Im Neuen Testament sind 3 Briefe überliefert, die traditionell dem Zebedaïden Johannes zugeschrieben werden. Diese Verfasserangabe hat insofern ein gewisses Recht, als die Briefe aufgrund ihrer Sprache und Theologie dem Gemeindekreis zuzuordnen sind, dem wir auch das Johannesevangelium verdanken. Da aber das Evangelium sicher nicht vom Zebedaïden abgefaßt worden ist, müssen ihm auch die Briefe abgesprochen werden.
Die historische Abfolge der Entstehung der Briefe ist in der Forschung umstritten. Vermutlich ist aber an der überlieferten Reihenfolge festzuhalten, da der 2Joh die Eskalation des Konfliktes voraussetzt, den der Verfasser des 1Joh noch argumentativ bewältigen will. Der 3Joh scheint dann in V.9 auf den 2Joh Bezug zu nehmen.
Autoren: Martin Rösel (AT), Klaus-Michael Bull (NT)
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