bibelwissenschaft.de - Das wissenschaftliche Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft

Lexikon

Omri

(882-871 v. Chr.)

Detlef Jericke

(erstellt: März 2011)

Permanenter Link zum Artikel: http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/29644/

Im Alten Testament werden vier Personen namens Omri erwähnt: (1) ein König von Israel (1Kön 16,15-28; 2Kön 8,26; 2Chr 22,2; Mi 6,16); (2) ein Benjaminit (1Chr 7,8); (3) ein Judäer (1Chr 9,4); (4) ein Stammesfürst von Issaschar (1Chr 27,18). Der folgende Artikel beschäftigt sich ausschließlich mit dem König von Israel, da die anderen Personen nur in Listen kurz genannt werden.

1. Name

Die Herleitung des Namens Omri (hebr. עָמְרִי ‛åmrî) ist unklar. In der älteren Literatur wird der Name als verkürzte Form (Hypochoristikon) von ‛åmrijāhû verstanden und eine Ableitung aus der arabischen Wurzel ‛mr „lange leben / gedeihen“ erwogen. Omri(jahu) könnte dann „langes Leben von / für Jhwh“ bedeuten. Gegen diese Herleitung wird eingewandt, dass der Name offenbar in Israel und Juda verbreitet war, weil das Alte Testament noch weitere Personen mit dem Namen Omri kennt (s.o.), und dass daher der Name nicht aus dem arabischen Kulturbereich stammen könne. Dieses Argument erscheint allerdings nicht zwingend. Wenn der Name einmal eingeführt war, kann er ohne bewusste Anspielung auf seine Herkunft verwendet worden sein. Neuerdings wird eine Ableitung von ‛mr II bzw. von aramäisch ġmr „überfluten / reichlich mit Wasser versorgt sein“ favorisiert (Gesenius, 18. Aufl.; Timm 2003).

2. Altes Testament

1Kön 16 erzählen von der wechselvollen Geschichte des Königtums in Israel während der ersten Hälfte des 9. Jh.s v. Chr. König → Ela, der Sohn Baschas, wird von → Simri, einem Offizier und „Befehlshaber über die Hälfte der Streitwagen“ erschlagen (1Kön 16,9-10). Simri rottet anschließend das „ganze Haus Bascha“ aus und wird selbst König (1Kön 16,11-12). Mit 1Kön 16,15-28 folgt dann der Abschnitt zum Königtum Omris. Als „das (Kriegs-)Volk“, d.h. das Heer (vgl. 1Sam 13 u.ö.), das im Feldlager vor der philistäischen Stadt Gibbeton liegt, von Simris Putsch hört, macht „ganz Israel“ Omri, einen „Offizier des Heeres“ (śar-ṣābā’), zum König (1Kön 16,15-16). Dieser zieht mit „ganz Israel“ von Gibbeton weg und belagert die israelitische Königsstadt Tirza, in der Simri residiert (1Kön 16,17). Simri stirbt nach nur siebentägiger Herrschaft im Königspalast, den er anscheinend selbst in Brand steckt (1Kön 16,18). Allerdings ist damit Omris Herrschaft noch nicht endgültig bestätigt. Unvermittelt taucht mit → Tibni ein weiterer Konkurrent auf. 1Kön 16,21 sagt, dass sich „das Volk Israel“ teilte. Während die eine Hälfte Tibni als König anerkennt, stützt die andere Hälfte Omri. Über Tibni wird weiter nichts als seine familiäre Herkunft mitgeteilt: er ist „ein Sohn Ginats“. Letztlich „erstarkt“ die Partei Omris gegenüber derjenigen Tibnis. Dieser „stirbt“, ohne dass die näheren Umstände erwähnt werden, woraufhin es heißt: „und Omri war König“ (1Kön 16,22).

Von Omris Königtum wird ansonsten wenig erzählt. Er regierte zwölf Jahre, davon sechs in Tirza (1Kön 16,23). Von einem gewissen Schemer kauft er den „Berg Samaria“ (hāhār šomrôn), um dort eine Stadt zu bauen, die er nach dem Namen des Vorbesitzers → „Samaria“ nennt (1Kön 16,24). Das Erzählgefälle legt nahe, den Vers so zu verstehen, dass Omri die restlichen sechs Jahre seiner Herrschaft in Samaria verbrachte, obwohl von einer Verlegung der Residenz nicht ausdrücklich die Rede ist. Schließlich stirbt Omri und wird in Samaria begraben (1Kön 16,28). Mit Omri wird erstmals im Königreich Israel eine dynastische Herrschaft begründet, da sein Sohn → Ahab und seine Enkel → Ahasja und → Joram nach ihm Könige werden. Selbst im Königreich Juda regiert mit Ahasja kurzfristig ein Nachfahre Omris. Der judäische König → Ahasja, der nicht mit dem gleichnamigen Enkel Omris zu verwechseln ist, gilt als Sohn der Atalja, einer „Tochter“, d.h. wahrscheinlich einer Enkelin Omris (2Kön 8,24-26; 2Chr 22,2). Nach alttestamentlicher Darstellung beendet → Jehu auf Veranlassung des Propheten → Elisa durch einen blutigen Putsch die Herrschaft der Omriden (1Kön 19; 2Kön 9; 2Kön 10).

Der kurze Abschnitt zu Omri (1Kön 16,15-28) gibt den Auslegenden vielfältige Probleme auf. Wer Omri zum König ausruft, bleibt unklar. Zunächst ist vom „Volk, das im Feldlager ist“ (hā‛ām haḥonîm) die Rede, anschließend jedoch von „ganz Israel“ (1Kön 16,16). Die Septuaginta glättet diese Spannung und schreibt, Omri sei „in Israel“ zum König gemacht worden. Bei der Notiz von der Doppelherrschaft Tibnis und Omris werden dann beide Ausdrücke zu der Wendung „das Volk Israel“ (hā‛ām jiśrā‛el) verbunden. Die gesamtisraelitische Ausweitung zielt vermutlich weniger auf die Legitimierung des Königtums Omris, sondern darauf, die negative Bewertung des Königs auf ganz Israel auszuweiten (1Kön 16,25-26). Auffallend ist auch, dass Erklärungen für die Wirren um den Herrschaftsantritt Omris fehlen, etwa dafür, warum er zum König ausgerufen wird, als Simri putscht, oder warum mit Tibni ein weiterer Konkurrent auftaucht. Entsprechende Erklärungsversuche wie die Vermutung, Tibni werde von der Volksversammlung gestützt, Omri dagegen vom Heer oder Tibni sei der designierte Herrscher, Omri dagegen nicht, oder gar der Hinweis auf mögliche Stammesgegensätze (Donner, 289; Niemann 2006) sind vom Text der Omri-Perikope nicht gedeckt.

Umstritten ist auch die literarische Beurteilung des Verses, der vom Kauf des Berges Samaria und vom Bau der Stadt redet (1Kön 16,24). Mehrfach wird in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass dieser Vers die Abfolge von chronologischer Notiz (1Kön 16,23) und „deuteronomistischer“ Beurteilung (1Kön 16,25-26) unterbricht und dass diese beiden Darstellungselemente in den Königsbüchern meist direkt aufeinanderfolgen. Daher wird der Vers gern als späterer Zusatz erklärt, der eine volkstümliche Erklärung des Namens Samaria liefern will. Ohne 1Kön 16,24 bleiben aber sowohl der Hinweis auf die lediglich sechsjährige Herrschaft in Tirza (1Kön 16,23) und die Notiz vom Begräbnis Omris in Samaria unverständlich (1Kön 16,28). Allein die Erwähnung Samarias als Begräbnisort reicht nicht, um zu erklären, dass Omri den Platz erwarb und dort eine Residenz errichtete, in der er dann die übrigen sechs Jahre seines Königtums verbrachte (anders Würthwein, 199). Auch die Lösung, lediglich den Namen Schemers als sekundär zu erklären, weil es unwahrscheinlich erscheint, dass Omri den Platz nach dem Vorbesitzer benannte (Noth, 352f), ist nicht befriedigend. Ohne den Namen Schemer läuft die gesamte Erklärung von 1Kön 16,24 ins Leere.

Schwierig aufzulösen sind auch die chronologischen Angaben. 1Kön 16,15 sagt, Simri habe im 27. Jahr des judäischen Königs Asa regiert. Da Simri nur sieben Tage herrschte, müsste dies auch das Jahr der Königsproklamation Omris sein. 1Kön 16,23 nennt jedoch das 31. Jahr Asas als Datum für Omris Regierungsübernahme. Der Vers zählt demnach die vier Jahre, in denen sich Omri mit Tibni das Königtum teilte, nicht mit. Da Ahab nach Omris Tod im 38. Jahr Asas zur Herrschaft kommt (1Kön 16,29), hätte Omri acht Jahre regiert. 1Kön 16,23 spricht jedoch von zwölf Jahren. Die Synchronisierung der Daten mit den Regierungsjahren des zeitgenössischen judäischen Königs und die absolute Jahresangabe stimmen demnach nicht überein. Die Synchronie (acht Jahre) zählt lediglich die Jahre, in denen Omri allein herrschte. Die absolute Jahresangabe (zwölf Jahre) zählt auch die vier Jahre der Doppelherrschaft Omri / Tibni mit.

Auf der literarischen Ebene sind eine Reihe von Analogien zur Geschichte von → Davids Aufstieg bemerkenswert (→ Aufstiegserzählung). Wie David kämpft Omri gegen die → Philister. Beide haben es zu Beginn ihrer Herrschaft mit zwei Rivalen zu tun, von denen einer der Vorgänger (Saul bei David, Simri bei Omri), der andere ein zeitweiser Mitregent ist, der von einem Teil Israels anerkannt wird (Ischbaal bei David, vgl. 2Sam 2,10-15, Tibni bei Omri). Dennoch wird sowohl für David als auch für Omri eine Anerkennung durch „ganz Israel“ behauptet. Die aus der Geschichte von Davids Aufstieg bekannten Erzählmotive vom Kauf eines Platzes, auf dem der Nachfolger ein Heiligtum baut (2Sam 24), und von der erfolgreichen Einnahme einer Stadt (Jerusalem), die dann mit ausdrücklicher Namensgebung („Stadt Davids“) zur eigenen Residenzstadt gemacht wird (2Sam 5,6-10), tauchen ebenfalls in der Omri-Perikope auf, werden allerdings etwas variiert. Omri belagert die aktuelle Königsstadt Tirza und kauft den „Berg Samaria“, auf dem er eine Stadt baut, die er ebenfalls „Samaria“ nennt und in der er anscheinend seine neue Residenz nimmt. Von einem Tempelbau in Samaria ist dann erst bei seinem Nachfolger Ahab die Rede (1Kön 16,31-32). An dieser Stelle werden die literarischen Analogien zu David und Salomo nochmals deutlich, da auch der Jerusalemer Tempel erst Davids Sohn Salomo zugeschrieben wird. Die teilweise enigmatischen Erzählmotive in dem kurzen Abschnitt zu Omri (1Kön 16,15-28) dienen demnach dazu, Omri − in Analogie zu David − als Begründer einer Herrscherdynastie darzustellen. Da allerdings Omri, wie nahezu alle Könige Israels, als ein kultisch abtrünniger König gilt (1Kön 16,25-26; vgl. Mi 6,16) und da nach alttestamentlicher Darstellung die Davididen die einzig legitime Dynastie der israelitisch-judäischen Königsgeschichte repräsentieren, wird die Herrschaft Omris erzählerisch nicht im entferntesten so breit entfaltet wie die Geschichte Davids. Die Bücher der → Chronik, die sich ganz auf die Geschichte der Davididen konzentrieren, gehen daher, mit Ausnahme der kurzen Notiz zu Atalja (2Chr 22,2), gar nicht auf die Herrschaft Omris ein.

3. Außerbiblische Belege

3.1. Mescha-Inschrift

Aus: H. Gressmann, Altorientalische Bilder zum Alten Testament, Berlin / Leipzig 2. Aufl. 1927, Tf. LIII

Abb. 1 Mescha-Stele.

Omri ist mehrfach in außerbiblischen Texten erwähnt, davon zwei Mal in der Inschrift auf der Stele des Königs → Mescha von → Moab aus dem letzten Drittel des 9. Jh.s v. Chr. (TUAT 1, 646-650; Gaß, 5-65; HTAT, 242-248). Der Text sagt, „Omri, der König von Israel unterdrückte“ Moab „viele Tage“ (Zeile 4f). Die Inschrift führt weiter aus, Omri habe das Land mhdb‛ (alttestamentlich Medeba) eingenommen (Zeile 7f) und dieses „zu seiner Zeit und der Hälfte der Zeit seines Sohnes / seiner Söhne, vierzig Jahre“ bewohnt (Zeile 8, Übersetzung nach HTAT, 245). Erst zur Zeit Meschas sei die Besetzung von Teilen Moabs durch die Omriden beendet worden.

3.2. Neuassyrische Königsinschriften

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 2 König Jehu von Israel unterwirft sich dem assyrischen König Salmanassar III. (858-823 v. Chr.; Schwarzer Obelisk aus Kalchu).

Auch in neuassyrischen Königsinschriften des 9. und 8. Jh.s v. Chr. wird der Name Omri genannt. Auf dem vom assyrischen König Salmanasser III. im Jahr 841 v. Chr. in Nimrud aufgestellten sog. Schwarzen Obelisken wird Jehu als „Sohn Omris“ mār ḫumrî bezeichnet (TUAT 1, 363; HTAT, 264). Nach alttestamentlicher Darstellung ist Jehu jedoch der „Sohn Nimschis“ (1Kön 19,16; 2Kön 9; 2Chr 22,7). Er löscht auf Betreiben des Propheten Elisa die Omriden aus (2Kön 9; 2Kön 10) und begründet eine neue Dynastie, die über vier Generationen nahezu ein Jahrhundert in Israel regiert. Daher war man in der alttestamentlichen Forschung lange davon ausgegangen, dass die Kennzeichnung Jehus als „Sohn Omris“ auf dem Schwarzen Obelisken auf ein Desinteresse der assyrischen Herrscher an den Machtverhältnissen in Syrien und Palästina zurückzuführen ist (Donner, 311). Auf der anderen Seite zeigt sich, dass in neuassyrischen Inschriften Usurpatoren auch als solche bezeichnet sind, etwa Hasaël von Damaskus als „Sohn eines Niemand“ (HTAT, 263). Manche erklären die Wendung „Jehu, Sohn Omris“ daher so, dass Jehu besonders geehrt wird, weil er, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, ein treuer und abgabenwilliger Vasall des Assyrerkönigs wurde. Demzufolge werde er nicht mit einer abfälligen Bemerkung wie etwa Hasaël bedacht, sondern als legitimer Herrscher von Israel („Haus Omri“) angesprochen. Insofern sei „Jehu Sohn Omris“ lediglich als Kurzform von „Jehu vom Haus Omri“ zu lesen, wobei „Haus Omri“ die gängige Bezeichnung für das Königreich Israel gewesen sei (Na’aman 1998; Keel / Uehlinger; HTAT, 264 mit Anm. 69). Allerdings mehren sich auch die Beiträge, die davon ausgehen, dass die Wendung auf dem Schwarzen Obelisken historisch zutreffend ist und Jehu tatsächlich noch ein Herrschar aus der omridischen Dynastie war (Schneider; Lamb).

Der Ausdruck bît ḫumrî (andere Schreibungen Bīt-Ḫumrija, Bīt-Ḫumria, Transliteration bīt [É]-ḫu-um-ri-ia) „Haus Omri“ als wird auch noch in neuassyrischen Inschriften des 8. Jh.s v. Chr. als Bezeichnung für das Königreich Israel verwendet (TUAT 1, 373f.385-387; Niemann 2007, 192-195; HTAT, 295.306). Die Wendung entspricht der zeitgenössischen Praxis, Kleinkönigtümer oder Stadtstaaten als „bît NN“ („Haus NN“) zu benennen. So ist etwa auch der Name „Haus David“ (bjt dwd) als Bezeichnung des Königreichs Juda in einer aramäischen Inschrift des 9. Jh.s v. Chr. von → Tel Dan belegt. Ob der bis in das 8. Jh. v. Chr. verwendete Ausdruck „Haus Omri“ auf eine Selbstbezeichnung der Könige Israels zurückgeht oder lediglich die Sichtweise der assyrischen Könige spiegelt, muss offen bleiben. Auf jeden Fall zeigt sich, dass Omri im neuassyrischen Imperium noch längere Zeit als Begründer eines dynastisch geprägten Kleinkönigtums angesehen wurde.

4. Archäologie

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 3 Karte zur Lage von Tirza und Samaria.

Die alttestamentliche Omri-Perikope (1Kön 16,15-28) nennt Tirza und indirekt Samaria als Residenzorte des Königs. Daher sind die Grabungsbefunde beider Plätze von besonderem Interesse.

4.1. Tirza

→ Tirza ist mit Tell el-Fār‘a Nord zu identifizieren ([Tell el-Fara]; Koordinaten: 1823.1882; N 32°17' 14'', E 35° 20' 16''). Der Siedlungshügel befindet sich im zentralen palästinischen Bergland etwa 11 km nordöstlich von → Sichem / Nablūs. Dort endet die wichtigste Verkehrsverbindung vom Jordangraben in das westjordanische Bergland, die durch das Wādī Fār‛a führt. Die städtische Bebauung erstreckt sich vom 3. Jt. bis zur Mitte des 1. Jt.s v. Chr., wobei im Folgenden lediglich die Befunde für das frühe 1. Jt. v. Chr. von Interesse sind. Die Stadtanlage von „Period VIIb“ (in älteren Veröffentlichungen „Stratum III“) wurde nachweislich im 9. Jh. v. Chr. zerstört. Erst im 8. Jahrhundert wurde die Stadt wieder aufgebaut („Period VIId“ = „Stratum II“). Im Norden der Stadt wurden einige architektonische Reste entdeckt („Period VIIc“), die als nicht fertiggestellte Gebäude nach der Zerstörung der Stadtanlage von „Period VIIb“ („Stratum III“) interpretiert werden. Der Befund wird gern so gedeutet, dass die Zerstörung von „Period VIIb“ auf Omris Belagerung der Stadt zurückzuführen ist und dass die Reste von „Period VIIc“ auf Omris sechsjährigen Aufenthalt bzw. seinen abgebrochenen Versuch verweisen, die Stadt wieder aufzubauen. Stratigraphie und Datierung der archäologischen Befunde sind jedoch keinesfalls eindeutig (Jericke, 132f). Daher ist eine am biblischen Text orientierte Interpretation nicht ratsam, zumal die Gefahr von Zirkelschlüssen naheliegt.

4.2. Samaria

Aus: Jericke 2010, 237 Abb. 8

Abb. 4 Plan zum Palast von Samaria.

Der Stadthügel von Samaria (Koordinaten 1680.1870; N 32° 16' 33'', E 35° 11' 21'') liegt am regenreichen Westabhang des zentralpalästinischen Berglands in einer Höhe von ca. 430 m über NN. Die hügelige Umgebung bietet beste Möglichkeiten für intensive Landwirtschaft. Die Lage Samarias erlaubte den regelmäßigen Kontakt zu den Städten der Küstenebene, wo sich die Zentren des internationalen Handels befanden. Zwischen 1908 und 1968 wurden verschiedene Ausgrabungskampagnen unternommen. Dabei wurde ein befestigtes Podium, die sog. Akropolis, aus dem 9. und 8. Jh. v. Chr. freigelegt. Die maximale Ausdehnung des Podiums betrug ca. 210 x 115 m. Auf dem Podium standen mehrere repräsentative Gebäude. Für das Mauerwerk wurden teilweise zugehauene Steinquader mit Spiegelschlag in der Tradition der zeitgenössischen nordsyrisch-phönikischen Stadtkultur verwendet. Außerdem wurden Reste von Volutenkapitellen, d.h. Kapitellen in der Form von stilisierten Palmen, gefunden. Die Ausgrabenden unterscheiden verschiedene Bauphasen. Zu Phase I soll eine innere Umfassungsmauer und ein als „Palast“ gedeutetes Gebäude im Südwesten des Podiums gehören. Diese Bauphase wird der Zeit Omris zugeschrieben. Der weitere Ausbau des Podiums mit einer äußeren Kasemattenmauer (Phase II) wird in die Zeit → Ahabs datiert. Spätere Hinzufügungen sollen aus der Zeit → Jehus (Phase III, ausgehendes 9. Jh. v. Chr.) und → Jerobeams II. (Phase IV, 8. Jh. v. Chr.) stammen. Die Datierungen der Ausgrabenden orientieren sich weitgehend am biblischen Text, da die Keramik des 9. und 8. Jh.s v. Chr. nur vereinzelt bestimmten architektonischen Einheiten zuzuordnen ist. Dennoch wurden die chronologischen Zuweisungen nahezu einmütig in der Fachliteratur übernommen. Darüber hinaus fanden sich Reste einer vorurbanen Siedlungsphase (Phase 0) in Form von Zisternen und Wein- bzw. Ölpressen sowohl im Bereich des Podiums als auch über den gesamten Siedlungshügel verstreut. Aufgrund der ältesten Keramik in den Fundamentgräben des Podiums wird Phase 0 in das 10. Jh. v. Chr. datiert.

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 5 Eine Mauer des Palastes von Samaria. Steinquader mit Spiegelschlag sind als Läufer und Binder gesetzt (Eisenzeit II).

Eine Neubearbeitung der Befunde durch Norma Franklin, die sich stärker auf archäologische Vergleiche stützt, kommt hinsichtlich der Chronologie zu differenzierteren Ergebnissen. Danach erstreckte sich Phase I über einen wesentlich längeren Zeitraum als dies die Ausgrabenden vermuteten. Zudem wurden die Anlagen zur Gewinnung von Öl und Wein, die bereits in der vorurbanen Phase 0 angelegt wurden, in Phase I weiterhin genutzt. Die Erweiterungsbauten aus Phase II wurden wahrscheinlich erst im ausgehenden 9. oder im 8. Jh. v. Chr. errichtet. Eine solche Einschätzung wird dadurch gestützt, dass die Mehrzahl der datierbaren Kleinfunde wie Elfenbeinapplikationen oder Ostraka (beschriftete Tonscherben) ebenfalls aus dem 8. Jh. v. Chr. stammen. Aus dieser Sicht ist eine ausgebaute Residenz in Samaria erst für das 8. Jh. v. Chr. archäologisch nachgewiesen. Außerdem meint Franklin, in zwei unterirdischen Anlagen im Westen des Podiums die Gräber der frühen omridischen Könige Omri und Ahab identifizieren zu können. Diese These, die sich auf eine Auswertung der nicht immer eindeutig dokumentierten Befunde in den älteren Ausgrabungsberichten stützt, lässt sich jedoch schwerlich nachvollziehen (Ussishkin 2007).

5. Geschichte

Omri ist als König von Israel durch die entsprechende Passage der Mescha-Inschrift nachgewiesen. Es besteht auch kein Grund, an der Aussage zu zweifeln, dass Omri zwölf Jahre regierte (1Kön 16,22). Seine Regierungszeit wird meist auf 882-871 v. Chr. angesetzt. Omris Herkunft bleibt allerdings unklar, da weder die alttestamentliche Erzählung noch sein Name zuverlässige Hinweise geben. Die Gesamtaussage der alttestamentlichen Omri-Perikope (1Kön 16,15-28) sowie die außeralttestamentlichen Belege kennzeichnen Omri als Begründer einer einflussreichen Dynastie, die im Kleinkönigtum Israel während des 9. Jh.s v. Chr. herrschte. Umstritten ist, wie lange die Dynastie Omri währte. Nach alttestamentlicher Darstellung wurde sie um das Jahr 840 v. Chr. von → Jehu ausgelöscht. In der Außenperspektive, d.h. nach dem Zeugnis der neuassyrischen Königsinschriften, galt jedoch zumindest noch Jehu als Omride. Gleiches setzt die Mescha-Inschrift voraus. Denn nur unter Einbeziehung zumindest eines Teils der Herrschaftszeit Jehus erhält die viel diskutierte Angabe aus Zeile 8 einen Sinn, die Herrschaft der Omriden über Teile von Moab habe die Zeit Omris und die Hälfte der Jahre seiner Söhne, insgesamt 40 Jahre, betragen. Meist wird diese Zeitangabe als abgerundete Zahl angesehen, die eine oder zwei Generationen bezeichnen will (Gaß, 22f). Zumindest können die vierzig Jahre „in keine Chronologie der omridischen Dynastie eingepasst werden“ (HTAT, 245 Anm. 16), wenn die alttestamentliche Darstellung zugrunde gelegt wird. Zählt man jedoch auch Jehu zu den „Söhnen“ Omris und geht gleichzeitig davon aus, dass die Mescha-Inschrift gegen Ende von Jehus Herrschaft angefertigt wurde (Na’aman 2007), dann sind die vierzig Jahre durchaus passend. Für die „Söhne“ Omris ergibt sich dann eine Regierungszeit von etwa 56 Jahren: Ahab 22 Jahre (1Kön 16,29), Ahasja 2 Jahre (1Kön 22,52), Joram 12 Jahre (2Kön 3,1), Jehu ca. 20 Jahre von seinen insgesamt 28 Jahren (2Kön 10,36). Rechnet man die Hälfte der 56 Jahre, also 28 Jahre, zu den zwölf Regierungsjahren Omris hinzu ergibt sich genau die in der Mescha-Inschrift genannte Zahl von 40 Jahren. Zumindest aus der Außenperspektive der assyrischen Großmacht und des Israel benachbarten Kleinkönigtums Moab bestimmte die Dynastie Omri demnach weitaus länger die Geschicke Israels, als dies die alttestamentliche Geschichtsdarstellung voraussetzt. Insofern wäre Omris Bedeutung derjenigen Davids vergleichbar. Die alttestamentliche Darstellung verschleiert die Langlebigkeit der Dynastie Omris vermutlich deshalb, weil eine dauerhafte dynastische Herrschaft wie im Fall der Davididen als von Jhwh gewollte und gesegnete Herrschaft gilt (2Sam 7). Dies widerspräche den Beurteilungskriterien der Königsbücher, nach denen die Herrscher Israels, also auch Omri und seine Nachfolger, durchgängig als kultisch abtrünnig gelten und mit ihren nichtjahwistischen Praktiken den Untergang Israels herbeiführen. Derartige Herrscher können nach der „deuteronomistisch“ geprägten Geschichtskonstruktion des Alten Testaments keine langanhaltende Dynastie bilden.

Nach dem Zeugnis der Mescha-Inschrift war Omri außenpolitisch erfolgreich. In seiner Zeit expandierte Israel in das zentrale Ostjordanland und kontrollierte die nördlichen Gebiete von Moab. Über die innenpolitischen Aktivitäten Omris dagegen sind wir nicht gut informiert. Die enigmatischen Angaben der alttestamentlichen Omri-Perikope zu den Wirren um seinen Thronantritt sind kaum historisch auszuwerten, da die literarische Gestaltung der gesamten Omri-Perikope den Zweck verfolgt, ihn als Dynastiebegründer auszuweisen. Inwieweit die vierjährige Doppelherrschaft mit Tibni aufgrund der Formulierung in 1Kön 16,22, dass „das Volk, das Omri nachfolgte, stärker wurde als das Volk, das Tibni, dem Sohn Ginats, nachfolgte“, als „Bürgerkrieg“ oder „militärische Auseinandersetzung“ zu beschreiben ist (Werlitz, 157), muss offenbleiben. Auch die Umstände von Tibnis Tod bleiben unklar. Die → Septuaginta fügt in 1Kön 16,22 die Notiz hinzu, dass auch Tibnis Bruder Joram starb. Der gleichzeitige Tod der beiden Brüder könnte als gewaltsamer Tod interpretiert werden. Erst Josephus schreibt, dass Tibni von Anhängern Omris umgebracht wurde (Antiquitates 8,311).

Nicht ganz einfach zu bewerten ist auch die Rede vom Bau der Stadt Samaria durch Omri (1Kön 16,24). Obgleich der Vers formgeschichtlich nahezu einmütig als volkstümliche Ätiologie für den Namen Samaria angesehen wird, bleiben die Auslegenden doch mehrheitlich bei der Einschätzung, dass Omri die Stadt als neue Hauptstadt des Königreichs Israel ausbaute. Für diese Annahme schienen auch die archäologischen Befunde in Samaria zu sprechen. Die ältere Bewertung der Befunde basiert allerdings auf einer Interpretation, die aus dem alttestamentlichen Text gewonnen wurde. Insofern ist die Aussage, dass die in der alttestamentlichen Omri-Perikope erzählte Gründung Samarias durch Omri archäologisch nachgewiesen sei, ein klassischer Zirkelschluss. Die neueren Interpretationen des archäologischen Befundes sprechen eher dafür, dass zur Zeit Omris in Samaria lediglich eine Art landwirtschaftliches Krongut entstand, das die intensive Produktion von Wein und Öl, die offenbar bereits im 10. Jh. v. Chr. gepflegt wurde, weiterführte. Daher ist auch die oft geäußerte Meinung abzuweisen, Omri habe in Samaria ein unbebautes oder weitgehend unbebautes Gelände übernommen und darauf eine glänzende, an phönikischen Vorbildern orientierte Residenzstadt erbaut. Der entsprechende Erzählzug der Omri-Perikope sollte vielmehr als Darstellungskonvention verstanden werden. Die Neugründung einer Residenz war nach altorientalischer Königsideologie ein Privileg des Herrschers, von dem etwa die neuassyrischen Könige des 9. und 8. Jh.s v. Chr. mehrfach Gebrauch machten. Insofern passt die Notiz in den Gesamtduktus der Omri-Perikope, die den König als Dynastiegründer ausweisen will.

Noch Omris Sohn und Nachfolger → Ahab und selbst dessen aus Phönikien stammende Frau → Isebel halten sich ebenso wie Ahabs Söhne Ahasja und Joram in Jesreel auf (1Kön 18,45-46; 1Kön 21; 2Kön 8,29; 2Kön 9). Jehus Machtübernahme wird ebenfalls zunächst in Jesreel inszeniert (2Kön 9; 2Kön 10). In Jesreel / Zer‘īn (Koordinaten 1810.2182; N 32° 34', E 35° 19') wurde im 9. Jh. v. Chr. ein ähnliches befestigtes Podium errichtet wie es aus Samaria bekannt ist. Allerdings ist die Anlage in Jesreel von ihren Ausmaßen her (ca. 270 x 140 m) deutlich größer als diejenige in Samaria. Von daher legt sich die Annahme nahe, dass zumindest bis zum Beginn der Herrschaft Jehus Jesreel die Hauptresidenz der Omriden war (so schon Napier). Auch die verkehrsgeographische Lage von Jesreel mit einer guten Anbindung ins Ostjordanland war den außenpolitischen Ambitionen von Omri und Ahab förderlicher als der am Westabhang des Gebirges zur Küstenebene hin orientierte Hügel von Samaria. Samaria wurde erst im ausgehenden 9. oder im 8. Jh. v. Chr. zur Residenz ausgebaut, als Jehu und seine Nachfolger als Vasallen der Assyrer stärker an Verbindungen zu den phönikischen Küstenstädten und deren Seehandel interessiert waren.

6. Rezeption

Die rabbinische Tradition schätzt Omri als einen König, der mit Samaria eine neue Stadt zu Israel hinzugefügt hat. Abweichend vom alttestamentlichen Text in 1Kön 16,24 geht das Prophetentargum zu dem Vers sogar davon aus, dass Omri Samaria bereits als Stadt von Schemer erworben und dann lediglich ausgebaut hat (Mutius). Damit ist die aus dem archäologischen Befund zu erhebende Geschichte Samarias zumindest in dem Punkt präziser beschrieben, dass Teile der voromridischen Anlagen in der Zeit Omris weiterhin genutzt wurden.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

  • Die Religion in Geschichte und Gegenwart, 3. Aufl., Tübingen 1957-1965
  • Biblisch-historisches Handwörterbuch, Göttingen 1962-1979
  • Theologische Realenzyklopädie, Berlin / New York 1977-2004
  • Biblisches Reallexikon, 2. Aufl., Tübingen 1977 (Samaria)
  • Neues Bibel-Lexikon, Zürich u.a. 1991-2001
  • The Anchor Bible Dictionary, New York 1992
  • The New Encyclopedia of Archaeological Excavations in the Holy Land, Jerusalem 1993 (Samaria; Tell el-Fār‘a Nord)
  • Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Aufl., Tübingen 1998-2007
  • Calwer Bibellexikon, Stuttgart 2003

2. Weitere Literatur

  • Chambon, A. (Hg.), 1984, Tell el-Far‛a. 1. L’Âge du fer, Paris
  • Coogan, M., 2001, Kings. A New Translation with Introduction and Commentary (The Anchor Bible 10), New York u.a
  • Donner, H., 2008, Geschichte des Volkes Israel und seiner Nachbarn in Grundzügen Teil 2: Von der Königszeit bis zu Alexander dem Großen. Mit einem Ausblick auf die Geschichte des Judentums bis Bar Kochba (Grundrisse zum Alten Testament, Band 4,2), 4. Aufl., Göttingen
  • Franklin, N., 2003, The Tombs of the Kings of Israel. Two Recently Identified 9th-Century Tombs from Omride Samaria, ZDPV 119, 1-11
  • Franklin, N., 2004, Samaria: from the Bedrock to the Omride Palace, Levant 36, 189-202
  • Franklin, N., 2005, Correlation and Chronology. Samaria and Megiddo Redux, in: T.E. Levy / T. Higham (Hgg.), The Bible and Radiocarbon Dating. Archaeology, Text and Science, London / Oakville, 310-322
  • Franklin, N., 2007, Response to David Ussishkin, BASOR 348, 71-73
  • Franklin, N., 2008, Trademarks of the Omride Builders? in: A. Fantalkin / A. Yasur- Landau (Hgg.), Bene Israel. Studies in the Archaeology of Israel and the Levant during the Bronze and Iron Ages (FS I. Finkelstein; Culture and History of the Ancient Near East 31), Leiden / Boston, 45-54
  • Gaß, E., 2009, Die Moabiter – Geschichte und Kultur eines ostjordanischen Volkes im 1. Jahrtausend v. Chr. (Abhandlungen des Deutschen Palästina-Vereins 38), Wiesbaden
  • Grabbe, L.L., 2007, The Kingdom of Israel from Omri to the Fall of Samaria: If We Only Had the Bible, in: L.L. Grabbe (Hg.), Ahab Agonistes. The Rise and Fall of the Omri Dynasty (Library of Hebrew Bible / Old Testament Studies 421; European Seminar in Historical Methodology 6), London / New York, 54-99
  • Jericke, D., 2010, Regionaler Kult und lokaler Kult. Studien zur Kult- und Religionsgeschichte Israels und Judas im 9. und 8. Jahrhundert v. Chr. (Abhandlungen des Deutschen Palästina-Vereins 39), Wiesbaden
  • Keel, O. / Uehlinger, C., 1994, Der Assyrerkönig Salmanassar III. und Jehu von Israel auf dem Schwarzen Obelisken aus Nimrud, Zeitschrift für Katholische Theologie 116, 391-420
  • Lamb, D.T., 2007, Righteous Jehu and His Evil Heirs. The Deuteronomist’s Negative Perspective on Dynastic Succession (Oxford Theological Monographs 15), Oxford / New York
  • Lemaire, A., 2007, The Mesha Stele and the Omri Dynasty, in: L.L. Grabbe (Hg.), Ahab Agonistes. The Rise and Fall of the Omri Dynasty (Library of Hebrew Bible / Old Testament Studies 421; European Seminar in Historical Methodology 6), London / New York, 135-144
  • Mutius, H.-G. von, 1976, König Omri in der rabbinischen Literatur, Journal for the Study of Judaism 10, 221-224
  • Na’aman, N., 1998, Jehu Son of Omri: Legitimizing a Loyal Vassal By His Lord, IEJ 48, 236-238; auch in: ders., Ancient Israel and Its Neighbors. Interaction and Counteraction. Collected Essays Volume 1, Winona Lake, IN 2005, 13-15
  • Na’aman, N., 2007, Royal Inscription versus Prophetic Story: Mesha’s Rebellion according to Biblical and Moabite Historiography, in: L.L. Grabbe (Hg.), Ahab Agonistes. The Rise and Fall of the Omri Dynasty (Library of Hebrew Bible / Old Testament Studies 421; European Seminar in Historical Methodology 6), London / New York, 145-183
  • Napier, B.D., 1959, The Omrides of Jezreel, VT 9, 366-378
  • Niemann, H.M., 2006, „Wagen Israels und sein(e) Lenker“ (2 Kön 2,12): Neue Erwägungen zur Militär- und Wirtschaftspolitik der Omriden, in: S. Gillmayr-Bucher / A. Giercke / C. Nießen (Hgg.), Ein Herz so weit wie der Sand am Ufer des Meeres (FS G. Hentschel; Erfurter Theologische Studien 90), Würzburg, 15-35
  • Niemann, H.M., 2007, Royal Samaria – Capital or Residence? Or: The Foundation of the City of Samaria by Sargon II, in: L.L. Grabbe (Hg.), Ahab Agonistes. The Rise and Fall of the Omri Dynasty (Library of Hebrew Bible / Old Testament Studies 421; European Seminar in Historical Methodology 6), London / New York, 184-207
  • Niemann, H.M., 2008, A New Look at the Samaria Ostraca: The King-Clan Relationship, TA 35, 249-266
  • Noth, M., 1968, Könige. I. Teilband (BK Altes Testament IX/1), Neukirchen-Vluyn
  • Schneider, T.J., 1996, Rethinking Jehu, Biblica 77, 100-107
  • Tappy, R.E., 1992, The Archaeology of Israelite Samaria. Vol I: Early Iron Age through the Ninth Century BCE (Harvard Semitic Studies 44), Atlanta, GA
  • Tappy, R.E., 2001, The Archaeology of Israelite Samaria. Vol II: The Eighth Century BCE (Harvard Semitic Studies 50), Atlanta, GA
  • Timm,S., 1982, Die Dynastie Omri. Quellen und Untersuchungen zur Geschichte Israels im 9. Jahrhundert vor Christus (FRLANT 124), Göttingen
  • Timm, S., 2003, Art. Omri, in: RGG 4.Aufl., Bd. 6, Tübingen, 561-562
  • Ussishkin, D., 1998, Jezreel, Samaria and Megiddo: Royal Centres of Omri and Ahab, in: J.A., Emerton, (Hg.), Congress Volume. Cambridge 1995 (VT.S 66), Leiden u.a., 351-364
  • Ussishkin, D., 2007, Megiddo and Samaria: A Rejoinder to Norma Franklin, BASOR 348, 49-70
  • Werlitz, J., 2002, Die Bücher der Könige (Neuer Stuttgarter Kommentar – Altes Testament 8), Stuttgart
  • Würthwein E., 1977, Die Bücher der Könige 1. Könige 1-16 (ATD 11,1), Göttingen

Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Mescha-Stele. Aus: H. Gressmann, Altorientalische Bilder zum Alten Testament, Berlin / Leipzig 2. Aufl. 1927, Tf. LIII
  • Abb. 2 König Jehu von Israel unterwirft sich dem assyrischen König Salmanassar III. (858-823 v. Chr.; Schwarzer Obelisk aus Kalchu). © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 3 Karte zur Lage von Tirza und Samaria. © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 4 Plan zum Palast von Samaria. Aus: Jericke 2010, 237 Abb. 8
  • Abb. 5 Eine Mauer des Palastes von Samaria. Steinquader mit Spiegelschlag sind als Läufer und Binder gesetzt (Eisenzeit II). © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

PDF-Archiv

Alle Fassungen dieses Artikels seit September 2017 als PDF-Archiv zum Download:

VG Wort Zählmarke
http://m.bibelwissenschaft.de