Der Name Jotam
Jotam, der Sohn Jerubbaals (→ Gideon), tritt in (→ Richter / Richterbuch) auf. Als jüngster der 70 Söhne Jerubbaals entkommt er als einziger der blutigen Machtergreifung seines Halbbruders → Abimelech in → Sichem (). Bekannt ist die sog. „Jotamfabel“ (; → Fabel), die Jotam den Bewohnern Sichems vorträgt: Ölbaum, Feigenbaum und Weinstock lehnen es ab, König der Bäume zu werden, erst der ungeeignete Dornstrauch erklärt sich dazu bereit. Die Fabel passt nicht zur geschilderten Situation und ist traditionsgeschichtlich älter als der Kontext. Ausgelegt wird sie in der Jotamrede , die an anknüpft und eine Unheilsankündigung für Abimelech und Sichem impliziert (vgl. ). Mit der Flucht nach Beer (Lage unbekannt) endet die Jotamepisode ().
Jotam, der Sohn des → Asarja / Usija und der Jeruscha, war etwa in der Mitte des 8. Jh.s v. Chr. der 11. Nachfolger Salomos im Südreich. Seine genaue Regierungszeit bleibt hypothetisch. Donner (1986, 468) setzt sie 756-741 v. Chr. an. und berichten über Jotam: Danach wird er im Alter von 25 Jahren im 2. Jahr des Königs → Pekach von Israel König über Juda und herrscht 16 Jahre lang. Nach () war er zunächst Koregent für seinen erkrankten Vater. Der deuteronomistische Verfasser von . beurteilt ihn eingeschränkt positiv und weiß von Bautätigkeiten (erweitert in ) und von einem Konflikt mit Aram und Israel (nach besiegt er dagegen die Ammoniter).
1. In der Kalebiterliste (; → Kaleb) erscheint in ein Jotam als Sohn Jahdais und Urenkel Kalebs.
2. Auf hebräischen Siegeln (→ Siegel / Stempel) ist mehrfach der Personenname jtm („Jotam“?) belegt (vgl. Renz / Röllig, 2003, 263.451). Hervorzuheben ist ein Siegel aus dem 8. Jh. v. Chr. von Tell el-Chulēfe bei Aqaba (vgl. Galling; Keel / Küchler, 1982, 283f.).
Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck
Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne
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