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Lexikon

Karkemisch

Andere Schreibweise: Karkamisch ; Karḫemisch ; Karkemiš

Maria Elena Balza

(erstellt: Sept. 2014)

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1. Lage und Name

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 1 Karte zur Lage von Karkemisch.

Karkemisch liegt am rechten Ufer des → Euphrats an der heutigen Grenze zwischen der Türkei und Syrien nahe der Städte Karkamış und Jerablus rund 100 km nordöstlich von Aleppo (Koordinaten: N 36° 49' 50'', E 38° 01' 00'').

Die Siedlung wurde auf einer Anhöhe errichtet und beherrschte eine wichtige Furt durch den Euphrat. Hier kreuzen sich die wichtigsten Handelsrouten zwischen Obermesopotamien und der Mittelmeerküste (Ost-West-Verbindung) sowie zwischen dem anatolischen Plateau und Syrien bzw. weiter südlich Mesopotamien (Nord-Süd-Verbindung). Karkemisch umfasst 90 Hektar, wovon sich heute 55 auf türkischem und 35 auf syrischem Territorium befinden. Die Fläche lässt sich in drei unterschiedliche konzentrisch angeordnete Gebiete unterteilen: die herausragende Zitadelle, die einen Blick auf den Euphrat nach Norden gewährt, sowie die innere und die äußere Unterstadt, wobei Letztere heute in Syrien liegt.

Im Laufe der Geschichte profitierte die Stadt gleichermaßen sowohl von der geografischen Lage im fruchtbaren Flusstal als auch von den Erzeugnissen der auf den Hochebenen betriebenen Landwirtschaft und dem direkten Zugang zu Rohstoffen der anatolischen Gebirge (Taurus).

Der Ortsname Karkemisch ist bereits seit der Mitte des 3. Jt.s v. Chr. im Akkadischen als Kargamiš(KI), Gargamis(KI) und ähnlich, später im Hethitischen als KUR (URU)Kargamiš, im Hieroglyphen-Luwischen als Karkamisa und im Hebräischen als כַּרְכְּמִישׁ Karkəmîš belegt. Nach den griechisch-römischen Quellen ist die Siedlung sehr wahrscheinlich mit Europos oder Hierapolis zu identifizieren (vgl. arabisch Ğarābulus und türkisch Cerablus).

Etymologisch lässt sich Karkemisch auf kār-kamiš ‘Kai des (Gottes) Kamisch’ zurückführen. Der Gott Kamisch (d-mi-) erscheint erstmals in der frühen Bronzezeit im Pantheon von → Ebla und findet sich später noch als vornehmlich chthonische Erscheinung in → Ugarit wie auch in der neuassyrischen Zeit. Die Überlegung, Kamisch mit der Gottheit → Kemosch gleich zu setzen, muss hypothetisch bleiben, zumal Kemosch als Nationalgott der Moabiter eher kriegerische als chthonische Züge aufweist.

2. Identifizierung, Archäologische Untersuchungen, Texte

Auch wenn Karkemisch schon im Alten Testament als befestigte Zitadelle am Westufer des Euphrat erscheint, so blieb die exakte Lage der Stadt bis zum Ende des 19. Jh.s unbekannt. Der britische Konsul in Aleppo, James H. Skene, schlug eine Identifikation des Hügels nördlich von Jerablus mit Karkemisch, das aus assyrischen, ägyptischen und biblischen Quellen bekannt war, vor. Die gleiche Annahme hatte dann wenig später, 1876, auch der britische Assyriologe George Smith geäußert, der die Stätte auf seinem Weg nach → Ninive besichtigte. Die Identifikation gründete sowohl auf der Topographie und sichtbar gebliebenen Monumenten als auch auf den ersten archäologischen Untersuchungen und konnte schließlich durch hieroglyphenluwische Inschriften, die in situ gefunden wurden, bestätigt werden. Infolge der Entdeckungen bemühte sich das British Museum um eine Grabungserlaubnis in diesem Raum.

Erste Sondierungen wurden zwischen 1878 und 1881 unter der Leitung des britischen Konsuls in Aleppo, Patrick Henderson, durchgeführt, doch erst zwischen 1911 und 1914 fanden archäologische Untersuchungen statt. Die erste Kampagne wurde von David G. Hogarth in Kooperation mit Reginald Campbell Thompson und Thomas E. Lawrence geleitet, 1912 übernahm Charles L. Woolley die Leitung, wobei er von Lawrence unterstützt wurde. Mit Ausbruch des I. Weltkrieges endeten die Ausgrabungen im Frühjahr 1914 abrupt. Dieser unvorhergesehenen Unterbrechung ist es geschuldet, dass die meisten im Grabungshaus gelagerten Dokumentationen und Funde verloren gingen. Nach Kriegsende nahm Wooley die Grabungen 1920 wieder auf, musste diese aber sehr bald wegen der Unruhen im Zuge des türkischen Unabhängigkeitskrieges abbrechen. Die türkische Armee nahm die Stadt Jerablus mitsamt Karkemisch ein, was wiederum zu einem Verlust von Grabungsdokumenten führte. Die am Ende der Feindseligkeiten entstandene türkisch-syrische Grenze trennte den Zitadellenhügel von der inneren Stadt auf türkischen Territorium von der äußeren Stadt und Jerablus in Syrien. Karkemisch und das Umland waren von nun an auf zwei Nationen verteilt und zu militärischem Sperrgebiet erklärt, wodurch weitere Untersuchungen unmöglich wurden.

Während der frühen Grabungen in den 1910er Jahren wurde nur ein kleiner Teil der Fläche untersucht, wobei ein Fokus auf den Stadttoren (Königs- und Wassertor) sowie dem Festbezirk am südlichen Fuße des Haupthügels (unterer Palastbezirk) lag. Sondierungen ermöglichten die Lokalisierung einer Befestigungsanlage und einer Mauer um den Haupthügel herum. Weitere Untersuchungen brachten ein rechteckiges Gebäude, welches in die nördliche Befestigung eingebettet war (Nord-West Fort), einige Privathäuser (bezeichnet mit A-H) und ein schlecht erhaltenes Gebäude, den sogenannten Kubaba-Tempel zu Tage.

Auch wenn die Grabungsergebnisse viele chronologische und historische Fragen offen lassen, brachten sie doch eine bedeutende Anzahl von Bauwerken hervor, die in die Eisenzeit I-II (etwa 1200-600 v. Chr.) datiert werden können. Im Stadtbezirk erbrachten Sondagen Anzeichen einer Keramiksequenz von der Halaf- (5.-4. Jt. v. Chr.) und Uruk-Kultur (Ende des 4. - Anfang des 3. Jt.s v. Chr.) bis in die nach-hethitische Zeit. Allerdings lässt sich über die Nutzung der Stadt während des 3. und 2. Jt.s v. Chr. nur wenig sagen. So bleiben die in situ gefundenen Hinterlassenschaften der eisenzeitlichen Unterstadt, die Skulpturen und hieroglyphenluwischen Inschriften, prägend für Karkemisch: etwa 70 Inschriften und Inschriftenfragmente, die häufig auf Reliefs angebracht waren, erlauben die Rekonstruktion von Dynastien von Herrschern und Königen. Trotz aller bestehenden chronologischen und philologischen Probleme kann als terminus ante quem für die Redaktion dieser Inschriften die Eroberung der Stadt durch die Assyrer 717 v. Chr. angenommen werden.

Nachdem die ersten archäologischen Untersuchungen 1920 abgebrochen wurden, gab es annähernd achtzig Jahre kaum Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Grabungen in Karkemisch. Als 1956 die türkisch-syrische Grenze erneut demarkiert wurde, verminte man systematisch das Grenzgebiet. Nach Unterzeichnung der Ottawa-Konvention 1996 fing die Türkei an, das Gebiet entlang der syrischen Grenze zu entminen. Nachdem die Säuberungsarbeiten in der Region um Karkemisch abgeschlossen waren, begann ein türkisch-italienisches Team 2011 mit archäologischen Untersuchungen der Stätte unter der Leitung von Nicolò Marchetti und Hasan Peker als Stellvertreter. Die Grabungen brachten erneut die halb verschütteten königlichen Steinstrukturen zu Tage, die am Beginn des 20. Jh.s freigelegt worden waren. In zahlreichen weiteren Sektoren konnten Untersuchungen stattfinden, wobei sich unter den interessantesten Funden dieser ersten Grabung eine Stele von Suhi I. befand. Diese trug annähernd denselben Text wie der auf einer 1913 gefundenen Stele seines Sohnes, welcher ein Priester der Göttin Kubaba war. Desweiteren fand sich das Fragment einer mittelbronzezeitlichen Basaltstatue. Es konnte mit einem Fragment, das Binami, König von Karkemisch, erwähnt und sich im Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara befand, zusammengefügt werden.

3. Geschichte

Dank der strategisch wichtigen geografischen Lage hatte Karkemisch während seiner gesamten Geschichte eine politische und ökonomische Schlüsselstellung. Auch wenn aus Karkemisch selbst dafür nur eisenzeitliche Belege ans Tageslicht gekommen sind, so bezeugen doch zahlreiche externe Quellen die große Bedeutung der Stadt auch in früheren Perioden. Hier sind die Archive von → Ebla, → Mari, Tuttul, → Alalach, → Emar, → Ugarit, Hattuscha und Malatya genauso anzuführen wie assyrische und ägyptische Zeugnisse. Die Quellen umfassen eine Zeitspanne von der frühen Bronzezeit bis zum Untergang des assyrischen Reiches im 7. Jh. v. Chr.

3.1. Die frühe und mittlere Bronzezeit

Die erste namentliche Erwähnung der Stadt stammt aus keilinschriftlichen Quellen der Mitte des 3. Jt.s v. Chr. Zu dieser Zeit erscheint Karkemisch in den Archiven von Ebla (24. Jh. v. Chr.) als distributives Zentrum unter den Städten, die das lokale Handelsnetz bildeten. Den vorhandenen Quellen zufolge dürfte Karkemisch zu dieser Zeit allerdings nur eine untergeordnete Rolle zugekommen sein.

Während der ersten Hälfte des 2. Jt.s v. Chr., einer Zeit als Mari die dominierende Kraft in Syrien darstellte, erscheint Karkemisch als eine der wichtigsten politischen Einheiten neben Aleppo, Urschum und Haschum. Die Ausgrabungen in Karkemisch haben aus dieser Zeit bislang nur ein Verwaltungsdokument und eine fragmentarische Inschrift hervorgebracht, so dass Zeugnisse besonders aus Mari, → Alalach (Schicht VII), Tuttul und Tell Leilan (das alte Schechna oder Schubat Enlil) für die Rekonstruktion einer Geschichte heranzuziehen sind. Während dieser Periode war die Stadt das wichtigste politische Zentrum eines (teil)autonomen Königtums, das zunächst Mari und darauf folgend Aleppo unterstand. Briefen und Verwaltungsurkunden aus dem am mittleren Euphrat gelegenen Mari zufolge herrschten drei Könige in Karkemisch: Aplahanda und seine Söhne Jatarami und Jahdum-Lim, der in der Zeit Hammurabis von Babylon (erste Hälfte des 18. Jh.s v. Chr.) regierte. Außerdem sind aus anderen Quellen zwei weitere Könige bekannt: Aplahandas Vater Hadna’anda, dessen Name auf einem Siegel aus Acemhöyük erscheint und Binami, der auf einem Inschriftenfragment einer Statue, die 2011 ergraben wurde (s.o. 2.), bekannt ist.

In der Zeit, als Schamschi-Adad Obermesopotamien beherrschte, scheinen zwischen Karkemisch und Mari freundschaftliche politische Verbindungen und Handelsbeziehungen bestanden zu haben. Dieses Verhältnis bestand weiter, als Zimri-Lim nach dem Tode Schamschi-Adads dessen Sohn Jasmah-Adad auf dem Thron von Mari folgte. Verwaltungsurkunden bezeugen die Verschiffung von Wein, Honig, Getreide, Olivenöl, Holz, Kupfer und Pferden von Karkemisch nach Mari. Umgekehrt nahmen feines Geschmeide, Zinn und Silber ihren Weg von Mari nach Karkemisch. In dieser historischen Periode war Karkemisch Verbündeter und Angehöriger seines mächtigen Nachbarn, Aleppo.

Die Eroberung von Mari durch Hammurabi von Babylon markiert den Beginn einer Periode, in der Karkemisch nur schlecht dokumentiert ist. Man darf dennoch annehmen, dass die Stadt weiterhin von Aleppo (Königreich von Jamhad) beherrscht wurde.

Während der Jahrhunderte, die die Mari-Zeit von dem Aufstieg des hethitischen Königtums trennen (→ Hethiter), stehen nur vereinzelte Referenzen in den keilschriftlichen Quellen zur Verfügung. Wahrscheinlich befand sich Karkemisch sukzessive unter der Vorherrschaft von Aleppo, Hatti und Mittani. Die letzte, in die mittlere Bronzezeit datierbare, Erwähnung der Stadt findet sich in der Erzählung „Die Belagerung von Urschu“ (KBo 1.11, Vs. 21’ und 27’), in der ein „Mann von Karkemisch“ genannt ist. Der Text ist in das 17. Jh. v. Chr. zu datieren, als die Hethiter nach Syrien vordrangen. In den Anfängen des hethitischen Reiches findet sich hingegen weder bei Hattuschili I. noch bei Murschili I. eine Erwähnung von Karkemisch. Trotzdem wird angenommen, dass Karkemisch bereits unter Murschili I., als dieser Aleppo eroberte, in den hethitischen Einflussbereich fiel (etwa Ende des 17. Jh.s v. Chr.). Über den hethitischen Besitzstand in Syrien unter Murschilis Nachfolger Hantili berichtet lediglich eine fragmentarische Passage des Telipinu-Erlasses (KBo 3.1, Vs. 34-37). Demnach scheint Karkemisch die Versorgung Hattis mit Truppen unterlassen zu haben, was mit einer mangelnden Einflussnahme zu erklären ist. Es gibt jedenfalls keinerlei Anzeichen dafür, dass die hethitische Kontrolle über Syrien anhielt, vielmehr ist von einer Vormachtstellung Mittanis auszugehen, doch sind bislang keine lokalen Herrscher namentlich bekannt.

3.2. Die Späte Bronze Zeit

Aus: O. Keel, Das Recht der Bilder, gesehen zu werden. Drei Fallstudien zur Methode der Interpretation altorientalischer Bilder (OBO 122), Freiburg (Schweiz) / Göttingen 1992, Abb. 166; © Stiftung BIBEL+ORIENT, Freiburg / Schweiz

Abb. 2 Rollsiegel des Ini-Tessup von Karkemisch (Karkemisch; Späte Bronzezeit).

Informationen über Karkemisch in der Späten Bronzezeit sind ausschließlich in externen Quellen aus Hattuscha, Ugarit und Emar zu finden und zahlreiche Kopien bezeugen die Aktivitäten der Könige von Karkemisch und hoher Funktionäre innerhalb des Räderwerkes der hethitischen Lokalverwaltung sowohl in Syrien als auch in Anatolien. Folgt man den von Murschili II. zu Ehren seines Vaters verfassten Tatenberichten des Schuppiluliuma, so konnte sich Karkemisch während der hethitischen Großreichszeit zunächst den Attacken Schuppiluliumas I. erwehren und unterlag erst nach schweren Kämpfen. Im Zuge der Eroberung Nordsyriens erhob Schuppiluliuma seinen Sohn Pijaschili zum König von Karkemisch. Pijaschili, der den hurritischen Thronnamen Scharri-Kuschuh annahm, wurde damit Begründer einer hethitischen Dynastie, die Syrien mindestens über fünf Generationen hinweg bis an den Beginn des 12. Jhs. v. Chr. regierte.

Nach den verfügbaren Quellen zu urteilen, regierte Scharri-Kuschuh während der letzten Jahre Schuppiluliumas I., der kurzen Regierungszeit Arnuwandas II. und der ersten neun Jahre Murschilis II. Damit etablierte sich die führende Rolle des Königshauses von Karkemisch gegenüber anderen königlichen Familien, die unter hethitische Suprematie gekommen waren. Ein Edikt Murschilis II. (KBo 1.28) weist dem König von Karkemisch die dritte Position innerhalb einer Hierarchie zu, an deren Spitze der König von Hatti gefolgt von seinem Kronprinzen steht. Der gleiche Vorgang spiegelt sich nur wenige Jahre später in der Regierungszeit Tuthalijas IV., dem Enkel Murschilis II., in der sog. Bronzetafel (einem Vertrag zwischen Hatti und Tarhuntassa) wider.

Es scheint, dass die erste Unternehmung Scharri-Kuschuhs, mit Unterstützung seines Vaters, der Eroberung Mittanis galt. In diesem Falle handelte er als militärischer Anführer, der der hethitischen Armee vorstand. Die militärische Aktion mündete in der Abhängigkeit Mittanis von Hatti und einer damit einhergehenden Vergrößerung des Landes Karkemisch durch die Annektion des Landes Aschtata mit seinem am östlichen Ufer des Euphrats gelegenen politischen Zentrum → Emar. Eine hethitische Herrschaft über die Stadt ging damit allerdings nicht sofort einher, vielmehr dürfte Emar noch einige Zeit seine Unabhängigkeit gewahrt haben. Während des 13. Jh.s v. Chr. gelangte Emar jedoch unter die direkte Kontrolle von Karkemisch, indem gewöhnlich ein Prinz der königlichen Familie (DUMU.LUGAL) und ein Oberer der Landes (LÚ.UGULA.KALAM.MA) zum Hofstaat gehörten.

Nach dem Tode Schuppiluliumas kämpfte Scharri-Kuschuh wiederholt an der Seite seines Bruders Murschili II. Den Annalen Murschilis zufolge unterstützte er Murschili in dessen 3. und 7. Regierungsjahr sowohl in Anatolien als auch in Syrien. Im 2. Jahr wurde der hethitische General Nuwanza entsandt, um Scharri-Kuschuh gegen eine assyrische Attacke zu unterstützen; als im 7. Jahr der König von Nuhasse gegen die hethitische Oberherrschaft revoltierte, wurde zur Niederdrückung des Aufstandes und Unterstützung des Vizekönigs in Karkemisch ein Kontingent Truppen unter Führung des hethitischen Generals Kantuzzili entsandt. Im 9. Regierungsjahr Murschilis starb Scharri-Kuschuh, was augenscheinlich eine weitere Revolte in Syrien nach sich zog, die mit einer assyrischen Attacke im Grenzbereich am Euphrat nahe Karkemisch einherging und erst durch Murschili selbst niedergeschlagen werden konnte (KBo 4.4 II 40 ff.).

Nachfolger Scharri-Kuschuhs auf dem Thron von Karkemisch wurde sein Sohn Schahurunuwa. Er ist mit großer Wahrscheinlichkeit mit [ ]-Scharruma identisch, der als neuer, von Murschili während des 9. Regierungsjahres auf den Thron erhobener, König von Karkemisch erwähnt ist (KBo 4.4 III 2ff.).

Unter Schahurunuwa wurde das Territorium von Karkemisch durch die Annektion von Sijannu-Uschnatu erweitert (PRU IV 71-83). Sehr wahrscheinlich hat Schahurunuwa dem hethitischen Großkönig Muwatalli in der → Schlacht von Kadesch gegen den ägyptischen Pharao → Ramses II. (Mitte 13. Jh. v. Chr.) zur Seite gestanden.

Der Herrschaft Schahurunuwas folgte die seines Sohnes Ini-Tessup, der anscheinend den Thron noch als Kind bestieg und unter mehreren hethitischen Großkönigen, Hattuschili III. (und möglicherweise Murschili III.) und Tuthalija IV., regierte.

Rolle und Einfluss des Königs von Karkemisch in dieser Zeit können anhand seiner Präsenz am hethitischen Hofe abgelesen werden. Aus unterschiedlichsten Gründen, etwa als Zeuge königlicher Erlasse und Proklamationen wie z.B. im Falle des Vertrages zwischen Hatti und Ulmi-Tessup von Tarhuntassa (KBo 4.10) oder im Rahmen der Landschenkung an die Erben des Schahurunuwa, Oberster der Hirten (KUB 26.43 und Duplikate). Die Bedeutung des Königs von Karkemisch in dieser Zeit lässt sich auch an den epigrafischen Hinterlassenschaften aus Ägypten ablesen. In der ägyptischen Fassung des Vertrages zwischen Hattuschili III. und Ramses II., die an den Wänden des Karnak-Tempels und des Ramesseums eingraviert ist, ist von einem Boten des Königs von Karkemisch, wahrscheinlich Ini-Tessup, die Rede. Er gehörte damit zur hethitischen Delegation, die das auf einer Silbertafel niedergeschriebene Original des Vertrages an den Pharao überbrachte. Deutlicher noch treten die Aktivitäten Ini-Tessups in seiner Rolle als Richter in juristischen Streitigkeiten seiner ihm unterstellten syrischen Staaten hervor. Dies zeigen die Quellen aus → Ugarit (PRU IV, 150, 165-166, 168-169, 172-173, 179) und Emar (Emar VI 18, 19, 257). In seiner Schiedsfunktion handelte Ini-Tessup eigenständig und nur in besonders delikaten Fällen zusammen mit dem Großkönig.

Sohn und Nachfolger des Ini-Tessup wurde Talmi-Tessup, ein Zeitgenosse Schuppiluliumas II. (siehe KBo 12.41). Seine Regierungszeit fiel wahrscheinlich auch mit der des Arnuwanda III. zusammen, der vor seinem Bruder Schuppiluliuma am Ende des 13. Jh.s v. Chr. auf dem hethitischen Thron gesessen hatte. Ebenso wie sein Vater war auch Talmi-Tessup in mehrere Rechtsstreitigkeiten involviert, insbesondere in die Ehescheidungsaffäre des ugaritischen Königs Ammurapi, der sich von der Tochter des hethitischen Großkönigs trennen wollte (PRU IV, 208 ff.).

Die Herrschaft Talmi-Tessups fällt in eine Schwächephase des hethitischen Reiches, dessen Kollaps durch innen- und außenpolitische Schwierigkeiten unter Schuppiluliuma II. erfolgte. Karkemisch gelang es, den Niedergang des hethitischen Reiches zu überdauern und nach dem Tode Talmi-Tessups die hethitische Dynastie mindestens eine Generation länger fortzuführen. Dies belegen Siegelabdrücke des letzten Königs von Karkemisch, Kuzi-Tessup, Sohn des Talmi-Tessup.

Auch wenn aus dieser historischen Phase nur wenige Informationen vorliegen, so ist doch anzunehmen, dass die schwierige politische Situation für Karkemisch mit dem Verlust von Territorien einherging. Diese Annahme findet zumindest Bestätigung in einigen bislang unpublizierten Texten aus Tell Sabi Abyad. Einer davon (T 96-1), ein Brief von Ili-pada, sukkallu rabû und „König von Hanigalbat” datiert in das zweite Jahr Assurneraris III. (1192-1187 v. Chr.). Diesem Schreiben zufolge haben ein gewisser Ahi-malik, der mit dem Obersten des Landes Aschtata identisch sein dürfte, und die Emarioten „Friedensangebote an den König von Karkemisch gesendet”. Man darf auf Grundlage dieses Dokumentes annehmen, dass Emar aus den hethitischen Schwierigkeiten einen Vorteil ziehen konnte, indem es seine Unabhängigkeit wieder erlangte. Und es scheint nicht unberechtigt anzunehmen, dass Ahi-malik nicht länger von Karkemisch abhängig war, sondern selbst die Gewalt über Emar innehatte.

Trotz alledem scheint die dynastische Linie Pijassilis / Scharri-Kuschuhs sowohl diese Periode als auch den Kollaps, den der Nahe Osten am Ende der Bronzezeit erfuhr, überstanden zu haben. Weder epigrafische noch archäologische Zeugnis deuten darauf hin, dass Karkemisch, ungeachtet von Verwüstungen, zerstört worden ist. Im Gegenteil, es wurde sogar vorgeschlagen, den Namen Kuzi-Tessups in der Genealogie zweier Könige von Malatya, die aus den Inschriften von GÜRÜN (Hawkins 2000, 295ff.) und KÖTÜKALE (Hawkins 2000, 299ff.) bekannt sind, zu sehen. Die beiden Könige nennen sich seine Enkel oder Abkommen und titulieren ihn als „Großkönig, Held von Karkemisch”, ein Titel der in hethitischer Zeit niemals vom König von Karkemisch verwendet wurde. Folgt man dieser Annahme, dann scheint es als ob Kuzi-Tessup nach dem Verschwinden der Großkönige in Hattuscha einen Anspruch auf die vakanten Titel erhoben hätten.

3.3. Die Eisenzeit

Annähernd ein Jahrhundert nach dem Niedergang des hethitischen Reiches (ca. 1100 v. Chr.) erwähnt der assyrische König Tiglat-Pileser anlässlich seiner Überschreitung des Euphrats auf seinem Weg in den Libanon Ini-Tessup, „König des Landes Hatti” (RIMA 2, A.0.87.3 und A.0.87.4). Es kann zumindest hypothetisch angenommen werden, dass das Land mit Karkemisch zu identifizieren ist, was auch der Königsname Ini-Tessup nahelegt, der auf eine dynastische Kontinuität in der Region deutet.

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Abb. 3 Ein Orthostaten-Relief aus Karkemisch, das eine Musikantengruppe zeigt: Lautenspieler, Flötenbläser, Musiker mit Klangstäben, Tänzer (9. Jh. v. Chr.).

Karkemisch scheint in der Eisenzeit im wesentlichen ein Stadtstaat gewesen zu sein, dessen strategisch wichtige geografische Position an einem Übergang des Euphrat Reichtum und Macht mit sich brachte. Zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt kommen die Nachrichten aus dieser Zeit nicht ausschließlich aus externen Quellen. Im Gegenteil, Historisches über das eisenzeitliche Karkemisch ist assyrischen Quellen kaum zu entnehmen. Von dem erwähnten Zusammentreffen zwischen Tiglat-Pileser I. und Ini-Tessup abgesehen, findet sich in den assyrischen Quellen bis zur Regierungszeit Assurnasirpals II. (ca. 870 v. Chr.) kein weiterer Hinweis auf Karkemisch. So sind es die hieroglyphenluwischen Inschriften aus Karkemisch selbst, die Auskunft über lokale Könige und Herrscher geben und zumindest teilweise eine Rekonstruktion der Geschichte ermöglichen.

Neben Ini-Tessup sind aus der frühen Eisenzeit (11.-10. Jh. v. Chr.) wenig Königsnamen bekannt, nämlich Sapaziti (KARKAMIS A 4b, siehe Hawkins 2000, 80-82; zur oben genannten Stele, die 2011 gefunden wurde, s.o. 2.), sein Sohn Ura-Tarhunta (KARKAMIS A4b, siehe Hawkins 2000, 80-82) und Tuthalija (KARKAMIS A 16c, siehe Hawkins 2000, 82). Diese Könige waren (wenigstens teilweise) Zeitgenossen von vier Generationen hoher Funktionäre, die den Titel tarwani (Herrscher) und Herr des Landes der Stadt Karkemisch trugen. Das sogenannte „Haus des Suhi” kann bis in das 10 Jh. v. Chr. zurückverfolgt werden. Ihm gehörten Suhi I., Astuwalamanza, Suhi II. und Katuwa an. Bis zu dem Auffinden der Stele im Jahre 2011 waren außer Suhi I. alle Herrscher des Hauses durch in situ gefundene Inschriften bekannt. Die Stele trug eine Inschrift, die fast mit der Steleninschrift eines Priesters der Kubaba identisch ist. Der Bruder Astuwalamanzas und Sohn Suhis I. erinnert darin an den Sieg des Großkönigs Sapaziti über das Land Sura.

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Abb. 4 Ein Orthostaten-Relief aus Karkemisch, das ein Mischwesen, einen Löwen mit Menschenkopf und Flügeln, zeigt (9. Jh. v. Chr.).

In der nachfolgenden Periode von der Mitte des 9. Jh.s v. Chr. an, war den verfügbaren Quellen nach Sangara König von Karkemisch. Auch wenn er nicht in einheimischen Dokumenten belegt ist, so findet er doch in den Inschriften der assyrischen Könige Assurnasirpal II. und Salmanassar III. (ca. 870-845 v. Chr.) recht prominent Erwähnung: Als „König von Hatti” soll Sangara Assurnasirpal II. nach seiner Überquerung des Euphrats im Jahre 870 v. Chr. einen stattlichen Tribut an Silber, Bronze, Eisen und Luxusgütern gezahlt haben. Desweiteren ist Sangara zusammen mit den Königen von → Sam’al, Unqi und Bit-Adini genannt, die einer Militärallianz gegen Salmanassar 858 v. Chr. angehörten und in der Folge von den Assyrern geschlagen wurden. Salmanassar griff Karkemisch wiederholt 849 und 848 v. Chr. an. Danach schweigen die assyrischen Quellen für mehr als ein Jahrhundert.

Wie eigene Inschriften bezeugen, regierte nach dieser Phase das „Haus der Astiruwa” über Karkemisch. Der Namensgeber dieser Dynastie ist nur aus den Inschriften anderer Herrscher bekannt, insbesondere durch die des Jariri, der sich selbst als tarwani (Herrscher) bezeichnete und erklärte, im Namen der Kinder seines Herrn Astiruwa, insbesondere des minderjährigen Thronfolgers Kamani, zu regieren. Nach seiner Thronbesteigung bezeichnete sich Kamani dann als tarwani (Herrscher), Herr des Landes der Stadt Karkemisch und der Stadt Malatya.

Die auf Kamani folgende Generation von Herrschern ist nicht gut durch interne Quellen gesichert. Ein zerstörtes Relief, dessen Besitzer namentlich nicht mehr erhalten ist, enthält die Formulierung „mein Vater Sastura” und erwähnt die gleichen Titel wie Kamani (KARKAMIS A 21b+a mit A 20b, siehe Hawkins 2000, 157-163). Durch einen Vergleich mit anderen Funden und stilistischen Analysen kann man zu dem Schluss kommen, dass der Verfasser der Inschrift Astiruwa II., Sohn des Sastura, sein könnte. Damit ergäbe sich eine Datierung in die Zeit nach der Mitte des 8. Jh.s v. Chr. Auch erwähnen Fragmente einer beschrifteten Statue aus dem Bereich des Südtores (KARKAMIS A 13c1, siehe Hawkins 2000, 168) wahrscheinlich einen „Sohn des Astiruwa“. Hierbei nimmt man an, dass die Inschrift Pisiri, dem letzten bekannten König von Karkemisch, zugewiesen werden kann. Pisiri erscheint unter den Tributbringern des assyrischen Königs → Tiglat-Pileser III. im Jahre 738 v. Chr. (Tadmor / Yamada 2011, 11 9’; 14 11; 27 4; 32 3; 35 iii 16; 47 Ro. 7’) und scheint noch 717 v. Chr. auf dem Thron von Karkemisch gesessen zu haben, als → Sargon II. ihn einer anti-assyrischen Intrige beschuldigte und entmachtete (Fuchs 1994, 88, 316). In der Folge wurde Karkemisch von Assyrien annektiert und blieb bis zum Untergang des assyrischen Reiches seine Provinz.

Bei Zusammenbruch des assyrischen Reiches scheint Karkemisch der Ort des Aufbegehrens gegen → Nebukadnezar II. gewesen zu sein. Trotz Unterstützung durch ägyptische Truppen endete dieser letzte Widerstand mit einem Sieg der babylonischen Streitkräfte im Jahre 605 v. Chr. (Grayson 1975, 99-102).

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Siedlung in der nachfolgenden Zeit bevölkert und bewohnt blieb. Bis zur Identifizierung der Stätte mit dem alten Karkemisch am Ende des 19. Jh.s kannte man nur ihre alten romanischen Strukturen. Doch selbst in den 1910er Grabungen wurde diese Phase nicht intensiv untersucht. Die Grabungsberichte beschreiben lediglich eine Siedlung mit Stadttoren, einer mit Kolonaden versehenen Straße, einem Aquädukt, Thermalbädern, einem Theater und einigen Tempeln.

4. Karkemisch im Alten Testament

Der Ortsname Karkemisch erscheint an drei Stellen der Bibel. Jes 10,5-12 bezieht sich auf das 8. Jh. Der Prophet → Jesaja kündigt an, dass die Assyrer Jerusalem zerstören werden. Dabei wird Karkemisch (Jes 10,9) neben beispielsweise Arpad, Damaskus und Samaria in einer Liste von Städten genannt, die der assyrische König bereits erobert hat. Die beiden anderen Stellen beziehen sich auf das späte 7. Jh. Nach 2Chr 35,20 (→ Chronikbücher) hat der ägyptische Pharao → Necho II. 609 v. Chr. im Zuge seiner Allianz mit Assyrien im Kampf gegen → Babylonien und Medien sein Lager in Karkemisch am Euphrat errichtet. Als → Josia, König von Juda, gegen ihn in der Ebene von → Megiddo aufmarschierte, wurde er von einem ägyptischen Pfeil getroffen und starb in Jerusalem (→ Zerstörung Jerusalems, 587 v. Chr.). Nach der Schlacht von Megiddo und dem Tod des Josia gelang es – Jer 46,2 folgend – → Nebukadnezar II., den ägyptischen Streitkräften Nechos II. in Karkemisch im vierten Jahr → Jojakims, des Sohnes Josias, eine Niederlage beizubringen (Schlacht von Karkemisch).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Abkürzungen

  • Emar VI = D. Arnaud, Recherches au pays d’Astata. Emar VI/1-4 (ÉRC, Synthèse No. 18), Paris 1985-1987
  • KBo = Keilschrifttexte aus Boghazköi (Bd. 1-22 in WVDOG, 1916ff.)
  • KUB = Keilschrifturkunden aus Boghazköi (Berlin 1921ff.)
  • PRU IV = J. Nougayrol, Palais royal d’Ugarit. Textes akkadiens des archives sud, Mission de Ras Shamra, Paris 1956
  • RIMA = The Royal Inscriptions of Mesopotamia, Assyrian Periods, Toronto 1987ff.

2. Lexikonartikel

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  • Encyclopaedia Judaica. Second Edition, Detroit / New York / San Francisco / New Heaven / Waterville / London / Jerusalem 2007
  • Lexikon der Ägyptologie, Wiesbaden 1975-1992
  • Neues Bibel-Lexikon, Zürich u.a. 1991-2001
  • Der Neue Pauly, Stuttgart / Weimar 1996-2003
  • The Oxford Encyclopedia of Archaeology in the Near East, Oxford / New York 1997
  • British Museum Dictionary of the Ancient Near East, London 2000
  • Calwer Bibellexikon, Stuttgart 2003

3. Weitere Literatur

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  • Beal, R.H., 2000, The Ten Year Annals of Great King Mursili II of Hatti, in: W.W. Hallo / K.L. Younger (Hgg.), The Context of Scripture, Vol. II, Monumental Inscriptions from the Biblical World, Leiden / Boston / Köln, 82-90
  • Beckman, G., 1995, The Siege of Urshu Text (CTH 7) and Old Hittite Historiography, JCS 47, 23-34
  • Beckman, G., 1996, Hittite Diplomatic Texts, Atlanta
  • Bryce, T., 2012, The World of the Neo-Hittite Kingdoms. A Political and Military History, Oxford / New York
  • d’Alfonso, L., 2005, Le procedure giudiziarie ittite in Siria (XIII sec. a.C.), Pavia
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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Karte zur Lage von Karkemisch. © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 2 Rollsiegel des Ini-Tessup von Karkemisch (Karkemisch; Späte Bronzezeit). Aus: O. Keel, Das Recht der Bilder, gesehen zu werden. Drei Fallstudien zur Methode der Interpretation altorientalischer Bilder (OBO 122), Freiburg (Schweiz) / Göttingen 1992, Abb. 166; © Stiftung BIBEL+ORIENT, Freiburg / Schweiz
  • Abb. 3 Ein Orthostaten-Relief aus Karkemisch, das eine Musikantengruppe zeigt: Lautenspieler, Flötenbläser, Musiker mit Klangstäben, Tänzer (9. Jh. v. Chr.). © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 4 Ein Orthostaten-Relief aus Karkemisch, das ein Mischwesen, einen Löwen mit Menschenkopf und Flügeln, zeigt (9. Jh. v. Chr.). © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
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