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Lexikon

Dialog der Religionen, evangelische Sicht

Christoph Dahling-Sander

(erstellt: Febr. 2016)

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1. Dialog – eine Vorbemerkung

Religiöse und kulturelle Pluralität sind weltweit ein Kennzeichen der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart geworden. Dazu haben politische, ökonomische, technische sowie mediale und kulturelle Verflechtungen beigetragen, aber auch militärische Konflikte.

Doch Vielfalt geht keineswegs immer mit Zusammenhalt einher. Die Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen und Religionen wird von den einen als Bereicherung erlebt, etwa in der Nachbarschaft, bei der Arbeit oder in der Schule. Sie kann aber auch aufgrund von leidvollen Erfahrungen in Geschichte und Gegenwart als Belastung oder gar als Bedrohung wahrgenommen werden. Schon deshalb sind Verständigungsprozesse darüber erforderlich, wie das Miteinander gestaltet werden soll. Solchen Dialogen kommt eine befriedende Funktion zu. Religionen sind in pluralistischen Gesellschaften herausgefordert, Offenheit und Wertschätzung anderer aus ihren Traditionen heraus zu begründen.

In einen Dialog treten die Angehörigen unterschiedlicher Religionen, nicht die Religionen an sich. Ein Dialog setzt darum mit der Bereitschaft eines Menschen ein, sich einer Person zu öffnen, die einer anderen Tradition oder Überzeugung verpflichtet ist. Teilt die andere Person diese Haltung, entsteht ein Dialog, ein offener Prozess. Ziele dieses Prozesses sind Kennenlernen, Respektieren und Verstehen des Anderen oder auch gemeinsames Handeln. Dazu ist unter Umständen Mut erforderlich, auf jeden Fall aber Neugierde auf den Anderen, gegenseitiges Vertrauen sowie Respekt vor der Integrität und Identität einer jeden Person.

2. Das christliche und ökumenische Fundament für einen Dialog der Religionen

Angesichts der Frage nach einer besonderen evangelischen Sicht auf den Dialog der Religionen mag es überraschen, mit der ökumenischen Basis einzusetzen. Diese Basis ist inhaltlich grundlegend. Schließlich wird in der Regel dem interreligiösen Anliegen entsprechend z.B. ein jüdisch-christlicher oder christlich-islamischer Dialog geführt. In diesen fließen dann jeweils evangelische, katholische oder orthodoxe Begründungszusammenhänge ein. Zudem ist die ökumenische Basis erforderlich zur Abgrenzung eines Dialoges der Religionen gegenüber einer vermeintlich interreligiösen Ökumene.

Aus christlicher Sicht bedarf es eines theologisch verantworteten Konzeptes, um eine Haltung und ein Handeln zu entwickeln, welche im Verständnis des Evangeliums begründet sind. Dabei ist die Vielfalt schon innerhalb der je eigenen, also auch der christlichen Religion wahrzunehmen und im Dialog mit anderen Religionsangehörigen zu beachten. Dies nimmt die Charta Oecumenica der Konferenz Europäischer Kirchen und des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen auf: Die Ökumene, die Einheit der Christinnen und Christen gründet in ihrer Berufung zum Glauben an den dreieinigen Gott (Konferenz Europäischer Kirchen, 2001, Art. 1). Diese Einheit soll sichtbar werden. „Unsere in Christus begründete Zusammengehörigkeit ist von fundamentaler Bedeutung gegenüber unterschiedlichen theologischen und ethischen Positionen“ (ebd., Art. 6). Darauf fußt die gemeinsame Verantwortung der Kirchen in Europa (ebd., Artikel 7-12). Auf dieser Grundlage wird in den Artikeln 10-12 das Verhältnis zu anderen Religionen ausdifferenziert: „10. Gemeinschaft mit dem Judentum vertiefen“, „11. Beziehungen zum Islam pflegen“, „12. Begegnung mit anderen Religionen und Weltanschauungen“ (ebd., Artikel 10-12).

Ohne dass die Charta Oecumenica es näher ausführt, ist folgende Einsicht grundlegend: Gottes bleibende Erwählung des Volkes Israel, die in → Jesus Christus offenbar geworden ist, verbindet Juden und Christen (Röm 9-11). Der Glaube von Jesus von Nazareth eint sie, der Glaube an Jesus Christus trennt. Die Hebräische Bibel ist ihr gemeinsames Zeugnis vom Wirken Gottes, auch wenn dieselben Texte unterschiedlich ausgelegt werden.

Das Besondere der Beziehung zwischen Christentum und Islam ist, dass der Koran bestimmte Elemente enthält, die sich auch in der Hebräischen Bibel und dem Neuen Testament finden. So wird Jesus als Prophet gewürdigt, aber als Menschgewordener, Gekreuzigter und Auferstandener bestritten. Entsprechend wird der Glaube an die Dreieinigkeit Gottes (→ Trinität/Dreifaltiger Gott) abgelehnt. Der Islam sieht Juden und Christen auf einem Irrweg und fordert ihre Hinwendung zu dem von Mohammed geoffenbarten Koran und dem Glauben an den einen Gott.

Der Charta Oecumenica kommt eine herausragende Bedeutung zu, weil sich 2001 erstmals orthodoxe Kirchen, evangelische Kirchen und die römisch-katholische Kirche angesichts der Herausforderungen in Europa auf gemeinsame, theologisch begründete Leitlinien verständigt haben. Zudem benennen sie darin dezidiert Perspektiven für den Dialog der Religionen (Konferenz Europäischer Kirchen, 2001).

In diesem Zusammenhang sind zwei Begriffe zu problematisieren:

  1. Ein Dialog der Religionen kann die ökumenische Basis der Berufung zum Glauben an den dreieinigen Gott selbstredend nicht für nichtchristliche Religionen reklamieren. Selbst der Begriff Religion wird unterschiedlich interpretiert. So ist schon vom Selbstverständnis her nicht jede Religion (mono-)theistisch, z.B. in bestimmten Richtungen des Hinduismus und im Buddhismus. Daher ist die Ausweitung auf den populären Begriff interreligiöse Ökumene nicht sachgemäß.
  2. Weitere Begriffe sind abrahamitische Ökumene (Hans Küng, Karl-Josef Kuschel) bzw. abrahamische Ökumene (Interkultureller Rat in Deutschland e.V.). Sie markieren zwar einen gemeinsamen Bezugspunkt unter Juden, Christen, Muslimen und Bahai. Jedoch drohen sie zu kaschieren, dass die Bedeutung Abrahams (→ Abraham) schon in diesen vier Religionen substantiell unterschiedlich interpretiert wird. Außerdem ist die Sicht der jeweiligen Religionen aufeinander sehr unterschiedlich. Beispielsweise werden die Bahai nach der Mehrheitsmeinung im Islam nicht als Religionsgemeinschaft, sondern als vom Islam Abgefallene angesehen.

3. Die Hinwendung zum Dialog im Ökumenischen Rat der Kirchen

Entgegen einer verbreiteten Wahrnehmung kam es bereits in den 1960er Jahren nicht nur in der römisch-katholischen Kirche (→ Dialog der Religionen katholische Sicht), sondern auch im Ökumenischen Rat der Kirchen, dem weltweiten Zusammenschluss evangelischer, anglikanischer, altkatholischer und orthodoxer Kirchen, zu einer grundlegend neuen, dialogischen Ausrichtung gegenüber nichtchristlichen Religionen. An dieser Entwicklung hatten die evangelischen Kirchen erheblichen Anteil.

Die Wende begann 1961 durch die Integration des Internationalen Missionsrates (IMR) in den Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK). Bis dahin befasste sich der auf der ersten Weltmissionskonferenz 1910 in Edinburgh beschlossene und 1921 gegründete Internationale Missionsrat vor allem damit, wie Widerstände gegenüber christlichen Missionsbemühungen überwunden und Synkretismen abgewehrt werden können. Diese wurden besonders im asiatischen Kontext wahrgenommen. Ein Dialog der Religionen war in diesem Zusammenhang unvorstellbar.

Das neue Selbstbewusstsein nichtchristlicher Religionen verlangte jedoch ein Umdenken, das durch die Erfahrungen der Kirchen mit nichtchristlichen Religionen möglich wurde. Ein zweiter wesentlicher Grund für das Umdenken lag in der Einsicht in die Schuld, die die Kirchen Europas in die Welt gebracht haben, beispielweise durch Kreuzzüge und Kolonialmission. Eine besondere Bedeutung kam drittens der Schuld der Kirchen angesichts der Judenverfolgung zu, die theologisch aufzuarbeiten war. Nicht zuletzt spielten die Migrationsbewegungen in der zweiten Hälfte des 20. Jh. eine Rolle. Diese vier Faktoren wurden zur treibenden Kraft für Theologie und Kirche in diesem Prozess.

Durch die Neuausrichtung von 1961 wurde es möglich, Mission und Dialog neu zu bedenken. Die Wende wurde im Ökumenischen Rat der Kirchen 1971 durch ein eigenes Dialogprogramm manifestiert und als Dialog mit Menschen anderer Religionen und Ideologien auf gleichem Rang wie Weltmission und Evangelisation in der Abteilung Glaube und Zeugnis institutionalisiert. In einer ersten Phase wurden bilaterale Dialoge mit Angehörigen des Judentums, des Islam, des Hinduismus, des Buddhismus und von afrikanischen Stammesreligionen geführt (1970-1975). Die folgenden Jahre waren zum einen durch multireligiöse Vorhaben zur Friedensarbeit/Überwindung von Gewalt, zu Gerechtigkeit und zur Bewahrung der Schöpfung geprägt. Zum anderen wurde kontinuierlich an theologischen Positionsbestimmungen gearbeitet, vor allem zum Verhältnis von Dialog und Mission und zu einer sich nunmehr entwickelnden Theologie der Religionen.

Die vom Zentralausschuss des Ökumenischen Rat der Kirchen 1979 verabschiedeten Leitlinien zum Dialog entwickelten für Jahrzehnte eine prägende Kraft (Ökumenischer Rat der Kirchen, 1977/1979). 2002 wurden sie angesichts von interreligiösen Dialogen in Krisengebieten überarbeitet, um die friedenstiftende Kraft von Dialogen zu unterstreichen.

Die evangelischen Kirchen brachten sich kontinuierlich theologisch und praktisch in diese Prozesse ein und trieben sie maßgeblich voran, stets vernetzt mit ihren konfessionellen Zusammenschlüssen (Lutherischer Weltbund und Reformierter Weltbund, ab 2010 Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen). Freikirchen und orthodoxe Kirchen befassten sich dagegen vorrangig mit Fragen der Mission.

4. Der Weg zu vielfältigen Dialogen in den deutschen evangelischen Kirchen

Die Motive zum Dialog mit anderen Religionen sind innerhalb der deutschen evangelischen Kirchen mit denen beim Ökumenischen Rat der Kirchen vergleichbar, nur mit einer anderen Gewichtung. So war die aufzuarbeitende Schuld an der Judenvernichtung und am Antisemitismus ganz wesentlich, um die Begegnung von Juden und Christen neu aufzubauen und theologisch zu fundieren. Hinzu kamen zweitens die Migrationsbewegungen, durch die mit Beginn der 1960er Jahre sogenannte Gastarbeiter nach Deutschland kamen und mit ihnen Menschen aus unterschiedlichen Religionen und Kulturen. Schließlich rangen auch die Kirchen in Deutschland drittens mit der Frage, wie Mission und Dialog in Beziehung zu setzen seien, sowohl aufgrund der eigenen Missionsgeschichte als auch aufgrund des zunehmend erstarkten Selbstbewusstseins nichtchristlicher Religionen in den unterschiedlichen Kontexten der Welt.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Deutschen Evangelischen Kirchentag zu. Bereits 1961 wurde der jüdisch-christliche Dialog durch eine feste Arbeitsgruppe institutionalisiert. Der Dialog mit dem Islam ist bei den Kirchentagen seit 1981 fester Bestandteil, also zwei Jahre nach der Revolution im Iran und 20 Jahre vor den Terroranschlägen vom 11.9.2001.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) legte 1975 bis 2000 drei Studien vor: „Christen und Juden I – III“ (Kirchenamt der EKD, 2002). Diese erarbeiteten christlich-theologische Begründungen v.a. zur Treue Gottes gegenüber dem erwählten Volk Gottes, zur Schriftauslegung, zur Christologie, zur Absage an die sogenannte Judenmission sowie Klärungen zum Land und zum Staat Israel.

Da im Bereich des jüdisch-christlichen Dialogs aufgrund der deutschen Geschichte über Jahrzehnte wenige Begegnungsmöglichkeiten existierten, stand der theologische Dialog im Vordergrund. Anders war es im Gegenüber zum Islam. Durch die Arbeitsmigration gab es eine Fülle von Kontakten im Alltag, dafür allerdings weniger Gesprächspartner auf Augenhöhe der Theologen. Solche ungleichen Voraussetzungen haben die Dialoge lange Zeit erschwert, zum Teil bis heute.

Für den christlich-islamischen Dialog zeigt sich diese Kontextualität u.a. daran, dass die erste Veröffentlichung der Evangelischen Kirche in Deutschland unter dem Titel „Moslems in der Bundesrepublik“ (Kirchenamt der EKD, 1974) von ihrem Ausschuss für den kirchlichen Dienst an ausländischen Arbeitnehmern erarbeitet wurde. Im Vordergrund standen Informationen zum Islam und Anregungen für die kirchengemeindliche Praxis. Informieren sollten auch je eine Faltblattserie zum Judentum und zum Islam, die von der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) von 1974 bis 1983 zum Judentum und 1981 bis 1990 zum Islam herausgegeben wurde. Aufgrund der großen Nachfrage (fast 4 Millionen Exemplare allein zum Islam) wurden sie 1983 und 1990 von der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands und der Evangelischen Kirche in Deutschland jeweils als Buch herausgegeben: „Was jeder vom Judentum wissen muss“ (VELKD, 1983), „Was jeder vom Islam wissen muss“ (VELKD/EKD, 1990). Die Bücher wurden mehrfach aktualisiert und 2005 (Vereinigte Evangelisch-lutherische Kirche Deutschlands/Evangelische Kirche in Deutschland, 2005) bzw. 2011 (Vereinigte Evangelisch-lutherische Kirche Deutschlands/Evangelische Kirche in Deutschland, 2011) komplett neu überarbeitet, u.a. mit jüdischer bzw. muslimischer Beteiligung. Konzeptionell flossen nun auch eigene Positionen der evangelischen Kirchen ein.

Aufgrund der gewachsenen Herausforderungen in der Begegnung mit Muslimen zum Beispiel in Kindertagesstätten, in Schulen oder auch in der Seelsorge erschien im Jahr 2000 die Handreichung der Evangelischen Kirche in Deutschland „Zusammenleben mit Muslimen in Deutschland. Gestaltung der christlichen Begegnung mit Muslimen“ (Kirchenamt der EKD, 2000). Da bestimmte Aspekte, z.B. Mission, in dieser zurückgetreten waren und zugleich die politisch-gesellschaftliche Situation nach den Anschlägen vom 11.9.2001 erheblich kritischere Debatten zum Islam hervorbrachte, folgte 2006 die zweite Handreichung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland unter dem Titel „Klarheit und gute Nachbarschaft. Christen und Muslime in Deutschland“ (Kirchenamt der EKD, 2006). Diese wollte die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Christen und Muslimen in der Gesellschaft festigen, sprach aber auch Konfliktthemen wie Religionsfreiheit an. Anders als bei entsprechenden Denkschriften zum Judentum wurden muslimische Theologen nicht beteiligt. Die Schrift polarisierte, sie stieß auf Zustimmung, aber auch auf Ablehnung unter denen, die als Christen und Muslime in Dialogprozesse involviert waren.

Das Engagement für die Begegnung mit Juden, Muslimen und Angehörigen anderer Religionen brachte seit den 1970er Jahren in den evangelischen Landeskirchen zahlreiche Projekte und Initiativen an der Basis hervor, die wiederum neue Anstöße gaben. Die Landeskirchen unterstützen die Entwicklungen mittlerweile durch Dialog-Beauftragte. Dazu kommen Begegnungen und Dialoge auf den Leitungsebenen der evangelischen Kirchen, die Arbeit der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), das Engagement der Ev. Akademien, des Diakonischen Werks und anderer kirchlicher Einrichtungen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang auch die jährliche Woche der ausländischen Mitbürger/Interkulturelle Woche (bereits seit 1975) und Projekte der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) wie Lade deine Nachbarn ein und Weißt du, wer ich bin? Eine andere Position vertritt hingegen die Deutsche Evangelische Allianz, die sich für eine Mission gegenüber Nichtchristen stark macht.

Diese Beispiele zeigen, wie vielfältig die Positionen und die Vernetzungen innerhalb der evangelischen Kirchen sind. Zudem wird deutlich, wie sehr das Engagement in die jeweiligen gesellschaftlichen und kulturellen Kontexte eingebunden ist. So entwickelten sich die Dialoge z.B. mit Muslimen von einer eher fürsorglich, diakonischen Haltung weiter zu einer v.a. informativen Haltung, zu der dann die eigenen christlichen Positionierungen dazukamen, stets begleitet durch eine Fülle an Begegnungen auf allen Ebenen der evangelischen Kirchen. Die Dimensionen und Intentionen der Dialoge lassen sich grob unterscheiden, auch wenn die Übergänge fließend sind:

  1. Information und Austausch, um Vorurteile abzubauen und Gemeinsamkeiten sowie Differenzen zu identifizieren,
  2. Beratung und Begleitung, um Menschen beispielsweise in der Ehe oder anderen Lebenssituationen (Krankenhaus, Gefängnis etc.) seelsorgerlich zu begleiten,
  3. Begegnungen und Engagement im Alltag, um z.B. in der Kindertagesstätte, der Schule oder im Stadtteil ein nachbarschaftliches Miteinander zu gestalten,
  4. theologische Reflexion, um nach gemeinsamen Überzeugungen und unter Umständen nach transreligiöser Wahrheit zu suchen,
  5. spirituelle Praxis, um z.B. zum Beten zusammenzukommen oder multireligiöse Feiern zu gestalten.

5. Theologie der Religionen als christliche Reflexion der Praxis

Mit den praktischen Begegnungen und Dialogen wuchs der Bedarf der theologischen Reflexion. Sie findet ihren Niederschlag seit der zweiten Hälfte des 20. Jh. in der sogenannten Theologie der Religionen. Die Notwendigkeit, sich von christlicher Seite mit anderen Religionen ins Verhältnis zu setzen, war davor nicht gegeben. Die Grundfrage lautet, wie sich der Anspruch christlicher Theologie und Kirche, dass Jesus Christus die Offenbarung Gottes und allein durch ihn Heil zu erlangen sei, zur geschichtlichen Wirklichkeit anderer Religionen verhält.

Die Haltung gegenüber Muslimen, beispielsweise von Martin Luther (1483-1546), war geprägt durch die politische Auseinandersetzung mit dem Osmanischen Reich. In „den Türken“ sah er den äußeren Feind der Christenheit, im Papsttum den inneren Feind der Christenheit. Der Papst und Mohammed waren für ihn falsche Propheten. Luther kannte den Koran in Auszügen einer lateinischen Fassung. Das Bekenntnis zum dreieinigen Gott galt es um jeden Preis zu verteidigen. Luther und andere Reformatoren begründeten keinen theologischen Zugang zum Dialog mit Juden und Muslimen, sondern eine Absage durch die Verwendung von Kategorien wie Gesetzesreligion und Werkgerechtigkeit gegenüber Offenbarungsreligion und Glaubensgerechtigkeit.

In der Aufklärung wurde durch Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) die Frage nach der Wahrheit neu gestellt und die Antwort bewusst offen gelassen, indem er Judentum, Christentum und Islam auf eine Ebene stellte. Allerdings dominierte in der Aufklärung die Verhältnisbestimmung von Glaube und Vernunft, nicht die Frage nach dem Verhältnis unterschiedlicher Religionen. Die Kenntnis anderer Kulturen und Religionen nahm zwar weiterhin zu, doch blieb auch noch für Friedrich Daniel Schleiermacher (1768-1834) das Verhältnis von Glaube und Vernunft bestimmend. Seine existentielle Interpretation von Religion als „Sinn und Geschmack für das Unendliche“ galt allein der christlichen Religion und Kultur.

Im 20. Jahrhundert entfaltete Karl Barth (1886-1968) seine theologische Religionskritik. Er sah, begründet in der Offenbarung Gottes in Jesus Christus, in der Religion den menschlichen Versuch, sich Gottes bemächtigen zu wollen. Als menschlicher Versuch sei dieser zum Scheitern verurteilt, aber zugleich in Gottes Schöpfung aufgehoben. So gehe es darum, zu hören und Gott zu bezeugen. Barth wird vorgeworfen, er habe damit interreligiöse Dialoge behindert und ihnen die theologische Grundlage entzogen. Doch Barth ging es nicht um die Begründung oder Abwehr einer Theologie der Religionen. Vielmehr formulierte er in dem 1937 verfassten Abschnitt der Kirchlichen Dogmatik mitten im Kirchenkampf mit seiner theologischen Religionskritik vor allem eine Kirchenkritik: Kritik an den Deutschen Christen und ihrer Gleichschaltung mit der menschenverachtenden NS-Ideologie gegenüber Juden. Wenn Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) auf seinen Spuren von Religion als bloß menschlicher Variablen sprach, die es abzustreifen gelte, ging es ihm darum, die Offenbarung Gottes umso deutlicher in einer säkularen, religionslosen Welt zu bezeugen (Dahling-Sander, 1997).

Einen wirkungsvollen Neuansatz legten die Arnoldsheimer Konferenz und die Vereinigte Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands vor. Sie nahmen die Überlegungen zur theologischen Religionskritik auf und differenzierten in der Studie „Religionen, Religiosität und christlicher Glaube“ (1991) zwischen Religion und Religiosität, um einen positiven Zugang zu nichtchristlichen Religionen zu bieten. Demnach unterstehen auch die nichtchristlichen Religionen dem Welthandeln Gottes, nicht jedoch dem Heilshandeln, das durch Jesus Christus vermittelt wird. Dieser Ansatz musste sich jedoch fragen lassen, ob Gottes Wirken derart zu unterscheiden sei (Barth, 2008).

Daneben kommen weitere neue Modelle für eine Theologie der Religionen zum Stehen. Vielfach diskutiert werden die Begriffe Exklusivismus, Inklusivismus und Pluralismus, die vor allem von Vertretern pluralistischer Religionstheologien, John Hick, Perry Schmidt-Leukel u.a., zur Unterscheidung verschiedener Modelle verwendet werden.

Exklusivismus liegt demnach dann vor, wenn anderen Religionen kein Zugang zum Heil und keine wahre Gotteserkenntnis eingeräumt werde. Die Aussage, außerhalb der Kirche gebe es kein Heil (Cyprian), wird für diese Sicht als charakteristisch bezeichnet. Sie gründet in neutestamentlichen Zeugnissen, dass nur in Jesus Christus der Zugang zu Gott und das Heil begründet seien (Joh 14,6; Apg 4,12).

Die inklusivistische Sicht stehe ebenfalls dafür, dass allein in Jesus Christus der Zugang zu Gott liege und in ihm die Fülle des Heils erschienen sei. Zugleich gehe diese Position aber davon aus, dass auch in anderen Religionen mit einer gewissen Gotteserkenntnis und einer möglichen Teilhabe am Heil zu rechnen sei (Röm 1,19; Apg 17,26-28). Vom Zugang zum Heil schließe Gott niemand aus; er wolle, dass alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1Tim 2,4).

Die Schwierigkeit beim Exklusivismus liege darin, dass er darauf hinausläuft, andere christliche Interpretationen der Schrift und andere Religionen auszuschließen. Er wird als intolerant kritisiert. Beim Inklusivismus bestehe dagegen die Gefahr, andere Positionen und Religionen zu vereinnahmen.

Pluralistische Religionstheologien hingegen setzen die Gleichwertigkeit aller Religionen voraus. In der eigenen wie auch in anderen Religionen wird ein Höchstmaß an Gotteserkenntnis beansprucht. Gott bzw. ein Höchster, eine letzte Wahrheit, habe sich in den unterschiedlichen Religionen verschieden, aber in gleich gültiger Weise kundgetan. Als Menschen stehe uns kein anderes Urteil zu.

Die Stärke bei einer pluralistischen Position liegt darin, dass eine wechselseitige Anerkennung ermöglicht wird – jedoch nur unter der Voraussetzung, dass diese Position auch aus den unterschiedlichen Perspektiven der Religionen geteilt wird. So können etwa in ethischen Debatten die Zugänge von verschiedenen Religionen wechselseitig akzeptiert werden. Allerdings, und das ist die entscheidende Schwierigkeit, werden dann die ethischen Urteile und das daraus folgende Handeln von den jeweiligen theologischen Traditionen und Begründungen gelöst. Denn das Problem dieser Position – die sich auch im populären Denken vielfach findet – ist folgendes: Sie entwirft eine Metatheorie und bleibt im Blick auf die prinzipielle Gleichwertigkeit der unterschiedlichen Offenbarungen abstrakt. Die Letztbegründung durch ein eigenes Bekenntnis wird umgangen, was eine individualistische Beliebigkeit zur Folge hat. Das Anderssein des Anderen wird faktisch nivelliert.

Aus diesen Gründen haben sich die evangelischen Kirchen und die ökumenischen Zusammenschlüsse dieser pluralistischen Position nicht anschließen (Kirchenamt der EKD, 2015) können. In der evangelisch theologischen Diskussion modifizieren einige das Dreier-Schema komplett und verknüpfen es trinitarisch (mutualer Inklusivismus; Bernhardt, 2006) oder lösen es ganz ab zugunsten einer Perspektive aus interkultureller Theologie (Wrogemann, 2015).

Der Ökumenische Rat der Kirchen spricht sich in seinen Dokumenten dafür aus, andere Religionen nicht zu verurteilen oder auszuschließen. Doch er beschreitet einen anderen Weg als das Zweite Vatikanische Konzil, indem er das Heil gerade nicht an die Kirche bindet. Die Kirche hat keine heilsvermittelnde Funktion. In den Konzilsdokumenten wird dagegen die Wahrheit und Heilsbedeutung der Offenbarung Gottes an Christus und an die Kirche gebunden (z.B. Lumen Gentium, Nr. 16; Dei Verbum). Auch die jüngeren Verlautbarungen halten an der Einzigkeit und Universalität des Heils in Jesu Christus und der Kirche fest.

Der Ökumenische Rat der Kirchen unterstreicht, dass weder die Religionen noch Gott zu vereinnahmen seien. „Wir sind überzeugt, dass wir berufen sind, Gottes heilendes und versöhnendes Werk in Christus in der Welt zu bezeugen. Wir tun dies, indem wir demütig bekennen, dass wir die Wege, auf denen Gottes Erlösungswerk zur Vollendung gebracht wird, nicht genau kennen. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild, denn wir erkennen nur stückweise und wissen nicht genau, was Gott für uns bereit hält (siehe 1. Kor 13,12-13). […] Das Wirken des Geistes entzieht sich unseren Definitionen, Beschreibungen und Grenzen. Wir sollten uns bemühen, die Gegenwart des Geistes zu erkennen, wo es ‚Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit‘ gibt (Gal 5,22-23). […] Unser Zeugnis ist geprägt von Buße, Demut, Integrität und Hoffnung. Wir wissen, wie leicht wir Gottes Offenbarung in Jesus Christus missverstehen und sie in unseren Handlungen und dadurch, dass wir als Besitzer von Gottes Wahrheit statt als unwürdige Empfänger seiner Gnade auftreten, verraten können. […] [Wir] können […] nicht anders, als andere an unserer Erfahrung und unserem Zeugnis teilhaben zu lassen und ihnen gleichzeitig zuzuhören, wenn sie ihren tiefsten Überzeugungen und Einsichten Ausdruck verleihen. […] Wir wagen es daher nicht, andere zu verurteilen“ (Ökumenischer Rat der Kirchen, 2002, Nr. 13-16).

Die Evangelische Kirche in Deutschland entfaltet 2003 in ihrem Beitrag „Christlicher Glaube und nichtchristlichen Religionen. Theologische Leitlinien“ eine dem Ökumenischen Rat der Kirchen vergleichbare Position, jedoch stärker vom Wahrheitsverständnis her (Kirchenamt der EKD, 2003). In „Christlicher Glaube und religiöse Vielfalt in evangelischer Perspektive“ von 2015 führt die Evangelischen Kirche in Deutschland diesen Ansatz fort und strebt an, Wahrheitsbindung und Dialogfähigkeit der evangelischen Kirche ins Zentrum zu rücken, gerade weil es ihr darum gehe, für die religionsneutrale Offenheit des Grundgesetzes einzutreten, die den religiösen Pluralismus ermögliche und die Voraussetzung für Religionsfreiheit sei (Kirchenamt der EKD, 2015).

Zusammenfassend lassen sich sieben Aspekte identifizieren, die sich in der evangelischen Theologie und Kirche herausgebildet haben:

  1. Eine Theologie der Religionen muss die jeweils eigene Perspektive im Blick behalten. Für Christinnen und Christen sind Aussagen nur aus ihrem Glauben heraus möglich. Diese je eigene Letztbegründung bewahrt vor einer abstrakten Metatheorie und vor einer Selbstrelativierung.
  2. Christinnen und Christen stellen sich der Wahrheit und Dreieinigkeit Gottes. Gottes Heil schaffendes, segensreiches Wirken zu erkennen, kann für sie schwierig sein und ist keineswegs immer unmissverständlich möglich. Dabei ist Gottes Dreieinigkeit im Blick auf Vater, Sohn und Heiligen Geist (→ Heiliger Geist) zu unterscheiden, aber nicht zu trennen. Immer handelt der dreieinige Gott. Jeder Versuch, das Geheimnis der umfassenden Wahrheit Gottes lösen zu wollen, scheitert, weil er Gott vereinnahmt und nicht Gott sein lässt. Deshalb halten Christinnen und Christen sich an Gottes Offenbarung in Jesus Christus.
  3. Die Frage nach dem einen Gott ist offen zu halten. Die Zugänge zu Gott sind in den Religionen unterschiedlich und werden auch verschieden interpretiert. Einen abstrakten Zugang gibt es nicht aus der Perspektive des Glaubens. Ob Gott beispielsweise für Juden, Christen und Muslime identisch ist, wird sich für Christen am Ende der Tage zeigen. Ein letztes Urteil über Gottes heilsames Wirken in den Religionen steht nicht den Glaubenden zu, sondern allein Gott.
  4. Gottes Handeln ist auch in anderen Religionen zu entdecken. Die Religionen und das Wirken ihrer Angehörigen in ihrer jeweiligen Kontextualität können als Folgen von Gottes Handeln gesehen werden. In ihnen können Christinnen und Christen Zeichen des Schöpfers und damit des dreieinigen Gottes sehen, selbst wenn ihnen einiges fremd bleibt und für sie Gottes Handeln nicht nachvollziehbar ist. Dies stößt an eine Grenze, wo lebensfeindliches und menschenverachtendes zutage tritt.
  5. Die einzelnen Religionen sind in ihrer geschichtlichen Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen. Dies gilt besonders auch für das Verhältnis vom Christentum zum Judentum und Islam (s.o. 2.). Eine solche Differenzierung führt nicht zu einer wertenden Abstufung.
  6. Christlicher Glaube kann nicht ohne das Zeugnis Jesu Christi von Gott sprechen. Zu diesem Zeugnis sehen sich auch Christen gerufen. Mission als missio dei bleibt dem Wirken Gottes vorbehalten. Durch das Zeugnis gegenüber Menschen anderer Religionen wird sich das Zeugnis verändern sowie sich auch die Zeuginnen und Zeugen selbst verändern. Denn die Begegnung mit Anderen bietet die Chance, den je eigenen Glauben bewusster wahrzunehmen, zu bedenken und gerade im Gegenüber daran selbst zu wachsen.
  7. Das Zusammenleben von Angehörigen unterschiedlicher Religionen ist zu fördern und verantwortlich zu gestalten. → Fremdheit und Hindernisse wie Machtgefälle sind nicht auszublenden, sondern bewusst zu bearbeiten. Gemeinsam die ethische Verantwortung wahrzunehmen, ist eine zentrale Herausforderung auf lokaler wie auf internationaler Ebene, z.B. im Blick auf die Gewährung von umfassender Religionsfreiheit.

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  • Vereinigte Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands/Evangelische Kirche in Deutschland, Was jeder vom Islam wissen muss. Hg. von Martin Affolderbach/Inken Wöhlbrand im Auftrag der VELKD und EKD, Gütersloh vollständig überarbeitete 8. Aufl. 2011.
  • Vereinigte Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands/Evangelische Kirche in Deutschland, Was jeder vom Judentum wissen muss. Hg. von Christina Kayales/Astrid Fiehland van der Vegt im Auftrag der VELKD, Gütersloh 9. völlig neu überarbeitete Aufl. 2005.
  • Wrogemann, Henning, Theologie Interreligiöser Beziehungen. Religionstheologische Denkwege, kulturwissenschaftliche Anfragen und ein methodischer Neuansatz, Gütersloh 2015.
  • Zweites Vatikanisches Konzil: Dokumente des II. Vatikanischen Konzils. Online unter http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm
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