Tal Joschafat
Im Anschluss an und andere, ebenfalls von einer Endschlacht handelnde Texte (z.B. ) gehen manche Ausleger davon aus, dass dieses Tal des endzeitlichen Gerichtes in der Nähe von Jerusalem zu suchen sei. Das Tal wäre dann z.B. mit dem Kidrontal unmittelbar östlich von Jerusalem zu identifizieren. Diese Deutung ist zwar seit dem 4. Jh. n. Chr. belegt (Euseb, Onomastikon; Text Kirchenväter 3 [unter: Kollas Iōsaphat]), wird aber heute aufgrund der nicht zu Jo 4 passenden geographischen Gegebenheiten – es handelt sich nicht um eine weite Ebene – meist abgelehnt (z.B. Crenshaw, 1995, 175). Da das Tal im Alten Testament sonst nicht belegt ist und die Angaben im Joelbuch dürftig sind, lässt es sich nicht lokalisieren.
Für die Deutung des Namens ergeben sich vor allem zwei Möglichkeiten:
1. Der Name ist ein → Symbolname, der auf das letzte Gericht über die Völker verweist (Rudolph, 79), und möglicherweise zugleich auch ein apokalyptischer Geheimname. „Sowenig ein genaues Datum für die Endauseinandersetzung Jahwes mit den Völkern bekannt ist, sowenig weiß der Prophet den geographischen Ort“ (Wolff, 1985, 92).
2. Der Name ist eine Anspielung auf den judäischen König → Joschafat (vgl. ) und seinen Sieg über eine Koalition feindlicher Nachbarvölker im „Tal Beracha“ („Lobetal“; ), in der Nähe des Toten Meeres.
Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck
Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne
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