bibelwissenschaft.de - Das wissenschaftliche Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft

Lexikon

Neues Reich

Karl Jansen-Winkeln

(erstellt: Jan. 2006)

Permanenter Link zum Artikel: http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/11239/

1. Vorbemerkungen

1.1. Bezeichnung

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 1 Ägypten zur Zeit des Neuen Reichs.

„Neues Reich“ ist eine moderne Bezeichnung, die seit 1834 für die Zeit ab der 18. Dynastie üblich geworden ist und wenig später auf die Zeit der 18.-20. Dynastie eingegrenzt wurde (Müller-Wollermann 1986, 4-5). Schon im alten Ägypten galt Ahmose, traditionell als erster Pharao der 18. Dynastie gezählt, als Begründer einer neuen Epoche: In monumentalen Königlisten folgt er als erster König des Neuen Reiches unmittelbar auf die Herrscher der 12. Dynastie (s. Redford 1986, 18ff.). Das „Neue Reich“ erstreckt sich von der Regierungszeit dieses Ahmose bis zum letzten Herrscher der 20. Dynastie, Ramses XI. Die gelegentlich anzutreffende Bezeichnung der dann anschließenden 21. Dynastie als „Spätes Neues Reich“ (Late New Kingdom) ist sachlich nicht gerechtfertigt.

1.2. Zeitliche Stellung (ca. 1540-1070 v. Chr.)

Der zeitliche Rahmen des Neuen Reiches ist zunächst durch einige Synchronismen mit babylonischen Herrschern in den Amarnabriefen (s.u.) auf einige Jahrzehnte genau festgelegt, denn die babylonischen Könige lassen sich an die gut gesicherte assyrische Chronologie anschließen (Von Beckerath, 1997, 64-8). Zudem ist der Beginn der 22. Dynastie durch einen Synchronismus mit der israelitisch-judäischen Chronologie bis auf einige Jahre genau bekannt (Kitchen 1996, 72-6). Innerhalb dieses zeitlichen Rahmens wiederum kann man durch mehrere Monddaten den Beginn der Regierungen Thutmosis’ III. auf das Jahr 1479 und Ramses’ II. auf 1279 festlegen. Allerdings erlauben die bekannten Höchstdaten der Könige des Neuen Reiches keine vollständige Bestimmung aller Regierungszeiten; es bleibt eine Reihe von Unsicherheiten. Die meisten Regierungsdaten sind daher nur Annäherungswerte.

1.3. Quellen

Die Masse unserer Informationen über das Neue Reich – wie über das gesamte pharaonische Ägypten – stammt aus Gräbern und Tempeln und ist daher sehr einseitig. Wir erfahren viel über Bestattungssitten und Totentexte, Jenseitsvorstellungen, Rituale und Götterkulte, nur wenig dagegen über Politik, Wirtschaft und Alltagsleben. Auch geographisch sind die Quellen sehr ungleich verteilt, ein unverhältnismäßig großer Anteil stammt aus Oberägypten und v.a. aus Theben. Besonders aufschlussreich sind schriftliche Quellen (der „Tradition“), die historische Vorgänge im Rückblick berichten. Das sind zum einen „biographische“ Texte hoher Funktionäre, die auf die Höhepunkte ihrer Laufbahn zurückblicken (häufig in der 18. Dynastie), zum anderen königliche Texte, die bemerkenswerte Ereignisse berichten. Texte dieser Art sprechen fast ausschließlich über positiv gewertete Ereignisse, so gut wie nie über Fehlschläge und Niederlagen. Schriftliche Quellen, die zu den „Überresten“ zählen, v.a. Akten, sind vorwiegend aus dem Theben der späten 19. und 20. Dynastie überliefert. In ihnen findet man auch Hinweise auf unangenehme Vorkommnisse (wie Hungersnot, Streik, Bürgerkrieg), dagegen fehlen hier die Zusammenhänge. Unsere Informationen sind also gleich mehrfach „gefiltert“: durch den Zufall der Überlieferung über mehrere Jahrtausende, durch ungleiche Erhaltungsbedingungen und durch die Beschränkungen der wichtigsten Quellengruppen. Unter diesen Umständen ist es nicht möglich, auch nur wesentlichen Ereignisse dieser Zeit in ihren Zusammenhängen zu erfahren und darzustellen, und Mutmaßungen über die Motive der handelnden Personen (u.ä.) sind leere Spekulationen.

2. Geschichtlicher Abriss

2.1. Die Phase der Expansion

Unter den ersten sechs Königen der 18. Dynastie werden die → Hyksos aus Ägypten vertrieben und Grenzen und Einfluss im Süden und Nordosten so erweitert, dass Ägypten zur führenden Großmacht im östlichen Mittelmeerraum aufsteigt. Verwaltung und Militär, v.a. die von den Hyksos übernommenen Pferdegespanne mit Streitwagen, sind offenbar gut ausgebildet und wirkungsvoll, und die ägyptische Kultur prägt bald das gesamte Herrschaftsgebiet.

König Ahmose (ca. 1540-1515) wird als erster Herrscher der 18. Dynastie gezählt, aber eigentlich hat er keine neue „Dynastie“ gegründet: er und auch sein Nachfolger, Amenophis I., gehören noch zur Königsfamilie der 17. Dynastie. Auch historisch ist diese Einteilung nicht ganz einsichtig, denn der erfolgreiche Kampf gegen Hyksos und Nubier beginnt schon unter Kamose, dem älteren Bruder (?) des Ahmose. Kamose berichtet auf zwei Stelen, wie er die Hyksos bis zu ihrer Hauptstadt → Auaris zurückdrängte, und sehr wahrscheinlich hat er auch schon Teile von Unternubien erobert.

Ahmose vertreibt die Hyksos dann endgültig aus Ägypten; er erobert das restliche Unterägypten mit Auaris und kann bis ins südliche Palästina vordringen, wo die Stadt Scharuhen nach längerer Belagerung eingenommen wird. Wichtigste Quelle für die Feldzüge des Ahmose (und seiner Nachfolger bis Thutmosis I.) sind die Biographien von zwei Offizieren (Sethe 1930, 1-11; 32-39). In der ehemaligen Hyksosresidenz bauen die Eroberer eine neue Palastanlage, z.T. im kretischen Stil dekoriert (Bietak u.a. 2001). Im Süden wird Unternubien endgültig als ägyptische Provinz gewonnen, befestigt und einem Vizekönig („Königssohn [von Kusch]“) unterstellt.

Nachfolger des Ahmose ist sein Sohn Amenhotep („Amenophis“) I. (ca. 1515-1494). Von ihm sind außenpolitisch nur Feldzüge in Nubien belegt. Man nimmt daher gern an, seine Regierung sei überwiegend friedlich gewesen und der Aufbau der Staatsverwaltung des Neuen Reiches sei sein Werk. Auf jeden Fall hat er groß angelegte Bauprojekte begonnen, v.a. im Tempel von Karnak in Theben. Überhaupt scheinen in seiner Zeit die ägyptische Religion und ihre Kulte besonders geprägt worden zu sein, denn er spielt noch lange nach seinem Tod in Götterritualen eine Rolle und hat selbst als thebanischer Lokalgott bis weit in die Spätzeit einen eigenen Kult.

Sein Nachfolger Thutmosis I. (Vater unbekannt) ist der Königsfamilie wohl durch Heirat verbunden. Sein höchstes sicher bezeugtes Datum ist Jahr 3, aber aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten sollte er mindestens 10 Jahre regiert haben (ca. 1494-1482). Er ist wieder v.a. militärisch aktiv, und unter ihm wird Ägypten endgültig zur Großmacht: seine Feldzüge führen im Norden bis an den Euphrat, im Süden bis über den 4. Katarakt (Stromschnelle) hinaus.

Von seinem Sohn und Nachfolger Thutmosis II. ist wenig bekannt; er führt einen Feldzug gegen die → Schasu-Beduinen und schlägt einen Aufstand in Nubien nieder. Die Dauer seiner Regierung ist einer der Streitpunkte in der Chronologie des Neuen Reiches. Vermutlich hat er nur etwa 3 Jahre regiert (1482-1479), aber auch in neueren Arbeiten werden ihm z.T. ca. 13 Jahre zugeschrieben. Falls das richtig sein sollte, wären seine Vorgänger bis Ahmose jeweils 10 Jahre früher anzusetzen.

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2005)

Abb. 2 Der Totentempel der Hatschepsut in Theben West.

In jedem Fall besteigt sein Sohn Thutmosis III. im Jahr 1479 den Thron (→ Thutmosis III.), und er hat nachweislich fast 54 Jahre amtiert (1479-1425). In den ersten beiden Jahrzehnten führt seine Stiefmutter Hatschepsut die Regierung (1479-1458), zuerst als Regentin, aber schon in den ersten Jahren lässt sie sich selbst durch ein Orakel des Amun zum König erheben. Sie ist nicht zuletzt durch ihre Bautätigkeit bekannt, v.a. durch die Anlage ihres Totentempels in Dēr el-Bahri [Der el-Bahri], mit der Darstellung einer Expedition nach Punt und der göttlichen Abkunft der Königin (erzeugt vom Gott Amun in der Gestalt des Königs, oft mit der Weihnachtsgeschichte in Verbindung gebracht, s. zuletzt Blumenthal 1999). Auch während der Regierung der Hatschepsut hat es militärische Aktivitäten gegeben (v.a. Felduüge in Nubien), aber offenbar ist bei ihrem Tod der Einfluss Ägyptens im Norden auf das südliche Palästina beschränkt.

Der nun allein regierende Thutmosis III. versucht ihn wieder zu erweitern und sieht sich einer großen Koalition syrischer Stadtherrscher gegenüber, die er in der Schlacht bei Megiddo (Jahr 22 = 1458) besiegt. In den nächsten 20 Jahren unternimmt er 16 Feldzüge nach Syrien (überliefert v.a. in den „Thutmosisannalen“, Sethe 1907, 645-756) und kann Palästina und größere Teile Syriens auf Dauer von Ägypten abhängig zu machen. An der syrischen Küste wird ein Stützpunktsystem aufgebaut, die Prinzen der Lokalherrscher werden in Ägypten erzogen. Unter Thutmosis III. hat Ägypten seine größte Ausdehnung erreicht.

In dieser ersten Phase der 18. Dynastie ist eine gut funktionierende Verwaltung für Ägypten und die neuen Herrschaftsgebiete aufgebaut worden, von der wir allerdings (außer den Titeln einiger Beamter) wenig erfahren. Vieles von dem, das für das „Alte Ägypten“ charakteristisch ist, entsteht in dieser Zeit: In den bedeutenden Kultzentren (Theben, Memphis, Abydos, Heliopolis) werden großzügig geplante Tempelanlagen aus Stein gebaut, die mit der Zeit immer mehr erweitert werden. Die darin wohnenden großen Götter, v.a. Amun von Theben, werden seit der frühen 18. Dynastie an ihren Festen oft um Orakel gebeten; dabei werden auch politisch wichtige Entscheidungen (wie Bestätigung der Königswahl) getroffen. Seit Thutmosis I. werden die Könige in Felsgräbern bestattet, die in einem Tal westlich von Theben versteckt angelegt und mit Beschreibungen der nächtlichen Reise der Sonne durch die Unterwelt geschmückt werden. Für den offiziellen Kult der toten Könige gibt es Totentempel, die zu Lebzeiten des Königs eine wichtige ökonomische Funktion hatten. Zuständig für den Bau der Königsgräber ist eine Gruppe von Handwerkern, die auf der Westseite von Theben in einer eigenen Siedlung wohnen (Dēr el-Medīna [Der el-Medina]). Die Funde von Dēr el-Medīna bilden eine der bedeutendsten Quellen zur ägyptischen Kultur, zu Privatleben, Recht, Verwaltung, Wirtschaft und Literatur, allerdings v.a. für die 19. und 20. Dynastie. In der 18. Dynastie sind, außer den Königsinschriften, die Texte und Bilder in den Gräbern hoher Funktionäre besonders wichtig für unsere Kenntnis dieser Zeit: die biographischen Inschriften für Chronologie und Geschichte, die Darstellungen für Handwerk, Landwirtschaft und tägliches Leben.

2.2. Das Großreich

In den letzten zweieinhalb Jahren der langen Regierung Thutmosis’ III. ist vermutlich schon sein Sohn Amenophis II. (ca. 1425-1406) als Koregent an der Regierung beteiligt. Er setzt nach dem Tod seines Vaters dessen Außenpolitik fort und führt mehrere Feldzüge in Syrien (Jahre 3, 7, 9). Hauptgegner sind die Hurriter („Reich von Mitanni“), mit denen es schon unter Thutmosis III. erste Zusammenstöße gegeben hat; daneben werden auch die Hethiter und Babylonien (Sangar) erwähnt. Mit diesen Mächten gibt es aber auch schon diplomatische Kontakte.

Unter seinem Nachfolger Thutmosis IV. (ca. 1401-1391) können sich Ägypten und Mitanni – vielleicht unter dem Eindruck der wachsenden Macht der Hethiter – auf einen friedlichen Interessenausgleich verständigen, und der Pharao heiratet nach längeren Verhandlungen eine Tochter des Mitanniherrschers Artatamas I.

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2005)

Abb. 3 Statuen Amenophis’ III. in Theben West („Memnonkolosse“).

Auch Amenophis III. (ca. 1391-1353; → Amenophis III.) setzt diese Politik fort. Er pflegt enge diplomatische Kontakte zum Mitanni-Reich und heiratet u.a. Töchter der Könige Schuttarna II. und Tuschratta. Hauptquelle für diese Kontakte sind das in Tell el-‘Amārna [Tell el-Amarna] gefundene Archiv der (keilschriftlichen) diplomatischen Korrespondenz („Amarnabriefe“) unter Amenophis III. und seinem Nachfolger Amenophis IV. (→ Amenophis IV). Ein wichtiger Punkt in diesen Beziehungen ist Ägyptens Reichtum an Gold und dementsprechend kostbare Geschenke an die Nachbarherrscher. Beziehungen bestehen auch zur Ägäis, wie eine berühmte Ortsnamenliste aus dem Totentempel Amenophis’ III. zeigt (Edel / Görg 2005).

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2005)

Abb. 4 Der Tempel von Luxor.

Kulturgeschichtlich gehört diese Epoche zu den glanzvollsten der ägyptischen Geschichte, und Amenophis III. war auch einer der bedeutendsten Bauherren. Unter ihm wurde u.a. der größte Teil des Luxortempels errichtet und die riesige Palastanlage von Malqata in Theben.

2.3. Die Amarnazeit

Sein Sohn Amenophis IV. (ca. 1353-1336; → Amenophis IV.) setzt außenpolitisch die Linie seines Vaters fort, aber seine Innen- und Religionspolitik nimmt schon bald Züge einer Revolution von oben an. Zu Beginn trägt er noch die herkömmliche Königstitulatur und nimmt am Kult der Götter teil. Er bevorzugt aber schon früh eine besondere Erscheinungsform des Sonnengottes (→ „Aton“), und ab seinem 4. Jahr wird immer ausschließlicher dieser Gott verehrt, die Sonne als Quelle des Lichts und des Lebens. Der Bruch mit der Tradition wird besonders deutlich, als der König im 5. Jahr in Mittelägypten nahe Hermopolis eine neue Stadt (Tell el-‘Amārna [Tell el-Amarna]) als Königsresidenz und Kultzentrum für Aton gründet und seinen Namen in Echnaton („Der wirksam ist für Aton“) ändert. Die anderen Götter, an der Spitze Amun von Theben, werden schließlich verfolgt und ihre Kulte verboten; selbst ihre Namen werden landesweit ausgetilgt. Nur noch die Sonne als Himmelskörper wird verehrt, ohne Kultbild und ohne jedes mythologische Beiwerk, das die bisherige Religion so reich entfaltet hatte. Der König selbst ist alleiniger Vermittler zwischen dem Sonnengott – der seinerseits als Weltherrscher eine genau festgelegte Königstitulatur erhält – und den Gläubigen, und er und seine Familie, v.a. seine Hauptfrau Nofretete, erscheinen zusammen mit der Sonne auf den Hausaltären in Amarna. Die neue Religion bedingt so auch eine neue, noch wichtigere Stellung des Königs. Viele seiner nächsten Helfer scheinen neue Leute zu sein, die meisten hohen Beamten der Amarnazeit stammen nicht aus der alten Elite. Auch die bisher geltenden Gesetze für Stil und Themenwahl der Kunst werden reformiert, die Ausdrucksformen werden teils realistischer, teils manirierter. Die gesprochene Sprache wird nun zunehmend auch offiziell geschrieben und verdrängt auf manchen Gebieten die altertümliche Schriftsprache.

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 5 Amenophis IV., Nofretete und eine Tochter opfern Aton (Relief aus dem Aton-Tempel in Tell el-‘Amārna).

Nach dem Jahr 12 gibt es kaum noch Quellen, dadurch wird das Ende der Amarnazeit besonders dunkel. Außenpolitisch ist die Lage in Nubien wohl stabil (im Jahr 12 wird eine Revolte niedergeschlagen), in Syrien gewinnen die Hethiter an Einfluss, auf Kosten des Mittanireichs und zunehmend auch der Ägypter, die aber nicht eingreifen, entweder weil es noch nicht notwendig schien oder weil die Kräfte im Innern gebraucht wurden. Wie über Persönlichkeit und Motive Echnatons gibt es auch über innere Widerstände gegen seine revolutionäre Politik keinerlei unmittelbare Quellen, es ist aber angesichts der konsequenten Verfolgung der alten Götter und der Entmachtung der alten Elite sicher mit solchen Widerständen zu rechnen.

Wie die Thronfolge unmittelbar nach dem Tod des Königs im Jahr 17 oder 18 aussah (Mitregentschaft und kurzfristige Alleinherrschaft des Semenchkare und/oder einer Königin), ist unklar. Nach kurzer Zeit folgte jedenfalls (sein Sohn?) Tutanchaton noch als Kind auf dem Thron. Unter ihm wurde nach kurzer Zeit die neue Hauptstadt aufgegeben, auch seinen Namen änderte er bald in Tutanchamun. Die Verlegung der Residenz nach Memphis und die Restauration der alten Götterkulte berichtet eine Stele aus Karnak. Welche Umstände und Personen die Rückkehr zur Tradition bewirkten, wissen wir nicht. Nach dem frühen Tod des Königs im Jahr 10 bittet seine Witwe den Hethiterkönig Suppiluliuma, ihr einen Prinzen als Ehemann und neuen König zu schicken, aber er wird auf dem Weg nach Ägypten ermordet. Diese nur aus hethitischen Quellen bekannte Episode wird z.T. auf die Witwe Echnatons bezogen; das ist sprachlich jedoch ausgeschlossen, es kann sich nur um die Witwe Tutanchamuns handeln. Neuer König wird statt dessen für wenige Jahre ein Verwandter des Königshauses namens Eje, auf ihn folgt der General Haremhab, der nicht mehr zur Königsfamilie gehört, aber schon unter Tutanchamun einer der entscheidenden Männer war. Alle näheren Umstände dieser Thronwechsel und Veränderungen (gewaltsam oder friedlich) sind unbekannt. In der späteren Tradition gelten alle Könige zwischen Amenophis III. und Haremhab nicht als legitime Herrscher. Die Dauer der Regierung Haremhabs ist eines der umstrittensten Probleme der ägyptischen Chronologie. Das höchste sichere Datum ist das Jahr 13, und das Grab des Königs ist unvollendet; das sollte für eine nicht zu lange Herrschaft sprechen. Nicht zuletzt um die Zeit bis zur Thronbesteigung Ramses’ II. (1279) aufzufüllen, wird aber auch eine Regierung von 26-27 Jahren vertreten. Auch von Haremhab ist ein Restaurationsdekret bekannt, in dem es um die Wiedereinrichtung der Tempel und die Beseitigung rechtliche Missstände geht. Zur Außenpolitik dieser Zeit sind nur hethitische Quellen verfügbar; sie deuten darauf hin, dass Ägyptens Herrschaftsbereich in Vorderasien durch die hethitische Expansion spürbar eingeschränkt worden war.

Haremhab bestimmte seinerseits wiederum einen hohen, schon älteren Offizier namens (Pa-)Ramses zum Nachfolger, den er als Wezir und Thronfolger einsetzte.

2.4. Die frühe Ramessidenzeit

Mit diesem Ramses (I.) lässt Manetho die 19. Dynastie beginnen, er hat nur 1-2 Jahre (1292-1290) regiert. Sein Sohn Sethos I. (1290-1279), unter seinem Vater Oberbefehlshaber des Heeres, ist eine der prägenden Gestalten des Neuen Reiches. Mit ihm beginnt wieder eine energische Außenpolitik. Neben Feldzügen in Nubien und Libyen, wo zugewanderte Stämme seit der späteren 18. Dynastie eine neue, längerfristige Bedrohung der ägyptischen Grenze sind, führt er v.a. Krieg im Nordosten, zunächst gegen Beduinenstämme, dann auch weiter in Syrien, wo er (zumindest vorübergehend) Amurru und Kadesch wiedergewinnen kann. Der Konflikt mit den Hethitern wird aber unter ihm weder militärisch noch diplomatisch entschieden.

Im Innern setzt Sethos die Restaurationspolitik Haremhabs fort; die in der Amarnazeit beschädigten Heiligtümer werden instand gesetzt. Zusätzlich werden in einem groß angelegten Bauprogramm die Tempel der bedeutendsten Kultorte (→ Theben, → Abydos, → Memphis, → Heliopolis) mit riesigen neuen Anlagen erweitert, und bei der alten Hyksosstadt → Auaris im Ostdelta entsteht eine neue Residenzstadt (das spätere Piramesse; → Ramsesstadt). Die meisten dieser Vorhaben können erst von seinem Sohn Ramses vollendet werden.

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2005)

Abb. 6 Statue Ramses’ II. im Hof des Tempels von Karnak.

Dieser Sohn, Ramses II., ist aufgrund seiner langen Regierung (1279-1213; → Ramses II.) und seiner gigantischen, ganz Ägypten und Nubien erfassenden Bautätigkeit eine der prominentesten Gestalten der ägyptischen Geschichte. Zu Beginn seiner Regierung ist er bemüht, die erfolgreiche Politik seines Vaters fortzusetzen. Außenpolitisch gelingt das nur begrenzt: Nach einem erfolgreichen Syrienfeldzug im Jahr 4 kommt es im folgenden Jahr bei Kadesch zu einer Schlacht mit den Hethitern, in der Ramses knapp einer schweren Niederlage entgeht (→ Schlacht von Kadesch).

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2005)

Abb. 7 Eingangspylon des Tempels von Luxor mit einer Darstellung der Schlacht von Kadesch.

Weitere Kämpfe in Syrien bleiben für die Ägypter ohne entscheidenden Erfolg. Schließlich werden die Interessensphären friedlich abgegrenzt: im Jahr 21 (1258 v. Chr.) kommt es zum Friedensschluss zwischen „Hatti“ (Hethiterreich) und Ägypten, der Vertrag ist in akkadischer und ägyptischer Version erhalten.

Im Folgenden werden die Beziehungen zunehmend enger, und im Jahr 34 heiratet Ramses eine Tochter Hattuschilis III. Viele Einzelheiten dieser Vorgänge kann man einem in der hethitischen Hauptstadt → Hattuscha gefundenen Archiv entnehmen, in dem sich Teile der (keilschriftlichen) Briefe Ramses’ II. an den hethitischen Hof gefunden haben, eine Korrespondenz über mehrere Jahrzehnte (Edel 1994).

Im Westen lässt Ramses die Grenze gegen die offenbar zunehmend aggressiveren libyschen Stämme befestigen, und er rühmt sich auch, die Seeräuberei treibenden Scherden (eine Gruppe der → „Seevölker“) geschlagen und nach Ägypten gebracht zu haben, offenbar früh in seiner Regierung, da sie schon im Jahr 5 Teil seiner Armee sind. Von seiner „Innenpolitik“ erfahren wir wenig, mit Ausnahme seiner Bauleidenschaft, die überall (oft monumentale) Denkmäler hinterlassen hat, teils neu erbaut, vieles aber auch von Vorgängern usurpiert. Aus der zweiten Hälfte seiner langen Regierung ist merkwürdig wenig bekannt; man könnte vermuten, dass sie nicht sehr erfolgreich war.

In der „Ramessidenzeit“ (19. und 20. Dynastie) finden sich in den Privatgräbern nur noch selten historisch-biographische Texte und Szenen des täglichen Lebens, vorherrschendes Thema ist nun die jenseitige Welt. Die unmittelbare Hinwendung des Einzelnen zu Gott („persönliche Frömmigkeit“) erscheint in dieser Zeit besonders deutlich ausgeprägt, bei Privatleuten wie bei den Königen. Zahlreiche Quellen dazu fanden sich in der Handwerkersiedlung von Dēr el-Medīna [Der el-Medina]. Auch die Masse der literarischen Texte stammt von dort, zum einen „klassische“ Texte des Mittleren Reiches in alter Sprache („Mittelägyptisch“), zum anderen neuägyptische populäre Literatur. Es gibt von nun an, bis zum Ende der pharaonischen Kultur, zwei Schriftsprachen mit unterschiedlichen Anwendungsbereichen. Dadurch sind Götter- und Totenkult (als Bereiche der alten Sprache) zunehmend nur noch gelehrten Priestern zugänglich.

2.5. Die spätere 19. Dynastie

Nachfolger Ramses’ II. wird sein 13. Sohn → Merenptah (ca. 1213-1203; → Merenptah). Er muss in seinem 5. Jahr die von Westen her angreifenden Libyer und → Seevölker abwehren. Seine Berichte sprechen davon, dass sie schon Jahre vorher in Unterägypten eingedrungen waren und Memphis und Heliopolis bedrohten, die Rettung Ägyptens wird als „großes Wunder“ bezeichnet. Noch zu Lebzeiten Ramses’ II. wird daher eine bedrohliche Lage entstanden sein, aber unter Merenptah kann sie noch einmal bereinigt werden. Auch in Nubien wird ein Aufstand niedergeworfen, in → Palästina sollen → Kanaan, → Gezer und → Askalon gewaltsam befriedet worden sein, ebenso eine Volksgruppe namens → Israel. Die verbündeten → Hethiter werden mit Getreidelieferungen unterstützt.

Das Ende der 19. Dynastie nach dem Tod Merenptahs ist undurchsichtig. Die wenigen Quellen lassen auf Thronwirren schließen: Der legitime Erbe, Sethos II., hat es in seiner kurzen Regierung (ca. 6 Jahre) mit einem (oberägyptischen?) Gegenkönig namens Amenmesse zu tun. Auf Sethos folgt der noch jugendliche Siptah, von einem „Schatzkanzler“ namens Bay gefördert, der sich selbst als Königsmacher bezeichnet, aber im Jahr 5 von Siptah hingerichtet wird. Königin Tausret, die Witwe Sethos II., regiert offenbar zusammen mit Siptah und überlebt ihn um einige Jahre. Schon unter Sethos II. ist in thebanischen Quellen undeutlich von einem Krieg und Feinden die Rede. Papyrus Harris I (Grandet 1994) spricht (im Rückblick) davon, dass die Libyer weite Teile Unterägyptens eingenommen hatten, dass Ägypten „fluchtartig aufgegeben war“ und von Lokalherrschern und einem syrischen Fürsten regiert wurde. Die Probleme und schnell wechselnden Regierungen werden daher nicht zuletzt oder gar vorwiegend durch außenpolitische Schwierigkeiten und militärische Niederlagen bedingt sein, aber das wird in ägyptischen Quellen grundsätzlich nicht direkt angesprochen.

Auch zu einem Auszug Israels aus Ägypten (→ Meerwundererzählung) gibt es keine zeitgenössischen ägyptischen Quellen (die allerdings auch kaum zu erwarten wären). Wanderungen und größere Bevölkerungsverschiebungen sind aber in dieser Zeit und der folgenden 20. Dynastie für Ägypten und Vorderasien durchaus bezeugt.

2.6. Die 20. Dynastie

Die Krise der 19. Dynastie wird von einem Mann namens Sethnacht vorläufig beendet, vielleicht ein General, der sich durch Orakel zum neuen König einsetzen ließ. Er besiegt seine wiederum nicht klar bezeichneten Widersacher und begründet eine neue Dynastie. Nach nur knapp 3 Jahren folgt ihm sein Sohn Ramses III. (ca. 1187-1156; → Ramses III.), der letzte bedeutende Pharao des Neuen Reiches, der in vielem versucht, Ramses II. nachzuahmen. Auch in seiner Regierung wird Ägypten wieder militärisch angegriffen. Seinen festungsartigen Totentempel in Theben (Medīnet Habu [Medinet Habu]) hat Ramses mit langen Berichten über seine Siege gegen die Libyer in den Jahren 5 und 11 und gegen die → „Seevölker“ im Jahr 8 dekorieren lassen. Ob das allerdings endgültige Entscheidungen waren, wie oft angenommen wird, ist zweifelhaft, vermutlich hat Ramses III. nicht nur siegreiche Kriege geführt. Zwar gibt es keine monumentalen Berichte darüber, aber im Papyrus Harris I heißt es, dass die Tempel im Innern des Landes gegen äußere Feinde befestigt wurden, und im Jahr 28 werden in Theben „Feinde“ erwähnt (Kitchen 1983, 520,16-521,2). Auch die „Streiks“ und Unruhen in Theben gegen Ende seiner Regierung könnten damit in Zusammenhang stehen. Im 32. Jahr stirbt er, vielleicht als Folge einer Haremsverschwörung.

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2005)

Abb. 8 Der Totentempel Ramses’ III. in Medīnet Habu.

Die meisten seiner Nachfolger, Ramses IV.-XI. (ca. 1156-1075), haben weniger als ein Jahrzehnt regiert; dieser häufige Thronwechsel war vermutlich eher Ergebnis als Ursache der Probleme. Nach Ramses III. werden die üblichen Quellen zusehends spärlicher, es werden weniger Gräber gebaut und kaum noch Tempel. Fast alle Informationen über diese Zeit stammen aus Oberägypten, v.a. aus der thebanischen Handwerkersiedlung Dēr el-Medīna [Der el-Medina], und sie geben Hinweise auf wachsende Schwierigkeiten: Preissteigerungen, Streiks und Unruhen in Theben, Korruption und Grabräubereien. Mitverantwortlich, wenn nicht gar ursächlich für die inneren Probleme ist offenbar die Invasionen äußerer Feinde, v.a. Libyer, deren feindliche Anwesenheit in thebanischen Papyri unter Rameses VI., IX. und X. bezeugt ist (Haring 1992), teilweise über viele Jahre.

Im Anschluss an die Angriffe der „Seevölker“ ist die ägyptische Präsenz in Vorderasien schon unter Ramses III. stark eingeschränkt, aber es gibt zumindest noch eine Reihe von Stützpunkten. Spätestens unter Ramses VI. aber ist die ägyptische Herrschaft dort und auf dem Sinai zu Ende gegangen, wohl überwiegend gewaltsam. In Nubien dauert sie etwas länger, aber am Ende der 20. Dynastie wird zumindest Obernubien aufgegeben; ob und wie lange noch (Teile von) Unternubien kontrolliert wurden, ist ungewiss.

2.7. Das Ende des Neuen Reiches

Der letzte Herrscher des Neuen Reichs, Ramses XI., hat etwa drei Jahrzehnte regiert. In den Jahren 17-19 hat es einen Krieg gegeben (nur aus Andeutungen erschließbar), an dem der Vizekönig von Nubien beteiligt war und der sich offenbar auf ganz Ägypten erstreckte. Nach diesem Krieg ist die Lage vollkommen verändert, mit dem Jahr 19 wird (vorübergehend) sogar eine neue Zeitrechnung („Wiederholung der Geburt“) eingeführt. In Oberägypten regiert ein Militärbefehlshaber, der gleichzeitig Hoherpriester des Amun, Wezir und Vizekönig von Nubien ist. In Unterägypten wird bald darauf die Ramsesstadt aufgegeben und bei Tanis eine neue Residenz gegründet. Hier werden von nun an die in Unterägypten regierenden Könige (in bescheidenen Gräbern, ohne Totentempel) bestattet, nicht mehr in Theben. Die neuen Machthaber tragen z.T. libysche Namen, und die Herrschaftsstrukturen und das Verhalten der Oberschicht sind ab dieser Zeit grundlegend anders und entsprechen in nahezu allen Punkten denen der nachweislich libyschen 22. Dynastie. Man wird daraus schließen können, dass die 20. Dynastie durch libysche Herrscher abgelöst worden ist, die ihre Macht vermutlich als Söldnerführer gewonnen haben. Für die früher oft vorgebrachte Annahme, die thebanische Priesterschaft habe das (ramessidische) Königtum zunehmend entmachtet, gibt es keinerlei Anhaltspunkte. Die libysche Fremdherrschaft in Ägypten, für Jahrhunderte fest etabliert, führt auf nahezu allen Gebieten sehr bald zu grundlegend veränderten Lebensverhältnissen.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

  • Lexikon der Pharaonen (hg. von Th. Schneider), München 1996
  • The Oxford Encyclopedia of Ancient Egypt (hg. von D.B. Redford), Oxford 2001 (New Kingdom)
  • The Oxford History of Ancient Egypt (hg. von I. Shaw), Oxford 2000

2. Weitere Literatur

  • Beckerath, J. von, 1997, Chronologie des pharaonischen Ägypten (MÄS 46), Mainz
  • Bietak, M. u.a., 2001, Ausgrabungen in dem Palastbezirk von Avaris (Ägypten und Levante 11), 27-119
  • Blumenthal, E., 1999, Die biblische Weihnachtsgeschichte und das alte Ägypten (Bayerische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 1999/1)
  • Edel, E. / Görg, M., 2005, Die Ortsnamenslisten im nördlichen Säulenhof des Totentempels Amenophis' III. (Ägypten und Altes Testament 50), Wiesbaden
  • Edel, E., 1994, Die ägyptisch-hethitische Korrespondenz aus Boghazköi in babylonischer und hethitischer Sprache, Opladen
  • Grandet, P., 1994, Le papyrus Harris I (Bibliothèque d’étude 109, 1/2), Kairo
  • Haring, B., 1992, Libyans in the Late Twentieth Dynasty, in: R.J. Demarée (Hg.), Village voices, Proceedings of the Symposium “Texts from Deir El-Medina and their Interpretation” (Leiden, May 31 - June 1, 1991), Leiden, 71-80
  • Kitchen, K.A., 1983, Ramesside Inscriptions, Historical and Biographical, Bd.V, Oxford
  • Kitchen, K.A., 3. Aufl. 1996, The Third Intermediate Period in Egypt (1100-650 BC), Warminster
  • Morris, E.F., 2005, The Architecture of Imperialism, Military Bases and the Evolution of Foreign Policy in Egypt’s New Kingdom (Probleme der Ägyptologie 22), Leiden
  • Müller-Wollermann, R., 1986, Krisenfaktoren im ägyptischen Staat des ausgehenden Alten Reichs (Diss.), Tübingen
  • Redford, D.B., 1986, Pharaonic King-lists, Annals and Day-books (SSEA Publications IV), Mississauga
  • Sethe, K., 1907, Urkunden des ägyptischen Altertums, Abt.IV: Urkunden der 18. Dynastie, Bd.3, Leipzig
  • Sethe, K., 2. Aufl. 1930, Urkunden des ägyptischen Altertums, Abt.IV: Urkunden der 18. Dynastie, Bd.1, Leipzig

Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Ägypten zur Zeit des Neuen Reichs. © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 2 Der Totentempel der Hatschepsut in Theben West. © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2005)
  • Abb. 3 Statuen Amenophis’ III. in Theben West („Memnonkolosse“). © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2005)
  • Abb. 4 Der Tempel von Luxor. © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2005)
  • Abb. 5 Amenophis IV., Nofretete und eine Tochter opfern Aton (Relief aus dem Aton-Tempel in Tell el-‘Amārna). © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 6 Statue Ramses’ II. im Hof des Tempels von Karnak. © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2005)
  • Abb. 7 Eingangspylon des Tempels von Luxor mit einer Darstellung der Schlacht von Kadesch. © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2005)
  • Abb. 8 Der Totentempel Ramses’ III. in Medīnet Habu. © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2005)
VG Wort Zählmarke
http://m.bibelwissenschaft.de