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Lexikon

Gibea

Andere Schreibweise: Gibeah (engl.)

Klaus Koenen

(erstellt: Jan. 2006; letzte Änderung: Juli 2016)

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Das Alte Testament kennt drei Orte namens Gibea: einen im Süden Judas (Jos 15,57), einen im ephraimitischen Bergland, das Gibea des Pinhas (Jos 24,33), und das berühmte Gibea Sauls, das zum Stammesgebiet → Benjamins gehörte (Jos 18,28).

1. Name

„Gibea“ (גִּבְעָה giv‘āh) wird meist mit Artikel gebraucht und bedeutet dann „der Hügel“. Der Name dürfte demnach Orte bezeichnen, die auf markanten Hügeln lagen.

2. Das Gibea Sauls

2.1. Biblische Überlieferung

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 1 Karte zur Lage von Gibea.

Mit dem in Benjamin gelegenen Gibea verbinden sich vor allem zwei Überlieferungen:

2.1.1. Die Schandtat von Gibea (Ri 19-21). Die Erzählung spielt in der Richterzeit. Ein → Levit will auf der Durchreise mit seiner Frau in Gibea übernachten, wird aber – schon hier zeigt sich die polemische, gegen Gibea gerichtete Tendenz der Erzählung – nur von einem → Fremden, einem alten Mann aus Ephraim, aufgenommen (→ Gastfreundschaft). Die Bewohner der Stadt fordern von ihm, den Leviten auszuliefern, um ihn zu erkennen, d.h. zu vergewaltigen (→ Homosexualität); sie geben sich aber mit dessen Frau zufrieden. Diese vergewaltigen sie die ganze Nacht, bis sie tot zusammenbricht. Der Levit zerteilt die Leiche seiner Frau in zwölf Stücke und verschickt diese im ganzen Land, um Israel gegen Gibea zu mobilisieren. Die Männer Israels sammeln sich in → Mizpa und fordern von Benjamin die Auslieferung der Schuldigen. Doch Benjamin sammelt sich seinerseits in Gibea zum Kampf. Nach ersten Niederlagen, die in der Erzählung eine retardierende Funktion haben, bringt Israel dem Heer Benjamins durch einen Hinterhalt eine vernichtende Niederlage bei und lässt die Stadt in Flammen aufgehen.

Inwiefern die Erzählung – und sei es nur darin, dass sie Gibea mit innerisraelitischen Kämpfen verbindet – historisch ist, wird man kaum mehr sagen können (zum fiktiven Charakter vgl. Groß, 877-885). In ihrer antibenjaminitischen, speziell gegen die Stadt Sauls gerichteten Tendenz entspricht sie der Polemik gegen → Saul in der → Aufstiegserzählung (vgl. z.B. 1Sam 13-15, 1Sam 16,14-23, 1Sam 28). In Hos 10,9f ist die Schandtat von Gibea zum einen Typos für die gegenwärtige Schuld Israels, zum anderen dafür, dass der Schuld Vernichtung folgt, und zwar wie am Anfang so am Ende der Geschichte Israels durch das Brudervolk. In Hos 9,9 wird der Anschlag auf den Leviten zum Urbild für die Anfeindung, der der Prophet selbst ausgesetzt ist (vgl. Jeremias, 133f; dagegen Groß [878-880], der Ri 19-21 als „nachexilisches Erzeugnis schriftgelehrter Arbeit“ [879] betrachtet).

2.1.2. Das Gibea Sauls (1Sam 11,4; 1Sam 15,34; 2Sam 21,6; Jes 10,29). → Saul stammt zwar, wie das Familiengrab in Zela (= Chirbet Salach ?) belegt (2Sam 21,14), trotz 1Sam 10,26 kaum aus Gibea, hat diesen Ort jedoch zur Residenz und damit zum Zentrum seines Herrschaftsgebiets erhoben (1Sam 22,6). Deswegen spielen hier eine Reihe von Überlieferungen: → David soll Saul hier, nachdem diesen ein „böser Geist“ (→ Geist) ergriffen hat, durch Harfenspiel besänftigen (1Sam 16,14ff), doch bald wird der König auf David und dessen militärische Erfolge eifersüchtig und trachtet ihm in Gibea bzw. von Gibea aus nach dem Leben, während sein Sohn → Jonathan ihm zur Flucht verhilft (1Sam 18,6ff; 1Sam 19,1ff). Später werden in dem Ort Sauls sieben seiner Nachkommen von den → Gibeonitern aus Rache hingerichtet (2Sam 21,6, Lutherbibel 1984 ändert zu Gibeon).

2.2. Lage und Identifizierung

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2001)

Abb. 2 Tell el-Fūl von Südwesten.

Folgende Lokalisierungen Gibeas stehen zur Diskussion:

1) Tell el-Fūl. Weithin wird Gibea mit Tell el-Fūl [Tell el-Ful] identifiziert, dem „Tell der Bohnen“, der seinen Namen wohl einer entsprechenden Bepflanzung verdankt. Diese Lokalisierung findet sich neuzeitlich schon bei Robinson (2.Aufl. 1860, 578f) und ist in jüngster Zeit gegenüber ihrer Bestreitung durch Arnold u.a. (s.u.) von Schniedewind (2006), Harris (2014) und Na’aman (2014) wieder vertreten worden. Der Tell liegt 5 km nördlich der Jerusalemer Altstadt (Koordinaten: 1719.1367; N 31° 49' 22'', E 35° 13' 53''; 825m ü.M.), doch handelt es sich bei ihm nicht um einen → Tell im eigentlichen Sinne, sondern um einen sehr markanten, frei stehenden, relativ steilen, ca. 30m hohen Hügel, der nur eine relativ dünne Siedlungsschicht aufweist. Von seinem ebenen Plateau (ca. 150 x 90m) hat man einen weiten Blick in alle Himmelsrichtun­gen, vor allem kann man von ihm aus die seit alters westlich des Tells vorbeiführende Hauptstraße, eine Nord-Süd-Achse Palästinas, gut kontrollieren. Das gibt dem Ort seine strategische Bedeutung. Eine größere Stadt kann es auf dem Hügel angesichts der schwierigen, auf Zisternen basierenden Wasser­ver­sor­gung nicht gegeben haben. Man hat hier nur Dörfer und vor allem militärische Einrichtungen errichtet.

Aus: G. Dalman, Hundert deutsche Fliegerbilder aus Palästina, Gütersloh 1925, Nr. 21 (Beschriftung Klaus Koenen)

Abb. 3 Tell el-Fūl überragt die benachbarten Hügel an der Straße, die von Jerusalem auf der Wasserscheide nach Norden führt.

Finkelstein (2011, 115f) kommt zu der von ihm selbst als spekulativ eingestuften Vermutung, dass es sich bei Tell el-Fūl um das Piraton (Φαραθων Pharathōn) von 1Makk 9,50 handelt, das mit dem biblischen Perat (פְּרָת pərāt) von Jer 13,4 (wo nicht der → Euphrat gemeint sei) sowie dem Para (פָּרָה pārāh) von Jos 18,23 zu identifizieren sei (→ Para).

2) Ǧeba‘. Der Identifizierung mit Tell el-Fūl haben in neuerer Zeit zunächst J.M. Miller (1975), ausführlich dann sein Schüler P.M. Arnold (1990, 39-60) und jüngst I. Finkelstein (2011, 108.114f) widersprochen. Sie wollen Gibea mit → Geba gleichsetzen – nach Arnold ist Gibea der ältere, im Nord-Reich übliche Name, Geba der später in Juda gebräuchliche –, und beide mit dem heutigen Ǧeba‘ identifizieren, das 5km nordöstlich von Tell el-Fūl an der Südseite des Wādī eṣ-Ṣwēnīṭ liegt.

3) Tell el-Fūl und Ǧeba‘. E. Gaß (2005, 405-410) und W. Groß (2009, 817-819.833f) unterscheiden zwischen dem Gibea Sauls, das sie mit Tell el-Fūl gleichsetzen, und dem Gibea Benjamins, das sie – ebenso wie Geba – mit Ǧeba‘ identifizieren und das in der Erzählung von Ri 19-21 im Blick sei.

In der Diskussion um diese Identifizierungen haben folgende Argumente Gewicht. Für die Gleichsetzung von Gibea und Geba sowie deren Identifizierung mit Ǧeba‘ wird angeführt:

1) Gibea und Geba können promiscue gebraucht werden. Das in 1Sam 10,5 bei einem Philisterposten lokalisierte Gibeat ha-Elohim („Höhe Gottes“) ist nach dem folgenden v10 mit Gibea, nach der Lokalisierung des Philisterpostens in 1Sam 13,3 mit Geba zu verbinden. Mit Gibea ist hier also Geba, und umgekehrt ist in Ri 20,10 (u.ö.?) mit Geba Gibea gemeint.- Der scheinbar promiscue Gebrauch kann jedoch auf Fehlern der Überlieferung beruhen (vgl. Stoebe, 269ff).

2) Der Hinterhalt bei Gibea, von dem Ri 20 erzählt, setzt eine zerklüftete Landschaft voraus, wie sie sich bei Ǧeba‘ findet, nicht jedoch im offenen Gelände von Tell el-Fūl.- Dem ist allerdings zu entgegnen, dass der Hinterhalt nach Ri 20,30ff darin besteht, dass man die Truppen aus dem Ort lockt, ehe man angreift, und das ist auch in der Landschaft von Tell el-Fūl vorstellbar.

3) 1Sam 14,15f setzt voraus, dass man von Gibea aus gut sehen kann, was in Michmas (1Sam 13,5.16) geschieht. Das trifft für Ǧeba‘ zu, nicht jedoch für Tell el-Fūl.

Gegen die Gleichsetzung von Gibea und Geba spricht jedoch:

1) In Jes 10,29 erscheinen Geba und das Gibea Sauls als eigene Größen. Arnold (46) kann dies nur durch eine Änderung des Textes vermeiden.

2) Auch in Jos 18,21-28 werden beide Orte genannt. Die Lesart „Gibea“ (v28) beruht hier zwar auf einer Textänderung (statt MT גִּבְעַת קִרְיַת „Höhe von Qirjat“ ist „Gibea, Qirjat“ zu lesen), jedoch lässt sich diese sehr gut begründen, da schon → Septuaginta und → Vulgata „Gibea und Qirjat“ bezeugen und da zwei Orte angegeben sein müssen, weil man sonst nicht auf die am Ende der Liste angegebene Summe von 14 Orten kommt (dass es auch in anderen Listen zwischen der Aufzählung von Orten und der anschließenden Summenangabe Diskrepanzen gibt, ist zuzugestehen, kann jedoch auch dort Textänderungen begründen; vgl. Jos 19,2-6).

Gibea und → Geba sind allerdings schon in der hebräischen und vor allem der griechischen Überlieferung des Bibeltextes verwechselt worden. → Josephus scheint Gibea sowohl mit Tell el-Fūl als auch mit Ǧeba‘ zu identifizieren. In Antiquitates Judaicae V 2,8 lokalisiert er Gibea 20 Stadien nördlich von Jerusalem, was auf Tell el-Fūl deutet (Text Josephus), und in Antiquitates Judaicae VII 11,7 bestätigt er diese Lokalisierung indirekt, denn hier gibt er für → Gibeon, das über Gibea hinaus etwa doppelt so weit von Jerusalem liegt, eine Entfernung von 40 Stadien an (De bello Judaico II 19,1 weicht davon allerdings mit der Angabe von 50 Stadien ab). Demgegenüber identifiziert Josephus Gibea in Antiquitates Judaicae VI 6,1 mit Geba, und in De bello Judaico V 2,1 lokalisiert er Gibea, wie es für Ǧeba‘ (= Geba) ungefähr zutrifft, 30 Stadien von Jerusalem bei dem „Dornental“, womit das Wādī eṣ-Ṣwēnīṭ, das „Tal der Dörnchen“, gemeint sein dürfte.

Für die Identifizierung mit Tell el-Fūl werden folgende Punkte angeführt:

1) In Ri 19,13 kommen für den Leviten, der auf dem Weg von Jerusalem nach Norden zieht, als Quartierorte Gibea und → Rama in Frage (vgl. die Karte Abb. 7). Die Entscheidung für Gibea ergibt sich aus dem Einbruch der Dunkelheit (Ri 19,14). Deswegen bezeichnen die beiden Orte gegen Arnold (vgl. Groß, 834) kaum je eine Station an der westlichen Höhen- und der östlichen Bergstraße, sondern eher eine nähere und eine fernere Quartiermöglichkeit an der Höhenstraße (vgl. Hos 5,8). Eine Route von Jerusalem über Ǧeba‘ nach Rama ergibt im Kontext der Erzählung wenig Sinn. Völlig unabhängig von der Historizität der Erzählung wird damit vorausgesetzt, dass Gibea an der Höhenstraße zwischen Jerusalem und Rama liegt, wie es für Tell el-Fūl zutrifft.

2) Als Fluchtwege bieten sich von dem Punkt, zu dem die Benjaminiter aus Gibea gelockt wurden, also einem Punkt bei Gibea nach Ri 20,31 die Wege nach → Bethel und → Gibeon an. Dies passt zu einem Punkt bei Tell el-Fūl, da von dort die direkten Wege zu diesen beiden Orten nach Norden bzw. Westen abgehen. Allerdings setzt diese Argumentation voraus, dass in Ri 20,31 nicht „Gibea“ (MT) zu lesen ist, da Gibea in Ri 20,29f der Ausgangspunkt ist, sondern „Gibeon“ (vgl. demgegenüber Groß, 861).

3) Nach Hieronymus (Brief 108,8; Donner, 152) zog die Pilgerin Paula (4. Jh. n. Chr.) von Emmaus über Gibeon und Gibea nach Jerusalem (Text Kirchenväter). Bei dieser Route kann mit Gibea Tell el-Fūl, nicht aber Ǧeba‘ gemeint sein (vgl. die Karte Abb. 7).

Gegen die Gleichsetzung mit Tell el-Fūl wird demgegenüber eingewandt:

1) In Gibea gab es nach Ri 19,15 einen „Platz“ und nach Ri 20,15 verfügte der Ort über 700 Elitesoldaten. Dies setzt – selbst wenn man mit Übertreibungen rechnet – eine größere Stadt voraus (Gaß, 406.409f). Auf dem Tell el-Fūl ist für eine derartige Stadt jedoch gar kein Raum. Nach dem Grabungsbefund hat es in der späten → Eisenzeit I dort zudem keine Stadt gegeben, die so bedeutend war, dass sie das Gibea Sauls gewesen sein könnte. Nach Finkelsteins (2011, 114f) Analyse der Grabung gab es dort zur Zeit Sauls nicht einmal eine Königsresidenz, sondern nur ein kleines Dorf.- Diese Argumente ziehen jedoch nur, wenn man voraussetzt, dass zumindest die biblischen Aussagen zu Gibea im Wesentlichen historisch zuverlässig sind. Geht man jedoch davon aus, dass sie erst deutlich später entstanden sind, muss man auch damit rechnen, dass ein Erzähler in seiner Darstellung spätere Verhältnisse anachronistisch in frühere Zeiten projiziert, dass also z.B. implizite oder explizite Aussagen über die Größe Gibeas Verhältnisse zur Zeit des Erzählers spiegeln oder einer Zeit, die zwischen der erzählten Zeit und dem Erzähler liegt, so dass Tell el-Fūl zur Zeit des Erzählers durchaus auch schon wieder verlassen gewesen sein kann. Zudem muss man damit rechnen, dass er seine Darstellung ohne Rücksicht auf die (ihm unbekannten) historischen Verhältnisse frei gestaltet.

2) Tell el-Fūl soll nach dem Keramikbefund im 8. Jh. v. Chr. unbesiedelt gewesen sein, während es sich bei Gibea nach den Propheten → Hosea und → Jesaja zu dieser Zeit um einen wichtigen Ort gehandelt haben müsste.- Zumindest die Hosea-Belege setzen eine aktuelle Besiedlung des Ortes keineswegs voraus, und für Jes 10,29 würde eine geringe Besiedlung genügen. Für eine Besiedlung von Tell el-Fūl im späten 8. Jh. sprechen jedoch einige dort gefundene Königsstempel, die aus dieser Zeit stammen dürften (zu deren Datierung s.u. 2.3.).

Angesichts der Diskussionslage ist die Identifikation Gibeas mit Tell el-Fūl immer noch die wahrscheinlichste.

2.3. Geschichte

Da die biblischen Erzählungen, die in Gibea spielen, keine historisch zuverlässigen Informationen zur Geschichte des Ortes bieten, kann sich die Darstellung der Geschichte nur auf die Ausgrabungen stützen. Der Grabungsbefund ist jedoch in vielen Punkten äußerst unklar. Deswegen bleibt die Darstellung der Geschichte Gibeas mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

Die Ausgrabungen: Tell el-Fūl war einer der ersten Grabungsorte in Palästina. So kommt es, dass die Schichten hier noch von unten nach oben statt von oben nach unten gezählt werden. Die Grabungen begannen 1868 mit einer zweiwöchigen Kampagne von Charles Warren, die jedoch ohne Bedeutung blieb. Zu umfangreicheren Ausgrabungen kam es unter der Leitung von W.F. Albright 1922-23 (Albright, 1924) und 1933 (Sinclair, 1960). Um offene Fragen zu klären, hat P.W. Lapp 1964 (nach seinem Tod publiziert von seiner Frau N.L. Lapp, 1981, dazu Hübner, 1987) eine endgültig letzte Kampagne unternommen, ehe König Hussein von Jordanien anfing, hier einen Palast zu errichten, der seit der Eroberung des Gebiets durch Israel 1967 als unvollendeter Rohbau dem Verfall preisgegeben ist. Die großen zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Grabungen sowie ihren Publikationen haben, da die Grabungs- wie Datierungsmethoden im Laufe der Zeit verfeinert werden konnten, zu erheblichen Unterschieden in der Datierung und Deutung der Funde geführt. Die Datierungen kranken daran, dass sie nicht auf Keramikfunden basieren, die Fußböden der Festung zugeordnet sind (vgl. Finkelstein, 1988, 56-60). Jede Rekonstruktion der Geschichte des Tells bleibt deswegen mit großen Fragezeichen versehen. Heute ist auf dem Tell von den Grabungen – abgesehen von Grabungslöchern im Nordosten – nichts mehr zu sehen.

In den 2000er Jahren wurden am Hang bzw. Fuß von Tell el-Fūl angesichts von Bauarbeiten mehrfach Notgrabungen durchgeführt (Avner; ‘Adawi). Sie förderten außer Scherben (Mittelbronzezeit IIB; Eisenzeit II; „Zeit des Zweiten Tempels“) und dünnen Mauerresten (Eisenzeit) vor allem Schachtgräber zu Tage, die die Ausgräber annehmen lassen, dass hier im Übergang von der Frühen zur Mittleren Bronzezeit eine Nekropole angelegt wurde, deren Gräber in der Mittelbronzezeit IIB wiederverwendet worden sind. Nach Kloner (2001, 38*) befand sich am Osthang des Tells eine Siedlung in der Mittelbronzezeit II, später aber auch in herodianischer, spätrömisch-byzantinischer und mamlukischer Zeit.

Aus: W.F. Albright, A New Campaign of Excavation at Gibea of Saul, BASOR 52 (1933), 6-12, 7 (bearbeitet von Klaus Koenen)

Abb. 4 Festung I und II nach Albright.

Die Geschichte der Besiedlung auf dem Plateau von Tell el-Fūl beginnt, lässt man die wenigen Scherben der Mittelbronzezeit außer Acht, in der Eisenzeit.

Str. I: In der frühen → Eisenzeit I entstand auf dem Tell nach Albright eine kleine Siedlung, von der nur geringe Reste der Wohnbebauung unter Mauern von Str. II zeugen. Entgegen vorschnellen Behauptungen nach der Kampagne von 1922/23 belegt nichts, dass hier in vorstaatlicher Zeit – wie Ri 19f voraussetzt – eine befestigte Stadt lag, die durch Krieg und Feuer zerstört wurde.

Str. II: Nach einer längeren Siedlungslücke wurde eine Festung mit vier Ecktürmen gebaut, von der man allerdings nur wenig gefunden hat, nämlich die aus großen, groben Steinen in unregelmäßigen Reihen gesetzten Mauern des Südwest-Turms (17,80 x 11,60m), die noch bis zu 2m hoch standen, ferner an sie anstoßende Mauern und in einem nördlich des Turms ausgehobenen Trench von 1964 ein 3m langes Stück der 1,5m breiten West-Mauer („Wall-S“) mit Scherben der späten Eisenzeit I im Fundamentgraben. Der so ummauerte Platz soll unbebaut gewesen sein.

Aus: N.L. Lapp, Art. Tell el-Fūl, in: NEAEHL II, Jerusalem, 445-448, 446 (bearbeitet von Klaus Koenen)

Abb. 5 Festung I und II nach Lapp.

Umstritten sind angesichts der geringen Funde vor allem drei Punkte:

1) Der Grundriss der Anlage. Albright und Lapp rekonstruieren aufgrund von Analogien (vgl. Weippert, 480ff) eine rechteckige Festung mit vier vorspringenden Ecktürmen. Bei Albright ist sie länglich (34 x 52m), bei Lapp aufgrund eines später gefundenen nördlicheren Mauerabschnitts, der zur West-Mauer gehört haben soll, fast quadratisch (ca. 62 x 57m). Arnold rekonstruiert dagegen keine größere Anlage, sondern nur einen Wachturm mit anliegenden Gebäuden (1990, 52).

2) Die Mauer. Albright betrachtete die an die Bastion anstoßende Mauer als eine in ihren Räumen zum Teil genutzte, zum Teil mit Schutt gefüllte Kasemattenmauer, die lange als die älteste Kasemattenmauer Palästinas galt (→ Befestigungsanlagen). Nach dem Fund des besagten nördlicheren Mauerabschnitts, der zur West-Mauer gehört haben soll, hat Lapp dieses Bild korrigiert und sie ohne Kasematten rekonstruiert. Finkelstein (1988, 59) bestreitet, dass der nördliche Mauerabschnitt zu einer Festung gehörte. Auch bei den beiden als Kasemattenmauer gedeuteten Mauerzügen handelt es sich nach Finkelstein (2011, 111) nicht um eine Festungsmauer, sondern um Hausmauern der Eisenzeit II oder der hellenistischen Zeit. Für eine Kasemattenmauer seien die parallelen Mauerzüge mit 0,8 und 0,5m nämlich zu dünn; zudem sei Lapps Zeichnung (1981, 310) inkonsequent, da in ihr von der Eckbastion nach wie vor eine Kasemattenmauer abgeht.

3) Die historische Zuordnung. Albright unterscheidet zwischen Festung I und II (anders Lapp). Für Festung I soll eine Ascheschicht belegen, dass sie zerstört wurde und dass es im Turminnern eine Holzkonstruktion gegeben hat, die von der Mehrstöckigkeit und Höhe des Gebäudes zeuge. Festung II sei ein Wiederaufbau dieser Anlage, bei dem man wesentlich kleinere Steine verwendet habe und der bald wieder aufgegeben worden sei. Festung I wird entweder aufgrund von 1Sam 10,5 (vgl. 1Sam 13,3) den Philistern oder wegen des Fehlens sog. Philisterkeramik Saul zugeschrieben, Festung II dementsprechend im ersten Fall Saul oder im zweiten David. Archäologisch sind solche Zuschreibungen problematisch.

Tabelle: Die Strata von *Tell el-Fūl*.

Tabelle: Die Strata von *Tell el-Fūl*.

Man hat in dem relativ kleinen Grabungsbereich 24 in den Fels geschlagene, glockenförmige Silos gefunden, die wohl der Lagerung von Vorräten, bes. Wein und Getreide, in großen Krügen dienten und den Silos von → Gibeon vergleichbar sind. Die großen Kammern erreichen eine Tiefe von durchschnittlich 2,25m, die kleinen von 1,6m. Sie stammen zum Teil – falls die Überbauung tatsächlich in die → Eisenzeit II datiert – aus der Eisenzeit I, zum Teil aber auch erst aus späteren Zeiten und sind zuletzt in hellenistischer Zeit benutzt worden.

Aus: N.L. Lapp (Hg.), The Third Campaign at *Tell el-Fūl*. The Excavations of 1964 (AASOR 45), Cambridge (Mass.) 1981, 311

Abb. 6 Festung III.

Str. IIIA: Nach einer langen Siedlungslücke entstand Festung III, die sich nach den Rekonstruktionen von den Vorgängerbauten erheblich unterscheidet: keine Zitadelle mit vier Ecktürmen, sondern ein Wachturm mit Kasemattenmauer; keine selbständige Residenz, sondern ein Vorposten im Festungssystem um Jerusalem (anders Hübner [228], der aufgrund von Revetmentresten im Nordosten und Analogien wieder eine Festung mit mehreren Türmen für möglich hält). Aufgrund von Königsstempeln (s. dazu → Eisenzeit II 8.), die sich in Lachisch nur in Schichten aus der Zeit vor 701 v. Chr. fanden, wird diese Festung ins späte 8. Jh. v. Chr. datiert (Lipschits u.a. wollen einen Teil der Königsstempel erst dem 7. Jh. zuzuweisen – darunter die von Tell el-Fūl [2011, 32], obgleich sie nur bei wenigen die Merkmale finden, die sie für das 7. Jh. für typisch halten; Ussishkin hat dieser Spätdatierung widersprochen und setzt alle Königsstempel weiterhin im 8. Jh. an [2012, 14]). Rosettenstempel, die am Ende der Königszeit ein Pendant zu den älteren Königsstempeln bieten, belegen den Fortbestand der Anlage im 7. Jh.

Spuren von Reparaturarbeiten führen zur Unterscheidung zweier Phasen mit einer dazwischen liegenden Zerstörung, die man mit dem syrisch-ephraimitischen (734 v. Chr.) oder dem assyrischen (701 v. Chr.) Angriff auf Jerusalem in Verbindung bringt. Gefunden wurden von der Festung ein außen 17 x 15m messender Turm, der über dem Südwest-Turm von Festung II stand und rundum mit massiven, 60 Grad schrägen Steinböschungen (Revetments) geschützt war, sowie Reste einer relativ schmalen Kasemattenmauer (2,5-3m), die sich im Westen vom Turm aus auf über 11m und im Osten auf über 20m verfolgen ließ. Hausreste zeugen darüber hinaus von einem Dorf an der Ost-Seite des Tells.

© public domain (angefertigt von Klaus Koenen)

Abb. 7 Karte: Wege im Umfeld von Gibea.

Der syrisch-ephraimitische Krieg: Im Jahr 734 v. Chr. wurden Gibea und andere nordjudäische Orte von der gegen Jerusalem anrückenden Koalition aus Aram (=Syrien) und Israel (=Ephraim) zunächst eingenommen (→ Syrisch-ephraimitischer Krieg), aufgrund des assyrischen Drucks jedoch bald wieder aufgegeben. Jes 10,27ff hat, wenn der Text eine reale militärische Operation dokumentiert, bei dem von Norden anrückenden, namentlich nicht genannten Angreifer ursprünglich wohl nicht die Assyrer, die von Westen über → Lachisch kamen, im Blick – das suggeriert erst der redaktionelle Kontext (Jes 10,5.12.24) –, sondern das syrisch-ephraimitische Heer. Indem Jesaja Gibea schon auf der Flucht und den Vorposten Jerusalems damit genommen sieht, kündigt er Juda (ex eventu) Unheil an. Im Nord-Reich bezieht sich Hosea in Hos 5,8 vermutlich auf den wenig später erfolgten Rückzug der eigenen Truppen. Er ruft die judäischen Orte Gibea und Rama zum Gegenschlag auf und kündigt damit Israel Unheil an.

Str. IIIB: Nach der Zerstörung des 8. Jh.s wurde Festung III bald wieder ausgebessert, ehe das Schicksal sie erneut ereilte. Eine Zerstörungsschicht, die Albright immer wieder, Lapp dagegen nur in der Asche eines nordöstlichen Gebäudes fand, wird der Zerstörung durch → Nebukadnezar im 6. Jh. zugeschrieben. Nach Sinclair war der Ort danach unbesiedelt, bis er in frühnachexilischer Zeit wiederaufgebaut worden sei (Str. IVA). Demgegenüber hat Lapp gezeigt, dass die Zerstörung nur die Befestigungsanlage betraf, während die Wohnbebauung in der Exilszeit im Rahmen einer unbefestigten Siedlung fortbestand, ja über die Grenzen der zu Wohn- und Lagerzwecken weiter genutzten Kasemattenmauer hinausging. Erst in frühnachexilischer Zeit wurde der Ort aufgegeben. Der Keramik von Str. IIIB weist Lipschits (2005, 199-206) eine Leitfunktion zu; sie könne zeigen, wie Keramik der babylonischen Zeit aussah.

Aus: BASOR 7 (1922), 1 (Titelbild)

Abb. 8 Reste des imposanten Festungsturms waren noch im 19. Jh. sichtbar.

Str. IV: Die persische Zeit brachte eine lange Siedlungslücke. Erst in hellenistischer Zeit, vor allem im 2. Jh. v. Chr., gab es – und zwar auch außerhalb des Bereichs von Festung I und II – wieder eine Wohnbebauung, die vom Auf und Ab des Ortes zeugt. Str. IVA und C sind fast nur durch Silos und Fußbodenreste belegt, die Hauptphase, Str. IVB, wieder durch eine Festung. Sie war im Wesentlichen ein imposanter Neubau des Wachturms von Str. III, nur der Innenraum wurde anders gestaltet. Reste dieses Turms wurden noch im 19. Jh. als imposante Anlage beschrieben (Conder / Kitchener, 158f). Besondere Funde von Str. IV sind ein eiserner Zirkel, zwei Henkel mit Siegel (jršlm [=Jerusalem] + Pentagramm; jhd [=Jehud / Juda]), ein Ostrakon („[dem] Chanania, Sohn des Chagab“), 25 meist ptolemäische und seleukidische Münzen und eine Anlage mit zwei verputzten Becken im Südwesten über einem Silo der Eisenzeit II.

Str. V: Eine Fülle römischer Scherben deutet darauf, dass der Tell um 70 n. Chr. nochmals für kurze Zeit besiedelt war. Eine Festung gab es auf dem Tell zu dieser Zeit nicht. Zerstört wurde der Ort vermutlich von Titus, der hier (oder in Ǧeba‘) vor seinem Angriff auf Jerusalem sein Lager aufschlug (Josephus, De bello Judaico V 2,1; Text Josephus).

Finkelstein hat die Deutung des Grabungsbefunds durch Albright sowie Paul und Nancy Lapp einer umfassenden Kritik unterzogen. Die rekonstruierte Festung (I und II) habe es – gleich welchen Umfangs – nie gegeben. Gegen ihre Existenz spreche nämlich, dass die Mauern des östlichen und westlichen Grabungsfelds kaum zum selben Bauwerk gehört haben könnten, da die östlichen Mauern im abfallenden Gelände 2m tiefer liegen als die westlichen sowie dass nicht 90% der Festung verschwunden sein könnten, ohne Spuren zu hinterlassen (2011, 109f). Für die Eisenzeit I bis IIA (1100-900 v. Chr.) sei eine kleine Siedlung zwar durch Keramik bezeugt, doch könne ihr angesichts der Zerstörung durch spätere Bebauung keine einzige Mauer zugewiesen werden. Nach einer um ca. 900 v. Chr. beginnenden Siedlungslücke sei der Hügel erst im frühen 7. Jh., in das Finkelstein die oben angesprochenen Königsstempel Lipschits u.a. folgend (s.o.) datiert, wieder besiedelt worden, und zwar vermutlich angesichts des Zustroms von Flüchtlingen aus dem Gebiet des früheren Nordreichs oder der Schefela (Einnahme von → Lachisch 701 v. Chr.; 2011, 111f). Den Festungsturm hält Finkelstein für einen Wachturm, den er den → Assyrern zuschreibt, die dann hier und in → Ramat Rahel, also 5 km nördlich und südlich von Jerusalem, Stützpunkte zur Kontrolle der Höhenstraße errichtet hätten. Unklar bleibt bei dieser These, wie sich die Ansiedlung von israelischen oder judäischen Flüchtlingen direkt neben einem militärischen Stützpunkt der Assyrer erklärt. Eine zweite Phase des Turms schreibt Finkelstein der babylonischen Besatzung zu (6. Jh.). Nach einer Siedlungslücke in persischer Zeit sei in hellenistischer Zeit der Turm erneuert und wieder eine Siedlung angelegt worden.

3. Das Gibea des Pinhas

Nach Jos 24,33 wurden die aaronidischen Priester → Eleasar und sein Sohn → Pinhas in einem Ort Gibea begraben, der in Ephraim lokalisiert und auffälligerweise nach dem Sohn „Gibea des Pinhas“ genannt wird. Heute werden in Awerta (’Awartā) bei Nablus Gräber als diese Gräber der Aaroniden gezeigt (Näheres → Eleasar).

4. Gibea in Juda

Jos 15,21-62 enthält eine Liste der Städte Judas. In ihr findet sich ein weiterer Ort Gibea (Jos 15,57), der im Judäischen Berglandgelegen haben muss, sich jedoch nicht näher lokalisieren lässt (Vorschläge bei de Vos, 444 Anm. 723). Er ist wohl in 1Chr 2,49 im Blick, wenn unter den Nachkommen Kalebs neben anderen Personen, deren Namen Ortsnamen entsprechen, ein gewisser Gibea genannt wird.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel (Gibea / Tell el-Fūl)

  • Biblisch-historisches Handwörterbuch, Göttingen 1962-1979
  • Biblisches Reallexikon, 2. Aufl., Tübingen 1977
  • Neues Bibel-Lexikon, Zürich u.a. 1991-2001
  • The Anchor Bible Dictionary, New York 1992
  • The New Encyclopedia of Archaeological Excavations in the Holy Land, Jeru­salem 1993
  • The Oxford Encyclopedia of Archaeology in the Near East, Oxford / New York 1997
  • Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Aufl., Tübingen 1998ff
  • Archaeological Encyclopedia of the Holy Land, New York / London 2001
  • Calwer Bibellexikon, Stuttgart 2003
  • Encyclopedia of the Bible and its Reception, Berlin / New York / Boston 2009ff

2. Weitere Literatur

  • ‘Adawi, Z., 2009, Jerusalem, Tell el-Ful, Hadashot Arkheologiyot 121 (im Internet)
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Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Karte zur Lage von Gibea. © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 2 Tell el-Fūl von Südwesten. © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2001)
  • Abb. 3 Tell el-Fūl überragt die benachbarten Hügel an der Straße, die von Jerusalem auf der Wasserscheide nach Norden führt. Aus: G. Dalman, Hundert deutsche Fliegerbilder aus Palästina, Gütersloh 1925, Nr. 21 (Beschriftung Klaus Koenen)
  • Abb. 4 Festung I und II nach Albright. Aus: W.F. Albright, A New Campaign of Excavation at Gibea of Saul, BASOR 52 (1933), 6-12, 7 (bearbeitet von Klaus Koenen)
  • Abb. 5 Festung I und II nach Lapp. Aus: N.L. Lapp, Art. Tell el-Fūl, in: NEAEHL II, Jerusalem, 445-448, 446 (bearbeitet von Klaus Koenen)
  • Abb. 6 Festung III. Aus: N.L. Lapp (Hg.), The Third Campaign at Tell el-Fūl. The Excavations of 1964 (AASOR 45), Cambridge (Mass.) 1981, 311
  • Abb. 7 Karte: Wege im Umfeld von Gibea. © public domain (angefertigt von Klaus Koenen)
  • Abb. 8 Reste des imposanten Festungsturms waren noch im 19. Jh. sichtbar. Aus: BASOR 7 (1922), 1 (Titelbild)

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