
Abb. 1 Jael (Gregorio Lazzarini; 1655-1730)
Der Frauenname „Jaël“ (hebr.
Jael wird als die „Frau des Keniters Heber“ () vorgestellt. Ihr gelingt es, den Kanaanäer Sisera mit einer List zu töten und so wesentlich zum Sieg israelitischer Stämme über Kanaan beizutragen. Sie nahm Sisera auf dessen Flucht in ihr Zelt auf, reichte ihm Milch und Sahne und tötete ihn, indem sie einen Zeltpflock durch seine Schläfe bohrte (). Ob Jael in dieser Szene zugleich als verführerische Frau und tötender Mann vorgestellt werden soll (so B. Lindars 1995), ist fraglich. Sie steht eher im Kontrast zur Schilderung von Siseras Mutter, die zur Untätigkeit gezwungen ist und verzweifelt auf die Rückkehr ihres Sohnes wartet (). Auf jeden Fall zählt die Szene zum festen Bestandteil der Schilderung der Deboraschlacht. Vielleicht war es ein Freundschaftsvertrag zwischen Kenitern und Israeliten, der Jael dazu veranlasste, Sisera als Feind des Bundespartners zu töten (). Die Tötung mit einem Zeltpflock hat Jael in Israel berühmt gemacht, weshalb sie gerühmt werden soll. Im Deboralied wird sie deshalb ausdrücklich als „Gesegnete“ tituliert ().
Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck
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