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Lexikon

Kalchu

Andere Schreibweise: Kalhu ; Kalkhu ; Kalah ; Kalakh ; Calah ; Calhu ; Calach ; Calchu

Aaron Schmitt

(erstellt: Jan. 2017)

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Assyrien

1. Lage und Name

 Mit freundlicher Erlaubnis von © Stepmap (Bearbeitung: M. Rummel)

Abb. 1 Übersichtskarte Obermesopotamiens sowie der nördlichen und zentralen Levante.

Die antike Stadt Kalchu (akkadisch kalḫu, in neuassyrischen Texten auch kalḫa oder kalaḫ; Etymologie unklar) liegt am Ostufer des Tigris ca. 38 km südlich von Mossul im Staatsgebiet des heutigen Irak (Koordinaten: N 36° 05' 55'', E 43° 19' 40''). Das von einer rechteckigen Mauer umgebene Stadtgebiet erstreckt sich über eine Fläche von 360 ha. In der Südwest-Ecke dieses Areals erhebt sich ein mit „Zitadelle“ bezeichneter Siedlungshügel (arabisch tell; → Tell), der den modernen Namen (Tell) Nimrūd trägt. In der Südost-Ecke befindet sich das sog. Fort Salmanassar (modern Tell / Tulūl (al-)‘Azar; Koordinaten: N 36° 05' 38'', E 43° 20' 49''). Xenophon nennt den Ort Larissa (Anabasis III, 4; Text gr. und lat. Autoren).

2. Grabungs- und Forschungsgeschichte

© Google Earth (Zugriff 20.1.2017)

Abb. 2 Luftaufnahme des Stadtgebiets von Kalchu.

Bei den Ausgrabungen konzentrierte man sich auf den prominenten Siedlungshügel im Südwesten (die sog. Zitadelle) und auf das sog. Fort Salmanassar (s.u. 4.2.) im Südosten des Stadtgebiets.

Die Grabungstätigkeit lässt sich grob in zwei Abschnitte einteilen. Erste Ausgrabungen wurden 1845 von Henry Layard durchgeführt. Weitere Kampagnen folgten in unregelmäßigen Abständen bis 1879 unter der Leitung verschiedener Personen.

Nach einer längeren Unterbrechung nahm Max Mallowan die Arbeiten in Kalchu 1949 wieder auf. Sie wurden von David und Joan Oates bis 1962 fortgeführt. Es folgten weitere Kampagnen mit wechselnder Grabungsleitung. Eine detaillierte Auflistung der archäologischen Unternehmungen in Kalchu bis zum Jahr 1976 jeweils mit den einschlägigen Publikationen findet sich bei Postgate / Reade, 304-307 (dazu ergänzend Green; Oates / Oates, 1-11). Der Forschungsstand bis 2002 ist in mehreren Beiträgen bei Curtis / McCall / Collon / al-Gailani Werr zusammengefasst; zu den irakischen Ausgrabungen zwischen 1989 und 2002 vgl. Hussein / Kertai / Altaweel; zu den italienischen Ausgrabungen: http://www.centroscavitorino.it/eng/index.php/projects/iraq/nimrud.

3. Historischer Überblick

 Zeichnung von © M. Rummel, nach Kertai, Taf. 1B

Abb. 3 Plan des Stadtgebiets von Kalchu.

Kalchu besitzt eine lange Besiedlungsgeschichte, die mindestens bis ins 3. Jt. v. Chr. zurückreicht. Über die frühen Phasen besitzen wir allerdings kaum Informationen (Oates / Oates, 15).

Im 2. Jt. v. Chr. hieß die Sieldung anscheinend Kawalhum oder Kawilhum (http://www.ucl.ac.uk/sargon/essentials/cities/kalhu/).

Assurnasirpal II. (883-859 v. Chr.) schreibt den Ausbau Kalchus Salmanassar I. oder II. (13. bzw. 11. Jh. v. Chr.) zu (Grayson 1991, 221 Z. 132). In mittelassyrischer Zeit war Kalchu Hauptstadt einer Provinz des assyrischen Reiches (Jakob, 12). Befunde und Funde für die Periode haben die Ausgrabungen nur in sehr geringem Umfang erbracht (Mallowan 1950, 174-175; Oates / Reid, 28-29).

Die nächste Erwähnung der Stadt findet sich in Texten Assurnasirpals II., der seinen Regierungs- und Verwaltungssitz von → Assur nach Kalchu verlegt und die neue Hauptstadt im Rahmen eines groß angelegten Bauprogramms prächtig ausbaut. Ab diesem Zeitpunkt bis zum Untergang des neuassyrischen Reiches spielt Kalchu eine herausragende Rolle im assyrischen Reich, auch noch nach der Verlegung der Hauptstadt nach → Dur-Scharrukin und später nach → Ninive.

Nach eigenen Angaben ließ Assurnasirpal II. zur Bevölkerung der neuen Hauptstadt Menschen aus verschiedenen Teilen des Reiches nach Kalchu deportieren (Grayson 1991, 222 Z. 133-134).

Kalchu wurde im Zeitraum von 614-612 v. Chr. (mehrfach?) zerstört (Machinist; Oates / Oates, 25; Postgate / Reade, 322). Bei den Ausgrabungen wurden Befunde dokumentiert, die auf eine (spärliche) Besiedlung des Ortes nach der Zerstörung hindeuten (Oates / Oates 257-268).

Reste einer hellenistischen Siedlung können anhand von Münzfunden in den Zeitraum 240-140 v. Chr. datiert werden. Darüber wurden parthische Siedlungsspuren freigelegt.

4. Bauwerke

Zeichnung von © M. Rummel, nach Mallowan 1966, 32

Abb. 4 Plan der Zitadelle.

Die Ausgrabungen in Kalchu haben sich weitestgehend auf die Zitadelle und das Fort Salmanassar konzentriert. Die Unterstadt hingegen, die eine viel größere Fläche einnimmt als die beiden genannten Areale, wurde kaum untersucht (Fiorina).

Den folgenden Ausführungen ist vorauszuschicken, dass das aufgehende Mauerwerk der meisten Gebäude in Kalchu (wie − von Ausnahmen abgesehen − generell im Vorderen Orient) aus luftgetrockneten Lehmziegeln gebaut wurde. Dieses Baumaterial erfordert ständige Pflege und in bestimmten Abständen die vollständige Erneuerung des Mauerwerks. Einmal aufgelassen, verfallen aus Lehmziegeln errichte Gebäude schnell. Während der Ausgrabung werden dann oft nur noch niedrige Mauerstümpfe angetroffen.

Das Auffinden von Lehmziegeln erfordert außerdem geschulte Archäologen und Grabungsarbeiter. Gerade bei den frühen Ausgrabungen wurden die Lehmziegelmauern nicht erkannt und abgeräumt. Die Mauerverläufe der offiziellen Gebäude konnten aber oft anhand der steinernen Wandreliefs und der Raumpflaster aus gebrannten Ziegeln nachvollzogen werden.

4.1. Befunde auf der Zitadelle

Die Gründung der meisten der auf der Zitadelle freigelegten Gebäude geht auf die Initiative Assurnasirpals II. zurück, wovon dessen Inschriften ausführlich berichten (Grayson, 19). Seine Nachfolger, besonders → Asarhaddon, kümmerten sich größtenteils um die Instandhaltung und Renovierung der Bauwerke, ließen aber auch neue Paläste errichten.

Die Zitadelle umgibt eine Befestigungsmauer aus Lehmziegeln (an der Nordost-Ecke B. 37 m, H. mind. 15 m, Mallowan 1950, 158). An der Westseite ist die Mauer durch Steinsetzungen verstärkt (Mallowan 1954, 111, Taf. 13-14).

Ein Zugang zur Zitadelle wurde in der Ostseite identifiziert (Mallowan 1952, 3). Über die Existenz weiterer Zugänge ist nichts bekannt.

4.1.1. Der Nordwest-Palast

Im Nordwesten der Zitadelle ließ Assurnasirpal II. den sog. Nordwest-Palast (200 x mind. 120 m) errichten, von dem bei den Ausgrabungen große Teile freigelegt wurden (Barnett / Falkner; Kertai, 18-48; Meuszyński). Das Gebäude und seine Ausstattung werden in zahlreichen Inschriften beschrieben (Grayson 1991, 189ff). Der Haupteingang befand sich im Nordosten. Über einen großen Hof gelangte man zunächst in den riesigen Thronsaal und in den offiziellen Bereich des Palastes, dessen Wände mit figürlichen Reliefs (s.u. 5.1) und Malereien (Albenda; Nunn) versehen waren. Sie zeigen den Herrscher umgeben von heil- und schutzbringenden göttlichen Wesen, zahlreiche Kompositbäume (teilweise fälschlich als → „Lebensbaum“ bezeichnet) und narrative Szenen (Feldzüge und Jagd). Die Laibungen der wichtigsten Durchgänge werden von überlebensgroßen Torhüterfiguren (lamassu) gebildet (Maul 2000). Es schließen sich weitere Gebäudetrakte bestehend aus um einen zentralen Hof gruppierten Räumen an, die unterschiedlichen Funktionen dienten (Wohn-, Verwaltungs- und Wirtschaftsbereiche). Die königlichen Nachfolger Assurnasirpals II. waren für verschiedene Ausbesserungsarbeiten am Palast verantwortlich. Bis zur Regierungszeit → Sargons II. (722-705 v. Chr.), der die Hauptstadt nach → Dur-Scharrukin verlegte, diente der Palast als Herrscherresidenz. Anschließend scheint er diese Funktion verloren zu haben. Teile des Palastes wurden zu dieser Zeit als Lagerräume benutzt. Einige der Reliefplatten wurden von den Wänden entfernt.

In den Räumen nördlich des großen Hofes wurden etwa 400 Tontafeln gefunden, die als Teil des Palastarchivs angesprochen werden können, darunter die sog. Nimrud Lettres (s.u. 6.). Aus den Räumen 13-17 stammen Tontafeln aus dem späten 7. Jh. v. Chr.

Die Königinnengrüfte. Im südlichen Bereich des Nordwest-Palastes wurden 1988 bei Ausgrabungen des irakischen Antikendienstes unter den Räumen MM, 49 und 57 Grüfte entdeckt, in denen mehrere Königsgemahlinnen beigesetzt waren (Hussein). Die Entdeckung stellt deshalb einen Glücksfall dar, weil einige der Grablegen nicht antik geplündert wurden. Man erhält so einen Eindruck von den reichen Grabbeigaben, die einer Person der königlichen Familie bei ihrer Beisetzung mitgegeben wurden.

4.1.2. Der Central Palace

Südlich des Nordwest-Palastes ließ → Tiglat-Pileser III. (744-727 v. Chr.) seinen eigenen Palast errichten, den sog. Central Palace; neuerdings als Südwest-Palast bezeichnet (Kertai, 80). Das Gebäude wurde möglicherweise nie fertig gestellt (Postgate / Reade, 315). Die Größe und Ausdehnung bleiben ungewiss. Die sog. Upper Chambers nördlich der freigelegten Palasträume, in denen sich Wandmalereien erhalten haben, könnten Teil des Central Palace gewesen sein (dagegen Kertai, 78 mit Datierung in die Zeit Adad-Neraris III.); ebenso einige Skulpturen − darunter Torhüterfiguren −, die weiter im Süden zu Tage kamen.

Die für diesen Palast angefertigten und vermutlich ursprünglich dort angebrachten figürlichen Wandreliefs Tiglat-Pilesers III. wurden im Zentrum der Zitadelle aufgestapelt gefunden (Barnett / Falkner). Sie scheinen dort für die spätere Wiederverwendung (im Palast Asarhaddons?) zwischengelagert worden zu sein.

4.1.3. Der Südwest-Palast

Der Palast im Südwesten der Zitadelle wurde unter → Asarhaddon (681-669 v. Chr.) gegründet, aber nie fertig gestellt (Kertai, 156-158). Das Gebäude wurde nur teilweise freigelegt. Ausdehnung und Größe bleiben ungewiss. Auch Asarhaddon ließ seinen Palast mit großen Laibungstieren und Wandreliefs ausstatten. Bei Letzteren handelt es sich um wiederverwendete Platten von Assurnasirpal II. und Tiglat-Pileser III. (Postgate / Reade, 315). Zum Fundinventar des Gebäudes gehören → Elfenbeinschnitzereien, Glasgefäße, Siegelabrollungen und Tontafeln, die Teile der königlichen Korrespondenz Sargons II. enthalten.

4.1.4. Der Burnt Palace

Entlang der Westseite des Nabu-Tempels (s.u. 4.1.5.) und von diesem durch eine Straße getrennt wurden die Baureste eines offensichtlich durch Feuer zerstörten Gebäudes freigelegt.

4.1.5. Der Governor’s Palace

Teile eines weiteren Palastgebäudes wurden nördlich des Nabu-Tempels (s.u. 4.1.5.) ausgegraben. Geometrische Wandmalereien haben sich hier auf größerer Fläche erhalten (Albenda). Die im Gebäude gefundenen Tontafeln mit Verwaltungstexten lassen vermuten, dass das Gebäude hohen Beamten des assyrischen Reiches als Residenz diente (Oates / Oates, 134; Pedersén, 151).

4.1.6. Weitere Gebäude

Der Südost-Palast, das 1950 building und die TW 53 Häuser werden hier nicht im Einzelnen besprochen (vgl. Postgate / Reade, 316-317).

4.1.7. Die Tempel

Seinen Inschriften zufolge ließ Assurnasirpal II. die Tempel mehrerer Götter in Kalchu errichten (Grayson 1991, 291 Z. 55-58), von denen einige bei den Ausgrabungen auf der Zitadelle identifiziert werden konnten (Reade 2002).

4.1.7.1. Der Nabu-Tempel

Mit Dank an © The Trustees of the British Museum; BM 132548

Abb. 5 Vorderseite eines adê-Vertrags Asarhaddons aus dem Nabu-Tempel mit Siegelabrollungen (Breite 28 cm).

Der Gott → Nabu gewinnt im Laufe der neuassyrischen Zeit erheblich an Bedeutung, was sich u.a. im Bau großer Heiligtümer für die Gottheit in den wichtigsten Städten des Reiches niederschlägt (Pomponio 1978).

Beim Nabu-Tempel in Kalchu handelt es sich um ein Doppelheiligtum, was die zwei nebeneinander liegenden Cellae verdeutlichen (Mallowan 1966, 231), in denen Nabu und vermutlich seine Gattin Taschmetu wohnten (Schmitt 2012, 91-98). Der Grundriss des Tempels ähnelt dem des Nabu-Tempels in → Assur (4.2.5.). Im nördlich gelegenen „Throne Room“ − ausgestattet mit Thronbasis und Steinbahn für ein fahrbares Kohlebecken − wurden Fragmente von adê-Verträgen Asarhaddons (Abb. 5; Parpola / Watanabe, 22-23) und Elfenbeinauflagen eines Thrones (Rehm) gefunden. Bestandteile eines Archivs und einer Bibliothek gehören ebenfalls zum Inventar des Nabu-Tempels (Pedersén, 151-152).

4.1.7.2. Der Tempelkomplex und die Ziqqurrat

Mit Dank an © The Trustees of the British Museum; BM 118895

Abb. 6 Löwenfigur aus dem Tor zur Cella des Šarrat-nipḫa-Tempels (Höhe 259, Länge 396 cm; zur Inschrift: Grayson 1991, 283-286).

Im Norden der Zitadelle, zwischen der Zitadellenmauer im Norden und dem Nordwest-Palast (s.o. 4.1.1.) im Süden ließ Assurnasirpal II. einen aus mehreren Tempeln bestehenden Gebäudekomplex errichten. Zu dem Ensemble gehört auch eine → Zikkurat (Reade 2002, Abb. 2). Nur vom Ninurta-Tempel wurden größere Teile freigelegt. Die Türlaibungen des Zugangs zur Cella werden von großen Torhüterfiguren gebildet. Dort und an zwei weiteren Durchgängen waren figürliche Wandreliefs angebracht.

Die Cella des Tempels der Ischtar-Gestalt Šarrat-nipḫa (Meinhold, 138-168) befindet sich weiter im Osten. Der Eingang zum Raum wird von zwei großen Löwenfiguren flankiert (Abb. 6).

Bei den frühen Ausgrabungen unter H. Rassam wurde die Cella des Ischtar-kidmuri-Tempels mit ungewöhnlich gut erhaltenem Rauminventar ausgegraben (Schmitt, i. Dr.).

4.2. Fort Salmanassar (ekal māšarti)

Mit Dank an © The Trustees of the British Museum; BM 118885

Abb. 7 Aus Kalchu stammt der Schwarze Obelisk, auf dem dargestellt wird, wie Salmanassar III. (858-824 v. Chr.) Tribute empfängt, auch von Jehu, dem König Israels (2. Reihe von oben).

Die Südost-Ecke des Stadtgebiets wird von den Ruinen (Tell / Tulūl (al-)’Azār) eines riesigen Gebäudes (300 x 200 m) eingenommen, das von Salmanassar III. (858-824 v. Chr.), dem Sohn und Nachfolger Assurnasirpals II., errichtet wurde (Kertai, 58-73, 159-165). Die Ausgräber haben es deshalb Fort Salmanassar genannt − die bis heute gängige Bezeichnung des Gebäudes. In den assyrischen Inschriften wird das Bauwerk ekal māšarti „Inspektionspalast“ genannt. Der Palast wurde bis zum Untergang Kalchus (612 v. Chr.) genutzt und von den Nachfolgern Salmanassars III. instand gehalten. Asarhaddon war für umfangreiche Renovierungsarbeiten verantwortlich. Die Wände des Gebäudes waren mit glasierten Ziegeln und Malereien verziert (Albenda; Nunn).

Das Gebäude besteht aus drei großen Höfen im Nordwesten, Nordosten und Südosten. An der Südseite des Südost-Hofes liegt die Thronsaalraumgruppe. Im Thronsaal wurde die mit figürlichen Reliefs versehene Thronbasis Salmanassars III. gefunden, die Salmanassar beim Handschlag mit dem babylonischen Herrscher zeigt (Miglus 2000). Der Südwest-Bereich wird von Wohn-, Lager- und Verwaltungsräumen eingenommen.

An verschiedenen Stellen im Palast wurden Tontafelarchive mit Verwaltungstexten entdeckt, die Aussagen über die Funktionen des Gebäudes und die darin wirkenden Personen zulassen (Pedersén, 145-147).

Daneben verdient die große Anzahl von → Elfenbeinschnitzereien (s.u. 5.2.) Erwähnung, die sich ebenfalls über mehrere Räume verteilt fanden.

4.3. Befestigungen

Das Stadtgebiet von Kalchu war von einer 7,5 km langen Mauer aus luftgetrockneten Lehmziegeln umgeben, deren Gründung Assurnasirpal II. zuzuschreiben ist (Grayson 1991, 252 Z. 11-12). Reparaturen wurden von → Asarhaddon im 7. Jh. v. Chr. durchgeführt. Mehrere Stadttore zeichnen sich im Oberflächenrelief ab. Ein Teil der Befestigungsanlagen wurde archäologisch untersucht (Fiorina 2008; ders. 2011).

4.4. Wasserbauten

Die Versorgung der Stadt mit Trinkwasser und Wasser für die Bewässerung der Felder wurde durch die Anlage von kilometerlangen Kanälen sichergestellt. Über ihren Bau berichten die Königsinschriften Assurnasirpals II. (Bagg, 95-104).

5. Materielle Kultur

Die Vorlage der bei den Ausgrabungen in Kalchu gefundenen Objekte konzentriert sich weitestgehend auf Wandreliefs und Großplastik (s.u. 5.1.), Elfenbeinobjekte (s.u. 5.2.) und auf beschriftete Objekte, vor allem Tontafeln (s.u. 6.). Wenigen herausragenden Einzelobjekten wurde viel Aufmerksamkeit zuteil. Die große Menge an Keramik, Kleinfunden usw. (s.u. 5.3.) ist − abgesehen von den Elfenbeinobjekten − bislang größtenteils unbearbeitet und bildet ein schmerzliches Desiderat in der Vorderasiatischen Archäologie (Oates / Oates 241-256). Folgende Objektgruppen wurden bisher teilweise bearbeitet: Glyptik (Collon); Keramik (Hausleiter); Steingefäße (Searight u.a.).

5.1. Wandreliefs und Torhüterfiguren

Mit Dank an © The Trustees of the British Museum; BM 124536

Abb. 8 Wandrelief aus dem Nordwest-Palast (Raum B, Nr. 18) mit Darstellung des Angriffs der assyrischen Armee auf eine Stadt (Assurnasirpal II. nimmt als Bogenschütze am Kampfgeschehen teil; Höhe 87, Breite 229 cm).

Eine der eindrücklichsten assyrischen Objektgattungen sind die figürlich gestalteten Wandreliefs (auch Orthostatenreliefs genannt) und die riesigen Torhüterfiguren aus den offiziellen Gebäuden in Kalchu. Ihre Entdeckung in der Mitte des 19. Jh.s und ihre Ausstellung in den großen europäischen Museen kurze Zeit später entfachte ein reges Interesse der Gelehrten und der Öffentlichkeit an den altorientalischen Kulturen. Die von den Objekten ausgehende Faszination sowie ihr in verschiedener Hinsicht hoher Informationsgehalt haben sich in einer nahezu unüberschaubaren Menge von Veröffentlichungen niedergeschlagen. Hier wird auf die Standardwerke und die relevanten aktuellen Publikationen verwiesen.

Assurnasirpal II. ist der erste assyrische Herrscher, der die Wände von offiziellen Gebäuden großflächig mit großen figürlich reliefierten Steinplatten ausstatten ließ. Die Darstellungen zeigen den Herrscher, schutz- und heilbringende Genien, Kompositbäume sowie Feldzugs- und Jagdszenen.

Die Reliefs waren teilweise farbig gefasst, die Gewänder der anthropomorphen Figuren und Genien waren zudem detailreich mit Ritzzeichnungen verziert (Bartl).

Assyrische Vorläufer ohne Reliefdekoration sind aus → Assur bekannt (Lundström / Orlamünde).

Mit Dank an © The Trustees of the British Museum; BM 118872

Abb. 9 Torhüterfigur (Mischwesen bestehend aus geflügeltem Stierkörper und Menschenkopf mit Stierohren; Höhe 309, Länge 315 cm; Raum S, Tor e, Nr. 1).

Aus Kalchu stammen außerdem Reliefplatten Tiglat-Pilesers III., die allerdings nicht mehr in situ angetroffen wurden (s.o. 4.1.2.). Palastreliefs sind daneben in → Dur-Scharrukin und → Ninive belegt.

Die wichtigsten Eingänge der Paläste und Tempel in Kalchu (sowie in → Dur-Scharrukin und → Ninive) wurden von großen Torhüterfiguren (auch Laibungstiere genannt; akkadisch lamassu) flankiert, die apotropäisch wirken und das Böse aus dem Gebäude fernhalten sollten (Maul). Häufig sind die Figuren als → Mischwesen mit Menschenkopf und Tierkörper gestaltet, seltener werden natürlich vorkommende Tiere (z.B. → Löwen) dargestellt. Bis zu Sargon II. besitzen die Torhüterfiguren fünf Beine, um eine realistische Vorder- und Seitenansicht zu ermöglichen, dann nur noch vier.

Liste bekannter Aufenthaltsorte der Palastreliefs Assurnasirpals II.: http://cdli.ucla.edu/projects/nimrud/fulllist.html

5.2. Elfenbeinobjekte

Mit Dank an © The Trustees of the British Museum; BM 134322

Abb. 10 Ägyptisierende Elfenbeinschnitzerei aus Raum SW 11/12 des Fort Salamanassar (schreitender geflügelter Sphinx; Höhe 6,9, Breite 7,8, Dicke 1 cm).

Tausende von → Elfenbeinschnitzereien wurden während der ab der zweiten Hälfte des 20. Jh.s durchgeführten Grabungen entdeckt (Oates / Oates, 226-241; Pappalardo). Kein anderer Fundort hat eine so große Sammlung von Objekten dieser Materialgruppe erbracht. Man spricht deshalb auch von den „Nimrud-Elfenbeinen“. Die Stücke stammen vor allem aus Syrien und der Levante und kamen als Tribut (und Handelsgut) nach Kalchu (Bär; Wicke).

Georgina Herrmann hat sich in besonderer Weise um die Aufarbeitung der Elfenbeinfunde verdient gemacht (vor allem in der Reihe Ivories from Nimrud).

6. Schriftzeugnisse

Neben zahlreichen Objekten mit den Inschriften der neuassyrischen Herrscher, die in Kalchu gefunden wurden (s.u. Literaturverzeichnis 3.), sind vor allem die aus aussagekräftigen Fundkontexten stammenden, mit Keilschrift beschriebenen Tontafeln von großer Bedeutung (Pedersén, 143-154). Oft stammen sie aus Archivzusammenhängen, die im Zusammenhang mit Verwaltungstätigkeiten verschiedener Personen und Bereiche stehen. Von besonderem Interesse sind die Briefe, die Teile der königlichen Korrespondenz von Tiglat-Pileser III. bis Sargon II. enthalten (sog. Nimrud Lettres).

7. Kalchu im Alten Testament

Im Alten Testament wird Kalchu nur in der → Völkertafel von Gen 10 erwähnt, und zwar in der Namensform כֶּלַח kælaḥ „Kelach“. Eine kurze Notiz stellt hier → Nimrod, einen Urenkel → Noas, als legendären König Babyloniens vor (Gen 10,8-12). Er soll nach Assyrien gezogen sein und dort die Städte → Ninive, Rehobot-Ir, Resen und eben Kelach erbaut haben. Die Bemerkung hat dazu geführt, dass Kalchu neuzeitlich auch Nimrod oder Nimrud genannt wird (Carsten Niebuhr, Carsten Niebuhrs Reisebeschreibungen nach Arabien und andern umliegenden Ländern, Bd. 2, Kopenhagen 1778, 355).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

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  • Pomponio, F., 1978, Nabû. Il culto e la figura di un dio del Pantheon babilonese ed assiro (Studi Semitici 51), Rom.
  • Postgate, J.N. / Reade, J.E., 1976-1980, Kalḫu, in: Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie, Bd. 5, Berlin, 303-323.
  • Reade, J.E., 2002, The Ziggurrat and Temples of Nimrud, Iraq 64, 135-216.
  • Rehm, E., 2005, Assyrische Möbel für den assyrischen Herrscher!, in: C.E. Suter / C. Uehlinger (Hgg.), Crafts and Images in Contact (OBO 210), Freiburg (Schweiz) / Göttingen, 187-206.
  • Schmitt, A.W., 2012, Die Jüngeren Ischtar-Tempel und der Nabû-Tempel in Assur (Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Deutschen Orient-Gesellschaft 137), Wiesbaden.
  • Schmitt, A.W., im Druck, Symbolsockel in Assyrien, in: H. Neumann / D. Prechel (Hgg.), FS H. Freydank.
  • Searight, A. / Reade, J.E. / Finkel, I.J., 2008, Assyrian Stone Vessels and Related Material in the British Museum, Oxford.
  • Wicke, D., 2013, Elfenbeinschnitzereien in der Eisenzeit, in: W. Orthmann / M. al-Maqdissi / P. Matthiae (Hgg.), Archéologie et histoire de la Syrie (Schriften zur vorderasiatischen Archäologie, Bd. 1,1), Wiesbaden, 549-570.

3. Texteditionen assyrischer Herrscherinschriften

3.1. Gedruckte Werke

  • Borger, R., 1956, Die Inschriften Asarhaddons Königs von Assyrien (Archiv für Orientforschung Beiheft 9), Osnabrück.
  • Borger, R., 1996, Beiträge zum Inschriftenwerk Assurbanipals, Wiesbaden.
  • Frahm, E., 1997, Einleitung in die Sanherib-Inschriften (Archiv für Orientforschung Beiheft 26), Wien.
  • Grayson, A.K., 1987, Assyrian Rulers of the 3. and 2. Millennia BC (The Royal Inscriptions of Mesopotamia. Assyrian Periods 1), Toronto.
  • Grayson, A.K., 1991, Assyrian Rulers of the Early First Millennium BC I (1114-859 BC) (The Royal Inscriptions of Mesopotamia. Assyrian Periods 2), Toronto.
  • Grayson, A.K., 1996, Assyrian Rulers of the Early First Millennium BC II (858-745 BC) (The Royal Inscriptions of Mesopotamia. Assyrian Periods 3), Toronto.
  • Grayson, A.K. / Novotny, J.R., 2012, The Royal Inscriptions of Sennacherib, King of Assyria (The Royal Inscriptions of the Neo-Assyrian Period 3/1), Winona Lake, Ind.
  • Grayson, A.K. / Novotny, J.R., 2014, The Royal Inscriptions of Sennacherib, King of Assyria (704-681 BC) (Royal Inscriptions of the Neo-Assyrian Period 3/2), Winona Lake, Ind.
  • Leichty, E., 2011, The Royal Inscriptions of Esarhaddon, King of Assyria (680-669 BC) (The Royal Inscriptions of the Neo-Assyrian Period 4), Winona Lake, Ind.
  • Tadmor, H. / Yamada, S., 2011, The Royal Inscriptions of Tiglath-pileser III (744-727 BC) and Shalmaneser V (726-722 BC), Kings of Assyria (The Royal Inscriptions of the Neo-Assyrian Period 1), Winona Lake, Ind.

3.2. Online Corpora

Eine Zusammenstellung der online verfügbaren Textedition assyrischer Herrscherinschriften findet sich hier: http://oracc.museum.upenn.edu/riao/index.html.

4. Internetquellen zu Kalchu

Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Übersichtskarte Obermesopotamiens sowie der nördlichen und zentralen Levante. Mit freundlicher Erlaubnis von © Stepmap (Bearbeitung: M. Rummel)
  • Abb. 2 Luftaufnahme des Stadtgebiets von Kalchu. © Google Earth (Zugriff 20.1.2017)
  • Abb. 3 Plan des Stadtgebiets von Kalchu. Zeichnung von © M. Rummel, nach Kertai, Taf. 1B
  • Abb. 4 Plan der Zitadelle. Zeichnung von © M. Rummel, nach Mallowan 1966, 32
  • Abb. 5 Vorderseite eines adê-Vertrags Asarhaddons aus dem Nabu-Tempel mit Siegelabrollungen (Breite 28 cm). Mit Dank an © The Trustees of the British Museum; BM 132548
  • Abb. 6 Löwenfigur aus dem Tor zur Cella des Šarrat-nipḫa-Tempels (Höhe 259, Länge 396 cm; zur Inschrift: Grayson 1991, 283-286). Mit Dank an © The Trustees of the British Museum; BM 118895
  • Abb. 7 Aus Kalchu stammt der Schwarze Obelisk, auf dem dargestellt wird, wie Salmanassar III. (858-824 v. Chr.) Tribute empfängt, auch von Jehu, dem König Israels (2. Reihe von oben). Mit Dank an © The Trustees of the British Museum; BM 118885
  • Abb. 8 Wandrelief aus dem Nordwest-Palast (Raum B, Nr. 18) mit Darstellung des Angriffs der assyrischen Armee auf eine Stadt (Assurnasirpal II. nimmt als Bogenschütze am Kampfgeschehen teil; Höhe 87, Breite 229 cm). Mit Dank an © The Trustees of the British Museum; BM 124536
  • Abb. 9 Torhüterfigur (Mischwesen bestehend aus geflügeltem Stierkörper und Menschenkopf mit Stierohren; Höhe 309, Länge 315 cm; Raum S, Tor e, Nr. 1). Mit Dank an © The Trustees of the British Museum; BM 118872
  • Abb. 10 Ägyptisierende Elfenbeinschnitzerei aus Raum SW 11/12 des Fort Salamanassar (schreitender geflügelter Sphinx; Höhe 6,9, Breite 7,8, Dicke 1 cm). Mit Dank an © The Trustees of the British Museum; BM 134322
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