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Lexikon

Pastoralbriefe

Jens Herzer

(erstellt: April 2013)

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1. Überblick

1.1. Die Bezeichnung „Pastoralbriefe“

Die drei Briefe unter dem Namen des → Paulus an seine Mitarbeiter → Timotheus und → Titus wurden erstmals 1727 von dem Hallenser Theologen Paul Anton (1661–1730) mit dem Begriff „Pastoralbriefe“ bezeichnet. Anton nahm damit eine Terminologie auf, mit der bereits im 13. Jh. Thomas von Aquin (1225–1274) den seelsorgerlich-pastoralen Charakter des 1 und 2Tim beschrieb (v. Lips, 1994). Damit war jedoch noch nicht die Infragestellung ihrer Authentizität verbunden, die seit dem 19. Jh. die Forschung prägen sollte. Die neuzeitliche Verwendung des Begriffes deutet eine Perspektive an, die die Mitarbeiterschreiben des Paulus zunehmend nicht mehr als einzelne Briefe in konkreten Situationen verortet, sondern sie unter inhaltlichen und literarischen Gesichtspunkten als zusammengehörig versteht.

1.2. Bezeugung der Pastoralbriefe

Der Kanon Muratori (Ende 2. Jh.) listet die Pastoralbriefe als anerkannte Paulusbriefe auf, während andere Briefe unter dem Namen des Apostels (z.B. der → Laodicenerbrief) als Fälschungen des → Marcion abgelehnt werden. Marcion (gest. ca. 160) selbst hat die Pastoralbriefe aus nicht mehr rekonstruierbaren Gründen in seinen Kanon nicht aufgenommen. In dem für die Überlieferung der Paulusbriefe wichtigen Zeugen P46 fehlen u.a. die Pastoralbriefe, woraus jedoch keine Rückschlüsse über eine Kenntnis der Briefe gezogen werden können, da der → Codex unvollständig erhalten ist. Die frühesten, allerdings nicht sicher zu identifizierenden Referenzen auf die Pastoralbriefe finden sich bei → Ignatius von Antiochien (um 110) sowie in den Schriften des Bischofs Polykarp von Smyrna (zwischen 110 und 130). → Irenäus von Lyon (um 180) greift in seiner antignostischen Schrift „Gegen die Häresien“ ausführlich auf die Pastoralbriefe zurück, insbesondere auf den 1Tim, dessen Warnung vor den „Antithesen der fälschlich so genannten Gnosis“ (1Tim 6,20) Irenäus zum Programm seiner Streitschrift macht (Looks, 1999).

1.3. Die Pastoralbriefe in der Forschung

Bis zum Anfang des 19. Jh. wurden die Pastoralbriefe als selbstverständlicher Teil der Paulusüberlieferung verstanden. Mit dem Aufkommen einer verstärkt historischen Perspektive der Forschung benannte Johann Ernst Christian Schmidt (1772–1831) erstmals das Problem, dass sich insbesondere der 1Tim nur schwer in die aus der Apostelgeschichte bekannten Angaben zum Leben des Paulus einordnen lasse (Schmidt, 1804/5). Anknüpfend an Schmidt ist es dann wenige Jahre später der an der Übersetzung Platons geschulte Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (1768–1834), der aufgrund einer sprachlichen und stilistischen Analyse den 1Tim als → pseudepigraphisch einstuft und damit die Authentizität einer → kanonischen Schrift des Neuen Testaments in Zweifel zieht (Schleiermacher, 1807). Nach Johann Gottfried Eichhorn (1752–1827), der historische Probleme gegen die Echtheit der Pastoralbriefe geltend machte (Eichhorn, 1812), war es schließlich der einflussreiche Tübinger Theologe → Ferdinand Christian Baur (1792–1860), der die sich in der kritischen Forschung durchsetzende Sicht der drei Briefe als pseud­epigraphische Schreiben begründete, die formal und inhaltlich ein zusammengehörendes Ganzes darstellen. Für Baur war allerdings klar, dass die pseudonyme Charakteristik der Briefe nur vom 1Tim her zu begründen ist, die beiden anderen aufgrund ihrer Verwandtschaft davon aber nicht ausgenommen werden könnten (Baur, 1835). Diese Sichtweise hat schließlich der Straßburger Exeget Heinrich Julius Holtzmann (1832–1910) in der Forschung etabliert, wobei er nicht historische Aspekte für wesentlich erachtete, sondern die sprachlichen und stilistischen Abweichungen der drei Briefe von den echten Paulinen in den Vordergrund stellte (Holtzmann, 1880). Als orthonym (d.h. unter Angabe des wahren Verfassers geschrieben) galten allerdings für Baur wie Holtzmann nur der Röm, 1 und 2Kor sowie Gal. Die Vorstellung von der engen Zusammengehörigkeit der Pastoralbriefe wurde schließlich mit der Hypothese eines „Corpus Pastorale“ begründet, das von einem pseudonymen Autor als Abschluss der Paulusbriefsammlung verfasst worden sei (Trummer, 1981). Diese Theorie hat die Forschung lange Zeit bestimmt und ist in neuerer Zeit dahingehend modifiziert worden, dass das „Corpus Pastorale“ in Anlehnung an die hypothetische Gattung des antiken Briefromans als ein solcher zu verstehen sei, der den Ausgang der paulinischen Missionsgeschichte bis zum Tod des Paulus narrativ entfaltet (Pervo, 1994; Glaser, 2010). Die Datierungen der Pastoralbriefe als sog. „Corpus Pastorale“ reichen vom Ausgang des 1. Jh. bis zur Mitte des 2. Jh.

Dass neben diesen Entwicklungen in der Forschung auch die Authentizität der Pastoralbriefe kontinuierlich vertreten wurde, bedarf keiner ausführlichen Darlegung (Johnson, 2001; Fuchs, 2003; Towner, 2006). Zumeist wird sie mit der Annahme der Beteiligung eines Sekretärs verbunden, wodurch sich insbesondere die sprachlichen Abweichungen von den protopaulinischen Briefen erklären ließen. Neuere Untersuchungen führen allerdings zu differenzierteren Perspektiven. So wird mit überzeugenden Gründen etwa die Abfassung der Pastoralbriefe von einem Autor und damit die Corpus-Pastorale-Theorie in Zweifel gezogen und mit drei verschiedenen Autoren gerechnet, die in unterschiedlichen Zeiten und Situationen einen paulinischen Mitarbeiterbrief fingieren (Richards, 2002; Engelmann, 2012). Andere gehen darüber hinaus und beziehen die Alternative zwischen Pseudonymität und Orthonymität nicht mehr auf jeweils alle drei Briefe gleichermaßen, sondern halten etwa die Orthonymität des 2Tim für möglich (Prior, 1989; Murphy-O’Connor, 1991), womit der pseudepigraphische Charakter des 1Tim umso deutlicher hervortritt.

2. Gliederung und Inhaltsübersicht

2.1. 1.Timotheusbrief

1,1–2 Präskript

1,3–11 Mahnung zur Liebe und zum rechten Gebrauch des Gesetzes

1,12–17 Rückblick in die Vergangenheit: der Apostel als "Urbild" des begnadigten Sünders

1,18–20 Mahnung zum konsequenten Einschreiten anhand eines konkreten Problemfalls

2,1–7 Mahnung zur Fürbitte für alle Menschen als Voraussetzung für ein ruhiges Leben

2,8–15 Männer und Frauen in der Gemeinde:

2,8–10 Grundsätzliches zum Verhalten in der Öffentlichkeit

2,11–15 Die schöpfungsgemäße Unterordnung der Frau

3,1–13 Die Anforderungen an die Verantwortungsträger der Gemeinde:

3,1–7 Die Verantwortung und die Qualitäten des Episkopos

3,8–13 Die Verantwortung und die Qualitäten der Diakone und ihrer Frauen

3,14–4,11 Die Gemeinde Gottes und ihre Gefährdung:

3,14–16 Das Wesen der Gemeinde als "Haus Gottes" und ihr Bekenntnis

4,1–5 Die Irrlehren in der letzten Zeit

4,6–11 Die Frömmigkeit und die Verheißung des Lebens

4,12–6,2 Gruppenspezifische Probleme:

4,12–16 Die Autorisierung des Mitarbeiters durch Handauflegung des Presbyteriums

5,1–2 Mahnung an ältere Frauen und Männer

5,3–16 Das Problem der Witwenversorgung

5,17–21 Die Würdigung der Ältesten

5,22–25 Handauflegung und das Problem der Sünden

6,1–2 Über das Verhalten der Sklaven

6,3–21 Postskript – Abschließende Mahnungen:

6,3–10 Die Folgen falscher Lehren und das Wissen wahrer Frömmigkeit

6,11–16 Der gute Kampf und das gute Bekenntnis

6,17–19 Mahnung an die Reichen zu verantwortungsvollem Umgang mit dem Reichtum

6,20-21 Warnung vor der "fälschlich so genannten Gnosis und Gruß

2.2. 2.Timotheusbrief

1,1–2 Präskript

1,3–14 Danksagung und Erinnerung an den Glauben in der Familientradition des Timotheus

1,15–2,13 Treue und Untreue:

1,15–18 Untreues Verhalten Einzelner gegenüber Paulus sowie die Treue des Onesiphoros

2,1–7 Mahnung zur Treue im Kampf gegen das Böse

2,8–13 Das Leiden des Apostels und die Treue Gottes

2,14–26 Streit und Auseinandersetzungen in den Gemeinden:

2,14–19 Das negative Beispiel der präsentischen Auferstehungsvorstellung

2,20–21 Das Haus als Metapher für die Zusammensetzung der Gemeinde

2,22–26 Die Gefährdung der Jugend durch törichtes Verhalten

3,1–17 Warnung vor dem Verfall der Moral in der letzten Zeit:

3,1–9 Der Widerstand gegen die Wahrheit

3,10–13 Die Gefahr der Verfolgung

3,14–17 Mahnung zur Treue und Vertrauen auf die Schrift

4,1–8 Die Verkündigung des Evangeliums und das Schicksal des Paulus:

4,1–4 Mahnung an Timotheus zur unerschrockenen Verkündigung

4,5–8 Der gute Kampf und das Opfer des Paulus

4,9–22 Postskript – Abschließende Mitteilungen:

4,9–15 Persönliche Mitteilungen über Mitarbeiter und Anweisungen an Timotheus

4,16–18 Die Situation der ersten Verteidigung und Hoffnung auf Rettung in Gottes Reich

4,19–22 Grüße von und an Mitarbeiter, Schlusswünsche

2.3. Titusbrief

1,1–4 Präskript

1,5–9 Der Auftrag des Titus in Kreta

1,10–16 Warnung vor der Gefahr jüdischer Gegner

2,1–10 Mahnung an verschiedene Generationengruppen und an die Sklaven

2,11–15 Die Gnade Gottes und die Hoffnung der Glaubenden

3,1–8 Das Verhalten in der Welt auf der Grundlage der Rettung aus Gnade und der Menschenfreundlichkeit Gottes

3,9–15 Postskript – Abschließende Warnung und Anweisungen:

3,9–11 Warnung vor vergeblichen Auseinandersetzungen

3,12–15 Anweisungen an Titus zum Kommen nach Nikopolis, Schlussgrüße

3. Literarisches und theologisches Profil

Anhand der Inhaltsübersicht sind die Unterschiede der drei Briefe in Struktur und thematischen Schwerpunkten erkennbar. Verbindendes Element ist neben der Zuschreibung zu Paulus vor allem die Adressierung an zwei seiner Mitarbeiter, wodurch das sprachliche Profil und der pastorale Charakter entscheidend geprägt werden. 1Tim und Tit haben formal darüber hinaus gemeinsam, dass sie beide gattungstypische Elemente sog. Mandatsschreiben (mandata principis, vgl. Wolter, 1988) aufgreifen, während der 2Tim sich davon als ein testamentartiges Schreiben deutlich abhebt. Im Unterschied zu anderen Paulusbriefen gibt es zudem auffällige sprachliche und terminologische Ähnlichkeiten, insbesondere die Verwendung des Titels σωτήρ (sōtēr, Retter) für Gott und bzw. oder Christus (1Tim 1,1; 1Tim 2,3; 1Tim 4,10; 2Tim 1,10; Tit 1,3f.; Tit 2,10.13; Tit 3,4.6), die Vorstellung von Frömmigkeit (εὐσέβεια, eusébeia, Frömmigkeit/Gottesfurcht“ 1Tim 2,2 [2,10: θεοσέβεια, theosebeia, „Gottesfurcht“]; 1Tim 3,16; 1Tim 4,7f.; 1Tim 6,5f.11; 2Tim 3,5) und der Epiphanie-Christologie (1Tim 6,14; 2Tim 1,10; 2Tim 4,1.8; Tit 2,11.13; Tit 3,4) sowie die Begrifflichkeit von Lehre (διδαχή, didachē,: 2Tim 4,2; Tit 1,9; διδασκαλία, didaskalía: 1Tim 1,10; 1Tim 4,1.6.13.16; 1Tim 5,17; 1Tim 6,1.3; 2Tim 3,10.16; 2Tim 4,3; Tit 1,9; Tit 2,1.7.10) und Überlieferung (παραθήκη, parathēkē: 1Tim 6,20; 2Tim 1,12.14; vgl. die Verbalform in 1Tim 1,18; 2Tim 2,2).

Trotz der formalen und inhaltlichen Gemeinsamkeiten, welche die Grundlage der Corpus-Pastorale-Theorie bilden, sind die damit verbundenen Vorstellungen in den drei Briefen unterschiedlich akzentuiert, was die Annahme eines einzigen Verfassers unwahrscheinlich macht. Nicht nur die terminologischen, sondern auch die inhaltlichen Verbindungen der Briefe lassen sich durch situations- und traditionsbedingte Abhängigkeiten erklären (Engelmann, 2012).

3.1. 1. Timotheusbrief

3.1.1. Thematische Schwerpunkte und theologisches Profil

Innerhalb der Pastoralbriefe ist der 1Tim mit Abstand der ausführlichste Brief und weist eine klare thematische Struktur auf, die auf ein ekklesiologisches Zentrum hin ausgerichtet ist. Im Mittelpunkt des Briefes steht die Vorstellung von der Gemeinde als Haus Gottes (οἶκος θεοῦ, oíkos theoú, 3,15), die sich in dieser Form nur hier im Neuen Testament findet und sprachlich wie inhaltlich in Abhängigkeit zu anderen ekklesiologischen Begriffen und Metaphern aus der paulinischen Tradition entwickelt wird. Dazu gehört nicht nur die Vorstellung von der → Gemeinde als Tempel Gottes bzw. Tempel des Heiligen Geistes (1Kor 3,16f.; 1Kor 6,19; 2Kor 6,16), sondern auch die im 2Tim verwendete Metapher von der Gemeinde als „großem Haus“ mit Gefäßen unterschiedlicher Qualität (2Tim 2,20). Im Konzept des 1Tim werden diese Aspekte zu einem neuen Konzept verbunden, wonach die Gemeinde als Haus Gottes gleichsam zu einer festen Gründung zum Schutz der Wahrheit wird, die es in Gestalt des → Bekenntnisses zu bewahren gilt (1Tim 3,15f.). Mit dem Begriff des Hauses wird zugleich die Entfaltung der Gemeindestruktur in Anknüpfung an Vorstellungen antiker → Haushaltsökonomie möglich, so dass mit dem Hausmodell die Hierarchie der verschiedenen → Ämter in der Gemeinde begründet wird (Wagener, 1994). Entsprechend gehört im Unterschied etwa zu Tit 1,5–9 zur notwendigen Qualifikation des Episkopos als dem Leiter der Gemeinde, dass er seinem eigenen Haushalt gut vorzustehen vermag (1Tim 3,4f.). Dem Episkopos ist eine Mehrzahl von → Diakonen zugeordnet (1Tim 3,8–13); beide Ämter gehören aber in die Gruppe des → Presbyteriums (1Tim 4,14) bzw. der Presbyter (1Tim 5,17f.). Das Presbyterium als Leitungsgremium ist für die Belange der Gemeinde zuständig. Dazu gehören ganz konkrete Aufgaben, wie die Witwenversorgung (1Tim 5,3–16), die Entlohnung von Presbytern, die sich in besonderer Weise für die Gemeinde einsetzen (1Tim 5,17f.), Beschwerdeverfahren gegen Presbyter (1Tim 5,19–22) sowie die besondere Mahnung an Wohlhabende, mit ihrem Reichtum die Gemeinde zu unterstützen (1Tim 6,6–19). Die in der Gemeinde zu bewahrende Wahrheit des Glaubens erhält ihre besondere Prägung durch den Begriff der Frömmigkeit (εὐσέβεια, eusébeia) als einer christlichen Grundhaltung, die der römischen pietas-Vorstellung entsprechend (vgl. Standhartinger, 2006) auf ein „ruhiges und stilles Leben“ ausgerichtet ist (1Tim 2,2), wofür der umstrittene, aber für 1Tim nicht abwegige Begriff „bürgerliches Christentum“ (Dibelius/Conzelmann, 1966) geprägt wurde. Neben der Neuinterpretation paulinischer Ekklesiologie ist für den 1Tim die Fokussierung der Soteriologie auf Gott charakteristisch, insbesondere der ausschließliche Bezug des σωτήρ-Titels auf Gott (1Tim 1,1; 1Tim 2,3; 1Tim 4,10) und damit einhergehend die Betonung der Menschheit Christi (1Tim 2,5). Hierin liegt in theologischer Hinsicht der größte Unterschied des 1Tim zu den beiden anderen Pastoralbriefen.

3.1.2. Entstehungssituation

Das Ziel der ekklesiologischen Konzeption des 1Tim ist die Konsolidierung von Gemeindestrukturen mit engem Bezug auf die Paulustradition, um dadurch der Gefährdung durch → häretische Strömungen → gnostischer Prägung zu begegnen. Auf eine solche Prägung der Gegner verweisen verschiedene Aussagen, wie z.B. die verfehlte Auslegung des Gesetzes (1Tim 1,7), dämonische Lehren (1Tim 4,1), asketische und enkratische Auffassungen (1Tim 4,3–5), wahrscheinlich auch der Anspruch von Frauen, in der Gemeinde zu lehren (1Tim 2,9–15), sowie vor allem die Warnung vor den „Antithesen der fälschlich so genannten Gnosis“ (1Tim 6,20), womit am Schluss des Briefes die abzuwehrenden Strömungen sogar namentlich genannt werden.

Die literarische Vermittlung der Konsolidierungsbemühungen geschieht durch die Adressierung des Briefes an Timotheus, mit dem die paulinische Lokaltradition in Ephesus verankert wird (1Tim 1,3). Um diese Vermittlungsperspektive zu unterstreichen, entwickelt der 1Tim ein im Neuen Testament einzigartiges Paulusbild, das geradezu hagiographische Züge trägt (1Tim 1,12–17; Engelmann, 2013). Im Unterschied zu den beiden anderen Pastoralbriefen ist das Fehlen persönlicher Notizen und insbesondere von Grüßen am Schluss literarisch auffällig. Dadurch wird nicht nur der programmatische Charakter des Briefes unterstrichen, sondern auch die pseudepigraphische Fiktion plausibel, die keine Täuschungsabsicht verfolgt, sondern auf einem Gruppenkonsens beruht und mit Schulpseudepigraphie philosophischer Lehrtraditionen verglichen werden kann (Herzer, 2009).

Für die Datierung des 1Tim sind verschiedene Anhaltspunkte relevant: die strukturierte und zumindest in Ansätzen hierarchisierte Gemeindekonzeption, die programmatische Betonung eines in die Strukturen der Gesellschaft eingepassten christlichen Lebens sowie die Hinweise auf die Gefährdung durch gnostische Strömungen. Da eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den häretischen Tendenzen, wie sie dann später etwa bei Irenäus von Lyon ausführlich erfolgt, nicht im Interesse des Autors liegt, ist eine Datierung des 1Tim in eine frühe Phase der aufkommenden Gnosis in der späten ersten Hälfte des 2. Jh. n. Chr. (zwischen 130–150) wahrscheinlich. Unter diesem Vorzeichen ist auch die Lokalisierung in Ephesus als einem ehemaligen Zentrum der Paulusmission (vgl. Thiessen, 1995) plausibel und daher nicht notwendig als Fiktion zu betrachten. Nach altkirchlicher Überlieferung war Timotheus in nachpaulinischer Zeit ein Bischof in Ephesus; doch kann dies aus verschiedenen Aspekten der Paulusüberlieferung abgeleitet sein (vgl. v. Lips, 2008).

3.2. 2. Timotheusbrief

3.2.1. Thematische Schwerpunkte und theologisches Profil

Der 2Tim trägt den Charakter eines Testaments bzw. Vermächtnisses des Paulus in der Form eines Abschiedsbriefes (Weiser, 1998). Besonders auffällig ist im Unterschied zu den beiden anderen Pastoralbriefen die sehr persönliche Gestaltung, die sogar familiäre Aspekte einbezieht (vgl. die Erwähnung von Mutter und Großmutter des Timotheus, 2Tim 1,5; vgl. 2Tim 1,2: „geliebtes Kind“). Dies entspricht dem auch sonst aus Apg 16,1–3 und den Paulusbriefen bekannten Verhältnis zwischen dem Apostel und Timotheus als seinem engsten Vertrauten (vgl. v. Lips, 2008). Der Brief ist geprägt von der Situation der Inhaftierung des Paulus in Rom (2Tim 1,16–18), in der Paulus sein Tod unmittelbar vor Augen steht (2Tim 4,6–8) und in der er unter diesem Vorzeichen sein theologisches Vermächtnis weitergibt. Im Zentrum steht insbesondere die Teilhabe am Leiden sowie die Mahnung, darüber die Verkündigung des Evangeliums nicht zu vernachlässigen (2Tim 1,6–14; 2Tim 2,1–13; 2Tim 3,10–13; 2Tim 4,1–5). Angesichts theologisch fragwürdiger Entwicklungen, die beispielhaft mit der Auffassung anschaulich gemacht werden, „die Auferstehung sei schon geschehen“ (2Tim 2,16–18), und die auf einem Missverständnis paulinischer Taufaussagen beruhen könnten (vgl. 1Kor 15,12; Röm 6,11.13; Kol 2,12f.; Kol 3,1 sowie ferner Eph 2,6), vertraut Paulus seinem Schüler das Erbe der Überlieferung sowie die Aufgabe an, das Evangelium seinerseits an vertrauenswürdige Menschen weiterzugeben (2Tim 1,13f.; 2Tim 2,1f.).

Die → Paränese wird mit einigen theologischen Aspekten untermauert, die paulinische Leidenstheologie anklingen lassen. Programmatisch erfolgt am Beginn des Briefes eine eindrückliche christologische Fundierung, indem die (irdische) Erscheinung Christi als Retter in den Vordergrund gestellt wird (2Tim 1,10). Paulinisch ist ferner die relativ häufige Verwendung der ἐν Χριστῷ (en Christō, in Christus) -Wendung (2Tim 1,1.9.13; 2Tim 2,1.10; 2Tim 3,12.15). Angesichts der bedrohlichen Gefängnissituation gewinnt auch die Eschatologie in besonderer Weise Gewicht (vgl. 2Tim 2,10–13; 2Tim 4,1–8).

3.2.2. Entstehungssituation

Die testamentarische Perspektive des Briefes wird durch einen umfangreichen persönlichen Abschluss ergänzt, der zahlreiche Mitarbeiter erwähnt (2Tim 4,9–15), die Prozesssituation thematisiert (2Tim 4,16) und die Hoffnung auf endgültige Rettung in die himmlische Königsherrschaft zum Ausdruck bringt (vgl. 2Tim 4,17–18). Unter pseudepigraphischer Perspektive wäre die Fülle der persönlichen Notizen vor allem im Unterschied zum 1Tim nicht nur ungewöhnlich, sondern würde eine Täuschungsabsicht nahelegen und den 2Tim als literarische Fälschung charakterisieren (Frenschkowski, 2001; Luttenberger, 2012). Allerdings entfallen unter Aufgabe der Corpus-Pastorale-Theorie die Gründe für eine Spätdatierung des 2Tim, da sie nur in der Verbindung mit dem 1Tim angeführt werden können, so dass die Annahme einer pseudonymen Abfassung des 2Tim nicht zwingend ist. Eine Abfassung in der römischen Gefangenschaft des Apostels zwischen 62 und 64 n. Chr. ist daher – in Abhängigkeit von der relativen Chronologie – wahrscheinlich. Möglicherweise spielt dabei Lukas eine besondere Rolle (vgl. 2Tim 4,11; Apg 28), was auch die Affinität der Sprache der Pastoralbriefe zu der des lukanischen Doppelwerks erklären würde, die in der Forschung immer wieder hervorgehoben wurde (vgl. Quinn, 1978; dazu Kaestli, 1995).

3.3. Titusbrief

3.3.1. Thematische Schwerpunkte und theologisches Profil

In der Forschung wird der Tit oft in großer inhaltlicher Nähe zum 1Tim interpretiert, obwohl die Perspektive des Briefes eine grundlegend andere ist. Unter konkreten äußeren Umständen wird Titus der Auftrag erteilt, Presbyter in den kretischen Gemeinden einzusetzen. Hintergrund dieses Auftrages ist der negative Einfluss jüdischer Gruppen auf die Gemeinden (Tit 1,10–12), deren Position mit den Begriffen „jüdische Mythen und Menschengebote“ (Tit 1,14) bzw. „gesetzliche Streitereien“ (Tit 3,9) angedeutet wird. Die Verwendung der Begriffe „Presbyter“ und „Episkopos“ ist nicht mit deren Verhältnisbestimmung in 1Tim vergleichbar, da in Tit 1,5–9 vorausgesetzt wird, dass jeder der eingesetzten Presbyter als Episkopos seiner Verantwortung gerecht werden soll.

Theologisch charakteristisch ist für den Tit die konsequente Verknüpfung soteriologischer Aussagen und des σωτήρ (sōtēr)-Titels jeweils mit Gott und Christus (Tit 1,3f.; Tit 2,10.13; Tit 3,4.6), wobei die funktionale paulinische Zuordnung des rettenden Wirkens Gottes durch den Retter Christus grundlegend ist. Diese Verhältnisbestimmung wird verbunden mit dem → Epiphaniebegriff, indem Gottes Eigenschaften der Gnade (Tit 2,11), der Herrlichkeit (Tit 2,13) sowie seiner Güte und Menschenfreundlichkeit (Tit 3,4) in Christus in Erscheinung treten. Die Verwendung dieser Terminologie lässt keine der römischen Herrscherideologie gegenüber subversiv-kritische Haltung erkennen; dem widerspräche vor allem die Aufforderung zur Loyalität (Tit 3,1f.). Man wird vielmehr mit einem gewissen sprachlichen Einfluss dieses Hintergrundes aufgrund der vorauszusetzenden Abfassungssituation (s.u.) rechnen müssen.

Bemerkenswert ist schließlich auch die bekenntnishafte Aufnahme paulinischer Rechtfertigungslehre mit Bezug auf die Taufe (Tit 3,4–8).

3.3.2. Entstehungssituation

Als Problem in der Einordnung des Tit wird in der Forschung die Verbindung des Titus und damit implizit auch des Paulus mit Kreta (Tit 1,5) gesehen, da über ein missionarisches Wirken des Paulus auf dieser Insel ebenso wenig bekannt ist wie über die Stadt Nikopolis, die am Schluss des Briefes als Aufenthaltsort des Paulus vorausgesetzt ist (Tit 3,12–15). Allerdings setzt der Brief eine aktive Mission auf Kreta nicht voraus. Hinzu kommt eine recht komplexe Situationsbeschreibung: Paulus musste aus nicht genannten Gründen von Kreta aufbrechen, lässt Titus mit einem konkreten Auftrag zurück, mahnt ihn aber zugleich, so schnell wie möglich zu ihm nach Nikopolis (in der Provinz Epirus, Westgriechenland) zu kommen, wo er überwintern wird (Tit 3,12). Zuvor jedoch soll Titus zwei Personen, darunter einen Anwalt (νομικός, nomikós, Tit 3,13), vorausschicken. Unter pseudepigraphischen Vorzeichen sind diese Angaben zu konkreten Personen und deren Aufgaben sowie die geographischen Hinweise insofern problematisch, da die persönlichen Notizen – wie bereits für den 2Tim festgestellt ­– auch diesen Brief mit einer Täuschungsabsicht versehen und damit als Fälschung charakterisieren würden. Doch lässt sich – wie schon der 2Tim – unter der Voraussetzung der Herauslösung aus dem Corpus Pastorale auch der Tit als authentischer Brief verstehen, weil die Differenzen zu Paulus hier ebenfalls nur in der engen Verbindung mit dem 1Tim zu einer pseudepigraphischen Einordnung nötigen. So ergibt sich für die beschriebene Situation ein plausibles Szenario, das zwar nicht im Detail, aber im Grundsatz mit der von Lukas, insbesondere im Blick auf den sog. Schiffbruch, stilisierten Reiseerzählung in Apg 27 korreliert werden kann. Da Nikopolis von Kreta aus auf einer der Schifffahrtsrouten nach Rom liegt, als Winterhafen für Schiffe gedient hat und der einzige bekannte Aufenthalt des Paulus auf Kreta während der Romreise erwähnt wird (Apg 27,7–12), ist der Tit als Mandat des Apostels an seinen Mitarbeiter auf dieser Reise – in Abhängigkeit von der relativen Chronologie – wahrscheinlich um 60 n. Chr. geschrieben worden.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Kommentare

  • Dibelius, M. / Conzelmann, H., 41966, Die Pastoralbriefe, HNT 13, Tübingen.
  • Holtzmann, H. J., 1880, Die Pastoralbriefe kritisch und exegetisch behandelt, Leipzig
  • Johnson, L. T., 2001, The First and Second Letters to Timothy. A New Translation with Introduction and Commentary, The Anchor Bible 35a, New York u.a.
  • Lau, A. Y., 1996, Manifest in Flesh. The Epiphany Christology of the Pastoral Epistles, WUNT II/86, Tübingen
  • Marshall, I. H., 1999, A Critical and Exegetical Commentary on the Pastoral Epistles, in collaboration with Philip H. Towner, ICC, Edinburgh
  • Oberlinner, L., 1994–1996, Die Pastoralbriefe: Kommentar zum Ersten Timotheusbrief. Kommentar zum Zweiten Timotheusbrief. Kommentar zum Titusbrief, HThK XI, 2.1/2.2/2.3, Freiburg u.a.
  • Quinn, J. D., 1990, The Letter to Titus. A New Translation with Notes and Commentary and An Introduction to Titus, I and II Timothy, The Pastoral Epistles, AB 35, New York
  • Quinn, J. D. / Wacker, W., 2000, The First and Second Letters to Timothy. A New Translation with Notes and Commentary, ECC, Grand Rapids/Cambridge
  • Roloff, J., 1988, Der erste Timotheusbrief, EKK XV, Neukirchen-Vluyn
  • Spicq, C., 1969, Saint Paul. Les Epîtres Pastorales, Paris
  • Towner, P. H., 2006, The Letters to Timothy and Titus, NICNT, Grand Rapids/Cambridge
  • Weiser, A., 2003, Der zweite Brief an Timotheus, EKK XVI/1, Neukirchen-Vluyn

2.Weitere Literatur

  • Baur, F. C., 1835, Die sogenannten Pastoralbriefe des Apostels Paulus aufs neue kritisch untersucht, Stuttgart/Tübingen
  • Brox, N., 1975, Falsche Verfasserangaben. Zur Erklärung der frühchristlichen Pseudepigraphie, SBS 79, Stuttgart
  • Eichhorn, J. G., 1812, Einleitung in das Neue Testament III/1, Leipzig
  • Engelmann, M., 2012, Unzertrennliche Drillinge? Motivsemantische Untersuchungen zum literarischen Verhältnis der Pastoralbriefe, BZNW 192, Berlin/Boston
  • Engelmann, M., 2013, „Ich, Paulus“. Die Paulusbilder der Pastoralbriefe, in: Lang, M. (Hg.), Paulus und Paulusbilder, ABG 31, Leipzig (im Druck)
  • Frenschkowski, M., 2001, Pseudepigraphie und Paulusschule. Gedanken zur Verfasserschaft der Deuteropaulinen, insbesondere der Pastoralbriefe, in: F. W. Horn (Hg.), Das Ende des Paulus: historische, theologische und literaturgeschichtliche Aspekte, BZNW 106, Berlin/New York, 239–272
  • Fuchs, R., 2003, Unerwartete Unterschiede. Müssen wir unsere Ansichten über „die“ Pastoralbriefe revidieren?, Wuppertal
  • Glaser, T., 2010, Paulus als Briefroman erzählt. Studien zum antiken Briefroman und seiner christlichen Rezeption in den Pastoralbriefen, NTOA/StUNT 76, Göttingen
  • Herzer, J., 2008, Juden – Christen – Gnostiker. Zur Gegnerproblematik der Pastoralbriefe, BThZ 25, 143–168
  • Herzer, J., 2009, Fiktion oder Täuschung? Zur Diskussion über die Pseudepigraphie der Pastoralbriefe, in: Pseudepigraphie und Verfasserfiktion in frühchristlichen Briefen (Pseudepigraphy and Author Fiction in Early Christian Letters), hg. v. J. Frey / J. Herzer / M. Janßen / Clare K. Rothschild, WUNT 249, Tübingen, 489–536
  • Kaestli, J.-D., 1995, Luke-Acts and the Pastoral Epistles: The Thesis of a Common Authorship, in: Tuckett, C.M. (Hg.), Luke’s Literary Achievement: Collected Essays, JSNT.S 116, Sheffield, 110–126
  • Lips, H. v., 1994, Von den „Pastoralbriefen“ zum „Corpus Pastorale“. Eine Hallische Sprachschöpfung und ihr modernes Pendant als Funktionsbestimmung dreier neutestamentlicher Briefe, in: U. Schnelle (Hg.), Reformation und Neuzeit. 300 Jahre Theologie in Halle, Berlin/New York, 49–71
  • Lips, H. v., 2008, Timotheus und Titus. Unterwegs für Paulus, Biblische Gestalten 19, Leipzig 2008
  • Looks, C., 1999, Das Anvertraute bewahren. Die Rezeption der Pastoralbriefe im 2. Jahrhundert, Münchener Theologische Beiträge, München
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