Das Rühmen der gerechtfertigten Sünder

Lisa Faber

Kurzbeschreibung:
In dieser Bibelstelle beschreibt Paulus den Frieden und die Gewissheit des künftigen Heils. Beides erhalten die mit Gott verbundenen Gläubigen durch das Erscheinen Christi auf Erden. Gottes Liebe erweist sich darin, dass er für die Rettung der Sünder, seinen Sohn hingibt und so den gottlosen Menschen gerecht macht und ihn mit sich versöhnt. Aus dieser Versöhnung heraus können die Bedrängnisse des christlichen Lebens überwunden werden.
Zusätzliche Autoreninformation: Lisa Faber
Studentin, Universität Kassel
Kategorie:
Bibeltheologische Komm.
Bibelstellenbezug:
Röm 5,1-11
Zusätzliche Skripturen:
Röm 1,17 Röm 3,21-31 Röm 8,11-17 Röm 8,18-39

1. Erster Leseeindruck

Der Textabschnitt ist durch den Anfangsvers (v1) und den Endvers (v11) in sich geschlossen und wirkt wie ein Loblied auf die Liebe Gottes, die Errettung der gläubigen Menschen aus der Sündhaftigkeit und die neue daraus hervorgehende Hoffnung und den Frieden. Innerhalb der elf Verse wird das christliche Leben als kleines Kompendium zusammengefasst.

2. Synchrone Zugangsweise: Gerechtigkeit und Gnade

2.1 Allgemeine Hinführung

Der feierlicher Abschluss von Röm 4,23-25 sowie der inhaltliche Neubeginn in Röm 5 weisen auf die thematische Abgrenzung und einen neuen Abschnitt hin.

Röm 5,1-11 gehört zu der zentralen Aussage, welche Paulus zu Beginn seines Briefes der Gemeinde mitteilt: „Denn darin [im Evangelium] wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht (Hab 2,4): 'Der Gerechte wird aus Glauben leben.'“ (Röm 1,17). Nach dem Bekenntnis zum Evangelium widmet sich Paulus einigen Beispielen der vergangenen Geschichte, in denen Inhalte, wie „Die Gottlosigkeit der Heiden“, „Die Schuld der Juden“, „Gesetz und Beschneidung“, „Israels Untreue und Gottes Treue“ und „Alle Menschen sind schuldig vor Gott“ eine Rolle spielen. Die Schuldigkeit und Sündhaftigkeit der Menschen führt anschließend in die Thematik der „Rechtfertigung allein durch den Glauben“, als der Hoffnung des zukünftigen christlichen Lebens hinein. Damit bezieht Paulus sich auf Röm 1,17. Anschließend bestärkt Paulus die „Rechtfertigung allein durch Glauben“ durch das vorgelebte Beispiel des Vaters Abraham (Röm 4,1-25) und das Zeugnis, das David gab. Aus dieser Gewissheit heraus erwachsen im ersten Teil des 5. Kapitels der Friede und die Hoffnung.

In Röm 5 zeigt Paulus, dass in der Gabe der Rechtfertigung alle anderen Gaben enthalten sind; es herrscht Friede und Gewissheit über das künftige Heil. Paulus beschreibt den Weg heraus aus dem Tod in das neue Leben (Röm 6), welches ein ewiges Leben in Jesus Christus ist, mithilfe der darauf folgenden vergleichenden Gegenüberstellung und Verknüpfung von Adam und Christus (Röm 5,12ff).

Die Bibelstelle Röm 5,1-11 lässt sich nicht nur mit Röm 1,17 verknüpfen (siehe oben), sondern auch mit drei weiteren Stellen innerhalb des Römerbriefes:

(1) Röm 3,21-31: Der Mensch wird ohne gesetzestreue Werke gerecht, nämlich allein aus dem Glauben heraus. Die Gnade wurde längst allen Sündern zuteil aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist.

(2) Röm 8,11-17: Der Geist befreit den Menschen von dem Gesetz der Sünde sowie des Todes, und führt in die Freiheit, sich vom Geist Gottes treiben zu lassen, um Kind Gottes zu werden.

(3) Dies wiederum ermöglicht Freiheit und Gewissheit (Röm 8,18-39), sich von der Liebe Gottes beschenkt zu wissen. Dieser Abschnitt enthält strukturelle und inhaltliche Übereinstimmungen zu Röm 5,1-11: Die Beschreibung der momentanen Relation zwischen Mensch und Gott (8,18-29), ein vorhandener Kettenschluss (8,30), das Heilsgeschehen durch Jesus Christus (8,31-34), die Liebe Gottes, welche Trübsal überwindet (8,35-37) und der Lobpreis auf die Liebe Gottes (8,38f).

2.2 Aufbau und inhaltliche Arbeit am Bibeltext

5,1-2

Verkündigend eröffnet Paulus seine Rede an die Gemeinde. Von Beginn an schließt er alle mit ein, was er bis zum Ende von v2 beibehält. Im Zentrum steht das wir, die Beziehung der Menschen zu Gott und die eigene Beziehung zu Gott. Paulus schlussfolgert hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Glaubenden und Gott: Durch den Glauben an Gott und an Jesus Christus sind wir Menschen gerecht geworden und erhielten unseren Frieden mit Gott. Gerecht bedeutet dabei, dass die rechte, die „richtige“ Beziehung zu Gott wieder hergestellt ist, da Gott sich dem Menschen erneut zuwendet und der Mensch (wir) dies im Glauben an ihn zulässt (zulassen). In die Beziehung von Gott und Mensch und das irdische Leben können somit der Friede, das Gute und die Hoffnung wieder einkehren.

Der Glaube an Gott beinhaltet die Gnade Gottes, die jedem Gläubigen geschenkt wird. Das gibt Hoffnung, die von der Schwere der weltlichen Lasten befreit und die einen fröhlichen Blick auf das zukünftige Heil ermöglicht. Die Gnade Gottes ist das Umgebensein von göttlichem Schutz und der göttlichen Verheißung, schon während des irdischen Lebens.

Die Christen, mit denen sich Paulus zusammenschließt, erhalten ein neues Charakteristikum, denn sie sind die aus Glauben gerechtfertigten. Dabei trägt der Sohn Gottes, Jesus Christus, eine wichtige Bedeutung, denn durch ihn allein wurde der Zugang zur Gnade möglich. Die Gemeinde und die Menschen, die (auch heute) diese Botschaft hören oder lesen, sind im Gnadenstand.

5,3-5

Aufgrund des Wissens um die Gnade Gottes dem Menschen gegenüber, entwickelt Paulus mit dem Kettenschluss der Verse 3-5 eine etwas paradox anmutende Phrase. Paulus rühmt sich und die Gemeinde nicht mehr der Hoffnung und der zukünftigen Herrlichkeit, sondern sie rühmen sich der Bedrängnisse der Zeit.

All jenes, das die Menschen normalerweise in Verzweiflung und Ausweglosigkeit stürzen sollte, wird nun als Hoffnung empfunden, als Geschenk. Aus den Bedrängnissen heraus können unvermutbare Zustände entstehen: Trübsal wird zu Geduld, Geduld bringt Bewährung, Bewährung bringt Hoffnung, Hoffnung ist nicht zu zerstören. Doch, wie ist das möglich? Es ist die Liebe Gottes, die in die Herzen der Menschen durch den Heiligen Geist ausgegossen wurde. Es ist die Liebe, die stärkt. Es ist die Liebe, die den Blick verändert, neue Wege und Lösungen sucht und die uns selbst durch Schweres hindurch trägt. Allen Anfechtungen und Bedrängnissen gegenüber ist es die Liebe, die stärker ist, die den Kampf gegen das Böse gewinnt. Sie überwindet Trübsal und ist das Zeichen dafür, dass Gott im Menschen gegenwärtig ist.

Der Glaube kann und wird geprüft werden, er wird auf die Probe gestellt und muss wiederkehrenden Belastungen standhalten.

Der Kettenschluss endet mit den Worten: „Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist“ (v5). Die aus Trübsal und Anfechtung erwachsene Hoffnung kann dem glaubenden Menschen nicht genommen werden, sie verstärkt und intensiviert die Beziehung sowie das Vertrauen zu Gott. Das Wirken des Heiligen Geistes und seine zentrale Bedeutung werden in den Vordergrund gerückt, denn erst er ermöglicht das Einströmen der Liebe Gottes in unsere Herzen.

5,6-8

Die Verse 6-8 beschreiben das Heilsgeschehen, in welchem Gott seinen Sohn aus Liebe für den sündigen und gottlosen Menschen hingibt. Die Liebe Gottes, welche mächtiger ist als alles Irdische, verbindet den Menschen untrennbar mit Gott. Diese Liebe erhält durch den Tod Jesu Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit. Jesus starb für uns, für den Menschen, um ihn von der Sünde zu befreien.

Die Liebe Gottes, die sich darin ausdrückt, dass Gott selbst seinen Sohn hingibt, ist paradox. Ein Teil von ihm selbst muss sterben, um uns zu erretten. Diese unvergleichliche und großartige Liebe jedem Menschen gegenüber ist für uns nicht begreifbar – ließ nicht nur damals den Atem der Menschen stocken.

In v7 nutzt Paulus einen einfachen Vergleich, der damals, wie heute den Leser oder Hörer zum Nachsinnen bringt. Würden wir für einen anderen Menschen das eigene Leben geben? Einfach so? Ein deutliches „Ja“ – ob es das gibt?

Ein sehr deutliches „Ja“, ein „Ja“ für uns, hat uns Gott gegeben. Ein Bejahen unseres Lebens, ein „Ja“ von Gott für jeden von uns, mit oder ohne Sünde. Die göttliche Zustimmung liegt im Sterben Jesu, welches ohne jegliche Analogie bleiben wird. Die Liebe Gottes erweist sich im Tod Christi für uns, sie ist einmalig, immerwährend, andauernd, bleibend, barmherzig und ein unglaubliches Geschenk.

5,9-10

Durch das Opfer Christi und die Sühne seines Blutes für den Sünder wird die endgültige Rettung für die aus Glauben Gerechtfertigten, der Hoffenden möglich. „Wir werden gerettet“ ist die Zusage der Verse 9-10. Die beiden fast parallelen Sätze stellen den Grund und den Inhalt der christlichen Botschaft der Hoffnung dar. Jetzt (nyn) wird die Errettung zugesprochen – sie besteht sogar vor dem Zorngericht Gottes, denn Christus ist der endzeitliche Retter und sein Sühnetod trägt schon die eschatologische Rettungswirkung. Gottes Zorn „über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen“ (Röm 1,17) wurde anstatt am sündigen Menschen an Christus vollzogen, kann daher den Menschen nicht mehr ängstigen und bringt die Gerechtigkeit Gottes zum Ausdruck.

Christus steht nicht mehr als der Gekreuzigte (v9), sondern als der Auferstandene (v10) im Zentrum. Der Tod Christi führte zur Beendigung unserer Feindschaft mit Gott, hinein in die Versöhnung, in den Frieden mit Gott.

5,11

Ein Ende findet der Abschnitt unter Rückbezug auf v3 mit den Worten: „Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch […]“. Standen in v3-5 das Rühmen über Trübsal, Anfechtung, Bewährung und Hoffnung im Mittelpunkt, so kommt es nun zu einem Rühmen Gottes „durch unsern Herrn Jesus Christus“. Die Gemeinde rühmt sich der Gegenwart Gottes und die Vermittlung des Auferstandenen, der schon jetzt die Versöhntheit mit Gott schenkt. Es scheint, als stimme die Gemeinde einen Jubelruf aufgrund der großen Freude, die diese Botschaft trägt, an.

Der ganze Abschnitt kann als Doxologie gedacht werden. Dies führe ich zurück auf die Verwendung der Wir-Form, der Gehobenheit der Sprache, der liturgisch anmutenden Wendungen und der feierlichen Ausdrucksweisen.

Der Abschnitt Röm 5,1-11 ist ein paulinisches Bekenntnis, welches in sich geschlossen ist. Es fällt auf, dass Paulus sich sehr stark bemüht, die ihm noch nicht bekannte Gemeinde in Rom, „auf seine Seite zu ziehen“. Erinnert der Abschnitt doch ein wenig an eine Werbeveranstaltung, die mit großen, schillernden Eröffnungsworten beginnt, im Mittelteil versucht, durch Beispiele besser verständlich zu sein und damit abschließt, dass es positive Zukunftsauswirkungen gibt. Gefährlich daran ist die Verwendung von Beispielen, die in schriftlich dargestellter Form vielleicht eine andere Wirkung haben, als sie es im mündlich Vorgetragenen gehabt hätten. Sicher hätten sich Fragen seitens der Gemeinde ergeben, aber ein Brief ermöglicht eine Antwort auf Rückfragen wohl kaum. Doch Paulus schreibt vor dem Hintergrund, dass er von seinen Mitarbeitern erwartet, dass sie an seiner Stelle „Frage und Antwort stehen“, sollte die Gemeinde den Inhalt nicht gut aufgefasst haben.

3. Diachrone Beobachtungen: Ein echter Brief aus Korinth?

Der Römerbrief gilt als späte Schrift des Paulus und gehört in den Bereich der echten Paulusbriefe. Der Brief ist eine Ankündigung des Besuches der Gemeinde. Auch wenn Paulus sich auf der Durchreise in Richtung Spanien befinden wird, soll einer Verkündigung an die Römer nichts im Wege stehen. Zugleich ist der Römerbrief, da die Gemeinde in Rom nicht von Paulus oder seinen Mitarbeitern gegründet wurde und bisher ohne einen direkten Kontakt zu ihm lebte, eine erste Kontaktaufnahme.

Der Abfassungsort des Briefes wird hergeleitet durch die Erwähnung des Gastgebers des Paulus, Gajus (vgl. Röm 16,23), welcher mit dem gleichnamigen Gemeindeglied in Korinth (1 Kor 1,14) identisch sein soll. Daher wird davon ausgegangen, dass der Abfassungsort Korinth ist (Haacker, 1999, 8), wo „Paulus im Haus des Gajus den Brief im Frühjahr 56 n.Chr. diktierte (vgl. Apg 20,2f; Röm 16,1; Röm 16,22; Röm 16,23; 1 Kor 1,14)“ (Schnelle, 2007, 129).

Paulus möchte die römische Gemeinde besuchen, um ihre Unterstützung zu erhalten, bevor er zu einer neuen Pioniermission nach Spanien aufbrechen wird. Der Brief soll ihm dabei dienlich sein, Hindernisse auszuräumen und in Rom die Grundlage zu bereiten. Dazu ist von Seiten des Paulus ein theologisches Selbstbekenntnis vonnöten. Ein weiterer Zweck des Briefes ist die Darlegung des Evangeliums, zu dessen Verkündigung er als „Heidenapostel“ (vgl. Röm 11,13) berufen ist.

Der Römerbrief ist die Zusammenfassung der paulinischen Theologie und das Testament des Apostels für die Gesamtkirche, da Paulus als Gefangener nach Rom kam und darauf bald als Märtyrer gestorben ist (vgl. Wilckens, 1978, 49).

Fünf Faktoren bestimmen Abfassung und Zweck des Röm: 1. Die von der römischen Gemeinde für die geplante Spanienmission benötigte Hilfe. 2. Der Wunsch des Apostels nach Fürbitte (und Unterstützung) bei den zu erwartenden Auseinandersetzungen in Jerusalem anlässlich der Kollektenübergabe. 3. Die Agitation der judaistischen Paulusgegner, deren Einfluss er sowohl in Jerusalem als auch in Rom voraussetzen muss. 4. Die zunehmende Bedrängnis der Gemeinde durch das römische Judentum und der sich anbahnende Konflikt mit dem Staat. 5. Verständnisprobleme der paulinischen Theologie (vgl. Schnelle, 2007, 131).

4. Stimmen aus der Forschung

4.1. Die Existenz der Glaubenden in der Hoffnung

Röm 5,1-11 wurde wenig untersucht, gleichzeitig herrscht weitgehend interpretatorische Einigkeit. Zentrales Thema sei die (Heils) Gewissheit. Karl Barth sieht Röm 5,1-11 im Horizont von Röm 5,12-21. Im Gegensatz dazu betont Rudolf Bultmann die Interpretation aus dem Gesamtzusammenhang der paulinischen Interpretation heraus. Bultmann sieht Röm 5,1-11 „unter der beherrschenden Frage nach der Gegenwart des Heils, der [zoe]“ stehen. Für ihn ist „das eigentliche Thema in Röm 5,1-11 die paradoxe Existenz der Glaubenden in Hoffnung.“ (Wolter, 1978, 4).

4.2. Rechtfertigung und zukünftiges Heil

Die Rechtfertigung ist ein wichtiges Thema. Wie die paulinische Rechtfertigungslehre insgesamt zu verstehen ist, beantwortet Stendahl wie folgt: Ihr Zentrum sei nicht das Heil des Einzelnen, sondern die Frage nach dem soteriologischen Status der Heiden (vgl. Schnelle, 2007, 148). Bezüglich der Frage, wogegen sich die Rechtfertigungslehre richtet, betont Sanders: nicht gegen ein werkgerechtes Judentum. Der Eintritt in die Religion geschieht nicht durch Erwählung und Bund, sondern durch das Einswerden mit Christus. Bestehen Zusammenhänge zwischen der Rechtfertigung und dem zukünftigen Heil? Die von Paulus verwendete apokalyptische Eschatologie wird genutzt, um seine These von der Rechtfertigung aller Sünder aus Glauben zu verifizieren (vgl. Schnelle, 2007, 148). Nach Wolters ist für Paulus das Heilsgeschehen in der Gegenwart ein sehr viel größerer Beweis der Liebe Gottes als es das zukünftige Geschenk des eschatologischen Heils sein kann (vgl. Wolter, 1987, 220).

4.3. Kritik an der paulinischen Rechtfertigungslehre

Es bestehen Debatten um das rechte Verständnis der paulinischen Rechtfertigungslehre. Als Kritikpunkte sind zu nennen: Der Bundesnomismus als Grundstruktur des Judentums ist eine christliche Interpretation, die den Texten schematisch aufgezwungen wird. Die Rechtfertigungslehre des Paulus auf eine soziologische Funktion zu reduzieren, ist nicht korrekt, da Paulus mit ihr ein neues theologisches Koordinatensystem schuf, das unmittelbar anthropologische Relevanz besitzt. Eine Forschungsfrage ist, „ob und in welchem Sinn die paulinische Theologie in Kritik oder sogar im Gegensatz zur römischen Ideologie der Pax Romana formuliert ist.“ (Schnelle, 2007, 150).

Literaturverzeichnis

Haacker, Klaus, 1999, Der Brief des Paulus an die Römer, in: E. Fascher/ J. Rohde (Hgg.), ThHK 6, Leipzig, 1-19

Käsemann, Ernst, 1973, An die Römer, in: G. Bornkamp (Hg.), HNT 8a, Tübingen, 121-130

Klaiber, Walter, 2009, Die Botschaft des Neuen Testaments – Der Römerbrief, Neukirchen- Vluyn, 82-92, 297-314

Michel,Otto, 141978, Der Brief an die Römer, in: F. Hahn (Hg.), KEK 4, Göttingen

Preuß, Horst Dietrich u. Berger, Klaus, 2003, Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments 2, Zweiter Teil: Neues Testament, Tübingen, 292- 306

Sanders, Ed Parish, 1997, Paulus. Eine Einführung, Stuttgart, 86-102

Schlier, Heinrich, 31987, Der Römerbrief, in: A. Wikenhauser / A. Vögtle/ R. Schnackenburg (Hgg.), HThK 6, Freiburg, 137-157

Schnelle, Udo, 2007, Einleitung in das Neue Testament, Göttingen, 127-151

Schwertner, Siegfried M., 1976, Abkürzungsverzeichnis, in: G. Krause/ G. Müller (Hgg.), TRE, Berlin

Stuhlmacher, Peter, 1989, Der Brief an die Römer, in: P.Stuhlmacher (Hg.), NTD 6, Göttingen, 71-75

Wilckens, Ulrich, 1978, Der Brief an die Römer. 1. Teilbd.: Röm 1-5, in: J. Blank/R. Schackenburg/ E. Schweizer/ U. Wilckens (Hgg.), EKK, Bd. 6/1, Köln, 30-52

Wolter, Michael, 1978, Rechtfertigung und zukünftiges Heil. Untersuchungen zu Röm 5,1-11, (BZNW 43), Berlin/ New York

[letzte Änderung: 26. April 2011].

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