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Lexikon

Jabesch

Andere Schreibweise: Jabes ; Jabesh ; Jabis ; Iabesh ; Yabesh ; Yabech ; Yavesh

Erasmus Gaß

(erstellt: April 2010)

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© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 1 Karte zur Lage von Jabesch.

Der biblische Ort Jabesch ist der Schauplatz dreier biblischer Erzähltraditionen. 1. Im → Richterbuch werden die Einwohner von Jabesch bestraft (Ri 21), da sie dem Aufruf zur Versammlung nach → Mizpa nicht nachgekommen sind. Aus diesem Grund wurden alle Einwohner erschlagen – abgesehen von 400 Jungfrauen, die man dem Stamm Benjamin gab, um diesen vor dem Aussterben zu bewahren.

2. Als der Ammoniterkönig Nahasch die Stadt Jabesch belagerte (1Sam 11), kam → Saul den Einwohnern von → Besek aus, wo er den Heerbann versammelt hatte, zu Hilfe. Nach seinem rettenden Eingreifen, wurde er in → Gilgal zum König erhoben.

3. Vermutlich aufgrund seines Verdienstes um den Entsatz ihrer Stadt haben die Einwohner von Jabesch in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Leichname Sauls und seiner Söhne von den Stadtmauern in → Bet-Schean genommen und in Jabesch verbrannt bzw. ehrenvoll bestattet (1Sam 31), wofür sie explizit von → David gesegnet worden sind (2Sam 2). Später holte David die Gebeine von Saul und seinen Söhnen aus Jabesch, um sie in Zela zu bestatten (2Sam 21).

1. Jabesch, der Ort im Ostjordanland

1.1. Name

Der Ortsname Jabesch (hebräisch: יָבֵשׁ jāveš / יָבֵישׁ jāvêš; griechisch: Ιαβις Iabis; lateinisch: Iabes / Iabisgalaad / Iabesgalaad) leitet sich von der Wurzel יבשׁ JBŠ „trocken werden, vertrocknen“ ab. Das dazugehörige Verbaladjektiv „vertrocknet“ wird als qatil-Form gebildet. Der Ortsname Jabesch („Trockenort / trockener Ort“) verrät also, dass bei der Besiedlung ein eher ungünstiges, trockenes Terrain gewählt wurde.

Manchmal wird vermutet, dass der Ortsname Jabesch mit Jebus etymologisch zu verbinden sei. Beide Toponyme würden aus dem Ostjordanland stammen, wo sich die Lautverschiebung der Sibilanten [s] zu [š] noch nicht durchgesetzt habe. Somit wäre Jabesch nur die hebräische Aussprache des ostjordanischen Toponyms. Folglich seien die biblischen Jebusiter Jerusalems eine aus Gilead stammende herrschende Elite gewesen (Knauf). Jedoch ist weder die Etymologie von Jebus gesichert noch die Historizität der Jebusiter über jeden Zweifel erhaben (Hübner, 36-38), was weitreichende siedlungsgeographische Schlussfolgerungen massiv in Frage stellt.

Insgesamt gibt es zwei Schreibweisen für diesen ostjordanischen Ort: defektiv JBŠ (Ri 21,9.10.14; 1Sam 11,1; 1Sam 31,12.13; 1Chr 10,12) und plene JBJŠ (Ri 21,8.12; 1Sam 11,1.3.5.9.10 (in v9 2-mal); 1Sam 31,11; 2Sam 2,4.5; 2Sam 21,12 und 1Chr 10,11.12). Die Endung ה an den defektiv geschriebenen Ortsnamen Jabesch in 1Sam 31,12 und an das plene geschriebene Toponym in 1Chr 10,12 kann als he locale gedeutet werden. Nur in 1Sam 31,13 verbindet sich der Ortsname mit der Lokalpräposition ב b und einem he locale.

Abgesehen von 1Sam 11,1.3.5.9.10; 1Sam 31,12.13; 1Chr 10,12(2x) tritt zum Ortsnamen noch der Zusatz Gilead, um zu verdeutlichen, dass dieser Ort in Gilead zu suchen ist. Jedoch sind auch die übrigen Belege ausweislich des Kontextes auf Jabesch in Gilead zu beziehen. Beide Namen Jabesch-Gilead und Jabesch stehen nämlich in 1Sam 11,1.9 nebeneinander.

Der Namenszusatz Gilead ist kein allgemeiner Begriff für das Ostjordanland, sondern bezeichnet im Alten Testament traditionell den mittleren Teil des ostjordanischen Gebirges. Der Ort Jabesch befindet sich somit im Gebirge nördlich des → Jabbok (Simons, 315).

1.2. Belege

1.2.1. Altes Testament

Jabesch findet sich als Ortsname im Alten Testament 21-mal.

Abb. 2 Die Israeliten rauben die Jungfrauen von Jabesch (Gustav Doré; 19. Jh.).

Abb. 2 Die Israeliten rauben die Jungfrauen von Jabesch (Gustav Doré; 19. Jh.).

1. In Ri 21 wird von einer Strafaktion gegen den Ort Jabesch berichtet, bei der alle Männer und Frauen der Stadt umgebracht worden sind. Man verschonte lediglich 400 Jungfrauen, um sie den Benjaminitern zu geben, damit das Fortleben dieses Stammes gewährleistet ist. Der Ort Jabesch wird aufgrund des Namenszusatzes in Gilead zu verorten sein, im Gegensatz zu Silo, das nach Ri 21,12 im Land Kanaan liegt.

Abb. 3 Saul besiegt Nahasch und die Ammoniter (Maciejowski Bibel; 13. Jh.).

Abb. 3 Saul besiegt Nahasch und die Ammoniter (Maciejowski Bibel; 13. Jh.).

2. In 1Sam 11 kam Saul den von den Ammonitern bedrängten Bewohnern von Jabesch zu Hilfe. Nach einem nächtlichen Gewaltmarsch, ausgehend von → Besek, Chirbet Ibzīq (Koordinaten: 1878.1971; N 32° 21' 58'', E 35° 24' 00''), griff Saul die ahnungslosen Ammoniter an und schlug sie am Morgen vernichtend. Jabesch muss demnach in erreichbarer Entfernung von → Besek liegen. Die Verwendung des Verbums ‛LJ in 1Sam 11,1 deutet an, dass die Ammoniter nach Norden ins gileaditische Bergland hinaufgezogen sind. Jabesch wird also im Gebirge nördlich des Jabbok liegen.

Abb. 4 Die Jabeschiten retten die Leichen Sauls und seiner Söhne (1Sam 31,11-13; Gustav Doré, 19. Jh.).

Abb. 4 Die Jabeschiten retten die Leichen Sauls und seiner Söhne (1Sam 31,11-13; Gustav Doré, 19. Jh.).

3. In der Erzählung von Niederlage und Tod → Sauls in 1Sam 31 werden die Leichen Sauls und seiner Söhne von den Philistern auf die Stadtmauer von → Bet-Schean, Tell el-Ḥoṣn (Koordinaten: 1977.2124; N 32° 30' 15'', E 35° 30' 10''), zur öffentlichen Schändung genagelt. Die Bewohner von Jabesch hörten von diesen entwürdigenden Ereignissen und holten im Schutze der Nacht die Leichen, um sie in Jabesch zu verbrennen (1Sam 31,12) bzw. ehrenvoll zu bestatten (1Sam 31,13). Jabesch muss also nahe am Jordangraben liegen, so dass die Nachricht der öffentlichen Zurschaustellung der Leichen Sauls und seiner Söhne schon bald die Bewohner von Jabesch erreichen konnte. Für diese Tat wurden die Jabeschiten zunächst explizit von → David gesegnet (2Sam 2,5-7). Später ließ David die Gebeine von Saul und seinen Söhnen aus Jabesch abholen, um sie in Zela im Land Benjamin, im Grab von Sauls Vater Kisch zu bestatten (2Sam 21,12-14).

Aus den biblischen Angaben geht hervor, dass Jabesch außerhalb des ammonitischen und philistäischen Einflussbereiches liegen muss. Aufgrund des Namenszusatzes „Gilead“ befindet sich Jabesch in Gilead im ostjordanischen Gebirgsland nördlich der ammonitischen Interessensphäre. Jabesch kann zudem nicht allzu weit von Besek und Bet-Schean entfernt liegen.

1.2.2. Außerhalb der Bibel

Der → Amarnakorrespondenz zufolge (EA 256; The Encyclopedia of El Amarna Research Tool) hat Mut-Ba‛lu, der Prinz von Pella, einige feindliche Städte vor dem Pharao denunziert, unter denen auch ein Jabišima vorkommt, das immer wieder mit dem biblischen Jabesch identifiziert wurde. Allerdings ist diese Lesart unsicher und könnte auch als Jabilima gelesen werden (Hess, 576). Außerdem befinden sich die im Kontext genannten Städte zu weit nördlich, und zwar im Bereich des Jarmuk und des Golan. Somit wäre der Ort der Amarnakorrespondenz wohl eher im südlichen Golan zu suchen (Röllig).

Nach Josephus handelt es sich bei Ιαβις um eine „metropolis“ in Gilead (Antiquitates VI 5,1 [71]; Text gr. und lat. Autoren). → Eusebius verzeichnet in seinem Onomastikon ein Dorf Iabeis Galaad (Onomastikon 110:11-13; Text Kirchenväter 3), das jenseits des Jordans an der Straße nach Gerasa, sechs Meilensteine von Pella auf einem Berg liegt. Allerdings ist zweifelhaft, ob das biblische Jabesch mit dem Iabeis des Eusebius identisch sein muss. Mitunter kann man auch zwischen beiden Orten unterscheiden (Mittmann, 215). Im Babylonischen Talmud gibt es noch zwei Stellen, die einen Ort Jabesch erwähnen (Joma 22b; Taanit 45b; Text Talmud 2).

1.3. Lage

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Abb. 5 Blick ins Wādī Jābis.

Das Toponym Jabesch hat sich bis heute erhalten. Ein ostjordanisches Bachtal trägt nämlich den Namen Wādī Jābis. Dieses Wādī kommt aus dem Bergland des Ǧebel ‛Aǧlūn und mündet etwa 2 km südlich von Tell Ǧama‛īn (Koordinaten: 2025.2017; N 32° 24' 09'', E 35° 33' 51'') in den Jordan. Aufgrund der Namensgleichheit darf das biblische Jabesch berechtigterweise in der Nähe dieses Wadi gesucht werden. Verschiedene Orte kommen für eine Identifizierung mit Jabesch in Frage:

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Abb. 6 Blick auf Tell Abū Charaz.

1. Tell Abū Charaz (Koordinaten: 2061.2007; N 32° 23' 56'', E 35° 35' 40'') mit Tell el-Meqbere (Koordinaten: 2057.2007; Glueck; Fischer): Tell Abū Charaz ist vermutlich die Zitadelle dieser beiden Siedlungshügel, worauf die Umfassungsmauer und das vorgelagerte Glacis hinweisen. Der Zitadelle ist schließlich Tell el-Meqbere als Wohnsiedlung zugeordnet. Von Tell Abū Charaz aus kontrolliert man nicht nur die strategisch wichtige Nord-Süd-Verbindung durch das Jordantal, sondern auch den Aufstieg in das ostjordanische Bergland durch das Wādī Jābis. Einen kulturellen Höhepunkt erlebte Tell Abū Charaz bereits in der Spätbronzezeit. Aus der Spätbronzezeit II stammt ein außerhalb der Stadtmauern gelegenes Heiligtum. Die bronzezeitlichen Umfassungsmauern verwendete man in der Eisenzeit und verstärkte sie mit neuen Verteidigungsanlagen und Beobachtungstürmen. In der Eisenzeit I ist der Lebensstandard ein wenig gesunken, während zahlreiche Einzelfunde der Eisenzeit II wiederum eine wohlhabende Bevölkerung bezeugen. Ein mit weißem Kalkmörtel überzogenes Gebäude aus der späten Eisenzeit diente entweder als Palast, Festung oder Verwaltungsgebäude.

Verschiedene Argumente haben zu einer Identifizierung dieses Doppelhügels mit dem biblischen Jabesch geführt. Auf das Massaker an den Bewohnern von Jabesch könnte ein Massengrab der Eisenzeit I zurückgeführt werden (Fischer). Auch der Name Tell el-Meqbere („Ruinenhügel des Begräbnisplatzes“) mag unter Umständen auf das Begräbnis Sauls und seiner Söhne hinweisen (Glueck). Trotz umfangreicher Grabungen auf Tell Abū Charaz konnte jedoch bislang kein schlüssiger Beweis für eine Identifikation mit dem biblischen Ort Jabesch geliefert werden. Auch das entdeckte Gräberfeld aus der Eisenzeit I muss nicht notwendigerweise mit den Ereignissen aus Ri 21 oder 1Sam 31 in Zusammenhang gebracht werden. Darüber hinaus wäre die Lage im Jordangraben für einen Überraschungsangriff kaum geeignet gewesen, da der nächtliche Anmarsch der Truppen Sauls durch das Jordantal vom Tell Abū Charaz aus sichtbar gewesen wäre (Noth).

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Abb. 7 Blick auf Tell el-Maqlūb.

2. Tell el-Maqlūb (Koordinaten: 2144.2011; N 32° 24' 07'', E 35° 40' 55''; Naor; Noth): Der Keramikbefund des auf einem natürlichen Hügel errichteten Tell el-Maqlūb weist in die Früh-, Mittel- und Spätbronzezeit sowie in die Eisenzeit I und II. Nach einer Siedlungslücke war dieser Ort erst wieder ab der römischen Zeit besiedelt. Die äußere Mauer des Tell el-Maqlūb ist teilweise noch erhalten. Innerhalb dieser Befestigung befindet sich im südlichen Bereich von Tell el-Maqlūb ein quadratisches Gebäude mit einem dazugehörigen Turm.

Den Entfernungsangaben des Eusebius entspricht dieser Ort nur ungefähr. Der sechste Meilenstein der alten Römerstraße wird nämlich in nordwestlicher Richtung, bei Chirbet Isnā (Koordinaten: 2128.2026; N 32° 24' 52'', E 35° 39' 51'') vermutet. Von der einstigen Straße, die von Pella nach Gerasa führte, liegt Tell el-Maqlūb aber nur etwa 300 m entfernt, so dass sich die Angabe des Eusebius tatsächlich einer guten Ortskenntnis verdanken kann. Tell el-Maqlūb erhebt sich zudem auf einem natürlichen Hügel, was Eusebius ebenfalls betont. Für eine Identifikation spricht darüber hinaus, dass nur in der näheren Umgebung des Tell el-Maqlūb das Bachtal Wādī Jābis genannt wird, während es an anderen Stellen abweichende Namen führt, nämlich Wādī el-Qaṣṣēb, Wādī ez-Zqēq und Wādī Mišra‛ ed-Dālje. Auch wenn Tell el-Maqlūb etwas abgeschieden von der Außenwelt gelegen ist, befindet sich dieser Ort trotzdem nicht allzu weit im ostjordanischen Gebirge, was für die beiden Erzähltradition 1Sam 11 und 1Sam 31 nötig ist. Für den heimlichen Angriff Sauls ist nämlich eine Verortung von Jabesch auf Tell el-Maqlūb besonders geeignet, da sich die Truppen Sauls im geschützten Wādī Jābis nahezu unbemerkt nähern konnten. Außerdem benötigten die Einwohner von Jabesch nur die Sicherheit der Nacht, um die Leichen Sauls und seiner Söhne von den Mauern Bet-Scheans zu bergen. Danach konnten sie sich umgehend wieder ins ostjordanische Gebirge zurückziehen. Die Jabeschiten mussten somit nur eine kurze Strecke durch den Jordangraben zurücklegen, während sie auf dem Weg im Jordangraben zurück nach Tell Abū Charaz (Luftlinie etwa 20 km) leicht entdeckt worden wären. Der literarische Befund spricht also für den im ostjordanischen Gebirge gelegenen Tell el-Maqlūb.

Der archäologische Befund auf Tell el-Maqlūb ist nur durch Oberflächenuntersuchungen bekannt. Bislang wurden im Gegensatz zu Tell Abū Charaz noch keine Ausgrabungen unternommen. Da der dortige Scherbenbefund in die Eisenzeit I und II weist, steht einer Identifikation mit dem biblischen Ort Jabesch nichts im Wege.

Der Befund der Quellen, das Kriterium der Namensgebung und der archäologische Befund sprechen somit für eine Identifizierung des biblischen Jabesch mit Tell el-Maqlūb.

Fraglich ist jedoch, ob der biblische Ort Jabesch mit dem byzantinischen Ort Iabeis Galaad identisch ist, den Eusebius in seinem Onomastikon erwähnt. Mitunter ist – wie häufig zu beobachten – die Ortsnamenstradition an einen anderen Ort gewechselt:

1. Dēr el-Ḥalāwe (Koordinaten: 2131.2003; N 32° 23' 41'', E 35° 39' 58''; Abel): Die große Ruinenstätte Dēr el-Ḥalāwe liegt auf einem Berg südlich des Wādī Jābis. Nach dem Keramikbefund war Dēr el-Ḥalāwe erst ab römischer Zeit besiedelt (Schmitt, 186). Mit dem biblischen Jabesch-Gilead kann Dēr el-Ḥalāwe somit keineswegs identifiziert werden. Höchstens eine Identifikation mit dem Iabeis des Eusebius wäre möglich.

2. Chirbet Isnā (Koordinaten: 2128.2026; N 32° 24' 52'', E 35° 39' 51''; Mittmann): Auf Chirbet Isnā wird bisweilen das Iabeis des Eusebius gesucht, da der dortige Siedlungsbefund besonders in die byzantinische Zeit weist. Mit dem biblischen Jabesch kann dieser Ort jedoch ebenfalls kaum identifiziert werden, da dort bislang nur wenig eisenzeitliche Keramik aus dem 10. Jh. v. Chr. gefunden wurde. Eine intensivere Siedlungstätigkeit setzte zudem erst ab der persischen Zeit ein.

Auf Tell el-Maqlūb ist jedoch auch Keramik der römischen und byzantinischen Zeit vertreten (Schmitt, 186), so dass der byzantinische Ort Jabesch des Eusebius hier ebenfalls liegen mag. Von einer Wanderung des Toponyms muss deshalb nicht ausgegangen werden. Vermutlich lag sowohl der biblische wie auch der byzantinische Ort Jabesch auf Tell el-Maqlūb.

2. Jabesch, der Vater Schallums

In 2Kön 15,10.13.14 findet sich Jabesch als Personenname. Es ist der Vater Schallums, der als Usurpator König des Nordreichs wurde, indem er seinen Vorgänger Secharja nach nur sechs Monaten wegputschte. Jedoch wurde auch Schallum nach nur einem Monat vom Verschwörer Menachem umgebracht.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

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  • Biblisch-historisches Handwörterbuch, Göttingen 1962-1979
  • Eerdmans Dictionary of the Bible, Grand Rapids 2000
  • The Interpreter's Dictionary of the Bible, New York 1962
  • Neues Bibel-Lexikon, Zürich 1991-2001
  • The New Encyclopedia of Archaeological Excavations in the Holy Land, Jerusalem 1993
  • The New Interpreter's Dictionary of the Bible, Nashville 2006-2009
  • Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen Archäologie, Berlin 1932ff

2. Weitere Literatur

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  • Fischer, P.M., 1998, Tell Abu al-Charaz. Das biblische Jabesch?, Welt und Umwelt der Bibel 7, 23-24
  • Gaß, E., 2005, Die Ortsnamen des Richterbuches in historischer und redaktioneller Perspektive (ADPV 35), Wiesbaden
  • Glueck, N., 1943, Jabesh-Gilead, BASOR 89, 2-6
  • Groß, W., 2009, Richter (HThKAT), Freiburg
  • Hess, R.S., 1984, Amarna Proper Names (Dissertation Cincinnati Hebrew Union College), Cincinnati
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  • Kaswalder, P.A., 2002, Onomastica Biblica. Fonti Scritte e Ricerca Archeologica (Studium Biblicum Franciscanum Collectio Minor 40), Jerusalem
  • Knauf, E.A., 2002, Towards an Archaeology of the Hexateuch, in: Gertz, J.C. / Schmid, K. / Witte, M. (Hgg.), Abschied vom Jahwisten. Die Komposition des Hexateuch in der jüngsten Diskussion (BZAW 315), Berlin, 275-294
  • Mittmann, S., 1970, Beiträge zur Siedlungs- und Territorialgeschichte des nördlichen Ostjordanlandes (ADPV 2), Wiesbaden
  • Naor, M., 1947, Jabesh-Gilead, Abel-Mehola and Zaretan, Bulletin of the Jewish Palestine Exploration Society 13, 89-99
  • Noth, M., 1953, Jabes-Gilead. Ein Beitrag zur Methode alttestamentlicher Topographie, ZDPV 69, 28-41
  • Reeg, G., 1989, Die Ortsnamen Israels nach der rabbinischen Literatur (Beihefte zum Tübinger Atlas des Vorderen Orients B/51), Wiesbaden
  • Richter, W., 1996, Materialien einer althebräischen Datenbank. Die bibelhebräischen und -aramäischen Eigennamen morphologisch und syntaktisch analysiert (ATSAT 47), St. Ottilien
  • Röllig, W., 1980, Art. Jabes, in: Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen Archäologie V, 229
  • Schmitt, G, 1995, Siedlungen Palästinas in griechisch-römischer Zeit. Ostjordanland, Negeb und (in Auswahl) Westjordanland (Beihefte zum Tübinger Atlas des Vorderen Orients B/93), Wiesbaden
  • Simons, J., 1959, The Geographical and Topographical Texts of the Old Testament. A Concise Commentary in XXXII Chapters (Studia Francisci Scholten memoriae dicata 2), Leiden

Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Karte zur Lage von Jabesch. © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 2 Die Israeliten rauben die Jungfrauen von Jabesch (Gustav Doré; 19. Jh.).
  • Abb. 3 Saul besiegt Nahasch und die Ammoniter (Maciejowski Bibel; 13. Jh.).
  • Abb. 4 Die Jabeschiten retten die Leichen Sauls und seiner Söhne (1Sam 31,11-13; Gustav Doré, 19. Jh.).
  • Abb. 5 Blick ins Wādī Jābis. © Erasmus Gaß
  • Abb. 6 Blick auf Tell Abū Charaz. © Erasmus Gaß
  • Abb. 7 Blick auf Tell el-Maqlūb. © Erasmus Gaß

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