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Lexikon

Augustinus (AT)

(354-430)

Andere Schreibweise: Augustin

Agnethe Siquans

(erstellt: März 2013)

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Andere Schreibweise: Augustin

Bibliothek der Kirchenväter; Text Kirchenväter

1. Leben

Quellen für das Leben des Augustinus sind seine eigenen Werke (Confessiones, Retractationes, Briefe) und die von seinem Schüler Possidius verfasste Vita. Augustinus wurde am 13. November 354 in Thagaste (Nordafrika) geboren. Sein Vater Patricius wurde erst kurz vor seinem Tod Katechumene. Seine Mutter Monnica war katholische Christin und unterwies Augustinus in den Grundkenntnissen christlicher Lehre. Augustinus erhielt eine Grammatikausbildung in Thagaste und Madaurus und lernte auch Griechisch. Nach einer Unterbrechung der Ausbildung aus finanziellen Gründen studierte er ab 370 Rhetorik in Karthago. Die Lektüre von Ciceros Hortensio rief in Augustinus die Liebe zur Philosophie hervor. Die Bibel empfand er im Vergleich dazu als roh. Kurz darauf wandte er sich dem Manichäismus (→ Mani) zu, dessen Gelehrtheit und radikale Askese ihn anzogen und dem er neun Jahre lang als auditor, also in einem reduzierten Status, angehörte. Augustinus lebte damals in einem Konkubinat mit einer Frau, mit der er einen Sohn, Adeodatus, hatte. Ab ungefähr 375 unterrichtete er in Thagaste, dann in Karthago Rhetorik. Nach einer enttäuschenden Begegnung mit dem Manichäerbischof Faustus wandte er sich innerlich von dieser Bewegung ab.

383 zog er nach Rom, wo er zunächst bei Manichäern wohnte, die ihm auch zu einer Stelle als Rhetoriklehrer in Mailand verhalfen. Aus beruflichen Gründen besuchte er die Predigten des Bischofs Ambrosius, dessen allegorische Auslegung des Alten Testaments die Probleme löste, die die Manichäer ihm nicht erklären konnten. Daher erneuerte er sein Katechumenat, in das er bereits mit 16 Jahren eingetreten war. Dank Allegorese und neuplatonischer Philosophie, mit der er ebenfalls in Mailand in Kontakt kam, fand er nun Zugang zur Bibel. Seine Konversion wurde bestärkt durch mönchische Vorbilder sowie die Lektüre der Paulusbriefe und lässt sich auf August 386 datieren. In den Confessiones erzählt Augustinus die bekannte Episode, in der er im Garten eine Kinderstimme hört, die tolle, lege („nimm, lies!“) ruft, worauf er die Bibel aufschlägt und Röm 13,13f. liest. Mit Freunden, seiner Mutter und seinem Sohn zog er sich auf das Landgut Cassiciacum zurück. Augustinus wurde in der Osternacht 387 von Ambrosius getauft.

388 kehrte er nach Thagaste zurück, seine Mutter Monnica war vor der Einschiffung gestorben. Auf dem elterlichen Besitz führte er mit Gefährten ein zurückgezogenes Leben. 391 wurde der widerstrebende Augustinus in Hippo Regius zum Presbyter geweiht. In einem mehrwöchigen Urlaub bereitete er sich durch Bibelstudium auf seine Tätigkeit in diesem kirchlichen Amt vor. In diesen Jahren führte Augustinus einen intensiven literarischen Kampf gegen die Manichäer (De Genesi adversus Manichaeos – noch in Italien; De Genesi ad litteram liber inperfectus) sowie gegen die Donatisten. Kommentare zu Römer- und Galaterbrief entstanden.

395 wurde Augustinus zum Bischof geweiht (neben Valerius) und ab 397 alleiniger Bischof von Hippo. Sein Haus führte er als klosterartige Gemeinschaft. Weiterhin war Augustinus in die kirchlichen Auseinandersetzungen in Nordafrika stark involviert. Nach der Verurteilung des Donatismus beschäftigten ihn Pelagianismus (Pelagius, Julian von Eclanum) und Semipelagianismus. Während der Belagerung Hippos durch die Vandalen starb Augustinus am 28. August 430.

2. Werk

Augustins umfangreiches Werk umfasst zahlreiche Schriften unterschiedlichster Art, deren Fragestellungen meist in Zusammenhang mit persönlichen und kirchlichen Auseinandersetzungen stehen, wobei sich Bibelauslegung nicht nur in seinen exegetischen Werken findet.

2.1. Bibelhermeneutik

Hauptquelle für Augustins Bibelhermeneutik ist De doctrina christiana (doctr. chr.; Abfassung: 1. Teil bis 3,35: 396/97; 2. Teil: 426/27), eine wissenschaftlich fundierte Auslegungslehre. In Buch 1 werden die Voraussetzungen geklärt (Caritas-Ethik, Trinität, Ekklesiologie). Die Gottes- und Nächstenliebe (caritas) ist Inhalt, Maßstab und Ziel der Bibelauslegung. Von daher ist Hermeneutik bei Augustinus ein Weg zum besseren Verstehen Gottes und ein Weg der Vermittlung dieser Erkenntnis. Die Bücher 2 und 3 enthalten das Instrumentarium der Exegese im engeren Sinn: Es basiert auf Augustins Zeichenlehre (Semiotik). Das Wesen der Sprache als Zeichen (signum) ist ihr Verweischarakter auf das, was sie bezeichnet (res). Die Bibel ist Zeichen, das auf die res verweist, die letztlich Gott ist. Sie steht daher unter dem eschatologischen Vorbehalt und wird am Ende der Zeiten vergehen. Die res ist den signa vorgeordnet: Nur wenn man die res bereits kennt, kann man die signa verstehen (De magistro 10, 33). Die fruitio Dei, das „Genießen Gottes“, des höchsten Gutes (summum bonum), ist gleichzusetzen mit der Liebe Gottes als Selbstzweck. Alles andere ist nur Objekt des uti, des Gebrauchens, um das höchste Gut zu erlangen.

Augustins Hermeneutik ist stark rezeptionsorientiert, er bezieht die Leserinnen und Leser in die rhetorisch-kommunikativ akzentuierte Zeichentheorie mit ein. Ziel der Bibelauslegung ist ein besseres Verständnis ihrer Botschaft, denn die Bibel enthält dunkle Stellen (obscuritas). Aufgabe der Exegese ist es, diese zu erklären und so die Wahrheit zu enthüllen, was vorzugsweise mittels anderer, klarer Bibeltexte geschieht und wofür auch wissenschaftliche Kenntnisse (Rhetorik, Geschichte, Naturlehre, Sprachen etc.) nützlich sind. Am Ende von Buch 3 diskutiert Augustinus die Auslegungsregeln des Tyconius. Buch 4 befasst sich mit der christlichen Rhetorik. Letztes Ziel der Schriftauslegung ist die Vermittlung, das movere der Rezipientinnen und Rezipienten, ihre Umkehr. Die Ethik bildet also in den Büchern 1 und 4 einen Rahmen um die Anleitung zur Exegese. Augustinus betont die Autorität der biblischen und kirchlichen Überlieferung (regula fidei) sowie die Erleuchtung (illuminatio) als Voraussetzung für richtiges Verstehen der Schrift. Das Bewusstsein der Begrenztheit alles menschlichen Erkennens und seine Einbindung in einen höheren Horizont führen zur Annahme einer begrenzten Mehrdeutigkeit des Bibeltextes. So stehen oft mehrere mögliche Auslegungen nebeneinander. Augustins Universalhermeneutik umfasst alle Dimension des Menschseins und die gesamte Geschichte Gottes mit den Menschen.

Augustin kennt zwar die Lehre vom vierfachen Schriftsinn (vgl. De utilitate credendi 5; De genesi ad litteram liber inperfectus 5), arbeitet aber im Grunde mit einem zweifachen Schriftsinn, dem allegorisch-figurativen und dem literalen, die einander ergänzen. Allerdings stimmt sein Verständnis des wörtlichen Sinnes nicht unbedingt mit der modernen Vorstellung überein: Fakten können in ihrer eigentlichen Bedeutung (proprietas) auch auf eine höhere Wirklichkeit hinweisen. Die historia (Geschichte) bzw. facta (Ereignisse) weisen eine zweifache Bedeutung auf: Sie geben weltliche Geschehnisse wieder bzw. sind Aussagen über metaphysische Wahrheiten. Auch die Bedeutung von allegoria kann variieren: Sie kann die christologische Lektüre des Alten Testaments bezeichnen oder einen Kontrast zu einer negativ verstandenen wörtlichen Auslegung anzeigen.

Die Hermeneutik und Methodik Augustins schöpft aus paganen (Grammatik, Rhetorik, homerische und neuplatonische Kommentarliteratur) sowie jüdisch-christlichen Traditionen (vermittelt über Philo und Origenes) und greift auf den Liber regularum des Tyconius zurück. Sie ist nicht der alexandrinischen oder antiochenischen Auslegungstradition zuzuweisen, sondern versteht beide Methoden als komplementäre Lösungsansätze.

2.2. Exegetische Werke

Ein guter Teil von Augustins Auslegungen des Alten Testaments ist durch die Auseinandersetzung mit Gegnern, insbesondere den Manichäern, die am Alten Testament fundamentale Kritik übten und die Allegorese ablehnten, motiviert. Die Basis seiner Bibelauslegungen bildet die → Septuaginta bzw. die → Vetus Latina und nur teilweise die → Vulgata. Hebräisch beherrschte er nicht.

2.2.1. Genesis

Zum Buch → Genesis verfasste Augustinus drei Kommentare, einige Kapitel in den Confessiones (11-13) und in der Civitas Dei (11-14, wobei anschließend die Geschichte anhand der Bibel weiter erzählt und der Text ausgelegt wird), Locutiones und Quaestiones, einige Predigten (sermones 1-5) sowie Contra adversarium legis et prophetarum, die Widerlegung einer das Alte Testament und den Schöpfungsglauben ablehnenden Schrift unbestimmten häretischen Ursprungs.

Der erste Genesiskommentar ist De Genesi adversus Manichaeos (388-390). Buch 1 legt die erste Schöpfungserzählung (Gen 1,1-2,4a) aus, Buch 2 die zweite (Gen 2,4b-3,24). Der Bibeltext wird fast immer vollständig zitiert. Augustinus stellt die manichäische Kritik dar, widerlegt sie und gibt eine Auslegung im Rahmen der katholischen Kirche. Aufgrund der Ablehnung der allegorischen Auslegung durch die Manichäer konzentriert er sich zunächst auf die Deutung des Literalsinnes, ab Gen 1,26 tritt die Interpretation nach dem figurativen Sinn (secundum prophetiam) in den Vordergrund, die für ihn aufgrund der bildhaften Sprache der Bibel notwendig ist und der Erfassung des tieferen Sinnes dient. Polemisches und didaktisches Anliegen verbinden sich. Die rhetorische Struktur des Werkes zeigt Augustins Anliegen, bei seinen Leserinnen und Lesern eine Bewegung vom irdischen (carnalia) zum spirituellen (spiritalia) Verständnis zu erreichen.

De Genesi ad litteram liber inperfectus entstand 393/394. Aufgrund von Schwierigkeiten, Gen 1,26 nach seinem Ideal ad litteram auszulegen, brach Augustinus die Arbeit dort ab, veröffentlichte den Kommentar aber später. Der Auslegung geht eine Darstellung wichtiger Glaubenssätze voran. Augustins Antworten in dem Kommentar, der anhand von Fragen voranschreitet, stecken die Möglichkeiten rechtgläubiger Genesisinterpretation ab.

De Genesi ad litteram (401-416) behandelt nochmals Gen 1-3. Die 12 Bücher interpretieren die einzelnen Verse von Gen 1-3 in sehr unterschiedlicher Länge, entsprechend Augustins theologischen Schwerpunktsetzungen. Er sucht nach dem eigentlichen Sinn des Bibeltextes (proprietas), wobei Wirklichkeit für ihn auch eine metaphysische Dimension umfasst. Augustinus liest die beiden Schöpfungserzählungen als Text eines Autors: Gen 1 wird als Simultanschöpfung verstanden, nach der schon alles da ist, ab Gen 2 wird die Entfaltung dieser Schöpfung in der Zeit berichtet (vgl. Gregor von Nyssa).

Locutiones und Quaestiones zum Heptateuch (→ Genesis, → Exodus, → Leviticus, → Numeri, → Deuteronomium, → Josua, → Richter) entstanden parallel (419 – ca. 422/423). Die Locutiones erklären kurz sprachliche Probleme im Bibeltext, konkret Hebraismen und Gräzismen, die lateinischen Leserinnen und Lesern Probleme bereiteten. Die Quaestiones bieten inhaltliche Erklärungen zu ausgewählten Textstellen.

2.2.2. Psalmen

Enarrationes in Psalmos ist eine schon von Augustinus selbst vorgenommene Sammlung von Auslegungen zu allen Psalmen: Kommentare zu Ps 1-32, die allerdings ab Ps 15 eher eine Paraphrase darstellen; Predigten, die den größten Teil der Sammlung ausmachen; ausführliche diktierte Auslegungen ergänzen die fehlenden Psalmen (Ps 67; Ps 71; Ps 77; Ps 78; Ps 81; Ps 82; Ps 87; Ps 89; Ps 104; Ps 105; Ps 107; Ps 108; Ps 135; Ps 150 [Zählung nach der Septuaginta]; entstanden ab 415). En. Ps. 118 (119) ist als letzte hinzugekommen und besteht aus 32 Predigten. Der uneinheitlichen Entstehung entsprechen auch die Unterschiede in Gattung und Stil. Intention der Auslegung ist der Nutzen für die christlichen Adressatinnen und Adressaten. Augustinus versteht die Psalmen als Prophetie im Hinblick auf Christus und die Kirche. Er konnte sie als Wort an Christus (vox ad Christum), über Christus (vox de Christo) oder Wort Christi selbst (vox Christi) bzw. als Wort über die Kirche (vox de ecclesia) oder Wort der Kirche (vox ecclesiae) verstehen; die Deutung als vox totius Christi, also Haupt und Leib, umfasst den christologischen und den ekklesiologischen Aspekt.

2.2.3. Hiob

Adnotationes in Iob (Anmerkungen zu → Hiob, vor 400), von Augustinus selbst nicht publiziert, bietet knappe Erläuterungen zu einzelnen Textstellen. Er liest auch Hiob vom Neuen Testament her und sieht in ihm einen Gerechten, der allerdings nur Scheinkämpfe mit Gott austrägt. Der pädagogische Aspekt der Zustimmung zum Willen Gottes steht im Vordergrund.

2.2.4. Weiteres

Auch De octo quaestionibus ex veteri testamento enthält Auslegung des Alten Testaments. Einige Predigten behandeln alttestamentliche Texte. Zweifelhaft ist die augustinische Autorschaft des Speculum, dessen 1. Teil eine Einleitung in die biblischen Schriften ist, während der 2. Teil Bibelstellen zu verschiedenen theologischen Themen zusammenstellt.

Für das Neue Testament sind vor allem die Kommentierungen des Galater- und Römerbriefs sowie Schriften zum Johannesevangelium zu nennen, ferner die hermeneutische Schrift De consensu evangelistarum (Über die Übereinstimmung der Evangelisten).

3. Bibelkanon, Bibeltext und die Auseinandersetzung mit Hieronymus

Augustinus gibt in doctr. chr. II,8,13 eine Liste der kanonischen Schriften, die der auf der nordafrikanischen Bischofssynode in Hippo (393) festgelegten und mit der römischen übereinstimmenden Liste entspricht und die Deuterokanonika enthält. Als Kriterien für die Kanonizität von Schriften nennt er deren Apostolizität, Inspiration und die kirchliche Rezeption, d.h. den liturgischen Gebrauch.

Augustinus hält den hebräischen und den griechischen Bibeltext gleichermaßen für inspiriert, auch an den Stellen, wo beide voneinander abweichen. Die Septuaginta ist inspirierte Interpretation des hebräischen Alten Testaments.

Augustinus stand ab ca. 397 in brieflichem Kontakt mit → Hieronymus, dem er nie persönlich begegnete. In der problematischen Kommunikation standen neben der Argumentation gegen den Pelagianismus (Herkunft der Seelen, Erbsünde) Fragen der Bibelübersetzung und Bibelauslegung (Streit um die Interpretation von Gal 2,11-14) im Zentrum. Den Bibelübersetzungen des Hieronymus stand Augustinus kritisch gegenüber, da er zwar eine Verbesserung des lateinischen Bibeltextes für notwendig hielt, aber dafür die Septuaginta als Grundlage sehen wollte. Letztlich benutzte Augustinus die Vulgata, allerdings war er gegen deren Verwendung in der Liturgie.

Augustinus las einige Werke des Hieronymus und verwendete seine Bibelübersetzungen, sein Onomastikon und andere Schriften in seiner eigenen Bibelauslegung.

4. Augustinus und das Judentum

In der Auslegung des Alten Testaments stellt sich immer die Frage nach der Beurteilung des Judentums. Für Augustinus war die Auseinandersetzung mit dem Manichäer Faustus Anlass, sich damit zu befassen. In Contra Faustum Manichaeum (397/398) argumentierte er insbesondere aus den Paulusbriefen, aber auch aus dem Alten Testament.

Augustinus reproduzierte an vielen Stellen die antijüdische Polemik seiner Zeit, bringt aber auch einen völlig neuen Gedanken ein: Die Juden sind bleibend Zeugen für die Wahrheit des Christentums. → Kain repräsentiert als Typus das Judentum, das Christus getötet hat. Er wird allerdings selbst nicht getötet, sondern durch das Kainszeichen geschützt. Er geht in die Welt hinaus als (unfreiwilliger) Zeuge für Christus. Die Juden sind diejenigen, die die Prophetien über Christus überliefert haben, an deren Erfüllung sie selbst nicht glauben (Motiv der Verstockung). Aufgrund dieser Zeugenfunktion dürfen sie nicht ausgerottet werden (vgl. Ps 59,12 „töte sie nicht …“) und werden bleibend bestehen, allerdings als Sklaven der Christen. Die Diaspora ist Strafe für die Vergehen, aber gleichzeitig notwendig, damit die Juden ihre Zeugenfunktion in allen Ländern der Welt ausüben können. Anders als gegenüber Häretikern befürwortete er gegenüber Juden keine Gewaltanwendung um ihres Heiles willen, da Juden vom Alten Testament her eine besondere Stellung und Berufung durch Gott haben. Diese Position Augustins prägte die weitere Haltung der Kirche zum Judentum.

Jüdische Einflüsse in der Bibelauslegung Augustins sind erkennbar, aber in ihrer Herkunft ungeklärt (teilweise wohl auf → Philo von Alexandrien zurückzuführen).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Werke (Auswahl)

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  • De Genesi adversus Manichaeos, CSEL 91, engl. FaCh 84; lat.+frz. BA 50.
  • De Genesi ad litteram liber imperfectus, CSEL 28,1; engl. FaCh 84; lat.+frz. BA 50.
  • De Genesi ad litteram, CSEL 91, dt. Über den Wortlaut der Genesis (Deutsche Augustinusausgabe; 2 Bde. 1961 und 1964); lat.+frz. BA 48-49.
  • Enarrationes in Psalmos, CCL 38-40; CSEL 93-95; engl. Expositions of the Psalms (The Works of Saint Augustine 15-20); lat.+frz. BA 57A-B, 58A.
  • Adnotationes in Iob, CSEL 28,2, 509-628.
  • Locutiones, CSEL 28,1, 509-629; CCL 33, 381-465.
  • Quaestiones, CCL 33, 1-377.
  • Contra adversarium legis et prophetarum, CCL 49, 35-131.
  • De octo quaestionibus ex veteri testamento, CCL 33, 469-472.
  • Predigten zum Buch Genesis (Sermones 1-5), hg. v. H. Drobner, Patrologia, Beiträge zum Studium der Kirchenväter 7, Frankfurt a. M. 2000 (lat.+dt.).
  • Predigten zu den Büchern Exodus, Könige und Job (Sermones 6-12), hg. v. H. Drobner, Patrologia Beiträge zum Studium der Kirchenväter 10, Frankfurt a. M. 2003 (lat.+dt.).
  • Predigten zum Buch der Sprüche und Jesus Sirach (Sermones 35-41), hg. v. H. Drobner, Patrologia. Beiträge zum Studium der Kirchenväter 13, Frankfurt a. M. 2004 (lat. + dt.).
  • Speculum, CSEL 12.
  • CD-Rom: CAG 2 – Corpus Augustinianum Gissense a Cornelio Mayer editum (Zentrum für Augustinus-Forschung Würzburg; Basel 2004).

2. Lexikonartikel

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3. Weitere Literatur

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  • Fiedrowicz, M., 1997, Psalmus vox totius Christi. Studien zu Augustins „Enarrationes in psalmos“, Freiburg i. B.
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