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Lexikon

Pnuël / Pniël

Andere Schreibweise: Pnuel ; Pniel ; Penuel ; Peniel

Thomas Pola

(erstellt: Aug. 2012)

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1. Name

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 1 Karte zur Lange von Pnuel.

Sowohl der Name Pnuël (פְּנוּאֵל pənû’el; LXX meist Φανουηλ) als auch dessen Variante Pniël (פְּנִיאֵל pənî’el; nur Gen 32,31 und 1Chr 8,25 [Ketiv, d.h. Konsonantentext]) bedeuten „Angesicht Gottes“. Der Name ist als Personen- bzw. Sippenname in genealogischen Listen belegt (1Chr 4,4; 1Chr 8,25), vor allem jedoch – und nur um ihn soll es im Folgenden gehen – als Ortsname.

2. Biblische Überlieferung

2.1. Pnuël in Genesis 32,23-33

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Abb. 2 Blick auf die Zwillingshügel (im unteren Bildteil) vom Nordhang des Jabboktals.

Die Erzählung vom sog. „Kampf → Jakobs am Jabbok“ in Gen 32,23-33 (meist dem → Jahwisten bzw. einer vorpriesterlichen Schicht zugerechnet; McKenzie 1963; Weimar 1989 u.a.; anders Arneth 2008) versteht sich wenigstens in ihrer Endgestalt als Volksetymologie des Flussnamens → Jabbok (יַבֹּק jabboq; vgl. אבק ’bq Nif. „ringen“ in Gen 32,25f), der Speisevorschrift in Gen 32,33 und v.a. in Gen 32,31 des Ortes Pnuël (bzw. Pniël): „denn ich (Jakob) habe die Gottheit von Angesicht zu Angesicht (פָּנִים אֶל־פָּנִים pānîm æl-pānîm) gesehen“. Dieser Ausdruck findet sich zwar auch in Ex 33,11; Dtn 34,10; Ri 6,22 und Ez 20,35, hier jedoch steht er im Zusammenhang eines Ringkampfes zwischen Jakob und einem namenlosen „Mann“ (Gen 32,25), der sich dann in Gen 32,31 als Gott selber erweist. Der Abschnitt bietet daher innerhalb des Alten Testaments die Darstellung der direktesten Begegnung von JHWH mit einem Menschen, unter Aufnahmen von Motiven aus der Mose-Sinai-Überlieferung (Arneth 2008). Ein Forschungszweig beurteilt daher V.31 innerhalb von Gen 32,23-32 als Ätiologie eines sakralen Ortes. Da Jakob in Gen 32,28f in → „Israel“ umbenannt wird (Hos 12,4f), ist anzunehmen, dass Gen 32,28-31 die Relevanz des Heiligtums von Pnuël für den ganzen sich „Israel“ nennenden Stämmeverband (→ Stamm / Stammesgesellschaft; → Merenptah) herausstellen will (das Vorliegen einer Heiligtumsätiologie wird allerdings von einem anderen Forschungszweig abgelehnt; z.B. Boecker 1992; Seebass 1999, 400; Köckert 2003, 171; Knauf 2003). Das Speisegebot in Gen 32,33, nahezu einhellig als literarisch sekundär beurteilt, vergegenwärtigt pars pro toto (zeichenhaft) für das → Gesetz in der Lebenspraxis der Israeliten bzw. des Judentums die Sonderrolle Israels, d.h. mit der Praktizierung von Gen 32,33 wird in Israel und im Judentum die Gottesbegegnung Jakobs von Gen 32,23-32 vergegenwärtigt (Arneth 2008, 358).

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Abb. 3 Bildmitte: Der östliche der Tulūl eḏ-Ḏahab, von Süden aus.

Während sich die ältere Forschung sicher war, dass der Abschnitt auf eine ursprünglich kanaanäische dämonologische Lokaltradition (Flussgottheit?; → Lilit; Elliger 1952/1966 u.a.; zuletzt Zalewski 2006 und Arneth 2008, 363; anders Frey 1938) zurückgegangen sein soll und erst sekundär in der jahwistischen Jakobsgeschichte bzw. der Endgestalt des Pentateuchs in den Kontext des Glaubens an JHWH gestellt worden sein soll, geht die neuere Forschung eher von der Zugehörigkeit des Abschnittes (oder seines Grundtextes) zum Zusammenhang der vorpriesterschriftlichen (→ Priesterschrift) Jakobsgeschichte (Gen 25,19 - Gen 37,1*) aus (Blum 1980/2010; Weber 1992; Gese 1995, Seebass 1999, 399f; Köckert 2003, 175).

Besonders der hebräische Narrativ (Erzählform) ohne Nennung des Subjekts „Jakob“ im Eingangsvers Gen 32,23 zeigt, dass der Abschnitt nicht als selbstständige Größe, sondern als Teil einer fortlaufenden Erzählung herausgebildet worden ist (das Subjekt „Jakob“ in der rev. Lutherübersetzung von Gen 32,23 steht nicht im hebräischen Text). Bezüge zum Kontext liegen besonders zu Gen 32,21f und Gen 33,10 vor.

2.2. Pnuël in Ri 8,4-17

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Abb. 4 Bildmitte: Der östliche der Tulūl eḏ-Ḏahab, vom westlichen aus gesehen; im Hintergrund das Jabboktal östlich der Tulūl eḏ-Ḏahab.

Innerhalb der Darstellung von → Gideons Verfolgung der → Midianiter im Ostjordanland (Ri 8,4-17) „steigt“ Gideon von → Sukkot „herauf“ nach Pnuël, einer V.8f zufolge befestigten Stadt mit einem „Turm“ oder einer „Zitadelle“. Gideon zerstört bei seiner Rückkehr von der Schlacht gegen die Midianiter diesen Turm und tötet die Männer der Stadt, da diese ihm bei seinem Hinweg die Versorgung verweigert hatten (V.17). Für einen Forschungszweig sind jedoch die Angaben in Ri 8,5-9.13-17 Fiktion (Rösel 1976, 24; vgl. abgeschwächt Scherer 2005, 362.367, anders Soggin 1981) bzw. Projektion aus eisenzeitlichen Verhältnissen, vgl. 1Kön 12,25 (Gross 2009, 450f).

2.3. Pnuël in 1Kön 12,25

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Abb. 5 Der westliche der Tulūl eḏ-Ḏahab mit seiner Trapezform, vom Jabbok umflossen, von Osten aus gesehen. Die Furt zum Wādī Ḥaǧǧaǧ liegt am linken Bildrand, ungefähr in der Mitte.

Jerobeam I. von Israel (926-907 v. Chr.), der erste nur über das Nordreich regierende König, soll 1Kön 12,25 zufolge seine Residenz in → Sichem verlassen (וַיֵּצֵא מִשָּׁם „von dort zog er …“!) und Pnuël als Hauptstadt „gebaut“ oder besser „ausgebaut“ (Elliger 1966; Olivier 1983; Thiel 1991, 398) haben, bevor dann → Tirza zur Hauptstadt wurde (1Kön 14,17; 1Kön 15,21.33; 1Kön 16,6 u.ö.). Der Vers 1Kön 12,25 ist vordeuteronomistisch (Campbell 2000, 374; Pakkala 2002). Von einem anderen Forschungszweig wird er einer bestimmten deuteronomistischen Schicht, nämlich DtrH (→ Deuteronomistisches Geschichtswerk), zugerechnet (Würthwein 1985).

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Abb. 6 Der westliche der Tulūl eḏ-Ḏahab, im Vordergrund der Jabbok, Aufnahme von Westen aus.

Sollte die Verlegung der Hauptstadt nach Pnuël einen historischen Hintergrund besitzen, so bleibt die Motivation Jerobeams zum Wechsel seiner Hauptstadt unklar. Ist Jerobeam vor Pharao → Scheschonq I. (ab 941 v. Chr.; s.u.) geflohen und hat aus strategischen Gründen eine Residenz (Olivier 1983) im Ostjordanland gewählt (Noth 1941/1971, 379)? Oder wollte Jerobeam durch Ausnutzung der strategisch günstigen Lage von Pnuël die Durchsetzung eines judäischen Anspruchs auf das alte Gilead verhindern? Wollte er Widerstand gegen das einst (2Sam 17,27-29 u.ö.) prodavidische → Mahanajim aufbieten (Olivier 1983, 119f; Cogan 2001, 364)? Kommen als Motivation (auch) wirtschaftliche Gründe (u.a. die regionalen, ab der Antike abgebauten Eisenvorkommen) in Frage (Liwak 1996, 210)? Oder waren die Maßnahmen Jerobeams der Anlass für die Herausbildung von Gen 32,23-33 (Schmidt 1926, 277)?

3. Lage und Identifizierung

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Abb. 7 Der westliche der Tulūl eḏ-Ḏahab von Süden aus, wobei im Profil die obersten drei Terrassen deutlich werden.

Der Abschnitt Gen 32,23-33 setzt voraus, dass Pnuël im Ostjordanland am Fluss → Jabbok liegt (Abb. 1) und dass es in der Nähe der Stadt eine Furt gab. Es besteht Einmütigkeit in der Identifikation des Naḥr ez-Zarqā mit dem Fluss Jabbok. Er führt ganzjährig Wasser und mündet ungefähr in der Mitte zwischen dem See Genezareth und dem Toten Meer in den Jordan. Pnuël ist demzufolge am Jabbok zu suchen, insbesondere an dessen Unterlauf.

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Abb. 8 Die Klamm zwischen dem östlichen und dem westlichen der Tulūl eḏ-Ḏahab.

3.1. Tulūl eḏ-Ḏahab. Ein überwiegend der älteren Forschung angehörender Zweig identifizierte die Tulūl eḏ-Ḏahab (Tulul ed-Dahab; Koordinaten: 2149.1771; N 32° 11' 08'', E 35° 41' 12'') mit Pnuël (Merrill 1881, 391; Glueck 1937-1939, 232-234; de Vaux 1941, 29-31; Noth 1956, 56; Thiel 1991; Weippert 1997, 21f; Wenning 1999).

Aus: W.F. Albright, New Israelite and Pre-Israelite Sites: The Spring Trip of 1929, BASOR 35 (1935) 1-14, 11

Abb. 9 Dass der Wasserstand vor der Regulierung höher war, ist an dieser Photographie aus dem Frühling des Jahres 1929 zu sehen.

Die Tulūl eḏ-Ḏahab befinden sich ca. acht km östlich der Mündung des Jabboktals in das Jordantal (Abb. 1). Die Zwillingshügel der Tulūl eḏ-Ḏahab befinden sich im unteren Jabboktal, das an dieser Stelle gegenüber der Hochfläche ca. tausend Meter tief ist. Der größere westliche und der kleinere östliche erheben sich von der Talsohle von einer Höhe von -100 Metern auf ca. -10 Meter, sind also etwa 90 Meter hoch (Abb. 2). Während der östliche der Tulul eine längliche Form und als besiedelbare Fläche nur ein Plateau von ca. 60 x 30 Metern aufweist (Abb. 3 und 4), zeigt der massivere westliche eine Trapezform und weist vier besiedelbare Terrassen auf (Abb. 5 und 6). Sein oberstes Plateau (= „Terrasse I“) misst ca. 100 x 60 Meter (Abb. 7). Der Jabbok fließt in einer Klamm zwischen den Tulul hindurch (Abb. 8). Der Wasserstand dieses perennierenden Flusses war bis zur Fertigstellung des Staudamms auf der Höhe des Mittellaufes im Jahre 1977 schwankend und muss in der Antike deutlich höher gegenüber der Neuzeit gewesen sein (Abb. 9). Entscheidend für die strategische Bedeutung der Zwillingshügel in vorrömischer Zeit war daher ihre das Tal versperrende Gestalt: Im Altertum war das Jabboktal von Westen aus nur bis zu den Tulūl eḏ-Ḏahab passierbar (Noth 1957, 32f). Eine Furt liegt am südöstlichen Fuß des Berges (Abb. 10).

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Abb. 10 Tell el-Ḥamme von Norden aus gesehen; im Hintergrund die Steilwand am Südufer des Jabbok.

2. Tell el-Ḥamme. Ein anderer Forschungszweig beurteilt den Namen מַחֲנַיִם Maḥǎnajim (→ Mahanajim) als quantitativen Dual. Daher böten sich die Zwillingshügel der Tulūl eḏ-Ḏahab vorzüglich für die Lokalisierung von Mahanajim an (Dalman 1913; Kallai 1986, 264; Coughenour 1989; Kamlah 2003, 859; Zwickel 1996, 38f; 1997, 111; Gaß 2005, 449). Pnuël müsste dann woanders gesucht werden. Da am Unterlauf des Jabbok nur noch der Tell el-Ḥamme Ost (Tell el-Hamme; Koordinaten: 2112.1778; N 32° 11' 32'', E 35° 38' 48'') am Flusse selber liegt, wird Pnuël von diesem Forschungszweig auf dem Tell el-Ḥamme gesucht (Abb. 11).

Der unmittelbar am Nordufer des Flusses liegende → Tell weist bronze- und eisenzeitliche Besiedlung auf (Zwickel 1990, 250; van der Steen 2004). Allerdings kann dieser Ort wegen der hohen Steilwand auf voller Breite am Südufer des Flusses, direkt gegenüber dem Tell (Abb. 11) und unter Berücksichtigung des seinerzeit höheren Wasserstandes keine Furt aufgewiesen haben. Auch ist das Verständnis des Namens Mahanajim als quantitativem Dual nicht zwingend (Noth 1941/1971, 83/375; Knauf 1995). Darüber hinaus ist der Tell mit ca. 95 x 52 m (Zwickel 1990, 250) vergleichsweise klein.

3. Eine Forschungsminderheit will gar die Orte Pnuël und Mahanajim auf die Zwillingshügel der Tulūl eḏ-Ḏahab verteilen (Edelman 1992; Hutton 2006). Jedenfalls: In der Diskussion um die Lokalisierung von Pnuël (und Mahanajim) auf Grund der Quellen ist leider seit Jahrzehnten kein argumentativer Fortschritt erkennbar. Man sollte jedoch bei der Frage nach der Lokalisation nicht grundsätzlich resignieren angesichts der noch nicht ausgeschöpften archäologischen Erkenntnismöglichkeiten.

4. Geschichte

4.1. Die ägyptischen Quellen

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Abb. 11 Blick vom westlichen der Tulūl eḏ-Ḏahab auf die südlich des Berges gelegene flache Stelle (heute landwirtschaftlich genutzt), die als einzige als Furt in vorrömischer Zeit in Frage kommt, da genau an dieser Stelle das Wādī Ḥaǧǧaǧ in das Jabboktal mündet.

Pharao → Scheschonq I. (ab 941 v. Chr.) gibt in einem „Siegesdenkmal“, einer im Tempel von Karnak angebrachten Liste (beanspruchter? unterworfener? zerstörter?) altsyrischer Städte auch Pnuël (Nr. 53, neben Sukkot [Nr. 55] und Adam [Nr. 56]) an (TUAT.NF 2, 246-271 [265. 267]; Weippert 2010, 228-238 [235]; vgl. Ji 1997, 32). Dass Scheschonq entgegen 1Kön 14,25f auch in das Gebiet des Nordreiches eingedrungen sein muss, zeigt eine in → Megiddo gefundene Stele (Weippert 2010, 229). Auch archäologisch nachgewiesene Zerstörungsschichten aus der fraglichen Zeit im Westjordanland deuten darauf hin (Schipper 1999, 129).

4.2. Der archäologische Befund auf dem westlichen der Tulul adh-Dhahab

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Abb. 12 Ritzzeichnung, Fundort: in einer byzantinischen Schutzmauer auf dem Gipfelplateau des westlichen der Tulūl eḏ-Ḏahab. Da der Stein über 300 kg wiegt, muss er vom Gipfelplateau stammen.

Eine Oberflächenuntersuchung aus den Jahren 1980/82 ergab wenig Besiedlungsspuren für das mittlere Paläolithikum und das vorkeramische Neolithikum und vermehrt Spuren der Frühbronzezeit. Die Hauptbesiedlungsperioden sind die Eisenzeit und die hellenistische Zeit, ab der römischen Zeit wieder deutlich abnehmend. Die jüngsten Spuren stammen aus der spätrömischen Zeit (Gordon-Villiers 1983). Die seit 2005 vorgenommenen Sondagen und Grabungen haben darüber hinaus spätbronzezeitliche und eisenzeitliche Architektur nachgewiesen (Pola 2011). Als Spolien bzw. Streufunde wurden Bruchstücke von Ritzzeichnungen, vermutlich aus dem 9. oder 8. Jh. v. Chr., entdeckt. Auf einer dieser Ritzzeichnungen ist das Profil einer bartlosen Person (Frau? Kind?) hinter einem ebenfalls im Profil dargestellten höheren Säugetier (Ziege?) zu sehen, die beide nach links gewandt sind (Abb. 12; Pola 2009). Es ist unwahrscheinlich, dass hier Gen 32,23f dargestellt sein könnte. Wahrscheinlicher ist die Deutung als Ausschnitt aus einer Kultszene. Sie hat möglicherweise den Einzug einer Großfamilie samt Opfertieren in ein Heiligtum umfasst. Ein solches Motiv wird ursprünglich in einem Heiligtum seinen Platz gehabt haben, worauf auch die für das eisenzeitliche Altsyrien bisher nur literarisch belegte Ritztechnik weist (1Kön 6,29-36; Ez 8,10; Pola 2010). – Zum archäologischen Befund des Tell el-Ḥamme Ost s.o.

4.3. Versuch einer Synthese

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Abb. 13 Blick vom westlichen der Tulūl eḏ-Ḏahab Richtung Süden auf das Wādī Ḥaǧǧaǧ, das (in der linken Gabelung) zum Tell Ḥaǧǧaǧ führt.

Will man die bisherigen archäologischen Erkenntnisse über die Tulūl eḏ-Ḏahab für die Deutung der alttestamentlichen Erwähnungen von Pnuël heranziehen, so müsste man für die Darstellung der Zerstörung einer Stadt und eines Turms in Ri 8,4-17 folgern, dass nun auf Grund des Nachweises einer spätbronzezeitlich-früheisenzeitlichen Siedlung die Deutung dieser Episode als Fiktion (s.o.) nicht mehr zwingend ist. Ein Forschungszweig nimmt daher als Hintergrund von Ri 8,4-17 eine Zerstörung Pnuëls (= Tulūl eḏ-Ḏahab West) in der vorstaatlichen Zeit an (Elliger 1966; Thiel 1991, 398).

Schwieriger zu beantworten ist die Frage nach dem historischen Hintergrund von Gen 32,23-33. Auch wenn man Jakob, der in Gen 32,28f in „Israel“ umbenannt wird, analog zu → Esau (= → Edom; Gen 25,30; Gen 36,8; Gen 36,43) nicht für ein Individuum hält, bleibt es berechtigt, nach dem historischen Hintergrund von Gen 32,23-33 zu fragen: Denn die Realien, die in Gen 32,23-32 (abgesehen von V.26bα und V.33 [?] eine literarische Einheit; Gese 1995, 39) vorkommen, konkret die Lage von Pnuël im Ostjordanland an einer Furt des unteren Jabboks, müssen für die damaligen Rezipienten nachvollziehbar gewesen sein. Dafür, dass der Name „Pnuël“ (= „Angesicht Gottes“) auf eine menschenähnliche Felsformation zurückginge (Elliger 1952/66; Kuschke 1961; Knauf 2003), gibt es am heutigen Zustand des Geländes am unteren Jabbok keinen Anhaltspunkt. Der Name „Pnuël“ beruht daher auf der hinter Gen 32,31 stehenden Kunde, dass Vertreter eines Ur-Israel an diesem tiefen Punkt des Jabboktals zur Nachtzeit den obersten kanaanäischen Gott → El „von Angesicht zu Angesicht“ „gesehen“ haben und diesem (entgegen Ex 33,20 u.a.) standhalten konnten. In diesem Vertreter hat man dann innerhalb der Jakobsgeschichte Jakob gesehen, der im ostjordanischen Pnuël nachts in der geographischen Tiefe mit seiner überindividuellen Verstrickung dem Gott El, von dem das → ugaritische Baal-Jam-Epos annimmt, sein Wohnsitz sei „am Quellfluß der beiden Ströme, inmitten der Betten der beiden Fluten“ (TUAT III, 1125f. 1147. 1158), begegnet sei (Gese 1995, 39). Dies wurde dann die Stelle innerhalb der vorpriesterlichen Jakobsgeschichte, an der in Ergänzung besonders zu Gen 25,23.24-26 die Identifikation von Jakob mit dem Volk Israel ausgedrückt wurde. Der vorgegebene (→ Merenptah), hier und in Hos 12,4f mit dem Verbum שׂרה śrh „kämpfen“ volksetymologisch erklärte Name → „Isra-el“ führte – im Kontext der Jakobsgeschichte – zur Darstellung der Gottesbegegnung als Kampf mit Gott (Frey 1938). Damit liegt hier (trotz des ostjordanischen Schauplatzes) die → Ätiologie eines Heiligtums vor, das für den ganzen Stämmeverband relevant war und mit der Kolonisierung des alten (südlich des Jabboks gelegenen) → Gilead (Seebass 1999, 400) zusammenhing. Dies wurde durch die Volksetymologie des Namens „Jabbok“ in Gen 32,25f mit Hilfe des nur hier im Alten Testament verwendeten Verbums אבק ’bq Nif. „ringen“ verstärkt (durch die Form וַיֵּאָבֵק wajje’āveq „und er rang“ mit paronomastischem Anklang auch an יַעֲקֹב ja‘ǎqov „Jakob“). Mahanajim (Gen 32,2f) wäre dann das zum Tiefenheiligtum Pnuël gehörende Höhenheiligtum gewesen, da beide durch die „Straße derer, die in Zelten wohnen“ (Ri 8,11) miteinander verbunden waren, nämlich dem vom westlichen der Tulūl eḏ-Ḏahab vier Kilometer fast gerade nach Süden verlaufenden, auf die Hochfläche ansteigenden Wādī Ḥaǧǧaǧ (Abb. 13 und 14; Noth 1956, 56f; Rösel 1976, 24).

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Abb. 14 Blick vom Jabbok aus Richtung Süden in das Wādī Ḥaǧǧaǧ.

Leider ist der Tell Ḥaǧǧaǧ (Koordinaten: 2154.1732; N 32° 09' 03'', E 35° 41' 26'') am Südende des gleichnamigen Wadis im Jahre 1995 planiert und überbaut worden, so dass über die groben Angaben von Reisenden des 19. und 20. Jh.s bis zur rezenten Zerstörung keine weiteren Erkenntnisse mehr zu gewinnen sind. Angaben der Einheimischen zufolge wurden bei der Planierung im Jahre 1995 ca. zwei Meter Erdreich abgetragen. Selbst die von Reisenden erwähnte antike Stadtmauer ist seitdem nicht mehr erkennbar.

Dass Pnuël 1Kön 12,25 zufolge von → Jerobeam I. zu einer weiteren Residenz oder gar der vorübergehenden Hauptstadt des Nordreiches ausgebaut worden sein soll, ist auf dem westlichen der Tulūl eḏ-Ḏahab archäologisch bisher nicht verifiziert worden, da eine Freilegung der eisenzeitlichen Strukturen, soweit dies die hellenistische Überbauung zulässt, noch aussteht. Ägyptische Artefakte sind bei den bisherigen Sondagen auf dem westlichen der Tulūl eḏ-Ḏahab überhaupt nicht gefunden worden – die von Pharao → Scheschonq in seiner Inschrift aus Karnak (s.o.) behauptete Beanspruchung von Pnuël scheint daher nicht in Form einer militärisch bewirkten Zerstörung erfolgt zu sein (anders Thiel 1991, 398; Knauf 2003). Bereits Martin Noth war der Meinung, Scheschonq habe zwar Mahanajim eingenommen, Pnuël dagegen nicht (Noth 1941/1971, 379).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Karte zur Lange von Pnuel. © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 2 Blick auf die Zwillingshügel (im unteren Bildteil) vom Nordhang des Jabboktals. © Thomas Pola, Foto aus den Jahren 2005-2011
  • Abb. 3 Bildmitte: Der östliche der Tulūl eḏ-Ḏahab, von Süden aus. © Thomas Pola, Foto aus den Jahren 2005-2011
  • Abb. 4 Bildmitte: Der östliche der Tulūl eḏ-Ḏahab, vom westlichen aus gesehen; im Hintergrund das Jabboktal östlich der Tulūl eḏ-Ḏahab. © Thomas Pola, Foto aus den Jahren 2005-2011
  • Abb. 5 Der westliche der Tulūl eḏ-Ḏahab mit seiner Trapezform, vom Jabbok umflossen, von Osten aus gesehen. Die Furt zum Wādī Ḥaǧǧaǧ liegt am linken Bildrand, ungefähr in der Mitte. © Thomas Pola, Foto aus den Jahren 2005-2011
  • Abb. 6 Der westliche der Tulūl eḏ-Ḏahab, im Vordergrund der Jabbok, Aufnahme von Westen aus. © Thomas Pola, Foto aus den Jahren 2005-2011
  • Abb. 7 Der westliche der Tulūl eḏ-Ḏahab von Süden aus, wobei im Profil die obersten drei Terrassen deutlich werden. © Thomas Pola, Foto aus den Jahren 2005-2011
  • Abb. 8 Die Klamm zwischen dem östlichen und dem westlichen der Tulūl eḏ-Ḏahab. © Thomas Pola, Foto aus den Jahren 2005-2011
  • Abb. 9 Dass der Wasserstand vor der Regulierung höher war, ist an dieser Photographie aus dem Frühling des Jahres 1929 zu sehen. Aus: W.F. Albright, New Israelite and Pre-Israelite Sites: The Spring Trip of 1929, BASOR 35 (1935) 1-14, 11
  • Abb. 10 Tell el-Ḥamme von Norden aus gesehen; im Hintergrund die Steilwand am Südufer des Jabbok. © Thomas Pola, Foto aus den Jahren 2005-2011
  • Abb. 11 Blick vom westlichen der Tulūl eḏ-Ḏahab auf die südlich des Berges gelegene flache Stelle (heute landwirtschaftlich genutzt), die als einzige als Furt in vorrömischer Zeit in Frage kommt, da genau an dieser Stelle das Wādī Ḥaǧǧaǧ in das Jabboktal mündet. © Thomas Pola, Foto aus den Jahren 2005-2011
  • Abb. 12 Ritzzeichnung, Fundort: in einer byzantinischen Schutzmauer auf dem Gipfelplateau des westlichen der Tulūl eḏ-Ḏahab. Da der Stein über 300 kg wiegt, muss er vom Gipfelplateau stammen. © Thomas Pola, Foto aus den Jahren 2005-2011
  • Abb. 13 Blick vom westlichen der Tulūl eḏ-Ḏahab Richtung Süden auf das Wādī Ḥaǧǧaǧ, das (in der linken Gabelung) zum Tell Ḥaǧǧaǧ führt. © Thomas Pola, Foto aus den Jahren 2005-2011
  • Abb. 14 Blick vom Jabbok aus Richtung Süden in das Wādī Ḥaǧǧaǧ. © Thomas Pola, Foto aus den Jahren 2005-2011
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