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Lexikon

Hand (AT)

Andreas Wagner

(erstellt: März 2007)

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1. Körperteil des Menschen

Das Hebräische besitzt mehrere Bezeichnungen für Hand: jād „Hand“, kaf „Hand / Handfläche“, jāmîn „rechte Hand“, weniger häufig finden sich auch śəmo’l „linke Hand“ u.a. Alle diese Lexeme dienen zur Beschreibung eines bestimmten Aspektes des Körperteils „Hand“. Die Wahrnehmung der Hand als Körperteil, mit dem entsprechende „Hand-lungen“ zu verrichten sind, deckt sich mit heutigem Verständnis und Gebrauch. Mit der Hand kann der Mensch greifen, Gesten ausführen, essen u.ä.: „Der Faule steckt seine Hand in die Schüssel, und es wird ihm sauer, sie zum Munde zurückzuführen.“ (Spr 26,15). Da es im Hebräischen kein Wort für Penis gibt, übernehmen andere Wörter diese Bezeichnungsleistung, etwa: Lenden, Bauch, Fleisch u.a.; zu diesen Begriffen gehört auch „Hand“ (vgl. Hhld 5,4).

1.1. Gestische Bedeutung der Hand

In das Bedeutungsspektrum aller Begriffe von „Hand“ sind etliche gestische Bedeutungsaspekte eingeflossen. Im Folgenden sind einige der wesentlichen Gesten wiedergegeben. Wichtig ist zu erkennen, dass Gesten nicht alle und automatisch „überzeitlich“ und „überkulturell“ gültig sind; manche der im Alten Testament üblichen Gesten können unmittelbar nachvollzogen werden, einige nicht.

Aus: ANEP Nr. 821

Abb. 1 Zwei Könige besiegeln eine Abmachung per Handschlag (Kalksteinrelief aus dem Thronsaal Salmanassars II.; 858-824 v. Chr.).

● Die Hand auf etwas geben (Besiegelung / Gültigkeit): 2Kön 10,15f „Als er [Jehu] von dort wegging, da traf er Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm entgegenkam. Und er segnete ihn und sprach zu ihm: Ist dein Herz aufrichtig wie mein Herz gegenüber deinem Herz? Da sprach Jonadab: Ja. Wenn es so ist, dann gib mir deine Hand! Und er [Jonadab] gab ihm seine Hand. Und Jehu ließ ihn zu sich auf den Wagen steigen und sprach: Geh mit mir und sieh meinen Eifer für Jahwe! Und er ließ ihn mit sich fahren auf seinem Wagen.“ Dieser Gestus, vermutlich beim Abschluss eines Vertrages o.ä. eingesetzt, ist auch auf einer zeitgenössischen Abbildung aus Nimrud (Irak) auf einem Kalksteinrelief aus dem Thronsaal Salmanassars II. (858-824 v. Chr.) zu sehen; der assyrische König besiegelt hier eine Abmachung per Handschlag (jeweils mit der rechten Hand) mit einem anderen König.

● In die Hände klatschen (Freude u.a.): In Ez 25,6 sagt Jahwe zu den Ammonitern: „Wegen deines Hände-Klatschens und Mit-den-Füssen-Stampfens und (weil) du dich mit größter Verachtung über das Land Israels gefreut hast.“ (ähnlich, allerdings mit Personifizierung bzw. „Anthropomorphisierung“ der Bäume Jes 55,12). In Ez 25,6 ist zu beobachten, dass das in die Hände klatschen auch auf alttestamentlichem Hintergrund mit Freude verbunden wird (es steht in einer Reihe mit dem Verb שׂמח „freuen“) – auch wenn das Klatschen der Ammoniter aus Freude hier aus der Perspektive Jahwes negativ beurteilt wird (vgl. Jes 55,12). Diese gestische Bedeutung können wir unmittelbar nachvollziehen. Nicht in gleicher Weise verständlich sind andere mit dem Klatschen verbundene Bedeutungen: Das „Unheil abwendende (= apotropäische) Klatschen“, etwa um nicht in einen Fluch hineingezogen zu werden, wenn der Verfluchte anwesend ist (Hi 27,23) oder das „vertreibende Klatschen“, zu dem Ezechiel aufgefordert wird, wobei sich das Vertreiben auf die „schlimmen Greuel Israels“ richtet.

Aus: O. Keel / Chr. Uehlinger, Götter, Göttinnen und Gottessymbole (QD 134), Freiburg, 5. Aufl. 2001, Abb. 221; © Stiftung BIBEL+ORIENT, Freiburg / Schweiz

Abb. 2 Hände zum Gebet erhoben (Graffiti auf Pithos B aus Kuntillet ‘Aǧrūd; 8. Jh. v. Chr.).

● Hände zum Gebet erheben: Ps 44,21f „Wenn wir den Namen unsres Gottes vergessen hätten und unsre Hände ausgestreckt hätten zum fremden Gott: wäre es nicht so: Gott würde dies erforschen? Fürwahr, er kennt die verborgenen Dinge / Geheimnisse des Herzens.“ Sicher will Ps 44,21 die Hinwendung zu einem fremden Gott im Gebet anprangern; der Psalm greift dabei auf die für das Alte Testament und den Alten Orient typische Gebetsgeste zurück: Die Hände sind erhoben zum Gebet, nicht zusammengelegt oder gefaltet.

Auch wenn hier die Hände mangels Detailgenauigkeit nicht wiedergegeben sind, bleibt der Gestus – an dem körperlich gesehen auch der Arm beteiligt ist, der wiederum bei der Versprachlichung der Geste nicht erwähnt wird – doch klar erkennbar.

● Hände zum Schwur erheben: Gen 14,22f „Da sprach Abram zu dem König von Sodom: ‚Ich erhebe (hiermit) meine Hand zu Jahwe, El Eljon, der sich Himmel und Erde erworben hat: Nichts vom Faden bis zum Schnürriemen will ich nehmen, nichts von dem, was dir gehört (…)’.“; vgl. Dtn 17,7; Dtn 32,40; Ez 36,7; Ps 106,26.

Aus: O. Keel, Corpus der Stempelsiegel-Amulette aus Palästina / Israel. Von den Anfängen bis zur Perserzeit, Einleitungsband (OBO.SA 25), Freiburg (Schweiz) / Göttingen 1995, Abb. 470; © Stiftung BIBEL+ORIENT, Freiburg / Schweiz

Abb. 3 Hände zum Schwur am Geschlecht des Partners (Stempelsiegel).

● Hände zum Schwur an das Geschlecht des Partners legen: Gen 24,1-4 „Abraham war alt und in die (Tage=) Jahre gekommen, und Jahwe hatte ihn gesegnet in allem. Und Abraham sprach zum ältesten Knecht seines Hauses, der alles verwaltete, was ihm gehörte: Lege deine Hand unter meine Hüfte und schwöre mir bei Jahwe, dem Gott des Himmels und dem Gott der Erde, dass du meinem Sohn keine Frau nimmst von den Töchtern der Kanaaniter, unter denen ich wohne, sondern dass du gehst in mein Land und zu meiner Verwandtschaft und (dort) meinem Sohn Isaak eine Frau nimmst.“ S. Schroer / T. Staubli (127) haben sicher zu recht vermutet, dass „hinter dieser archaischen Sitte […] die Vorstellung stehen [mag], dass der Eidleistende bei seiner Manneskraft schwört, die verdorren soll, wenn er den Eid bricht“. Auch dieser Gestus ist bildlich belegt:

● Hände zum Segnen auflegen: Gen 48,14f „Da streckte Israel seine rechte Hand aus und legte sie auf den Kopfs Ephraims, der der Jüngere war, und seine linke auf den Kopf Manasses, er kreuzte seine Hände, fürwahr war Manasse der Erstgeborene. Und er segnete Josef und sprach […]“.

● Weitere gestische Bedeutungen: Hände (und Füße) waschen als Zeichen der Reinheit (Ex 30,19); die Hand füllen als Gestus der Bezahlung und Einsetzung ins Priesteramt (Ri 17,5.12); Hand erheben bedeutet Sieg, Hand senken Niederlage (Ex 17,11); ähnlich Jer 38,4, wo die schlaffen Hände Zeichen der Schwäche sind; Handauflegen als Designationsgeste (Lev 3,2 ein Tier wird durch Handauflegen als Opfer designiert; Num 27,23 Designation eines Nachfolgers); Ergreifen bei der rechten Hand (Ps 63,9) als Ausdruck eines Vertrauensverhältnisses, wobei vorausgesetzt ist, dass der Zuständigkeitsbereich der rechten Hand positiv konnotiert ist; u.a.

1.2. Gestisch-funktionale, metaphorische und abstrakte Bedeutung der Hand

Die Vielfalt der gestischen Bedeutung der Hand ist groß. Viele der gestischen Bedeutungen tendieren schon zu Abstraktbedeutungen hin. Die stärker abstrakten und funktionalen Bedeutungsaspekte sollen hier in einem eigenen Abschnitt thematisiert werden.

● Funktionale Bedeutungsfacette: „an der Hand halten“ im Sinne von „beschützen / umschließen / führen“, positiv „Macht über jemanden besitzen“: Ps 73,23 „Dennoch bleibe ich stets bei dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.“ Die rechte Hand / Seite weist auf die Ehrenseite; die Betonung dieser rechten Seite drückt mehr aus, als nur das Geführtwerden mit der Hand, es geht um den Ausdruck eines „freundschaftlich-vertrauensvolle[n] Verhältnis[ses]“ (Schroer / Staubli, 181).

● Funktionale Bedeutungsfacette: „Arbeit tun“: Dtn 14, 29 „Und es soll kommen der Levit […] und der Fremdling und die Waise und die Witwe, […] und sie sollen essen und sich sättigen, auf dass Jahwe, dein Gott, dich segne in allen Werken deiner Hand, die du tust.“ Hand steht hier stellvertretend für alle Arbeit, alles Tun des Menschen.

● Funktionale Bedeutungsfacette: „In der Hand sein von / in der Hand haben“ im Sinne von „in der Gewalt sein / haben“ bzw. „Macht ausüben“ begegnet in Ps 22,17.21 „Denn Hunde haben mich umgeben, eine Rotte der Bösen hat mich umringt […] 21 Errette mein Leben vor dem Schwert, mein Einziges aus der (Hand des Hundes=) aus der Hundegewalt!“ und in Dtn 2,24: „Hiermit gebe ich in deine Hand Sichon, den König von Heschbon den Amoriter, und sein Land.“. In Hi 2,6 sagt Jahwe zu Satan „Hiermit ist er in deiner Hand. Aber schone sein Leben!“ (vgl. 2Chr 12,5; Hi 1,12). Auf die eigene Macht, die Anmaßung der Selbstmächtigkeit, bezieht sich Ri 7,2, wo Israel von sich sagt: „meine Hand hat mir geholfen“ im Sinne von „ich habe mir selbst geholfen / es stand in meiner Macht, mir zu helfen“. Die Bedeutung „Macht ausüben“ kann sich soweit von der Körperteilbedeutung verselbständigen, dass in bestimmten Wortkombinationen nur noch die reine Funktionalbedeutung präsent ist: im Ausdruck „die Hand der Zunge“ Spr 18,21 ist sicher nicht eine Personifizierung bzw. Anthropomorphisierung der Zunge, sondern die Macht der Zunge gemeint (Tod und Leben stehen in der Zunge Macht). Ähnlich in Jos 8,20 „Und die Männer von Ai wandten sich um und sahen hinter sich und sahen den Rauch der Stadt aufsteigen gen Himmel und es gab für sie keine ‚Hände’ zum fliehen, hierhin und dorthin […].“ Gemeint ist hier sicher nicht das Körperteil Hand, auch keine Geste, sondern die abstrakt-funktionale Bedeutung „Handlungsmöglichkeit“ oder „Kraft“ (Wolff, 108-109); vgl. Num 20,20.

2. Die Hand im „Bild“

Die sprachlichen Beispiele für die Deutung von „Hand“ lassen sich durch die Information des Textumfeldes meist einigermaßen gut deuten. Schwieriger ist die Ausgangslage bei der Deutung von Bildern bzw. bildlichen Darstellungen von „Hand“. Wird in den Bildern nicht auf eine Geste abgehoben – Beispiele dafür s.o. –, dann ist die Abbildung einer Hand schwer zu deuten, obschon die solitär abgebildete Hand durchaus zur Darstellung kommt und damit fast alles, was mit dem Bedeutungsspektrum der „Hand“ ausgedrückt werden kann.

Prominente Beispiele sind die Hand aus → Chirbet el-Qōm und die Hände unter einem Sichelmond mit Scheibe auf einer Basaltstele aus Hazor:

Aus: O. Keel / Chr. Uehlinger, Götter, Göttinnen und Gottessymbole (QD 134), Freiburg, 5. Aufl. 2001, Abb. 236; © Stiftung BIBEL+ORIENT, Freiburg / Schweiz

Abb. 4 Darstellung einer Hand in <i>Chirbet el-Qōm</i> (8. Jh. v. Chr.).

Schroer plädiert für eine apotropäische Funktion der in Chirbet el-Qōm dargestellten Hand, Mittmann will sie als schützende Hand Gottes auffassen. Aus der Abbildung selbst bzw. dem benachbarten Text kann man keine klaren Hinweise auf eine bestimmte Deutung entnehmen.

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 5 Stele mit Händen in der Stelenreihe aus Hazor (Spätbronzezeit; 1500-1200 v. Chr.).

Sind auf der 46 cm hohen Steinstele aus → Hazor betende Hände (wie in Ps 44,21, s.o.) zu sehen, wofür O. Keel plädiert? Oder haben die Hände hier eine andere Funktion? Spielt die Zweiheit eine Rolle?

Wie ein hebräischer Terminus, der nicht stereotyp übersetzt werden kann, so ist auch das materiale oder mentale Bild einer Hand nicht stereotyp zu deuten. Wie in einem Vexierbild spielen oft verschiedene Bedeutungsaspekte zusammen. In den Bildern ist ebenso wie auch in den sprachlichen Belegen für „Hand“ – selbst bei dem körperhaften Bedeutungsaspekt – keinerlei Interesse an individueller Formgestaltung der Hand zu erkennen.

3. Die Hand Gottes

Sowohl die gestischen als auch die funktionalen Bedeutungen der bisher besprochenen Belege von „Hand“ öffnen den Zugang zu den Belegen, in denen von der Hand bzw. den Händen Gottes die Rede ist: mit entsprechenden Wendungen werden auch bei der Übertragung auf Gott sehr ähnliche Bedeutungen zum Ausdruck gebracht, wie im menschlichen Bereich. Unterschieden ist im Alten Testament die Wirkungsweise der Hände Gottes grundsätzlich dadurch, dass die Handlungsmöglichkeiten Gottes weit über das hinausgehen, was als Handlungsmöglichkeit des Menschen angesehen wird.

Wie die Hand des Menschen formend tätig sein kann, so auch die Hand / Hände Gottes; allerdings kann sich diese Tätigkeit Gottes bis zur Ausformung der (gesamten) Schöpfung steigern: sie erscheint als „Werk seiner Hände“ (Ps 19,2), ähnlich Jes 45,12 „Ich habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen. Ich – meine (beiden) Hände haben den Himmel ausgebreitet […].“

Parallel zum Gebrauch von → Arm / Arme Gottes ist die Hand Gottes in Wendungen zu finden, die auf die Herausführung Israels aus Ägypten zielen: Die Wendung „mit starker / mächtiger Hand und ausgestrecktem Arm“ findet sich im → Deuteronomium (Dtn 4,34; Dtn 5,15; Dtn 7,19; Dtn 11,2; Dtn 26,8) und den davon beeinflussten Texten und bezieht sich immer auf den Exodus: Jer 32,21 „Und du [Jahwe] hast dein Volk Israel aus Ägypten geführt durch Zeichen und Wunder, mit mächtiger Hand, mit ausgerecktem Arm und mit großem Schrecken.“ (vgl. Ps 136,12). Außerhalb dieser Wendung kann die Hand Gottes auch alleine, ohne die Kombination mit Arm, für die große Rettungstat Jahwes verwendet werden: „Des Pharao Wagen und seine Macht warf er ins Meer … Jahwe, deine rechte Hand tut große Wunder; Jahwe, deine rechte Hand hat die Feinde zerschlagen.“ (Ex 15,4-6). Wie beim → Arm wird auf die Hand Gottes auch im Kontext des Chaoskampfes rekurriert: „Du hast zerschlagen Rahab [einen der Chaosdrachen] wie einen Getöteten mit deinem starken Arm … Du hast einen gewaltigen Arm, stark ist deine Hand, und hoch / erhaben ist deine Rechte.“ (Ps 89,11-14). Dieser Gebrauch von Hand Gottes schließt an die Schöpfungsthematik an. Von der Hand Gottes kann auch im Zusammenhang mit Strafe (für Israel) die Rede sein, vgl. Jes 9,11.16 u.ö).

Erfasst sein durch die Hand Gottes verleiht den Propheten besondere Kräfte (1Kön 18,46) oder versetzt sie in besondere Erkenntniszustände (Jes 8,11; Ez 3,14).

Die Hand Gottes kann Schutz zum Ausdruck bringen, wenn sie etwa wie Jes 25,10 „auf dem Berg“ (Zion) ruht. Sie kann aber auch „einschließen“ wie die feindliche Macht eine Stadt einschließt (Ps 139,5).

Abb. 6 Gottes Hand (Wandfresko einer Synagoge in Dura-Europos; ca. 250 n. Chr.).

Abb. 6 Gottes Hand (Wandfresko einer Synagoge in Dura-Europos; ca. 250 n. Chr.).

Auf einem Wandfresko einer Synagoge aus Dura-Europos sind die Hände Gottes auch bildlich belegt: Obwohl von der „linken Hand Gottes“ im Alten Testament nie die Rede ist, sind hier beide Hände zu sehen; vgl. auch Ps 119,83: „Deine (beiden) Hände haben mich gemacht […]“.

Gemeinsam mit Aussagen über Arm / Arme und Fuß / Füße Jahwes / Gottes bringen Formulierungen mit Hand / Händen Jahwes / Gottes zum Ausdruck, was Gott an den Menschen und der Welt getan hat und tut; alle diese Aussagen gehören zu einem theologischen Sprach- bzw. Bildkonzept über Gott, das die Erfahrungen des Handelns Gottes in der Welt auf dem Vorstellungshintergrund alttestamentlich-altorientalischer Körperaussagen (vgl. Wagner) und der alttestamentlichen anthropomorphen Redeweise kommunizierbar macht.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Zwei Könige besiegeln eine Abmachung per Handschlag (Kalksteinrelief aus dem Thronsaal Salmanassars II.; 858-824 v. Chr.). Aus: ANEP Nr. 821
  • Abb. 2 Hände zum Gebet erhoben (Graffiti auf Pithos B aus Kuntillet ‘Aǧrūd; 8. Jh. v. Chr.). Aus: O. Keel / Chr. Uehlinger, Götter, Göttinnen und Gottessymbole (QD 134), Freiburg, 5. Aufl. 2001, Abb. 221; © Stiftung BIBEL+ORIENT, Freiburg / Schweiz
  • Abb. 3 Hände zum Schwur am Geschlecht des Partners (Stempelsiegel). Aus: O. Keel, Corpus der Stempelsiegel-Amulette aus Palästina / Israel. Von den Anfängen bis zur Perserzeit, Einleitungsband (OBO.SA 25), Freiburg (Schweiz) / Göttingen 1995, Abb. 470; © Stiftung BIBEL+ORIENT, Freiburg / Schweiz
  • Abb. 4 Darstellung einer Hand in <i>Chirbet el-Qōm</i> (8. Jh. v. Chr.). Aus: O. Keel / Chr. Uehlinger, Götter, Göttinnen und Gottessymbole (QD 134), Freiburg, 5. Aufl. 2001, Abb. 236; © Stiftung BIBEL+ORIENT, Freiburg / Schweiz
  • Abb. 5 Stele mit Händen in der Stelenreihe aus Hazor (Spätbronzezeit; 1500-1200 v. Chr.). © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 6 Gottes Hand (Wandfresko einer Synagoge in Dura-Europos; ca. 250 n. Chr.).
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