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Steinhuhn

Das (Chukar-)Steinhuhn (Alectoris chucar sinaica) – eine Feldhuhnart – hat seinen Namen qore’ „Rufer“ wegen des auffallenden Rufens des Männchens „Tschuck tschuck tschu tschuck tschukor“, dem oft ein „kakaba kakaba“ folgt. Ein weiteres Charakteristikum des Vogels ist seine Schutzfarbe, aufgrund derer er zwischen Felsen und herumliegendem Holz kaum zu erkennen ist. Noch heute in der Gegend von → En-Gedi und in der Schefela beheimatet, zeichnet sich das Steinhuhn durch sehr gute Lauf-, aber schlechte Flugeigenschaften aus. Wenn es vom Laufen ermüdet ist, kann man es leicht greifen und mit einem Stock erschlagen. Darauf nimmt in ironischer Weise Bezug: David kommt sich gegenüber Saul, der ihn mit 3000 Mann verfolgt, wie ein Steinhuhn vor, das man in den Bergen jagt, um es zu fangen. Doch dieses „Jagdglück“ bleibt dem Jäger Saul vorenthalten.

Das Bildwort in , dessen ursprünglicher Kern vermutlich in V. 11a zu suchen ist (vgl. Seybold, 63ff), spielt wohl auf das Verhalten des Steinhuhns an. Es baut seine Nester ungeschützt in flachen Mulden im Sand. Wegen der Bedrohung der Brut durch Raubvögel, Schlangen und den Menschen muss es viele Eier legen, um die Art zu erhalten. Beim zeitweiligen oder erzwungenen Verlassen der Brut konnte es zur Verwechslung der Nester und so zum Ausbrüten fremder Eier kommen.

Laut (Lutherbibel: ) konnte ein in einem Korb gefangen gehaltenes Steinhuhn (gr. πéρδιξ)als Lockvogel benutzt werden.

erwähnt eine „Steinhuhnquelle“ (‘ên-haqqôre’).

Der Name des Steinhuhns qore’ ist auch als männlicher Personenname belegt (vgl. ; ; ).

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

  • Paulys Real-Encyclopädie der classischen Alterthumswissenschaft, Stuttgart 1894-1972
  • Biblisch-historisches Handwörterbuch, Göttingen 1962-1979

2. Weitere Literatur

  • Cansdale, C., Animals of Bible Lands, Exeter 1970, 165-167
  • Keel, O. / Küchler, M. / Uehlinger, Ch., Orte und Landschaften der Bibel, Bd. 1, Zürich u.a. 1984, 159 mit Abb. 85
  • Møller-Christensen, V. / K.E. Jordt Jørgensen K.E., Biblisches Tierlexikon (Bibel - Kirche - Gemeinde 4), Konstanz 1969, 122f
  • Pinney, R. The Animals of the Bible, Philadelphia / New York 1964, 155f
  • Riede, P., David und der Floh. Tiere und Tiervergleiche in den Samuelbüchern, in: ders., Im Spiegel der Tiere. Studien zum Verhältnis von Mensch und Tier im alten Israel, Freiburg (Schweiz) / Göttingen 2002, 65-106, 68-70
  • Sawyer, J.F., A note on the brooding partridge in Jeremiah XVII,11, VT 28 (1978), 324-329
  • Schouten van der Velden, A., Tierwelt der Bibel, Stuttgart 1992, 120f
  • Seybold, K., Das „Rebhuhn“ von Jer 17,11. Erwägungen zu einem prophetischen Gleichnis, Bib. 68 (1987), 57-73
  • Toynbee, J.M.C., Tierwelt der Antike (Kulturgeschichte der Antiken Welt 17), Mainz 1973, 248
  • Winer, G.B., Biblisches Realwörterbuch II, Leipzig 3. Aufl. 1848

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