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Lexikon

Sidon

Markus Saur

(erstellt: April 2015)

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1. Name und Lage

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 1 Karte zur Lage von Sidon.

Die phönizische Metropole Sidon (phönizisch ṣdn, hebräisch צִידֹן ṣîdon / צִידוֹן ṣîdôn, ägyptisch Ḏdn, akkadisch Ṣidūnu, griechisch Σιδών Sidōn, arabisch Ṣayda / Ṣaïda) liegt im heutigen Libanon an der Mittelmeerküste etwa 35 km nordöstlich von → Tyros (N 33° 33' 45'', E 35° 22' 06''). Der assyrische König → Asarhaddon (681-669 v. Chr.) bezeichnet Sidon als Stadt „inmitten des Meeres“ (TUAT I, 395), was mit der Lage Sidons auf einer halbinselartigen Landzunge zusammenhängen dürfte. Diese unmittelbare Küstenlage begünstigte die Handelsaktivitäten (u.a. mit Purpur und Glas) auf dem Mittelmeer, die von Hafenanlagen im Norden aus betrieben wurden (Poidebard / Lauffray 1951, 83-90). Über die Größe der antiken Stadt lässt sich nichts Genaues ermitteln. Der assyrische König → Sanherib (704-681 v. Chr.) erwähnt in seinen Annalen Groß- und Klein-Sidon (TUAT I, 388; ähnlich Jos 11,8; Jos 19,28 צִידוֹן רַבָּה ṣîdôn rabbāh „Groß-Sidon“), was sich möglicherweise auf Stadtbezirke oder Stadtteile beziehen könnte.

© Google Earth (Zugriff 1.6.2015); Beschriftung Klaus Koenen

Abb. 2 Heiligtumsbezirk von Sidon: 1 Reste eines Tempels aus neubabylonischer Zeit; 2 Podium des Tempels der Perserzeit; 3 Altar der Perserzeit; 4 Tempel aus hellenistischer Zeit; 5 Prozessionstreppe aus römischer Zeit; 6 römische Kolonnadenstraße; 7 Haus aus dem 2./3. Jh. n. Chr.; 8 Nymphaeum; 9 byzantinische Kirche.

Neben einer Reihe von Nekropolen in der näheren Umgebung der Stadt, in denen u.a. die anthropoiden Sarkophage der Könige Eschmunazor und Tabnit mit ihren Inschriften gefunden wurden, ist der etwa 2 km nordöstlich der Stadt am Nahr el-Awwāli gelegene Eschmuntempel (→ Eschmun) von Bostan eš-Šech mit seinem etwa 25 Meter hohen Podium von herausragender Bedeutung für die Rekonstruktion der Geschichte und Religionsgeschichte der Stadt (vgl. KAI 15-16 und Stucky 2005), die ab dem 6. Jh. v. Chr. einen enormen kulturellen Aufschwung nahm (N 33° 35' 08', E 35° 23' 52'').

2. Geschichte

Sidon ist seit dem 14. Jh. v. Chr. literarisch bezeugt, die Besiedlungsspuren reichen allerdings bis in das 4. Jt. v. Chr. zurück. In der → Amarna-Korrespondenz (14. Jh.) finden sich überaus loyale Briefe des Königs Zimrida von Sidon an den ägyptischen Hof (EA 144-145); die Briefe des Abimilki von Tyros (EA 146-155), in denen Zimrida als Unterdrücker und Verschwörer erscheint, zeichnen dagegen ein anderes Bild. Die Korrespondenz dokumentiert die Ambivalenz der Beziehungen zwischen den phönizischen Städten und Ägypten im 2. Jt. v. Chr., die u.a. auch ikonographisch (Scandone 1984) und durch den Bericht des Ägypters Wen-Amun, der im ausgehenden 2. Jt. v. Chr. die phönizische Küstenregion bereiste (HTAT, 216-223), bezeugt sind.

Ab dem 11. Jh. v. Chr. nimmt der Einfluss der → Assyrer auf die phönizischen Städte ständig zu. So scheint bereits Tiglat-Pilesar I. (1114-1076 v. Chr.) Sidon zu Tributzahlungen verpflichtet zu haben (TUAT I, 356). In den folgenden Jahrhunderten der neuassyrischen Expansion verliert Sidon zusehends seine bislang vorherrschende Stellung unter den phönizischen Städten an die südliche Nachbarstadt Tyros. Den Tiefpunkt dieser Entwicklung markiert die Einnahme Sidons durch Asarhaddon im Jahr 677 v. Chr. in Folge einer Erhebung des sidonischen Königs Abdimilkutti gegen die assyrische Oberherrschaft. Sidon wird im Verlauf dieser Einnahme zerstört und das sidonische Gebiet zu einer assyrischen Provinz (Marti 2014), in der eine Stadt namens Asarhaddons-Hafen (assyrisch Kār-Aššur-aḫa-iddina) neu errichtet worden sein soll; Teile des sidonischen Einflussgebietes hat Asarhaddon dem tyrischen König Baal überantwortet (TUAT I, 395f.).

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2004)

Abb. 3 Reste eines Tempels aus neubabylonischer Zeit, darüber das Podium des Tempels der Perserzeit.

Für die Geschichte Sidons zur Zeit des neubabylonischen Großreichs (→ Babylonier) fehlen belastbare literarische Quellen. Ob es eine jahrelange Belagerung von Tyros durch Nebukadnezzar II. (605-562 v. Chr.) gab und ob Sidon davon profitieren konnte, hängt davon ab, wie man den Quellenwert des Tyroswortes in Ez 26 und der Berichte bei Josephus (Ant. Jud. X 11,1; Text gr. und lat. Autoren) einschätzt. Die Stelen Nebukadnezzars II., die er in Phönizien errichten ließ, dokumentieren allerdings die babylonische Präsenz in Phönizien im 6. Jh. v. Chr. (Elayi 2013, 216-219).

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2004)

Abb. 4 Blick vom Podium des Tempels der Perserzeit auf einen Altar.

Unter den → Persern wurde Syrien-Palästina Teil der Satrapie aṯūrā / Transeuphratene, deren Sitz im 4. Jh. v. Chr. möglicherweise Sidon oder die von Arwad, Sidon und Tyros gemeinsam gegründete Stadt Tripolis war. Die im 6. Jh. v. Chr. einsetzende Blüte Sidons erreicht während der Perserzeit ihren Höhepunkt. Aus dieser Zeit sind nicht nur zahlreiche Inschriften aus Sidon überliefert (vgl. KAI 13-16; KAI 281-283; Mathys 2005; Mathys 2008), sondern es nehmen auch monumentale Projekte wie der Bau des Eschmuntempels ihren Anfang (vgl. KAI 15-16; Stucky 2005). Die phönizische Beteiligung an den militärischen Aktivitäten der Perser auf dem Mittelmeer brachten Sidon und Tyros einen Zuwachs an Einfluss und Bedeutung. Der persische König Xerxes I. (485-465 v. Chr.) überantwortete Sidon den südlichen Küstenstreifen von Dor bis nach Jaffa (KAI 14, 18-20); dass dies unter Umgehung des näher gelegenen Tyros erfolgte, mag darauf hindeuten, dass Sidon seine Nachbarstadt Tyros zeitweise an Bedeutung übertraf (Herodot VIII 67).

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abb. 5 Münze aus Sidon, die ein Kriegsschiff mit einem Rammbug und den Schilden der Soldaten an der Reling zeigt (4. Jh. v. Chr.).

Sidon, Tyros und Arwad regelten ihre politischen Angelegenheiten wohl in einer ratsähnlichen Versammlung (Diodor XVI 41), die in Tripolis tagte (vgl. Elayi 2013, 286-288); dass man auf diese Weise miteinander verkehrte und zudem begann, eigene → Münzen zu prägen, spricht für eine gewisse politische Autonomie der phönizischen Städte in der Perserzeit (Herodot VII 98; VIII 67). Aus der Perserzeit sind u.a. in den großen Inschriften Eschmunazor (KAI 13-16; HTAT, 473-475), Tabnit (KAI 13-14), Bodaschtart (KAI 15-16) und Jatonmilk (KAI 16) als Namen sidonischer Könige überliefert; hinzu kommen die Königsnamen Baalschillem, Baana und Abdamon (KAI 281); die Chronologie der Könige bereitet allerdings Schwierigkeiten (vgl. HTAT, 470-473; Elayi 2013, 325; zur Geschichte der Perserzeit aus numismatischer Perspektive vgl. Elayi / Elayi 2004, 593-694).

© public domain (Foto: Klaus Koenen, 2004)

Abb. 6 Kerubenthron neben dem Podium des Tempels der Perserzeit.

Im 4. Jh. v. Chr. brachten die Sidonier – wohl aufgrund des zweifelhaften Verhaltens der persischen Repräsentanten vor Ort – den Persern eine mehr und mehr ablehnende Haltung entgegen, die sich in mehreren Aufstandsbewegungen niederschlug. In der Mitte des 4. Jh.s v. Chr. erhob sich der sidonische König Tennes (351-347 v. Chr.), wohl auf Druck der städtischen Aristokratie, gegen die Perser und es kam zur Zerstörung persischer Einrichtungen in Sidon (Diodor XVI 41). Das heranrückende persische Heer unter Artaxerxes III. (359-338 v. Chr.) beendete den Aufstand, wobei Teile der Stadt niederbrannten (Diodor XVI 41-45). Die antipersischen Affekte hielten sich auch nach dem baldigen Wiederaufbau der Stadt, und die Sidonier begrüßten den Eroberungszug Alexanders des Großen (336-323 v. Chr.) als Sieg gegen die verhassten Perser (Arrian II 15,6). Als Alexander 333/332 v. Chr. mit seinem Heer an die phönizische Küste kam, ergaben sich von Norden nach Süden die Städte Arwad, Byblos und Sidon, während Tyros sich widersetzte und erst nach mehrmonatiger Belagerung eingenommen werden konnte. Aufgrund dieser Niederlage konnte Sidon, das nach 332 v. Chr. von dem von Alexander eingesetzten König Abdalonymos regiert wurde (Curtius IV 1,15-23; vgl. die Bilingue von Kos [KAI 292]), erneut die phönizische Vorherrschaft übernehmen. Nach 323 v. Chr. wurde Sidon wie das gesamte phönizische Gebiet zu einem Spielball zwischen Ptolemäern und Seleukiden.

Aus: Wikimedia Commons; © Citypeek, Wikimedia Commons, lizensiert unter CreativeCommons-Lizenz cc-by-sa 2.5; Zugriff 1.6.2015.

Abb. 7 Burg der Kreuzfahrerzeit (13. Jh.).

Die Herrschaft der Ptolemäer über Phönizien, die im 3. Jh. v. Chr. nie ganz gesichert war, wurde in den Syrischen Kriegen immer wieder bedroht. Im 5. Syrischen Krieg (201-200/198 v. Chr.) konnte der Seleukide Antiochos III. (223-187 v. Chr.) die syropalästinische Landbrücke erobern und Phönizien unter seine Herrschaft bringen. In den folgenden Jahrzehnten des fortschreitenden Zerfalls der seleukidischen Macht baute Sidon seine Selbstständigkeit mehr und mehr aus und wurde 111 v. Chr. autonom. Im Jahr 64 v. Chr. eroberte Pompeius das Gebiet, erkannte allerdings die Selbstständigkeit Sidons als föderierte Stadt an; nach antirömischen Erhebungen verlor Sidon im Jahr 20 v. Chr. seine Unabhängigkeit.

3. Religion

Im sidonischen Pantheon nehmen ausweislich der Inschriften (KAI 13-16) die Göttin → Astarte und der Gott → Eschmun eine herausragende Stellung ein. Die Könige Tabnit und Eschmunazor, aber auch die Königin Emaschtart werden als Priester bzw. Priesterin der Astarte bezeichnet. Eschmunazor scheint neben einem Astarte-Heiligtum auch den Tempel des Eschmun in Bostan eš-Šech und ein Baal-Heiligtum errichtet zu haben (KAI 14, 13-18).

Während die Göttin Astarte wie in den anderen phönizischen Städten als weibliche Hauptgottheit verehrt wird und für Sexualität, Fruchtbarkeit und Potenz im weitesten Sinne steht, scheint der Gott Eschmun in Sidon eine Sonderstellung innezuhaben (vergleichbar dem Gott Melkart in Tyros oder der Göttin Ba‘alat von Byblos). Der Gott Eschmun, dessen Name etymologisch von semitisch šmn für „Öl“ abzuleiten sein dürfte, wird nicht nur als Heilgott – die interpretatio graeca setzt ihn mit Apollo und später mit Asklepios gleich –, sondern auch als Jäger verehrt, was seine königliche Stellung unterstreicht (→ Jagd). Die Bedeutung des Gottes → Baal von Sidon, der in der Eschmunazor-Inschrift bezeugt ist (KAI 14, 18), ist unklar, er tritt in Sidon aber hinter der Vorrangstellung von Astarte und Eschmun zurück (zu den sidonischen Gottheiten vgl. Lipiński 1995, 123-192, und Bonnet 2010, 52-55).

4. Sidon im Alten Testament

Nach Gen 10,15 (vgl. 1Chr 1,13) ist Sidon der Erstgeborene Kanaans. Damit wird die herausragende Stellung der phönizischen Metropole greifbar, die nach Gen 10,19 den nördlichsten Punkt des kanaanäischen Gebietes markiert. Die Vorrangstellung Sidons in der → Völkerliste Gen 10 spiegelt am ehesten die Verhältnisse der Perserzeit (vor dem Tennes-Aufstand?), was in ähnlicher Weise für den Sebulon-Spruch in Gen 49,13 gelten dürfte, der als Bezugspunkt Sidon und nicht das näherliegende Tyros nennt. In Jos 11,8; Jos 19,28 ist von Groß-Sidon die Rede, einmal als Ort, an den die mit Israel kämpfenden kanaanäischen Könige zurückgeschlagen werden, einmal als Grenzpunkt des Stammesgebietes Assers, wobei Ri 1,31 präzisiert, dass Asser Sidon nicht eingenommen bzw. seine Bewohner nicht vertrieben hat. In Ri 10,6 wird in einem deuteronomistischen Rahmentext (→ Deuteronomismus) hervorgehoben, dass die Israeliten u.a. den Göttern Sidons dienten und damit das taten, was Jhwh missfiel. Im Bericht von der Errichtung → Dans wird Sidon in Ri 18,28 als geographischer Orientierungspunkt erwähnt; ähnlich wird in 2Sam 24,6 das Umland von Sidon als eine der Gegenden genannt, in die die zur Volkszählung Davids beauftragten Männer kamen. Nach 1Kön 17,9 gehörte das etwa 13 km südlich von Sidon gelegene → Zarpat (Sarepta), wohin → Elia von Jhwh geschickt wird, zu Sidon.

Neben den Erwähnungen der Stadt sind auch die Belege für den bzw. die Sidonier, also das Gentilizium צִידֹנִי ṣîdonî / צִידֹנִים ṣîdonîm zu beachten. Von צִידֹנִי ṣîdonî / צִידֹנִים ṣîdonîm ist vor allem in der deuteronomisch-deuteronomistischen Literatur (→ Deuteronomismus) die Rede (Dtn 3,9; Jos 13,4; Jos 13,6; Ri 3,3; Ri 10,12; Ri 18,6; 1Kön 5,20; 1Kön 11,1.5.33; 1Kön 16,31; 2Kön 23,13). Die Sidonier erscheinen in diesen Texten als Bewohner im Norden; zudem scheint ihre Verehrung der Göttin Astarte in Juda Spuren hinterlassen zu haben, mit denen sich die Deuteronomisten auseinandersetzen. Nach Esr 3,7 haben die Sidonier (neben den Tyrern) wie für den ersten Tempel (vgl. 1Kön 5,20; 1Chr 22,4) auch für den Neubau des Tempels Holz aus dem Libanon geliefert.

Während Sidon in der erzählenden Literatur mehrheitlich als äußerster nördlicher Grenzpunkt genannt wird, zeichnen die prophetischen Texte ein anderes Bild. Die umfangreichsten Belege finden sich in dem großen Untergangsgedicht gegen Tyros und Sidon in Jes 23; hier wird der Pracht und dem Stolz der Handelsstädte Tyros und Sidon (Jes 23,2.4.12) der Untergang angesagt. Nach Jer 25,22 werden die Könige von Tyros und Sidon aus dem Becher des Untergangs trinken und Jer 47,4 erwähnt innerhalb eines Völkerwortes gegen die → Philister auch Tyros und Sidon als Ziele der Vernichtung durch Jhwh. Im Tyroszyklus des Ezechielbuches werden in Ez 27,8 die Bewohner Sidons neben denen Arwads als Ruderer für Tyros genannt, was auf eine Unterordnung Sidons unter Tyros hinweisen dürfte. Der Sidonspruch in Ez 28,20-23 ist im Vergleich zum vorangehenden umfangreichen Tyroszyklus ein sehr konventionelles Gerichtswort: Sidon wird nach V. 21f. zum Schauplatz der Verherrlichung Jhwhs in seinem Gerichtshandeln mit Pest und Schwert.

Ez 32,30 erwähnt in einer Totenklage über den Pharao die Fürsten des Nordens und jeden Sidonier (וְכָל־צִדֹנִי), die der Pharao als Erschlagene in der Grube sehen wird, wenn er dorthin hinabsteigt.

Das Gerichtswort gegen Tyros, Sidon und die Philister in Jo 4,4-8, innerhalb dessen Sidon in V. 4 genannt wird, ist vor allem wegen des Vorwurfs des Menschenhandels durch die Phönizier von Bedeutung; aufgrund des Handelspartners Jawan könnte das Wort aus hellenistischer Zeit stammen und vor dem Hintergrund massiver Unterdrückungserfahrungen in Juda verfasst worden sein. Sach 9,1-8 dokumentiert eine Untergangsansage gegen Syrien, Phönizien und Philistäa, in der in V. 2 neben Tyros auch Sidon als Ort der Weisheit genannt wird, wohingegen in Sach 9,3f. nur noch von Tyros, nicht aber mehr von Sidon die Rede ist; die Entstehung des Textes ist wohl vor dem Hintergrund des Eroberungszuges Alexanders des Großen durch Syrien und Palästina zu verstehen (Saur 2011). Die prophetischen Texte dokumentieren die ambivalenten Beziehungen zwischen Juda und den Phöniziern in persischer und hellenistischer Zeit und lassen Bewunderung und Verachtung von Sidon (und Tyros) gleichermaßen erkennen.

Literaturverzeichnis

Literatur-Recherche Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck

Literatur-Recherche Biblische Bibliographie Lausanne

1. Lexikonartikel

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  • Biblisch-historisches Handwörterbuch, Göttingen 1962-1979
  • Der Kleine Pauly, Stuttgart 1964-1975 (Taschenbuchausgabe, München 1979)
  • Biblisches Reallexikon, 2. Aufl., Tübingen 1977
  • Neues Bibel-Lexikon, Zürich u.a. 1991-2001
  • The Anchor Bible Dictionary, New York 1992
  • The Oxford Encyclopedia of Archaeology in the Near East, Oxford / New York 1997
  • Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Aufl., Tübingen 1998-2007
  • Calwer Bibellexikon, Stuttgart 2003

2. Quellen

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  • Q. Curtius in Two Volumes, Bd. I. Books I-V. With an English Translation by John C. Rolfe (LCL 368), London / Cambridge (Massachusetts) 1956 (reprinted) (= Curtius)
  • Diodorus of Sicily in Twelve Volumes, Bd. VII. Books XV 20 – XVI 65. With an English Translation by Charles L. Sherman (LCL 389), London / Cambridge (Massachusetts) 1980 (reprinted) (= Diodor)
  • Die El-Amarna-Tafeln. Mit Einleitung und Erläuterungen herausgegeben von J. A. Knudtzon. Anmerkungen und Register bearbeitet von Otto Weber und Erich Ebeling (VAB II), Aalen 1964 (Neudruck der Ausgabe 1915) (= EA)
  • Herodot, Historien, Zweiter Band. Bücher VI-IX. Griechisch-deutsch. Herausgegeben von Josef Feix, Zürich 1995 (= Herodot)
  • Historisches Textbuch zum Alten Testament. Von Manfred Weippert. Mit Beiträgen von Joachim Friedrich Quack, Bernd Ulrich Schipper und Stefan Jakob Wimmer (GAT 10), Göttingen 2010 (= HTAT)
  • Josephus in Nine Volumes, Bd. VI. Jewish Antiquities, Books IX-XI. With an English Translation by Ralph Marcus (LCL 326), Cambridge (Massachusetts) / London 1987 (reprinted) (= Josephus, Ant. Jud.)
  • Kanaanäische und aramäische Inschriften I-III. Herausgegeben von Herbert Donner und Wolfgang Röllig, Wiesbaden 1964 / 5. Aufl. 2002 (Band I) (= KAI)
  • Texte aus der Umwelt des Alten Testaments I. Herausgegeben von Otto Kaiser, Gütersloh 1982-1985 (= TUAT I)

3. Weitere Literatur

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  • Bonnet, Corinne / Niehr, Herbert, Religionen in der Umwelt des Alten Testaments II. Phönizier, Punier, Aramäer (KStTh 4,2), Stuttgart 2010
  • Clifford, Richard J., Phoenician Religion, BASOR 279 (1990), 55-64
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  • Elayi, Josette, La domination perse sur les cités phéniciennes, in: Atti del II Congresso Internazionale di Studi Fenici e Punici. Roma, 9-14 Novembre 1987. Volume primo (Collezione di Studi Fenici 30), Rom 1991, 77-85
  • Elayi, Josette, Histoire de la Phénicie, Paris 2013
  • Elayi, Josette, Sidon, Cité autonome de l’empire perse, Paris 2. Aufl. 1990
  • Elayi, Josette / Elayi, Alain G., Le monnayage de la cité phénicienne de Sidon à l’époque perse (Ve-IVe s. av. J.-C.). Tomes I-II (STrEu 11), Paris 2004
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  • Jigoulov, Vadim, The Phoenician City-States of Tyre and Sidon in Ancient Jewish Texts. Of Diachrony and Ideology, SJOT 21 (2007), 73-105
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  • Lemaire, André (Hg.), Phéniciens d’orient et d’occident (FS Josette Elayi; Cahiers de l’Institut du Proche Orient Ancien du Collège de France 2), Paris 2014
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  • Scandone, Gabriella, Testimonianze egiziane in fenicia dal XII al IV sec. A.C., RSFen XII (1984), 133-163
  • Stucky, Rolf A., Das Eschmun-Heiligtum von Sidon. Architektur und Inschriften. Unter Mitarbeit von Sigmund Stucky und mit Beiträgen von Antonio Loprieno, Hans-Peter Mathys und Rudolf Wachter (AK.B 19), Basel 2005

Abbildungsverzeichnis

  • Abb. 1 Karte zur Lage von Sidon. © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 2 Heiligtumsbezirk von Sidon: 1 Reste eines Tempels aus neubabylonischer Zeit; 2 Podium des Tempels der Perserzeit; 3 Altar der Perserzeit; 4 Tempel aus hellenistischer Zeit; 5 Prozessionstreppe aus römischer Zeit; 6 römische Kolonnadenstraße; 7 Haus aus dem 2./3. Jh. n. Chr.; 8 Nymphaeum; 9 byzantinische Kirche. © Google Earth (Zugriff 1.6.2015); Beschriftung Klaus Koenen
  • Abb. 3 Reste eines Tempels aus neubabylonischer Zeit, darüber das Podium des Tempels der Perserzeit. © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2004)
  • Abb. 4 Blick vom Podium des Tempels der Perserzeit auf einen Altar. © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2004)
  • Abb. 5 Münze aus Sidon, die ein Kriegsschiff mit einem Rammbug und den Schilden der Soldaten an der Reling zeigt (4. Jh. v. Chr.). © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
  • Abb. 6 Kerubenthron neben dem Podium des Tempels der Perserzeit. © public domain (Foto: Klaus Koenen, 2004)
  • Abb. 7 Burg der Kreuzfahrerzeit (13. Jh.). Aus: Wikimedia Commons; © Citypeek, Wikimedia Commons, lizensiert unter CreativeCommons-Lizenz cc-by-sa 2.5; Zugriff 1.6.2015.

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