O Gott, in dein Eigentum sind Heiden eingedrungen,
haben deinen heiligen Tempel entweiht,
Jerusalem zu Trümmerhaufen gemacht!
den Vögeln des Himmels zum Fraß gegeben,
den wilden Tieren des Landes die Leiber deiner Frommen!
rings um Jerusalem her, und niemand hat sie begraben!
ein Spott und Hohn den Völkern um uns her!
Bis wann soll lodern dein Eifer (= deine Leidenschaft) wie Feuer?
auf die Reiche, die deinen Namen nicht anrufen!
und seine Wohnstatt verwüstet.
laß eilends dein Erbarmen uns angedeihn!
Denn gar schwach sind wir geworden.
um der Ehre deines Namens willen!
um deines Namens willen!
Laß kundwerden an den Heiden vor unsern Augen
die Rache für das vergossne Blut deiner Knechte!
kraft deines starken Armes
erhalte am Leben die dem Tode Geweihten!
den Hohn, mit dem sie dich, o Allherr, gehöhnt!
wir wollen dir ewiglich danken,
von Geschlecht zu Geschlecht verkünden deinen Ruhm!




