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  • DER PSALTER
  • Ps 73,14-28

Drittes Buch

Anfechtung und Trost beim Glück des Gottlosen

731Ein Psalm Asafs.

Gott ist dennoch Israels Trost

für alle, die reinen Herzens sind.

2Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen;

mein Tritt wäre beinahe geglitten.

3Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen,

als ich sah, dass es den Gottlosen so gut ging.

4Denn für sie gibt es keine Qualen,

gesund und feist ist ihr Leib.

5Sie sind nicht in Mühsal wie sonst die Leute

und werden nicht wie andere Menschen geplagt.

6Darum prangen sie in Hoffart

und hüllen sich in Frevel.

7Sie brüsten sich wie ein fetter Wanst,

sie tun, was ihnen einfällt.

8Sie achten alles für nichts und reden böse,

sie reden und lästern hoch her.

9Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein;

was sie sagen, das soll gelten auf Erden.

10Darum fällt ihnen der Pöbel zu

und läuft ihnen zu in Haufen wie Wasser.

11Sie sprechen: Wie sollte Gott es wissen?

Wie sollte der Höchste etwas merken?

12Siehe, das sind die Gottlosen;

die sind glücklich in der Welt und werden reich.

13Soll es denn umsonst sein, dass ich mein Herz rein hielt

und meine Hände in Unschuld wasche?

14Ich bin doch täglich geplagt,

und meine Züchtigung ist alle Morgen da.

15Hätte ich gedacht: Ich will reden wie sie,

siehe, dann hätte ich das Geschlecht deiner Kinder verleugnet.

16So sann ich nach, ob ich's begreifen könnte,

aber es war mir zu schwer,

17bis ich ging in das Heiligtum Gottes

und merkte auf ihr Ende.

18Ja, du stellst sie auf schlüpfrigen Grund

und stürzest sie zu Boden.

19Wie werden sie so plötzlich zunichte!

Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.

20Wie ein Traum verschmäht wird, wenn man erwacht,

so verschmähst du, Herr, ihr Bild, wenn du dich erhebst.

21Als es mir wehe tat im Herzen

und mich stach in meinen Nieren,

22da war ich ein Narr und wusste nichts,

ich war wie ein Tier vor dir.

23Dennoch bleibe ich stets an dir;

denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,

24du leitest mich nach deinem Rat

und nimmst mich am Ende mit Ehren an.

25Wenn ich nur dich habe,

so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

26Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet,

so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.

27Denn siehe, die von dir weichen, werden umkommen;

du bringst um alle, die dir die Treue brechen.

28Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte /

und meine Zuversicht setze auf Gott, den HERRN,

dass ich verkündige all dein Tun.