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Lexikon

Karikatur

Hans Jürgen Luibl

(erstellt: Febr. 2017)

Permanenter Link zum Artikel: http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/100252/

Digital Object Identifier: https://doi.org/10.23768/wirelex.Karikatur.100252

1. Zugänge

1.1 Annäherungen an ein Phänomen (Definitionen)

Eine wissenschaftlich klar bestimmte, interdisziplinär anerkannte Definition von „Karikatur“ gib es nicht. Der Begriff leitet sich vom italienischen Wort ,caricare‘ – den Wagen überladen, übertreiben – ab. ,Übertrieben‘ ins Bild gesetzt werden Personen oder Situationen, deren Charakteristik dadurch ,sichtbar‘ wird, wobei zwischen der Wirklichkeit (von Person oder Situation) und ihrer Darstellung eine Spannung, nicht selten ein Widerspruch entsteht, der sich entweder in Lachen auflöst oder in Kritik mündet.

Verwandt ist Karikatur mit Satire (lateinisch satira, ausführlich satura lanx, eine mit Früchten gefüllte Schüssel). Dabei werden in Rede oder szenischer Darstellung Personen oder Zustände mittels Zuspitzung oder Übertreibung kritisiert. Karikaturen werden auch mitunter als Bildsatire bezeichnet. Von der Grundstruktur (Inszenieren einer Differenz von Wirklichkeit und Anspruch, die sich in einer Pointe zeigt und Lachen oder Kritik provoziert) sind Karikatur und Satire dem Witz vergleichbar.

1.2 Kunstgeschichtliche Entwicklungen

Der Begriff ,caricatura‘ findet sich zum ersten Mal 1646: Im Vorwort einer Mappe mit Radierungen verweist der Autor Giovanni Massani darauf, dass er den Begriff von Annibale Carracci übernommen habe. Dargestellt werden Menschen auf der Straße, Handwerker, Bettler, Gaukler etc. – ein Gegenentwurf zur Ästhetik und dem Schönheitsideal der Zeit.

in: Vetter-Liebenow, Gisela (Hg.), Karikatur und Zeichenkunst, München 2012, 64

Abb. 1 Carracci, Annibale (zugeschrieben) (1560-1609), Gruppe von Musikanten

Die „Gruppe von Musikanten“ ist eine der ersten Karikaturen. Entstanden in Bologna im 16. Jahrhundert wird sie Annibale Carracci zugeschrieben. Es war die Geburtsstunde der Karikatur.

Zugleich zielen die Karikaturen auf das Wesen des Dargestellten. Eine Ausweitung erfährt der Begriff durch das im englischsprachigen Raum verbreitete ,comic painting‘, Bild-Satire in kleinen Geschichten. Karikatur bleibt Widerlager zum Schönheitsideal auch in der klassizistischen Zeit, wird Hort einer Ästhetik des Hässlichen, gerade in der Romanik. Zugleich eröffnet Karikatur aber auch den Blick in das Abgründig-Wesentliche, das dem eigentlichen Blick der Vernunft verborgen bleibt. Dies geschieht neben der darstellenden Kunst auch in der Literatur. Die abgründigen Erzählungen ETA Hoffmanns werden im französischen Sprachraum als Karikatur verstanden – gemessen an der realistischen Darstellung die niederste Stufe des Literarischen, aber die höchste im Blick auf die Erfassung der verdeckten Wahrheit, in den Abgründen der Wirklichkeit. „Indem sie (die Karikatur; Verfasser) den modernen Riss zwischen Sehnsucht und Realität, zwischen Körper und Geist kurzzeitig aufhebt und zur momentanen Wiederherstellung des paradiesischen Zustands führt, wird die Karikatur adäquater Ausdruck moderner Zerrissenheit und zugleich moderner Schönheit“ (Partouche, 2005, 140). Im Laufe des 19. Jahrhunderts bekommen Karikaturen auch eine moralische Dimension: Sie decken nicht nur Widersprüche in der Moral auf, sondern stellen selber moralische Ansprüche. Spätestens mit dem Aufkommen der Avantgarde wird Karikatur zur Suchfigur ursprünglicher Ausdrucksformen (Vergleichbarkeit mit Höhlenmalereien) und – gegen die Hochkultur – zu Bildprodukten der Massenkultur.

Karikaturen stehen auch am Übergang zu den Comics, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts vor allem als Comicstrips in Zeitungen oder Cartoons an Bedeutung in der Unterhaltungsindustrie gewinnen. Ein Beispiel für den Übergang sind im deutschsprachigen Bereich etwa die Arbeiten von Heinrich Hofmann oder Wilhelm Busch. Beispielhaft dafür ist der Lehrer Lämpel – zum einen eine Karikatur eines verknöcherten Lehrers, zum anderen geht diese Karikatur ein in die Bildgeschichte von Max und Moritz. Karikaturen, Comics oder Cartoons sind Ausdruck einer Massenkultur des Bildes, die seit Mitte des letzten Jahrhunderts mit dem Stichwort ,iconic turn‘ wissenschaftlich erfasst wird. Mit den Comics als ,Neunte Kunst‘ werden auch Karikaturen als Kunstformen der Massenkultur verstärkt wahrgenommen (Plum, 1989).

in: Busch, Wilhelm, Max und Moritz. Eine Bubengeschichte in sieben Streichen,  München 1865, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Hans\_Bug~commonswiki/Bilderreigen2?uselang=de\#/media/File:L%C3%A4mpel.jpg; abgerufen am 04.10.16

Abb. 2 Lehrer Lämpel aus Max und Moritz von Wilhelm Busch, 1865

1.3 Gesellschaftliche Entwicklungen

Die ,übertriebene‘, verzerrende und damit auf das Wesentliche zielende Darstellung eines Einzelnen (und dann auch einer Situation) setzt ein Doppeltes voraus: dass Wirklichkeit und Wahrheit different sind und dass diese Differenz darstellbar ist. Das gilt biographisch wie gesellschaftlich. Der Ausgangspunkt ist ein Un-Fall, der zeigt, wie es um Mensch und Welt bestellt ist: „Der Mensch hat die Gnade, zu stolpern. Und derjenige, der ihn beim Stolpern mit dem Zeichenstift begleitet, ist der Karikaturist“ (Szewczuk, Mirko, in: Keim, 2003). Wo dieser Un-Fall sich als gesellschaftlicher Vorfall bezeichnen lässt, wird die Karikatur gesellschaftskritisch. So lässt sich das Phänomen der Karikatur in die gesellschaftspolitische Geschichte der Aufklärung als Befreiung von und Kritik an herrschenden Verhältnissen eintragen. Karikatur stellt Wirklichkeit gegen den Augenschein dar, kritisiert Machtverhältnisse und entlarvt Scheinheiligkeit. Gesellschaftskritische Karikaturen erleben in den politischen Umbrüchen des 18. und 19. Jahrhunderts einen Aufschwung (etwa im Goldenen Zeitalter der britischen Karikatur von ca. 1760 bis 1830 und auch in Frankreich [Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, 2016]) und treiben umgekehrt Umbrüche voran, werden Waffen im Meinungskampf, mutieren zur Propaganda. Karikaturen haben ihren Platz in Zeitungen und eigenen Karikaturenzeitschriften, wie etwa die Wochenzeitschrift „La Caricature“ (Frankreich 1830) oder „Charlie Hebdo“ (1970), „Punch“ (England 1841); „Die fliegenden Blätter“ (Deutschland 1844), „Kladderadatsch“ (1848), „Simplizissimus“ (1906), „Titanic“ (1979) oder „LeMan“ (älteste Satirezeitschrift in der Türkei gegründet 1991). Damit genießen sie den Schutz des Presserechts, sind aber immer wieder auch der Zensur unterworfen. „Die Karikatur ist insofern eine wahre demokratische Kunstform, als sie a) die Anliegen des Volkes gegen seine Unterdrücker wahrnimmt (…), und b) in billigen und jedermann zugänglichen Publikationsorganen erscheint. Die letzte Bedingung ist heute, dank allgemein zugänglichen Medien, mehr denn je gegeben“ (Bornemann, 1972, 8).

Troisordres, Bibliothèque National de France, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Troisordres.jpg; abgerufen am 04.10.16

Abb. 3 Karikatur zur Französischen Revolution: Klerus und Adel getragen vom Dritten Stand, Unbekannter Autor (Initialen: M. P.)

Die Karikatur (wissenschaftlich) in der Tradition der Aufklärung zu verorten, darf allerdings nicht übersehen lassen, dass Karikaturen auch eine Dimension oder Potentiale des Anti-Demokratischen haben. So warnt Angelika Plum vor einer voreiligen Mythisierung des Demokratisierungsfaktors Karikatur (Plum, 1989, 7-26) und Ernst H. Gombrich schreibt: „Die Waffen, die ihr (der Karikatur; Verfasser) Arsenal enthält, können für das Gute wie für das Böse eingesetzt werden. Der Karikaturist kann die Welt mythologisieren, oder er kann versuchen, gefährliche Illusionen unschädlich zu machen“ (Ernst H. Gombrich, Das Arsenal der Karikaturisten, zitiert nach Plum, 1989, 16). Dadurch, dass Karikaturen durch Überzeichnung die unsichtbare Wahrheit in der Wirklichkeit sichtbar machen, setzen sie Diskurse außer Kraft und setzen stattdessen auf die Kraft des Bildes. Ohne Worte wird sichtbar, was dahinter steckt – dies kann sowohl die Entlarvung von Machtmissbrauch und Scheinheiligkeit sein wie auch die Fixierung von Menschen auf Stereotype, die auch noch negativ aufgeladen werden können. So ist die Karikatur des „bösen Juden“ nicht mehr Teil des Diskurses, sondern Teil des kollektiven Bildgedächtnisses, das eine eigene Logik und Dynamik entwickelt – bis dazu, dass diese Motive wandern können, etwa aus der Propaganda der deutschen Nationalsozialisten in die anti-israelische Propaganda im arabischen Raum heute.

Aus: Der Stürmer, Nr. 8, Februar 1930 http://honestreporting.com/romney-trapped-by-the-israel-lobby-spider/, abgerufen am 04.10.16

Abb. 4 Rupprecht, Philipp (Fips), Die Ausgesaugten, in: Der Stürmer (1930) 8, 1

Aus: Al-Hayat Al al-Jadida (palästin.) 21. Okt. 2001, http://www.palwatch.org/site/modules/cartoons/cartoons.aspx?year=2001; abgerufen am 04.10.16

Abb. 5 Israel as spider, in: Al-Hayat Al al-Jadida (palästinensisch), 21. Okt. 2001

Karikaturen sind Teil des öffentlichen Diskurses, haben Aufklärungs- und Demokratiepotential – zugleich aber nutzen sie die Bildkraft, um Sachverhalte in den öffentlichen Diskurs zu bringen und dadurch sich dem Diskurs zu entziehen und geben dabei immer wieder auch dem Abgründigen Raum (siehe oben: kunstgeschichtliche Entwicklungen). Diese Ambivalenz nochmals kritisch wahrzunehmen, Bilder zu deuten und ethisch zu bewerten und an gesellschaftlichen Werten zu messen, gehört mit zum Umgang mit Karikaturen.

1.4 Moral, Ethik und Recht der Karikatur

Zum Wesen der Karikatur gehört der ,schräge Blick‘, die kritische Sicht auf Personen, Zustände und Ereignisse. Dies impliziert, dass auch Tabus gebrochen, Grenzen verletzt werden können. Deswegen gehört die Frage, was Karikatur darf, unverzichtbar zum Umgang mit Karikaturen hinzu. Dabei gilt das, was Kurt Tucholsky über die Satire gesagt hat, auch für die Karikatur: „Satire darf alles“. Dieser Freiraum der Karikatur ist auch gesetzlich geregelt.

„Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten zu vertreten sowie Informationen und Ideen mit allen Kommunikationsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten“ (Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 1948, Artikel 19).

Diese spiegelt sich wieder im Artikel 5 des deutschen Grundgesetzes:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Recht finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Dieser Spielraum wird allerdings durch weitere gesetzliche Regelungen begrenzt. Für die Konflikte um Karikaturen wird meist der § 166 des deutschen Strafgesetzbuches herangezogen „Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“, im Volksmund auch der Blasphemieparagraph genannt:

(1) Wer öffentlich oder durch Verbreitung von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Dabei ist zu beachten, dass nicht die Beleidigung einer Religionsgemeinschaft etwa ein Straftatbestand darstellt, sondern nur insofern diese Beleidigung dazu führt, dass der öffentliche Friede gefährdet ist.

Dies spiegelt sich wieder im Pressecodex des deutschen Presserates, wobei hier eine Veränderung der Bestimmungen interessant ist.

Unter Ziffer 10 hieß es:

„Veröffentlichungen in Wort und Bild, die das sittliche oder religiöse Empfinden einer Personengruppe nach Form und Inhalt wesentlich verletzen können, sind mit der Verantwortung der Presse nicht zu vereinbaren.“

Die neue Formulierung unter Ziffer 10 (Religion, Weltanschauung, Sitte) ist hier deutlich zurückhaltender:

„Die Presse verzichtet darauf, religiöse, weltanschauliche oder sittliche Überzeugungen zu schmähen“ (http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/).

Karikaturen werden ohne die Diskussion um ihre moralischen und rechtlichen Grenzen nicht auskommen. Sie sind der Gradmesser und Indikator einer demokratischen Gesellschaft. Oder kurz formuliert: Eine Gesellschaft ohne Karikaturen würde unbemerkt zu ihrer eigenen Karikatur werden.

Schmitt, Oliver Maria, Burmeier/Hintner, dpa, Pflichtblatt für den Heiligen Stuhl, in: Titanic (2012) 7, http://www.titanic-magazin.de/heft/2012/juli/; abgerufen am 30.09.16

Abb. 6 Cover der Titanic, Juli 2012

Als Beispiel für die unterschiedlichen Rechtsperspektiven ist das Cover der Titanic Juli 2012, das den Papst in weißer Soutane, aber beschmutzt zeigt. Der Hintergrund ist die sogenannte Vatileaksaffäre, bei der interne Informationen aus dem Vatikan an die Öffentlichkeit gelangt sind durch eine undichte Stelle. Diese undichte Stelle wird in der Karikatur umgesetzt als menschlich undichte Stelle, der Papst als inkontinent dargestellt. Dagegen hat Papst Benedikt wegen Verletzung der Persönlichkeit geklagt (Unterlassungsklage) und vor dem Landesgericht Hamburg auch Recht bekommen. Es gab Forderungen, hier den § 166 anzuwenden und zu verschärfen, da der Papst Repräsentant einer Religionsgemeinschaft sei und diese herabgewürdigt würde. Die Klage wurde dann vom Vatikan aber wieder zurückgezogen. Jedoch erteilte der Deutsche Presserat eine Rüge, nicht aus religiösen Gründen (Ziffer 10), sondern im Blick auf den Schutz der Ehre (Ziffer 9), da durch die Darstellung des inkontinenten Menschen dessen Ehre verletzt werde und er der Lächerlichkeit preisgegeben ist.

1.5 Zwischen Botschaft und Unterhaltung – Aspekte der Rezeption

Karikaturen sind Bild-Botschaften, so lassen sich Karikaturen in den gesellschaftlichen Diskurs einordnen. Sie eröffnen neue Sichtweisen und inszenieren neue Einsichten. Diese Bildbotschaften lassen sich analysieren und eine Aussage herausdestillieren. Hier eröffnet sich ein neues Feld der Didaktik von Karikaturen, etwa im Schulunterricht: Karikaturen, so der positive Aspekt, sind den Sehgewohnheiten der Schülerinnen und Schüler näher, bringen eine andere Zugangsweise zu Sachverhalten – demgegenüber steht, dass Karikaturen Sachwissen zur Interpretation voraussetzen und eine eigene Bildlogik haben, das heißt primär nicht didaktisch konstruiert sind, durch die Vieldeutigkeit von Bildern eine Bandbreite an Interpretationen eröffnen (Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, 2005). Bei dieser Rückführung der Bild-Botschaft in Aussagen darf aber nicht übersehen werden, dass die Karikaturen nicht aufgehen in ihrem Informationsgehalt, sondern performativ auf direkte Zustimmung oder Ablehnung, auf emotionale Reaktionen. Ronald Searle hat dies in einen Aphorismus gekleidet: „Eine treffende Karikatur ist optisches Juckpulver. Sie zwingt den Getroffenen, sich zu kratzen“ (Ronner, 1974, 152) Nicht die Karikatur brächte damit direkt die Wahrheit zum Vorschein, sondern indirekt, indem sie den Betrachter nötigt, an der Oberfläche zu kratzen, um das zum Vorschein zu bringen, was darunter liegt. Eine direkte Reaktion auf die Karikaturen ist das Lachen, in dem die Spannung oder der Widerspruch, dargestellt in der Bild-Botschaft, aufgelöst wird. Damit wird die Karikatur Teil der nachmodernen Unterhaltungskultur. Zum einen kann sie als dekonstruktiver Gestus der Nachmoderne gewertet werden, wobei Dekonstruktion als Subversion von Machtstrukturen zu verstehen ist, ohne eigene Botschaften zu formulieren. Oder in den Worten Ronald Searles: Karikaturen sind geistige Akupunktur ohne therapeutische Absicht. Oder ,Karikaturen sind Prophetie der Pointen‘– ohne Anspruch auf Neuformulierung von Positionen. Andererseits unterliegen Karikaturen auch den Gefährdungen der Unterhaltungsindustrie: Karikaturen werden zu bunten Bildchen am Rande, die den Text der Welt nicht stören, sondern dessen Brüche übertünchen. Das Lachen wird inszeniert, wird zum Beiwerk von Informationen, um diese verträglich zu machen. „Lachen in ihr (dem System der Kulturindustrie; Verfasser) wird zum Betrug am Glück“ (Horkheimer/Adorno, 1969, 149). „Die Karikatur ist marktkonformer geworden. Darunter hat ihre Beißfähigkeit gelitten. ´Sie muss´, so der Karikaturist Gerhard Pulester ´gefällig sein wie die Zeitung oder die Zeitschrift, mit der sie verkauft sein will´“ (Keim, 2003). Dass Karikatur marktkonform geworden ist, zeigt sich auch auf der anderen Seite. Karikaturen werden aus ökonomischen Gründen nicht nur domestiziert, sondern aus Auflagegründen in Zeitschriften auch verschärft.

2. Kristallisationspunkte

2.1 Auswahl

Einen Gesamtüberblick über die Karikaturen in einzelnen geschichtlichen Epochen, Ländern und Lebensbereichen (Politik, Gesellschaft, Religion etc.) zu geben, ist nicht möglich. Deswegen sind im Folgenden einige signifikante Beispiele ausgewählt, an denen sich das Phänomen Karikatur darstellen lässt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Religion im gesellschaftlichen Kontext, untergliedert in „Karikaturen im Zeitalter der Reformation“, „Kirche als Karikatur – aktuelle Themen“, „Das Kreuz mit der Karikatur“ und „Der Streit um die Mohamedkarikaturen“ (Bühler, 2012).

2.2 Karikatur im Zeitalter der Reformation

Als Vorstufe der Karikaturen in der Moderne werden oft die religiös-propagandistischen Flugschriften im Zeitalter der Reformation dargestellt.

Herzogliches Museum (Landesmuseum) Gotha, http://www.zeno.org/Kunstwerke/B/Schoen,+Erhard%3A+Teufel+mit+der+Sackpfeife; abgerufen am 04.10.16

Abb. 7 Flugschrift mit dem Titel »Der Teufel mit der Sackpfeife«, entstanden um 1535, von Erhard Schoen

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ego\_sum\_Papa.jpg?uselang=de; abgerufen am 04.10.16

Abb. 8 Karikatur auf Papst Alexander VI. als Teufel (“Ego sum Papa”). Darstellung aus einem aufklappbaren Flugblatt, dessen Oberseite das Bild des Papstes mit Kreuzesstab zeigt, Holzschnitt, 16. Jahrhundert

Die Flugschriften sind Waffen im Propagandakampf um die Wahrheit und die Seligkeit – das erklärt ihre Vehemenz. Die Verteufelung ist das Stilmittel dieses Kampfes. Von Karikaturen kann man in dem Sinn sprechen, dass hier in einem Bild die Differenz zwischen Wirklichkeit (Luther, der Papst) und der Wahrheit (Luther ist nicht mehr als Dudelsack des Teufels, der Papst ist in Wahrheit der Antichrist) dargestellt ist und dieses Bild durch Drucktechnik eine größere Verbreitung erfahren und damit zum öffentlichen Diskurs im Kontext der Gesellschaft beigetragen hat. Während sich Karikaturen aber auf aktuelle Situationen und Personen ausrichten, um darin spezifische Differenzen in Szene zu setzen, bedienen sich die ,Karikaturen‘ der Reformationszeit des damals üblichen Deutehorizonts, Wirklichkeit mit Blick auf Gott oder den Teufel wahrzunehmen. Sie aktualisieren bestehende Weltbilder und brechen sie nicht auf.

2.3 Kirche als Karikatur – aktuelle Themen

Kirchenintern erfreuen sich Karikaturen großer Beliebtheit – sie sind in Gemeindebriefen wie in kirchlichen Zeitungen zu finden, in Ausstellungen und als Broschüren – pars pro toto: „Ach du lieber Gott. Karikaturen zu Ökumene und Kirche“ Ausstellung und Begleitbroschüre, herausgegeben im Auftrag der Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreise Bayreuth und Nürnberg und das Erzbistum Bamberg (oJ).

Aber auch in der nicht-kirchlichen Öffentlichkeit und Presse finden sich Kirchen-Karikaturen. Hier dominiert eine kritische Sichtweise auf Kirche – dazu zählen unter anderem sexueller Missbrauch, Verschwendung von (Kirchen-)Steuern, allgemeine Reformunfähigkeit, Kritik an der Stellung der Frauen, einer rigiden Sexualpraxis. Als Personen werden immer wieder der Papst, aber auch Bischöfe karikiert (Tebartz von Elst, Margot Käsmann/Alkoholfahrt). Grundsätzlich gilt, dass die katholische Kirche weit häufiger zum Karikaturenfall wird als die evangelische und dass die Kritik sich im Blick auf die katholische Kirche an Machtpositionen der Kirche entzündet, während im Blick auf die evangelische Kirche die Beliebigkeit und Indifferenz Auslöser für Karikaturen sind.

http://www.theodor-heuss-haus.de/theodor-heuss-haus/sonderausstellung/aktuelle-sonderausstellung/pressebilder/; abgerufen am 30.09.16

Abb. 9 Cozacu, Ioan, im Rahmen der Sonderausstellung „Ach du lieber Gott – Karikaturen zu Ökumene und Kirche" im Theodor-Heuss-Haus Stuttgart, 30.04.-30.08.15

Eher selten finden sich explizit theologische Karikaturen, solche, die religiös-theologische Themen karikierend aufgreifen, etwa die Gottesfrage thematisieren.

in: Barrique, Descends, Il est comment Dieu?, 1992, http://www.protestant-edition.ch/rire-ensemble; abgerufen am 04.10.16

Abb. 10 Barrique, Descends, si t´es un homme!

2.4 Das Kreuz mit den Karikaturen

Kein anderes Zeichen des Christentums hat zu vielen und so scharfen Karikaturen provoziert wie das Kreuz. Zum einen, weil es zentral für die Botschaft des Christentums steht, zum anderen, weil es diametral zum Mainstreaming jeder Vernunft steht. Es provoziert. Dabei wird die Kreuzeskarikatur vielfältig ausgelegt. In der einen Richtung wird es als Herrschaftszeichen der Unvernunft des Glaubens und der Macht der Kirche gedeutet und lächerlich gemacht. In einer anderen Richtung wird das Kreuz als positives Zeichen gesehen, als Ort des Leidens unter Unvernunft und Macht und dabei meist gegen Kirche und Gesellschaft gewendet. Bei Kreuzeskarikaturen werden nicht selten religiöse Gefühle verletzt aber auch gesellschaftliche Machtstrukturen angegriffen.

Der Prototyp der Kreuzeskarikatur – eher jedoch von der Gattung her gesehen ein Spottbild – ist ein Graffito aus dem 2. Jahrhundert: Alexmanos betet seinen Gott, einen Eselsgott, an. Eine Figur am Kreuz mit Eselskopf, daneben ein junger Mann, der zum Kreuz aufblickt, darunter in griechischer Sprache „Alexamenos sebete theon“, zu deutsch: „Alexamenos betet (seinen) Gott an“. Entdeckt wurde dieses Graffito im Jahr 1856 auf dem Palatin in Rom, vermutlich eine der ältesten Kreuzesdarstellung aus dem frühen zweiten Jahrhundert (ca. 125 n. Chr.).

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Christparody.jpg; abgerufen am 04.10.16

Abb. 11 Unbekannter Urheber, Alexamenos betet seinen Gott an, entstanden zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert, Museum auf dem Palatin Rom

„Jesus Christus mit Kreuz und Gasmaske“ – diese Kreuzeskarikatur stammt aus der Feder von Georg Grosz (1893-1959). Wegen dieser erhielt er eine Anklage wegen Blasphemie. Ihm und seinem Verleger drohten Gefängnisstrafen. Der Grund: Grosz zeigte den gekreuzigten Jesus mit Gasmaske und Soldatenstiefeln, in der Linken hält Christus ein Kreuz. Die Bildunterschrift lautet: „Maul halten und weiter dienen“. Der Skandal bestand darin, dass Jesus „aktualisiert“ wird, sein Leiden mit dem Leiden der Soldaten im 1.Weltkrieg (Soldatenstiefel, Gasmaske) verknüpft wird. Der eigentliche Streitpunkt war dann die Bildunterschrift, die allerdings ambivalent ist: Fordert hier Jesus das Volk auf, nach dem Weltkrieg weiter zu machen wie bisher – oder leidet er selber darunter, dass hier die alte Kriegsordnung in den neuen Obrigkeitsstaat transformiert wird und er selber weiterdienen und weiterleiden muss. Doch ob so oder so: es war eine Kritik in erster Linie nicht an Gott, sondern an den gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Der Prozess durchlief fünf Instanzen und sollte als größter Gotteslästerer-Prozess der Weimarer Republik beispielloses Aufsehen erregen. Das Nachspiel: Im Hetzblatt „Der Stürmer“ wurde die Karikatur volksverhetzend umgedeutet. Demnach zeichnet ein Jude Jesus mit der Gasmaske. Christusmörder als Gotteslästerer, lautet die Botschaft der NS-Ideologen.

© Estate of George Grosz, NJ/VG Bild-Kunst, http://www.der-loewe.info/jesus-2-0-das-bild-christi-in-der-moderne/; abgerufen am 04.10.16

Abb. 12 Grosz, Georg, Christus am Kreuz mit Gasmaske, 1928

Aus der Fülle der Kreuzeskarikaturen der Gegenwart sei ausgewählt die Karikatur von Mario Lars: „Ey … du“. Gedacht war das Werk als Ausstellungsplakat für die Caricatura-Ausstellung am Kulturbahnhof-Kassel. Die Karikatur verknüpft die Idee der Gottesmutterschaft Marias mit dem beleidigenden, sexistischen und aggressiven Spruch „Ich habe Deine Mutter gefickt“. Doch die evangelische und katholische Kirche sowie die Freikirchen und die orthodoxe Kirche sahen die religiösen Gefühle von Christen verletzt und forderten, die Werbung abzuhängen. Ein Rentner erstattete sogar Anzeige wegen Blasphemie (stern.de 23.8.2012, http://www.zensur-archiv.de/index.php?title=Religion – mit einer guten Zusammenstellung zensierter Karikaturen).

©  Uwe Zucchi/dpa, http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/anzeige-wegen-blasphemie-kassel-streitet-ueber-jesus-karikatur-3590636.html; abgerufen am 30.09.16

Abb. 13 Lars, Mario, Jesus erhält eine Botschaft von ganz oben, gezeigt in der Ausstellung ‚CARICATURA VI – Die komische Kunst – analog, digital, international‘ in der Caricatura-Galerie für komische Kunst Kassel, 02.06.-16.09.2012

2.5 Der Streit um die Mohamedkarikaturen

Am 30. September 2005 startete die dänische Tageszeitung Jyllands Posten einen Karikaturenwettbewerb zur Figur Mohameds. Der Hintergrund war, dass sich für ein Kinderbuch zu Mohamed kein Künstler gefunden hat, Mohamed darzustellen, weil die Darstellung des Propheten im Islam verboten sei. Daraus wurde die These, dass der Islam in Dänemark so mächtig geworden sei, dass dies zur Selbstzensur der Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit geführt habe. Um die Grenzen auszuloten, wurde der Karikaturenwettbewerb ausgeschrieben und die Bilder veröffentlicht. Fast alle Bilder stellen Mohamed (und den Islam) als rückständig oder prinzipiell aggressiv dar – die Bildbotschaft lautete: Der Islam ist eine tickende Zeitbombe.

in: Jyllands Posten vom 30.09.2005, https://www.perlentaucher.de/link-des-tages/im-bild-die-mohammed-karikaturen-aus-jyllands-posten.html; abgerufen am 04.10.16

Abb. 14 Westergaard, Kurt, Muhammed, 2005

Der Protest von Vertretern der islamischen Gemeinden in Dänemark wurde mit Blick auf Pressefreiheit zurückgewiesen. Daraufhin sammelten Muslime diese und andere Karikaturen und suchten Aufmerksamkeit und Unterstützung für die Lage der Muslime in Europa in muslimischen Staaten. Dies war der Auslöser für Proteste in muslimischen Staaten, die innerhalb des Islam und als innenpolitisches Problem in islamischen Staaten zuerst wirksam wurden und dann erst bis hin zum Boykott von dänischen Produkten führten. Verschärft wurde dieser Protest, als die Mohamedkarikaturen mit Bildern aus dem Gefangenenlager von Abu Graib verknüpft wurden: Amerikanische Soldatinnen und Soldaten demütigen irakische-muslimische Soldaten, die unter anderem nackt am Boden liegend an einer Leine gehalten werden. Anfang 2006 startete – als propagandistische Gegenoffensive – eine irakische Zeitung einen Holocaustkarikaturenwettbewerb, um die westliche Toleranz und Pressefreiheit zu prüfen. Westliche Regierungen verurteilten diesen Wettbewerb scharf.

gesponsert von der iranischen Zeitung Hamshahri, http://www.irancartoon.ir/gallery/album48/carlos\_Latuff\_Brazil; abgerufen am 30.09.16

Abb. 15 Beitrag von Latuff, Carlos, (2. Preis) zur First International Holocaust Cartoon Competition im Iranian House of Cartoon

Am 7. Januar 2015 kam es dann zu einem islamistischen Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo. In der ersten Ausgabe nach dem Attentat auf die Redaktion von Charlie Hebdo findet sich als Titelbild ein weinender Muslim, der den Propheten Mohamed darstellen soll, mit zwei Schriftzügen: In der Hand hält der Muslim/Prophet ein Blatt mit der Aufschrift „Je suis Charlie“, als Botschaft, dass der Angriff der Islamisten den Islam, ja den Propheten selber „getroffen“ hat. Und über dem Mann der Schriftzug: „Tout est pardonné“, „Alles ist vergeben“, als Botschaft, dass der Anschlag vergeben ist.

in: Charlie Hebdo vom 14.01.2015, HO/AFP/Getty Images, http://www.nydailynews.com/news/world/charlie-hebdo-cover-shows-muhammad-holding-je-suis-charlie-article-1.2075278jpg; abgerufen am 04.10.16

Abb. 16 Luzier, Renald (Luz), Tout est pardonné

Dieses Bild, das auf seine Weise sowohl den Anschlag als Anschlag auf den Islam deutet und Versöhnung eröffnen will, wurde dennoch stark kritisiert. Denn es wurde nun nochmals der Prophet dargestellt – was im Islam nicht statthaft ist – und es wurde Vergebung angeboten, wobei die kritische Frage auftaucht, wer denn wem hier vergeben hat und vergeben kann. Zudem wurde darauf verwiesen, dass die Unterdrückung des Islam weltweit noch anhält. Diese Kritik an Titelbild und Botschaft der Satirezeitschrift Charlie Hebdo zeigt sich auch in der Karikatur unter dem Titel „Non, rien n´est pardonné“, („Nein, nichts ist vergeben“). Es zeigt Muslime aus Tschetschenien, Syrien, China, Gaza, Ägypten, Afghanistan und dem Irak, die wütend und verletzt darauf hinweisen, dass sie immer noch unterdrückt und verfolgt werden und eben nicht einfach vergeben können, solange die Verfolgung in Gang ist.

https://de.qantara.de/inhalt/islamisches-comic-magazin-cafcaf-aus-istanbul-nein-nichts-ist-vergeben; abgerufen am 04.10.16

Abb. 17 Bilgic, Emre, Non, rien est pardonné, aus dem türkischen Satiremagazin Cafcaf, Januar 2015

Ein Jahr nach dem Anschlag auf die Büros von Charlie Hebdo erschien folgendes Bild auf dem Cover der Satirezeitschrift. Es zeigt den christlichen Gott mit Maschinengewehr und blutverschmiert, dazu die Botschaft: Der Mörder läuft immer noch frei herum. Damit wird auf ein Phänomen aufmerksam gemacht, das in den letzten Jahrzehnten weltweit zu beobachten ist: dass die religiös motivierte Gewalt nicht nur durch Islamisten zugenommen hat, dass die Militarisierung des Religiösen zu einer Gefährdung des Friedens wird. Darin mag man eine gesellschaftspolitische Instrumentalisierung des Religiösen sehen – offen aber bleibt die Frage, warum Religion sich in gesellschaftlichen Konflikten so schnell instrumentalisieren lässt und sich militarisiert. Und offen bleibt auch, ob und wie Karikatur hier aus der Propagandamaschine ausbrechen, die Machtstrukturen der Militarisierung durchbrechen und zu einem befreienden Lachen finden kann (Comix, Nr 47, oJ; Luibl, 2015, 34f.).

http://www.lemonde.fr/actualite-medias/article/2016/01/04/un-an-apres-un-dieu-assassin-a-la-une-du-numero-anniversaire-de-charlie-hebdo\_4841110\_3236.html; abgerufen am 04.10.2016

Abb. 18 Sourisseau, Laurent (Riss), 1 an après. L’assissin court toujours, Charlie Hebdo vom 06.01.2016

Literaturverzeichnis

  • Bornemann, Bernd, Theorie der Karikatur, in: Baumann, Felix Andres (Hg.), Karikaturen – Karikaturen? Kunsthaus Zürich, 16. September-19. November 1972, Bern 1972, 5-23.
  • Bühler, Pierre, Karikatur als heilsame Herausforderung an die Religion, in: Cardo. Ein Bazar für das theologische Studienjahr Jerusalem 10 (2012) 1, 13-21.
  • Comix, Nr 47, oJ.
  • Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst (Hg.), Caricatures. Spott und Humor in Frankreich von 17.00 bis in die Gegenwart. Ausstellungskatalog Museum Wilhelm Busch, Hannover 2016.
  • Deutscher Presserat, Pressecodex, http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/; abgerufen am 5.10.2016.
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