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Lexikon

Gilgal

Andere Schreibweise: Guilgal ; Galgal

Erasmus Gaß

(erstellt: März 2012)

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Nach dem Alten Testament scheint es im antiken Israel bis zu fünf verschiedene Orte mit dem Namen Gilgal gegeben zu haben. Der wichtigste Ort ist das im → Jordantal östlich von → Jericho gelegene Gilgal, das in der biblischen Überlieferung die erste Station der Israeliten bei ihrer Einwanderung ins Heilige Land bildet. Der Ort ist zur Zeit der Landnahme, der Richter und des frühen Königtums ein wichtiger Versammlungspunkt der Israeliten gewesen. Es handelte sich offenbar mindestens bis ins 8. Jh. v. Chr. um ein bedeutendes Kultzentrum. Die in der älteren Forschung vielfach und in manchen Varianten vertretene These → Gerhard von Rads, dass die Väter-, die Exodus- und die Landnahmeerzählungen in Gilgal tradiert worden seien und auf dem Wochenfest ihren Sitz im Leben gehabt hätten, während die Sinaitradition ihren Sitz im Leben auf dem Bundeserneuerungsfest in → Sichem gehabt habe, ist in der neueren Forschung aufgegeben worden.

1. Name

Abb. 1 Ausschnitt aus der Madabakarte mit Darstellung von Gilgal.

Abb. 1 Ausschnitt aus der Madabakarte mit Darstellung von Gilgal.

Der Ortsname Gilgal (hebr. גִלְגָל gilgāl; Septuaginta: Γαλγαλα; Vulgata: Galgala) ist eine qalqal-Form der zweiradikaligen Wurzel GL oder der dreiradikaligen Wurzel GLL „rollen“. Die Reduplikation der Wurzelkonsonanten kann semantisch eine Intensivierung bewirken. Auf diese Weise wird das Substantiv gal „Steinhaufen“ qualitativ gesteigert (Dalman 12), so dass mit der Bezeichnung גִלְגָל gilgāl ein „Steinkreis“ als Einfriedung einer kultischen Einrichtung gemeint sein könnte. Die Darstellung Gilgals auf der Madabakarte – zwei Reihen von je sechs Steinpfeilern – mahnt jedoch zur Vorsicht gegenüber der etymologischen Deutung Gilgals als „Steinkreis“ (Soggin 264). Möglicherweise ist Gilgal daher lediglich als „Steinhaufen / Steinhaufenort“ zu deuten (Richter 138).

Darüber hinaus kann der Ortsname Gilgal von dem Substantiv גַּלְגַּל galgal „Rad“ abgeleitet sein. Dann bezieht sich Gilgal auf eine abgerundete Geländeformation, die einem Rad gleicht (Borée 107). Eine eindeutige etymologische Ableitung des Ortsnamens Gilgal ist kaum noch möglich. Hieronymus deutet den Ortsnamen Galgal als „Wagenrad oder Offenbarung“ (Nomina Hebraica 22,23: rota vel revelatio). Die zweite Deutung geht vermutlich auf eine Ableitung von der Wurzel GLJ „aufdecken / enthüllen“ zurück. Andernorts deutet Hieronymus den Ortsnamen als „Offenbarung oder Saupfuhl“ (Hieronymus, Commentarius in Amos prophetam II 4,4f revelatio sive volutabrum), wobei er offenbar die negative prophetische Tradition aufgreift.

Ein Ort Gilgal findet sich im Alten Testament 40-mal, davon 38-mal mit Artikel. Nur Jos 5,9; Jos 12,23 verwenden den Ortsnamen ohne Artikel. Da Gilgal somit wie ein Appellativ fast durchweg mit Artikel determiniert ist, handelt es sich mitunter gar nicht um einen wirklichen Ortsnamen, sondern vielleicht lediglich um einen Begriff für einen Tempelbezirk („Steinkreis“). Dann können verschiedene Orte als Gilgal bezeichnet werden. Insgesamt scheint es bis zu fünf unterscheidbare Orte mit Namen Gilgal gegeben zu haben.

2. Gilgal im Jordangraben

2.1. Biblische Überlieferung

Nach der Überquerung des → Jordans haben die Israeliten unter → Josua ihr Lager zunächst in Gilgal am Ostrand des Gebietes von → Jericho aufgeschlagen (Jos 4,19). Dort stellten sie zwölf Steine zur Erinnerung an den Jordandurchzug auf, die sie aus dem Jordan genommen haben (Jos 4,20). In Gilgal wurde die neue Generation beschnitten (→ Beschneidung) als Zeichen dafür, dass Gott die Schuld des Volkes abgewälzt hat (גַּלּוֹתִי galôtî „ich habe abgewälzt“), weshalb man diesen Ort volksetymologisch als Gilgal „Wälzplatz“ bezeichnet (Jos 5,9). Im Anschluss feierte man ein → Passa (Jos 5,10). In Gilgal wurden die Israeliten von den → Gibeoniten hinters Licht geführt (Jos 9,6) mit der Folge eines Bündnisses, das militärische Hilfe gegen die fünf kanaanäischen Könige einforderte.

Bei den in Jos 10 beschriebenen kriegerischen Aktionen der Landnahme diente Gilgal offenbar als Basislager (Jos 10,6.7.9.15.43). In Gilgal verlieh Josua dem → Kaleb das Bergland von → Hebron als Erbteil für seine Verdienste bei der → Wüstenwanderung (Jos 14,6). Von Gilgal kommt ein Bote Jahwes nach Bochim hinauf (Ri 2,1), was vielleicht mit dem Niedergang der Bedeutung des Kultzentrums Gilgal zu verbinden ist.

In der → Ehud-Erzählung dient Gilgal zur näheren Lokalisierung bestimmter „Götzenbilder“ (Ri 3,19), die vermutlich mit denen in Ri 3,26 identisch sind, aber kaum diejenigen Steine sind, die gemäß Jos 4 in Gilgal aufgestellt worden sind (Galling 146). Offenbar hat es in der Nähe von Gilgal ein weiteres Heiligtum mit Kultbildern gegeben, bei dem Ehud angeblich eine Gottesbotschaft erhalten hat. Wenn Ehud nach dem Mord an → Eglon gemäß Ri 3,27 ins nördliche Gebirge Efraim flieht, so kann Gilgal nur nord-östlich von Jericho zu suchen sein, vorausgesetzt, die Residenz Eglons ist in Jericho zu finden (Galling 145), was jedoch umstritten ist.

Später war Gilgal neben → Mizpa und → Bethel ein wichtiges Zentrum, an dem → Samuel als Richter wirkte (1Sam 7,16). Samuel beorderte schließlich → Saul nach Gilgal (1Sam 10,8), um ihn dort zum König zu salben (1Sam 11,14-15). Nach dem Sieg → Jonatans über den philistäischen Wachposten von → Geba, versammelte Saul die Israeliten in Gilgal (1Sam 13,4.7.8.12.15). Dort wurde Saul schließlich von Samuel verworfen (1Sam 15,12.21.33). Da Saul in Gilgal unerlaubterweise Opfer dargebracht hat und die von den → Amalekitern erbeuteten Tiere als Opfergabe nach Gilgal bringen wollte, scheint der Ort Gilgal ein bedeutendes Kultzentrum gewesen zu sein.

Nach dem Tod → Abschaloms kommt → David aus dem ostjordanischen Exil über den Jordan nach Gilgal (2Sam 19,16.41). Im 8. Jh. v. Chr. kritisieren die Propheten → Amos und → Hosea den illegitimen Kult von Gilgal (Am 4,4; Am 5,5; Hos 4,15; Hos 9,15; Hos 12,12). Der Prophet → Micha erinnert darüber hinaus noch an den Jordanübergang vom ostjordanischen Ort Schittim nach Gilgal (Mi 6,5).

Die topographische Verortung von Gilgal fällt trotz der zahlreichen Hinweise schwer. Hinzu kommt, dass das bedeutende Gilgal der Landnahmezeit nach dem biblischen Befund offenbar nur eine Zeltstadt gewesen ist, aber keine feste Ansiedlung (Bächli 68). Gilgal ist zumindest westlich des Jordans zu lokalisieren. Die Landnahmeerzählungen im Josuabuch suggerieren darüber hinaus, dass Gilgal zwischen dem Jordan und Jericho liegt. Gilgal diente zu dieser Zeit als wichtiger Versammlungspunkt der Israeliten. Die übrigen Belege in den Samuelbüchern und bei den Propheten enthalten ebenfalls kaum Informationen für eine topographische Verortung. Es handelte sich offenbar bis ins 8. Jh. v. Chr. um ein bedeutendes Kultzentrum, das immer wieder prophetischer Kritik unterzogen wurde. Ob in Gilgal ein jährlich abgehaltenes Fest anlässlich der Jordanüberquerung gefeiert worden ist (Kraus), kann nicht mehr entschieden werden.

Der biblische Ort Gilgal im Jordangraben wird darüber hinaus noch als Galgala in 1Makk 9,2 genannt, wo der Weg der Armee des Bakchides und des Alkimus beschrieben wird, die sich nach dem Tod Nikanors gegen Judäa gewendet haben (Schmitt 160).

Früher wurde vermutet, dass der Ort Gilgal auf einer Lieferliste aus Arad aus dem Ende des 8. Jh. v. Chr. enthalten ist (Aharoni 80-82). Da im Kontext jedoch von Personen die Rede ist (HAE, Arad (8) 49,3), wird es sich hier um einen Personen- oder Sippennamen und nicht ein Toponym handeln.

2.2. Patristische und mittelalterliche Rezeption

Aufgrund seiner herausragenden biblischen Bedeutung verwundert es nicht, dass die patristischen und mittelalterlichen Quellen immer wieder den Ort Gilgal erwähnt haben. Es entspricht dem gesteigerten Interesse der frühen Palästinapilger, dass die byzantinischen und mittelalterlichen Quellen den Ort Gilgal genauestens lokalisieren möchten. Nach dem Onomastikon des → Eusebius befindet sich der Ort Galgala 2 römische Meilen östlich von Jericho (Onomastikon 66,5; Eusebs Onomastikon), während Josephus eine Distanz von 10 Stadien (1850m) von Jericho und 50 Stadien (9242m) vom Jordan angibt (Antiquitates V 1,4; Text gr. und lat. Autoren). Nach den Angaben des Pilgers Theodosius sei Gilgal nur 1 Meile von Jericho entfernt (De situ Terrae Sanctae 1). Abt Daniel lokalisiert Gilgal im Jahr 1107 etwa 1 km nordöstlich von Jericho (Bennett 121). Allerdings ist nicht klar, welches Jericho als Bezugspunkt gedient hat. So können sich die Entfernungsangaben auf das biblische, das herodianische oder das byzantinische Jericho beziehen. Bischof Arkulf behauptet gar, dass das byzantinische Gilgal 5 Meilen von Jericho entfernt sei, was aber sicherlich ein Irrtum ist. Nach dem mittelalterlichen Gelehrten Estori ha-Farchi liegt der biblische Ort Gilgal, an dem die Israeliten lagerten, in der Ebene von Jericho (Edelmann 48a,18), ohne dass er eine genauere Verortung angibt.

Der byzantinische Ort Gilgal wird darüber hinaus in zahlreichen Pilgerberichten beschrieben. Fraglich ist jedoch, ob das reichlich bezeugte byzantinische Gilgal mit dem alttestamentlichen Ort identisch ist. Möglicherweise hat es sogar zwei Orte dieses Namens in unmittelbarer Nachbarschaft gegeben, nämlich den biblischen und den byzantinischen Ort Gilgal.

Nach Eusebius wurden den Pilgern zu seiner Zeit in Gilgal die Steine aus dem Jordan gezeigt (Onomastikon 46,20). In der Nähe von Gilgal befindet sich darüber hinaus das → Achortal (Onomastikon 84,18-21). Erst Antoninus von Piazenza erwähnt im 6. Jh. n. Chr. eine Kirche in Gilgal. Die seit langer Zeit zum Andenken an den Durchzug durch den Jordan verehrten Steine seien allerdings nicht vor der Kirche, sondern „in basilica post altarium“ aufgestellt gewesen (Itinerarium 13). Offenbar ist diese Basilika bei der Eroberung des Heiligen Landes durch die Perser zerstört worden, da Willibald im 8. Jh. n. Chr. nur noch eine kleine hölzerne Kirche in Gilgal erwähnt („ecclesia lignea et non magna“). Noch im Mittelalter wurden die 12 Steine in einer Kirche des Hl. Michael gezeigt, worauf Abt Daniel im Jahr 1107 hingewiesen hat (Schmitt 160). Auf die biblische Tradition der Steine, die die Israeliten nach dem Durchzug durch den Jordan in Gilgal aufgestellt haben, verweisen außerdem viele rabbinische Texte (Reeg 182).

Der Pilger Theodosius erwähnt um 530 n. Chr. ein Feld des Herrn in Gilgal („Ager Domini qui est in Galgala“), wo Getreide und Wein für Jerusalem geerntet werden. Dieses Feld wird durch die Quelle von Eliseus bewässert (De situ Terrae Sanctae 18). Nach Brocardus lag Gilgal im 13. Jh. n. Chr. etwa eine halbe Leuke (= 1,5 km) nördlich der Elisaquelle (= ‛Ēn es-Sulṭān).

Die Madabakarte lokalisiert Galgala im Nordosten von Jericho. Die zwölf Steine, die der Tradition nach in der Basilika hinter dem Altar gestanden haben, verlegt der Mosaizist jedoch ins Freie, damit sie für den Betrachter sichtbar sind. Vielleicht wollte er die östliche Seite der Kirche (Apsis und Altar) abbilden, was allerdings seiner ansonsten üblichen Darstellungsweise widerspricht.

2.3. Lokalisierung

© Erasmus Gaß, gezeichnet nach nach Bennett 112

Abb. 2 Vorschläge zur Lokalisierung von Gilgal im Jordangraben.

Folgende Orte werden für das byzantinische bzw. das biblische Gilgal der Landnahmezeit, das sicher im Jordangraben bei Jericho zu verorten ist, vorgeschlagen:

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2010)

Abb. 3 Omaijadenpalast in Chirbet el-Mefǧir.

2.3.1. Chirbet el-Mefǧir (Simons 269). Oft wird Gilgal mit Chirbet el-Mefǧir (Koordinaten: 1936.1432; N 31° 52' 54.9'', E 35° 27' 35.2'') gleichgesetzt, zumal dieser Ort früher angeblich als Ǧilǧūlije bezeichnet worden sei. Die Ruinen von Chirbet el-Mefǧir wurden zunächst als Klosteranlage des 6. Jh. n. Chr. gedeutet (Schneider 54-55). Bei Ausgrabungen fand man jedoch einen Omaijadenpalast mit Bad, Teich, Pavillon und Moschee, der aufgrund eines Erdbebens im Jahr 749 n. Chr. zerstört worden ist. Nördlich des Omaijadenpalastes entdeckte man zahlreiche byzantinischen Scherben (Muilenburg 22), so dass hier durchaus der Ort zumindest des byzantinischen Gilgals liegen könnte, was bestens zum Bericht des Brocardus von 1283 n. Chr. passen würde.

© Erasmus Gaß, gezeichnet nach Kelso / Baramki pl.40

Abb. 4 Bauphasen des Klosters von Chirbet en-Nitla.

2.3.2. Chirbet en-Nitla (Abel 336). Die Chirbet en-Nitla (Koordinaten: 1963.1398; N 31° 51' 01'', E 35° 29' 19'') befindet sich östlich von Jericho. Sie erfüllt damit bestens die topographischen Voraussetzungen für Gilgal, das östlich von Jericho liegen soll. Lokale, ungesicherte Traditionen verbinden mit diesem Ort ebenfalls die Namen Ǧilǧul bzw. Ǧilǧūlije. Der Keramikbefund weist in die byzantinische bis arabische Zeit (Kochavi 114). Wahrscheinlich hat es hier eine Klosteranlage gegeben, die mit dem Coenobium Galgala verbunden werden kann. Auf Chirbet en-Nitla fand man eine Kirche, die fünf Bauphasen durchlief, und daran angeschlossene Gebäude. Von der Kirchenanlage des byzantinischen Gilgals, wie sie in Pilgerberichten beschrieben und auf der Madabakarte abgebildet wird, fehlt hier jedoch jede Spur.

2.3.3. Chirbet ‛Ēn el-Ġarabe (Dalman 31). In der Nähe der 30 x 50 m großen Chirbet ‛Ēn el-Ġarabe (Koordinaten: 1980.1391; N 31° 50' 42.8'', E 35° 30' 07.5'') befindet sich die kleine Quelle ‛Ēn el-Ġarabe. Dort sind nicht näher datierte Reste einer Mauer entdeckt worden, die einen Vorplatz umschloss. Im Nordosten fand man die Ruine eines fast quadratischen Baues mit 6,5 m Seitenlänge. Der Scherbenbefund weist in die byzantinische Zeit.

2.3.4. Tell Dēr Ġannām mit Tell el-Ǧurn und Tell Miṭlib (Bächli 71). Auf Tell Dēr Ġannām (Koordinaten: 1933.1427; N 31° 52' 37.2'', E 35° 27' 23.4'') schließt ein Mauerquadrat die Trümmer eines Gebäudes ein. Die Keramik deutet vielleicht in die römische, sicher hingegen in die byzantinische bis arabische Zeit.

Der Keramikbefund auf Tell el-Ǧurn (Koordinaten: 1934.1425; N 31° 52' 30.7'', E 35° 27' 27'') weist in römische bis arabische Zeit. Angeblich entdeckte man dort wenige Scherben der Eisenzeit II (Bennett 116; Kochavi 113). Auf dem 30 x 30 m großen Ruinenhügel befindet sich ein Steinbau mit Mosaikboden.

Auf dem 30 x 60 m großen Tell Miṭlib (Koordinaten: 1939.1419; N 31° 52' 13.5'', E 35° 27' 46'') sind – abgesehen von chalkolithischen Scherben – erst Besiedlungshinweise aus herodianischer Zeit zu finden. Aus byzantinischer Zeit stammt ein Mosaikfußboden, der vermutlich zu einer Kirche gehört hat.

Das biblische Gilgal mag durchaus eine offene Kulthöhe mit mehreren Zentren gewesen sein, so dass man Gilgal mit den drei oben genannten Orten verbinden könnte. Aufgrund des archäologischen Befundes müssen diese drei Hügel jedoch für eine Identifizierung mit dem biblischen Gilgal ausscheiden, da sichere Hinweise für eine eisenzeitliche Besiedlung weitgehend fehlen. Bestenfalls das byzantinische Gilgal könnte sich an diesen Orten befunden haben.

© Erasmus Gaß, gezeichnet nach Muilenburg 21

Abb. 5 Lage von Tell Muilenburg 2.

2.3.5. Tell Muilenburg 2 (Muilenburg). Auf dem niedrigen Ruinenhügel Tell Muilenburg 2 (Koordinaten: 1936.1433; N 31° 52' 56.7'', E 35° 27' 35'') entdeckte man fast ausschließlich eisenzeitliche Scherben. Bei begrenzten Ausgrabungen fand man Lehmziegelmauern, Gräber und einen Ofen mit etwa 82 cm Durchmesser. Der literarische Befund spricht ebenfalls für eine Verortung des biblischen Gilgal in dieser Gegend.

© Erasmus Gaß, gezeichnet nach Muilenburg 23

Abb. 6 Ausgrabungen auf Tell Muilenburg 2.

2.3.6. Ṣuwwānet eṯ-Ṯanīje (Bennett 122). Auf Ṣuwwānet eṯ-Ṯanīje (Koordinaten: 1933.1432; N 31° 52' 55'', E 35° 27' 23.5'') weist der archäologische Befund in die Mittel- und Spätbronzezeit, sowie in die eisenzeitliche und frührömische Periode. Bei begrenzten Ausgrabungen fand man drei Straten der Besiedlung dieses Ruinenhügels: a) in der frührömischen Zeit, b) in der späten Eisenzeit II, c) im Chalkolithikum. Aus der Eisenzeit II wurden mehrere Häuser, Mauern aus Lehmziegel, verputzte Wände und Öfen ausgegraben. Auch wenn der Ort Ṣuwwānet eṯ-Ṯanīje auf einem niedrigen Hügel liegt, bietet er dennoch einen guten Ausblick auf das Gebiet östlich von Jericho. Auf Ṣuwwānet eṯ-Ṯanīje fand man allerdings keine kultisch zu interpretierenden Objekte, wie sie für das biblische Gilgal zu erwarten wären, was eine Gleichsetzung erschwert.

2.3.7. Tell es-Sulṭān (Wolf). Zu dieser Identifikation kann man nur dann gelangen, wenn man die übliche Gleichsetzung → Jericho = Tell es-Sulṭān (Koordinaten: 1921.1420; N 31° 52' 15'', E 35° 26' 39'') aufgibt und die Angaben des Josephus und des Eusebius dahingehend versteht, dass beide als Ausgangspunkt für ihre Entfernungsangaben das herodianische Jericho auf den Tulūl Abū el-‛Alājiq ansetzen. Das byzantinische Gilgal könne dann an Orten wie Chirbet el-Mefǧir oder Chirbet en-Nitla gefunden werden, während das eisenzeitliche Gilgal auf dem Tell es-Sulṭān liegen würde. Allerdings handelt es sich bei den Tulūl Abū el-‛Alājiq nur um den herodianischen Winterpalast, nicht aber um das herodianische Jericho. Insofern sind die Tulūl Abū el-‛Alājiq für einen Ausgangspunkt schlecht gewählt. Außerdem ist Tell es-Sulṭān überzeugend mit Jericho identifiziert worden. Somit scheidet eine Gleichsetzung mit dem biblischen Gilgal sicher aus.

2.3.8. Steinbruchhöhle (Zertal). Neuerdings wird Gilgal bei einer künstlichen Höhle (Koordinaten: 1938.1466; N 31° 54' 44.8'', E 35° 27' 43.8'') nördlich von Jericho gesucht (Shapira). Diese Höhle liegt 10 m unter der Erde und ist etwa 0,4 ha groß. Die Haupthalle wird von 22 Pfeilern getragen, die mit Kreuzen und anderen Symbolen geschmückt sind. Offenbar ist diese Höhle in römischer Zeit als Steinbruch genutzt worden. In der Nähe dieser Höhle befinden sich zwei Kirchen. Da dieser Ort, wenn er denn tatsächlich mit Gilgal zu identifizieren ist, als heilig betrachtet worden ist, konnte man die Steinbrucharbeiten nicht ebenerdig, sondern nur unter der Erde durchführen. Diese Interpretation würde zumindest die Anlage einer solch großen unterirdischen Höhle erklären. Die biblische Tradition der Steine von Gilgal konnte in römisch-byzantinischer Zeit ebenfalls mit diesem Steinbruch verbunden werden.

2.3.9. Fazit. Eine Lokalisierung des Ortes Gilgal im Jordangraben ist kaum noch möglich. Nur Tell Muilenburg 2 und Ṣuwwānet eṯ-Ṯanīje scheinen für eine Identifikation mit dem biblischen Ort Gilgal im Jordangraben geeignet zu sein, da sie vom archäologischen Befund her am ehesten den Anforderungen Gilgals entsprechen. Auch der literarische Befund schließt eine Gleichsetzung dieser Orte mit dem Gilgal im Jordangraben nicht aus.

Das byzantinische Gilgal hingegen kann sich fast überall in dieser Gegend befunden haben, da der Bezugspunkt Jericho nicht klar ist und sich auf den meisten Ruinenhügeln byzantinische Kirchenanlagen nachweisen lassen. Vermutlich ist die Gegend östlich von Jericho ein beliebter Rückzugsort für die frühen Mönche gewesen.

3. Gilgal in Juda

3.1. Biblische Überlieferung

Die Beschreibung der Nordgrenze des Stammes Juda in Jos 15,7 könnte so zu verstehen sein, dass es ein weiteres Gilgal zwischen Jericho und Jerusalem gegeben hat, wofür mitunter die Erwähnung von Bet-Gilgal in Neh 12,29 angeführt wird. Dieser Ort Gilgal liegt gegenüber der Steige von Adummim südlich eines nicht weiter bezeichneten Bachtals. In der analogen Beschreibung der Grenzen von Benjamin in Jos 18,17 wird dieser Ort als Gelilot bezeichnet. Da beide Ortsnamen von einer Wurzel GLL abgeleitet werden können, ist es nicht ausgeschlossen, dass beide Orte miteinander zu identifizieren sind. Da die Steige von Adummim etwa auf halbem Wege zwischen Jericho und Jerusalem liegt, kann dieses Gilgal / Geliot nicht mit dem namensgleichen Ort in der Jordansenke identisch sein.

3.2. Lokalisierung

© Erasmus Gaß, gezeichnet nach Hirschfeld NEAEHL9

Abb. 7 Euthymiuskloster von Chān el-Aḥmar.

Für den Ort Gilgal an der Nordgrenze von Juda, der nicht mit dem gleichnamigen Kultort im Jordangraben gleichgesetzt werden kann, werden vor allem zwei Lokalisierungen vorgeschlagen:

3.2.1.Chān el-Aḥmar (Simons 139-140). Auf Chān el-Aḥmar (Koordinaten: 1819.1333; N 31° 47' 32.7", E 35° 20' 09.2"), das traditionell mit der Herberge des Guten Samariters gleichgesetzt wird, fand man keine eisenzeitlichen Besiedlungsspuren, sondern nur Keramik ab der römischen Zeit. Ausgrabungen auf Chān el-Aḥmar haben eine umfangreiche byzantinische Klosteranlage freigelegt, die auf den Mönchsvater Euthymius zurückgeführt wird. Dieses Kloster wurde zwar durch den Persereinfall 614 n. Chr. und ein Erdbeben 659 n. Chr. zerstört, konnte aber jeweils bald wieder aufgebaut werden. Im Gegensatz zu anderen Klöstern der Umgebung überstand das Kloster den Arabersturm. Erst im Mittelalter wurde Chān el-Aḥmar 1187 n. Chr. zerstört und um 1269 n. Chr. zu einer Pilgerherberge umgebaut. In der näheren Umgebung entdeckte man zwei weitere byzantinische Klosteranlagen.

3.2.2.‛Arāq ed-Dēr (Boling / Wright 367). Unweit von ‛Arāq ed-Dēr (Koordinaten: 1803.1333; N 31° 47' 32'', E 35° 19' 08'') fand man schwer datierbare Mauerreste, die einen Halbkreis von etwa 20 m Durchmesser bilden. Der überwiegende Teil des Scherbenbefundes weist in römisch-byzantinische Zeit. Aber Keramik der Eisenzeit lässt sich angeblich ebenfalls dort nachweisen.

3.2.3. Fazit. Aufgrund des archäologischen Befundes kann höchstens ‛Arāq ed-Dēr mit dem Ort Gilgal an der Nordgrenze Judas identifiziert werden. Vor allem die Nähe zur Steige von Adummim begünstigt diese Verortung. → Chirbet ed-Dawwāra.

4. Gilgal bei Sichem?

4.1. Überlieferung. Nach Dtn 11,30 befindet sich Gilgal bei den Terebinthen von → More, die nach Gen 12,6 jedoch bei Sichem liegen. Hier handelt es sich anscheinend nicht um die bekannte Kultstätte Gilgal in der Jordansenke, da für diese eine Näherbestimmung bei den Terebinthen von More nicht nötig gewesen wäre. Weil diese Zusatzinformation ein Hinweis auf die berühmten Baumheiligtümer in der Nähe von Sichem ist, muss man Gilgal offenbar in diesem Bereich suchen. In Dtn 11,29 ist zudem von den Bergen → Garizim und → Ebal die Rede, so dass sich der in Dtn 11,30 erwähnte Ort Gilgal in deren Nähe und somit bei Sichem befinden wird. Dtn 11,30 ist jedoch derart mit Ortsbestimmungen überhäuft, dass eine klare Zuordnung der einzelnen Elemente kaum noch möglich ist. Außerdem könnte die Verbindung von Gilgal mit Sichem über die Terebinthen von More auf spätdeuteronomistische Redaktionsarbeit zurückgehen, so dass es nicht notwendigerweise einen Ort Gilgal bei Sichem gegeben haben muss. Eusebius lokalisiert dieses Gilgal bei Jericho (Onomastikon 64,18-20).

4.2. Lokalisierung. Südwestlich von Sālim befindet sich die Chirbet Ǧulēǧīl (Koordinaten: 1792.1783; N 32° 11' 55.8'', E 35° 18' 29.2''), die den alten Namen Gilgal noch bewahrt haben könnte. Der rare Keramikbefund auf der Chirbet Ǧulēǧīl, die gleichfalls als Chirbet Ibn Naṣir bezeichnet wird, weist in die Eisenzeit I/II, in die byzantinische und in die arabische Zeit (Gass 193), mit einem Schwerpunkt in der Eisenzeit I (Finkelstein / Lederman 719), so dass hier tatsächlich der nördliche Ort Gilgal liegen könnte, auch wenn der Siedlungsbefund lediglich auf ein Gehöft und keine größere Ortschaft hinweist (Dalman 17-18).

© Erasmus Gaß, gezeichnet nach Zertal 435

Abb. 8 Plan von el-‛Unuq.

Neuerdings wird el-‛Unuq (Koordinaten: 1852.1840; N 32° 14' 59.9'', E 35° 22' 15.1'') für eine Identifizierung mit dem in Dtn 11,30 erwähnten Ort Gilgal vorgeschlagen (Zertal 2007, 111). Der dortige archäologische Befund weist in die Eisenzeit I und II. Die elliptische Anlage, die sich auf eine Fläche von 250 x 50 m erstreckt und von einer Umfassungsmauer aus großen Feldsteinen umgeben ist, weist einen großen südlichen und einen kleinen nördlichen Bereich auf. Beide Bereiche werden von einem Wall getrennt. Im Südosten und Westen von el-‛Unuq werden Tore vermutet. Im Südwesten befindet sich eine 10 x 15 m große Ruine. Im Süden erhebt sich ein runder Steinhaufen mit 5 m Durchmesser, der eine runde Anlage bedeckt, und eine kleine benachbarte Mauer (Zertal 2007, 433-434).

5. Gilgal in der Scharonebene?

5.1. Überlieferung. In der Liste der von → Josua besiegten Könige findet sich ein König von Gojim (Lutherbibel: „von Völkern“) bei Gilgal (Jos 12,23). Die → Septuaginta hat hier Galiläa statt Gilgal gelesen, was sicher die lectio facilior ist. Die Bezeichnung Gojim wird gelegentlich als Abkürzung von Haroschet-Gojim (→ Haroschet) gedeutet werden, so dass man mit diesem Toponym in die Jesreelebene kommt. Aufgrund des Nahkontextes, wo Jokneam und → Dor genannt werden, kann man den kanaanäischen Ort Gilgal entweder in der Jesreelebene oder in der Scharonebene suchen, da Jokneam in der Jesreelebene und Dor in der Scharonebene liegt. Insofern können sich beide Verortungen auf den Nahkontext berufen. Da in Jos 12,24 außerdem der König von Tirza genannt wird, könnte es sich um den Ort Gilgal bei Sichem handeln. Hier kommt man aber über Vermutungen kaum noch hinaus.

In römisch-byzantinischer Zeit hat es in der Scharonebene ein Dorf Galgulis, 6 Meilen nördlich von Antipatris gegeben (Onomastikon 68,15-16), das in der Kreuzfahrerzeit Jorgilia genannt worden ist (Abel 324).

5.2. Lokalisierung. Aufgrund des Namens wird der Ort Ǧilǧūlije (Koordinaten 1458.1735; N 32° 09' 17.3'', E 34° 57' 17'') gerne mit einem ansonsten unbekannten Gilgal in der Scharonebene identifiziert (Abel 338). Über den archäologischen Befund des Ruinenhügels ist wenig bekannt. Der Keramikbefund weist angeblich in die frühe Eisenzeit (Albright 8). In Ǧilǧūlije sind darüber hinaus Mosaikarbeiten belegt.

6. Gilgal in Efraim?

6.1. Überlieferung. In 2Kön 2,1 wird ein Ort Gilgal erwähnt, von dem aus → Elia und → Elisa nach → Bethel hinabgehen (2Kön 2,2: JRD). Hieraus folgt, dass dieser Ort zum einen in der Nähe von Bethel im Gebirge Efraim liegt. Zum anderen schließt das Hinabgehen eine Gleichsetzung mit dem Ort Gilgal im Jordangraben aus, da man von dort nach Bethel hinaufgehen muss. Der in 2Kön 2,1 genannte Ort könnte darüber hinaus mit dem Gilgal bei Sichem identisch sein. Hier lässt sich ebenfalls keine befriedigende Lösung finden. Möglicherweise ist zudem 2Kön 4,18 mit dem Ort Gilgal in Efraim in Verbindung zu bringen, auch wenn es sich hier ebenso um den bekannten Ort im Jordantal handeln kann.

Auch Eusebius erwähnt außer dem Gilgal im Jordangraben einen Ort Gilgal, der bei Bethel liegen soll (Onomastikon 66,6-7), so dass es offenbar ein Gilgal in Efraim zumindest in byzantinischer Zeit gegeben hat. Möglicherweise bezieht sich der mittelalterliche Gelehrte Estori ha-Farchi auf diesen Ort, da er ein Gilgal unweit von Bethel kennt (Edelmann 48a,10).

6.2. Lokalisierung. Aufgrund der Beschreibung in 2Kön 2,1-2 wird der dort genannte Ort Gilgal höher als Bethel liegen, da man von dort nach Bethel hinabgehen muss. Möglicherweise liegt dieser Ort im Norden von Bethel. Insofern wird aufgrund der Namensähnlichkeit gerne der Ort Ǧilǧilije (Koordinaten: 1712.1598; N 32° 01' 53.8'', E 35° 13' 23.9'') ungefähr 12 km nördlich von Bethel vorgeschlagen. Der dortige Siedlungsbefund weist vor allem in die byzantinische bis ottomanische Zeit (Kochavi 170). Allerdings ist eine Scherbe der Eisenzeit II ebenso belegt (Finkelstein / Lederman 557). Insofern ist eine Gleichsetzung mit dem biblischen Ort fraglich. Hinzu kommt, dass der moderne Ort fast 100 m tiefer liegt als Bethel. Vielleicht ist der efraimitische Ort Gilgal mit einem der eisenzeitlichen Hügel in der näheren Umgebung von Ǧilǧilije zu identifizieren. Chirbet ‛Aljāte (Koordinaten: 1727.1594; N 32° 01' 38.6'', E 35° 14' 20'') bietet einen guten Blick nach Norden und Westen. Vor allem auf der Hügelspitze befinden sich einige Mauerreste. Darüber hinaus fand man eine Olivenpresse, zwei Säulen und Zisternen. Der Keramikbefund weist in die Frühbronzezeit, die Eisenzeit sowie die persische bis arabische Zeit (Finkelstein / Lederman 560). Möglicherweise ist der biblische Name Gilgal in späterer Zeit von Chirbet ‛Aljāte nach Ǧilǧilije gewandert. Auch eine Identifizierung mit Chirbet ed-Dawwāra ist vorgeschlagen worden (→ Chirbet ed-Dawwāra).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Ausschnitt aus der Madabakarte mit Darstellung von Gilgal.
  • Abb. 2 Vorschläge zur Lokalisierung von Gilgal im Jordangraben. © Erasmus Gaß, gezeichnet nach nach Bennett 112
  • Abb. 3 Omaijadenpalast in Chirbet el-Mefǧir. © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2010)
  • Abb. 4 Bauphasen des Klosters von Chirbet en-Nitla. © Erasmus Gaß, gezeichnet nach Kelso / Baramki pl.40
  • Abb. 5 Lage von Tell Muilenburg 2. © Erasmus Gaß, gezeichnet nach Muilenburg 21
  • Abb. 6 Ausgrabungen auf Tell Muilenburg 2. © Erasmus Gaß, gezeichnet nach Muilenburg 23
  • Abb. 7 Euthymiuskloster von Chān el-Aḥmar. © Erasmus Gaß, gezeichnet nach Hirschfeld NEAEHL9
  • Abb. 8 Plan von el-‛Unuq. © Erasmus Gaß, gezeichnet nach Zertal 435
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