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Lexikon

Galatien

Felix John

(erstellt: Nov. 2016)

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1. Der Begriff „Galatien“

Der Terminus „Galatien“ bezeichnet einerseits die historische Landschaft der Galater im Innern → Kleinasiens. Bei den Galatern handelt es sich um im 3. Jh. v. Chr. auf die kleinasiatische Halbinsel gekommene Keltengruppen. Galatai (Galater) ist zwar ein Synonym für Keltoi (Kelten). Doch nur die in Kleinasien lebenden Kelten bezeichnet man als Galater. Sie werden in antiken Quellen auch Gallograeci genannt, ihr Siedlungsgebiet daher Gallograecia (Liv. 38,17,9).

„Galatien“ war andererseits der Name einer im Jahr 25 v. Chr. gegründeten → römischen Provinz, die sowohl die Galaterterritorien als auch – in sich im Laufe der Zeit verändernder Zusammensetzung – weitere Gebiete umfasste, etwa Phrygien am Gebirge (Phrygia Paroreius) und Lykaonien im Süden, Paphlagonien im Norden.

Die Doppeldeutigkeit des Ausdrucks „Galatien“ trägt neben anderen Faktoren zur Unsicherheit darüber bei, wo die paulinischen „Gemeinden Galatiens“ (Gal 1,2), die Adressaten des Galaterbriefs, zu lokalisieren sind. Zentralkleinasien insgesamt erfreut sich seit über zwei Jahrzehnten einer intensiven altertumswissenschaftlichen Erforschung (Coşkun 2013c; Marek; Mellink; Mitchell 1993; Strobel 1998; vgl. Bürchner; Brandis).

2. Bis zur Provinzgründung

2.1. Kelten in Kleinasien

In der Zeit der → Diadochenkämpfe zogen keltische Stämme aus dem Donauraum bis nach → Griechenland. Mehrere von ihnen wurden um 279 v. Chr. von Nikomedes I. von Bithynien angesichts der von den → Seleukiden ausgehenden Bedrohung seiner Macht als Söldner angeworben. Livius spricht von zwanzigtausend nach Kleinasien Übersetzenden, davon die Hälfte Krieger (Liv. 38,16,2).

Zumindest in der Frühzeit lebten möglicherweise noch nicht alle von ihnen durchgehend sesshaft. Bekannt sind aber die Gebiete, die sie dauerhaft besiedelten. Der Stammesverband der Tolistobogier lebte im Umkreis von Gordion und Pessinus, die Tektosagen westlich von ihnen um Ancyra und die Trokmer am östlichsten in der Gegend um Tavium. Wie die Ansiedlung im Einzelnen vonstattenging – möglicherweise verblieben die Tektosagen zunächst in Pontus und kamen erst in den späten 240er-Jahren nach Galatien – ist ebenso umstritten wie der Umgang der Galater mit der phrygischen Vorbevölkerung (Coşkun 2011, 2013a; Strobel 1996, 2007). Von Galatern verfasste Quellen besitzen wir nicht; auch archäologisch haben sie in ihrer Frühzeit keine aussagekräftigen Spuren hinterlassen (Coşkun 2014b). Entsprechend wenig wissen wir über ihr Leben. Überliefert ist aber, dass sie ihre keltische Sprache viele Jahrhunderte hindurch beibehielten (Lukian. Alexandros 51; Greg. Nyss. epist. 20,1 u.a.). Eine ganze Reihe von Ortschaften scheint von ihnen mit einem keltisch gebildeten Namen versehen worden zu sein (Coşkun 2009a). Die meisten Galater lebten in Dörfern im Umkreis der Kastelle ihrer Clanchefs (Strab. 12,5). Der hellenistischen Welt gegenüber öffnete sich ihre Elite nur ansatzweise (Coşkun 2011).

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dying\_Gaul.jpg?uselang=de; CC-BY-SA 3.0.

Abb. 1 Sterbender Galater, Rom, Kapitolinische Museen; BeBo68.

Den Griechen und später den Römern galten die Galater als barbarische Horden, die die zivilisierten Länder des östlichen Mittelmeerraums bedrohten. Zweifellos plünderten und zerstörten die galatischen Söldner in Kleinasien; ihr Dienst bei hellenistischen Herrschern unterschied sich aber nicht wesentlich von dem anderer Rekrutierter (Mitchell 2009, 288; Strobel 1996, 242). Insbesondere die Attaliden Pergamons illustrierten ihre Siegespropaganda durch Bildnisse, die die Niederlage der furchteinflössenden „Barbaren“ darstellten (Strobel 1992). Ob die als römische Kopien bekannten, zweifellos mit Stereotypen arbeitenden Statuen wie die des sterbenden Galaters (Abb. 1) ihren historischen Pendants in Kleinasien ähnelten, muss angesichts der Quellenlage aber offenbleiben (Coşkun 2014b, 148-151).

2.2. Die Klientelkönige Deiotaros und Amyntas

Nachdem Cn. Manlius Vulso im Jahr 189 v. Chr. noch gegen die Seleukiden und die mit ihnen verbündeten Galaterstämme zu Felde gezogen war, wandelte sich in der Mitte des 2. Jh. v. Chr. die römische Interessenslage. Nach der Zurückdrängung Makedoniens erübrigte sich → Pergamon als wichtiger Verbündeter. Der Pergamener Eumenes II. konnte eine galatische Erhebung zwar noch zurückdrängen, Rom erklärte daraufhin aber die Galater für autonom und verhinderte so Pergamons Kontrolle über sie (Pol. 31,2). Aus römischer Sicht fungierten nun die Galater als Puffer gegen die von Pontus ausgehende Bedrohung des eigenen Machtanspruchs in Kleinasien. Die Besetzung galatischer Territorien und das Massaker des Mithradates VI. von Pontus an weiten Teilen der galatischen Stammeselite ließ die Galater nun umso entschlossener an die Seite Roms treten. Diese Entwicklung gipfelte in der Romtreue des tolistobogischen Tetrarchen Deiotaros, der als amicus populi Romani der wichtigste Verbündete Roms im Orient wurde (Coşkun 2005). Für seine vielfältigen Kriegsdienste erhielt er den Königstitel und die Herrschaft über außergalatische Gebiete.

Sein Nachfolger wurde Amyntas, der letzter (Klientel-)König der Galater werden sollte. Amyntas’ Herrschaftsgebiet umfasste neben den Gebieten der Galaterstämme weite Teile im Süden und Südwesten der kleinasiatischen Halbinsel, von denen er einige selbst eroberte, einige für Freundschaftsdienste erhielt. Im römischen Bürgerkrieg brachten die Galater eine große Streitmacht auf der Seite der Caesarmörder auf. Unter dem Oberkommando des Amyntas wechselten die galatischen Truppen im Jahr 42 v. Chr. in der ersten Schlacht von → Philippi zu → Marcus Antonius und → Octavian über. Von Antonius erhielt Amyntas daraufhin die galatische und pisidische Königswürde, dazu Teile Lykaoniens, Pamphyliens sowie Isaurien und Phrygien am Gebirge. Nach einem erneuten Seitenwechsel zu Octavian in der Schlacht von Actium sprach der Sieger auch das Raue Kilikien, das Antonius den Kindern der → Kleopatra überlassen hatte, dem Amyntas zu. Amyntas eroberte die ebenfalls südlich der Galaterterritorien gelegenen Orte Derbe und Kremna. Nea Isauria begann er zu einem Stützpunkt auszubauen. Von hier aus startete er den zunächst erfolgreich verlaufenden Angriff gegen resistente Taurusbewohner, die Homonadeis. In eine Falle gelockt, wurde der letzte Galaterkönig in diesem Krieg getötet (Strab. 12,6,3f; Cass. Dio 53,26,3). Dieses Ereignis war der Anlass für die Überführung Galatiens in eine römische Provinz im Jahr 25 v. Chr.

2.3. Von Amyntas beherrschte Gebiete

Amytas’ Herrschaftsgebiet umfasste wirtschaftlich starke Regionen, die den Südteil der späteren Provinz Galatien bilden sollten. Phrygien am Gebirge zählte durch seine naturräumlichen Gegebenheiten zu den fruchtbarsten Gegenden Zentralkleinasiens. Die sich in den Bergmassiven verfangenden Regenwolken sorgten für Bewässerung und machten die niedrigeren Gebirgshänge zu günstigen Anbaugebieten. Infrastrukturell profitierte Phrygien am Gebirge von der Anbindung an die zwischen Ägäis und Euphrat verlaufende Fernstraße (French 1998). In → Antiochia, das erst ab der augusteischen Zeit zu Pisidien gezählt wurde (Plin. nat. 5,94; Apg 13,14; vgl. Strab. 12,6,4), sowie an mindestens drei weiteren Orten ließen sich seleukidische bzw. makedonische Kolonisten nieder. Wahrscheinlich siedelte Antiochos III. jüdische Familien aus dem Zweistromland (Jos. Ant. 12,147-153) u.a. in Phrygien am Gebirge an, um ihnen Acker- und Weinanbauflächen zur Verfügung zu stellen (Bru, 274-276). Dazu passt, dass Apg 13,14-14,5.19 von jüdischen Gemeinden in Antiochia und Ikonium weiß. Lykaonien, zu dem das stark bevölkerte und in einem fruchtbaren Gebiet liegende Ikonium zählt (Strab. 12,6,1), stand bereits seit der Bekämpfung des kilikischen Piratenunwesens unter römischer Kontrolle. Cicero wirkte hier vorübergehend als Statthalter. Pisidien konnte mit Städten wie Selge, Termessus, Kremna und Sagalassos auf eine bereits seit hellenistischer Zeit bestehende urbane Tradition zurückblicken (Brandt; Mitchell 1995; Waelkens).

3. Römische Provinz

3.1. Südgalatien

Vom Tod des Amyntas im Kampf gegen die Homonadeis erfuhr Augustus (Octavian) in Spanien. Unter Einschluss Pamphyliens gliederte er die Gebiete des Galaters unverzüglich in das → Römische Imperium als Provinz Galatien ein. Ein wichtiges Motiv dürfte dabei gewesen sein, dass der Südteil des Amyntasreiches – nach der Zeit der Bürgerkriege dringend benötigten – Raum für Veteranenansiedlungen bot (Coşkun 2008, 139-153). Niederlassungen erfolgten in Antiochia, Kremna, Parlais, Olbasa, Comama, Lystra, Ikonium, Apollonia, Neapolis, Isaura und Attaleia. Augustus’ Tatenbericht erwähnt die Gründung von Kolonien „in Pisidien“ ausdrücklich (R. Gest. div. Aug. 28). Die neu angelegte Via Sebaste sorgte für die Straßenanbindung der pisidischen Kolonien sowohl in Ost-West-Richtung als auch zur südlichen Mittelmeerküste. In Inschriften erfahren wir vom Bau der Via Sebaste unter dem bis 6 v. Chr. amtierenden Legaten Cornutus Arruntius Aquila, dessen Name auf einer Reihe von Meilensteinen entlang der Strecke zwischen Antiochia und Lystra erscheint (French 2012, 145-165). Nach der Bezwingung der bis zuletzt widerständigen Homonadeis durch den Legaten P. Sulpicius Quirinius, der später als Statthalter in Syrien wirkte (Jos. Ant. 18,1f; Lk 2,1), und der Niederschlagung einer Erhebung in Pisidien im Jahr 6 n. Chr. galt Galatien aus römischer Sicht als befriedet. Die infrastrukturellen Gegebenheiten, das günstige Klima sowie der Zuzug der Veteranen und weiterer Einwanderer sorgten für einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Boom Südgalatiens in der ersten Hälfte des 1. Jh. n. Chr. Dabei ragte in vielerlei Hinsicht das pisidische Antiochia, das in eine Kolonie überführt worden war, heraus (Drew-Bear u.a.; Gazda / Ng; Levick; Mitchell / Waelkens). In Kleinasien brachte nur Pergamon mehr Senatoren hervor als Antiochia (Halfmann).

3.2. Die Galatergebiete

Während sich Interessen und Herrschaftsausübung der Römer auf Südgalatien konzentrierten, blieben die Gebiete der keltischen Stämme im Hinblick auf ihre inneren (Clan-)Strukturen bis weit in das 1. Jh. n. Chr. hinein von römischer Herrschaft praktisch unberührt (Coşkun 2008, 154-157). Rund zwanzig Jahre nach der Provinzialisierung bauten die Galater ihrerseits ein monumentales Sebasteion in Ancyra, um mit dem dort stattfindenden Kult ihre Loyalität gegenüber dem Imperium zum Ausdruck zu bringen (Coşkun 2009b; 2014a; Mitchell 2007). Erst in der zweiten Hälfte des 1. Jh. n. Chr. begann die Integration der Galatergebiete in die Strukturen des Imperiums. Ihre Urbanisierung und Erschließung erfolgten auf Grund der seit → Nero verstärkt wahrgenommenen parthischen Bedrohung. Von einer zentralen Verwaltung der Provinz Galatien kann erst ab dem 2. Jh. n. Chr. gesprochen werden. Ab hadrianischer Zeit (→ Hadrian) ist die Residenz eines Statthalters im nun Metropolis genannten Ancyra belegt. Die städtischen Eliten bildeten in dieser Zeit ein provinziales Selbstbewusstsein aus (Coşkun 2013b).

3.3. Gebietsveränderungen der Provinz

Die inhomogene Zusammensetzung der römischen Provinz Galatien resultierte aus den Gebietssammlungen der galatischen Klientelkönige (Abb. 2) (→ Klientelherrscher).

Quelle Reliefkarte: maps-for-free.com.

Abb. 2 Grenzen der Provinz Galatien im mittleren 1. Jh. n. Chr (schematische Darstellung).

Der Umfang der Provinz war zudem im Laufe der Zeit immer wieder Veränderungen unterworfen, Verwaltungszuständigkeiten wurden öfter ad hoc angepasst (Coşkun 2008, 136-138; Sänger, 236-238). Nachdem bereits fünf Jahre nach der Provinzialisierung das Raue Kilikien, das zuletzt von Amyntas beherrscht worden war, abgeschnitten und Kappadokien angegliedert worden war, wuchs das Gebiet der Galatia stetig an. Zwischen den Jahren 6 v. Chr. und 38 n. Chr. kamen nördlich der galatischen Stammlande gelegene Gebiete zwischen Paphlagonien und Comana Pontica, kurze Zeit später noch Klein-Armenien zur Provinz hinzu. Pamphylien firmierte in den Jahren 43 bis 69 n. Chr. zusammen mit Lykien als Doppelprovinz, um danach wieder mit Galatien vereint zu werden. Ob das südlich der Phrygia Paroreius gelegene Pisidien ab claudischer Zeit weiterhin zur Provinz Galatien zählte, ist unklar (Brandt / Kolb, 25). Zeitweise war im 1. Jh. n. Chr. auch Kappadokien mit Galatien verwaltungsmäßig verbunden. In den folgenden Jahrhunderten schrumpfte das Gebiet der Provinz Galatien wieder, um unter Diokletian beinahe nur noch die Galatergebiete zu umfassen.

4. Galatien im Neuen Testament

2Tim 4,10 berichtet vom Weggang eines gewissen Kreszenz nach „Galatien“. Der → Erste Petrusbrief ist adressiert an die christliche Diaspora in „Pontus, Galatien, Kappadokien, Asien und Bithynien“ (1,1). Da „Galatien“ an den genannten Stellen jeweils neben anderen Provinzen genannt wird, beziehen sich die Texte offenbar auf die im Jahr 25 v. Chr. gegründete provincia Galatia (Sänger, 245).

Die zweifellos von ihm (mit-)gegründeten „Gemeinden Galatiens“ führt → Paulus den Korinthern als vorbildliche Geldspender für die → Jerusalem-Kollekte vor Augen (1Kor 16,1). An sie adressiert er auch die uns als Galaterbrief bekannte Epistel (Gal 1,2). Gal 3,1 spricht die Adressaten direkt als „Galater“ an. Bekanntlich ist die Lokalisierung der Adressaten des Galaterbriefs umstritten. Nach der Landschafts- oder nordgalatischen Hypothese lebten die Adressaten des Schreibens in den keltisch bewohnten Gebieten Zentralkleinasiens. Für ihre Bereisung durch Paulus werden zumeist Apg 16,6; Apg 18,23 als Belege angeführt (Schnelle, 113-116). Für die Vertreter der südgalatischen oder Provinzhypothese handelt es sich bei den Adressaten des Galaterbriefes um im Südteil der Provinz lebende Christen. Die Gründung ihrer Gemeinden durch → Barnabas und Paulus wird mit der in Apg 13f erzählten Mission in Verbindung gebracht. Der Frage nach der Lokalisierung und der Zeit der Gründung der galatischen Gemeinden kommt nicht zuletzt wegen des Problems der Zuverlässigkeit der lukanischen Texte Gewicht zu. Das Für und Wider der Hypothesen wird einleitungswissenschaftlich lebhaft diskutiert (→ Galaterbrief).

Im Hinblick auf den lukanischen Bericht sprechen der Aufweis zahlreicher Anspielungen auf südgalatisches Lokalkolorit in Apg 13f sowie die unklare geographische Referenz von Apg 16,6; Apg 18,23 für die südgalatische Lösung (Breytenbach 1996; Koch, 575; Sänger, 249-253). Eindeutige Argumente sind in der Streitfrage dem Galaterbrief selber nicht zu entnehmen. Der Sprachgebrauch des Paulus und zeitgenössischer Quellen legen aber ein Verständnis von Gal 1,2 im Sinne der Provinz-Terminologie nahe. Ebenso sprechen die impliziten Hinweise auf die frühere Kollegialmission mit Barnabas (Gal 1,8f; Gal 2,1.4f.9f.13) für die Gründung der Gemeinden in Südgalatien in der Zeit vor der Jerusalemer Apostelkonferenz im Rahmen der sog. 1. Missionsreise (Sänger, 238-248.255-262). Weitere Argumente zugunsten Südgalatiens beruhen auf dem aus der Inhomogenität der Provinz Galatien resultierenden Nord-Süd-Gefälle (John 2014, 2016) sowie auf der südgalatischen Christentumsgeschichte in nachpaulinischer Zeit (Breytenbach 2014; Zimmermann).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

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