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Lexikon

Achikar

Andere Schreibweise: Achiqar ; Ahiqar ; Aḥiqar

Ingo Kottsieper

(erstellt: Juni 2010)

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Achikar (אחיקר) ist in verschiedenen Quellen der aramäische Name eines hochrangigen Weisen am neuassyrischen Hof unter den Königen Sanherib (705-680 v. Chr.) und dessen Sohn Asarhaddon (680-669 v. Chr.).

1. Die ursprünglichen Achikartraditionen

Es gibt zwei unterschiedliche Achikar-Traditionen, eine weisheitliche Erzählung und eine Spruchsammlung.

1.1. Die Achikarerzählung

Die Achikarerzählung spielt zur Zeit → Asarhaddons und beginnt damit, dass der kinderlose Achikar, der schon unter Asarhaddons Vater → Sanherib als Schreiber und Ratgeber tätig gewesen war, seinen Neffen Nadin adoptiert und ausgebildet hat. Nachdem Asarhaddon Nadin als Nachfolger des greisen Achikar akzeptiert, zieht sich Achikar an einen Ort im Gebirge zurück. Am Hof jedoch entsteht unter Beteiligung Nadins eine Verschwörung gegen Achikar, bei der diesem vorgeworfen wird, das Land gegen den König aufzubringen. Der König schickt einen Offizier namens Nabusumiskun mit zwei Männern aus, Achikar umzubringen. Der aber erinnert Nabusumiskun daran, dass er ihn zur Zeit Sanheribs einst in einer vergleichbaren Situation verschont und, nachdem der Zorn des Königs verraucht gewesen sei, wieder bei Hofe rehabilitiert habe. So schlägt er ihm vor, ihn in seinem, Nabusumiskuns, Haus zu verstecken, bis der König wieder einmal den Rat Achikars benötigen und entsprechend Achikar in Gnade aufnehmen werde. Nabusumiskun geht auf diesen Ratschlag ein und lässt an Stelle Achikars einen seiner Bediensteten töten. Seine beiden Begleiter sollen dessen Leichnam dem König an Stelle Achikars präsentieren. Darauf folgte in der ältesten erhaltenen Form der Erzählung (siehe auch 2.1.) offenbar nur noch, dass Achikar rehabilitiert und wahrscheinlich die Verschwörer gegen ihn bestraft wurden.

Es handelt sich hier um eine weisheitliche Erzählung, die zum Ausdruck bringen will, dass gute und barmherzige Taten wie die des Achikar an Nabusumiskun letztlich ihren Täter selbst retten können – sogar wenn andere, die wie Nadin von ihm profitierten, gegen ihn vorgehen (→ Tun-Ergehen-Zusammenhang). Im Laufe der weiteren Tradierung der Geschichte wuchsen dann diesem Erzählkern noch weitere, teilweise märchenhafte Stücke oder Motive zu (vgl. bes. 2.4.-2.5.).

1.2. Die Weisheit des Achikar

Mit dem Namen Achikar ist auch eine Spruchsammlung verbunden, deren älteste erhaltene Version im aramäischen Achikar (siehe auch 2.1.) auf eine Sammlung aus dem 8. Jh. v. Chr. zurückgeht. Auf Grund ihres Dialekts und der in ihr vorausgesetzten materiellen Welt (z.B. Weinbau, Zedern, Gegenüberstellung von Steppe und phönizischer Küste) dürfte sie in den südsyrisch-libanesischen Raum zu lokalisieren sein. Formal ähneln die Sprüche denen der biblischen Weisheitstradition, wobei insbesondere die Form der Fabeln in Ri 9,8-15 und 2Kön 14,9b mehrere Parallelen in dieser Weisheitssammlung findet. Die paganen Sprüche gehören zu einer Gruppe, in der → El insbesondere als persönliche Gottheit die zentrale Rolle einnimmt. Daneben begegnet noch der Sonnengott und die „Götter“ allgemein.

Diese Sammlung, die aus der Zeit vor Achikar datiert, wurde wahrscheinlich im ausgehenden 6. Jh. v. Chr. mit diesem Weisen verbunden und erhielt eine Einleitung, in der Achikar aber primär als Weiser unter Sanherib wirkt und nach dessen Tod seinen Sohn (!) Nadin als seinen Nachfolger dem neuen König vorschlägt, da er selber schon zu alt sei. Nachdem dieser diesen Vorschlag akzeptiert hat, wird Nadin offenkundig noch einmal von Achikar unterwiesen, wobei die Spruchsammlung als Inhalt dieser Unterweisung angehängt wird. Diese kurze Erzählung, die eine Parallele in der Einleitung der Lehre des Ptahhotep (→ Weisheitsliteratur in Ägypten) hat, hatte also lediglich die Funktion, der älteren Spruchsammlung einen historischen Hintergrund zu geben und andererseits dem weit bekannten Weisen Achikar eine entsprechende Spruchsammlung zuzuschreiben.

2. Die Aufnahme der Achikartraditionen in den Quellen

Die beiden ursprünglichen Achiqartraditionen begegnen in den erhaltenen Quellen in unterschiedlicher und zum Teil auch erheblich erweiterter Form.

2.1. Der aramäische Achikar aus Elephantine

Die älteste Quelle findet sich in einem aramäischen Papyrus aus dem 5. Jh. v. Chr. der auf der Nilinsel → Elephantine gefunden wurde (TAD C 1.1). Dieser fragmentarische Text, der vermutlich 20 Kolumnen umfasste, von denen aber nur Reste von 14 Kolumnen erhalten sind, beinhaltet sowohl Teile der Erzählung als auch der Spruchsammlung. Dabei ist der Anfang der Rolle mit zwei Kolumnen aus der Erzählung erhalten (I-II), an den sich dann offenkundig die Spruchsammlung anschloss (III-XVI). Vom Ende der Rolle liegen die Reste von drei Kolumnen des Erzähltextes vor (XVII-XIX), nach denen nur noch Raum für eine Kolumne bleibt (XX).

Die Reihenfolge der Fragmente der erhaltenen Kolumne ist umstritten. Die von Porten und Yardeni in TAD vorgeschlagene Rekonstruktion macht sich die Tatsache zunutze, dass der Papyrus ein Palimpsest ist, wobei die ursprünglichen Texte datierte Abgabelisten von Schiffen enthielten (TAD C 3.7). So beruht dieser Vorschlag, der alle Erzählfragmente an den Anfang der Rolle platziert, auf der inhaltlichen Rekonstruktion dieser Listen und ihrer Daten. Da diese jedoch zum Teil schwer zu entziffern und häufig völlig ergänzt sind, setzt diese Rekonstruktion zum einen die Korrektheit dieser Lesungen und Ergänzungen voraus, zum anderen beruht sie aber auch auf der Annahme, dass die Papyrusrolle in einem Stück abgewaschen und wieder neu benutzt wurde. Gegen diese Annahme sprechen aber einige Beobachtungen: So müssen Porten und Yardeni annehmen, dass die letzten Kolumnen aus einer anderen, vergleichbaren Rolle stammen, was belegt, dass solche Rollen bei Neunutzung auch in Einzelstücken aufgeteilt und aus ihnen neue Rollen zusammengesetzt werden konnten. Zum anderen findet sich auf der Rückseite eine isolierte Notiz, die nach der Rekonstruktion von TAD unmotiviert in der Mitte der Rolle gestanden hätte. Da dort an einer Klebung auch eine Verschiebung in der Zeilenlage zu beobachten ist, ist es eher wahrscheinlich, dass die vorliegende Rolle sekundär aus unterschiedlichen Stücken einer oder mehrerer älterer Rollen zusammengeklebt wurde, womit die Reihenfolge der Stücke in der oder den ursprünglichen Rolle(n) für ihre Position in der neuen Rolle irrelevant wird.

Eine andere, von Kottsieper vertretene und hier zu Grunde gelegte Reihenfolge der Fragmente beruht auf einer materiellen Rekonstruktion des Papyrus, die völlig vom Inhalt absieht und allein die Tatsache berücksichtigt, dass durch Beschädigungen an einer Schriftrolle eine signifikante Folge von Löchern, Rissen und Knicke entstehen, an Hand derer sich die Position eines Fragmentes innerhalb der Rolle bestimmen läßt. Insbesondere Fragmente vom Anfang und Ende einer langen Kolumne lassen sich auf diese Weise eindeutig unterscheiden, was die Trennung der Achikarerzählung in zwei Teile, die vor und nach dem Spruchteil stehen, begründet.

Die beiden ersten Kolumnen zeigen einen redaktionell aus zwei Quellen zusammengesetzten Erzähltext, in dem sich insbesondere das Motiv, dass Nadin dem König vorgestellt wird, mehrfach wiederholt, andererseits aber Nadin sowohl als Sohn, als auch als Neffe Achikars erscheint. Dagegen weist der Teil am Ende der Rolle keine Spuren redaktioneller Arbeit auf. Somit liegt in dieser Quelle eine Version vor, die die ursprüngliche Erzählung mit der Spruchsammlung verknüpft hat, wobei zunächst der Beginn der Erzählung bis zur Einsetzung Nadins (1.1.) in die diesem Teil parallele Einleitung der Spruchsammlung (1.2.) eingearbeitet wurde. Offenkundig wurde also die durch eine Einleitung erweiterte Spruchsammlung dieser Version zu Grunde gelegt. Dementsprechend folgen auf diese redaktionell überarbeitete Einleitung zunächst die Sprüche, woran sich dann der zweite Teil der Achikarerzählung über das Ergehen Achikars nach der Amtsübergabe an den nun belehrten Nadin anschließt. Da der erhaltene Teil mit der Ausführung des Rettungsplanes für Achikar abbricht und nur noch Platz für eine Kolumne bleibt, in der sicher die Rehabilitierung Achikars beschrieben wurde, kann die Bestrafung der Gegner Achikars, wenn überhaupt, nur kurz erwähnt worden sein. Dem entspricht, dass der erhaltene Text in XVII 4-5 das Komplott gegen Achikar auch nur ganz knapp anführt, wobei Nadin offenkundig nicht allein auftritt. Dagegen nimmt das weisheitliche Motiv, dass die Rettung Achikars sich seinem früheren barmherzigen Handeln an Nabussumiskun verdankt, breiten Raum ein.

Der redaktionelle Charakter dieser Quelle wird auch darin deutlich, dass die Spruchsammlung in einem älteren Dialekt geschrieben ist, den man an das Ende des 8. Jh.s v. Chr. datieren und am besten in den südsyrischen Raum lokalisieren kann. Die Erzählteile hingegen sind in Reichsaramäisch abgefasst, dass sich im 6. Jh. v. Chr. ausprägte.

2.2. Achikar im Tobitbuch

An mehreren Stellen erscheint Achikar (אחיקר in 4Q196 2, 5-7, LXX Αχικαρ[ος], Αχι[α]χαρος) auch im Tobitbuch, wobei er als Neffe Tobits und hoher Beamter am Hofe Asarhaddons eingeführt wird (Tob 1,21f.; nicht in Lutherbibel). Achikar unterstützt den erblindeten Tobit, solange bis er → Ninive verlässt und nach Elam zieht (Tob 2,10; nicht in Lutherbibel). In Tob 11,18 erscheint er mit seinem Neffen (Ναβαδ, Ναδαβ, Νασβας) unter denen, die sich über die Wiederkehr Tobias’ und die Heilung Tobits freuen (Lutherbibel: Tob 11,19 [„Achior“]). Schließlich verweist Tob 14,10 auf das Geschick Achikars (nicht in Lutherbibel), der seinen Neffen aufgezogen hatte, aber Undank erntete und „unter die Erde“ (Sinaiticus) gebracht, schließlich aber gerettet wurde, während sein Neffe das Schicksal Achikars erleidet. Primär hat diese Notiz die Funktion, die Verderbtheit und Hinterlist Ninives zu begründen, kann dann aber auch als Beispiel dafür dienen, dass Barmherzigkeit rettet, während Unrecht tötet (Tob 14,11). Die in Tobit aufgenommenen Elemente setzen durchweg die Achikarerzählung (1.1.) voraus, während ein Hinweis auf die Einleitung der Spruchsammlung (1.2.), die Achikar enger mit Sanherib verbindet, sich lediglich in einer nachklappenden und wohl sekundären Notiz in Tob 1,22 (Sinaiticus) findet. Da die pagane Spruchsammlung die Identifikation Achikars als barmherzigen und vorbildlichen Neffen des frommen Tobit und damit als ein für das Tobitbuch ebenfalls vorbildlichen Israeliten in Frage gestellt hätte, kann vermutet werden, dass dem Tobitbuch in seiner ursprünglichen Form allein die Erzähltradition vorlag, wobei in der hier rezipierten Form die Auseinandersetzung zwischen Achikar und seinem Neffen stärker in den Vordergrund trat.

2.3. Achikar in einer akkadischen Liste von Weisen

Auf der Erzähltradition (1.1.) beruht wohl auch die Liste mesopotamischer Weisen aus Uruk (Uruk Vorläufiger Bericht XVIII, 45, 1-20; 164 v. Chr.), die zu Abu-enlil-dari, dem Weisen des Asarhaddon (und nicht Sanheribs!) bemerkt, dass sein aramäischer Name „Achuqar“ gewesen sei.

2.4. Achikar in der hellenistischen Literatur

Dass Achikar für die Antike ein bedeutender Weiser war, dem man eine Spruchweisheit zuschrieb, erhellt eine Notiz von Klemens von Alexandria, nach der Demokrit in Babylonien ethische Sprüche des Achikar benutzt habe (Stromata I 15.69:4-6). Nach Diogenes Laertius (Vitae 5,2:50) habe zudem Theophrast ein Werk namens Akicharus / Ακιχαρος verfasst. Möglicherweise geht auch die Tradition über einen Mantiker vom Bosporus (= Borsippa?) namens Achaikaros auf die Achikartradition zurück (Strabo, Geographie 16,2:39). Fraglich bleibt aber, ob die bei Berossus überlieferte Notiz, das Pythagoras zur Zeit des Sanherib und Asarhaddon in Assyrien gewesen sei, die Achikartradition voraussetzt.

Bedeutsam ist die Aufnahme der Achikarerzählung im G-Text der Vita Aesopi (101-123), die im 1. oder 2. Jh. n. Chr. entstand. Dort wird von Aesop erzählt, dass er als Ratgeber am babylonischen Hof des Königs Lykeros (= Nebukadnezzar) wirkte und dort für ihn in internationalen Wettstreiten Rätsel löste. Wie in der älteren Erzähltradition adoptiert er einen jungen Mann und präsentiert ihn dem König als seinen Nachfolger, um ihn dann abschließend zu lehren, wobei hier ebenfalls keine Weisheitssprüche mitgeteilt werden. Nachdem sein Adoptivsohn sich sexuell vergeht und von Aesop zurechtgewiesen wird, plant dieser ein Komplott gegen Aesop, vor dem Aesop aber durch einen befreundeten Offizier gerettet wird. Dieser bringt Aesop vor den König, als der König in einem erneuten Rätselwettstreit mit Ägypten steht. Aesop löst die Rätsel und wird wieder in seine Position eingesetzt. Er lehrt dann seinen Adoptivsohn einige Sprüche, die diesem so zusetzen, dass er stirbt.

Wie schon das Tobitbuch, so rückt auch diese Version die Auseinandersetzung mit dem Adoptivsohn in den Vordergrund, während der rettende Offizier in den Hintergrund tritt und Achikars Wohltaten gegenüber diesem keine Rolle mehr spielen. Und wie in der ursprünglichen Erzählung fehlen im Kontext der Erziehung die Sprüche, aber der Autor fügt einige am Ende als Strafrede Aesops ein. Vermutlich wusste er von der Spruchweisheit Achikars / Aesops ohne die alte Spruchsammlung mit ihrer sekundären Einleitung direkt zu kennen oder zu rezipieren. Als zusätzliches Motiv begegnet zudem in dieser Version zum ersten Mal der Rätselwettstreit zwischen dem König und anderen Herrschern.

2.5. Achikar in der syrischen und späteren Tradition

Die letzte Stufe der Entwicklung der Achikartradition liegt in ihrer Rezeption in der syrischen Literatur vor, die frühestens in das 2. oder 3. Jh. n. Chr. datiert. Diese beruht wohl auf einer Sammlung aller erreichbaren Achikartraditionen, die dann zu einer Einheit verschmolzen wurden. So finden sich hier nun zwei Spruchsammlungen: zum einen wie in der aramäischen Achikartradition (2.1.) nach der Anerkennung des Neffen als Nachfolger Achikars durch den König, zum anderen wie bei Aesop (2.4.) am Ende als eine Art Strafrede, die dem Tod des Neffen vorausgeht. Ebenso findet sich dort das schon bei Aesop begegnende Motiv, dass ein Rätselwettstreit der Anlass war, durch den Achikar wieder vor den König treten und rehabilitiert werden konnte.

Diese syrische Tradition hat eine große Verbreitung gefunden und findet sich in vielen Formen und Sprachen (Äthiopisch, Altslavisch, Griechisch, Armenisch, Georgisch, Rumänisch, Lateinisch) und hat auch Eingang in die arabische Sammlung „Tausend und eine Nacht“ gefunden. Bis heute gehört die Achikartradition auch zum mündlichen Erzählgut im modern-aramäischen Sprachraum.

Diese weite Verbreitung sollte jedoch nicht dazu verleiten, überall, wo ähnliche Motive oder Weisheitstraditionen anklingen, ebenfalls einen Einfluss der Achikarerzählung zu sehen. Da die Achikartradition in beiden Formen, der Weisheitserzählung und der Spruchsammlung, ganz im Rahmen der altorientalischen Weisheitstraditionen bleibt, beruhen viele in der Literatur aufgeführte Einzelparallelen eher auf dieser gemeinsamen Grundlage. So erklärt sich z.B. die Gemeinsamkeit zwischen der Achikarerzählung auf der einen und den Josef- oder Danielgeschichten auf der anderen Seite dadurch, dass es sich hier um Hoferzählungen handelt, die insbesondere in der persischen Zeit verbreitet waren, wobei bei Achikar zudem das Motiv fehlt, dass er als Fremdling am Hofe wirkte. Ebenfalls weit hergeholt scheinen die Vergleiche mit dem Ammoniter Achior (Jdt 5-6; Jdt 14) und dem im Koran (Sure 31; Text Koran) erwähnten Luqman zu sein.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Ausgaben

Aramäischer Achikar

  • Porten, B. / Yardeni, A., Textbook of Aramaic Documents from Ancient Egypt, vol. 3 (= TAD C), Jerusalem 1993
  • Kottsieper, I., Die Geschichte und die Sprüche des weisen Achiqar, TUAT III, Gütersloh 1991, 320-47
  • Niehr, H., Aramäischer Aḥiqar (JSHRZ.NF 2/2), Gütersloh 2007

Spätere Achikartraditionen

  • Contini, R. / Grottanelli, C. (Hgg.), Il saggio Ahiqar (StBi 148), Brescia 2005
  • Coneybeare, F.C. / Rendel Harris, J. / Smith, L.A., The Story of Aḥiqar, 2. Aufl., Cambridge 1913
  • Talay, S., Die Geschichte und die Sprüche des Aḥiqar im neuaramäischen Dialekt von Mlaḥsô, in: W. Arnold / H. Bobzin (Hgg.): „Sprich doch mit deinen Knechten aramäisch“ (FS O. Jastrow), Wiesbaden 2002, 650-666

2. Lexikonartikel

  • The Anchor Bible Dictionary, New York 1992
  • Neues Bibel-Lexikon, Zürich u.a. 1991-2001
  • Der Neue Pauly, Stuttgart / Weimar 1996-2003
  • The New Interpreter’s Dictionary of the Bible, Nashville 2006-2009
  • Encyclopedia of the Bible and its Reception, Berlin 2009ff

3. Weitere Literatur

  • DiTommaso, L., A Bibliography of Pseudepigrapha Research 1850-1999 (JSPS 39), Sheffield 2001, 221-237 (Lit. bis 1999)
  • Kottsieper, I., Die alttestamentliche Weisheit im Licht aramäischer Weisheitstraditionen, in: Janowski, B. (Hg.), Weisheit außerhalb der kanonischen Weisheitsschriften (VWGTh 10), Göttingen 1996, 128-162
  • Kottsieper, I., The Aramaic Tradition: Ahiqar, in: G. Perdue (Hg.), Scribes, Sages and Seers, Göttingen 2008, 109-124
  • Kottsieper, I., Aramaic Literature, in: C.S. Ehrlich (Hg.), From an Antique Land, Lanham, Md. 2009, 393-444
  • Kottsieper, I., „Look, son, what Nadab did to Ahikaros“. The Aramaic Ahiqar Tradition and its Relationship to the Book of Tobit, in: D. Dimant / R. G. Kratz (Hgg.), The Dynamics of Language and Exegesis at Qumran (FAT II/35), Tübingen 2009, 145-167
  • Marinčič, M., The Grand Vizier, the Prophet, and the Satirist, in: S. Panayotakis (Hg.), The Ancient Novel and Beyond, Leiden 2003, 53-70
  • Niehr, H., Die Weisheit des Achikar und der musar lammebin im Vergleich, in: C. Hempel / A. Lange / H. Lichtenberger (Hgg.), The Wisdom Texts from Qumran and the Development of Sapiental Thought (BETL 159), Leuven 2002, 173-186
  • Weigl, M., Die rettende Macht der Barmherzigkeit: Achikar im Buch Tobit, BZ NF 50 (2006) 212-243
  • Weigl, M., Die aramäischen Achikar-Sprüche aus Elephantine und die alttestamentliche Weisheitsliteratur (BZAW 399), Berlin 2010 [im Druck]
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