verborgenen geführt. JHWH tritt an keiner Stelle direkt in Erscheinung, ist jedoch implizit durch Führungen und Fügungen präsent. Dies entspricht auch eher meiner Erfahrung, sowie auch der Erfahrung der SchülerInnen.

Freundschaft ist als ein zentrales Thema im Text auszumachen. Derartige positive zwischenmenschliche Beziehungen wirken sich auf das Leben eines jeden aus. Der Text berührt somit Lehrkraft als auch SchülerInnen. Bedingt durch den intensiven Kontakt in einer Freundschaft, entstehen jedoch auch Reibungspunkte und es kommt zu Streitigkeiten. Es ist wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass trotz aller Zuneigung gesundes Streiten zu einer Freundschaft dazugehört. Darüber hinaus ist Freundschaft von Werten wie Solidarität, Treue, Loyalität, Vertrauen und Zuneigung bestimmt. Werte, die – für mich sowie auch für die SchülerInnen – von Dauer sind.

 

4. Zur Begegnung zwischen SchülerIn und Thema

Indem im Religionsunterricht - exemplarisch an biblischen Geschichten - die Erfahrungen der SchülerInnen zur Sprache kommen (Not, Verzweiflung, Freundschaft, Streit, Zusammenhalten usw.), kommen auch Grundsituationen oder Grundfragen menschlicher Existenz zur Sprache. Gerade in der Grundschule „stellt sich bei der Bearbeitung biblischer Texte im Unterricht weniger die Frage nach historischer Faktizität. Vielmehr geht es um ihre Authentizität und die Relevanz für das eigene Leben. Dabei erschließen sich Lebenssituationen der Kinder und biblische Texte gegenseitig in einem dialogischen Prozeß“ (Rahmenplan Grundschule, 1995, 37).

Daher wird bei der Behandlung der Geschichte um Rut besonders Wert darauf gelegt, auf die o.g. Aspekte einzugehen und diese auf die heutige Lebenswelt der SchülerInnen zu übertragen, um einen Gegenwartsbezug, sowie einen Zukunftsbezug für die Kinder zu gewährleisten:

Den Kindern begegnen in der Erzählung über Rut und Noomi bekannte Situationen aus dem eigenen Leben: Freundschaft, Treue, etwas jemand anderem zuliebe tun, Zweifel und Unsicherheit. Im Rahmen des Religionsunterrichtes können sie diese Situationen neu reflektieren und verarbeiten (Gegenwartsbezug). Die daraus gewonnenen Einsichten, Erkenntnisse und Werte sind in zahlreichen, aktuellen und zukünftigen Lebenszusammenhängen von bleibender Bedeutung für die Kinder (Zukunftsbezug).

Der Schwerpunkt der beschriebenen Unterrichtsstunde „Ruts und Noomis Freundschaft – Unsere Freundschaften“ spricht die SchülerInnen direkt in ihrer Lebenswirklichkeit an und hat zum Ziel, ihnen bleibende Werte und Normen, insbesondere im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen, zu vermitteln.

Das Thema „Rut“ ist vom Rahmenplan im evangelischen Religionsunterricht nicht vorgesehen, doch erscheint sein Einsatz in der Grundschule aus vielen Gründen gerechtfertigt. Zum einen sprechen der unmittelbare Bezug zum Kind und seiner Lebenswelt für die Erzählung (insbesondere der Schwerpunkt-Aspekt „Freundschaft“). Zum anderen ist es notwendig, den SchülerInnen im Religionsunterricht, neben Helden wie Abraham, Mose und Jesus, auch weibliche Identifikationsfiguren anzubieten. Die Erzählung um die mutigen Frauen Rut und Noomi, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, kann ihnen wertvolle Vorbilder liefern.
Die Unterrichtseinheit ist dem Erfahrungsbereichbereich „Gemeinschaft mit anderen“ zuzuordnen und behandelt auch vorgeschlagene Subthemen wie z.B. „Allein kann keiner leben“, „Streiten – sich vertragen“ usw. (vgl. Rahmenplan Grundschule, 1995, 42) Zudem integriert sie wichtige Aspekte der fächerübergreifenden Aufgabengebiete, etwa aus den Bereichen der Gesundheitserziehung (Mit anderen leben und spielen), der Sexualerziehung (Freundschaften und liebevolle Beziehungen) oder der Friedens- und Rechtserziehung (Streit und Versöhnung) (vgl. Rahmenplan Grundschule, 1995, 267ff.).

In der beschriebenen Unterrichtsstunde soll Werteerziehung anhand einer biblischen Geschichte stattfinden. Ausgehend von der innigen Freundschaft zwischen Rut und Noomi reflektieren die Kinder ihre eigenen Erfahrungen in Freundschaften und überlegen sich gemeinsam Wertmaßstäbe für zwischenmenschliche Beziehungen. Damit sollen sie dazu befähigt werden, ausgeglichene, demokratische, liebevolle und gesunde Beziehungen zu leben.

Die SchülerInnen der Klasse 3/4 befinden sich nach Jean Piaget im konkret-operationalen Stadium (vgl. Grom, 1981, 325ff.). In diesem Stadium (ca. 7 bis 11 Jahre) sind gedankliche Operationen zwar an anschaulich erfahrbare Inhalte gebunden, sie zeichnen sich jedoch durch eine größere Beweglichkeit aus (verglichen mit dem präoperationalen Stadium). Verschiedene Aspekte eines Gegenstandes oder Vorgangs können gleichzeitig erfasst werden und zueinander in Beziehung gesetzt werden. Der frühkindliche Egozentrismus nimmt ab und die Kinder sind in der Lage, andere Perspektiven einzunehmen. Die SchülerInnen können sich also in die biblischen AkteurInnen hineinversetzen und die Geschehnisse auf ihre eigene Erfahrungs- und Lebenssituation übertragen.

Nach J.W. Fowlers Stufentheorie der Glaubensentwicklung befinden sich die SchülerInnen dieser Altersgruppe in dem Stadium des mythisch-wörtlichen Glaubens (vgl. Fowler, 1991, 151ff.). Während dieser auch als „Buchstabenglaube“ bezeichneten Phase nimmt der Realitätssinn der Kinder zu und sie beginnen, Glaubensvorstellungen in Frage zu stellen. In dieser Phase werden Erzählungen zu einem wichtigen Medium, um eigene Erfahrungen wiederzuentdecken; sie verleihen dem Kind Sinn. Glaubensinhalte und Symbole werden jedoch meist noch eindimensional und wörtlich verstanden. Erst mit dem Übergang zur nächsten Stufe (synthetisch-konventioneller Glaube), der sich schon in der Grundschule anbahnt, werden diese in einer tieferen Dimension aufgeschlossen.

 

5. Bausteine zur Stundenplanung

Mögliche Hinführung

Die Lehrkraft erzählt von Ruts Entscheidung, mit Noomi nach Bethlehem mitzugehen und gibt somit die ‚Auflösung’ zu der vorigen Unterrichtsstunde. Diese Entscheidung ist Ausgangspunkt für das folgende geleitete Unterrichtsgespräch. Zunächst bleibt die Diskussion nah am biblischen Text („Wie findet ihr, dass Rut mitgegangen ist?“), löst sich dann jedoch davon ab, mehr auf die Lebenswirklichkeit der Kinder hin. Impulssätze auf bunten Schildern (Du gehörst nicht zu uns! Wenn du das nicht tust, bist du nicht mehr meine Freundin! Wo du hingehst, will ich auch hingehen! Das tue ich nur dir zuliebe! Ich lass dich nie im Stich! usw. Die verschiedenen Aussagen heben sowohl positive als auch negative Aspekte hervor.) dienen den SchülerInnen als Denkanstoss und Gesprächsanlass, um der Gruppe von ihren eigenen Erlebnissen und Erfahrungen zu erzählen. Der verbale Austausch in der Gruppe ist sehr wichtig und zudem notwendiger Ausgangspunkt für die folgende Arbeitphase.

Mögliche Erarbeitung

Die SchülerInnen gestalten in selbstgewählten Kleingruppen Plakate zum Thema „Was uns in einer Freundschaft wichtig ist“. Sie dürfen schreiben, malen, kleben usw.. Es sollte darauf verzichtet werden, ein Modell zu zeigen, um zu verhindern, dass sich die Kinder möglicherweise zu stark daran als Vorgabe orientieren könnten.

Während dieser Arbeit müssen die SchülerInnen einen Transfer leisten, ausgehend von dem Unterrichtsgespräch über ihre eigenen – positiven wie negativen – Erfahrungen in Freundschaften hin zur Formulierung von allgemeineren Werten und Normen. Zu erwarten sind Aussagen wie z.B. „Man muss sich gut verstehen“, „Freunde halten immer zusammen“, „Man darf einander nicht auslachen“, „Freunde haben die gleichen Hobbies“, „Wenn man sich mal streitet, soll man sich entschuldigen und wieder vertragen“, „Man muss nicht alles gut finden und mitmachen, was der andere sagt“ usw. Durch diese Methode sind die SchülerInnen aktiv auf vielen Ebenen gefordert; sie müssen ihre Gedanken und Eindrücke verbalisieren, mit den anderen Gruppenmitgliedern diskutieren und konsensfähig machen und die Ergebnisse schließlich schriftlich formulieren und/oder künstlerisch gestalten.

Möglicher Abschluss

Nach Beendigung sollte es den SchülerInnen ermöglicht werden, ihre Plakate vor der Klasse zu präsentieren. Zum einen erfährt ihre Arbeit dadurch Wertschätzung, zum anderen findet ein Austausch im Klassenverband statt und die Kinder erhalten von den anderen Gruppen neue Denkimpulse. Darüber hinaus sollen die SchülerInnen lernen, ein Produkt, in diesem Fall das Freundschaftsplakat, vor einer Gruppe zu präsentieren.

 

6. Unterrichtsziele

Die SchülerInnen sollen, ausgehend von der Geschichte um Rut und Noomi, ihre eigenen Freundschaften reflektieren und anschießend in einer Kleingruppenarbeit Wertmaßstäbe für freundschaftliche Beziehungen entwickeln.

Die SchülerInnen sollen lernen, ihre Gedanken und Erlebnisse in Bezug auf Freundschaften  zu verbalisieren und zu formulieren. Sie sollen lernen, einander zuzuhören (Gesprächskreis) und miteinander zu diskutieren (Kleingruppenarbeit).

Die SchülerInnen sollen üben, ein Plakat sinnvoll und verständlich zu gestalten, einander zu helfen und aufeinander einzugehen (Kleingruppenarbeit).

Die SchülerInnen sollen lernen, ein Produkt (Freundschaftsplakat) vor einem Publikum (Klasse) zu präsentieren.

 

Literaturverzeichnis

Berg, Horst Klaus, 1999, Altes Testament unterrichten. Neunundzwanzig Unterrichtsentwürfe, Stuttgart

Fowler, James, 1991, Stufen des Glaubens. Die Psychologie der menschlichen Entwicklung und die Suche nach Sinn, Gütersloh

Grom, Bernhard, 1981, Religionspädagogische Psychologie des Kleinkind-, Schul- und Jugendalters, Düsseldorf

Hessisches Kultusministerium, 1995, Rahmenplan Grundschule gemäß der 204. Verordnung über Rahmenpläne des hessischen Kultusministers vom 21.3.1995, Wiesbaden

Richards, Larry/Richards, Sue, 32003, Alle Frauen der Bibel. Ihre Geschichte. Ihre Fragen. Ihre Nöte. Ihre Stärke, Gießen

Staubli, Thomas, 21999, Begleiter durch das Erste Testament, Düsseldorf

Zenger, Erich, 2004, Das Buch Rut, in: Zenger, Erich (Hg.): Stuttgarter Altes Testament, Stuttgart, 452-460

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