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Lexikon

Handel / Händler (AT)

1. Der altorientalische Handel

1.1. Quellen

Aus: N. de G. Davies / R.O. Faulkner, A Syrian Trading Venture to Egypt, The Journal of Egyptian Archaeology 33 (1947), 40-46 (Tafel VIII)

Abb. 1 Syrische Handelsschiffe (Neues Reich; Grab 162 von Theben).

Für die Erforschung von Handelsaktivitäten im Alten Israel stehen neben den biblischen Texten zahlreiche archäologische Funde zur Verfügung. Während in der älteren archäologischen Forschung vor allem der typologische Vergleich einzelner Güter (Keramik u.a.) Aufschluss über Handelsaktivitäten lieferte, erlauben mittlerweile naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden auch sehr präzise Erkenntnisse über die konkrete Herkunft einzelner Güter (→ Edelsteine). Eine monographische Behandlung des Themas, das biblische und archäologische Funde umfassend mit einbezieht, steht allerdings noch aus (ein neuerer Überblick bei King / Stager 2001).

1.2. Rahmenbedingungen

Handel ist der Austausch von Waren und wird regional auch in subsistenzwirtschaftlichen Milieus sofort nötig, um Warenbedürfnisse und Warenüberschüsse zu regulieren. Schon alte Kulturtechniken wie die Bronzeherstellung sind darauf angewiesen, dass benötigte Rohstoffe über den Fernhandel herbeigeschafft wurden. Vollends gilt dies für Prestige- und Luxusgüter. Handel setzt die Entwicklung von Transportmitteln und Verkehrswegen, von Maß- und Geldsystemen voraus. Auch politische Faktoren bestimmen das Wirtschaftssystem. Zu ihnen gehören vor allem der Ausbau und die Sicherung der Transportwege.

1.3. Der Fern- und Regionalhandel

Der Fernhandel wird in Ägypten und im Vorderen Orient durch staatliche Macht ermöglicht und kontrolliert. Er blüht in Zeiten starker Staaten und verkümmert bei instabilen internationalen Lagen. Dies gilt seit dem 3. Jt. v. Chr. für den Alten Orient wie auch später für die hellenistische und römische Epoche. Da der Fernhandel (besonders zu Land) sehr teuer war, sind typische Produkte des Fernhandels vor allem Luxus- und Prestigegüter. Hierzu zählen Rohstoffe mit einem günstigen Verhältnis von Gewicht und Wert (→ Metall, Glas, → Holz, → Olivenöl, → Harze und → Edelsteine) und technologisch spezialisierte Produkte für die Oberschicht, während Waren des täglichen Bedarfs im Regionalhandel ausgetauscht wurden. Die übergroße Mehrheit der Bevölkerung im eisenzeitlichen Israel arbeitete in bäuerlichen Selbstversorgungsbetrieben, in denen bis auf wenige Ausnahmen (Keramik- und Eisenwaren) alles Lebensnotwendige selbst hergestellt werden konnte (Nahrung, → Kleidung, Werkzeug [→ Geräte], Behausung [→ Haus]). Ihre Produktion war am eigenen Konsum orientiert und ließ in der Regel wenig Surplus zu. Landwirtschaftliche Überschüsse (Öl, Wein, Getreide und Terebinthenharz) wurden in größerem Stil vor allem in staatlich organisierten Gütern erwirtschaftet, gelagert oder zur staatlichen Vorratshaltung bzw. für den Regional- und Fernhandel gesammelt. → Handwerk und differenzierte Arbeitsteilung gab es im königzeitlichen Israel wohl nur in wenigen städtischen Zentren.

1.4. Handelswege und Transport

1.4.1. Fernhandel zu Land

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 2 Fernhandelswege im Vorderen Orient.

Der syrisch-palästinische Raum (Levante) ist als Landbrücke zwischen Ägypten, Kleinasien und Mesopotamien bereits seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. in den überregionalen Austausch mit Gütern (Fernhandel) einbezogen worden. Israels Siedlungsgebiet lag im Einflussgebiet zweier zentraler Fernhandelsrouten in Süd-Nord-Ausrichtung. An der Küste bildete die dem Küstenverlauf folgende via maris die Haupthandelsroute zwischen Ägypten, Phönizien und Damaskus. Im Landesinneren führte die von Südarabien kommende Weihrauch- bzw. Königsstraße durch das Ostjordanland über Bosra (Edom), Dibon (Moab), Rabba (Ammon) weiter nach Damaskus (Num 20,17; Num 21,22). Diese beiden Hauptachsen wurden durch west-östliche Querpassagen verbunden, die durch nordisraelitisches bzw. judäisches Siedlungsgebiet führten. Im Norden zweigte die via maris auf der Höhe der Karmelpässe (→ Megiddo, Jokneam und → Taanach) von der Küstenroute, die nach Akko und Tyros weiterging, in eine über → Hazor nordöstlich führende Hauptlinie ab, die in → Damaskus auf die Weihrauchstraße traf, während Nebenlinien bereits südlich des Sees Genezaret (→ Bet-Schean) ins Ostjordanland zur Weihrauchstraße führten. Von Damaskus führten dann große Handelsstraßen in alle Himmelsrichtungen. Eine südliche Querpassage verband die Weihrauchstraße auf mehreren Routen zwischen dem Südende des Toten Meeres und dem Golf von Akaba/Elat mit der via maris und dem wichtigen Zielhafen von → Gaza. Dieses Netz der vorderorientalischen Fernstraßen mit ihren Wegstationen und Karawansereien bildet auch die Grundlage des späteren und für die Zukunft bestimmenden römischen Straßensystems. Der Fernhandel zu Land ist besonders in assyrischen Quellen detailliert dokumentiert (Veenhof 1972, Faist 2001, Radner 2004).

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 3 Karawane von Semiten, die z.B. Augenschminke nach Ägypten bringt (ägyptische Grabmalerei; 19. Jh. v. Chr.).

Der Landtransport erfolgte im Schritttempo über Karawanen (vor allem bepackte Esel bzw. Maultiere, auf kürzeren Strecken auch Karren ziehende Rinder). Erst ab der Eisenzeit (1200 v. Chr.) standen in den Trockengebieten auch inzwischen domestizierte Dromedare als Lasttiere zur Verfügung. (Beförderte Lasten: → Esel etwa 90 kg; → Kamel etwa 200 kg; Ochsenkarren ca. 400 kg). → Pferde wurden im Alten Orient nicht für Transportzwecke, sondern für militärische Aufgaben und ab ca. 1400 v. Chr. (→ Amarna-Korrespondenz) für berittene Eilboten (50-60 km pro Tag) genutzt.

1.4.2. Fernhandel zur See

Fernhandel zur See, der den Transport größerer Mengen erlaubte, bestand im 2. Jt. im östlichen Mittelmeerraum vor allem in einer eng an der nahen Küstenlinie orientierten Schifffahrt. Ein umfassendes Bild des spätbronzezeitlichen Seehandels und ostmediterranen Wirtschaftssystems bietet das monumentale Werk über das spätbronzezeitliche Schiff von Uluburun (Yalçin 2005). Auf diesem syrischen Handelsschiff fanden sich u.a. 150 kanaanäische Amphoren, gefüllt in der Mehrzahl mit Pistazienharz aus der Gegend westlich des Toten Meeres. Dieser Fund zeigt, dass zumindest agrarische Erzeugnisse des nachmaligen Juda schon in vorisraelitischer Zeit eine Rolle im Fernhandel spielten. Erst während des Zusammenbruch des bronzezeitlichen Staaten- und Wirtschaftssystems im 12. Jh. v. Chr., konnten die → Phönizier mit ihren großen hochseetüchtigen Schiffen (1Kön 10,22; 1Kön 22,49; Jes 2,16; Jes 60,9) das Handelsmonopol nicht nur im östlichen Mittelmeer übernehmen, sondern im 9. Jh. v. Chr. nach Westen bis hin nach Südwestspanien ausdehnen (Markoe 2003; Sommer 2005), so dass im Alten Testament das südostspanische Tarschisch als das westlichste Ende der Welt erscheinen kann (Jer 10,9; Ez 27,12; Jon 1,3; Jon 4,2). Israel und Juda verfügten über keine dauerhaft genutzten Mittelmeerhäfen, wenngleich das Nordreich Israel in der Königszeit Zugang zu den Häfen Akko, Dor und Jaffa gehabt haben dürfte. Die südliche Mittelmeerküste lag für Jahrhunderte fest im Einflussbereich der Philister (Häfen in → Gaza und → Askalon), die nördliche im weiteren Einflussbereich der Phönikier (→ Jafo, → Dor, → Akko). Beide organisierten den Landhandel auf der via maris und den Seehandel an der südlichen Levante. Allerdings hatte Juda und wohl zeitweise selbst Nordisrael Zugang zum Hafen von Elat am Roten Meer (1Kön 9,26-28; 1Kön 22,48f), verfügte aber wohl nicht über eigene Handelsschiffe. Denn selbst die sagenhaften Expeditionen → Salomos ins südliche Goldland Ofir von Ezjon Geber am Golf von Akaba aus (1Kön 9,26-28; 1Kön 22,48-50 par. Chr.) werden mit Hilfe phönizischer Schiffe durchgeführt. Der Fernhandel, auch der phönizische Seehandel, profitierte erheblich von dem einheitlichen Wirtschaftsraum, der ab dem 8. Jh. v. Chr. durch die Westexpansion des assyrischen Reiches und der ihm nachfolgenden Großreiche (Neubabylonier und Perser) geschaffen wurde.

2. Handel im antiken Israel und im Alten Testament

2.1. Terminologie

Eine präzise Terminologie für bestimmte Händlertypen und einzelne Kaufvorgänge hat das Hebräische nicht ausgebildet. Der Begriff סֹחֵר soḥer scheint aber eher den für den Fernhandel zu Land oder zu See zuständigen Händler zu meinen (Gen 37,28; Ez 27,36; Ez 38,13; Spr 31,14; Jes 23,2.8 u.ö.; anders etwa in Gen 23,16). 1Kön 10,28 erwähnt von Salomo im Zusammenhang des Pferdehandels nach Ägypten geschickte „Händler des Königs“, wobei unklar bleibt, ob dies königliche Beauftragte oder selbstständige Fernhändler sind. Der רֺכֵל rokhel bezeichnet sowohl den Fern- als auch den Kleinhändler. Der regionale Kleinhandel lag dagegen entweder in der Hand der Erzeugerinnen (Spr 31) und Erzeuger oder von Kleinhändlern (כְּנַעֲנִי kəna’ǎnî; רֺכֵל rokhel; vgl. Spr 31,24; Hos 12,8; Zef 1,11; Sach 9,7.11; Sach 14,21; Hi 40,30). Mit כְּנַעֲנִי kəna‘ǎnî „Kanaanäer“ ist in einer Reihe von exilisch-nachexilischen Texten der phönizische oder philistäische Kleinhändler in der Region gemeint (Jes 23,8, Zef 2,4-7) bzw. allgemein der Kleinhändler (Ez 16,29 [chaldäischer Händler]; Ez 17,4), wobei unklar bleibt, ob das Wort jemals den Aspekt des Volksfremden verlor (Zef 1,11; Sach 14,21; Hi 40,30; Spr 31,24). Dieser Sachverhalt zeigt, dass Händler nicht selten als Volksfremde, eben Kanaanäer aufgefasst wurden (s.u. 2.4.1.).

Verschiedene Aspekte des Handelsvorgangs (→ Kauf / Kaufbrief) und der Eigentumsübertragung werden mit der Wurzel קנה qnh „kaufen / erwerben“ (Part. „Käufer“) gebildet (Schmidt, 653f). Die Wz. מכר mkr ist dagegen weiter gefasst und meint die Übergabe von Gütern, die nicht notwendig ein Verkauf sein muss, sondern auch die zeitweise Übertragung von Nutzungsrechten meinen kann (Lipinski, 1984, 869ff). Das biblische Hebräisch hat keinen eigenen Begriff für einen Ort, der speziell der Abwicklung von Geschäften diente, wie etwa „Markt“ oder „Basar“. Gelegentlich scheint das Wort → „Stadttor“ diese Funktion einzunehmen (2Kön 7,1.17-20; zu חוּצּוֹת ḥûṣṣôt für „Marktgasse / Basar / Handelsvertretung“ s.u. 2.3.3.).

2.2. Philister und Phönizier

In alttestamentlicher Perspektive gelten die an der Küste wohnenden Philister und besonders die Phönizier als Händler par excellence, sowohl im Seehandel als auch im (küstennahen) Binnenhandel. Die Ebenen von Jesreel und Akko bildeten für die phönizischen Häfen (→ Tyrus und → Sidon) ein wichtiges Hinterland (Kornkammer), wovon auch israelitische Stämme profitieren konnten (Gen 49,20; Dtn 33,24). Ähnliches ist für die philistäischen Häfen Gaza und Askalon zu vermuten. Die wirtschaftsgeschichtlich aufschlussreiche Liste (Ez 27,11-16), die wohl tyrische Urkunden des 7.-6. Jh. v. Chr. verwendet (Knauf 1991, Saur 2008), beschreibt in einer Mischung aus Bewunderung und Verachtung die weltweiten Handelspartner und Handelsgüter der Phönizier. Und selbst die Schilderung der internationalen Handelsaktivitäten Salomos (1Kön 5;9) zeigt die Dominanz der Phönizier im internationalen Handel. Phönizische und philistäische Handelsaktivitäten sind auch im Regionalhandel bis in die hellenistische Zeit im Bergland gut bezeugt (H.-P. Müller 1970/71; Edelmann 2006) und mögen zuweilen als Konkurrenz zu einheimischen Händlern empfunden worden sein (Neh 13,24f; Sach 14,21).

2.3. Israel und Juda

2.3.1. Partizipation am Fernhandel

Als Akteur im internationalen Handel traten Israel und Juda nach den Quellen kaum in Erscheinung. Dennoch profitierten sie wohl von diesem Handel, da die Handelswege ihre staatlich kontrollierten Territorien streiften. Dies gilt weniger für die Küstenlinie der via maris und die Hafenstädte, sondern eher für die profitablen Querpassagen zwischen Megiddo und Hazor, die den Fernhandel aus Syrien / Mesopotamien / Arabien mit den phönizischen Häfen verband (Master 2010). Städte wie → Megiddo, → Tanaach und → Hazor profitierten auch in der Königszeit von diesem Handel. Die Kriege zwischen Israel und den → Aramäern im 9.-8. Jahrhundert hängen vermutlich auch mit der Kontrolle der Handelswege zusammen. Der Fernhandel wurde staatlich kontrolliert, war Teil staatlicher Verträge und über Handelsniederlassungen organisiert. 1Kön 29,34 bezeugt für das 9. Jh. v. Chr. eine aramäische Niederlassung in Samaria und eine israelitische in Damaskus.

Im Süden verdient besonders die Ost-West-Passage zwischen der Weihrauchstraße und dem Hafen von Gaza Beachtung, die auf verschiedenen Routen das südliche Juda streifte. Die politischen Aktivitäten selbst der Nordreichskönige im südlichen → Moab und → Edom (→ Meschastele, 1Kön 22,47; 2Kön 3,9) zielten vermutlich auf Zugang zum Arabienhandel auf der Weihrauchstraße bzw. zum Kupfer von → Timna und in der mittleren Araba. Auch die Funde der Wüstenstation von Kuntillet ‘Aǧrūd (→ Kuntillet ‘Aǧrūd [Kuntillet Agrud]; 40 km südlich von Kadesch Barnea) weisen darauf hin, dass um 800 v. Chr. der Handel zwischen dem Golf von Elat und dem Mittelmeer nordisraelitisch (!) und phönizisch kontrolliert wurde. Später unter assyrischer Herrschaft profitierte auch Juda erheblich von diesem Handel (s.u. 2.3.4.).

2.3.2. Regionalhandel, Export und Import

Die Hauptsiedlungsgebiete der Israeliten lagen im Bergland und ihre wirtschaftlichen Überschüsse konnten vor allem im Lokalhandel mit den Häfen und Marktorten an den großen Fernhandelswegen umgesetzt werden. Als Exportgüter aus Juda und Israel werden ausschließlich agrarische Produkte (→ Ackerbau) erwähnt, u.a. Olivenöl, Weizen, Holz, Wein, Feigen, Honig (Gen 43,11; 1Kön 5,25; Ez 27,6.17; Esr 3,7), während unter den Importgütern Edelmetalle (→ Gold, → Silber, Zinn, Blei), → Holz (→ Zeder, → Zypresse), → Elfenbein, → Keramik und feine Stoffe gelistet werden, also Luxusgüter und benötigte Rohstoffe (1Kön 10,10f.22; Jes 60,9; Ez 27,12). Wichtige Handelspartner waren im Süden die Ägypter (Schipper 1999) sowie die arabischen Machtzentren an der Weihrauchstraße, im Westen die Philister, im Norden vor allem die Phönizier sowie im Landverkehr die Aramäer in Damaskus.

2.3.3. Binnenhandel

Der regionale Handel wurde von den Erzeugern selbst oder von professionellen Händlern getragen. Der Kleinhandel mit Waren und Darlehen vollzog sich als Tausch von Naturalien (Hi 2,4) oder als Barkauf, bei dem vor dem Aufkommen von Münzgeld gehacktes Silber abgewogen wurde.

Bevorzugter Marktplatz war der Raum in oder bei den Stadttoren (2Kön 7,1.17-20 [Samaria]; Neh 13,15-22 [Jerusalem]), wo auch die Bäuerinnen und Bauern aus dem Umland ihre Waren anboten. Gelegentlich kann der Ausdruck Stadttor die Bedeutung von Markt annehmen (2Kön 7,1). In Jerusalem verweisen Fischtor und Schaftor auf vielleicht spezialisierte Märkte (Zef 1,10; Neh 3,1; Neh 12,22.39; 2Chr 33,14). Möglicherweise bot der Raum zwischen den Toren auch Schutz und Übernachtungsmöglichkeiten für nicht ortsansässige Händler, denn Herbergen sind nicht bezeugt. Die Marktstände scheinen transportabel gewesen zu sein. Spezielle als Läden zu interpretierende Bauten im Torbereich sind nicht nachgewiesen.

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2010)

Abb. 4 Als Markt interpretierter gepflasterter Vorplatz vor dem Stadttor von Tel Dan.

Eventuell lässt sich der dem äußeren Stadttor vorgelagerte gepflasterte Platz von → Tel Dan als Marktplatz ansprechen. Da die meisten Gewichte und Gewichtssteine in Privathaushalten gefunden wurden (Kletter 1998), scheinen die Händler ihre Utensilien mit nach Hause genommen oder ihre Geschäfte auch im eigenen Wohnbereich abgewickelt zu haben. Die Gewichte zeigen regional unterschiedliche Normierungen (→ Maße und Gewichte). Auch die Nutzung der Pfeilerhäuser (→ Haus) im Zusammenhang der Toranlagen ist im Zusammenhang von Handelsgeschäften denkbar. In der judäischen Stadt → Lachisch sind Räume im Zusammenhang der Wohnbebauung des 8. und 7. Jh. v. Chr. als Läden interpretiert worden (Katz 2004), wobei die Unterscheidung zwischen häuslichem Vorratsraum und Laden schwierig ist. In der philistäischen Hafenstadt Askalon sind für das 7. Jh. v. Chr. zwei spezielle Läden (für Wein und für Fleisch) nachgewiesen worden (Stager 1996).

Für das spätvorexilische Jerusalem sind die Gasse der Bäcker (Jer 37,21) und das Haus des Töpfers (Jer 18,2) erwähnt. Das Letztere zeigt, dass Produktion und Verkauf im Privathaus des Handwerkers von statten ging, was selbst in städtischen Zentren wohl das Übliche war. Der Begriff „Gasse“ (hebr. חוּץ ḥûṣ) könnte auf spezialisierte Geschäftsgassen (Basare) weisen, wobei allerdings unklar bleibt, ob dort nur gehandelt oder auch produziert wurde. In pluralischer Verwendung (hebr. חוּצּוֹת ḥûṣṣôt) ist er als terminus technicus für eine „commercial area“ (Katz 2004, Master 2010) angesprochen und etwa mit dem gepflasterten Vorplatz im Stadttor von Tell Dan (Abb. 4) verbunden worden, was aber vorerst offen bleiben muss. Er begegnet in 1Kön 29,34, was dort zumeist als Handelsniederlassung oder Basar in Samaria und Damaskus interpretiert wird. Märkte im Umkreis von oder in Heiligtümern (Opfer, Devotionalien) bzw. zu Wallfahrtsfesten gab es wahrscheinlich, allerdings sind Händler (כְּנַעֲנִי kəna‘ǎnî) im Bereich des Zweiten Tempels textlich erst spät belegt (Sach 9,7.11; Sach 14,21, zur Tempelwirtschaft s. Schaper). In Texten der exilisch-nachexilischen Zeit wird häufiger der Handel am Sabbat beklagt (Neh 10,32; Neh 13,14-21; Jes 58,13f; Jer 17,19-27; Am 8,5).

2.3.4. Exkurs: Juda im 8.-6. Jh. v. Chr.

Im Unterschied zu Nordisrael wurde das wirtschaftlich deutlich schwächer entwickelte und wohl erst seit dem 9.-8. Jh. v. Chr. als Territorialstaat mit entsprechenden Verwaltungs- und Handelsstrukturen agierende judäische Südreich im Kernland von keiner der Fernhandelsrouten berührt. Der südliche Teil der via maris blieb fest in der Hand der kulturell und wirtschaftlich überlegenen Philister, mit denen Juda während der gesamten Königszeit als philistäisches Hinterland in regen, wenn auch nicht gleichgewichtigen Austauschbeziehungen stand (Niemann 2002).

Im südlichen Juda führten in der Bucht von Beerscheba die letzten Ausläufer der von Südarabien über die Edomitis führenden „Weihrauchstraße“ bis zum Zielhafen Gaza durch (zeitweise) judäisch kontrolliertes Gebiet (s.o. 1.4.1.). Auf der Weihrauchstraße wurden neben den südarabischen Luxusgütern (Weihrauch, Gold u.a.) auch die Erzeugnisse der nahegelegenen Kupferminen in der Araba sowie in umgekehrter Richtung wohl auch Olivenöl gehandelt. Der archäologische Befund, zu dem auch Inschriften (Ostraka) gehören, zeigt jedenfalls, dass der Arabienhandel von der Araba bis nach Beerscheba seit dem 8. Jh. v. Chr. von den edomitischen und judäischen Stammesgruppen im Negev kontrolliert bzw. begleitet wurde, die sich städtische Zentren wie etwa Chorvat ‘Uzzā ([Chorvat Uzza]; Koordinaten: 1658.0686; N 31° 12' 34'', E 35° 09' 56''), Chorvat Qiṭmit ([Chorvat Qitmit]; Koordinaten: 1564.0660; N 31° 10' 56'', E 35° 03' 55''), ‘Ēn Ḥaṣeva ([En Haseva]; Koordinaten: 1734.0242; N 30° 47' 50'', E 35° 14' 43''), → Arad und → Beerscheba zur Abwicklung des Handels schufen, während die letzte Strecke von Beerscheba bis Gaza dann durch assyrische administrative Zentren bestimmt war (Singer-Avitz 1998; Bienkowski 2001). Die Stämme im Negev, zu denen auch Judäer gehört haben, hatten also Zwischenhändlerfunktionen, während am Endpunkt die Kontrolle und Wertschöpfung durch die assyrische Weltmacht dominierte, ein System, das auch in späterer Zeit ähnlich funktionierte. Gleichwohl hatte der unter assyrischer Fremdherrschaft wirtschaftlich prosperierende Kleinstaat Juda offenbar eine wichtige Funktion im assyrisch kontrollierten Fernhandel an der nördlichen Weihrauchstraße, was letztlich zur wirtschaftlichen und zur siedlungsmäßigen Erschließung des vorher äußerst schwach besiedelten judäischen Südens führte. Wenn assyrische Tributlisten von Jerusalem Waren wie Ebenholz (aus Indien) und Gold fordern, die nur über die Weihrauchstraße zu bekommen sind, zeigt sich Jerusalem im 7. Jh. v. Chr. als nicht unbedeutender Nutznießer des Fernhandels und Teil des assyrischen Weltwirtschaftssystems.

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 1984)

Abb. 5 Ölpresse in Ekron (8. Jh.).

In der gleichen Epoche belegt die im philistäischen Ekron (Tel Miqne; Koordinaten: 1358.1318; N 31° 46' 43", E 34° 51' 07") nahe der via maris nachweisbare (assyrische?) Großanlage zur „industriellen“ Olivenölproduktion mit einer geschätzten Kapazität von 1000 Tonnen jährlich, in der ein Großteil der Olivenernte des judäischen Berglandes verarbeitet wurde, dass unter den Bedingungen des assyrischen Imperiums der Handel auch mit Massenprodukten wie Olivenöl (nach Ägypten, Arabien und Assyrien, wo Olivenanbau nicht möglich ist) betrieben werden konnte (Heltzer 1996; Frankel 1999). Auch der staatlich organisierte judäische Binnenhandel (Wein u.a.) mit auf 45 Liter genormten und gesiegelten Einheitskrügen (→ Maße und Gewichte) gewann mindestens innerhalb Palästinas im späten 8. Jh. v. Chr. an Bedeutung. Aber von diesen archäologisch nachweisbaren, prosperierenden Fernhandelsaktivitäten Judas erfahren wir aus der biblischen Überlieferung wenig. Eventuell spiegeln die Überlieferungen von den sagenhaften Handelsexpeditionen Salomos das wirtschaftliche Selbstbewusstsein des judäischen Staates im 8.-7. Jh. v. Chr. (1Kön 9,26-28; 1Kön 10,11.21f.26-29; 1Kön 22,48-50).

2.4. Das Image von Handel und Händlern

2.4.1. Das negative Image

Wie andere sesshafte Bauerngesellschaften steht das antike Israel den ortsvariablen Händlern und dem Handel weithin misstrauisch gegenüber. Neben wenigen neutralen oder positiven Bewertungen des Handels (Pred 7,12; Pred 11,1f; Spr 31) findet sich eine Fülle von Negativurteilen vor allem in der Weisheitstradition: Händler gelten als habgierige Betrüger, deren Verdienst mit unrechten Mitteln erworben wird (Spr 11,26; Spr 28,8.16; Pred 7,7; Jes 33,15). Handel und Handelsgewinn ist etwas, wovon sich der Weise fernhalten soll (Spr 3,13-18; Spr 8,18f; Spr 16,16; Spr 22,1b), ja geradezu ein Einfallstor für die Sünde (Sir 26,29-27,2 [Lutherbibel: Sir 26,28-27,2]). Der auch in der altorientalischen Rechts- und Weisheitstradition (z.B. Codex Hammurabi, TUAT I, 54) bekannte Vorwurf der Habgier und betrügerischen Manipulation der → Waage zieht sich durch alle Literaturbereiche: Tora (Lev 19,35f; Dtn 25,13-16); prophetische Überlieferung (Ez 45,10-12; Hos 12,8; Am 8,5); Weisheitstradition (Spr 11,1; Spr 16,11; Spr 20,10.23; Sir 42,4 u.ö. Mi 6,10f). Die auf Solidarität ausgerichtete Rechtsordnung fordert fairen Handel, d.h. „rechtmäßige Waage“ (Ez 45,10; Lev 19,36; Hi 31,6), wobei durchaus Gewinne erwirtschaftet werden können (Spr 31,18). Ein positives Handelsrecht hat die Tora allerdings nicht ausgebildet.

Die prophetische → Sozialkritik an betrügerischen Händlern als Teil einer die Schwachen ausbeutenden Oberschicht in Israel und Juda reagiert auf die ökonomischen Verwerfungen ab der mittleren Königszeit, hat aber wohl nicht die Kleinhändler und ihren Warenhandel im Blick, sondern entweder staatliche Instanzen (Hos 12,8) oder Angehörige einer reichen, ausbeuterischen Oberschicht, die durch betrügerischen Handel mit Krediten (Naturalkrediten) zur Verarmung und Schuldknechtschaft der Gläubiger führten (Am 8,4-6; Mi 6,10f). Lob und Lohn für fairen Handel finden sich jedoch kaum.

2.4.2. Die „tüchtige Haus- und Handelsfrau“ als positives Händlerimage

Eine interessante Ausnahme bildet jedoch das Gedicht von der starken Frau in Spr 31,10-31, in dem sich Handelstüchtigkeit und Weisheit in einer stark typisierten Frauengestalt verbinden. Dieser Text wirft ein Schlaglicht auf die harte Arbeitsbelastung von Frauen in der Subsistenzwirtschaft, aber auch auf die Bedeutung von Frauen im Binnenhandel sowie auf die wirtschaftlichen Verhältnisse im nachexilischen Juda, in denen Frauen die volle Verantwortung für die gesamte Wirtschaft einnehmen konnten und wohl auch entsprechende Rechte (z.B. Kauf eines Ackers) besaßen. Jene „starke Frau“ (Spr 31,10) erwirtschaftet naturale Überschüsse, die sie selbst auf dem Markt feilbietet und dabei ein Gespür für gute Gewinne im Handel entwickelt, die ihr gehören, und die sie zum Nutzen „ihres Hauses“ wieder einsetzt. Neben Nahrungsmitteln stellt sie in Hausarbeit Textilien aus Leinen und Wolle sowie Luxuswäsche bzw. Luxusunterwäsche aus importierter Atlasseide (סָדִין sādîn, Spr 31,24; vgl. auch Jes 3,23; → Kleidung) her. Die feine Wäsche verkauft sie selbst, während selbsterzeugte Gürtel an Zwischenhändler abgegeben werden. Nur in diesem Text werden Textilien zu den israelitischen Handelsartikeln gezählt (anders in Ez 27,17; Esr 3,7). Andererseits kauft sie durch den Seehandel importierte Nahrungsmittel (Delikatessen?), weshalb sie selbst mit den Schiffen eines phönizischen Fernhändlers (סֹחֵר soḥer) verglichen werden kann (Ez 27,14). Es ist allerdings umstritten, in welcher Weise dieses stark an phönizischen Verhältnissen orientierte Idealbild für judäische Wirtschaftsverhältnisse ausgewertet werden darf (Mathys 2004; Lang 2004). Auch wenn die phönizische Wirtschaft (See- und Fernhandel, edle Textilproduktion, Purpurfärberei) in Spr 31 als Vorbild gedient hat, wird hier doch das Idealbild einer Judäerin gezeichnet, bei der sich Handelstüchtigkeit und Weisheit verbinden.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

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  • Calwer Bibellexikon, 2. Aufl., Stuttgart 2006
  • Sozialgeschichtliches Wörterbuch zur Bibel, Gütersloh 2009

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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Syrische Handelsschiffe (Neues Reich; Grab 162 von Theben). Aus: N. de G. Davies / R.O. Faulkner, A Syrian Trading Venture to Egypt, The Journal of Egyptian Archaeology 33 (1947), 40-46 (Tafel VIII)
  • Abb. 2 Fernhandelswege im Vorderen Orient. © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 3 Karawane von Semiten, die z.B. Augenschminke nach Ägypten bringt (ägyptische Grabmalerei; 19. Jh. v. Chr.). © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 4 Als Markt interpretierter gepflasterter Vorplatz vor dem Stadttor von Tel Dan. © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2010)
  • Abb. 5 Ölpresse in Ekron (8. Jh.). © public domain (Foto: Klaus Koenen, 1984)
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