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Lexikon

Jonatan

Andere Schreibweise: Jonathan

Tobias Nicklas

(erstellt: Juli 2005)

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1. Name

Jonatan (יְהוֹנתָן) bedeutet „Gott hat gegeben“. Die Bibel kennt eine Vielzahl von Gestalten dieses Namens, von denen aber nur zwei, nämlich der Sohn Sauls und der Makkabäer Jonatan, eine größere Rolle spielen.

2. Wichtige Personen

2.1. Jonatan, der Priester in Dan

Erst in Ri 18,30 wird deutlich nachklappend erwähnt, dass der Levit aus Bethlehem in Juda, der in einem privaten Heiligtum eines Micha aus Ephraim als Priester angestellt ist, Jonatan heißt. Dieser Jonatan wird vom Text in ein negatives Licht gestellt. Er ist in erster Linie bezahlter „Angestellter“ Michas und nicht Diener Jahwes (vgl. Ri 17,10-12; Ri 18,4). Als fünf Männer des Stammes Dan das Land erkunden, um einen Ort zu finden, wo sich ihr Stamm niederlassen kann, gibt er ihnen ein positives Orakel (Ri 18,6). Daraufhin raubt ein Heer der Daniter das Götterbild Michas und zerstört die friedliche Stadt Lajisch (= Dan). Jonatan schließt sich ihnen an und wird Priester des Heiligtums von Dan, in dem das geraubte Götterbild aufgestellt wird. Ziel des Textes ist, das Herausfallen der Daniter aus dem Volk Jahwes zu beschreiben (Ri 18,31). Jonatan, der laut Ri 18,30 über Gerschom von Mose abstammt, spielt in diesem Prozess eine entscheidende Rolle. Die Linie seiner Nachkommen endet mit dem Fall des Nordreiches. Interessant ist, dass die Negativdarstellung Jonatans auch Auswirkungen auf die Überlieferung des Textes hatte. Im Masoretischen Text von Ri 18,30 steht über dem Wort → „Mose“ zwischen den Konsonanten מ (m) und (š) der Buchstabe נ (n), wodurch aus „Mose“ „Manasse“ wird, wie auch ein Teil der griechischen Überlieferung übersetzt.

2.2. Jonatan, der Sohn Sauls

Die bekannteste Jonatan-Gestalt der Bibel ist Jonatan, der Sohn → Sauls und Freund → Davids. Erstmals taucht er an der Seite seines Vaters im zunächst erfolgreichen Kampf gegen die → Philister auf. Dabei wird er allerdings vor allem als Einzelkämpfer geschildert. Laut 1Sam 13,3 erschlägt er den Vogt der Philister in Geba (→ Michmas. Wie sehr Gott vor dem Auftreten Davids auf der Seite Jonatans steht, zeigt sich bei der Erzählung einer Heldentat Jonatans (1Sam 14,1-15), dem Überfall bei Michmas: Auf ein Zeichen Gottes (1Sam 14,9-10.12) greift er mit seinem Waffenträger das Lager der Philister an, durch ein Erdbeben entsteht im Lager ein Gottesschrecken, in dem die Feinde sich gegenseitig umbringen.

Abb. 1 Davids Abschied von Jonatan (Rembrandt, 1642); das Bild wird auch als Versöhnung von David und Absalom gedeutet.

Abb. 1 Davids Abschied von Jonatan (Rembrandt, 1642); das Bild wird auch als Versöhnung von David und Absalom gedeutet.

Jonatan wird jedoch nicht nur als tapferer Kämpfer gezeichnet. Nach Davids Sieg gegen → Goliat kommt es zur Freundschaft zwischen David und Jonatan. Besonders 1Sam 18,1-4 stellt mehrfach die besondere Zuneigung Jonatans zu David heraus: Er liebt David „wie sein eigenes Leben“ (18,1b.3), schließt mit ihm einen Bund und schenkt ihm zum Zeichen dessen Rüstung, Schwert, Bogen und Gürtel (vgl. auch die Bundeserneuerung 1Sam 23,18). Der Text drückt damit aus, dass – anders als zu erwarten wäre – keine Rivalität zwischen den beiden Thronprätendenten, dem leiblichen Sohn Sauls, und dem von Jahwe erwählten David herrscht. Jonatans Freundschaft mit David bewährt sich immer wieder gerade in Situationen, in denen Saul David nach dem Leben trachtet – Jonatan wird hier mehrfach in vermittelnder Rolle gezeichnet. Laut 1Sam 19,1-7 kann er Saul noch einmal davon überzeugen, David nicht zu töten. Doch bereits kurze Zeit später ist David gezwungen, zum Propheten Samuel nach Rama zu fliehen. In verzweifelter Lage wendet David sich wieder an Jonatan, der erneut zu vermitteln sucht und ihn warnt.

Mit der Abwendung Gottes von Saul ist letztlich auch das tragische Ende Jonatans vorgezeichnet: Bei der Totenbeschwörerin von → En-Dor bittet Saul den → Geist des verstorbenen → Samuel um Rat, worauf ihm und seinen Söhnen der Tod prophezeit wird (1Sam 28,3-25). Bei der folgenden Schlacht auf dem Gebirge Gilboa kommt nicht nur Saul, sondern auch seine Söhne – und mit ihnen Jonatan – zu Tode (1Sam 31,1-13, bes. 1Sam 31,2). David gedenkt darauf in einer ergreifenden Totenklage Sauls und Jonatans (2Sam 1,19-27). Das Motiv der Freundschaft zwischen David und Jonatan wird in 2Sam 9,1-13, als David → Meribaal, dem gelähmten Sohn Jonatans „um seines Vaters Jonatan willen“ (2Sam 9,7) den Besitz Sauls zurückgibt und ihn mit Privilegien ehrt, wie auch in 2Sam 21,7 wieder aufgenommen, als er Meribaal wegen seines Bundes mit Jonatan davor verschont, von den Gibeonitern hingerichtet zu werden.

Über den historischen Jonatan lässt sich kaum Greifbares sagen, wichtiger ist daher seine literarische Rolle als Vermittler zwischen David und Saul wie auch als designierter Thronfolger, der zugunsten des von Jahwe Erwählten auf seinen Thron verzichtet.

2.3. Jonatan, der Makkabäer

Im Jahr 160 v. Chr. wurde Jonatan, der auch Apphus (vielleicht: „der Begünstigte“, der „Liebling“?) genannt wird (vgl. 1Makk 2,5), zum Anführer der makkabäischen Bewegung, die nach dem Tode seines Bruders Judas Makkabäus in erhebliche Bedrängnis geraten war (1Makk 9,31). Obwohl er aufgrund einer taktisch klugen Politik, mit der er die instabile Lage im seleukidischen Reich geschickt auszunutzen verstand, zumindest zeitweise erstaunliche Erfolge erzielte, stellt ihn das 1. Makkabäerbuch (1Makk 9,23-13,30) deutlich negativer dar als seine Brüder Judas und Simeon. Das mag vielleicht daran liegen, dass seine Politik als Paktieren mit dem Feind angesehen wurde.

Jonatan hat sich zunächst mit der in Jerusalem erstarkten hellenistischen Bewegung und dem in Jerusalem amtierenden Statthalter Bakchides auseinander zu setzen, der versucht, ihn und mit ihm die makkabäische Bewegung endgültig auszulöschen. Dabei kann Jonatan zwar kleine Erfolge erringen – sein Kampf gegen Bakchides in den Jordansümpfen wird in Anlehnung an die Schlachten des Judas als eine Art „heiliger Krieg“ geschildert (1Makk 9,43-49) –, letztlich bauen Bakchides und die Hellenisten aber zunächst ihre Stellungen aus (1Makk 9,50-53). Der Tod des hellenistischen Hohenpriesters Alkimus 159 v. Chr. (1Makk 9,55), v.a. aber die Rückkehr des Bakchides zum König Demetrius I. (1Makk 9,56-57) gibt Jonatan die Möglichkeit, seine Stellung auszubauen. 1Makk 9,58 berichtet jedenfalls davon, dass die Hellenisten (wohl im Jahr 157 v. Chr.) Bakchides zurückholen, um Jonatan endgültig zu besiegen. Jetzt aber gelingt Jonatan zusammen mit seinem Bruder Simeon ein entscheidender Schlag gegen Bakchides (1Makk 9,58-68), der aus Zorn über seine Niederlage nun selbst die „Hellenisten“ schwächt (1Makk 9,69) und einen Frieden mit Jonatan schließt (1Makk 9,70-72). In der Zeit von etwa 157-152 v. Chr. lässt sich Jonatan in Michmas, 15 km nördlich Jerusalems, nieder. Wie ein Richter der Frühzeit Israels spricht er Recht und stärkt gleichzeitig seine Stellung gegenüber den Hellenisten (1Makk 9,73).

Die große Wende aber ist erst aufgrund der nun ansetzenden Thronstreitigkeiten im seleukidischen Königreich möglich. In den Auseinandersetzungen zwischen Demetrius I. Soter (162-150 v. Chr.) und Alexander Balas (150-146/45 v. Chr.) schlägt sich Jonatan trotz einiger Angebote des Demetrius auf die Seite des Usurpators Alexander, der ihn daraufhin im Jahr 152 v. Chr. zum Hohenpriester ernennt (1Makk 10,1-21, bes. 1Makk 10,21: „Im siebten Jahr des Jahres 160 [seleukidischer Zeitrechnung] legte Jonatan am Laubhüttenfest das heilige Gewand an.“). Mit diesem Schritt zeigt sich eine Festigung der makkabäischen Vorherrschaft sowie eine Erweiterung ihres Anspruchs auch auf religiöse Autorität.

Dass dieser Anspruch keineswegs überall gut geheißen wurde – die Makkabäer waren ja nicht zadokidischen Geschlechts –, zeigt sich darin, dass Jonatan (oder sein Bruder Simeon) mit großer Wahrscheinlichkeit die Person ist, die in manchen Qumrantexten als der „Frevelpriester“ bezeichnet wird (vgl. z.B. 1QpHab 12,6-10). Die innerjüdische Opposition gegen die makkabäischen Ansprüche scheint gerade vor diesem Hintergrund wieder gewachsen zu sein. Als sich Alexander Balas schließlich endgültig gegen Demetrius I. durchsetzen kann, wird Jonatan bei einem Treffen zwischen dem ägyptischen Herrscher Ptolemaios VI. Philometor und Alexander Balas in Ptolemaïs öffentlich geehrt, als Zeichen der Freundschaft mit Purpur bekleidet und schließlich gar zum General und Provinzstatthalter erhoben. Damit aber erkennt erstmals ein seleukidischer König offiziell auch die politische Autorität des makkabäischen Führers an.

Als der Sohn Demetrius’ I., Demetrius II. Nikator (146/45-138), Alexander Balas die Herrschaft wieder streitig machen will (148/147 v. Chr.), gerät Jonatan erneut in eine schwierige Lage (1Makk 10,67-89). Der von Demetrius neu eingesetzte Statthalter Koilesyriens, Apollonius, fordert Jonatan zur offenen Schlacht heraus. Bei Aschdod besiegt Jonatan überraschend das seleukidische Heer, von Alexander Balas wird ihm darauf die „goldene Spange“ als hohe Ehrenbezeichnung verliehen (1Makk 10,89). Als Alexanders Stern aber zu sinken beginnt und Demetrius II. mit Hilfe des ägyptischen Königs Ptolemaios VI. die Herrschaft erringt, hat Jonatan bereits die Fronten gewechselt (1Makk 11,1-19). Demetrius bestätigt Jonatan als Hohenpriester und ernennt ihn zum „Freund ersten Ranges“ (1Makk 11,27), er verzichtet zudem auf wichtige Steuereinnahmen und tritt die samaritanischen Bezirke Ephraim, Lod und Ramatajim an Jonatan ab (1Makk 11,28), was eine Verdoppelung des von den Makkabäern kontrollierten Gebiets bedeutet. Als Demetrius, der die Lage im Land offensichtlich falsch einschätzt, große Teile seiner Truppen entlässt (1Makk 11,38), versucht ein ehemaliger General des Alexander Balas, Diodotus Tryphon, die entstehende Unruhe im Land zu nutzen, um mit Hilfe von Alexanders Sohn Antiochus VI. seine eigenen Machtansprüche durchzusetzen. Als es in Antiochia zum Aufstand kommt (1Makk 11,45), eilt Jonatan Demetrius nur gegen das Versprechen zu Hilfe, dass er seine Truppen aus der Akra in Jerusalem abziehen wird. Als der gerettete Demetrius seine Versprechungen nicht einhält, beginnt Jonatan sich Tryphon und Antiochus VI. Epiphanes Dionysos zuzuwenden. Als Antiochus ab Ende 145 v. Chr. als König auftritt (1Makk 11,54), bestätigt er Jonatans Privilegien. Derweil kommt es in der Ebene von Hazor zur Schlacht zwischen den Truppen Demetrius’ II. und Jonatans, wo Jonatan sich trotz äußerst bedrängter Situation durchsetzt (1Makk 11,67-74). Nach weiteren Kämpfen gegen Demetrius wendet sich Jonatan der Befestigung Jerusalems und des Landes zu. Tryphon sieht in Jonatan offensichtlich mehr und mehr einen Rivalen um die Macht, es gelingt ihm schließlich, Jonatan in Ptolemaïs in einen Hinterhalt zu locken. Jonatan wird gefangen genommen und im Jahr 143 v. Chr. getötet (1Makk 13,12-30).

Trotz dieses schmählichen Todes ist es Jonatan letztendlich gelungen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass unter seinem Bruder Simeon Israel die Unabhängigkeit unter makkabäischer bzw. hasmonäischer Herrschaft erringen kann.

3. Weitere Personen

1) Jonatan, der Sohn Abjatars. Jonatan, der Sohn des Priesters Abjatar, informiert zusammen mit Ahimaaz während Abschaloms Aufstand David über den Feind (2Sam 15,27.36; 2Sam 17,17.20); in 1Kön 1,42-43 bringt er Adonija die Nachricht, dass David Salomo als König eingesetzt hat.

2) Jonatan, der Neffe Davids. Auch der Sohn von Davids Bruder Schima, von dem 2Sam 21,21 (par. 1Chr 20,7) erzählt, er habe einen riesenhaften Philister erschlagen, trägt den Namen Jonatan.

3) Jonatan, einer der Helden Davids. In der Liste der dreißig Helden Davids bietet 1Chr 11,34 den Namen Jonatan, den Sohn Schages aus Harar; an der Parallele 2Sam 23,32 steht an der Stelle, an der die Einheitsübersetzung nur „Jaschen aus Nun“ wiedergibt, im Hebräischen wie im Griechischen: „Söhne des Jaschen, Jonatan“.

4) Jonatan, ein Aufseher zur Zeit Davids. Als Aufseher über die Vorräte auf dem Land, in den Städten, Dörfern und Türmen zur Zeit Davids, nennt 1Chr 27,25b Jonatan, den Sohn Usijas.

5) Jonatan, der Onkel Davids. 1Chr 27,32 erwähnt Jonatan, den Onkel Davids, der als „kluger, schriftkundiger Mann“ als Davids Berater dient.

6) Jonatan, der Sohn Jadas. In der Liste der Nachkommen Jerachmeels, die wiederum dem Stamm Juda zuzurechnen sind, ist ein Jonatan, Sohn Jadas, aufgeführt, der Vater zweier Söhne wird (1Chr 2,23).

7) Jonatan, ein Levit. Einer der Leviten, die zusammen mit einigen Beamten zur Zeit Joschafats in die Städte Judas ziehen, um das Volk zu belehren, trägt den Namen Jonatan (2Chr 17,8).

8) Jonatan, der Stadtschreiber. Der Prophet Jeremia wird nach Jer 37,15.20; Jer 38,26 im Haus von Zedekijas Stadtschreiber Jonatan gefangen gehalten, wo er zu sterben droht.

9) Jonatan, der Truppenführer. Auch unter den Truppenführern Israels, die sich nach der Zerstörung Jerusalems 586/87 v. Chr. in Mizpa dem von Nebukadnezzar neu eingesetzten Statthalter Israels, Gedalja, unterwerfen, findet sich ein Jonatan (Jer 40,8).

10) Jonatan, der Vater Ebeds. Das Verzeichnis der Heimkehrer Israels aus Babylonien nennt u.a. den Namen „Ebed, der Sohn Jonatans“ (Esra 8,6).

11) Jonatan, der Sohn Asaëls. Im Rahmen der Diskussion um die Auflösung der Mischehen begegnet in Esra 10,15 ein Jonatan, Sohn des Asaël. Dieser widerspricht mit einigen anderen den Plänen Esras. Der hebräische Text lässt aber offen, ob sich dieser Widerspruch gegen Esras Reform richtet, bei der die fremden Frauen entfernt werden sollen, oder ob es um die konkrete Form der Durchführung dieser Reformen geht. Die griechische Septuaginta bietet ein anderes Verständnis des Textes: Hier wird Jonatan als einer der wenigen, die zu Esra halten, dargestellt.

12) Jonatan, ein Priester. In den Priesterlisten des Buches Nehemia fällt der Name Jonatan mehrfach (Neh 12,14.18.35).

13) Jonatan, der Sohn Abschaloms. Neben dem Hohenpriester Jonatan begegnet in 1Makk 13,11 auch noch Jonatan, der Sohn des Abschalom, der von Simeon als Heerführer eingesetzt die Stadt Jafo einnimmt.

14) Jonatan der Zeit Nehemias. Laut 2Makk 1,23 stimmt ein Priester (?) namens Jonatan das Gebet an, als unter Nehemia das erste Opfer im wiedererbauten Tempel begangen wird.

15) Jonatan im Neuen Testament. Die üblichen Ausgaben des Neue Testaments erwähnen keinen Jonatan, allerdings bieten Codex Bezae Cantabrigiensis, einige lateinische Handschriften sowie Hieronymus in Apg 4,6 den Namen Jonatan anstelle von Johannes. Möglicherweise liegt hier eine Erinnerung an historische Gegebenheiten zugrunde, denn Josephus erwähnt in Antiquitates 18,4,3 (Text gr. und lat. Autoren) einen Sohn des Hannas mit Namen Jonatan, der nach 36 das Hohepriesteramt übernahm.

16) Jonatan im außerbiblischen Judentum der Antike. Auch hier spielt der Name Jonatan immer wieder eine Rolle:

Ein Jonatan ben Bayaan, der aus Briefen Bar Kochbas bekannt ist, war während des jüdischen Aufstands von 132-135 n. Chr. Befehlshaber der strategisch wichtigen Region um En Gedi.

Mehrere rabbinische Autoritäten tragen den Namen Jonatan: Jonatan ben Uzziel (1. Jh. n. Chr.) galt nach Talmudtraktat Megilla 3a (Text Talmud 2) als größter Schüler Hillels; weitere Namen sind Jonatan (b. Josef?), eine tannaitische Autorität der Schule Ismaels (2. Jh.), Jonatan ben Amram, ein Schüler von Juda dem Patriarchen, der zwischen Ende des 2. und Anfang des 3. Jh.s, also im Übergang von der tannaitischen zur amoräischen Periode, wirkte, Jonatan ben Eleazar, im 3. Jh. im Kreis um Chanina in Sepphoris tätig, sowie Jonatan von Beth Guvrin, ein palästinischer Amoräer des 3. Jh.s.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Editionen

  • Schunck, K.-D., 1980, 1. Makkabäerbuch (JSHRZ I.4), Gütersloh

2. Lexikonartikel

  • The Anchor Bible Dictionary, New York 1992
  • Neues Bibel-Lexikon, Zürich u.a. 1991-2001
  • Lexikon für Theologie und Kirche, 3. Aufl., Freiburg i.Br. 1993-2001
  • Dictionary of Judaism in the Biblical Period. 450 B.C.E. to 600 C.E., New York 1996
  • Eerdmans Dictionary of the Bible, Grand Rapids 2000
  • Calwer Bibellexikon, Stuttgart 2003

3. Weitere Literatur

  • Dobbeler, S.v., 1997, Die Bücher 1/ 2 Makkabäer (NSK.AT 11), Stuttgart 1997, 103-124
  • Haag, E., 2003, Das hellenistische Zeitalter. Israel und die Bibel im 4. bis 1. Jahrhundert v. Chr. (Biblische Enzyklopädie 9), Stuttgart, 87-95
  • Hieke, T., 2. Aufl. 2004, Die Bücher der Makkabäer, in: E. Zenger (Hg.), Stuttgarter Altes Testament, Stuttgart, 882-988
  • Müllner, I., 2. Aufl. 2004, Die Samuelbücher, in: E. Zenger (Hg.), Stuttgarter Altes Testament, Stuttgart, 460-562
  • Sacchi, P., 2. Aufl. 2004, The History of the Second Temple Period, London / New York, 241-249
  • Zenger, E., 2. Aufl. 2004, Das Buch der Richter, in: ders. (Hg.), Stuttgarter Altes Testament, Stuttgart, 411-452

Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Davids Abschied von Jonatan (Rembrandt, 1642); das Bild wird auch als Versöhnung von David und Absalom gedeutet.

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