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Lexikon

Treue (AT)

Werner Urbanz

(erstellt: Aug. 2012)

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Treue erscheint in vielen alttestamentlichen Texten als eine Eigenschaft, die sich in einem zuverlässigen und beständigen Verhalten verwirklicht. Treue ist dabei auch ein Relationsbegriff. Sie zeigt und realisiert sich in einem Verhältnis, einer Beziehung. Zum Wortfeld „Treue“ gehören im Hebräischen wie im Deutschen eine Fülle von Begriffen, für die es keine festen Entsprechungen gibt (→ Gerechtigkeit; → Gnade; → Liebe).

1. Begriffsbestimmungen

1.1. Treue im Deutschen

Im Deutschen zeigen die Begriffe „Treue / treu“ eine relativ große Bedeutungsbreite. Treue kann eine treue Gesinnung bzw. ein treues Verhalten, eine unverändert feste Verbundenheit mit jemandem oder einer Sache, Gewissenhaftigkeit, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Genauigkeit (als Nähe zur Vorlage) bis hin zu den Aspekten von Versprechen, Gelübde, ja sogar Bund / Bündnis bezeichnen (Wahrig). Das verwandte englische „true“ weist auf die Konnotation mit „wahr“, „richtig“ und „echt“ hin. Bei der Treue von Eltern gegenüber Kindern und umgekehrt bzw. zwischen Geschwistern vereinigen sich Elemente der Liebe, Fürsorge, Güte, Dankbarkeit sowie des Gehorsams und lassen sich auch leicht verwechseln (Grimm).

1.2. Treue in deutschen Bibelübersetzungen

Ein vergleichender Blick in verschiedene deutsche Bibelübersetzungen zeigt eine ähnliche Vielfalt. So übersetzt die Lutherbibel (1984) verschiedene hebräische Begriffe mit „Treue“ (z.B. Ex 34,6 אֱמֶת ’ämæt; 2Chr 19,9 אֱמוּנָה ’ämûnāh; Neh 1,5 חֶסֶד ḥæsæd). Die Einheitsübersetzung gibt das hebräisch אֱמֶת ’ämæt meist mit „Treue“, aber auch z.B. mit „Vertrauen“ (Gen 24,49), „aufrichtig“ (1Kön 2,4) und „Wahrheit“ (Ps 40,12) wieder. Das zeigt, dass sich das deutsche Wort „Treue“ und seine Parallelbegriffe nicht einfach hebräischen Äquivalenten zuordnen lassen.

2. Wortbedeutungen und Äquivalente

2.1. Hebräische Bibel

Viele für das Wortfeld der Treue relevante Begriffe haben als Basis die Verbwurzel אמן ’mn „fest / beständig / sicher / zuverlässig sein“. Dabei sind Formen im Nif. „Bestand haben / dauern / zuverlässig sein / treu sein“, und im Hif. „fest stehen / vertrauen / Glauben haben / glauben“ relativ häufig. Unter den nominalen Ableitungen sind am wichtigsten אֱמוּנָה ’ämûnāh „Festigkeit / Zuverlässigkeit / Treue / Redlichkeit“ und אֱמֶת ’ämæt „Beständigkeit / Dauer / Zuverlässigkeit / Treue / Wahrheit“. Als Adjektiv „zuverlässig / treu“ wird meist נֶאֱמָן næ’ämān (Part. Nif.) verwendet.

Die hebräische Wurzel findet sich auch in dem liturgischen Ausruf → „Amen!“ (אָמֵן ’āmen). Ausgehend von der Bedeutung „es steht fest und gilt“, besagt er, dass etwas Ausgesprochenes feststeht, „wahr“ und damit gültig und verpflichtend ist (Wildberger, 194). Es geht dabei auch um die Anerkennung des göttlichen Wortes als wirkender Macht (z.B. Jer 28,6; 1Kön 17,24), wie es gerade in der Bestätigung von → Flüchen zum Ausdruck kommt (Dtn 27,15-26) oder auch als Bekräftigung des immerwährenden Lobpreises (Ps 41,14).

Es gibt eine Reihe von Begriffen, die wie „Treue“ eine Zuwendung Gottes zur Welt umschreiben und nicht klar voneinander abgrenzbar sind. אֱמוּנָה ’ämûnāh und אֱמֶת ’ämæt sind häufig mit dem Nomen חֶסֶד ḥæsæd verbunden (s.u. 3.5.), das eine Fülle von Bedeutungen hat: „Güte / Huld / Gnade / Gnadenerweise / Gemeinschaftspflicht / Loyalität“ bis hin zu „Treue“ (HALAT, 323). Weiterhin sind z.B. zu nennen: כוּן kûn Nif. „fest sein / fest stehen“ (Ps 89,38; 1Chr 17,23f; Ps 78,8.37); תָּמִים tāmîm „untadelig / aufrichtig“ (Ps 19,8; Ps 101,6); יָשָׁר jāšār „gerade / redlich“ (Ps 19,9; Ps 111,8); מלא ml’ Pi. „(treu) erfüllen“ (Num 32,12).

Als Kontrastbegriffe sind als Verbwurzeln insbesondere zu nennen: בגד bgd „treulos handeln“ (Jer 3,20); מעל m‛l „pflichtwidrig handeln / untreu sein“ (Ez 20,27); כזב kzb Pi. „lügen / illoyal sein“ (Ps 116,11; Spr 14,5) und פשׁע pš‛ „sich auflehnen“ (Klgl 3,42), bzw. als Nomen שֶׁקֶר šæqær „Lüge“ (Jer 9,4; Spr 12,19 mit Treue als „Wahrheit“).

2.2. Septuaginta

Die griechischen Äquivalente der → Septuaginta illustrieren mit ihrer Wirkungsgeschichte im Neuen Testament die unterschiedlichen Dimensionen der „Treue“. אֱמוּנָה ’ämûnāh wird meist mit Formen der Wurzel πιστ- pist- wiedergegeben (1Sam 26,23). Im Neuen Testament wird damit der „Glaube“ benannt (vgl. Hebr 11,1 [Ueberschaer]). Nur in den Psalmen findet sich als Übertragung öfter ἀλήθεια alētheia „Wahrheit“ (vgl. Ps 89,9). Dieser Begriff gibt sonst אֱמֶת ’ämæt wieder (vgl. Ps 146,6). Im Johannesevangelium hat er zentrale Bedeutung (vgl. Joh 1,17) und wird vielfach vor seinem alttestamentlichen Hintergrund gesehen (z.B. Bultmann). Zwar selten, aber dennoch bemerkenswert ist die Wiedergabe von אֱמֶת ’ämæt als δικαιοσύνη dikaiosýnē „Gerechtigkeit“ (Gen 24,49; Jes 38,19; vgl. zur Diskussion um die Begriffe auch pointiert Barr, 190-206). In der Vulgata finden sich meist veritas „Wahrheit“ und fides „Treue / Glaube“.

Als Kontrastbegriffe sind insbesondere ἀσυνθεσία asynthesía „Untreue“ (Esr 9,2 für מַעַל ma‛al) und ἀνομία anomía „Gesetzlosigkeit“ (1Chr 10,13 מַעַל ma‛al) zu nennen.

3. Treue Gottes

3.1. Treue als Wesensausage Gottes im Gegenüber zu seinem Volk

Wenn von der Treue Gottes als einer seiner Eigenschaften die Rede ist, wird damit weniger eine Aussage über sein Wesen an sich getroffen, als sein Verhältnis (Relationsbegriff) zu den Menschen beschrieben (Preuß, 274). Die Treue bringt ebenso wie die Güte (חֶסֶד ḥæsæd) und die Gerechtigkeit (צְדָקָה ṣǝdāqāh) als Eigenschaft Gottes zum Ausdruck, „dass Gott den Menschen heilsam verändern will“ (Janowski / Scholtissek, 142). Dieser Wille zur freundschaftlichen Verbundenheit zielt wesentlich auf die Verlässlichkeit seiner freundlichen Zuwendung.

Dies zeigt sich z.B. prominent im kleinen „Kompendium“ (Preuß, 277) von Ex 34,6-7, der sogenannten → Gnadenformel vom Sinai, wo von einem Gott (אֵל ’el) reich an Gnade und Treue (אֱמֶת ’ämæt) die Rede ist. Hier im Kontext des Auszugs aus Ägypten und dem bereits erfolgten Abfall Israels in der Episode vom → Goldenen Kalb (Ex 32) wird deutlich, dass die Treue Gottes nicht für sich alleine steht, sondern mit einem Bündel weiterer Eigenschaften sich gegenseitig stützend zusammengeschnürt ist. Er ist „reich an freiwilliger Öffnung, Zuwendung und Güte und voller unermüdlicher Gemeinschaftstreue“ (Preuß, 278 im Rückgriff auf Kellenberger); vgl. zur Stelle auch andere intertextuelle Bezüge wie Ps 86,15 und ohne den Begriff der „Treue“ אֱמֶת ’ämæt: Jo 2,13; Ps 103,8-18; Ps 145,8; Num 14,18 (vgl. Spieckermann) und Weish 15,1.

In Dtn 7,9 zeigt sich mit der Formulierung vom „treuen Gott“ הָאֵל הַנֶּאֱמָן hā’el hannæ’ämān (Nif. von אמן ’mn) nochmals, dass sich das Wesen Gottes gerade im Gegenüber zu Israel, in der „communio mit seinem Volk“ zeigt und offenbart (Schreiner, 35). Dtn 7,6-8 spannt einen interessanten Bezugsrahmen. Israel ist ein heiliges (קָדוֹשׁ qādôš) Volk, das von Gott zum Eigentum (סְגֻלָּה sǝgullāh) erwählt wurde, durch die Herausführung (יצע jṣ‘ Hif.) mit starker Hand, der Befreiung (פדה pdh) aus dem Sklavenhaus. Gründe dafür sind die → Liebe (אַהֲבָה ’ahǎvāh) Gottes und sein Stehen (שׁמר šmr) zu seinem → Eid an die Vorfahren. Diese Treue Gottes zeigt sich konkret (Dtn 7,9) im Stehen (שׁמר šmr) zu dem → Bund und der Güte (חֶסֶד ḥæsæd) gegenüber jenen, die ihn reziprok zum Handeln Gottes lieben (אהב ’hb) und zu seinen Geboten stehen (שׁמר šmr). Damit werden zusätzliche wesentliche Stichworte im Konnex der Treue zum Klingen gebracht und zeugen von einer langen theologischen und lebenspraktischen Reflexion über das Gottsein Gottes im Verhältnis zu seinem Volk (vgl. eventuell auch Ex 3,14 und die Auslegung der rabbinischen Literatur, dass der „Name“ umschreibender Ausdruck für die Treue Gottes zu sich selbst sei; Avemarie, 184). Ein ähnliches Bündel an Eigenschaften findet sich in Dtn 32,4, wo Gott zudem als → „Fels“ (צוּר ṣûr) betitelt und in dieser Metapher anschaulich ausgedrückt wird, was Treue als Verlässlichkeit und Beständigkeit meinen kann. Ähnlich drücken Metaphern wie „Vater“ die elterliche Fürsorge, Liebe und unauflösliche Bezogenheit aus (Jer 31,9; Jes 64,7) oder → „Hirte“ die Verantwortlichkeit und die zuverlässige Sorge Gottes (Ps 23; Ps 78,72; Ps 80; Ez 34).

Viele der Aussagen stellen nicht ein „Eigenlob“ Gottes dar, sondern sind direktes oder indirektes Gotteslob (vgl. Spieckermann, 9) bzw. eine Mahnung zur Treue gegenüber der (tendenziellen) Untreue des Menschen.

3.2. Treue Gottes in der Geschichte des Gottesvolkes

Gott steht zuverlässig zu seinen Verheißungen und verwirklicht sie in seinen Taten (vgl. 3.1. mit Dtn 7,6-9 und dem Bezug zum Exodus). Damit zeigt die Treue eine geschichtliche Dimension als „Beständigkeit in der Zeit“ (Gräb-Schmidt, 587), da Gottes Treue ewig ist, wie er selbst, im Unterschied zur menschlichen (vgl. Avemarie, 208).

Dies wird deutlich im Exodusgeschehen (vgl. 3.1. mit Dtn 7,6-9) und den darüber reflektierenden Texten bzw. deren Wiederaufnahme im Umfeld des Exils. Abrahams Knecht findet eine Braut für → Isaak und sieht darin ein Zeichen der Treue Gottes (Gen 24,27). → Jakob sieht die Treue Gottes am Werk, dass er vom mittellosen Flüchtling zu einem wohlhabenden Mann geworden ist, der zurück in seine Heimat darf (Gen 32,11; vgl. auch Mi 7,20). → Salomo bittet im Gebet um die Zuverlässigkeit der Worte Gottes („wahr werden lassen“), die der einst zu seinem Vater → David gesprochen hat (1Kön 8,26; vgl. auch Jes 55,3).

Gott erinnert sich an seine Treue zum Hause Israel (Ps 98,3) auch in dessen tiefster Erniedrigung (Jes 49,7) und angesichts von Lüge und Betrug von Seiten des Volkes (Hos 12,1), wenngleich hier auch Zweifel ausgeräumt werden müssen (Jes 54,7-10). Er ist es letztlich auch, der sein geläutertes Volk aufruft, Treue und Frieden zu lieben (Sach 8,19).

3.3. Treue Gottes und der Bund

Die Beziehung Gottes zu Israel wird oft mit dem Bild des → Bundes ausgedrückt. Dieser bezeichnet ein intensives Treueverhältnis, betont den Aspekt der Vertrauenssicherheit der Zusagen Gottes und verstärkt den Charakter einer besonderen Garantie. Der Vergleich mit dem Ehe-Bund betont die personale Seite dieser Beziehung. Gott umwirbt Israel, im Bild einer Frau, um als Einziger an ihrer Seite zu stehen (Hos 2,16-23). Gott erinnert sich gerne an Israels Treue der Jugendzeit (Jer 2,2 mit חֶסֶד ḥæsæd) und Liebe der Brautzeit in der Wüste, als Umschreibung für den Exodus, und muss doch Israels Treulosigkeit feststellen (vgl. Jer 3,3-20, bes. V. 13.20), die geahndet wird.

Das Bild vom Ehe-Bund oszilliert mit dem Bund als Vertrag. Gott erweist seine Huld (חֶסֶד ḥæsæd) allen, die den Bund einhalten und die damit verbundenen Abmachungen / Gebote einhalten (vgl. Ps 103,17-18; Ps 119,138). Die dadurch geforderte Bundes-Treue (vgl. Dtn 28), weist einige Bezüge zu altorientalischen Vertragstexten auf (C. Koch). Die Treue zur Tora wird in der Diaspora essentieller Bestandteil des Daseinsverständnisses (vgl. Tob 1,3 [nicht in Lutherbibel]; Tob 14,9 [Lutherbibel: Tob 14,10-11]; Niebuhr, 438f).

Hier tritt auch die → Gerechtigkeit Gottes im Gericht, als ein Aspekt der Treue Gottes auf (vgl. Jes 11,5). Das Gericht (vgl. Ez 15,8; Ez 17,20; Ez 20,27) heißt aber nicht völliges Ende (Jes 42,3), denn auch in ihm hält sich Gottes Treue durch (Ps 119,75; Tob 3,2). So geläutert kann z.B. Jerusalem wieder eine Stadt der Treue sein, wenn das → Recht in ihr verankert ist (Jes 1,21.26) und Gott als Ausdruck dieser innigen Verbundenheit in ihr wohnt (Sach 8,3). Als Lohn für die neue Treue zu Gott wird der künftige Bund ein ewiger sein (Jes 61,8).

3.4. Erinnerung und Appell an die Treue Gottes im Gebet

Gerade in den → Gebeten Israels drückt sich die Erfahrung der Treue Gottes, aber auch die Sehnsucht nach ihr aus. Sie ist essentielles Movens und der weitende Horizont für die Kommunikation mit Gott (Ps 108,5). Man erinnert sich seiner Treue, die man preist (Jes 25,1; Ps 71,22; Ps 138,2) und erhofft (Klgl 3,23). Der Vater spricht gegenüber seinem Sohn von der Zuwendung Gottes in seiner Hilfe und seinen Rettungstaten (Jes 38,19; auch vor der Glaubensgemeinschaft Ps 40,11). Der Mensch sehnt sich in Not und Gefahr nach der zuverlässigen Nähe Gottes (Ps 40,12; Ps 85,12; Ps 115,1) und seiner Unterstützung gegenüber „Feinden“ (Ps 54,7; Ps 57,4; Sir 51,10 [Lutherbibel: Sir 51,14]), gerade auch deshalb, weil Gott gerecht ist (Ps 143,1). Wer nicht mehr am Leben ist, kann Gottes Treue nicht mehr verkünden (Ps 30,10; Ps 88,12; Jes 38,18), kann nicht mehr loben angesichts der zuverlässigen Ordnungen der Schöpfung (Ps 146,6). Andere Texte lassen gerade angesichts der Verheißungs-Treue Gottes seine Treue auch über die Grenzen des Lebens hinaus erahnen (Weish 3,9.14 und eventuell Ps 49,16).

Ps 89 zeugt als Ganzer vom Ringen um die Treue Gottes angesichts der einst gegeben Verheißungen (David, Königtum, vgl. 2Sam 7,15-16) und den nicht eingelösten Zusagen (Ps 89,2-3.6.9.15.25.34.38.50), wie gerade der König immer wieder in den Blick der Treue Gottes gerückt wird (Ps 61,8).

3.5. Huld und Treue Gottes

Häufig bildet אֱמֶת ’ämæt mit חֶסֶד ḥæsæd (Ex 34,6) und in den Psalmen mit אֱמוּנָה ’ämûnāh (Ps 36,6; Ps 89,25) ein festes Wortpaar. Der Doppelausdruck חֶסֶד וֶאֱמֶת ḥæsæd wæ’ämæt bezeichnet die unverbrüchliche Treue und Beständigkeit Gottes (Janowski / Scholtissek, 142). Er wird oft für das Verhältnis Gottes zum Menschen verwendet und meint die gütige, heilvolle Führung des menschlichen Lebens (Gen 24,27; Gen 32,11; Ps 25,10), das, was den Menschen behütet und bewahrt (Ps 40,11-12; Ps 61,8; Spr 20,28), und das, was er besonders im Gebet dankend benennt (Ps 115,1; Ps 138,2). Die Interpretationen bzw. Übersetzungen der Wendung sind vielfältig und spiegeln auch die Frage, ob es sich hierbei um zwei gleichbedeutende Wörter (Synonyme) handelt, die zu einer, die Ausdruckskraft verstärkenden Verbindung (Hendiadyoin / Hendiadys) zusammengestellt werden, oder ob hier eine nähere Bestimmung (Apposition) vorliegt (vgl. Potterie, 347-350 und Michel 1997 bzw. 1967, 46-52): „Gnade und Treue“ (Lutherübersetzung); „Huld und Treue“ (Einheitsübersetzung); „beständige Güte“ (Janowski / Scholtissek); zwei Handlungsweisen Gottes, „der sowohl in tätiger Huld, wie in bewahrender Treue sich bewährt“ (Jepsen, 339). Für Michel (1997, 82) bezieht sich אֱמֶת ’ämæt auf die Erfüllung eines Versprechens, einer Verheißung, eines Eides, eines Segens oder eines Zeichens (konkret zu Gen 24,49 „Gunst als Zeichenerfüllung“).

4. Treue des Menschen

Treue Gottes und Treue des Menschen stehen in einem engen Beziehungs- und Bezugsgeflecht.

4.1. Treue des Menschen im Alltag

Für ein lebensförderndes Verhalten ist es wichtig, dass sich Menschen in den sozialen Ordnungen des Zusammenlebens als zuverlässig, aufrichtig und treu erweisen. Dies zeigt die Weisheitsliteratur. Treue ist hierbei kein starres Prinzip, sondern handlungsleitende Orientierung auf das Leben hin. Richtschnur dafür bildet die Treue und Zuverlässigkeit Gottes, die der Mensch als Vorbild betrachten kann und soll (Sir 15,15; Spr 3,3). Treue [Lutherübersetzung: „Wahrheit“] kommt zu denen, die sie üben (Sir 27,9 [Lutherbibel: Sir 27,10]). Wer auf Gutes bedacht ist, der erfährt auch selbst Güte und Treue (Spr 14,22; Sir 22,23 [Lutherbibel: Sir 22,28]), sowohl von Seiten der Menschen als auch von Seiten Gottes. Diese vergehen nicht (Sir 40,12). Güte und Treue des Menschen, als Ausdruck eines menschen- und gottesgemäßen Lebens (Sir 1,27 [Lutherbibel: Sir 1,33]), sühnen sogar Schuld (Spr 16,6) und rücken den Menschen wieder in die Nähe Gottes, der in seiner Güte und Treue vergeben und das Leben auf rechten Pfaden zu leiten vermag (Sir 37,15 [Lutherbibel: Sir 37,19]).

Ein redliches Verhalten gegenüber den Menschen und gegenüber Gott behütet den König (Spr 20,28) bzw. vermag zuverlässige Menschen zu Fürsten zu machen (Simon durch das Volk, 1Makk 14,35). Generell sind alle Regierenden auf zuverlässige Leute angewiesen (David 1Sam 22,14; Mordechai ZusEst 5,9; und weitere Beispiele: ZusEst 5,4.15; 1Makk 7,8) bzw. alle Vorgesetzten auf redliche Diener (Sir 7,20 [Lutherbibel: Sir 7,22]), Verwalter (2Kön 12,16) und Boten (Spr 13,17). So verkündet auch der Perserkönig → Darius I. (522-486 v. Chr.) in der Behistun-Inschrift § 8: „Einen Mann, der treu war [habe ich] reich belohnt, doch wer treulos war, den habe ich streng bestraft“ (TUAT 1/4, 424).

Im Bezug auf das Eheleben (→ Ehe) wird weniger über („innerliche“) Treue gesprochen, als über sexuelle Untreue (מעל m‛l bzw. נאף n’p „Ehe brechen“) verhandelt. Diese wird, auch auf Verdacht hin (Eifersucht), streng geahndet (vgl. das „Fluchwasser“ in Num 5,12-31). Der Mann wird vor den negativen Folgen außerehelicher Beziehungen („fremde Frau“) gewarnt (Sir 9,3-13; Sir 23,16-26 [Lutherbibel: Sir 23,21-36]; Spr 7,6-27).

Ein anderer menschlicher Bereich, in welchem Zuverlässigkeit gefragt ist, ist die Freundschaft. Ein treuer Freund ist eine Lebensarznei (Lutherübersetzung: „Trost“; Sir 6,16; vgl. Sir 6,5-17), die Leben fördert (vgl. auch Spr 18,24). Voraussetzung dafür ist Gottesfurcht als Übereinstimmung mit Gott (Marböck, 113). Man bleibe seinem Freund in allen Lebenslagen treu (Sir 22,23 [Lutherbibel: Sir 22,28]) und man enttäusche ihn nie, weil auch Freundschaft zerbrechen kann (Sir 27,17-24 [Lutherbibel: Sir 27,18-27]).

4.2. Treue des Menschen beim Reden und vor Gericht

Die Treue des Menschen zeigt sich auch in der Verlässlichkeit im Reden. Dies ist besonders bei Gericht wichtig, wo man verlässliche Zeugen braucht (Spr 14,5; Spr 14,25; Jes 8,2; Jes 43,9) und auch die Richter selbst zuverlässig sein müssen (vgl. Jes 16,5; Sach 7,9), um ein gerechtes Urteil fällen zu können, was sich besonders bei Königen positiv auf die Herrschaft auswirken kann (Spr 29,14). Hier geht es darum, dass die Aussagen der Menschen richtig, zutreffend, stimmend sind (Michel). Damit wird jenes thematische Feld angeschlagen, welches im Deutschen mit „Wahrheit“ umrissen wird (vgl. die häufige Wiedergabe von אֱמֶת ’ämæt – griechisch ἀλήθεια alētheia, lateinisch veritas – mit „Wahrheit“ Spr 8,7 [Lutherübersetzung: „Weisheit“]; Spr 22,21; Sach 8,16; Ps 15,2; Ps 119,43) und worin es letztlich um die Zuverlässigkeit einer Zusage oder einer Beziehung geht (vgl. auch Pred 12,10). Gerade bei Gott „bewahrheiten“ sich seine Worte in und mit der Tragfähigkeit seiner Taten (vgl. Ps 33,4), weshalb die Übersetzungen hier gerne auch von Wahrheit sprechen: Ps 25,5; Ps 26,3; Ps 36,6; Ps 57,11; Ps 86,11; Ps 91,4; Ps 100,5; Ps 117,2 (vgl. eventuell auch die „getreuliche“ Rede Enlils zu Lugalkiginnedudu TUAT 2/4, 462). In 2Chr 19,9 werden Priester und Leviten für Streitfälle eingesetzt, um in der Furcht des Herrn, in Zuverlässigkeit und mit ungeteiltem Herzen zu richten.

In diesen Gesamtkontext der rechten Rede kann man auch die eidliche Zusage einordnen, bei welchem die Erfüllung von Zusagen, Verträgen und religiösen Pflichten garantiert wird (Gen 47,29; 1Makk 10,27 bzw. als negatives Beispiel: 1Makk 7,18; Gott als Zeuge in Jer 42,5).

4.3. Treue des Menschen zu Gott

Treue gefällt Gott gut (Sir 1,27 [Lutherbibel: Sir 1,33]). Wie Gott dem Menschen gegenüber treu und lebensfördernd zugewandt ist, so soll sich auch der Mensch gegenüber Gott verhalten, als entsprechende, dankbare Antwort. Dies inkludiert, die „Worte“ Gottes, die Gebote als gültig anzunehmen und zu verwirklichen (Sir 15,15). Wer gerecht handelt, der wird durch seine Treue (zu Gott und den Menschen) leben (Hab 2,4 [Lutherübersetzung: „Glaube“]). Das Halten des → Bundes zielt ebenso auf die lebendige und alleinig lebensschaffende Beziehung zu Gott (Ps 25,10). In dieser soll auch der König stehen (1Kön 2,4), doch zeigt die Geschichte, dass die Zuverlässigkeit von Seiten der Menschen her brüchig und von Untreue geprägt ist (Ps 78,37; Dan 9,7; Dan 9,13; Hos 5,7; Hos 6,7).

Gerade der Kontakt mit anderen Göttern zerstört den festen Bezug zum Gott des Lebens (Jos 24,14) und ist ein Akt der Untreue. Auch ein unehrliches Verhalten gegenüber dem Nächsten gilt als Untreue (מַאַל ma‛al) gegenüber Gott und als → Sünde (חטא ḥṭ’) (Lev 5,21). Generell liegt der Akzent bei Sünde / Schuld als einer Handlung der Untreue gegen Gott (Num 5,6; Lev 26,40) im Unterschied zur Heiligung Gottes (Dtn 32,51; 2Chr 36,14). Fehlverhalten, Abweichung wird sanktioniert (vgl. Ez 14,13; Ez 15,8; Ez 17,20; Ez 18,24; Ez 20,27). Wer sich nicht an die Worte Gottes hält, begeht Untreue (vgl. → Achan Jos 7,1 und Jos 22,20). Gerade bei den Königen fällt das Urteil (in den → Chronikbüchern summarisch) schlecht aus: → Saul (1Chr 10,13); → Usija (2Chr 26,16-18) als kultischer Zuständigkeitskonflikt; → Ahas (2Chr 28,19); → Manasse (2Chr 33,19).

Im Zusammenhang von Ehen mit fremden Frauen vermischen sich die Motive der Untreue (Esr 10,2.10; Neh 1,8; Neh 13,27; Mal 2,16).

Im Kult ist der priesterliche und levitische Dienst gegenüber Gott gewissenhaft und stetig durchzuführen (vgl. Lev 5,15; 1Chr 9,26; 2Chr 31,15.18).

4.4. Beispiele gelebter Treue

Mehrere Menschen werden dezidiert als treu bezeichnet.

Abraham, sein Herz (Neh 9,8), wird von Gott als treu befunden, und in der Erprobung hält er Stand (Sir 44,20 [Lutherbibel: Sir 44,21]) und bezeugt damit seine Treue als echt (vgl. auch Jdt 8,24-26 [Lutherbibel: Jdt 8,18-20]; 1Makk 2,52; im → Jubiläenbuch 17,15-18; 18,16; 19,8 und die starken Bezüge zum Hif. der Verbwurzel אמן ’mn „glauben“ Gen 15,6).

Mose wird um seiner Treue und Demut willen auserwählt (Sir 45,4; Num 12,7; Hebr 3,5).

Josua und → Kaleb folgen Gott treu (Num 32,12 mit מלא ml’ Pi. „erfüllen“) und handeln recht (Sir 46,7 [Lutherbibel: Sir 46,9]).

Samuel ist treu und gewissenhaft in seiner prophetischen Weissagung (Sir 46,15 [Lutherbibel: Sir 46,18]; vgl. 1Sam 3,20).

Von den Königen erhalten nur → David (1Kön 11,6 im Unterschied zu Salomo), → Hiskia (2Chr 31,20; 2Kön 18,6 und im Selbstzeugnis 2Kön 20,3) und → Josia (2Kön 23,25; Sir 49,1-4) ein Treue-Zeugnis (zusammenfassend Sir 49,5-6). Bei Josia ist eventuell bemerkenswert, dass er der Sohn des → Amon ist (Wurzel אמן ’mn „treu sein“; vgl. weitere Personen dieses Namens 1Kön 22,26-28; Neh 7,59; bzw. ev. auch Amnon 2Sam 3,2; 2Sam 13,1-20).

In der Gestalt des → Daniel fließen mehrere Züge zusammen, da er Gewissenhaftigkeit in seinem Dienst am Königshof zeigt (Dan 6,5), zuverlässige Interpretationen von prophetischen Visionen bietet (Dan 2,45), dem Gott Israels treu bleibt (Dan 6,11-14) und von diesem ob dieser Haltung (Ver-trauen) aus Gefahr errettet wird (Dan 6,24).

Von der Sache her könnten weitere Figuren eingereiht werden, die eine zuverlässige Haltung gegenüber jemanden bewahrt haben, u.a.:

Rizpa wacht bei ihren toten Kindern (2Sam 21,8-14; vgl. eventuell Dumuzis Schwester Ĝeštinanna; TUAT 3/3, 458).

Tobit lebt gemäß der göttlichen Solidarität (vgl. z.B. Tob 14,9-10 [Vulgata / Lutherbibel]).

Die → Rechabiter (Jer 35) handeln getreu der Weisung ihres Vorfahren Jonadab (vgl auch 2Kön 10,15.23) und sind somit ein mahnendes Sinnbild für die Bewohner Jerusalems.

Ziba ist ein treuer Knecht und Verwalter (2Sam 9,2-11), der als Lohn für seine Loyalität zu David später selbst in den Besitz dieser Güter gelangt (2Sam 16,1-4).

Obadja („Diener YHWHs“), Hofmeister König → Ahabs, bleibt Gott treu („fürchtet den Herrn“) und unterstützt die Propheten (1Kön 18,1-16).

Summarisch werden anonym noch „die Treuen“ (אֱמוּנִים ’ämûnîm [Lutherübersetzung: „Gläubigen“]) als Parallele zu den Frommen erwähnt (Ps 12,2; Ps 31,24). Vielleicht kann auch die Einleitung zum sog. Väterlob Sir 44-50 (Sir 44,1) so interpretiert werden, dass die hier vorgestellten „Männer der Treue“ (אנשׁי חסד ’nšj ḥæsæd; ἄνδρας ἐνδόξους ándras endóxous) sowohl Gottes Zuwendung (verstanden als Treue) und Weisheit erfahren haben, als auch treu waren und entsprechend gehandelt haben (Ueberschaer, 31 Anm. 13).

In Spr 8,30 wird die Weisheit als אָמוֹן ’āmôn an der Seite Gottes bezeichnet. Die Übersetzungen / Deutungen reichen von „Liebling / geliebtes Kind“, „Pflegling“ oder „Werkmeisterin“ und „Architektin“ bis hin zum Adverb „ständig / in beständiger Weise“ (Fuhs, 144 u. 157 spricht vom umstrittensten Wort der Bibel).

Zu erwähnen ist noch der → Hund als Sinnbild des treuen Reisebegleiters im Tobitbuch (Tob 6,1; Tob 11,9 [Vulgata; Lutherbibel]) und als Hüter der Kleinviehherde (Hi 30,1). In Ägypten ist der (Wind-)Hund eine Metapher für den treuen Untergebenen, „der im Zelt schläft“ und sich zu Füßen einer Person befindet und damit ein besonderes Treueverhältnis abbildet (Helck, 759; vgl. dazu die Bezeichnung im Hofzeremoniell 2Kön 8,13).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

  • Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament, Stuttgart 1933-1979
  • Biblisch-historisches Handwörterbuch, Göttingen 1962-1979
  • Theologisches Wörterbuch zum Alten Testament, Stuttgart u.a. 1973ff
  • Lexikon der Ägyptologie, Wiesbaden 1975-1992
  • Theologische Realenzyklopädie, Berlin / New York 1977-2004
  • Theologisches Handwörterbuch zum Alten Testament, 5. Aufl., München / Zürich 1994-1995
  • Neues Bibel-Lexikon, Zürich u.a. 1991-2001
  • The Anchor Bible Dictionary, New York 1992
  • Lexikon für Theologie und Kirche, 3. Aufl., Freiburg i.Br. 1993-2001
  • Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Aufl., Tübingen 1998-2007
  • Calwer Bibellexikon, Stuttgart 2003
  • Handbuch theologischer Grundbegriffe zum Alten und Neuen Testament, Darmstadt 2006
  • Sozialgeschichtliches Wörterbuch zur Bibel, Gütersloh 2009

2. Weitere Literatur

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  • Barr, J., 1965, Bibelexegese und moderne Semantik. Theologische und linguistische Methode in der Bibelwissenschaft, München (engl. Orig.: The Semantics of Biblical Language, Oxford 1961)
  • Bultmann, R., 1928, Untersuchungen zum Johannesevangelium, ZNW 27, 113-163
  • Fuhs, H.F., 2001, Das Buch der Sprichwörter. Ein Kommentar (fzb 95), Würzburg
  • Gräb-Schmidt, E., 2005, Art. Treue Gottes/ Treue des Menschen, in: Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Aufl., Tübingen, 587f
  • Helck, W., 1986, Art. Treueverhältnis, in: Lexikon der Ägyptologie, Bd. 6, Wiesbaden, 758-759
  • Janowski, B. / Scholtissek, K., 2006, Art. Eigenschaften Giottes, in: Handbuch theologischer Grundbegriffe zum Alten und Neuen Testament, Darmstadt, 141-145
  • Jepsen, A., 1973, Art. אמן, in: Theologisches Wörterbuch zum Alten Testament, Stuttgart u.a., Bd. 1, 313-348
  • Kellenberger, E., 1982, ḥäsäd wä’ämät als Ausdruck einer Glaubenserfahrung. Gottes Offen-Werden und Bleiben als Voraussetzung des Lebens (AThANT 69), Zürich
  • Koch, C., 2008, Vertrag, Treueid und Bund. Studien zur Rezeption des altorientalischen Vertragsrechts im Deuteronomium und zur Ausbildung der Bundestheologie im Alten Testament (BZAW 383), Berlin
  • Koch, K., 1961, … denn seine Güte währet ewiglich, EvTh 21, 531-544
  • Marböck, J., 2010, Jesus Sirach 1-23 (HThKAT), Freiburg (Breisgau) u.a.
  • Michel, D, 1967, ’ÄMÄT. Untersuchung über „Wahrheit“ im Hebräischen, ABG 11, 30-57
  • Michel, D., 1997, ḥæsæd wæ’æmæt, in: A. Wagner (Hg.), Studien zur hebräischen Grammatik (OBO 156), Freiburg (Schweiz) u.a., 73-82
  • Niebuhr, K.-W., 1999, Tora ohne Tempel. Paulus und der Jakobusbrief im Zusammenhang frühjüdischer Torarezeption für die Diaspora, in: B. Ego u.a. (Hgg.), Gemeinde ohne Tempel. Zur Substituierung und Transformation des Jerusalmer Tempels und seines Kults im Alten Testament, antiken Judentum und frühen Christentum (WUNT 118), Tübingen, 427-460
  • Potterie, I. de la, 1949/1950, De sensu vocis אֱמֶת in Vetere Testamento, VD 27, 336-354 und VD 28, 29-42
  • Preuß, H.D., 1991, Theologie des Alten Testaments Bd. 1. JHWHs erwählendes und verpflichtendes Handeln, Stuttgart u.a.
  • Schreiner, J., 1992, Unter Gottes Treue, in: ders., Leben nach der Weisung Gottes. Gesammelte Schriften zur Theologie des Alten Testaments II, Würzburg, 26-44
  • Spieckermann, H., 1990, „Barmherzig und gnädig ist der Herr …“, ZAW 102, 1-18
  • Stoebe, H.J., 1950, Bedeutung und Geschichte des Begriffes ḥäsäd (Gottes hingebende Güte und Treue ḥäsäd wä’ämät) (Teil 1), (unveröff. Diss.) Münster
  • Stoebe, H.J., 1952, Die Bedeutung des Wortes ḤÄSÄD im Alten Testament, VT 2, 244-254
  • Ueberschaer, F., 2011, Mit gutem Glauben und vorbildlicher Weisheit. Zwei Ahnentafeln im Vergleich (Sir 44f. und Hebr 11), Protokolle zur Bibel 20, 27-50
  • Večko, T.S., 1995, Divine and Human Faithfullness. General Observations and the Place of the Concept in the Psalms (BN Beiheft 10), München
  • Wildberger, H., 1978, Art. אמן ’mn fest, sicher, in: Theologisches Handwörterbuch zum Alten Testament, 3. Aufl., München / Zürich, Bd. I, 177-209
  • Witte, M. (Hg.), 2012, Gerechtigkeit (Themen der Theologie Bd. 6; UTB 3662), Tübingen
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