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Lexikon

Evangelium

Detlev Dormeyer

(erstellt: Dez. 2008)

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1. Von der Metapher zur Gattung Evangelium

1.1. Paulus

Die echten Paulus Briefe enthalten deutlich die Mehrzahl der Belege gegenüber den anderen Schriften des Neuen Testaments: 48. Evangelium ist ein Zentralthema der paulinischen Theologie.

Evangelium ist kein Begriff mit festgelegtem Inhalt, sondern eine neue nachösterliche Metapher der urchristlichen Verkündigung (Strecker, 123 f.). In den Worten Jesu fehlt noch das Substantiv Evangelium. Doch gebraucht er wie das Jesajabuch (LXX) das Verb euangelízo (Lk 7,22/ Mt 11,5).

Paulus bezieht sich mit seinem häufigen Gebrauch (48-mal) immer auf das eine Evangelium, definiert aber nicht exakt dessen Inhalt. Die Glaubensformel 1Kor 15,3-5 wird von Paulus ausdrücklich Evangelium genannt (1Kor 15,1); die Glaubensformel 1Thess 1,9f wird indirekt mit dem Evangelium (1Thess 1,5) in Verbindung gebracht. Beide Formeln aber wollen den Gehalt von Evangelium nicht festschreiben. Daher scheiterte am Anfang Seebergs Versuch, aus den verstreuten Glaubensformeln und Darstellungen in der neutestamentlichen Briefliteratur den Katechismus des Urchristentums als das urchristliche Evangelium zusammenzustellen (Seeberg; Frankemölle 1994, 102-107).

Evangelium, absolut oder als Kompositionsmetapher, bezeichnet in den paulinischen Briefen die „frohe Botschaft“ vom Heilshandeln Gottes an Jesus mit dem Zentrum von Kreuz und Auferweckung. Daher steht Evangelium, wenn es explizit mit Jesus Christus, dem Sohne Gottes verbunden ist, immer im Genitivus objektivus, das heißt, es ist ein Evangelium von Jesus Christus, und zwar von seinem Handeln, seinem Kreuzestod und seiner Auferweckung. Ganz deutlich wird diese Objektbeziehung, wenn Gott zum Genitiv als Subjekt und Sender hinzutritt: das „Evangelium Gottes“ (Röm 1,1 u. ö.).

Mit dem offenen Gebrauch von Evangelium wird die Engführung Rudolf Bultmanns überwunden, Evangelium bezeichne allein das „hellenistische(n) Kerygma von Christus, dessen wesentlicher Inhalt der Christusmythos ist, wie wir ihn aus Paulus kennen (bes. Phil 2,6ff.; Röm 3,24)“ (Bultmann, 372). Evangelium bezeichnet von Anfang an alle Handlungen Gottes an Jesus und die Heilshandlungen Jesu selbst.

Einzelne Ereignisse wie Auferweckung und Kreuzestod explizieren das Evangelium, können aber auch unabhängig von der Evangeliumsmetapher zitiert werden. Bei den Deuteropaulinen setzt sich bis zu Ignatius von Antiochien der offene Gebrauch von Evangelium fort (Koester 1990, 1-20).

Exkurs: Evangelium in der griechisch-römischen Literatur

In der Antike ist Evangelium ebenfalls der Fachausdruck für eine frohe Botschaft. Dem Boten wurde Lohn bezahlt (Homer, Odyssee 14,152 -167). Im römischen Kaiserkult gewinnen die Evangelia eine zentrale Bedeutung. Geburtstag und Thronbesteigung des regierenden Kaisers werden als Feste begangen, seine Vergöttlichung (Apotheose) nach dem Tode wird als bonum nuntium, griechisch Evangelium, gefeiert (Seneca, Apocolocyntosis = Verkürbissung 1,3).

Der Landtag der römischen Provinz Asia (Sitz in Ephesus) deklarierte das Evangelium vom Geburtstag des Kaisers Augustus am 23. September zum Beginn des neuen Jahres, das von nun an mit diesem Tag begann. Die Inschrift des Kalenderbeschlusses von 9 v. Chr. ist mehrfach erhalten (Leipoldt / Grundmann 2, 107; Ettl, 122-139; Witulski).

Im Neuen Testament findet dagegen eine solche Zyklisierung des Evangeliums von Jesus Christus mit den Jahreszeiten noch nicht statt. Erst die frühe Kirche entwickelt den Jahreskreis der Kirchenfeste. Das Weihnachtsfest wird im 4. Jh. in Rom mit dem 25. Dezember eingeführt. Das Neue Testament wartet dagegen auf die nahe Vollendung des in Jesus Christus angebrochenen Evangeliums und blickt nicht auf Einzelfeste zurück. So kennt das Neue Testament nur den Singular Euangelium, nicht den Plural Euangelia. Allerdings kann auch in der antiken Literatur der Plural der kaiserlichen Heilsakte (Geburtstag, Mündigkeit, Thronbesteigung, Apotheose) zu einem Singular wie bei Seneca komprimiert werden, aber es findet sich kein absoluter Gebrauch (Ettl, 139).

Das Alte Testament kennt auch nicht den Singular Euangelion. Auch der Plural Euangélia sowie das Femininum Euangelía sind kaum gebräuchlich und meinen lediglich den Botenlohn (LXX 2Sam 4,10; 2Sam 18,22) oder die Siegesnachricht (LXX 2Sam 18,20-27; 2Kön 7,9). Hingegen hat das Verb euangelizo (= eine Frohbotschaft verkünden) eine zentrale Bedeutung im Prophetenbuch Jesaja und in 2Sam 4,10.

Im Jesajabuch befindet sich in der 2. Hälfte ein eigenständiger, zusammenhängender Teil, der erst im Exil Israels (586-538 v. Chr.) zu den ursprünglichen Sprüchen des Propheten Jesaja hinzugewachsen ist und mit dem griechischen Begriff „Deutero-Jesaja = Zweiter Jesaja“ (Jes 40-55) bezeichnet wurde. In Deuterojesaja wird der Sprecher von Gott zum Freudenboten = Euangelizomenos eingesetzt (Jes 40,1-9). Zunächst kündigt Gott dem Propheten die Rückkehr Israels aus dem Exil (538 v. Chr.) an. Dann lässt Gott eine Stimme den Auftrag verkünden, den Weg seines herrscherlichen In-Erscheinung-Tretens, seiner Epiphanie, vorzubereiten. Diese Stimme Gottes erneuert anschließend den Verkündigungsauftrag, den der ursprüngliche Prophet Jesaja schon rund 200 Jahre vor dem Exil erhalten hat (Jes 6,1-13: um 739 v. Chr.). Der neue Prophet oder die neue Prophetengruppe Deutero-Jesaja soll zum Sprachrohr Gottes für die Freude des befreiten Israel werden (Berges, 19-29). Im vierten und letzten Lied vom Gottesknecht (Jes 52,13-53,12) bezeichnet sich der Prophet oder die Prophetengruppe dann ausdrücklich als „Freudenbote“. Wie später Jesus von Nazaret (Mk 1,14f) bringt er (sie) das Evangelium von der nahegekommenen Königsherrschaft Gottes.

Dieses Amt des Christus-Freudenboten wird im Neuen Testament durch Jesus Christus endgültig erfüllt. Er kündigt durch seine Apostel seinem Volk die bereits eingetretenen und noch bevorstehenden endzeitlichen Heilstaten Gottes an (Röm 10,15-16a). Das Evangelium von Jesus Christus hat Bezüge zum altestamentlcihen Freudenboten und zum griechisch-römischen Kaiserkult.

Philo und Josephus übernehmen ebenfalls die griechisch-römische Proklamationssprache, beziehen sie aber nur auf die Cäsaren und nicht auf eine jüdische Persönlichkeit (euangelízomai Philon, Legatio 18f.; Legatio 119; Legatio 231; euangélion Sg. Josephus, De bello Judaico 2, 420; Pl. De bello Judaico 4,618; De bello Judaico 4,656; Ebner / Schreiber,118f.).

1.2. Die Evangelienbücher

Bei den Erzählbüchern wird die Metapher „Evangelium“ an die exponierteste Stelle gesetzt, die möglich ist, und zwar in die Überschrift des ältesten Evangeliums: „Anfang des Evangeliums Jesu Christi und von Jesus Christus“ (Mk 1,1). Die komplexe Kompositionsmetapher „Evangelium Jesu Christi“ erhält durch den Zusatz „Anfang“ eine metonymische Nebenbedeutung. Mit der Überschrift 1,1 beginnt die Erzählfolge, die die Metapher „Evangelium…“ iin Worten und Handlungen entfaltet.

Evangelium ist metonymische Bezeichnung des Buches, und zwar seines Inhaltes, und theologische Metapher zugleich. In dieser Doppelfunktion von Mk 1,1 als Metapher und Metonymie dürfte der Grund liegen, weshalb bis heute die Erzählbücher des Viererkanons „Evangelien“ genannt werden (Heckel, 17-62).

Während der Schriftwerdung des NT bis zur Mitte des 2. Jh.s wurden dann die offene Evangeliummetapher und der metonymische Buchtitel parallel nebeneinander gebraucht, wie sie sich ja auch im Markusevangelium parallel zueinander verhalten. Denn innerhalb des Buches wird das Lexem Evangelium zunächst wieder zur offenen Metaphorik ohne metonymische Nebenbedeutung: „Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus nach Galiläa und verkündete das Evangelium Gottes“ (Mk 1,14). Insgesamt kommt Evangelium 7-mal im Mk-Ev vor: Mk 1,1; Mk 1,14; Mk 1,15; Mk 8,35; Mk 10,29; Mk 13,10; Mk 14,9.

Die Verkündigungen Jesu von Gottes ankommender Herrschaft (Mk 1,14; Mk 1,15: Jesus als Subjekt des Evangeliums) und die Handlungen Gottes an Jesus (Jesus als Objekt) verschränken sich als zwei Handlungsbögen. Ab der Mitte des Erzählwerks wird „Evangelium“ daher erneut eingesetzt, und zwar mit der metonymischen Nebenbedeutung; denn ab Mk 8,35 bezieht sich das absolut gebrauchte Evangelium rückblickend auf Handlungen an Jesus (Mk 8,35; Mk 10,29; Mk 13,10; Mk 14,9; Dormeyer 1987, 453 ff.). Jesus ist zum Objekt des Evangeliums geworden. Diese Doppelfunktion Jesu als Subjekt und Objekt des Evangeliums zeigt bereits die Überschrift Mk 1,1 an, die Jesus Christus als Gen. subj. und obj. verwendet (Gnilka 1978, I 43).

Das Buch des Markus gewährt in Aufbau und Inhalt umfassenden Zugang zum Evangelium Gottes in Jesus Christus und kann daher selbst als „Evangelium“ bezeichnet werden. Für die Gemeinde eröffnet das erfahrungsorientierte Lesen der Bücher „Evangelium“ und der Briefe die vielfältigen Möglichkeiten, das Evangelium selbst durch die Identifikation mit den Rollen, durch Auffüllen der Gattungsformen, Rollen, Sprechakte, Argumentationen, Wortfelder, Themen, Normen, Wahrheiten und Metaphern mit denotativer und konnotativer Bedeutung und durch Konstruktion fiktiver und historischer Situationen kritisch in den eigenen, kommunikativen Handlungen wirksam werden zu lassen. Entsprechend der Pluralität der Gemeinden entstehen im 1. Jh. die vier Evangelien und die unterschiedlichen Briefkorpora zu dem „Evangelium“.

Es unterscheidet allerdings die Briefe von den Evangelien, dass die Traditionen vom irdischen Jesus in breitem Umfang nur von den Evangelien aufgenommen werden. Hierfür ist die Wahl der Gattung Philosophenbiographie und Prophetenbiographie verantwortlich. Wie die wenigen Jesustraditionen in den Briefen neben den Kurzformeln und Argumentationen zum „Evangelium“ zählen (1Kor 15,1-5), so lassen sich dann erst recht in den Evangelien alle Jesustraditionen dem Evangelium zurechnen.

Matthäus übernimmt von Markus die Metapher und Metonymie Evangelium in sein „Erzählbuch“. Er reduziert zwar die Verwendung von „Evangelium“ gegenüber Markus (7-mal) auf 4 Stellen, erweitert aber „Evangelium" dreimal zu der neuen Kompositionsmetapher: „das Evangelium von der Königsherrschaft“ (Mt 4,23; Mt 9,35; Mt 24,14). An der vierten Stelle gebraucht er Evangelium wie Markus (5-mal) absolut und fügt ein Demonstrativum hinzu: „dieses Evangelium“ (Mt 26,13). Evangelium bezeichnet noch kohärenter als bei Markus Jesu Verkündigung der Königsherrschaft Gottes und die an Jesus sich ereignenden Taten der Menschen und Gottes als Evangelium. Evangelium stellt mit dem demonstrativen „dieses“ (Mt 26,13) eindeutiger den metonymischen Bezug zum Biblos des Matthäus her (Mt 1,1) (Luz I 28; I 182; Frankemölle 1994, 178-180).

Lukas vermeidet in seiner „Erzählung“ (diegesis Lk 1,1) das Substantiv Evangelium, gebraucht aber dafür das Verb „euangelízomai". In der Apg verwendet er jedoch zweimal das Substantiv in der alten, missionssprachlichen Bedeutung(Apg 15,7; Apg 20,24), das dann am Schluss der Apg in Beziehung zum gesamten Doppelwerk gesetzt wird: „(Paulus) bezeugend die Königsherrschaft Gottes und versuchend, sie zu überzeugen von Jesus, vom Gesetz (des) Mose (her) und den Propheten, von (der) Frühe bis zum Abend (mit dem lk Doppelwerk)“ (Apg 28,23-31; Dormeyer 2003, 391-396). Lukas übernimmt zwar nicht von Markus den metonymischen Gebrauch von Evangelium, lässt aber in seinem Vorwort Lk 1,1-4 erkennen, dass er seine Erzählung als sorgfältiges Aufschreiben der Überlieferung der Evangeliumspredigt des Petrus (Apg 15,7) und Paulus (Apg 20,24) auffasst und damit sein Doppelwerk der Biographie und biographischen Geschichtsschreibung zuordnet.

Im Joh-Ev fehlt zwar der Begriff Evangelium, er wird aber durch den Begriff „Logos = Wort“ ersetzt (Joh 1,1). In der literarischen Form gleicht das Johannes-Evangelium dem Markus-Evangelium, so dass es der Gattung Evangelium zugeordnet werden kann (Frankemölle 2006).

Der Begriff Evangelium findet sich 76-mal im Neuen Testament. Er gehört nicht zu den häufigsten theologischen Substantiven.

2. Die literarische Gattung Evangelium

2.1. Die Spruchquelle Q als Spruch-Evangelium und Spruch-Biographie

Die Spruchquelle Q hat die geringste Nähe zu alttestamentlichen oder hellenistischen Erzählgattungen. So hält die Diskussion an, ob die Spruchquelle Q einer Gattung zugerechnet werden kann oder ob sie eine eigene Gattung konstituiert. Die Gültigkeit der Zwei-Quellentheorie wird hier vorausgesetzt; Q ist von den Erzähl-Evangelien des Matthäus und Lukas aufgesogen worden (Schmithals, 182-229; Conzelmann / Lindemann, 66-84; Schnelle, 194-214; Pokorný / Heckel, 321-363; Ebner / Schreiber, 67-112).

Nach Dibelius ist Q weder in der Anordnung der ermittelten Textstücke festlegbar, noch in der literarischen Rahmung dieser Texte bestimmbar. Daher schlägt Dibelius vor, „eher von einer Schicht als von einer Schrift zu reden“ (Dibelius, 236). Ähnlich argumentiert Bultmann. Q ist „ein Stadium" innerhalb der „Sammlung" des synoptischen Redestoffs (Bultmann, 354).

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Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

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