42 1 Aber über Folgendes schäme dich nicht, und nimm keine falsche Rücksicht, durch die du sündigen könntest: Schäme dich nicht, Gesetz und Bund des Höchsten zu halten,
2 den Gottlosen, wenn er Recht hat, gerecht zu sprechen;
3 mit dem Nächsten und Gefährten genau abzurechnen; das Erbteil der Freunde gerecht zu verteilen;
4 rechtes Maß und Gewicht zu halten; zufrieden zu sein, ob du viel oder wenig gewinnst;
5 Gewinn zu erzielen beim Handeln mit Kaufleuten; die Kinder streng zu erziehen; den bösen Sklaven kräftig zu züchtigen;
6 auf eine schlechte Frau gut aufzupassen; alles gut zu verschließen, wo viele zugreifen können;
7 alles zu zählen und abzuwiegen, was du herausgibst; jede Ausgabe und Einnahme aufzuschreiben;
8 die Unverständigen und Toren zurechtzuweisen, auch die alten Leute, dass sie nicht mit den jungen zanken. So wirst du ein aufrechter Mann sein und bei allen Leuten geachtet.
9 Eine Tochter bereitet dem Vater viele unruhige Nächte, von denen niemand weiß, und die Sorge um sie nimmt ihm den Schlaf: solange sie jung ist, dass sie verblühen könnte, oder wenn sie einen Mann hat, dass er ihrer überdrüssig wird,
10 oder solange sie noch unberührt ist, dass sie verführt und im Haus ihres Vaters schwanger werden könnte; oder wenn sie bei ihrem Mann ist, dass sie sich nicht ordentlich hält oder er kein Kind von ihr haben kann.
11 Wenn deine Tochter nicht auf sich hält, so bewache sie scharf, dass sie dich nicht vor deinen Feinden zum Spott macht und die ganze Stadt von dir redet und du in aller Munde bist und dich vor allen Leuten schämen musst.
12 Sieh dich nicht um nach schönen Menschen, und suche nicht die Gesellschaft von Frauen!
13 Denn wie aus den Kleidern Motten kommen, so kommt von Frauen viel Schlechtigkeit.
14 Es ist besser, bei einem groben Mann zu sein als bei einer freundlichen Frau, die einen zu Hohn und Spott macht.
15 Ich will nun preisen des Herrn Werke und verkünden, was ich gesehen habe. Durch das Wort des Herrn sind seine Werke geworden.
16 Die Sonne blickt auf alle Welt herab und gibt ihr Licht, und des Herrn Werk ist seiner Herrlichkeit voll.
17 Es ist selbst den Engeln des Herrn nicht gegeben, alle seine Wunderwerke zu verkünden, die der allmächtige Herr geschaffen hat, damit das All durch seine Herrlichkeit besteht.
18 Er allein erforscht den Abgrund und das Herz der Menschen und durchschaut, was sie vorhaben.
19 Denn der Höchste weiß alle Dinge und sieht voraus, was geschehen wird.
20 Er verkündet, was vergangen und was zukünftig ist, und offenbart, was verborgen ist; es entgeht ihm kein Gedanke, und nichts ist ihm verborgen.
21 Er hat die Werke seiner Weisheit fest gegründet, wie er selber ist von Ewigkeit zu Ewigkeit.
22 Man kann sie weder größer noch geringer machen, und er hat keinen Ratgeber nötig.
23 Wie herrlich sind alle seine Werke, obwohl man kaum einen Funken davon erkennen kann.
24 Dies alles lebt und bleibt für immer, und wenn er sie braucht, sind sie alle gehorsam.
25 Es sind immer zwei; eins steht dem andern gegenüber, und dem, was er gemacht hat, fehlt nichts.
26 Er hat es so geordnet, dass eins dem andern nützt.
43 1 Und wer kann sich an seiner Herrlichkeit satt sehen? Die Schönheit der Höhe ist das helle Firmament, das Bild des Himmels ist herrlich anzusehen.
2 Wenn die Sonne aufgeht, verkündet sie den Tag; sie ist ein Wunderwerk des Höchsten.
3 Am Mittag trocknet sie das Land aus, und wer kann ihre Hitze ertragen?
4 Ein Ofen erhitzt Werkstücke, bis sie glühen, aber dreimal mehr erhitzt die Sonne die Berge; sie verbreitet Gluthauch und gibt so hellen Glanz von sich, dass sie die Augen blendet.
5 Groß ist der Herr, der sie gemacht und ihr befohlen hat, ihre Bahn zu durcheilen.
6 Und der Mond muss überall scheinen zu seiner Zeit und die Zeiten anzeigen und ein Zeichen für immer sein.
7 Nach dem Mond rechnet man die Feste; er ist ein Licht, das abnimmt und wieder zunimmt.
8 Er gibt dem Monat seinen Namen; er wächst und verändert sich wunderbar
9 und ist ein Feldzeichen für das himmlische Heer, wenn er aufstrahlt am Firmament des Himmels.
Die hellen Sterne zieren den Himmel,
10 ein leuchtender Schmuck an der Himmelshöhe des Herrn.
11 Durch Gottes Wort halten sie ihre Ordnung ein und werden nicht müde, wenn sie Wache halten.
12 Sieh den Regenbogen an und lobe den, der ihn gemacht hat! Denn er hat sehr schöne Farben.
13 Er zieht am Himmel einen glänzenden Bogen; die Hand des Höchsten hat ihn gespannt.
14 Auf sein Wort hin fällt viel Schnee, und er lässt Blitze herabfahren, mit denen er richtet. Darum tut sich der Himmel auf,
15 und die Wolken ziehen, wie die Vögel fliegen.
16 Er drückt durch seine Kraft die Wolken zusammen, dass Hagelkörner herausfallen.
17 Sein Donner erschreckt die Erde, und Berge zittern vor ihm.
18 Durch seinen Willen wehen der Südwind und der Nordwind und der Wirbelsturm.
19 Und wie die Vögel fliegen, so streut er den Schnee; der fällt herab, wie Heuschrecken sich niederlassen.
20 Er ist so weiß, dass er die Augen blendet, und das Herz muss sich wundern über solch seltsamen Regen.
21 Er schüttet den Reif auf die Erde wie Salz; und wenn es friert, so wird er spitz wie Dornen.
22 Und wenn der kalte Nordwind weht, so wird das Wasser zu Eis; wo Wasser ist, da weht er darüber hin und zieht dem Wasser einen Harnisch an.
23 Was auf den Bergen steht, verbrennt er wie Gluthauch, und alles, was grün ist, versengt er wie Feuer.
24 Dagegen hilft der feuchte Nebel; und der Tau nach der Hitze erquickt alles wieder.
25 Durch sein Wort brachte der Herr das Meer zur Ruhe und säte Inseln darein.
26 Die auf dem Meer fahren, erzählen von seinen Gefahren, und wir, die es hören, verwundern uns.
27 Dort gibt es erstaunliche Dinge, mancherlei Tiere und große Fische. Durch den Herrn findet jeder Weg sein Ziel,
28 und durch sein Wort besteht alles.
29 Wenn wir auch viel sagen, so reicht es doch nicht aus; mit einem Wort: Er ist alles.
30 Wenn wir auch alles hoch rühmen – was ist das? Er ist doch noch viel höher als alle seine Werke.
31 Der Herr ist zu fürchten und unaussprechlich groß, und seine Macht ist wunderbar.
32 Lobt und preist den Herrn, so hoch ihr könnt; er ist doch noch höher.
33 Preist ihn aus allen Kräften und lasst nicht ab;
34 dennoch reicht es nicht aus!
35 Wer hat ihn gesehen, dass er von ihm erzählen könnte? Wer kann ihn so hoch preisen, wie er ist?
36 Wir sehen von seinen Werken nur das wenigste; denn viele noch größere sind uns verborgen.
37 Denn alles, was da ist, das hat der Herr gemacht, und den Gottesfürchtigen gibt er Weisheit.
Das Lob der Väter (Kapitel 44,1–49,20)
44 1 Lasst uns loben die berühmten Männer und unsre Väter, einen nach dem andern!
2 Viel Herrliches hat der Herr an ihnen getan von Anfang an durch seine große Macht.
3 Es gab solche, die in ihren Königreichen gut regiert haben, und Männer, die wegen ihrer Macht gerühmt wurden, die durch ihre Einsicht Rat erteilt und Weissagungen verkündet haben,
4 die Land und Leute regiert haben mit Klugheit und Scharfsinn, die weise Lehren gegeben haben in ihren Schriften und kluge Sprüche in ihren Anordnungen,
5 die Lieder und Weisen ersonnen und Gedichte geschrieben haben,
6 Männer, die reich und mächtig gewesen sind und in Frieden an ihrem Ort gelebt haben.
7 Sie alle sind zu ihren Zeiten gepriesen und zu ihren Lebzeiten gerühmt worden.
8 Sie haben einen solchen Namen hinterlassen, dass man noch heute von ihnen erzählt und sie lobt.
9 Aber andere haben keinen Ruhm und sind umgekommen, als wären sie nie gewesen. Und als sie noch lebten, war es, als lebten sie nicht und ebenso ihre Kinder nach ihnen.
10 Aber jene waren begnadete Leute, deren Gerechtigkeit nicht vergessen wird; bei ihren Nachkommen bleibt ihr Glück und ihr Erbe bei ihren Kindeskindern.
11 Ihre Nachkommen sind im Bunde Gottes geblieben und um ihretwillen auch ihre Kinder; für immer bleibt ihr Geschlecht,
12 und ihr Lob wird nicht untergehen.
13 Sie sind in Frieden begraben; aber ihr Name bleibt ewig.
14 Die Leute reden von ihrer Weisheit,
15 und die Gemeinde verkündet ihr Lob.
16 Henoch gefiel dem Herrn und wurde hinweggenommen, um für die Welt ein Beispiel der Buße zu sein.
17 Noah wurde als vollkommen gerecht befunden, und zur Zeit des Zorns hat er Gnade gefunden;
18 seinetwegen ist ein Rest übrig geblieben auf Erden, als die Sintflut kam.
19 Ein ewiger Bund wurde mit ihm geschlossen, dass nicht mehr alles Leben durch eine Sintflut vertilgt werden sollte.
20 Abraham war der hochberühmte Vater vieler Völker und wurde geehrt wie kein andrer.
21 Er hielt das Gesetz des Höchsten, und Gott schloss mit ihm einen Bund und bestätigte diesen Bund an seinem Fleisch; und er wurde für treu befunden, als er versucht wurde.
22 Darum verhieß ihm Gott mit einem Eid, dass durch sein Geschlecht die Völker gesegnet werden sollten und er zahlreich werden sollte wie der Staub der Erde
23 und seine Nachkommen wie die Sterne erhöht und Erben werden sollten von einem Meer bis ans andre und vom Euphrat bis an die Enden der Erde.
24 Er hat diesen Segen für alle Menschen und ebenso den Bund dem Isaak bestätigt um seines Vaters Abraham willen
25 und hat ihn auf Jakob kommen lassen.
26 Ihn hat er gnädig gesegnet und ihm das Erbe gegeben und seine Anteile bestimmt und in zwölf Stämme aufgeteilt.
45 1 Er hat aus ihm kommen lassen Mose, den begnadeten Mann, der aller Welt lieb und wert war und dem Gott und Menschen zugetan waren, dessen Name hoch gepriesen wird.
2 Er hat ihm Glanz und Herrlichkeit wie den Engeln gegeben und ihn hoch erhoben, sodass die Feinde ihn fürchten mussten, und ließ ihn mit Worten viele Zeichen tun.
3 Er machte ihn herrlich vor Königen und gab ihm Befehle an sein Volk und zeigte ihm seine Herrlichkeit.
4 Er hat ihn auserkoren um seiner Treue und Demut willen und aus allen Menschen erwählt.
5 Er ließ ihn seine Stimme hören und führte ihn in die dunkle Wolke.
6 Er hat ihm die Gebote gegeben von Angesicht zu Angesicht, das Gesetz des Lebens und der Weisheit, damit er Jakob den Bund lehren sollte und Israel seine Satzungen.
7 Er hat Aaron, den Bruder des Mose, aus dem Stamm Levi, gleich ihm auserkoren und erhört.
8 Er schloss einen ewigen Bund mit ihm und gab ihm das Priestertum im Volk.
9 Er hat ihn prächtig und schön gekleidet und zog ihm ein herrliches Gewand an und legte ihm prachtvollen Schmuck an.
10 Er zierte ihn mit kostbarem Geschmeide und legte ihm die Beinkleider an, das Untergewand und das Obergewand
11 und hängte ringsum viele Granatäpfel und goldne Schellen daran, damit es klingen sollte, wenn er aus- und einging, und der Klang im Heiligtum gehört und so seines Volkes vor Gott gedacht würde;
12 die heiligen Gewänder, mit Gold, blauem und rotem Purpur bestickt;
13 die Brusttasche für die Losentscheidungen, aus Scharlachfäden kunstvoll gewirkt, mit den edlen Steinen, in Gold gefasst durch die Arbeit eines Steinschneiders, in die die Namen der zwölf Stämme Israels eingegraben waren, damit ihrer gedacht würde vor Gott;
14 das goldne Stirnblatt an dem Kopfbund, in das eingegraben war: »Heilig dem Herrn«. Das alles war herrlich und kostbar, schön und vollkommen.
15 Man hat so Schönes nie zuvor gesehen.
16 Es durfte sie niemals ein andrer anziehen, außer allein seine Söhne und Nachkommen.
17 Seine Opfer sollten täglich zweimal dargebracht werden.
18 Mose füllte ihm die Hände und salbte ihn mit dem heiligen Öl.
19 Es wurde ein ewiger Bund mit ihm und seinen Söhnen geschlossen, dass sie Gott dienen und Priester sein und sein Volk in seinem Namen segnen sollten, solange der Himmel besteht.
20 Der Herr hat ihn erwählt aus allen Lebenden, damit er ihm Speisopfer und wohlriechende Räucheropfer zum Gedächtnis opfern sollte, um für das Volk Sühne zu schaffen.
21 Er übertrug ihm in seinen Geboten das Amt des Gesetzes und Rechts, dass er Jakob seine Satzungen lehren und Israel mit seinem Gesetz erleuchten sollte.
22 Es rotteten sich zwar andere gegen ihn zusammen und waren neidisch auf ihn in der Wüste: die Leute um Dathan und Abiram und die wütende Rotte Korach.
23 Aber der Herr sah es und es gefiel ihm nicht; und sie wurden verschlungen im grimmigen Zorn.
24 Er tat ein schreckliches Zeichen an ihnen und verschlang sie mit seinem Feuer.
25 Aaron aber verlieh er noch mehr Herrlichkeit und gab ihm ein Erbteil: nämlich alle Erstlinge teilte er ihm zu; vor allem sicherte er ihm reichlich Nahrung.
26 Denn sie sollten die Opfer des Herrn essen, die er ihm und seinen Nachkommen gab.
27 Aber sie durften keinen Anteil am Landbesitz haben noch ein Erbe gemeinsam mit dem Volk, sondern der Herr selbst war ihr Erbteil.
28 Pinhas, der Sohn Eleasars, kam als Dritter zu solcher Herrlichkeit, weil er sich aus Gottesfurcht voller Eifer für den Herrn eingesetzt hatte.
29 Denn als das Volk abfiel, stand er treu und entschlossen und schaffte Sühne für Israel.
30 Darum wurde ihm der Bund des Friedens gegeben, dem Heiligtum und dem Volk vorzustehen, damit er und seine Nachkommen das Hohepriestertum für immer haben sollten.
31 Wie mit David, dem Sohn Isais aus dem Stamm Juda, der Bund geschlossen wurde, dass allein aus seinen Söhnen einer König sein soll:
32 so soll auch das Erbe Aarons seinen Söhnen gehören. Er gebe euch Weisheit in euer Herz, sein Volk zu regieren mit Gerechtigkeit, damit euer Glück und eure Herrlichkeit nicht untergehe, sondern für immer bei euch bleibe.
46 1 Josua, der Sohn Nuns, war ein gewaltiger Kriegsheld und der Nachfolger des Mose im Prophetenamt,
2 der Großes tat zur Rettung der Auserwählten Gottes, wie sein Name sagt, und sie rächte an den Feinden, von denen sie angegriffen wurden, damit Israel sein Erbe bekäme.
3 Wie herrlich stand er da, als er die Hand ausreckte und das Schwert zückte gegen die Städte.
4 Wer konnte ihm standhalten? Denn er führte die Kriege des Herrn.
5 Auf seinen Befehl hin stand die Sonne still, und ein Tag wurde so lang wie zwei.
6 Er rief den Höchsten und Mächtigen an, als ihn seine Feinde ringsum bedrängten; und der Höchste erhörte ihn und ließ Hagel wie Steine auf die Feinde fallen
7 und schlug die Widersacher tot, als sie herunterzogen. Und die Heiden erkannten, was für Waffen er hatte
8 und dass der Herr selbst gegenwärtig war im Kampf, weil er dem Allmächtigen treu nachgefolgt war.
9 Und zur Zeit des Mose handelten er und Kaleb, der Sohn Jefunnes, recht: Sie stellten sich der Gemeinde entgegen, um das Volk von der Sünde abzuhalten und das böse Murren zu unterdrücken.
10 Darum sind allein sie beide am Leben geblieben unter sechshunderttausend Mann und haben das Volk in sein Erbteil gebracht in ein Land, darin Milch und Honig fließt.
11 Und der Herr erhielt den Kaleb in voller Kraft bis in sein Alter, sodass er hinaufzog aufs Gebirge im Lande; und seine Nachkommen besaßen das Erbe,
12 damit alle Israeliten sehen konnten, wie gut es ist, dem Herrn zu gehorchen.
13 Und die Richter, jeder nach seinem Namen, die nicht Abgötterei trieben noch vom Herrn abfielen – auch ihr Gedächtnis bleibe im Segen!
14 Ihre Gebeine mögen grünen, wo sie liegen;
15 und ihr Name, auf ihre Kinder vererbt, werde gepriesen!
16 Und Samuel, der Prophet des Herrn, von seinem Gott geliebt, richtete ein Königreich auf und salbte Fürsten über sein Volk.
17 Er richtete die Gemeinde nach dem Gesetz des Herrn, und der Herr sah Jakob wieder gnädig an.
18 Und der Prophet erwies sich als treu und gewissenhaft, und man erkannte, dass seine Weissagungen wahr wurden.
19 Er rief den Herrn, den Mächtigen, an, als seine Feinde ihn ringsum bedrängten, und opferte ein Milchlamm.
20 Und der Herr donnerte vom Himmel herab und ließ seine Stimme hören im Gewitter
21 und zerschlug die Anführer der Feinde und alle Fürsten der Philister.
22 Und vor seinem Ende, ehe er starb, bezeugte er vor dem Herrn und seinem Gesalbten, dass er von keinem Menschen Geld, auch nicht einen Schuh genommen hätte; und kein Mensch konnte ihn anklagen.
23 Und nachdem er entschlafen war, weissagte er und verkündete dem König sein Ende; er ließ seine Stimme hören aus der Erde, als er weissagte, dass die gottlosen Leute umkommen würden.
47 1 Danach, zur Zeit Davids, weissagte Nathan.
2 Und David war unter den Israeliten auserkoren, wie das Fett vom Opfer für Gott bestimmt ist.
3 Er spielte mit Löwen wie mit jungen Böcken und mit Bären wie mit Lämmern.
4 In seiner Jugend schlug er den Riesen tot und nahm die Schmach von seinem Volk weg.
5 Er hob seine Hand mit der Steinschleuder und zerbrach den Hochmut des Goliat.
6 Denn er rief den Herrn, den Höchsten, an; der stärkte ihm seine Hand, dass er den erfahrenen Kriegsmann tötete und seinem Volk den Sieg gab.
7 Deshalb rühmte man ihn als Sieger über zehntausend und ehrte ihn mit Lobliedern auf den Herrn, als er die königliche Krone empfing.
8 Er schlug die Feinde ringsumher und vernichtete die Philister, seine Widersacher, und zerbrach ihre Macht bis zum heutigen Tag.
9 Bei jeder Tat dankte er dem Heiligen, dem Höchsten, mit einem Lobpreis.
10 Von ganzem Herzen rühmte er und liebte den, der ihn geschaffen hatte.
11 Er ließ Sänger vor den Altar treten und Psalmen singen
12 und ordnete an, dass man die Feiertage würdig begehen und die Jahresfeste prächtig feiern sollte, damit der heilige Name des Herrn gelobt und vom frühen Morgen an das Heiligtum davon erfüllt würde.
13 Der Herr vergab ihm seine Sünden und erhöhte seine Macht für alle Zeit und schloss einen Bund mit ihm, dass das Königtum und der königliche Thron in Israel bei ihm bleiben sollten.
14 Nach ihm wurde König sein kluger Sohn Salomo, dem der Vater ein gesichertes Reich hinterlassen hatte, sodass er im Frieden regieren konnte.
15 Denn Gott hatte ihm ringsumher Ruhe verschafft, damit er seinem Namen ein Haus baute und ein Heiligtum aufrichtete für alle Zeit.
16 Wie weise warst du in deiner Jugend und voller Einsicht, wie der Strom das Land bewässert!
17 So hast du alles mit Weisheitssprüchen erfüllt. Und dein Name drang bis zu den fernsten Inseln, und wegen deiner Friedensherrschaft wurdest du geliebt.
18 Alle Lande bewunderten deine Lieder, Sprüche, Gleichnisse und Auslegungen.
19 Du wurdest genannt mit dem Namen des Herrn, der da heißt der Gott Israels.
20 Du brachtest so viel Gold zusammen wie Zinn und so viel Silber wie Blei.
21 Dein Herz hängte sich an die Frauen, und du ließest dich durch sie beherrschen und beflecktest deine Ehre
22 und vergeudetest deine Kraft, sodass der Zorn über deine Nachkommen erging und sie klagen mussten wegen deiner Torheit,
23 als das Königreich geteilt wurde und in Ephraim ein abgöttisches Königreich entstand.
24 Aber der Herr ließ nicht ab von seiner Barmherzigkeit und hob seine Verheißungen nicht auf und rottete die Nachkommen seines Auserwählten nicht völlig aus und raffte die Söhne dessen nicht weg, der ihn geliebt hatte,
25 sondern behielt einen Rest übrig aus Jakob und eine Wurzel von David.
26 Und Salomo wurde bestattet bei seinen Vätern
27 und hinterließ als Nachfolger Rehabeam, einen seiner Söhne, einen Mann ohne Weisheit
28 und Verstand, der das Volk durch seinen Eigensinn zum Abfall brachte,
29 und Jerobeam, den Sohn Nebats, der Israel zur Abgötterei verleitete und Ephraim auf den Weg der Sünde führte.
30 Und ihre Sünden wurden so zahlreich, dass sie zuletzt aus ihrem Lande vertrieben wurden.
31 Denn sie versuchten es mit jeder Art von Abgötterei, bis die Strafe über sie kam.
48 1 Und der Prophet Elia brach hervor wie ein Feuer, und sein Wort brannte wie eine Fackel;
2 er brachte eine Hungersnot über sie und verringerte ihre Anzahl durch seinen Eifer.
3 Denn durch das Wort des Herrn schloss er den Himmel zu; dreimal brachte er Feuer herab.
4 Wie herrlich bist du gewesen, Elia, mit deinen Wunderzeichen! Wer kann sich rühmen, dir gleich zu sein?
5 Durch das Wort des Höchsten hast du einen Toten auferweckt und aus dem Totenreich zurückgebracht.
6 Du hast Könige und Hochangesehene von ihrem Lager gestürzt und umgebracht.
7 Du hast auf dem Sinai die künftige Strafe gehört und auf dem Horeb die Gerichtsurteile.
8 Du hast Könige, die die Strafe vollziehen sollten, gesalbt und Propheten als Nachfolger.
9 Du bist hinweggenommen worden in einem Wetter auf einem Wagen mit feurigen Rossen.
10 Du bist bestimmt worden, zur gegebenen Zeit die Strafe zu vollziehen, den Zorn zu stillen, ehe der Grimm kommt, das Herz der Väter den Kindern wieder zuzuwenden und die Stämme Jakobs wieder aufzurichten.
11 Wohl denen, die dich gesehen haben und in Liebe zu dir entschlafen sind!
12 Da werden auch wir das rechte Leben haben.
13 Als Elia im Wetter hinweggenommen worden war, kam sein Geist auf Elisa. Zu seiner Zeit erschrak er vor keinem Herrscher, und niemand hatte Gewalt über ihn.
14 Nichts war ihm zu schwer und als er tot war, wirkte noch sein Leichnam prophetische Taten.
15 Als er lebte, tat er Zeichen, und als er tot war, tat er Wunder.
16 Trotzdem besserte sich das Volk nicht und ließ von seinen Sünden nicht ab, bis es aus seinem Lande vertrieben und in alle Länder zerstreut wurde
17 und nur ein kleines Häuflein übrig blieb und ein Fürst im Hause David.
18 Unter ihnen taten die einen, was Gott gefiel; die andern aber sündigten schwer.
19 Hiskia befestigte seine Stadt und leitete Wasser hinein; er ließ mit Eisen eine Leitung in den Fels hauen und Brunnen machen.
20 Zu seiner Zeit zog Sanherib herauf und sandte den Rabschake; der erhob seine Hand gegen Zion und prahlte lästerlich in seinem Hochmut.
21 Da zitterten ihre Herzen und Hände, und es wurde ihnen bange wie einer Frau in Geburtswehen.
22 Und sie riefen den barmherzigen Herrn an und hoben ihre Hände zu ihm auf.
23 Und der Heilige erhörte sie sogleich vom Himmel her und erlöste sie durch Jesaja.
24 Er schlug das Heer der Assyrer, und sein Engel vernichtete sie.
25 Denn Hiskia tat, was dem Herrn wohlgefiel, und blieb beständig auf dem Wege Davids, seines Vaters, wie ihn Jesaja lehrte, der ein großer Prophet war und in seiner Botschaft wahrhaftig.
26 Zu dessen Zeit ging die Sonne wieder zurück, und so verlängerte er dem König das Leben.
27 Er schaute geisterfüllt, was zuletzt geschehen sollte, und gab den Betrübten in Zion Trost.
28 Für alle Zeiten verkündete er, was geschehen sollte, und das Verborgene, ehe es kam.
49 1 Der Name des Josia ist wie ein edles Räucherwerk aus der Apotheke;
2 er ist süß wie Honig im Munde und wie ein Saitenspiel beim Wein.
3 Er war dazu ausersehen, das Volk zu bekehren und die Gräuel der Abgötterei zu beseitigen.
4 Er richtete sein Herz auf den Herrn und stellte den rechten Gottesdienst wieder her, als das Land voll Abgötterei war.
5 Alle Könige, ausgenommen David, Hiskia und Josia, sind schuldig geworden;
6 denn sie verließen das Gesetz des Höchsten.
7 Danach war es aus mit den Königen von Juda; denn sie mussten ihr Königreich andern überlassen und ihre Hoheit einem fremden Volk.
8 Die verbrannten die auserwählte Stadt des Heiligtums und machten ihre Straßen öde, wie Jeremia geweissagt hatte.
9 Den misshandelten sie schwer, der doch schon im Mutterleib zum Propheten auserkoren war, dass er ausrotten, zerbrechen und zerstören und wiederum auch bauen und pflanzen sollte.
10 Hesekiel schaute die Herrlichkeit des Herrn, die er ihm zeigte auf dem Wagen der Cherubim.
11 Er hat auch den Hiob genannt, der auf den Wegen der Gerechtigkeit ging.
12 Und die Gebeine der zwölf Propheten mögen grünen, wo sie liegen. Denn sie haben Jakob getröstet und Erlösung verheißen, auf die er zuversichtlich hoffen sollte.
13 Wie wollen wir Serubbabel preisen, der wie ein Siegelring an der rechten Hand war,
14 und Jeschua, den Sohn Jozadaks, die zu ihrer Zeit den Tempel bauten und das heilige Haus dem Herrn wieder aufrichteten, das bestimmt war zu ewiger Herrlichkeit!
15 Und Nehemia ist allezeit zu loben, der uns die zerstörten Mauern wieder aufgerichtet und mit Toren und Riegeln versehen und unsre Häuser wieder gebaut hat.
16 Niemand ist auf Erden geschaffen, der Henoch gleich wäre; denn er ist von der Erde hinweggenommen worden.
17 Auch dem Josef war keiner gleich, der seine Brüder geführt und sein Volk erhalten hat.
18 Seine Gebeine wurden wieder mit heimgebracht.
19 Set und Sem standen bei den Menschen in großen Ehren,
20 über allem aber, was lebt in der Schöpfung, steht Adam.
