Durst (Hebr.
„Durst“ steht mehrfach gemeinsam mit → „Hunger“ in einer Folge. Bis auf eine Ausnahme wird der Durst, im Sinne der Steigerung, an zweiter Stelle genannt (; ; u.ö.). Nur nennt den Durst vor dem Verlangen nach Brot; dort ist der Durst bezeichnenderweise jedoch gerade den Säuglingen, das Verlangen nach Brot den Kleinkindern zugeordnet. Hunger und Durst gemeinsam oder auch je für sich bezeichnen eine Mangelsituation, die nur vorübergehend ertragen werden kann (; ).
Nach soll man selbst dem dürstenden Feind mit Wasser helfen. Wer einem Dürstenden das Wasser verweigert () oder ihm stattdessen Essig anbietet (), verletzt ein elementares Gebot der Mitmenschlichkeit und Gastfreundschaft (vgl. als positives Beispiel Boas in ; → Rut). In der Versorgung mit Wasser zeigt sich Gottes Fürsorge (; ), im Mangel dagegen sein Gericht (; ).
Im übertragenen Sinn spricht vom Hunger und Durst nach Gottes Wort, die Gott selbst unter das Volk senden wird. Diese Ankündigung ist auf dem Hintergrund von zu verstehen, „dass der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht.“ Auch in ; wird Durst zum Bild für die Sehnsucht des Menschen nach Gott (vgl. „nach Gerechtigkeit dürsten“ in ).
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