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Kirchengeschichte

Die Kirchengeschichte befasst sich mit der Geschichte des Christentums. Als theologische Teildisziplin konstituiert sie neben der exegetischen, systematischen und praktischen Theologie einen der vier theologischen Teilbereiche. Kirchengeschichtliche Inhalte werden zudem auch über die → Theologie hinaus, etwa in der allgemeinen Geschichte und Kunstgeschichte, behandelt.

1. Kirchengeschichte – eine Standortbestimmung

Die nähere wissenschaftstheoretische Bestimmung der Kirchengeschichte und die Präzisierung ihres Gegenstandes sind elementar, sowohl für ihre Verortung in der Theologie als auch ihre Abgrenzung von der allgemeinen Geschichte. Das Verständnis der Kirchengeschichte beeinflusst didaktische Konzeptionen kirchengeschichtlicher Inhalte im Religionsunterricht (→ Religionsunterricht, evangelisch; → Religionsunterricht, katholisch) und in der außerschulischen → Erwachsenenbildung (vgl. Ruppert, 2001, 1045; → Kirchengeschichtsdidaktik). Angesichts kritischer Anfragen an Ort und Funktion der Kirchengeschichte (auch von Seiten der an religionspädagogischen Lehr- und Lernprozessen Beteiligten) stellt sich mehr und mehr die Aufgabe, die „allg. Voraussetzungen christlicher Geschichtsdeutung“ (Markschies, 2001, 1177) zu formulieren.

1.1. Forschungsüberblick

Bisherige Forschungsansätze, die Kirchengeschichte wissenschaftstheoretisch zu bestimmen und genauer zu fassen suchten, bewegen sich im Wesentlichen, wie Hubert Wolf aufgezeigt hat, zwischen zwei Extrempositionen: zwischen einem ausschließlich theologisch-dogmatischen und einem historisch-empirischen Ansatz (vgl. Wolf, 2004, 55-58). Ersterer beschreibt die Kirche als von → Christus gegründete, in Lehre und Disziplin unveränderliche Größe und billigt der Kirchengeschichtsschreibung eine nur subsidiär beschreibende Funktion der „Kirche“ zu, die, einmal dogmatisch definiert, in der Geschichte identisch bleibt. Letzterer verweist Kirchenhistorikerinnen und Kirchenhistoriker allein auf die Kirche in der Welt; streng empirisch arbeitend hat sie beziehungsweise er sich mit ihr als soziologischer, innerweltlicher Institution auseinanderzusetzen. Eine theologische Dimension der Kirchengeschichte ist hiernach ausgeschlossen (vgl. Conzemius, 1975).

Auf katholischer Seite lange vorherrschend war ein heilsgeschichtliches Verständnis der Kirchengeschichte, das dem theologisch-dogmatischen Ansatz zuneigte. Ihr Gegenstand ist „das Wachstum der von Christus gestifteten Kirche in Raum und Zeit“ (Jedin, 1965, 2). Eine so verstandene Kirchengeschichte ist wesentlich historische Ekklesiologie und erhält von hier ihren theologischen Charakter: Sie ist eine theologische Disziplin und keine bloße Geschichte, weil sie ihren Gegenstand „von der Glaubenswissenschaft empfängt und festhält“ (Jedin, 1965, 2). Schwächen des heilsgeschichtlichen Ansatzes (u.a. eine fehlende dogmenkritische Relevanz) sind verschiedentlich aufgezeigt worden (vgl. Schatz, 1980, 495-498; Holzem, 2000, 79). — Hans Reinhard Seeliger hat in seiner Dissertation im Jahr 1981 ein kommunikativ-pragmatisches Verständnis der Kirchengeschichte profiliert. Nicht ihr Materialobjekt (die Kirche) bestimme sie, sondern ihr kirchlicher Kommunikationszusammenhang. „Kirchengeschichte wird also nicht topisch, sondern pragmatisch definiert“ (Seeliger, 1981, 236). Andreas Holzem regte demgegenüber eine Kirchengeschichte als eine „Geschichte des geglaubten Gottes“ (Holzem, 2000) an.

Auf evangelischer Seite dominierte über mehrere Jahrzehnte ein von Gerhard Ebeling 1947 formulierter Ansatz die wissenschaftliche Diskussion: Kirchengeschichte galt als „Geschichte der Auslegung der heiligen Schrift“. Der Begriff der Auslegung war dabei von Ebeling bewusst weit gefasst und schloss kirchliche Entwicklungen und Lebensvollzüge als historisch bedingte Explikationen der Bibel mit ein (vgl. Ebeling, 1947). Spätere Kirchenhistorikerinnen und Kirchenhistoriker variierten Ebelings Konzept und definierten Kirchengeschichte als „Geschichte des Evangeliums und seiner Wirkungen in der Welt“ (Bornkamm, 1951, 13) oder als „Geschichte der Inanspruchnahme des Christlichen“ (Beutel, 1998, 5). Mehr und mehr verschob sich derart der Skopus der Kirchengeschichte von einer Geschichte der Kirche zu einer Geschichte des Christentums, die Frömmigkeits-, Ideen- und Kulturgeschichte umfasste (für entsprechende katholische Entwicklungslinien vgl. Holzem, 2000, 74f.).

1.2. Kirchengeschichte und Geschichte

„Kirchen-Geschichte“ deutet bereits in ihrem Namen die spezifische Verwiesenheit der historischen Theologie an: Sie ist über die Kirche/Theologie hinaus auf die Geschichtswissenschaft verwiesen, von der sie sich methodisch nicht unterscheidet. Kirchengeschichte untersucht ihre Quellen (→ Quellenarbeit, kirchengeschichtsdidaktisch) wie die allgemeine Geschichte mit der historisch-kritischen Methode: Sie fragt nach Entstehungsort und -zeit eines Textes oder nichtliterarischen Zeugnisses, sucht nach Informationen über seinen Verfasser oder Produzenten und den genaueren Kontext seiner Abfassung und seines Aufkommens. Kirchengeschichte wendet also die „allgemein anerkannten und verbindlichen Regeln des historischen Denkens“ an und zeigt sich darin als eine „geschichtswissenschaftliche Disziplin“ (Ruppert, 1991, 38).

Das Spezifikum der Kirchengeschichte, das sie von der allgemeinen Geschichte unterscheidet, liegt in der umfassenden Theorie von Geschichte, im „Vorurteil“, das Kirchenhistorikerinnen und Kirchenhistoriker vom Standpunkt des christlichen Glaubens aus haben (vgl. Brox, 1979, 13; Ganzer, 1997, 2). Sie werden die Gesamtgeschichte anders beurteilen als Allgemeinhistoriker, sich also nicht so sehr in der Analyse historischer Einzelereignisse unterscheiden als vielmehr in ihrer Interpretation, ihrer „globalen Wertung …, über die er (beziehungsweise sie) Rechenschaft zu geben hat“ (Ganzer, 1997, 2; vgl. Kasper, 1985, 181f.).

Dabei ist das „Vorurteil“ des Kirchenhistorikers, das Vorliegen eines subjektiven hermeneutischen Standpunkts nicht spezifisch für eine in der Theologie betriebene Geschichtsforschung. Kirchen- und Allgemeinhistoriker, die Geschichte mittels eines historisch-kritischen Instrumentariums untersuchen, ermitteln und interpretieren quellenkritisch gewonnene Tatsachen jeweils von ihrem Standpunkt aus. Gerade die jüngere Geschichtstheorie hat darauf aufmerksam gemacht, dass im Vorgang der historischen Interpretation mit dem konstruierenden Einfluss des Geschichte treibenden Subjekts zu rechnen ist: Erst die Historikerin oder der Historiker „macht“ aus den Gegebenheiten der Vergangenheit Geschichte (vgl. Rüsen, 2004, 22).

Der konstruktive Charakter von Geschichte ist heute mehr und mehr bewusst; die Rekonstruktion der Gegebenheiten ist von der Position der Historikerin oder des Historikers abhängig, sei er oder sie nun Kirchen- oder Allgemeinhistoriker. Für die historische Arbeit entscheidend ist die Bewusst- und Kenntlichmachung der Bedingtheit historischer Forschung, in der es keine subjektlose → Hermeneutik gibt (vgl. Stockmeier, 1985, 52f.).

1.3. Kirchengeschichte und Theologie

Eine Verhältnisbestimmung von „Kirchengeschichte und Theologie“ ist mit einer doppelten Fragestellung konfrontiert: der Frage nach der theologischen Relevanz der Kirchengeschichte und nach ihrem theologischen Charakter (vgl. Schatz, 1980, 486). Beide Fragen zielen auf die Verortung der historischen Theologie im Kontext der Gesamttheologie.

Die theologische Relevanz der Kirchengeschichte ergibt sich aus dem Charakter des Christentums als Offenbarungsreligion. → Erinnerung an die ergangene → Offenbarung gehört zum Wesen des Christentums, konstituiert es als Gruppe und bildet seine Identität überhaupt erst aus (vgl. Markschies/Wolf, 2010, 11 und 15). Kirchengeschichte, die sich mit der Geschichte des Christentums befasst, untersucht den Weg, den die Gedächtnis- und Erinnerungsgemeinschaft dabei zurückgelegt hat, und erlaubt eine methodisch abgesicherte Rückfrage. Sie ist theologisch notwendig, um das Christentum als historisch gewordene Größe verstehen zu können, nicht so, wie es sein soll, sondern so, wie es ist (vgl. Schatz, 1980, 485). Für ein umfassendes Verständnis der Geschichte des Christentums greift die Kirchengeschichte deshalb zahlreiche moderne Ansätze der Sozial-, Mentalitäts- und Kulturgeschichte auf, um Entwicklungen kirchlicher Lehre und Institution unter den Bedingungen der jeweiligen Zeit zu deuten (vgl. Holzem, 2000, 92f.).

Der theologische Charakter der historischen Theologie folgt aus dem oben dargestellten kirchenhistorischen „Vorurteil“. Kirchenhistorikerinnen und Kirchenhistoriker deuten (im Unterschied zu Allgemeinhistorikern) Geschichte als locus theologicus; sie gehen davon aus, dass sich in Geschichte theologisch Relevantes ereignet, das sie mittels der historisch-kritischen Methode untersuchen können (vgl. Wolf, 2004, 60). Auch als Theologinnen und Theologen bleiben sie dabei ihrem methodischen Instrumentarium verpflichtet: „Die Kirchengeschichte arbeitet zwar nicht systematisch-theologisch, aber sie arbeitet durchaus theologisch. Sie hat theologisch Relevantes zu sagen – oder wie Ignaz Döllinger es treffend formulierte: die Kirchengeschichte ist neben der Philosophie das zweite (historische) Auge der Theologie. Ohne sie fehlte dem theologischen Blick die nötige Tiefenschärfe“ (Wolf, 2004, 59).

Erst im Zusammenspiel der verschiedenen theologischen Disziplinen entsteht → Theologie; zu ihr tragen die einzelnen Fächer, die sich mit ihrem je eigenen Instrumentarium (gleichsam in der Form einer theologischen Arbeitsteilung) auf je spezifische loci theologici beziehen, (Teil-)Erkenntnisse bei (vgl. Dierk, 2005, 63). Das Proprium der Kirchengeschichte ist dabei die Geschichte, die sie als theologischen Ort untersucht; ihre Forschungsergebnisse sind theologische Teilerkenntnisse zum Ganzen von Theologie.

1.4. Kirchengeschichte als „historische Theologie“

Die Bezeichnung der Kirchengeschichte als „historische Theologie“ geht auf Albert Ehrhard zurück. Der Kirchenhistoriker charakterisierte mit ihr zu Beginn des 20. Jahrhunderts Funktion und Ort seines Faches, das wider alle Bestreitung volle Theologie sei. Die Bezeichnung ist mittlerweile selbst Teil der Forschungsgeschichte, doch formuliert sie Entscheidendes: Kirchengeschichte ist Theologie, und zwar Geschichtswissenschaft in der Theologie. Ihr Gegenstand ist die Geschichte, die sie mittels der ihr eigenen, historisch-kritischen Methode untersucht. Das Feld kirchenhistorischer Forschung hat sich dabei in den letzten Jahrzehnten erheblich erweitert und umfasst nicht mehr nur die engere Geschichte der Kirche, sondern auch die Geschichte des Christentums und des Christlichen. Die „Universalgeschichte“ gerät umfassender in den Blick, wodurch die „Kommunizierbarkeit“ und Plausibilität kirchenhistorischer Erträge über die Theologie hinaus gesteigert wird (vgl. Holzem, 2000, 95).

Innerhalb der Theologie erfüllt die historische Theologie mehrere Funktionen. Kirchengeschichte kann kritischer Maßstab sein, indem sie die Ergebnisse anderer theologischer Teildisziplinen mit der Vergangenheit konfrontiert. Kirchliche Positionen können historisch geklärt und eingeordnet werden (vgl. Ruppert, 1984, 77). Hier bewahrt Kirchengeschichte Theologie vor allzu schnellen Urteilen und führt zur Neubesinnung. Neben ihrer kritischen Relevanz ist Kirchengeschichte aber zugleich konstruktiv, indem sie der Gegenwart verschiedene Traditionen aufzeigt, Vergangenes vergegenwärtigt (→ Vergegenwärtigung, kirchengeschichtsdidiaktisch) und so auf Handlungs- und Deutungsoptionen aufmerksam macht (vgl. Wolf, 2004, 60). Kirchenhistorisches Urteilsvermögen zählt daher gerade in postmodernen Gesellschaften zu den Schlüsselkompetenzen von Theologinnen und Theologen (vgl. Dierk, 2005, 64; Markschies/Wolf, 2010, 12).

2. Kirchengeschichte und Religionspädagogik

Die wissenschaftstheoretische Positionierung der Kirchengeschichte in der Theologie wirft Fragen nach ihrem Verhältnis zu anderen theologischen Disziplinen und (hier besonders) nach ihrem Verhältnis zur → Religionspädagogik auf. Das Wort vom „Unverhältnis“ charakterisierte für lange Zeit die Beziehung der beiden Fächer (vgl. Ruppert, 1998, 340); doch gerade in jüngeren Jahren ist ein verstärktes wechselseitiges Interesse zu beobachten, das sich nicht zuletzt im Aufschwung → kirchengeschichtsdidaktischer Studien zeigt. Aus Sicht der historischen Theologie liegen Kooperationsmöglichkeiten vor allem auf zwei Feldern: der Eröffnung historischer Perspektiven für die religionspädagogische Theoriebildung und der Zusammenarbeit bei religiösen Lehr- und Lernprozessen (→ Bildung, religiöse) in religionspädagogischer Praxis.

Neuere Lehrbücher der Religionspädagogik weisen üblicherweise einen historischen Abschnitt auf, in dem sie unter historischer Perspektive religiöses Lehren und Lernen seit der biblischen Zeit untersuchen (vgl. Boschki, 2012; Schröder, 2012). Dabei ist die historische Rückfrage nicht Selbstzweck, sondern dient der „Reflexion religiösen Lehrens und Lernens und religiöser Bildung“ (Boschki, 2012, 17); Kirchengeschichte wird im Dialog mit der Religionspädagogik die historische Perspektive schärfen und didaktische Ansätze der Gegenwart den eigenen historischen Ergebnissen gegenüberstellen. Gleichzeitig wird sie das Bewusstsein um die jeweilige Eigengesetzmäßigkeit von Epochen und Jahrhunderten betonen und vor allzu schnellen Gleichsetzungen schützen.

Ein zweites Kooperationsfeld ist die religionspädagogische Praxis, sind die konkreten religiösen Lehr- und Lernprozesse. Kirchengeschichtliche Themen stehen zwar hier nicht im Zentrum, in → Gesellschaften aber, in denen das Individuum nicht einfach in eine Tradition inkulturiert wird, sondern aus vielen (auch religiösen) Traditionen auswählen muss (vgl. Englert, 2005), kommt ihnen eine immer größere Bedeutung zu. Kirchengeschichte transportiert und ermöglicht den Zugriff auf verschiedene Traditionen, die vergleichend und konfrontativ gegenübergestellt werden können. Ihre spezifische Aufgabe ist es, aus der Fülle möglicher historischer Zeugnisse zur Erschließung von Traditionen einzelne unter den Gesichtspunkten des Exemplarischen und Elementaren (→ Elementarisierung) auszuwählen. Die kirchengeschichtlichen Inhalte sollten dabei (auch aus der Perspektive der historischen Theologie) nicht auf die engere Theologie- und Institutionengeschichte begrenzt bleiben, sondern umfassend Themen der Christentumsgeschichte aufgreifen. Angesichts einer seitens der Didaktik geforderten Adressaten- oder Subjektorientierung (→ Subjekt) gilt es in enger Abstimmung mit der Religionspädagogik die Inhalte stärker an der → Lebenswelt der → Schülerinnen und Schüler beziehungsweise der Teilnehmerinnen und Teilnehmer religiöser Lehr- und Lernprozesse zu orientieren (vgl. Thierfelder, 2005, 207-210).

Im Kontext → religiöser Bildung sollten kirchengeschichtliche Inhalte die Lernenden zu einem spezifischen Bewusstsein um die Geschichtlichkeit des Christentums führen und sie befähigen, begründet zu (auch historischen) Traditionen Stellung zu nehmen und daraus Gegenwart neu zu bewerten.

3. Perspektiven

In der Forschung wird verschiedentlich ein Theoriedefizit der Kirchengeschichte konstatiert (vgl. Markschies, 2001, 1177f.). Auch wenn zur wissenschaftstheoretischen Positionierung der Kirchengeschichte in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Studien erschienen sind, gilt es, der Fragestellung weitere Aufmerksamkeit zu widmen. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, das Proprium der Kirchengeschichte im Kontext anderer theologischer Teildisziplinen zu formulieren und gerade davon ausgehend in einen konstruktiven und kritischen Dialog mit anderen theologischen Fächern zu treten. Dieser dürfte umso fruchtbarer sein, als auch in anderen Bereichen (neben der praktischen ist hier besonders die systematische Theologie zu nennen) Wert und Nutzen historischer Forschung erkannt werden.

Für die Kirchengeschichte, die dem Konzept einer Geschichte des Christentums verpflichtet ist, ist neben dem innertheologischen auch der inter- und transdisziplinäre Austausch bedeutsam. Hierbei sind neben der allgemeinen Geschichte besonders die Christliche Archäologie, Judaistik und Klassische Philologie als Bezugswissenschaften zu nennen. Für eine umfassende und kritische Geschichte des Christentums sind gerade die Forschungsergebnisse dieser Disziplinen unverzichtbar; die kirchenhistorischen Untersuchungen sollten stärker als bislang üblich mit ihnen in Beziehung gesetzt werden, um eigene Forschungsergebnisse zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

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