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Psalter

49 1 Dem Musikmeister, von den Korahiten (42,1), ein Psalm.
2 Höret dies, ihr Völker alle,

merkt auf, ihr Bewohner der ganzen Welt,

3 sowohl ihr Söhne des Volks als ihr Herrensöhne,

beide, so reich wie arm!

4 Mein Mund soll volle Weisheit reden,

und meines Herzens Sinnen soll höchste Einsicht sein:

5 ich will mein Ohr einer Gleichnisrede (= einem Gottesspruch?) leihen,

will mein Rätsel eröffnen bei Saitenklang.

6 Warum sollt’ ich mich fürchten in bösen Tagen,

wenn die Bosheit meiner Verfolger mich umgibt,

7 die auf ihr Vermögen vertrauen

und mit ihrem großen Reichtum prahlen?

8 Den Bruder loszukaufen vermag ja doch kein Mensch,

noch an Gott das Lösegeld für ihn zu zahlen

9 - denn unerschwinglich hoch ist der Kaufpreis für ihr Leben:

er muß davon Abstand nehmen für immer –,

10 damit er dauernd weiterlebe

und die Grube nicht zu sehen bekomme.

11 Nein, er bekommt es zu sehen, daß sterben die Weisen,

und Toren und Dumme gleicherweise umkommen

und müssen andern ihr Gut hinterlassen:

12 Gräber sind ihre Behausung für immer,

ihre Wohnungen von Geschlecht zu Geschlecht,

ob sie auch Länder mit ihren Namen benannten.

13 Ja, der Mensch – in Herrlichkeit lebt er nicht fort:

er gleicht den Tieren, die abgetan werden.

14 Dies ist das Schicksal derer, die voll Zuversicht sind,

und der Ausgang derer, die ihren Reden Beifall schenken. SELA.

15 Wie Schafe werden sie ins Totenreich versetzt;

der Tod weidet sie, und über sie herrschen die Frommen am Morgen (?);

dem Totenreich zur Vernichtung fällt ihre Gestalt anheim,

so daß ihr keine Wohnung bleibt.

16 Aber Gott wird meine Seele erlösen

aus des Totenreichs Gewalt, denn er wird mich annehmen (oder: entrücken). SELA.

17 Drum rege dich nicht auf, wenn jemand reich wird,

wenn seines Hauses Herrlichkeit sich mehrt;

18 denn im Tode nimmt er das alles nicht mit:

seine Herrlichkeit fährt nicht mit ihm hinab.

19 Mag er sich auch im Leben glücklich preisen

und mag man ihn rühmen, daß es ihm wohlergehe:

20 er wird doch eingehn zum Geschlecht seiner Väter,

die das Tageslicht nimmermehr sehen.

21 Der Mensch, in Herrlichkeit lebend, doch ohne Einsicht,

gleicht den Tieren, die abgetan werden.

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