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Lexikon

Mattatias

Doris Lambers-Petry

(erstellt: Mai 2007)

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Der Name Mattatias ist die gräzisierte Form von hebr. Mattitjāh (< Mattitjāhû) „Gabe JHWHs“.

Mattatias, Sohn des Johannes, des Sohns des Simon, gehörte nach 1Makk 2,1 dem Priestergeschlecht Joarib an (1Chr 24,7). Ursprünglich aus Jerusalem stammend, lebte er in dem kleinen Ort → Modeïn nordwestlich von Jerusalem (2Makk 16,4), wo er auch beigesetzt wurde (1Makk 2,70). Aus dem Namen seines Vorfahren Asamonaius / Hasmon wurde der Familientitel „Hasmonäer“ hergeleitet.

Mattatias gilt als Initiator des aktiven Widerstandes toratreuer Juden gegen die Hellenisierungsmaßnahmen der seleukidischen Besatzungsmacht und ihrer opportunistischen jüdischen Anhänger (→ Seleukiden; → Makkabäer). Nach der Gründungslegende der makkabäischen Bewegung gab er dazu das Signal, indem er 167 v. Chr. in Modeïn einen opferwilligen Abtrünnigen sowie einen königlichen Beamten tötete, den Altar zerstörte und zum Heiligen Krieg aufrief (1Makk 2,15-30). Zusammen mit seinen fünf Söhnen Johannes, → Simon, → Judas, Eleasar und → Jonatan sowie einer Gruppe Gleichgesinnter floh er danach in die Berge, um von dort aus einen Guerillakrieg gegen die syrischen Streitkräfte zu führen. Trotz deren zahlen- und ausrüstungsmäßigen Überlegenheit konnten die Widerständler auf Grund ihrer besseren Ortskenntnis erste Erfolge verzeichnen. Kurz vor seinem Tod im Jahr 166 v. Chr. übertrug Mattatias die militärische Leitung des Aufstandes seinem Sohn Judas.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

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