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Lexikon

Melone

Peter Riede

(erstellt: Juli 2016)

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1. Botanisch

Aus: Wikimedia Commons; © Biso, Wikimedia Commons, lizensiert unter CreativeCommons-Lizenz cc-by-sa 3.0 nicht portiert; Zugriff 29.7.2016

Abb. 1 Wassermelone (Citrullus lanatus).

Bei der Wassermelone (Citrullus lanatus) handelt es sich um eine einjährige Pflanze. Charakteristisch ist, dass sich ihre zarten Zweige auf dem Boden ausbreiten. Ihr Blätter haben drei- bzw. vierpaarige Lappen, ihre Blüten einen 2-3 cm im Durchmesser aufweisenden, fünfgeteilten Blütenkelch mit gelblicher Farbe. Die großen, kugeligen Früchte mit rotem, gelbem oder grünem Fruchtfleisch werden 10-60 cm groß. Sie haben einen süßen Geschmack.

 Aus: Wikimedia Commons; © public domain; Zugriff 29.7.2016

Abb. 2 Zuckermelone (Cucumis melo).

Auch die ebenfalls einjährige Zucker- oder Gartenmelone (Cucumis melo) ist eine Kriechpflanze. Ihre 8-15 cm langen Blätter sind fünfeckig und haben einen langen Stiel. Die Blüten, die männlich oder weiblich sind, haben eine gelbe Farbe. Die gelbe bzw. hellgrüne Frucht hat eine Größe von 10-40 cm. Ihre Form kann rund sein, länglich oder auch gebogen und damit gurkenähnlich.

2. Biblisch

Die Wassermelone ist in Ägypten seit der Zeit um 2100 v.Chr. bekannt. Ihr hebräischer Name lautet אֲבַטִּיחַ ’ǎvaṭṭîaḥ. Im Alten Testament wird sie nur einmal genannt: In Num 11,5 erscheint sie in einer Liste von Nahrungsmitteln, mit denen sich die Israeliten in Ägypten versorgen konnten, die sie in der Wüste aber schmerzlich vermissten. Neben der Wassermelone kommt an gleicher Stelle auch die Zucker- oder Gartenmelone vor (hebr. קִשֻּׁאָה qiššu’āh).

Der in Jes 1,8 und Jer 10,5 genannte Begriff מִקְשָׁה miqšāh wird oft mit „Gurkenfeld“ übersetzt. Da Gurken in Palästina und Ägypten in alter Zeit nicht vorkamen, wird es sich um Melonenfelder handeln, die von Wächterhütten geschützt wurden.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

  • Biblisch-historisches Handwörterbuch, Göttingen 1962-1979
  • Der Kleine Pauly, Stuttgart 1964-1975 (Taschenbuchausgabe, München 1979)
  • Biblisches Reallexikon, 2. Aufl., Tübingen 1977
  • Calwer Bibellexikon, 2. Aufl., Stuttgart 2006

2. Weitere Literatur

  • Emmerling-Skala, A., Kürbisgewächse in Texten der Antike, Kassel 2002
  • Löw, I, Die Flora der Juden I, Nachdruck Hildesheim 1967, 535-537.550-553
  • Hepper, F.N., Pflanzenwelt der Bibel. Eine illustrierte Enzyklopädie, Stuttgart, 1992,126f
  • Zohary, M., Pflanzen der Bibel. Vollständiges Handbuch, Stuttgart 2. Aufl. 1986, 85f

Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Wassermelone (Citrullus lanatus). Aus: Wikimedia Commons; © Biso, Wikimedia Commons, lizensiert unter CreativeCommons-Lizenz cc-by-sa 3.0 nicht portiert; Zugriff 29.7.2016
  • Abb. 2 Zuckermelone (Cucumis melo). Aus: Wikimedia Commons; © public domain; Zugriff 29.7.2016
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