Das Bild des Frühjudentums hat sich in den letzten Jahrzehnten – nicht zuletzt unter dem Eindruck der Funde von Qumran – nachdrücklich gewandelt. Dabei wächst die Einsicht, daß es zur Zeit Jesu kein einheitliches orthodoxes Judentum gegeben hat. Vielmehr müssen wir mit dem pluralen Nebeneinander verschiedener Gruppen rechnen, die zum Teil straff organisiert waren. Man kann sie mit einem gewissen Recht als religiöse Parteien bezeichnen. Gemeinsame Basis aller dieser Gruppierungen war das Bekenntnis zu dem einen Gott Israels und der Bezug auf die Tora als die Richtschnur ihres Lebens.
Die Evangelien nennen als Gesprächspartner und Gegner Jesu vor allem zwei Gruppen: die Sadduzäer und die Pharisäer. Flavius Josephus zählt in seinem Werk über den jüdischen Krieg drei "philosophische Schulen" unter den Juden auf: Pharisäer, Sadduzäer und Essener.
J. Neusner, Judentum in frühchristlicher Zeit, Stuttgart 1988
G. Stemberger, Pharisäer, Sadduzäer, Essener. SBS 144, Stuttgart 1991
Autoren: Martin Rösel (AT), Klaus-Michael Bull (NT)
Wer fundierte Kenntnisse über biblische Bücher und Themen erwerben will, hat mit dieser CD-ROM ein einmaliges Hilfsmittel zur Hand. Nutzen auch Sie diesen Erfolgstitel zur Vertiefung Ihrer Bibelkunde-Kenntnisse!
Gegenüber der Online-Version unterscheidet sich die CD-ROM durch folgende zusätzliche Leistungen: